Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
in Gondelsheim wurde – wie angekündigt und auch vor dem Hintergrund der Hochwasserereignisse im August 2024 sowie weiterer festgestellter Überlastungen der Kanalisation im Folgejahr – das komplette Kanalnetz über einen Zeitraum von mehr als sechs Monaten umfassend untersucht und dokumentiert.
Umfassende Untersuchung des Kanalnetzes in Gondelsheim abgeschlossen – Weitere Maßnahmen bereits in Planung
Im Rahmen dieser Maßnahme wurde das gesamte Kanalnetz systematisch erfasst. Die gewonnenen Aufnahmen werden derzeit von einem beauftragten Ingenieurbüro detailliert ausgewertet und nach Schadensklassen eingeteilt. Entsprechend einer festgelegten Priorisierung werden insbesondere hochwassergefährdete Straßenzüge zunächst intensiv überprüft.
Parallel zur Zustandserfassung erfolgte auch eine flächendeckende Reinigung (Spülung) der Kanäle, da dies Voraussetzung für eine präzise Aufnahme ist. In Bereichen mit Verwachsungen bzw. Einwuchs wurden die Leitungen zusätzlich freigefräst. Schon allein diese Maßnahmen führen zu einer Vergrößerung des Querschnitts und verbessern den Abfluss nachhaltig.
„Das sorgt insgesamt für bessere hydraulische Bedingungen und ist ein wichtiger Schritt, um zukünftige Belastungen besser bewältigen zu können“, betont Bürgermeister Markus Rupp.
Neben der laufenden Auswertung sind bereits weitere konkrete Maßnahmen geplant:
Noch in diesem Jahr soll im Bereich der Leitergasse ein Umbau erfolgen. Dort trifft das Kanalnetz, das von der Bahnhofstraße kommt, derzeit rechtwinklig aufeinander, was zu Verwirbelungen und einer verminderten Abflussleistung führt. Durch den geplanten Umbau wird eine deutliche hydraulische Entlastung erwartet.
Weitere vergleichbare neuralgische Punkte im Kanalnetz sollen sukzessive identifiziert und ebenfalls bearbeitet werden. „Es bleibt viel Arbeit, aber das gehört zum Alltag der kommunalen Infrastrukturpflege dazu – auch wenn sich vieles unsichtbar unter der Erde abspielt“, so Bauamtsleiterin Sabrina Rossack.
Darüber hinaus steht die Gemeinde Gondelsheim in engem Austausch mit dem für die Kreisstraßen K3506/3500 zuständigen Landratsamt Karlsruhe. Ziel ist es, die bestehenden Einlaufschächte entlang der Kreisstraßen, die nach Erachten der Gemeindeverwaltung zu klein dimensioniert sind, auf ein größeres Leistungsniveau anzuheben.
Künftig sollen sogenannte Bergeinläufe das Oberflächenwasser schneller von den Straßen abführen. Die Gespräche hierzu verlaufen konstruktiv. Auch dieses Projekt ist ein wichtiger Baustein, um die Entwässerungsinfrastruktur langfristig zu verbessern und auf zukünftige Anforderungen vorzubereiten.
„Die Datenauswertung ist die Basis für zukünftige Sanierungs- und Optimierungsmaßnahmen“, so Rupp abschließend. Weitere Informationen folgen mit Abschluss der Auswertung.
Gondelsheim setzt auf „Flurneuordnung rückwärts mit Blick nach vorne“ –
Lehren aus Starkregen und Klimawandel
Mit einem klaren Beschluss im Januar 2026 hat die Gemeinde Gondelsheim einen neuen Weg im Umgang mit Landschaft, Landwirtschaft und Hochwasserschutz eingeschlagen: Im Bereich des Ried- und Bruchgrabens soll eine Flurneuordnung umgesetzt werden – allerdings in einem bewusst anderen Ansatz als in der Vergangenheit.
Bürgermeister Markus Rupp spricht von einer „Flurneuordnung rückwärts mit Blick nach vorne“, die auf die heutigen Herausforderungen des Klimawandels reagiert.
