Der Bürgermeister informiert KW 42

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

kaum liegt das sensationell gut besuchte Oktoberfest hinter uns, folgt mit der Kerwe bereits das nächste Großereignis.

Gondelsheimer Kerwe

29. – 31. Oktober 2022

Grußwort von Bürgermeister Markus Rupp

Gondelsheimer Kerwe – endlich wieder auf dem Veranstaltungskalender

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

sehr geehrte Gäste,

die „Kerwe Gondelse“ bürgt für Unterhaltung, Spaß und treffliche Bewirtung. Ich begrüße Sie herzlich, zu der traditionellen Veranstaltung auf dem Rathausplatz. Nach diversen coronabedingten Einschränkungen in den Vorjahren kann sie dieses Jahr endlich wieder vollumfänglich stattfinden.

Wettbewerbe, wie das Wettsägen der Vereine oder der „Gondelsheimer Hahnenschlag“ für Kinder, machen die Attraktivität unserer Kerwe ebenso aus, wie der natürlich dazugehörende Vergnügungspark mit Karussell, Bungee-Trampolin, Go-Karts, Rollenrutsche, Buden, Süßwaren etc.

Zur Kerwe gehören eine Ausstellung des Heimat- und Kulturvereins im Bürgersaal wie auch ein Tag der Offenen Tür des Jugendtreffs Bounty.

Und in der Saalbachhalle findet am Sonntag die beliebte Gewerbeschau, organisiert vom Gewerbeverein Gondelsheim, statt. Viele örtliche und regionale Betriebe aus dem Handwerk, Handel und dem Dienstleistungssektor zeigen, dass das Gute oft sehr nah liegt. 

Musikverein am Samstag und Montag im Bauhof, DRK-Ortsverein sonntags in der Saalbachhalle sorgen für die Verköstigung der Besucher.

Die Attraktivität der „Gondelser Kerwe“ zu präsentieren, die Begegnung von Jung und Alt zu ermöglichen sowie die Besucher aus Nah und Fern zu unterhalten und zu bewirten, das ist auch 2022 das gemeinsame Ziel der Gemeinde Gondelsheim, der beteiligten Vereine und Unternehmen.

Ebenso hat sich die örtliche Gastronomie auf Ihr Kommen eingerichtet. 

Gönnen Sie sich also ein paar schöne Stunden auf dem Rathausplatz und in der Saalbachhalle Gondelsheim.

Mit besten Grüßen

Ihr

Markus Rupp, Bürgermeister

Samstag, 29. Oktober 2022

Rundgang zu besonderen Gondelsheimer Bäumen

Spaziergang mit Stephanie Bauer und Christian Feldmann ab 14.30 Uhr

Zum Auftakt am Kerwe-Samstag bieten Christian Feldmann und Stephanie Bauer einen Spaziergang mit Infos rund um die Gondelsheimer Streuobstbäume an.

In der Nähe des Grillplatzes gibt es besondere Höhlenbäume, alte Mostbirnen und aus Naturschutzsicht besonders hochwertige Lebensräume.

Die beiden zeigen was Sie beim Kartieren der Obstbäume entdeckt haben und erklären welche besonderen Merkmale erfasst wurden.

Startpunkt ist am 29.10.2022 um 14.30 Uhr beim Rathausplatz, dort werden Fahrgemeinschaften gebildet.

Der Rundgang startet dann beim Grillplatz. Am Ende geht es wieder zurück zum Rathausplatz, wo weitere Attraktionen der Kerwe warten.

Ausstellungseröffnung

„1250 Jahre Kraichgau – Vielfalt in Geschichte und Gegenwart“

Rathaus Gondelsheim (Bürgersaal) um 16.00 Uhr

Der Heimat- und Kulturverein Gondelsheim präsentiert zur Kerwe die Wanderausstellung des Landratsamts Karlsruhe an.

Herr Kreisarchivar Bernd Breitkopf wird in gewohnt kompetenter Weise in die Ausstellung einführen. 

Anlässlich des Jubiläums der Benennung der Landschaft als Kraichgau ist am Kerwesamstag und –Sonntag die Wanderausstellung „1250 Jahre Kraichgau – Vielfalt in Geschichte und Gegenwart“ zu sehen. Die Ausstellung behandelt spannende historische Aspekte dieser Landschaft im Nordwesten von Baden-Württemberg.

