Der Bürgermeister informiert KW 19

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

eine leistungsfähige und zukunftssichere Breitbandversorgung ist ein wesentlicher Standortfaktor für Wohnen, Arbeiten und Gewerbe.

Glasfaserausbau in Gondelsheim geht trotz Ausbaustopp der „Deutschen Glasfaser“ weiter

Rupp: Schnelles Agieren der Verwaltung war erfolgreich

Die Gemeinde Gondelsheim hat daher in den vergangenen Jahren konsequent auf den Ausbau einer flächendeckenden Glasfaserinfrastruktur hingearbeitet.

Für den Kernort setzte die Gemeinde – wie viele andere Kommunen im Landkreis Karlsruhe – bislang auf einen eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau durch die Deutsche Glasfaser. Hierzu wurde eine Kooperationsvereinbarung geschlossen und eine Vorvermarktung durchgeführt, bei der die erforderliche Mindestquote erfolgreich erreicht werden konnte. Der Ausbau war seitens der Deutschen Glasfaser ab dem Jahr 2027 angekündigt.

Umso bedauerlicher ist die jüngste Entwicklung: Die Deutsche Glasfaser hat Mitte März 2026 mitgeteilt, dass alle neuen Ausbauprojekte im Landkreis Karlsruhe bis mindestens 2028 ausgesetzt werden. Betroffen sind damit auch Kommunen – wie Gondelsheim –, in denen der Ausbau bereits konkret vorbereitet war, bislang aber noch nicht begonnen wurde. Für die Zeit nach 2028 liegen derzeit keine verbindlichen Aussagen vor. Diese Entscheidung steht im Widerspruch zu früheren Ankündigungen und führt zu erheblichen Verzögerungen beim privatwirtschaftlichen Glasfaserausbau im Landkreis. Der Ausbaustopp ist ein großer Vertrauensverlust in den eigenwirtschaftlichen Ausbau, wie es Landrat Dr. Christoph Schnaudigel nach der Mitteilung zusammenfasste.

Die Gemeinde Gondelsheim hat jedoch frühzeitig reagiert und bereits zu dem Zeitpunkt gehandelt, als sich das Desaster rund um die Deutsche Glasfaser abzeichnete. Gemeinsam mit vielen beteiligten Akteuren wurden alternative Lösungen vorbereitet, um den Glasfaserausbau nicht zum Stillstand kommen zu lassen.

Bürgermeister Markus Rupp betont hierzu: „Als wir erkannt haben, dass wir uns nicht auf die Zusagen der Deutschen Glasfaser verlassen dürfen, hat die Verwaltung sofort das Ruder in die Hand genommen. Wir haben gemeinsam mit dem Landkreis, der BLK, der Netze BW und dem Projektträger des Bundes nach Lösungen gesucht. Heute nun zeigt sich, dass dieses entschiedene Handeln richtig war und wir damit für Gondelsheim einen erheblichen Schaden abwenden konnten.“

Unabhängig davon schreitet der geförderte kommunale Glasfaserausbau in den Gondelsheimer Außenlagen bereits planmäßig voran.

Ziel dieses Projekts ist es, bislang unterversorgte Bereiche außerhalb des Kernorts an das zukunftsfähige Glasfasernetz nach dem Dossental und dem Gewerbegebiet Industriestraße anzubinden. Ergänzend ist vorgesehen, über eine Landesförderung eine innerörtliche Backbone-Lücke zu schließen, wodurch künftig auch kommunale Einrichtungen und wichtige Knotenpunkte direkt und leistungsfähig miteinander verbunden werden können.

In diesem Zusammenhang konnte die Gemeinde nun einen immens wichtigen Fortschritt nach dem Ausbaustopp der Deutschen Glasfaser erzielen: Der Projektträger der Bundesförderung (Aconium) hat nun kurzfristig zugestimmt, dass im Zuge des kommunalen Ausbaus entlang der öffentlichen Trassen die Glasfaserinfrastruktur für die Hausanschlüsse gefördert mitverlegt werden dürfen.

Dies ermöglicht es kurzfristig, solche Adressen anzuschließen, die derzeit noch nicht mit Gigabit-Geschwindigkeit über das großflächig vorhandene Koaxial-Netz versorgt sind. Zudem kann es mittel- oder langfristig einem privaten Telekommunikationsunternehmen zur Mitnutzung angeboten werden.