Historische Strukturen – damals richtig, heute zu überdenken
Gondelsheim blickt auf eine lange Geschichte der Flurbereinigung zurück. Bereits in den 1930er Jahren sowie erneut in den 1950er und 1960er Jahren wegen der B35-Umfahrung wurden umfassende Maßnahmen durchgeführt, die die heutige Acker- und Feldstruktur maßgeblich geprägt haben. Ziel war es damals, aus vielen kleinen, schwer zu bewirtschaftenden Parzellen größere, effizient nutzbare Flächen zu schaffen.
„Das war zu dieser Zeit richtig und wichtig“, betont Bürgermeister Rupp. „Wir brauchen auch heute eine leistungsfähige Landwirtschaft, die zur Versorgung der Bevölkerung beiträgt. Die damaligen Maßnahmen haben genau das ermöglicht – große, hochwertige Flächen, die bis heute die Grundlage unserer Landwirtschaft bilden.“
Neue Herausforderungen durch Klimawandel und Extremwetter
Doch die Rahmenbedingungen haben sich grundlegend verändert. Insbesondere die klimatischen Entwicklungen der letzten Jahre und die zunehmende Häufigkeit von Starkregenereignissen erfordern ein Umdenken. Einen dramatischen Höhepunkt stellte dabei das „Jahrhundertunwetter“ am 13. August 2024 dar, das Gondelsheim extrem getroffen hat.
Die besondere Topografie der Kraichgau-Hügellandschaft mit ihren trichterförmigen Strukturen verstärkt dabei die Problematik: Wasser fließt bei Starkregen schnell ab, nimmt dabei wertvollen Boden mit und führt zu Erosion – mit spürbaren Folgen bis in den Ortskern.
„Wir sehen ganz konkret, was passiert, wenn der Boden nicht dort bleibt, wo er hingehört“, so Rupp. „Dann landet er im schlimmsten Fall im Dorf – und genau das müssen wir verhindern.“
Mehr Struktur für Wasser, Boden und Landschaft
Die nun beschlossene Flurneuordnung verfolgt daher einen anderen Ansatz: Statt weiterer Vereinheitlichung sollen gezielt wieder Strukturen geschaffen werden, die Wasser bremsen und den Boden schützen.
Geplant sind unter anderem:
- die Anlage von Hecken und Grünstreifen,
- Terrassierungen zur Verringerung der Hangabflüsse,
- Sedimentfänge zur gezielten Rückhaltung von Bodenmaterial,
- eine naturnahe Umgestaltung der Gräben mit langsameren Wasserläufen,
- sowie neue, funktional optimierte Wegeverbindungen.
Gerade beim Wegebau setzt die Gemeinde bewusst auf Qualität statt Quantität. „Auch hier gilt: Weniger ist mehr – wenn es effektiver ist“, betont Bürgermeister Rupp. Ziel sei es, Wege so zu strukturieren, dass sie sowohl der Bewirtschaftung als auch dem Wasserabfluss sinnvoll dienen und keine zusätzlichen Erosionsrinnen entstehen.
Übergangslösung: Förderung nachhaltiger Bewirtschaftung
Da die Umsetzung der Flurneuordnung Zeit in Anspruch nehmen wird, setzt die Gemeinde parallel auf kurzfristige Maßnahmen. Für zunächst zwei Jahre wird die Landwirtschaft im besonders sensiblen Bereich des Riedgrabens gezielt gefördert. Im Fokus stehen dabei innovative und bodenschonende Bewirtschaftungsmethoden wie Drohnentechnologie und insbesondere die Direktsaat. Diese Verfahren vermeiden das Pflügen und tragen dazu bei, dass der Boden stabil bleibt und bei Starkregen weniger leicht abgeschwemmt wird. Ein zusätzlicher Aspekt: Große Teile der betroffenen Flächen liegen im Wasserschutzgebiet, wodurch der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ohnehin eingeschränkt ist. „Der Boden soll dort bleiben, wo er hingehört – auf dem Acker“, so Rupp. „Mit der Direktsaat schaffen wir dafür die Voraussetzungen.“
Gemeinsamer Weg mit Behörden und Landwirtschaft
Die Maßnahmen erfolgen in enger Abstimmung mit allen relevanten Akteuren: dem Landwirtschaftsamt, der Flurneuordnungsbehörde unter Leitung von Jürgen Pilz, dem Gemeinderat sowie den örtlichen Landwirten.