Aus dem Eintrag „In pago Creichgouue“ im Codex des Klosters Lorsch geht hervor, dass am 11. Juni 769, vor über 1250 Jahren, erstmals der Kraichgau namentlich genannt wurde. Heute ist die Hügellandschaft auch als „Badische Toskana“ und das „Land der 1.000 Hügel“ bekannt.

Die namensgebende Kraich, keine sechzig Kilometer lang und auf modernen Wegekarten als Kraichbach verzeichnet, entspringt westlich des Strombergs nahe Sternenfels, tritt bei Ubstadt in das Tiefland ein und mündet südlich von Ketsch in den Rhein.

Eine mögliche Interpretation beruft sich auf den altväterischen Ausdruck „Kreuch“ für „Lehm“, tragen doch die Kraichgaubäche nach starken Regenfällen große Mengen gelbbraunen Schlamms mit sich. Die wahrscheinlichste Sinndeutung aber leitet den Begriff vom germanischen Wort für Krümmung und Biegung ab – „Kraich“ meint also ein mäandrierend sich dahinschlängelndes Fließgewässer.

Das milde Klima verleiht dem Ganzen etwas geradezu Mediterranes. Kein Wunder, dass bereits im hohen Mittelalter vielerorts im Kraichgau Weinberge erwähnt werden. Hier und da liegen ausgedehnte Rebanlagen spektakulär an den Hängen zu Füßen mittelalterlicher Kraichgauer Burgen – und die wiederum spielen ihrerseits eine entscheidende Rolle bei der touristischen Vermarktung der Region.

In der Wanderausstellung berichten über Tafeln von Adel und Burgen, von Landwirtschaft und Technologie und Bevölkerungswandel im Kraichgau. Vorgestellt werden außerdem bekannte Kraichgauer Persönlichkeiten und Sehenswürdigkeiten.  

Die Ausstellungseröffnung findet um 16.00 Uhr bei einem Glas Sekt statt.

Öffnungszeiten der Ausstellung:

Sa. 16.00 – 20.00 Uhr

So. 14.00 – 17.00 Uhr

15. Gondelsheimer

Hahnenschlag-Wettbewerb

Ab 17.00 Uhr

Für Kinder

Einmal mehr werden bei dem Wettbewerb für Kinder, den Teilnehmer am Wettbewerb die Augen verbunden, er/sie wird mehrmals im Kreise gedreht und muss dann – bewaffnet mit einem Dreschflegel (Gummi-Hammer), versuchen, das Ziel, einen Plastikring zu treffen.

Dies natürlich unter lautstarker Anfeuerung und Anleitung durch das Publikum. Wer am schnellsten trifft, ist der Sieger.

Also jetzt heißt es für unsere Kinder nur noch mitzumachen.

Zu gewinnen gibt es Eintrittskarten für „Kids 2 Kids“ in Heidelsheim. 

TraditionellesKerwe-Wettsägen“

vor dem Bauhof um 18.00 Uhr

Damen- und Herrenwettbewerb

Danach geht es nahtlos über zum traditionellen „Wettsägen“ für Männer- und Frauenteams aus Vereinen, Betrieben oder Privatinitiativen.

Bitte melden Sie Ihre aus drei Mann/Frauen bestehenden Mannschaften (Vereine / Betriebe / Privat) bis Freitag, den 28. Oktober 2022 im Sekretariat des Bürgermeisters (07252-944411 oder per mail: oezge.celik@gondelsheim.de) an.

Den männlichen Siegern des Wettsägens winken auch diesmal wieder ein von der Brauerei Hoepfner gestiftetes 30-Liter Fass Bier sowie der Wanderpokal; Platz 2 und 3 werden mit einem Kasten Bier honoriert, dem siegreichen Damenteam winkt eine Kiste Sekt, hier erhalten die 2. und 3. Platzierten je drei Flaschen Sekt. 

Mannschaften können auch noch am Veranstaltungstag gemeldet werden.

Musik mit DJ Maik Braun

DJ Maik Braun wird am Samstagabend nach dem Wettsägen ab ca. 19.00 Uhr im Bauhof Hits und Schlager für alle Generationen auflegen. Das bietet Gewähr dafür, dass der Kerwe-Samstag wieder gelungen ausklingen wird.

Bewirtung durch den Musikverein „Harmonie“ ab 16.30 Uhr

Die Bewirtung des Kerwe-Samstags und -Montags übernimmt wie in vor Corona wieder der Musikverein „Harmonie“. Er bereichert am Samstag ab 16.30 Uhr und auch am Montag ab 16.00 Uhr das Kirchweihfest.

