Der Bürgermeister informiert KW 43

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

„endlich wieder eine Kerwe wie wir sie vor Corona kennen“, sagt Bürgermeister Markus Rupp rückblickend, „und dazu noch von einem fast sommerlich anmutenden Wetter verwöhnt“.

Kerwe 2022 – ein Nachbericht

Endlich wieder eine „normale“ Kerwe und was für eine …

Dementsprechend viele Besucher strömten zwischen Samstag und Montag auf den Rathausplatz Gondelsheim. Auch in diesem Jahr stand am Samstag wieder das Wettsägen der Vereine auf dem Plan. Und das bereits zum 18ten Mal. Sieben Männer-Teams traten dabei gegeneinander an, die Bürgermeister Markus Rupp tatkräftig anfeuerte. Dies tat er auch bei den teilnehmenden zwei Frauenteams, von denen sich die „Bügelblitzer“ den ersten Platz „ersägten“. Das Männerteam der Freiwilligen Feuerwehr, in den Vorjahren allerdings in einer anderen Besetzung Abonnementssieger, musste sich 2022 dem ersten der beiden teilnehmenden Schützenvereins-Mannschaften geschlagen geben. Den dritten Platz belegten die „Klavierbauer Wissmann“. Zuvor ermittelten die Gondelsheimer beim Hahnenschlagwettbewerb der Kinder drei Sieger.

Im Bürgersaal des Rathauses organisierte der Heimat- und Kulturverein eine Ausstellung über die 1250jährige Geschichte des Kraichgaus, welche immerhin 100 Gondelsheimerinnen und Gondelsheimer besuchten. Zuvor hatte es bereits geführt durch Stephanie Bauer und Christian Feldmann einen Rundgang zu besonderen Gondelsheimer Bäumen gegeben.

Die Kinder konnten am Sonntag auf dem Rathausplatz mit Go-Carts einen Parcours fahren, oder sich auf dem benachbarten Vergnügungspark mit dem „Bungee-Trampolin“ austoben. Am Samstag- und Montagabend hatte der Musikverein die bestens angenommene Bewirtung übernommen.

Bei der Gondelsheimer Kerwe veranstaltet der Gewerbeverein Gondelsheim traditionell eine Gewerbeausstellung in der Saalbachhalle. „In diesem Jahr war die Zahl der Gondelsheimer Gewerbebetriebe aber überschaubar“, resümierten Petra Schalm, Vorsitzende des Gewerbevereins Gondelsheim und Bürgermeister Markus Rupp.

Die Gründe dafür waren mannigfaltig – andere Messen, Krankheit und ausgelastete Betriebe. Rupp appellierte jedoch an den Gemeinschaftsgeist des Gondelsheimer Gewerbes für das die Gemeinde nicht nur gerne die Saalbachhalle kostenlos zur Kerwe zur Verfügung stellt.

Die Bewirtung der Gäste und Aussteller übernahm am Sonntag in der Halle in bewährter Manier der Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes.

Neuer Radweg zwischen Gondelsheim und Diedelsheim derzeit nicht realisierbar

Finanzierbarkeit angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Unsicherheiten nicht darstellbar

Zwischen Bretten und Gondelsheim besteht Einigkeit: Der Plan eines neuen Radwegs von Gondelsheim nach Diedelsheim wird nicht weiterverfolgt – zumindest vorerst nicht.

Dafür gibt es mehrere Gründe: „Aktuell gibt es drängendere Aufgaben. Viele Bürgerinnen und Bürger sind angesichts der hohen Inflation in misslicher Lage. Darum müssen wir uns kümmern und uns aufgrund vorhersehbarer höherer kommunaler Ausgaben bei Energie und Sozialleistungen bei gleichzeitigem Einnahmerückgang auf die absolut notwendigsten Maßnahmen konzentrieren, so wünschenswert auch ein neuer Radweg wäre“, machen Brettens Oberbürgermeister Martin Wolff und Gondelsheims Bürgermeister Markus Rupp deutlich.