Nach Ablauf der zweijährigen Förderphase sollen die Ergebnisse gemeinsam evaluiert und in die langfristige Umsetzung der Flurneuordnung einfließen.
Flurbereinigung – ein Projekt mit langem Atem
Allen Beteiligten ist bewusst, dass die angestrebten Veränderungen nicht über Nacht wirken werden und eine Flurbereinigung mit neuen Grundstückszuschnitten viel Zeit benötigen wird. Bürgermeister Rupp wirbt daher um Geduld und einen langfristigen Blick: „Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut. Wir haben jetzt die richtige Richtung eingeschlagen – und die werden wir konsequent weiterverfolgen.“
Mit der „Flurneuordnung rückwärts mit Blick nach vorne“ setzt Gondelsheim ein deutliches Zeichen: für eine moderne, nachhaltige Landwirtschaft, für wirksamen Hochwasserschutz und für eine Landschaft, die den Herausforderungen der Zukunft gewachsen ist.
Eine Mitteilung der Netze BW
Baufortschritt beim Breitbandausbau für die Außengebiete in Gondelsheim
Die Gemeinde Gondelsheim verfolgt das Ziel, allen ihren Bürgerinnen und Bürgern eine leistungsstarke und zukunftssichere Breitbandanbindung bereitzustellen.
Gemeinsam mit dem Landkreis Karlsruhe sowie den kreisangehörigen Städten und Gemeinden beteiligt sich Gondelsheim am kreisweiten Ausbau der Breitbandinfrastruktur. Momentan werden dabei die Gondelsheimer Außengebiete (Bonartshäuser Hof, Erdbeerhof etc.) bekanntermaßen mit Breitband/Glasfaser versorgt.
Die Netze BW Sparte Dienstleistungen übernimmt dabei den sogenannten passiven Ausbau, also den Tiefbau sowie die Verlegung von Leerrohren und Glasfasern. Ganz konkret bedeutet das für Gondelsheim: Die Glasfaserinfrastruktur wird in einem Graben innerhalb der Straße verlegt. Zunächst werden Kunststoff-Rohrverbände eingebracht, die von den örtlichen Verteilerschränken bis zu den einzelnen Gebäuden führen. In einem späteren Schritt wird anschließend die eigentliche Glasfaser eingeblasen. Bei diesem Verfahren werden Glasfaserkabel mittels Druckluft durch bereits verlegte Leerrohre vom Straßenverteiler bis ins Haus oder die Wohnung geführt werden. Diese Technik schont das Kabel, ermöglicht Geschwindigkeiten von bis zu 100 Metern pro Minute und überbrückt Distanzen von mehreren hundert Metern, auch in Kurven.
„Vorgesehen ist nun, dass auch in den innerörtlichen Gebieten, die von den Arbeiten betroffen sind, – wo technisch möglich – zumindest die Leerrohre und im Anschluss die Hausanschlüsse, soweit gewünscht, eingebaut werden, um nicht später frisch asphaltierte Bereiche wieder aufreißen zu müssen“, sagt Bürgermeister Markus Rupp
Ab dem 1. Juni 2026 wird der Ausbau voraussichtlich mit Bauabschnitt 7 fortgesetzt. Das geplante Bauende ist Mitte August 2026. Dieser Bauabschnitt umfasst die Straßen Bruchweg, Bruchsaler Straße und Sparbachstraße.
Die Arbeiten in der Sparbachstraße werden abschnittsweise unter Vollsperrung durchgeführt:
- Teil 1: Hausnummer 15-21 (Ab KW23)
- Teil 2: Hausnummer 7-15 (Ab KW25)
- Teil 3: Hausnummer 2B-7 (Ab KW28)
- Teil 4: Kreuzung Bruchsaler Straße/Sparbachstraße bis Hausnummer2B (Ab KW32)
Damit verbunden sind eine vollständige Sperrung der Straße sowie des Gehwegs. Die Einfahrten der Häuser innerhalb des jeweiligen Bauabschnitts können in diesem Zeitraum leider nicht genutzt werden. In den nicht gesperrten Bereichen der Sparbachstraße stehen jedoch Ausweichparkplätze zur Verfügung.