Im Bauhof beim Rathaus bieten die fleißigen Helfer des Musikvereins folgendes an: Steaks/ Grillwurst / Currywurst / Pommes / Waffeln / Weißbier und div. andere Getränke und Kaffee.

Unterstützen Sie durch Ihren Besuch die vielfältige Vereinstätigkeit des Musikvereins.

Vergnügungspark auf dem

Rathausplatz mit bekannten und neuen Attraktionen

Es wird wiederum ein Vergnügungspark auf dem Rathausplatz geben und zwar mit der beliebten Attraktion „Bungee-Trampolin“. Und auch wieder mit einem Kinderkarussell für unsere Kleinsten.

Auch in diesem Jahr sind das Dosenwerfen und ein „Greifarm“, mit dem – bei etwas Geschick – tolle Geschenke zu ergattern sind, ein Muss. 

Daneben wird es traditionell Zuckerwaren etc. geben

Sonntag, 30. Oktober 2022

Gewerbeausstellung in der Saalbachhalle von 11.00 bis 18.00 Uhr

Mit vielen Ausstellern ist die Kerwe-Ausstellung in der Saalbachhalle am Sonntag, 30. Oktober, wieder ein besonderes Highlight. Wie in den Vorjahren vor der Corona-Pandemie, hat sich der Gewerbeverein Gondelsheim auch in 2022 entschlossen, kein   Sonderthema auszuloben, da das breite Spektrum der Aussteller, keine Themen und Wünsche offen lässt.

Die Vielfalt der ortsansässigen und auswärtigen Aussteller wird alle Besucher begeistern.

Ziel des Gewerbevereins ist es, aus den Bereichen Industrie, Handel, Handwerk und freien Berufen eine Gemeinschaft zu formen. Unser Motto lautet deshalb: Nur gemeinsam sind wir stark. Und tatsächlich ist über die Jahre in Gondelsheim ein fester Zusammenhalt gewachsen. Die guten Kontakte zur Gemeindeverwaltung und zum Bürgermeister unterstützen uns bei unserer vielfältigen Arbeit.

Die Erfolge der letzten Jahre beweisen, dass wir mit der jährlichen Gewerbeausstellung auf dem richtigen Weg sind und bei den Besuchern gut ankommen.

Genießen Sie die Zeit und bummeln Sie durch die Saalbachhalle. Ich wünsche Ihnen, liebe Besucherinnen und Besucher, einen interessanten Tag und viele angenehme Stunden in Gondelsheim!

Wir freuen uns auf Ihren Besuch

Gewerbeverein Gondelsheim e.V.

Petra Schalm

Kerwe-Bistro des DRK-Ortsvereins

ab 11.00 Uhr in der Saalbachhalle

Der Ortsverein des DRK lädt ab 11.00 Uhr zu einem Mittagessen und am Nachmittag zu einem großen Kuchenbüffet samt Kaffee-Spezialitäten ein.

Machen Sie vom Angebot unseres Rettungsdienstes reichlich Gebrauch!

Vergnügungspark auf dem Rathausplatz

13.00 – 18.00 Uhr

Der Vergnügungspark auf dem Rathausplatz wird am Sonntag ab 13.00 Uhr wie schon im Vorjahr zusätzlich bereichert durch:

  • Bobbycar-Movepark
  • GoCart-Parcours
  • Rollen-Rutsche 

Tag der Offenen Tür im Jugendtreff Bounty

14.00 – 18.00 Uhr

Im Rahmen des Kerweprogramms bietet der Jugendtreff „Bounty“ zwischen 14.00 und 18.00 Uhr einen »Tag der Offenen Tür« an.

Hierzu sind Eltern, Großeltern, aber auch alle interessierten Gondelsheimer herzlich eingeladen, das »Bounty« einmal von innen zu besichtigen und sich über uns und unsere Arbeit zu informieren.

Ausstellung

„1250 Jahre Kraichgau – Vielfalt in Geschichte und Gegenwart“

im Rathaus Gondelsheim von 14.00 – 17.00 Uhr

Montag,

31. Oktober 2022

Der Vergnügungspark wird auch am Montag seine Pforten geöffnet haben.

Die Versorgung der hoffentlich vielen Besucher obliegt ab 16.00 Uhr dem Musikverein „Harmonie“.

Im Bauhof gibt es wie am Samstag: Steaks /Grillwurst / Currywurst / Pommes / Waffeln / div. Getränke / Kaffee.

Das Rathaus bleibt am Montag, 31.10.2022 geschlossen

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

das Rathaus bleibt am Montag, 31. Oktober, geschlossen.

