Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
der Gemeinderat Gondelsheim hatte bereits in seiner öffentlichen Sitzung am 19. Februar mit großer Mehrheit beschlossen, neue Wege beim Erosionsschutz zu gehen.
Landwirte und Gemeinde Gondelsheim ziehen beim Erosionsschutz an einem Strang
Gemeinsames Pilotprojekt im Riedgraben
Ziel ist es, die Folgen von Starkregenereignissen zu minimieren und insbesondere den Abtrag wertvollen Mutterbodens aus landwirtschaftlichen Flächen zu reduzieren. Der Beschluss fiel bei lediglich einer Gegenstimme und bildet die Grundlage für ein zunächst auf zwei Jahre angelegtes Pilotprojekt gemeinsam mit den Gondelsheimer Landwirten.
Auslöser der Initiative waren unter anderem die massiven Auswirkungen des Starkregenereignisses vom 13. August 2024. Damals wurden große Mengen Schlamm und Erde aus den umliegenden Feldern in Straßen und Wohngebiete gespült. Besonders betroffen waren Bereiche rund um den Riedgraben.
Die nun beschlossenen Maßnahmen setzen auf eine enge Zusammenarbeit zwischen Gemeinde, Landwirtschaftsamt und den örtlichen Landwirten. Gefördert werden unter anderem erosionsmindernde Bewirtschaftungsformen wie Direktsaat oder Drohnensaat, also der Verzicht auf intensive Bodenbearbeitung in besonders sensiblen Bereichen. Die Gemeinde unterstützt die teilnehmenden Betriebe finanziell, um mögliche wirtschaftliche Nachteile oder Ertragsrisiken teilweise auszugleichen.
Anfang April trafen sich zahlreiche Landwirte im Bürgersaal, um gemeinsam mit Michael Maisenhelder aus Gondelsheim sowie Rolf Kern vom Landwirtschaftsamt Karlsruhe konkrete Flächen und Maßnahmen zu besprechen. Die Resonanz fiel dabei ausgesprochen positiv aus. Viele Betriebe signalisierten ihre Bereitschaft, sich aktiv am Projekt zu beteiligen. Nach aktuellem Stand sollen bereits im ersten Jahr rund 62 Hektar Fläche in das Programm aufgenommen werden. Davon entfallen etwa 41 Hektar auf Zwischenfrüchte in Direktsaat sowie rund 21 Hektar auf Wintergetreideflächen mit erosionsmindernder Bewirtschaftung.
Bürgermeister Markus Rupp sieht in dem Projekt ein wichtiges Signal für die Zukunft der Gemeinde: „Wir wissen, dass sich extreme Wetterereignisse niemals vollständig verhindern lassen. Aber wir können gemeinsam dafür sorgen, dass unsere Böden widerstandsfähiger werden und weniger Erde in Straßen und Wohngebiete gelangt. Das ist aktiver Schutz für unsere Bürgerinnen und Bürger und gleichzeitig ein starkes Zeichen für die Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Landwirtschaft.“
Initiator Michael Maisenhelder, der die Gespräche mit den Landwirten maßgeblich begleitet hat, betont den gemeinschaftlichen Ansatz: „Viele Betriebe möchten ihren Beitrag leisten und Verantwortung übernehmen. Uns war wichtig, praktikable Lösungen zu finden, die sowohl dem Bodenschutz als auch den betrieblichen Abläufen gerecht werden. Dass so viele Landwirte mitziehen, freut uns sehr.“
Auch Rolf Kern vom Landwirtschaftsamt Karlsruhe bewertet die Entwicklung äußerst positiv. Seit vielen Jahren begleitet er landwirtschaftliche Betriebe fachlich und wird das Projekt weiterhin betreuen und kontrollieren: „Die vorgesehenen Maßnahmen können den Boden deutlich besser auf den Flächen halten und die Wasseraufnahmefähigkeit verbessern. Gerade bei häufigeren Starkregenereignissen ist das ein wichtiger Baustein. Natürlich kann kein Konzept ein extremes Jahrhundertunwetter vollständig verhindern – aber wir können die Auswirkungen spürbar reduzieren.“
Das Landwirtschaftsamt überprüft auch im Auftrag der Gemeindeverwaltung, ob die vereinbarten erosionsmindernden Bewirtschaftungsformen ordnungsgemäß umgesetzt werden.