Bürgermeister Markus Rupp zeigt sich darüber sehr erfreut: „Gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Breitbandkabel Landkreis Karlsruhe GmbH, Ragnar Watteroth, ist es gelungen, eine sehr gute und tragfähige Lösung für Gondelsheim zu entwickeln. Besonders wichtig war mir dabei, einen echten Schildbürgerstreich zu vermeiden: Straßen aufzureißen, wieder zu schließen und kurze Zeit später erneut aufmachen zu müssen – das wäre für Bürgerinnen und Bürger wie auch für die Gemeinde völlig unverständlich gewesen. Genau dieses Szenario konnten wir nun abwenden.“

Damit wird ein zentrales Ziel der Gemeinde erreicht: vorausschauend für einen späteren flächendeckenden Glasfaserausbau vorzusorgen, ohne Straßen mehrfach öffnen zu müssen. Gondelsheim bleibt somit handlungsfähig und kann – sobald sich die Rahmenbedingungen verbessern oder neue Fördermöglichkeiten eröffnen – weitere Anschlüsse realisieren.

Dafür muss die Gemeinde aber auch zusätzliches Geld bei der aktuell laufenden Maßnahme in die Hand nehmen, nämlich den Eigenanteil von 10 % der entstehenden Baukosten, um den Ausbau von rund zusätzlichen 100 Adressen zu ermöglichen. Im anderen Fall wären die Gräben wieder geschlossen worden, ohne die Digitalisierung im Kernort voranzubringen.

„Ein besonderer Dank gilt auch dem Fördergeber Bund für dieses schnelle und pragmatische Reagieren. Diese kurzfristige Entscheidung hat überhaupt erst ermöglicht, dass wir jetzt diese Lösung umsetzen können. Das ist ein starkes Signal für die kommunale Handlungsfähigkeit vor Ort“, so Bürgermeister Markus Rupp abschließend.

Die Gemeinde wird die Entwicklungen auf Kreis-, Landes- und Bundesebene weiterhin aufmerksam verfolgen und sich gemeinsam mit dem Landkreis Karlsruhe und der Breitbandkabel Landkreis Karlsruhe GmbH für weitere tragfähige Lösungen einsetzen, um die Glasfaserversorgung im Gemeindegebiet langfristig flächendeckend sicherzustellen.

Maibaumstellen auf dem Rathausplatz in Gondelsheim

Gelungene Premiere für den Musikverein „Harmonie“

Bei bestem Frühlingswetter wurde am vergangenen Sonntag auf dem Rathausplatz in Gondelsheim wieder traditionell der Maibaum gestellt.

Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger waren gekommen, um gemeinsam den Beginn des Monats Mai zu feiern und diese liebgewonnene Tradition zu erleben.

Den festlichen Auftakt machte das Stellen des Kinder-Maibaum mit selbstgemalten Bildern, der bereits für große Freude bei den Besucherinnen und Besuchern sorgte.

Im Anschluss begeisterten sowohl die Kinder der Kita Schneckenhaus mit Liedern als auch die die Tanzbienchen der Landfrauen mit einem schwungvollen Tanzauftritt. Beide sorgten für beste Stimmung auf dem Rathausplatz.

Musikalisch wurde das Maibaumstellen ebenfalls hervorragend begleitet: Der Musikverein Unterreichenbach sorgte mit Blasmusik und auch Gesang vom Feinsten für den passenden festlichen Rahmen und trug maßgeblich zur gelungenen Atmosphäre des Nachmittags bei.

Bürgermeister Markus Rupp betonte in seiner Ansprache, wie sehr ihn freue, dass diese Tradition fortgesetzt werde. Das Maibaumstellen auf dem damals neu gestalteten Rathausplatz begann am 30. April 1989 und wurde über 35 Jahre hinweg vom Heimat- und Kulturverein organisiert – von der Bewirtung bis hin zur gesamten Durchführung.

Maibaunstellen Gondelsheim 2026

Aufgrund der schwierigen Altersstruktur des Heimat- und Kulturvereins wurde das Fest nun an den Musikverein Gondelsheim übergeben. Bürgermeister Rupp zeigte sich sehr erfreut über diese Fortführung und dankte allen Beteiligten für ihr Engagement.