Der Brückentag vor dem Feiertag Allerheiligen am  1. November bietet die Gelegenheit, die Heizungen im Rathaus für gleich mehrere Tage auf das geringstmögliche Maß herunterzufahren.

Die Schließung ist eine von zahlreichen Energiesparmaßnahmen unserer Gemeinde.

Ab Mittwoch, 2. November, stehen wir Ihnen zu den gewohnten Öffnungszeiten wieder zur Verfügung.

Im Hinblick auf die Energiekrise bitten wir um Ihr Verständnis!

Georgia Willy mit Goldener Bürgermedaille ausgezeichnet

Bürgermeister Rupp würdigt ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement

 
Wer kennt sie nicht in Gondelsheim?! Mit Fahrrad und Harke radelte die Landfrau Georgia Willy regelmäßig durch den Ort, um die öffentlichen Grünanlagen sauber und adrett zu halten. Aber die Organisation des „Grüntrupps“ war und ist nur eine der vielen Aktivitäten von Georgia Willy.

Seit fast 40 Jahren engagiert sie sich ehrenamtlich in der Gemeinde. Dafür ist sie nun mit der Goldenen Bürgermedaille der Gemeinde Gondelsheim geehrt worden. „Um Georgia Willy und ihrer Lebensleistung gerecht zu werden, reicht die pure Aufzählung ihrer Ämter nicht“, sagte Bürgermeister Markus Rupp bei der Überreichung dieser selten vergebenen Auszeichnung am vergangenen Dienstag im „Bienenstock“ in der Alten Schule.

Kurz nach ihrem Umzug nach Gondelsheim im Jahr 1982 schloss sich Georgia Willy dem Landfrauenverein an und übernahm dort auch gleich Verantwortung. Zuerst als Beisitzerin, dann als zweite Vorsitzende und 2008 übernahm sie das Amt der Vorsitzenden. Bis zum Mai dieses Jahres führte sie den Landfrauenverein. Und sie gab den Vorsitz erst ab, als eine Nachfolgerin bereitstand. „So, wie es sich für eine gute Bienenkönigin gehört“, merkte Bürgermeister Rupp an.

In seiner Laudatio führte er weiter aus: „Liebe Georgia, du warst eine fleißige Biene. Du warst über viele Jahre die Bienenkönigin für knapp 200 Landfrauen. Du hast sie umsorgt und versorgt. Du hast deinen Bienenstock in Schuss gehalten. Du hast deinem Bienenvolk die Tradition erhalten, aber es gleichzeitig in die Moderne geführt.“

Bürgermeister Rupp überbrachte bei der Ehrung auch die herzlichsten Glückwünsche von Landrat Dr. Christoph Schnaudigel und dessen Dank für die ehrenamtliche Arbeit auf Kreisebene, beispielsweise als Landfrauen-Vorsitzende des Kreisverbandes und als aktive Mitstreiterin auf Landesebene. Apropos Landesebene: Der Ministerpräsident verlieh Georgia Willy 2018 die Landesehrennadel und bereits 2002 wurde der schon beschriebene „Grüntrupp“ im Rahmen der „Bürgeraktion“ in Stuttgart geehrt.

Es sind vor allem die vielen konkreten Projekte und Maßnahmen, die Georgia Willy auszeichnen. „Sie ist eine Frau der Tat, die anpackt und gestaltet“, lobt Rupp die neue Trägerin der Goldenen Bürgermedaille. Von 2007 bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie besuchte sie regelmäßig die Besucherinnen und Besucher des Seniorenhauses „Schlossblick“, las ihnen vor und sang mit ihnen.

Auch das Tanzen gehört zu ihren Leidenschaften. Fast drei Jahrzehnte leitete sie die Tanzgruppe der Landfrauen. „Wenn die Gemeinde Unterstützung benötigte, war sie da, beispielsweise bei den Neujahrsbegegnungen, dem Schmücken des Adventskranzes oder des Osterbrunnens.

„Auf sie war immer Verlass“, machte Rupp deutlich und ergänzte: „Für ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger hat sie immer ein offenes Ohr. Wir alle sind ihr zu großem Dank verpflichtet!“

Bürgermeisterrunde begab sich in Klausur

Flüchtlingssituation, Raumplanung und digitale Infrastrukturen standen im Fokus

Kreis Karlsruhe. Einmal im Jahr begeben sich die Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister bzw. Bürgermeisterinnen und Bürgermeister zusammen mit der Spitze der Landkreisverwaltung in Klausur. Um abseits vom Tagesgeschäft aktuelle Themen vertieft beraten zu können hatte Kreisvorsitzender Bürgermeister Thomas Nowitzki (Oberderdingen) vergangene Woche nach Bretzfeld-Bitzfeld in den Hohenlohekreis eingeladen.