Die Gemeinde Gondelsheim und die beteiligten Landwirte wollen das Projekt nun Schritt für Schritt auf die Schiene bringen. Geplant ist zudem, die Maßnahmen und die betroffenen Flächen zu einem geeigneten Zeitpunkt auch der Öffentlichkeit direkt vor Ort vorzustellen.
Mit dem gemeinsamen Projekt setzt Gondelsheim auf Prävention statt Reparatur – und auf eine enge Partnerschaft zwischen Kommune und Landwirtschaft zum Schutz von Böden, Infrastruktur und Anwohnern.
Umfassende Untersuchung des Kanalnetzes in Gondelsheim abgeschlossen – Weitere Maßnahmen bereits in Planung
In Gondelsheim wurde – wie angekündigt und auch vor dem Hintergrund der Hochwasserereignisse im August 2024 sowie weiterer festgestellter Überlastungen der Kanalisation im Folgejahr – das komplette Kanalnetz über einen Zeitraum von mehr als sechs Monaten umfassend untersucht und dokumentiert.
Im Rahmen dieser Maßnahme wurde das gesamte Kanalnetz systematisch erfasst. Die gewonnenen Aufnahmen werden derzeit von einem beauftragten Ingenieurbüro detailliert ausgewertet und nach Schadensklassen eingeteilt. Entsprechend einer festgelegten Priorisierung werden insbesondere hochwassergefährdete Straßenzüge zunächst intensiv überprüft.
Parallel zur Zustandserfassung erfolgte auch eine flächendeckende Reinigung (Spülung) der Kanäle, da dies Voraussetzung für eine präzise Aufnahme ist. In Bereichen mit Verwachsungen bzw. Einwuchs wurden die Leitungen zusätzlich freigefräst.
Schon allein diese Maßnahmen führen zu einer Vergrößerung des Querschnitts und verbessern den Abfluss nachhaltig.
„Das sorgt insgesamt für bessere hydraulische Bedingungen und ist ein wichtiger Schritt, um zukünftige Belastungen besser bewältigen zu können“, betont Bürgermeister Markus Rupp.
Neben der laufenden Auswertung sind bereits weitere konkrete Maßnahmen geplant:
Noch in diesem Jahr soll im Bereich der Leitergasse ein Umbau erfolgen. Dort trifft das Kanalnetz, das von der Bahnhofstraße kommt, derzeit rechtwinklig aufeinander, was zu Verwirbelungen und einer verminderten Abflussleistung führt. Durch den geplanten Umbau wird eine deutliche hydraulische Entlastung erwartet.
Weitere vergleichbare neuralgische Punkte im Kanalnetz sollen sukzessive identifiziert und ebenfalls bearbeitet werden. „Es bleibt viel Arbeit, aber das gehört zum Alltag der kommunalen Infrastrukturpflege dazu – auch wenn sich vieles unsichtbar unter der Erde abspielt“, so Bauamtsleiterin Sabrina Rossack.
Darüber hinaus steht die Gemeinde Gondelsheim in engem Austausch mit dem für die Kreisstraßen K3506/3500 zuständigen Landratsamt Karlsruhe. Ziel ist es, die bestehenden Einlaufschächte entlang der Kreisstraßen, die nach Erachten der Gemeindeverwaltung zu klein dimensioniert sind, auf ein größeres Leistungsniveau anzuheben.
Künftig sollen sogenannte Bergeinläufe das Oberflächenwasser schneller von den Straßen abführen. Die Gespräche hierzu verlaufen konstruktiv. Auch dieses Projekt ist ein wichtiger Baustein, um die Entwässerungsinfrastruktur langfristig zu verbessern und auf zukünftige Anforderungen vorzubereiten.
„Die Datenauswertung ist die Basis für zukünftige Sanierungs- und Optimierungsmaßnahmen“, so Rupp abschließend. Weitere Informationen folgen mit Abschluss der Auswertung.
„Baum-Boom“ in Gondelsheim
Rupp: „Klimaanlagen in Pflanzenform“
In den vergangenen Tagen und Wochen hat die Gemeinde Gondelsheim ein deutlich sichtbares Zeichen für mehr Klimaschutz, Begrünung und Lebensqualität gesetzt: Insgesamt 25 neue Bäume wurden im Ortsgebiet sowie entlang der Saalbach gepflanzt.