Im Anschluss folgen in den Sommerferien Bauabschnitt 1 im Bereich des Bahnhofs, Bauabschnitt 3 im Kanalweg und in der Mühlstraße sowie Bauabschnitt 4 in der Mühlstraße, der Neibsheimer Straße und der Froschgasse.
Gondelsheim und Droué leben das vereinte Europa
125 Jahre Freiwillige Feuerwehr und Turnverein Gondelsheim
Grund genug für Besuch aus Frankreich vom 31. Juli bis 3. August 2026
„Seit 47 Jahren pflegen wir die deutsch-französische Freundschaft und sind ein gutes Beispiel für ein vereintes Europa der Menschen“, sagt Bürgermeister Markus Rupp. Bald ist es wieder soweit, dann macht sich eine Gruppe von rd. 50 Bürgerinnen und Bürger plus Feuerwehrleuten aus dem Departement Loir-et-Cher gelegenen Droué auf den Weg ins Kraichgau.
Hier erwarten sie ein dreitägiges Programm und vor allem viele im Laufe der Jahre liebgewonnene Gondelsheimerinnen und Gondelsheimer. „Aus der kommunalen Partnerschaft sind längst viele persönliche Freundschaften erwachsen“, berichtet Rupp.
Und gerade die Feuerwehren sind zum „Flammenträger“ der Partnerschaft geworden.
Nach dem bereits zum 45-jährigen Jubiläum eine Delegation aus Droué nach Gondelsheim reiste, kommt wieder eine große Reisegruppe bei uns an.
„Wir wollen unseren französischen Gästen einen herzlichen Empfang bereiten und sie in unser Ortsleben integrieren. Dafür suchen wir noch Gastfamilien“, so der Bürgermeister.
Wer gerne Gäste aus Droué beherbergen möchte, soll sich an Jean-Luc Lehn, Mitglied des Partnerschaftsausschusses der Gemeinde, wenden unter: partnerschaft@jl-lehn.com
Die Mitstreiterinnen und Mitstreiter der Partnerschaft in Gondelsheim und die Verwaltung haben sich einiges einfallen lassen, um der Reisegruppe aus Droué den Aufenthalt so unvergesslich wie möglich zu gestalten.
Im Vordergrund steht dabei natürlich das große Feuerwehr-Jubiläum mit Programm am Samstag und Sonntag. Dort mit einem Umzug durch die Gemeinde.
Gondelsheim-App erfreut sich großer Beliebtheit
Bürger erhalten darüber Gefahrenmeldungen sowie alle örtlichen Infos und News
War früher das Gemeindeblatt die zentrale Informationsquelle für die Einwohnerschaft, verlagert sich die Kommunikation zwischen Verwaltung und den Bürgerinnen und Bürgern zunehmend in die digitale Welt. So auch in Gondelsheim.
Neben der kommunalen Website und dem Facebook-Kanal „Gondelsheim informiert“ ist vor allem die „Gondelsheim-App“ eine wichtige Drehscheibe für Neuigkeiten. Letztere erfreut sich beachtlicher Beliebtheit. Rund 1.200 Gondelsheimerinnen und Gondelsheimer haben die App bereits auf ihr Smartphone heruntergeladen. Umgerechnet bedeutet das: Jeder zweite Einwohner im erwerbsfähigen Alter nutzt die App. „Das Erfolgsgeheimnis liegt wohl darin, dass die App einen echten Mehrwert bietet. Alle Informationen sind jederzeit und an jedem Ort abrufbar“, sagt Bürgermeister Markus Rupp und ergänzt: „Damals waren wir Vorreiter. Inzwischen haben wir viele Nachahmer in anderen Gemeinden gefunden.“
Zumal Schritt für Schritt immer neue Inhalte hinzukamen. Als vor knapp sechs Jahren die App an den Start ging, drehte sich alles um Schutz der Bevölkerung vor Hochwasser.