In seiner Rede erinnerte er auch daran, dass das Maibaumstellen bereits seit vorchristlicher Zeit eine besondere Tradition sei. Schon damals wurden lange Stangen aufgestellt und begrünt, um das Frühjahr zu begrüßen. Im Mittelalter entwickelte sich daraus der Brauch, mit dem Aufstellen von Maibäumen auch den Wohlstand einer Gemeinde sichtbar zu machen.

Mit einem Augenzwinkern bemerkte Rupp: „Wenn dies heute noch der Maßstab wäre, wie wohlhabend die Kommunen derzeit sind und wie es um die Kommunalfinanzen steht – auch in Gondelsheim –, dann müssten wir dieses Jahr wohl keinen Maibaum, sondern eher einen Zahnstocher aufstellen.“

Er verwies zudem auf ein in den sozialen Medien veröffentlichtes Video vom ersten Maibaumstellen im Jahr 1989 und freute sich darüber, dass sich das Fest auch dieses Jahr wieder genauso gelungen präsentierte – bei bestem Wetter, guter Stimmung und vielen Gästen auf dem Rathausplatz.

Drei neue Raststationen in Gondelsheim

„Tolles Engagement der Jäger aus dem Revier West“

Drei neue Raststationen für Wanderer, Radfahrer und alle Erholungssuchenden bereichern ab sofort die Gemarkung Gondelsheim. Initiiert und in Eigenleistung aufgebaut wurden sie von den Jägern des Reviers West unter der Leitung von Jürgen Häffele und Hansjörg Mohr.

Die neue Infrastruktur bietet künftig an drei Standorten eine Möglichkeit zur kurzen Pause und zum Verweilen: am Kleienacker in Richtung Grillplatz, kurz vor dem Erdbeerhof sowie im Bereich der Hofforle an der Grenze zu Helmsheim.

Die Jäger des Reviers West haben dabei erneut selbst Hand angelegt – ganz im Sinne ihres langjährigen Engagements für Natur, Umwelt und das Gemeinwohl. Bereits in der Vergangenheit haben sie sich mit großem Einsatz für verschiedene Projekte eingebracht, etwa beim Bau und der Pflege von Nistkästen, mit der Errichtung von Insektenhotels oder beim Waldtag.

Neue Raststation der Jäger aus dem Revier West

Mit den neuen Raststationen schaffen sie nun einen weiteren Mehrwert für Bürgerinnen und Bürger sowie für Besucher der Gemeinde.

Bürgermeister Markus Rupp bedankt sich ausdrücklich für dieses besondere Engagement:
„Es ist beeindruckend, mit wie viel Herzblut sich unsere Jäger immer wieder für Gondelsheim einsetzen. Diese drei Raststationen, dieses tolle Engagement ist nicht selbstverständlich. Dafür gilt Häffele, Mohr und deren gesamten Team des Reviers West mein herzlicher Dank.“

Die Gemeinde Gondelsheim freut sich über diese gelungene Initiative, die nicht nur die Naherholung stärkt, sondern auch das Miteinander und den ehrenamtlichen Einsatz vor Ort sichtbar macht.

Mehr Menschen lernen in Deutschland wieder schwimmen

Gondelsheim geht mit gutem Beispiel voran

In Deutschland haben im vergangenen Jahr mehr Menschen schwimmen gelernt. Nach Angaben der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) wurden bundesweit 96.471 Schwimmabzeichen vergeben – ein sehr guter Wert, der in den vergangenen 20 Jahren nur einmal übertroffen wurde.

Dennoch bleibt klar: Schwimmen ist für viele Kinder heute keine Selbstverständlichkeit mehr. Erst mit dem Schwimmabzeichen in Bronze gelten Kinder als sichere Schwimmer. Umso wichtiger sind wohnortnahe und bezahlbare Angebote, die Kindern frühzeitig den Zugang zum Schwimmen ermöglichen.

Ein leuchtendes Beispiel dafür ist die Gemeinde Gondelsheim. Dort wird der Schwimmkurs für Kleinkinder bereits seit fünf Jahren mit finanzieller Unterstützung angeboten – in diesem Jahr also mit einem kleinen Jubiläum. Das Angebot wird regelmäßig sehr gut angenommen und ist mittlerweile fester Bestandteil der kommunalen Familienförderung.