Ziel der groß angelegten Pflanzaktion ist vor allem der Hitzeschutz, die Schaffung von Schattenflächen sowie die weitere Begrünung des Gemeindegebiets.
Die Pflanzungen sind Teil der fortlaufenden Maßnahmen gegen sogenannte Hitzeinseln in Gondelsheim. „Das ist ein richtiger Baum-Boom in Gondelsheim“, sagte Bürgermeister Markus Rupp. Gleichzeitig machte er deutlich, dass dies keineswegs das Ende der Bemühungen sei: „Von Bäumen kann es nie genug geben.“
Die neuen Pflanzungen gehen auf Veranlassung der Gemeinde Gondelsheim zurück. Grundlage waren Anträge aus dem Gemeinderat, Vorschläge von Gartenbaubetrieben sowie Auflagen im Zuge der Wiederbegrünung entlang des Saalbachhangs.
Inzwischen konnten alle vorgesehenen Bäume erfolgreich gepflanzt werden. Dabei setzt die Gemeinde auf eine vielfältige Auswahl klimaresistenter und standortgeeigneter Arten. Gepflanzt wurden unter anderem Weißdorn, Steineichen, Spitzahorne sowie Silberweiden, Flatterulmen, Eschen, etc. am Bach. Je nach Standort und Anforderungen kamen also unterschiedliche Baumarten zum Einsatz.


Besonders sichtbar sind die Maßnahmen an mehreren zentralen Punkten im Ort. Auf dem Rathausplatz wurden Ersatzpflanzungen vorgenommen. In der Bruchsaler Straße konnten bestehende Lücken im Baumbestand geschlossen werden. Auch entlang der Bahnhofstraße mussten zwei Kastanien ersetzt werden. Diese waren teilweise stark geschädigt und hatten zudem Schäden an Fahrbahnflächen verursacht beziehungsweise drohten in Versorgungsleitungen hineinzuwachsen.
„Da mussten wir reagieren“, erklärte Bürgermeister Markus Rupp. Gleichzeitig betonte er die enorme Bedeutung der Bäume für den Hitzeschutz in der Gemeinde. „Bäume sind die natürlichen Klimaanlagen unserer Orte. Sie spenden Schatten, kühlen durch Verdunstung die Umgebungsluft und senken nachweislich die Temperaturen in aufgeheizten Bereichen deutlich“, sagte Rupp.
Der Bürgermeister verwies dabei auch auf wissenschaftliche Erkenntnisse, wonach große und gesunde Bäume die Umgebungstemperatur um mehrere Grad reduzieren können. „Ein großer Baum kann die Kühlleistung von bis zu zehn elektrischen Klimaanlagen ersetzen. Gerade in Zeiten immer heißerer Sommer ist jeder neu gepflanzte Baum ein Gewinn für die Menschen und für das Klima in Gondelsheim“, so Rupp weiter.


Besonders wichtig sei dabei der Schattenwurf der Baumkronen. „Unter Bäumen heizen sich Asphaltflächen und Hauswände deutlich weniger auf. Das hilft uns ganz konkret im Kampf gegen die Hitzeinseln im Ort“, betonte der Bürgermeister. Zudem verbesserten die Bäume das Mikroklima, erhöhten die Luftfeuchtigkeit, produzierten Sauerstoff und filterten Feinstaub aus der Luft.
Die Gemeinde erinnert in diesem Zusammenhang auch an die Arbeit des Gondelsheimer Baumwarts Thomas Hauk, der zahlreiche Streuobst-Bäume im Außenbereich pflegt und betreut.
Bürgermeister Rupp appellierte zudem an die Bevölkerung, selbst aktiv zu werden: „Jeder Baum zählt. Deshalb würde ich mir wünschen, dass auch Privatpersonen in ihren Gärten oder auf ihren Grundstücken neue Bäume pflanzen. Das ist praktischer Klimaschutz direkt vor der eigenen Haustür.“
Die aktuellen Pflanzungen sollen daher nur ein weiterer Schritt in einer langfristigen Strategie für mehr Grün, mehr Schatten und ein besseres Ortsklima in Gondelsheim sein.