Zentrales Thema war einmal mehr die Flüchtlingssituation nachdem die Zahl der Menschen die aus der Ukraine in den Landkreis kommen weiter steigt. Zwar finden noch fast 60 Prozent bei Privat eine Unterkunft, aber die Tendenz ist rückläufig, weshalb sich die Städte und Gemeinden auf erhöhte Zuweisungen einstellen müssen. Dies auch, weil ebenso die Zahl der Geflüchteten aus anderen Ländern deutlich steigt: mussten im August rund 40 Personen untergebracht werden muss im Oktober mit über 80 Menschen gerechnet werden, was eine glatte Verdoppelung bedeutet. Insgesamt müssen bis Jahresende von den Städten und Gemeinden voraussichtlich rund 600 Personen untergebracht werden. Landrat Dr. Christoph Schnaudigel dankte, dass seitens der Kommunen für die kommenden Wochen bereits 200 freie Plätze gemeldet wurden und appellierte, die Anstrengungen fortzusetzen. Kreisvorsitzender Bürgermeister Thomas Nowitzki sieht es als wichtig an, die Geflüchteten verstärkt in den Arbeitsmarkt zu bringen, beispielsweise über die landkreiseigene Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft. Hier möchte man die Arbeit der Integrationsmanager einer detaillierten Analyse unterziehen, um daraus konkrete Erkenntnisse ableiten zu können.

Angesichts von immer mehr Wünschen und Vorstellungen, wie die nicht vermehrbaren Gemarkungsflächen im Hinblick auf Wohnen, Gewerbe, Landwirtschaft und Natur ausgestaltet werden sollten, kommt der Regionalplanung eine entscheidende Rolle zu. Deshalb berichtete der Direktor des Regionalverbandes Mittlerer Oberrhein (RVMO) Dr. Matthias Proske zunächst über den aktuellen Stand der Gesamtfortschreibung des Regionalplans, bei dem nach der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange und der Öffentlichkeit momentan über 140 Stellungnahmen abgearbeitet werden. Im Hinblick auf die Siedlungsentwicklung sprach sich Kreisvorsitzender Thomas Nowitzki für eine Flexibilität bzgl. der Flächenausweisung aus. Landrat Dr. Christoph Schnaudigel sagte in seiner Eigenschaft als Verbandsvorsitzender des RVMO zu, eine Lösung zu finden, die rechtskonform ist und den Belangen der Kommunen entspricht. Um die Erneuerbare Energien “Wind“ und „Sonnenenergie“ auf Freiflächen zu forcieren hat die Landesregierung daneben beschlossen, hierfür mindestens zwei Prozent der Landesflächen auszuweisen. Der Bund macht daneben Vorgaben speziell für die Windenergie. Um planmäßig vorzugehen zeigte der Verbandsdirektor die nächsten Verfahrensschritte im Rahmen von drei Teilfortschreibungen des Regionalplans „Freiflächen-Photovoltaik“, “Windenergie“ und „Weitere Erneuerbare Energien“ wie Biogas und Tiefengeothermie auf. Auch hier will der RVMO eng mit den Kommunen zusammenarbeiten.

Weitere Themen war ein einheitliches Vorgehen im Hinblick auf die digitalen Verwaltungsstrukturen der Kommunen und der Fortgang der Glasfasererschließung zusammen mit der Deutschen Glasfaser Holding GmbH sowie die Verbesserung der Mobilfunkabdeckung. Weiterhin sollen dafür Bundes- und Landesfördermittel beantragt werden. Kreisvorsitzender Thomas Nowitzki stellte fest, dass die Kommunen das Versagen des Staates im Hinblick auf eine flächendeckende Glasfasererschließung kompensieren müssen. Er plädierte für einen engen Schulterschluss zwischen den Kommunen. „Wir sind stark, wenn wir gemeinsam auftreten“, sagte er, „nur so werden die Städte und Gemeinden als ernstzunehmende Partner angesehen und können nicht auseinanderdividiert werden.“

Neues aus dem Jugendtreff „Bounty“

vallum fossaque

Unser diesjähriger Herbstausflug führte uns in die Südpfalz nahe der französischen Grenze. Dort, am sogenannten »Otterbachabschnitt«, sind noch zahlreiche Relikte eines sogenannten »Unbequemen Denkmals« erhalten: des Westwalls. „Die martialischen Stellungsbauten des Westwalls sind geschichtliche Denkmale des Kriegsbeginns, denn sie sind sichtbare Zeugen massiver deutscher Hochrüstung und Kriegspropaganda am Vorabend des Zweiten Weltkrieges.“ (Clemens Kieser in Nachrichtenblatt der Landesdenkmalpflege in Baden-Württemberg 4/2010, S. 249.)