Mithilfe der App konnte und wurde die Bevölkerung im Bedarfsfall schnell und automatisch informiert, mitsamt entsprechenden Verhaltenshinweisen. „Der Schutz der Bevölkerung ist auch weiterhin ein zentraler Bestandteil dieser App“, betont Rupp. Bezogen sich die Hochwasser-Warnmeldungen ursprünglich nur auf den Saalbach, sind nun auch die neu installierten Starkregen-Frühwarnsysteme an Ried- und Bruchgraben integriert. „Gleich welche Gefahr droht, wir können über die App sehr zeitnah informieren“, so der Bürgermeister.
Deshalb kann neben der Verwaltung beispielsweise auch die Freiwillige Feuerwehr Warnhinweise über die App versenden.
Um diese zu erhalten, bieten sich den Bürgerinnen und Bürgern zwei Möglichkeiten: „Alle Warnmeldungen sind jederzeit abrufbar. Aber noch besser ist es, wenn die Nutzer entsprechende Push-Nachrichten erlauben- Und ganz wichtig: Immer auch Updates vornehmen“, erklärt Andreas Bürker, Gemeinderat und der für die App zuständige technische Betreuer. Push-Meldungen besitzen den Vorteil, dass diese automatisch gut sichtbar auf dem Telefon-Display angezeigt werden.
Mit der App ist man immer auf dem aktuellen Stand. Das gilt für Neuigkeiten aus dem Ort durch die Einbindung des Facebook-Kanals „Gondelsheim informiert“.
Das gilt ebenso für die bevorstehenden Aktivitäten von Verwaltung, Vereinen und Organisationen, abrufbar in der Rubrik „Veranstaltungskalender“. Gleichfalls aufgeführt sind die Öffnungszeiten des Bürgerbüros sowie die Kontaktdaten der zuständigen Personen im Rathaus.
Besondere Beliebtheit genießt das „Mängel-Formular“. „Darüber melden uns Bürgerinnen und Bürger völlig unbürokratisch beispielsweise, wenn eine Straßenlaterne defekt ist oder irgendwo illegal Müll abgelagert wurde“, beschreibt Bürgermeister Rupp die Funktionsweise und fügt hinzu: „Dadurch können wir solche Mängel viel schneller beseitigen.“ Meist beschreiben die Melder den Missstand kurz und schicken noch ein Foto mit. 100 Mal wurde seit der Einführung vor einem Jahr davon Gebrauch gemacht.
„GondelsheimApp“ – so der offizielle Name der kostenlosen App – gibt es in den beiden wichtigsten Betriebssystemen für Smartphones iOS und Android und steht dort zum Herunterladen bereit.
Vom 28. Juni – 18. Juli
Stadtradeln 2026: Gemeinsam für ein besseres Klima in Gondelsheim
Auch in diesem Jahr beteiligt sich Gondelsheim wieder am STADTRADELN, der bundesweiten Aktion für mehr Klimaschutz, mehr Lebensqualität und mehr Radverkehr.
Vom 28. Juni 2026 bis 18. Juli 2026 sind alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen, kräftig in die Pedale zu treten und möglichst viele Kilometer mit dem Fahrrad zurückzulegen – egal ob auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule oder in der Freizeit.
Das Ziel der Kampagne ist es, möglichst viele Menschen für das Fahrradfahren im Alltag zu begeistern und dadurch aktiv einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.
Jeder mit dem Rad zurückgelegte Kilometer spart CO₂ ein, entlastet den Verkehr und macht unsere Kommune lebenswerter. Darüber hinaus werden die gesammelten Daten anonymisiert ausgewertet, um die Radinfrastruktur gezielt verbessern zu können.
Die guten Ergebnisse der letzten Jahre in denen etliche Fahrradfahrer Kilometer um Kilometer für den Klimaschutz zurückgelegt haben, gilt es in diesem Jahr zu verbessern. Hierzu benötigen wir aber viele fleißige Radler um so viele Kilometer wie möglich zu sammeln.