Kleine Gäste ganz groß: Schulanfänger erleben spannenden Tag im Rathaus von Gondelsheim
Im Rathaus von Gondelsheim war letzte Woche einiges los: Bürgermeister Markus Rupp durfte die künftigen Schulanfänger des Schneckenhauses im Bürgersaal begrüßen.
Mit großer Neugier nahmen die Kinder auf den Stühlen Platz und nutzten die Gelegenheit, dem Bürgermeister zahlreiche Fragen zu stellen. Geduldig und mit viel Freude stand Markus Rupp den kleinen Gästen Rede und Antwort und erklärte ihnen kindgerecht seine Aufgaben im Rathaus sowie vieles rund um die Gemeinde.
Natürlich durfte auch eine kleine Überraschung nicht fehlen: Jedes Kind erhielt einen Eisgutschein für „Da Filippo“, der für strahlende Gesichter sorgte.
Das eigentliche Highlight des Besuchs wartete jedoch anschließend im Bauhof der Gemeinde. Gemeinsam mit den Jägern vom Revier West wurde dort fleißig gehämmert, geschraubt und bemalt. Unter fachkundiger Anleitung entstanden wunderschöne Vogelnistkästen, die die Kinder ganz individuell mit bunten Farben gestalten konnten.



Am Ende durfte jedes Kind sein eigenes Nistkästchen für Meisen mit nach Hause nehmen – eine Erinnerung an einen erlebnisreichen Tag im Rathaus und gleichzeitig ein kleiner Beitrag zum Naturschutz.
Bürgermeister Markus Rupp bedankte sich herzlich bei den Jägern vom Revier West, die mit insgesamt sechs Personen vor Ort waren und den Kindern mit ihrem Einsatz eine große Freude bereiteten. „Es ist schön zu sehen, mit wie viel Begeisterung und Engagement hier gemeinsam gearbeitet wird“, so Rupp.
Die Verschönerung der kommunalen Einrichtungen in Gondelsheim schreitet weiter voran
Doch damit nicht genug – auch auf dem Rathausplatz tut sich was. Das Bauhofgebäude erstrahlt nach einem neuen Anstrich in einer Farbgebung, die sich harmonisch auf das Rathaus abstimmt. Neue Tore hat es bereits zuvor gegeben.
Zusätzlich werden an der alten, denkmalgeschützten Schule die Fenster neu gestrichen. „War dringend notwendig“, sagt Rupp und freut sich besonders auch über die sorgfältig gestrichen und aufgearbeitete Eingangstür.
Generell zeigt er sich erfreut über die gelungenen Maßnahmen. „Das sind weitere wichtige Schritte unserer Dorfverschönerung“, betont der Bürgermeister.
Erweiterte Öffnungszeiten des Schneckenhauses „Kirchberg“ in Gondelsheim
Seit Januar 2026 gibt es die Außengruppe des Schneckenhauses „Kirchberg“ in den Räumlichkeiten der katholischen Kirche in Gondelsheim. Das Angebot wurde von Beginn an sehr gut angenommen und bietet Kindern sowie Familien eine weitere wichtige Betreuungsmöglichkeit vor Ort.
Ab 1. September 2026 werden die bisherigen Öffnungszeiten erweitert: Die Außengruppe wird dann täglich von 7:00 bis 14:00 Uhr geöffnet sein. Dabei wird auch wie bisher ein verpflichtendes gemeinsames Mittagessen angeboten, sodass die Betreuung noch besser an die Bedürfnisse vieler Familien angepasst werden kann.
Ansprechpartnerin für das Gondelsheimer „Schneckenhaus“ ist Simone Bohnhardt. Die Gruppe vor Ort wird von Silke Stephan-Vanhöfen geleitet, die gemeinsam mit ihrem Team die Kinder im Alltag begleitet und betreut.
🌧 Starkregen: Plötzliche Gefahr – gut vorbereitet in Gondelsheim
Starkregen kann jederzeit und plötzlich auftreten – das wissen wir in unserer Gemeinde Gondelsheim nur zu gut. Informationen und einfache Vorsorgemaßnahmen helfen, Risiken für Mensch, Tier und Eigentum zu minimieren. 🌧
🌊 Was ist Starkregen?
In kürzester Zeit fällt extrem viel Regen auf kleinstem Raum. Dies kann zu plötzlichen Überschwemmungen oder – in Verbindung mit Gewittern – zu erheblichen Schäden führen.