Insgesamt nehmen in diesem Jahr 48 Kinder teil. Angeboten werden vier Kurse mit jeweils zwölf Kindern. Jedes Kind erhält dabei zehn Unterrichtseinheiten, um Sicherheit im Wasser zu gewinnen und das Schwimmen Schritt für Schritt zu erlernen. Drei Gruppen sind in diesem Jahr Anfängerkurse, eine weitere Gruppe ist ein Aufbaukurs.

Organisiert wird der Kurs von der Gemeinde Gondelsheim gemeinsam mit Schwimmlehrer Thorsten Kolein. Unterstützt und mitfinanziert wird das Angebot in bewährter Weise von der Sparkassen-Stiftung Kraichgau, sodass die Eltern ihre Kinder zu einem wirklich absolut günstigen Preis anmelden können.

Schwimmkurs Gondelsheim

Die Kurse finden im Hallenbad in Bruchsal-Heidelsheim statt und bieten den Kindern die Möglichkeit, frühzeitig Sicherheit im Wasser zu gewinnen und wichtige Schwimmfähigkeiten zu erlernen.

„Gondelsheim ist hier sicherlich ein gutes Beispiel“, sagt Bürgermeister Markus Rupp, „weil wir wissen, dass Schwimmen für Kinder heute keine Selbstverständlichkeit mehr ist. Schwimmen zu lernen bedeutet Sicherheit – und wir können damit sicherlich auch etwas Gutes für die Zukunft unserer Kleinen tun.“

Mit diesem Engagement zeigt Gondelsheim eindrucksvoll, wie kommunale Verantwortung, engagierte Partner und gezielte Förderung zusammenwirken können, um Kindern wichtige Chancen fürs Leben zu eröffnen.

Seniorennachmittag der Gemeinde Gondelsheim am 3. Mai 2026

Sandkorn-Theater spielt „Tatort – So isch’s wore“ von Harald Hurst

Am kommenden Sonntag lädt die Gemeinde Gondelsheim alle Bürgerinnen und Bürger ab 65 Jahren herzlich zu einer besonderen Seniorenveranstaltung in die Turnhalle ein. Beginn der Veranstaltung ist um 16:00 Uhr.

Theater Sandkorn Karlsruhe

Gezeigt wird die Komödie „Tatort – So isch’s wore“ von Harald Hurst. Ein unterhaltsames und zugleich tiefgründiges Stück, das mit viel Humor den Alltag eines seit Jahrzehnten verheirateten Ehepaars beleuchtet.

Was als gemütlicher Sonntagabend auf dem Sofa beginnt, entwickelt sich rasch zu einem turbulenten „Ehekrimi“ voller Pointen und überraschender Wendungen – eine perfekte Mischung aus badischem Humor,

Situationskomik und augenzwinkernder Lebensweisheit. Ein ideales Theaterstück für einen heiteren und geselligen Nachmittag.

Während der Pause sind alle Gäste – wie gewohnt – zu Getränken sowie einer kleinen Stärkung eingeladen.

Bürgermeister Markus Rupp freut sich gemeinsam mit dem Gemeinderat, die Gondelsheimer Seniorinnen und Senioren wieder zu diesem traditionellen Nachmittag begrüßen zu dürfen.

Termin: 3. Mai 2026
Uhrzeit: ab 16 Uhr (Einlass ab 15 Uhr)
Ort: TV-Halle, Am alten Sportplatz, Gondelsheim

Eingeladen sind alle Seniorinnen und Senioren ab dem 65. Lebensjahr samt Partner!

Wir freuen uns auf einen schönen gemeinsamen Nachmittag mit vielen Begegnungen, Gesprächen und guter Unterhaltung.

Pflanzentauschbörse in Gondelsheim geht in die dritte Runde

Am 3. Mai zwischen 14.00 – 16.00 Uhr ist es in der Saalbachhalle wieder so weit


Die beliebte Pflanzentauschbörse in Gondelsheim findet in diesem Jahr bereits zum dritten Mal in der Saalbachhalle statt – und hat sich damit fest im Veranstaltungskalender der Gemeinde etabliert.

Nach dem großen Zuspruch in den vergangenen Jahren dürfen sich Gartenfreunde auch diesmal wieder auf einen lebendigen Austausch rund um Pflanzen, Samen und Gartenideen freuen.

Organisiert wird die Veranstaltung vom Gondelsheimer Baumfachwart Thomas Hauck, der zugleich Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins in Neibsheim ist. Gemeinsam mit Bürgermeister Markus Rupp hat er die Pflanzentauschbörse ins Leben gerufen und kontinuierlich weiterentwickelt.