Alle Gondelsheimer können sich alleine oder im Team von Vereinen, Firmen, Schulklassen oder im Freundeskreis ganz einfach auf www.stadtradeln.de oder in der Stadtradeln-App registrieren und vom 28.06. – 18.07.2026 Ihre gesammelten Fahrradkilometer melden oder die Kilometer über die Stadtradeln-App tracken.
Wie gewohnt, setzt Herr Bürgermeister Rupp für die Siegerteams wieder Preise aus.
Tun Sie unserer Natur etwas Gutes und sammeln Sie in diesen 3 Wochen viele Kilometer für den Klimaschutz!
Je mehr Menschen teilnehmen, desto deutlicher wird das Signal an die Politik und Verwaltung, Radverkehr stärker zu fördern. Also: Sattel dein Fahrrad und sei dabei – für deine Gesundheit, für deine Gemeinde und für unser Klima!
Die Gemeinde Gondelsheim freut sich über jeden Teilnehmer!
Neues aus dem Jugendtreff Bounty
Maiwanderung an Himmelfahrt
Nach einer langen, langen Pause nahmen wir heuer eine alte Tradition wieder auf: unsere Maiwanderungen.
Am Himmelfahrtstag trafen wir uns vormittags im »Bounty«. Bei kühler, aber angenehmer und (noch) trockener Witterung machten wir uns dann auf und wanderten zunächst die Saalbachpromenade entlang in Richtung Schlossstadion. Den Buckenrain hinauf und hinab ins Neibsheimer Tal wanderten wir sogar bei schönstem Sonnenschein durch eine herrliche Natur in voller Blüte und in kräftigen Frühlings-farben. Am Talbach machten wir eine Rast und packten unser Vesper aus. Hela hatte uns belegte Brötchen gerichtet sowie eine Dose mit Gurkenschnitzen mit auf den Weg gegeben. Alles ging weg! Michel hatte zudem (in weiser Voraussicht) heißen Chai-Tee gekocht und mit Milch und Honig in eine Thermosflasche abgefüllt. Das tat gut! Denn just als wir unsere Rast machten, bezog sich der Himmel und ein scharfer, kalter Wind blies uns entgegen. Zum Glück war der zugleich einsetzende Regen nur ein kurzes Intermezzo. Als wir entlang des mäandrierenden Talbaches weiterliefen, schien schon wieder die Sonne. Wir konnten also die Natur genießen (auch ganz wörtlich, denn Michel pflückte ein paar frische Brennnesselblätter, die – wer sich traute – frisch verkostet werden durften. Das bitzelt zwar etwas auf der Zunge, ist aber nicht weiter schlimm, sondern eine Erfahrung und gesund ist’s allemal.)
Beim Hasenbruch stiegen wir den Hügel hinauf zum Kirrloch und kehrten somit an die Grenze der Gondelsheimer Gemarkung zurück, als wir am Waldrand entlang auf das Kreuz auf dem Neibsheimer Buckel zuliefen. Auf halber Höhe konnten wir noch einen fantastischen Fernblick über die Felder des Saalbachtals auf Helms-heim genießen. Die Sommerhälden stiegen wir dann hinab zum Wallsgrabenweg und bogen ab in Richtung Häldenwald. Dort sammelten wir einige Holunderblüten für die Zubereitung unserer Limonade (siehe Artikel im kommenden »Blättle«).
Leider, leider ereilte uns nun im letzten Fünftel unserer Maienwanderung doch noch das Pech – denn als wir mit unserer Ausbeute zurückliefen (das Dorf mit dem Mühlturm schon in Sichtweite), begann es heftig zu regnen und auch der Wind frischte auf, sodass sich der Temperatursturz gefühlt »eiskalt« anfühlte. Gott sei Dank war es ja nicht mehr weit und zum Glück hatten alle (bis auf Michel) Jacken dabei und die meisten (bis auf Michel) auch Regenschirme.
Obgleich wir einigermaßen durchnässt und verfroren am »Bounty« ankamen, waren wir dennoch glücklich und zufrieden über diese frühlingsschöne, friedliche und wohltuende Erfahrung in unserer wundervollen Natur.