🔔 Bürgermeister und Gemeindeverwaltung Gondelsheim weisen darauf hin:
„Starkregenereignisse treten immer häufiger auf und werden zunehmend heftiger.“
Wichtige Verhaltensregeln bei Starkregen:
⚠️ Keine Kellerräume oder Tiefgaragen betreten – es droht Lebensgefahr durch Stromschlag!
⚠️ Zuerst sich und andere Personen in Sicherheit bringen – erst danach an wichtige Dokumente und Gegenstände denken.
⚠️ Wasserflächen meiden – sie können kontaminiert sein oder starke Strömung aufweisen. ⚠️ Schächte nur im Notfall öffnen und wenn, da bitte markieren.
⚠️ Autofahrerinnen und Autofahrer: Tief liegende Straßen, Brücken und Unterführungen meiden – schon geringe Wasserstände können Fahrzeuge unkontrollierbar machen. Im Zweifel: Auto stehen lassen und zu Fuß in Sicherheit bringen.
🛠 Vorsorgemaßnahmen für Gondelsheim:
📲 Warn-Apps wie die WarnWetter-App des DWD oder die NINA-App auf dem Smartphone installieren. Vor allem aber unsere Gondelsheim-App.
📄 Wichtige Dokumente und Wertgegenstände geschützt und erhöht lagern.
🌿 Dächer begrünen und versiegelte Flächen, wo möglich, entsiegeln – das hilft beim Wasserrückhalt.
Gondelsheim-App:
Digitale Informationen und schnelle Warnmeldungen direkt aufs Smartphone
Die Digitalisierung verändert auch in Gondelsheim die Kommunikation zwischen Verwaltung und Bürgerschaft. Während früher vor allem das Gemeindeblatt als wichtigste Informationsquelle diente, informieren sich heute auch viele Einwohnerinnen und Einwohner bequem über digitale Kanäle. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Gondelsheim-App, die sich inzwischen großer Beliebtheit erfreut.
Rund 1.200 Bürgerinnen und Bürger haben die Anwendung bereits auf ihrem Smartphone installiert. Damit nutzt mittlerweile ein großer Teil der Menschen im erwerbsfähigen Alter die App regelmäßig.
Bürgermeister Markus Rupp sieht den Erfolg vor allem darin begründet, dass die Nutzer jederzeit und von überall auf wichtige Informationen zugreifen können. Gondelsheim habe damit früh auf digitale Kommunikation gesetzt und inzwischen zahlreiche Nachahmer gefunden.
Als die App vor knapp acht Jahren eingeführt wurde, lag der Schwerpunkt zunächst auf dem Hochwasserschutz. Die Bevölkerung sollte im Ernstfall schnell und automatisch über Gefahren informiert werden. Dieses Konzept wurde seitdem stetig erweitert.
Neben den Hochwasserwarnungen am Saalbach sind inzwischen auch die neu installierten Starkregen-Frühwarnsysteme an Ried- und Bruchgraben in die App eingebunden. Dadurch können Warnhinweise bei drohenden Gefahren zeitnah direkt an die Bevölkerung übermittelt werden. Auch die Freiwillige Feuerwehr hat die Möglichkeit, entsprechende Warnmeldungen über die Plattform zu versenden.
Die App dient inzwischen nicht mehr nur als Warnsystem, sondern auch als umfassende Informationsplattform für Gondelsheim. Nutzer erhalten aktuelle Nachrichten aus dem Ort, unter anderem durch die Einbindung des Facebook-Kanals „Gondelsheim informiert“.
Darüber hinaus finden Bürgerinnen und Bürger dort Hinweise zu Veranstaltungen von Verwaltung, Vereinen und Organisationen. Auch Öffnungszeiten des Bürgerbüros sowie Kontaktdaten der zuständigen Ansprechpartner im Rathaus sind jederzeit abrufbar.
Besonders häufig genutzt wird das sogenannte „Mängel-Formular“. Darüber können Bürgerinnen und Bürger unkompliziert Schäden oder Probleme im Ort melden – etwa defekte Straßenlaternen oder illegal abgelagerten Müll. Oft werden die Hinweise direkt mit einer kurzen Beschreibung und einem Foto ergänzt. Nach Angaben der Gemeinde wurde das Formular allein im vergangenen Jahr mehr als 100 Mal genutzt. Dadurch könnten Mängel deutlich schneller erkannt und behoben werden.