Ein weiterer Grund dafür, dass die Pläne vorerst in der Schublade bleiben, ist ein Schreiben des Regierungspräsidiums Karlsruhe. Darin wurde zwar die frohe Kunde verkündet, dass das Vorhaben Aufnahme in das entsprechende Landesförderprogramm gefunden hat. Jedoch fallen die Landeszuschüsse für den Bau des Radwegs geringer aus als bei der Einreichung des gemeinsam von Bretten und Gondelsheim gestellten Antrags gehofft. „Damit verbunden wäre ein höherer finanzieller Eigenanteil und das können wir uns derzeit nicht leisten“, betonen die beiden Amtskollegen. Bis Mai 2023 hätten Bretten und Gondelsheim noch Zeit für die endgültige Entscheidung, die Mittel in Anspruch zu nehmen. Aber für Rupp und Wolff steht jetzt schon fest: „Das Projekt ist vorerst nicht realisierbar.“ 

Von der Sinnhaftigkeit einer neuen Verbindung zwischen Gondelsheim und Diedelsheim sind OB Wolff und Bürgermeister Rupp jedoch unverändert überzeugt. Gründe für den Radweg gibt es aus ihrer Sicht genügend. „Ein reiner Fahrradweg ist die deutlich sicherere Alternative zum alten Postweg“, sagen sie. Den Postweg teilen sich bisher landwirtschaftlicher Verkehr, Radfahrer und Fußgänger. Zudem nutzen ihn Autofahrer gerne widerrechtlich als Schleichweg. Ein weiterer Vorteil der knapp vier Kilometer langen Strecke: Sie würde zudem eine Lücke im Radwegenetz der Region schließen und zwar in mehrere Richtungen. Der Radweg zwischen Bruchsal und Helmsheim fände seine natürliche Fortsetzung. Gleichzeitig gäbe es eine Anbindung an die Strecke Gondelsheim – Neibsheim und Rinklingen wäre dann ebenfalls Teil des Radwegenetzes.

„Aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben“, findet der Gondelsheimer Rathaus-Chef Markus Rupp. Der allerdings auch eingesteht, dass sein Gemeinderat einem neuen Radweg mehrheitlich eh skeptisch gegenübersteht.

„Trotz guter Gründe lassen uns die wirtschaftlichen Zwänge im Moment keinen Spielraum“, erklärte OB Wolff.

Also müssen Fahrradfahrer, Fußgänger wie landwirtschaftlicher Verkehr auch in Zukunft den ramponierten Postweg weiter gemeinsam nutzen. Von weiteren illegalen Nutzungen ganz zu schweigen. 

Mit Flüchtlingskindern im Gondelsheimer Wald

DAF organisiert Waldtag

Quelle: kraichgau.news – Autor: Gerhard Junge (Bretten)

Hurra, die Sonne scheint – am Tag zuvor hatte es noch in Strömen geregnet, aber an diesem Samstag zeigte sich der goldene Herbst von seiner besten Seite. Genau richtig für den Walderlebnistag, den der DAF Bretten – Internationaler Freundeskreis Bretten e.V. – zusammen mit Jürgen Häffele, Jagdpächter des Waldgebietes Gondelsheim-West, für Flüchtlingskinder geplant hatte. Ulla Dapp und Steven Tandaric hatten diesen Tag für Flüchtlingskinder im Grundschulalter, darunter viele aus der Ukraine, organisiert. Andere DAF-Mitglieder hatten den Fahrdienst ab Bahnhof Bretten übernommen. In der liebevoll herbstlich geschmückten Jagdhütte im Gondelsheimer Wald kamen die Kinder morgens um zehn Uhr an. Dort erwartete sie ein Lagerfeuer – insgesamt ein sehr stimmungsvoller Einstieg, der durch ein Ehepaar aus Bruchsal, das ein Falkenpärchen auf der Schulter trug, verstärkt wurde. Beeindruckt durften die Kinder die Vögel bestaunen und auch selbst mal auf ihren Fingern sitzen lassen. Ebenfalls anwesend war Jäger und Waldpädagoge Björn Heneka, der im anschließenden Waldrundgang die Kinder über verschiedene Blattarten und Bäume und auch über das Verhalten verschiedener Waldtiere aufklärte. Er gestaltete dies so interessant, dass die Kinder förmlich an seinen Lippen hingen.
Voller neuer Eindrücke, aber auch hungrig und durstig gelangten die Kinder zur Jagdhütte zurück. Dort stärkte man sich durch Muffins und danach wurden die Vorbereitungen zum Stockbrotgrillen getroffen. Dies war auch eine neue Erfahrung für die Kinder und die kleine Emma sagte: „So schön habe ich mir das nicht vorgestellt.“
Danach wurden Putenwürstchen gegrillt und verzehrt.