Im angenehm warmen Inneren unsers Jugendtreffs setzten wir noch geschwind die Limonade an und lösten unsere Versammlung dann auf.
Terminvorschau:
- Pfingstferienaktionswoche mit Aktionen am 25./26./27. Mai. Mit der Bitte um vorherige Anmeldung.
- Picknickausflug auf den Michaelsberg bei Untergrombach am Montag, 25. Mai.
- Fahrradtour nach Bretten mit Eisessen und Spiel am Dienstag, 26. Mai.
- Hohlwegwanderung zur Odenwaldhütte Bruchsal am Mittwoch, 27. Mai.
- Außerhalb der Ausflüge bleibt das »Bounty« über die Pfingstferien geschlossen.
- Der nächste offene Sonntag ist am 21. Juni.
- Baröffnung mit Eis und frischen Früchten am Freitag, 26. Juni, mit Sonder-öffnung ab 16 Uhr auch für den »Kidstreff«.
Michael Klebon im Namen des »Bounty«-Teams
KGMS Gondelsheim setzt Zeichen: „Verantwortung läuft!“
Unter dem Motto „Verantwortung läuft – Talente bewegen Gutes“ veranstaltet die Kraichgau-Gemeinschaftsschule Gondelsheim am 2. Juli 2026 einen Spendenlauf zugunsten des beschädigten Planetenwegs.
Doch im Mittelpunkt steht dabei nicht allein die finanzielle Unterstützung, sondern eine klare Botschaft: Kinder und Jugendliche sind weit mehr als das oft zitierte Bild von „der Jugend von heute“.
Mit ihrem Engagement wollen die Schüler:innen zeigen, dass sie Verantwortung übernehmen, sich für ihre Gemeinde einsetzen und aktiv zur Gesellschaft beitragen. In einer Zeit, in der negative Schlagzeilen schnell ein verzerrtes Bild zeichnen, setzt die Schulgemeinschaft bewusst ein Gegenzeichen – sichtbar, gemeinschaftlich und voller Energie.
Begleitet von einem musikalischen Rahmenprogramm auf dem Schulhof wird der Spendenlauf zu einem lebendigen Zeichen für Zusammenhalt, Solidarität und gelebte Werte wie Fairness, Courage und Teilhabe.
Bürgermeister Markus Rupp wie auch der Vorsitzende der Sternwarte Kraichgau, Herr Georg Henneges zeigen sich begeistert von der Aktion der Schule und Schüler.
Die KGMS Gondelsheim lädt die Öffentlichkeit herzlich ein, diesen besonderen Tag mitzuerleben und gemeinsam zu zeigen: Unsere Jugend bewegt – im wahrsten Sinne des Wortes.
Bitte kein Entenfüttern an der Saalbach
Die Gemeinde Gondelsheim bittet alle Bürgerinnen und Bürger das Füttern von Enten entlang der Saalbach zu unterlassen.
Ausgelegtes Futter lockt nicht nur Enten an, sondern auch Nutrias, die sich dadurch verstärkt ansiedeln. Als invasive Art verdrängen sie zudem heimische Tierarten.
Durch das Graben von Höhlen unterhöhlen Nutrias die Böschungen der Saalbach. Diese wurden im Rahmen aufwändiger Hochwasserschutzmaß-nahmen instandgesetzt. Eine Beschädigung gefährdet die Stabilität und damit den Hochwasserschutz.
Die Gemeinde appelliert daher an alle: Bitte verzichten Sie auf das Entenfüttern und helfen Sie mit, Natur und Infrastruktur zu schützen.
Aus der Kreistagssitzung am 7. Mai 2026 in Hambrücken
Schienenpersonennahverkehr: Der Landkreis droht dem Land mit Klage
Der Betrieb der Linien S1/S11/S12 und S31/S32 im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) sorgt weiter für Unmut auf Seiten des Landkreises Karlsruhe.
Der Kreistag hat die Verwaltung in seiner Sitzung am Donnerstag, 7. Mai, in der Lußhardthalle in Hambrücken damit beauftragt, eine Klage gegenüber dem Land Baden-Württemberg vorzubereiten.