Wer die App installiert hat, kann Warnmeldungen jederzeit manuell abrufen. Noch schneller funktioniert die Information jedoch über Push-Nachrichten. Diese erscheinen automatisch gut sichtbar auf dem Smartphone-Display und informieren unmittelbar über wichtige Ereignisse oder Gefahrenlagen.
Der technische Betreuer der App, Gemeinderat Andreas Bürker, empfiehlt deshalb, die Push-Funktion zu aktivieren, damit wichtige Hinweise ohne Verzögerung bei den Nutzern ankommen.
Die kostenlose „GondelsheimApp“ steht sowohl für iOS- als auch für Android-Geräte zur Verfügung und kann in den jeweiligen App-Stores heruntergeladen werden.
Gondelsheim und Droué leben das vereinte Europa
125 Jahre Freiwillige Feuerwehr und Turnverein Gondelsheim
Grund genug für Besuch aus Frankreich vom 31. Juli bis 3. August 2026
„Seit 47 Jahren pflegen wir die deutsch-französische Freundschaft und sind ein gutes Beispiel für ein vereintes Europa der Menschen“, sagt Bürgermeister Markus Rupp. Bald ist es wieder soweit, dann macht sich eine Gruppe von rd. 50 Bürgerinnen und Bürger plus Feuerwehrleuten aus dem Departement Loir-et-Cher gelegenen Droué auf den Weg ins Kraichgau.
Hier erwarten sie ein dreitägiges Programm und vor allem viele im Laufe der Jahre liebgewonnene Gondelsheimerinnen und Gondelsheimer. „Aus der kommunalen Partnerschaft sind längst viele persönliche Freundschaften erwachsen“, berichtet Rupp.
Und gerade die Feuerwehren sind zum „Flammenträger“ der Partnerschaft geworden.
Nach dem bereits zum 45-jährigen Jubiläum eine Delegation aus Droué nach Gondelsheim reiste, kommt wieder eine große Reisegruppe bei uns an.
„Wir wollen unseren französischen Gästen einen herzlichen Empfang bereiten und sie in unser Ortsleben integrieren. Dafür suchen wir noch Gastfamilien“, so der Bürgermeister.
Wer gerne Gäste aus Droué beherbergen möchte, soll sich an Jean-Luc Lehn, Mitglied des Partnerschaftsausschusses der Gemeinde, wenden unter: partnerschaft@jl-lehn.com
Die Mitstreiterinnen und Mitstreiter der Partnerschaft in Gondelsheim und die Verwaltung haben sich einiges einfallen lassen, um der Reisegruppe aus Droué den Aufenthalt so unvergesslich wie möglich zu gestalten.
Im Vordergrund steht dabei natürlich das große Feuerwehr-Jubiläum mit Programm am Samstag und Sonntag. Dort mit einem Umzug durch die Gemeinde.
Vom 28. Juni – 18. Juli
Stadtradeln 2026: Gemeinsam für ein besseres Klima in Gondelsheim
Auch in diesem Jahr beteiligt sich Gondelsheim wieder am STADTRADELN, der bundesweiten Aktion für mehr Klimaschutz, mehr Lebensqualität und mehr Radverkehr.
Vom 28. Juni 2026 bis 18. Juli 2026 sind alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen, kräftig in die Pedale zu treten und möglichst viele Kilometer mit dem Fahrrad zurückzulegen – egal ob auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule oder in der Freizeit.
Das Ziel der Kampagne ist es, möglichst viele Menschen für das Fahrradfahren im Alltag zu begeistern und dadurch aktiv einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Jeder mit dem Rad zurückgelegte Kilometer spart CO₂ ein, entlastet den Verkehr und macht unsere Kommune lebenswerter. Darüber hinaus werden die gesammelten Daten anonymisiert ausgewertet, um die Radinfrastruktur gezielt verbessern zu können.
Die guten Ergebnisse der letzten Jahre in denen etliche Fahrradfahrer Kilometer um Kilometer für den Klimaschutz zurückgelegt haben, gilt es in diesem Jahr zu verbessern. Hierzu benötigen wir aber viele fleißige Radler um so viele Kilometer wie möglich zu sammeln.