Ihr Engagement trägt maßgeblich dazu bei, dass die Veranstaltung auf so großes Interesse in der Bevölkerung stößt.

Das Konzept ist einfach und zugleich nachhaltig: Pflanzen werden nicht verkauft, sondern getauscht oder verschenkt. So entsteht eine bunte Vielfalt an Angeboten – von selbstgezogenen Gemüsepflanzen über Samen und Blumenzwiebeln bis hin zu Zierpflanzen, Stauden und jungen Bäumen. Die Börse bietet dabei nicht nur die Möglichkeit, den eigenen Garten zu bereichern, sondern auch, mit anderen Gartenliebhabern ins Gespräch zu kommen und Erfahrungen auszutauschen.

Abgerundet wird die Veranstaltung auch in diesem Jahr wieder durch ein attraktives Angebot an Kaffee und Kuchen, das vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) bereitgestellt wird. Damit ist nicht nur für Pflanzenfreunde, sondern auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt.

Die Pflanzentauschbörse verspricht erneut einen geselligen und inspirierenden Nachmittag für alle, die Freude am Gärtnern haben – und zeigt einmal mehr, wie stark Gemeinschaft und Nachhaltigkeit vor Ort gelebt werden.

Neues aus dem Jugendtreff Bounty

Osterferien-Aktionswoche: Moor

Unsere Osterferien-Aktionswoche beschlossen wir mit einem spannenden Ausflug in eine Natur, die – obgleich räumlich so nah – ganz anders ist als unser Kraichgau.

Die Sprache ist vom »Weingartener Moor«. Mit dem E-Busle fuhren wir an einem eher trüben (immerhin trockenen) Spätmärztag ins Bruchgebiet von Weingarten. Zu Fuß folgten wir dem »Drachenweg« (welcher durch mannigfache geschnitzte echsenartige Skulpturen gekennzeichnet ist) hinein ins Naturschutzgebiet im »Bruchwald«. Da es in den Tagen und Wochen zuvor einigermaßen geregnet hatte, konnten wir das Niedermoor in seiner ganzen Schönheit erleben. Denn bald taten sich rechts und links des Weges mal größere, mal kleinere Wasserflächen und Tümpel auf. So ganz moortypisch verschwimmt dabei oftmals die Grenze zwischen Wasser und Land. Doch solange wir auf dem Weg blieben (was die Satzung des Naturschutzgebietes ohnehin vorschreibt), blieben unsere Füße trocken.

Nach einer kleineren Reparatur am Schuh einer Teilnehmerin drangen wir weiter vor.

Ein schönes und schmackhaftes Erlebnis waren die großen Bärlauchteppiche, die vom beginnenden Frühjahr kündeten und von denen wir einige der zarten und sehr aromatischen Blätter frisch verkosteten. Eine unmittelbare, fast alle Sinne ansprechende Naturerfahrung!

Osterferien-Aktionswoche: Moor

Interessant wurde es, als wir in Höhe des Grötzinger Baggersees auf einen Seitenpfad abbogen, der nicht mehr geschottert war – nun mussten wir uns durch einen vom Regen der Vortage stark aufgeweichten Boden vorkämpfen (siehe das obere Bild).

Doch das war nur die Ouvertüre zum spannendsten Teil unserer Moorrunde; denn bald erblickten wir den Bohlenweg, der uns zum eigentlichen Moorsee führte. Mehr und mehr verschwand der Landanteil und die tiefbraune Moorbrühe schwappte rechts und links der Bohlen gegen die Grundpfähle. Ziel und Höhepunkt des Weges war die Vogelwarte – ein überdachter und geräumiger Hochsitz mit Ruhebänkle und wunderbarem Blick auf die wilde Schönheit des Moorsees. Dort machten wir Vesperpause und Hela packte die von ihr zubereiteten Käsebrötchen und das Gemüse aus. Laichende Amphibien sahen wir heuer leider keine; dafür konnten wir eine Vielzahl an seltenen Wasservögeln beobachten, die ihre Flugkünste zeigten und mit ihrem Geschnatter die Kulisse akustisch unterlegten.