Die in aller Eile errichteten, die westliche Reichsgrenze umgebenden Befestigungsanlagen waren allerdings schon bald durch die blitzartige Eroberung Frankreichs und den dann vorgelagerten »Atlantikwall« wieder obsolet. Bei Kriegsende spielte der Westwall dann aufgrund von Munitions- und Truppenmangels keine sonderlich große Rolle mehr. Die meisten Anlagen der aus einzelnen standardisierten Bauwerken bestehenden Verteidigungslinie wurden in der folgenden Nachkriegszeit gesprengt. Erst 2007 wurden gemeinsame Leitlinien der Denkmalämter für den konservatorischen Umgang mit dem Kulturdenkmal Westbefestigung festgelegt – in dessen Bereich übrigens auch unser Gondelsheim als Teil der Luftverteidigungszone der Luftwaffe mit rückwärtigen Flakstellungen lag.

Mit unseren Großen vom Abendtreff besuchten wir nun also einen Abschnitt dieser „Kette von Bunkern, Sperranlagen und Geschützstellungen“ (Kieser, S. 247). Einen eigentlichen Wall bekamen wir zwar nicht zu sehen, wohl aber einen Panzergraben (der heute friedlich als Fischteich dient). Der Schaidter Westwallweg führte uns aber auch (sämtlich gesprengte) Bunkeranlagen vor Augen. Im »Regelbau 10« entdeckten wir noch den Abdruck eines Waffenschrankes mit der verblassten Beschriftung „Gewehre“. Der meterdicke Stahlbeton und die schmalen Lüftungsschlitze ließen selbst im zerstörten Zustand die einstmalige Enge und Stickigkeit im Inneren des düster-feuchten Bauwerks erahnen. Die Einmannbunker – 1944 angelegt zur Abfeuerung der Panzerfaust – konnten sogar noch begangen werden (im Inneren fand sich eine Bauinschrift mit Datum „III XII 1944“). Der Westwallweg führte aber nicht nur zum ehemaligen Befehlswerk »Kiefernwald«, zur Sprengtrichtersperre am Mundatgraben oder dem Schießstand »Haukensee«, letztlich war der neun Kilometer lange Weg einfach auch eine hübsche Wanderung durch den Herbstwald. Wir hatten viel Spaß ob der zahlreichen Pilze. Wir genossen die Waldesruhe während wir eine ganze Weile einem gewundenen Pfad entlang des Heilbachs folgten. Schließlich konnten wir noch den beeindruckenden Umfang der Bismarkeiche bewundern. Auf dem Spielplatz an der Waldstraße ließen wir den Tag bei einem Imbiss gemütlich ausklingen.

Terminvorschau:

  • Der nächste offene Sonntag ist am 30. Oktober. Im Rahmen des Kerweprogramms bieten wir zwischen 14.00 und 18.00 Uhr einen »Tag der Offenen Tür« an. Hierzu sind Eltern, Großeltern, aber auch alle interessierten Gondelsheimer herzlich eingeladen, das »Bounty« einmal von innen zu besichtigen und sich über uns und unsere Arbeit zu informieren.
  • Über die Herbstferien bleibt das »Bounty« geöffnet.

Euer AWO-Jugendtreff-Team (Matthias und Michael Klebon, Andrea Mergel)

Einladung zur Gedenkstunde zum Volkstrauertag

Am Sonntag, den 13. November 2022 findet um 10.30 Uhr am Gefallenenehrenmal die Gedenkstunde zum Volkstrauertag statt.

Ich darf Sie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, bereits heute zu dieser Gedenkstunde herzlich einladen.  

Ablauf:

Musikstück                        Musikverein „Harmonie“

Gedenkrede                   VdK-Vorsitzender Werner Köhl

Totenehrung und Kranzniederlegung

„Lied vom guten Kameraden“        Musikverein „Harmonie“

Herzlichst

Ihr

Markus Rupp, Bürgermeister