Alle Gondelsheimer können sich alleine oder im Team von Vereinen, Firmen, Schulklassen oder im Freundeskreis ganz einfach auf www.stadtradeln.de oder in der Stadtradeln-App registrieren und vom 28.06. – 18.07.2026 Ihre gesammelten Fahrradkilometer melden oder die Kilometer über die Stadtradeln-App tracken.
Wie bereits im Vorjahr wird es auch heuer wieder in bewährter Zusammenarbeit mit der Bäckerei Thollembeek am 8. Juli 2026 ein „Stadtradler-Frühstück“ geben. In der Zeit von 7.00 bis 12.00 Uhr gibt es in der Filiale in der Bruchsaler Straße Brezeln, diese von der Bäckerei Thollembeek gespendet und einen Kaffee von der Gemeinde Gondelsheim.
Und wie gewohnt, setzt Herr Bürgermeister Rupp für die Siegerteams wieder Preise aus.
Tun Sie unserer Natur etwas Gutes und sammeln Sie in diesen 3 Wochen viele Kilometer für den Klimaschutz!
Je mehr Menschen teilnehmen, desto deutlicher wird das Signal an die Politik und Verwaltung, Radverkehr stärker zu fördern. Also: Sattel dein Fahrrad und sei dabei – für deine Gesundheit, für deine Gemeinde und für unser Klima!
Die Gemeinde Gondelsheim freut sich über jeden Teilnehmer!
Eine Mitteilung der Netze BW
Baufortschritt beim Breitbandausbau für die Außengebiete in Gondelsheim
Die Gemeinde Gondelsheim verfolgt das Ziel, allen ihren Bürgerinnen und Bürgern eine leistungsstarke und zukunftssichere Breitbandanbindung bereitzustellen.
Gemeinsam mit dem Landkreis Karlsruhe sowie den kreisangehörigen Städten und Gemeinden beteiligt sich Gondelsheim am kreisweiten Ausbau der Breitbandinfrastruktur. Momentan werden dabei die Gondelsheimer Außengebiete (Bonartshäuser Hof, Erdbeerhof etc.) bekanntermaßen mit Breitband/Glasfaser versorgt.
Die Netze BW Sparte Dienstleistungen übernimmt dabei den sogenannten passiven Ausbau, also den Tiefbau sowie die Verlegung von Leerrohren und Glasfasern. Ganz konkret bedeutet das für Gondelsheim: Die Glasfaserinfrastruktur wird in einem Graben innerhalb der Straße verlegt. Zunächst werden Kunststoff-Rohrverbände eingebracht, die von den örtlichen Verteilerschränken bis zu den einzelnen Gebäuden führen. In einem späteren Schritt wird anschließend die eigentliche Glasfaser eingeblasen. Bei diesem Verfahren werden Glasfaserkabel mittels Druckluft durch bereits verlegte Leerrohre vom Straßenverteiler bis ins Haus oder die Wohnung geführt werden. Diese Technik schont das Kabel, ermöglicht Geschwindigkeiten von bis zu 100 Metern pro Minute und überbrückt Distanzen von mehreren hundert Metern, auch in Kurven.
„Vorgesehen ist nun, dass auch in den innerörtlichen Gebieten, die von den Arbeiten betroffen sind, – wo technisch möglich – zumindest die Leerrohre und im Anschluss die Hausanschlüsse, soweit gewünscht, eingebaut werden, um nicht später frisch asphaltierte Bereiche wieder aufreißen zu müssen“, sagt Bürgermeister Markus Rupp
Ab dem 1. Juni 2026 wird der Ausbau voraussichtlich mit Bauabschnitt 7 fortgesetzt. Das geplante Bauende ist Mitte August 2026. Dieser Bauabschnitt umfasst die Straßen Bruchweg, Bruchsaler Straße und Sparbachstraße.
Die Arbeiten in der Sparbachstraße werden abschnittsweise unter Vollsperrung durchgeführt:
- Teil 1: Hausnummer 15-21 (Ab KW23)
- Teil 2: Hausnummer 7-15 (Ab KW25)
- Teil 3: Hausnummer 2B-7 (Ab KW28)
- Teil 4: Kreuzung Bruchsaler Straße/Sparbachstraße bis Hausnummer2B (Ab KW32)
Damit verbunden sind eine vollständige Sperrung der Straße sowie des Gehwegs. Die Einfahrten der Häuser innerhalb des jeweiligen Bauabschnitts können in diesem Zeitraum leider nicht genutzt werden. In den nicht gesperrten Bereichen der Sparbachstraße stehen jedoch Ausweichparkplätze zur Verfügung.