Leider blieb ein kleines Unglück nicht aus, denn trotz Warnung rutschte eine unserer Teilnehmerin auf den schlüpfrigen Bohlen aus und plumpste ins (allerdings nur knöcheltiefe) Wasser. Zum Glück war das aber mehr Schreck als Unfall. Außer dass das Mädchen bis zu den Oberschenkeln durchnässt wurde, ist nichts Schlimmeres passiert. Dennoch musste die Rettungsdecke aus unserem Erste-Hilfe-Set herhalten (die auch vor Unterkühlung schützt). Und schnell machten wir uns – das ins Moor gefallene Mädchen mit der Rettungsdecke als Rock – auf den Rückweg. Auch brach dann noch die Sonne durch, sodass die mit dem Moorwasser in Kontakt Getretene zusätzlich von deren Strahlen durchwärmt wurde.

Bis auf dieses recht glimpflich verlaufene Missgeschick glücklich und voller Eindrücke von einer wunderbaren, wertvollen Natur (fast vor unserer Haustür) traten wir die Heimfahrt an und kamen wohlbehalten in unserem heimatlichen Gondelsheim an.

Terminvorschau:

  • Der nächste offene Sonntag ist am 10. Mai.
  • Maiwanderung am Donnerstag, 14. Mai.
  • Produktion eigener Holunder-Limonade am Donnerstag, 14. Mai.
  • Pfingstferienaktionswoche mit Aktionen am 25./26./27. Mai. Mit der Bitte um vorherige Anmeldung.
  • Picknickausflug auf den Michaelsberg bei Untergrombach am Montag, 25. Mai.
  • Fahrradtour nach Bretten mit Eisessen und Spiel am Dienstag, 26. Mai.
  • Hohlwegwanderung zur Odenwaldhütte Bruchsal am Mittwoch, 27. Mai.
  • Außerhalb der Ausflüge bleibt das »Bounty« über die Pfingstferien geschlossen.

Michael Klebon im Namen des »Bounty«-Teams

STADTRADELN 2026 in Gondelsheim: Gemeinsam aufsteigen und Zukunft bewegen

Vom 28. Juni bis 18. Juli tritt Gondelsheim wieder kräftig in die Pedale. Beim STADTRADELN 2026 zählt jeder Kilometer – für unsere Umwelt, unsere Gesundheit und ein starkes Miteinander.

Ob zur Arbeit, zum Einkaufen oder in der Freizeit: Drei Wochen lang setzen wir gemeinsam ein sichtbares Zeichen für nachhaltige Mobilität. Gondelsheim zeigt einmal mehr, was Teamgeist bewegen kann.

Mitmachen, motivieren, losradeln!

„Radfahren verbindet – uns miteinander und mit der Zukunft, die wir gemeinsam gestalten wollen. Jeder Kilometer zählt“, ruft Bürgermeister Markus Rupp auf.

KGMS Gondelsheim setzt Zeichen: „Verantwortung läuft!“

Unter dem Motto „Verantwortung läuft – Talente bewegen Gutes“ veranstaltet die Kraichgau-Gemeinschaftsschule Gondelsheim am 2. Juli 2026 einen Spendenlauf zugunsten des beschädigten Planetenwegs.

Doch im Mittelpunkt steht dabei nicht allein die finanzielle Unterstützung, sondern eine klare Botschaft: Kinder und Jugendliche sind weit mehr als das oft zitierte Bild von „der Jugend von heute“.

Mit ihrem Engagement wollen die Schüler:innen zeigen, dass sie Verantwortung übernehmen, sich für ihre Gemeinde einsetzen und aktiv zur Gesellschaft beitragen. In einer Zeit, in der negative Schlagzeilen schnell ein verzerrtes Bild zeichnen, setzt die Schulgemeinschaft bewusst ein Gegenzeichen – sichtbar, gemeinschaftlich und voller Energie.

Begleitet von einem musikalischen Rahmenprogramm auf dem Schulhof wird der Spendenlauf zu einem lebendigen Zeichen für Zusammenhalt, Solidarität und gelebte Werte wie Fairness, Courage und Teilhabe.

Bürgermeister Markus Rupp wie auch der Vorsitzende der Sternwarte Kraichgau, Herr Georg Henneges zeigen sich begeistert von der Aktion der Schule und Schüler.

Die KGMS Gondelsheim lädt die Öffentlichkeit herzlich ein, diesen besonderen Tag mitzuerleben und gemeinsam zu zeigen: Unsere Jugend bewegt – im wahrsten Sinne des Wortes.

Herzlichst

Ihr

Markus Rupp, Bürgermeister