Grund dafür ist, dass dieses die Finanzierung der Linien trotz eigener Zuständigkeit trotz mehrfacher Aufforderungen nicht vollumfänglich übernimmt. Ziel ist es, das Land zur vollständigen Übernahme der Finanzierung mindestens im Umfang des Landesstandards zu verpflichten und die Verkehre auf den betroffenen Nebenbahnen den übrigen SPNV-Leistungen wie in anderen Landkreisen in Baden-Württemberg gleichzustellen. Parallel dazu sollen bis zur endgültigen Klärung der offenen Fragen keine Schlussrechnungen anerkannt und keine Nachträge zum bestehenden Verkehrsvertrag akzeptiert werden. „Wir finanzieren seit Jahren freiwillig Leistungen, für die eigentlich das Land bezahlen müsste. Über die finanziellen Auswirkungen kann der Landkreis in seiner derzeitigen Lage nicht hinwegsehen“, erklärte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel. „Es geht um 1,276 Millionen Zug-Kilometer pro Jahr.
Der Landkreishaushalt würde um rund 13,4 Millionen Euro entlastet, wenn er so behandelt würde, wie dies in anderen Landkreisen der Fall ist.“ Rund 1,1 Millionen Zug-Kilometer pro Jahr blieben weiterhin in der Verantwortung des Landkreises, da hier der Landkreis Taktverdichtungen vornimmt, die über den Landesstandard aufgrund der hohen Nachfrage hinausgehen.
Das Land Baden-Württemberg ist gesetzlich Aufgabenträger für den SPNV und organisiert diesen über das Verkehrsministerium sowie die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg. Ursprünglich hatte das Land zugesagt, künftig zumindest die Leistungen im Umfang des Landesstandards vollständig zu finanzieren. Tatsächlich beteiligt es sich bislang jedoch nur mit etwa an 100.000 Zugkilometern pro Jahr, was deutlich hinter vergleichbaren Regelungen in anderen Regionen zurückbleibt. Ein Angebot des Landes aus dem Jahr 2024, einen deutlich größeren Kostenanteil zu tragen und sogar die vollständige Aufgabenträgerschaft zu übernehmen, wurde wieder zurückgezogen. Stattdessen sieht die aktuelle Vereinbarung lediglich pauschale Zuschüsse vor: rund 4,9 Millionen Euro jährlich für 2025 und 2026 sowie etwa 6,1 Millionen Euro ab 2027. Diese Beträge decken nach Einschätzung des Landkreises noch nicht einmal 50 Prozent der Kosten für den Landesstandard. Zudem wird ein sogenannter Reaktivierungsbonus, der anderen Regionen gewährt wird, für den Landkreis Karlsruhe nicht angewendet – trotz erheblicher Investitionen in Ausbau, Elektrifizierung und Modernisierung der Strecken.
Der Kreistag kritisierte insbesondere die anhaltende Ungleichbehandlung gegenüber anderen Regionen sowie die unzureichende finanzielle Beteiligung des Landes. Eine Vereinbarung wurde Ende 2025 zwar unterzeichnet, jedoch ausdrücklich nur als Mindestregelung und ohne Verzicht auf weitergehende Ansprüche. Da eine Klärung zentraler Fragen wie zum tatsächlichen Umfang des Landesstandards bislang ausgeblieben ist, sieht der Landkreis jetzt weiteren Handlungsbedarf. Dies sei auch aufgrund des nun veröffentlichten Koalitionsvertrages der neuen Landesregierung notwendiger denn je. Denn die Koalitionspartner verpflichten sich darin, denn SPNV weiter auszubauen. „Selbstverständlich begrüßen wir dies, doch zunächst sollte das Land seine bestehenden Verpflichtungen erfüllen, bevor an weitere Ausbauszenarien gedacht wird“, so Landrat Dr. Schnaudigel.
Herzlichst
Ihr
Markus Rupp, Bürgermeister




Claudia Dickemann-Kohler



S
Christian Feldmann
Dr. roland fella
Corinna Vogel
Max Neimayer