Im Anschluss folgen in den Sommerferien Bauabschnitt 1 im Bereich des Bahnhofs, Bauabschnitt 3 im Kanalweg und in der Mühlstraße sowie Bauabschnitt 4 in der Mühlstraße, der Neibsheimer Straße und der Froschgasse.
Neues aus dem Jugendtreff Bounty
Holunderlimonade ansetzen
Im Anschluss an unsere Maiwanderung (siehe Artikel im letzten »Blättle«) trafen wir uns noch kurz im Jugendtreff zu einer kurzen Aktion. Nachdem wir uns zunächst einigermaßen aufgewärmt hatten, kamen wir in unserem Barbereich zusammen, wo wir die »Ausbeute« unserer Wanderung zunächst wuschen. Die frisch gesammelten Holunderblüten (18 an der Zahl) wanderten dann in zwei Haushaltseimer. Jeder bekam eine Aufgabe: Die eine maß je Eimer acht Liter Wasser ab, die andere wusch und schnitt je Eimer eine Bio-Zitrone in kleine Scheiben, die nächste wiederum wog den Zucker und verteilte ihn auf die Eimer, die letzte gab den Essig hinzu. Das Gebräu wurde schließlich hinreichend durchgerührt.
Damit war die Aktion auch schon beendet – denn nun hieß es warten. Erst nach 10 Tagen Ruhe (in Michels kühlem Keller und unter täglichem Rühren) kann die fertige Limonade in Flaschen abgeseiht werden. Dann aber winkt ein spritziger und frischer Frühlingsgenuss auf der Grundlage selbst gesammelter Holunderblüten.
Terminvorschau:
- Außerhalb der Ausflüge am 25./26./27. Mai bleibt das »Bounty« über die Pfingstferien geschlossen.
- Der nächste offene Sonntag ist am 21. Juni.
- Baröffnung mit Eis und frischen Früchten am Freitag, 26. Juni, mit Sonderöffnung ab 16 Uhr auch für den »Kidstreff«.
Michael Klebon im Namen des »Bounty«-Teams
KGMS Gondelsheim setzt Zeichen: „Verantwortung läuft!“
Unter dem Motto „Verantwortung läuft – Talente bewegen Gutes“ veranstaltet die Kraichgau-Gemeinschaftsschule Gondelsheim am 2. Juli 2026 einen Spendenlauf zugunsten des beschädigten Planetenwegs.
Doch im Mittelpunkt steht dabei nicht allein die finanzielle Unterstützung, sondern eine klare Botschaft: Kinder und Jugendliche sind weit mehr als das oft zitierte Bild von „der Jugend von heute“.
Mit ihrem Engagement wollen die Schüler:innen zeigen, dass sie Verantwortung übernehmen, sich für ihre Gemeinde einsetzen und aktiv zur Gesellschaft beitragen. In einer Zeit, in der negative Schlagzeilen schnell ein verzerrtes Bild zeichnen, setzt die Schulgemeinschaft bewusst ein Gegenzeichen – sichtbar, gemeinschaftlich und voller Energie.
Begleitet von einem musikalischen Rahmenprogramm auf dem Schulhof wird der Spendenlauf zu einem lebendigen Zeichen für Zusammenhalt, Solidarität und gelebte Werte wie Fairness, Courage und Teilhabe.
Bürgermeister Markus Rupp wie auch der Vorsitzende der Sternwarte Kraichgau, Herr Georg Henneges zeigen sich begeistert von der Aktion der Schule und Schüler.
Die KGMS Gondelsheim lädt die Öffentlichkeit herzlich ein, diesen besonderen Tag mitzuerleben und gemeinsam zu zeigen: Unsere Jugend bewegt – im wahrsten Sinne des Wortes.
Herzlichst
Ihr
Markus Rupp, Bürgermeister




Claudia Dickemann-Kohler



S
Christian Feldmann
Dr. roland fella
Corinna Vogel
Max Neimayer