Mittlerweile war auch der Gondelsheimer Bürgermeister Markus Rupp zu einem Überraschungsbesuch eingetroffen, der sich bei den Organisatoren herzlich für ihren Einsatz bedankte. Auch die Ortsvorsteherin von Helmsheim, Tatjana Grath, begleitete aus Interesse die Veranstaltung.

Die Kommunikation war insgesamt nur möglich über Anna Makeeva, die in der Ukraine als Deutschlehrerin tätig war und insofern alle Erklärungen übersetzen konnte.

Gegen Ende wurde die Veranstaltung noch einmal bereichert durch ein Experiment, durchgeführt von Björn Heneka, das den Kindern einsichtig machte, wie Bäume Wasser aufnehmen können. Die Kinder sollten durch eine Baumscheibe pusten, die auf der anderen Seite mit Spüli präpariert war und siehe da – es bildete sich Schaum und zwar ordentlich. Ja, so funktioniert das Kapillarsystem.

Erfüllt und mit leuchtenden Augen machte man sich auf den Heimweg. Der DAF bedankt sich bei allen, die mitgeholfen haben, diesen Tag so erlebnisreich zu gestalten.

Georgia Willy mit Goldener Bürgermedaille ausgezeichnet

Bürgermeister Rupp würdigt ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement

 
Wer kennt sie nicht in Gondelsheim?! Mit Fahrrad und Harke radelte die Landfrau Georgia Willy regelmäßig durch den Ort, um die öffentlichen Grünanlagen sauber und adrett zu halten. Aber die Organisation des „Grüntrupps“ war und ist nur eine der vielen Aktivitäten von Georgia Willy.

Seit fast 40 Jahren engagiert sie sich ehrenamtlich in der Gemeinde. Dafür ist sie nun mit der Goldenen Bürgermedaille der Gemeinde Gondelsheim geehrt worden. „Um Georgia Willy und ihrer Lebensleistung gerecht zu werden, reicht die pure Aufzählung ihrer Ämter nicht“, sagte Bürgermeister Markus Rupp bei der Überreichung dieser selten vergebenen Auszeichnung am vergangenen Dienstag im „Bienenstock“ in der Alten Schule.

Kurz nach ihrem Umzug nach Gondelsheim im Jahr 1982 schloss sich Georgia Willy dem Landfrauenverein an und übernahm dort auch gleich Verantwortung. Zuerst als Beisitzerin, dann als zweite Vorsitzende und 2008 übernahm sie das Amt der Vorsitzenden. Bis zum Mai dieses Jahres führte sie den Landfrauenverein. Und sie gab den Vorsitz erst ab, als eine Nachfolgerin bereitstand. „So, wie es sich für eine gute Bienenkönigin gehört“, merkte Bürgermeister Rupp an.

In seiner Laudatio führte er weiter aus: „Liebe Georgia, du warst eine fleißige Biene. Du warst über viele Jahre die Bienenkönigin für knapp 200 Landfrauen. Du hast sie umsorgt und versorgt. Du hast deinen Bienenstock in Schuss gehalten. Du hast deinem Bienenvolk die Tradition erhalten, aber es gleichzeitig in die Moderne geführt.“

Bürgermeister Rupp überbrachte bei der Ehrung auch die herzlichsten Glückwünsche von Landrat Dr. Christoph Schnaudigel und dessen Dank für die ehrenamtliche Arbeit auf Kreisebene, beispielsweise als Landfrauen-Vorsitzende des Kreisverbandes und als aktive Mitstreiterin auf Landesebene. Apropos Landesebene: Der Ministerpräsident verlieh Georgia Willy 2018 die Landesehrennadel und bereits 2002 wurde der schon beschriebene „Grüntrupp“ im Rahmen der „Bürgeraktion“ in Stuttgart geehrt.

Es sind vor allem die vielen konkreten Projekte und Maßnahmen, die Georgia Willy auszeichnen. „Sie ist eine Frau der Tat, die anpackt und gestaltet“, lobt Rupp die neue Trägerin der Goldenen Bürgermedaille. Von 2007 bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie besuchte sie regelmäßig die Besucherinnen und Besucher des Seniorenhauses „Schlossblick“, las ihnen vor und sang mit ihnen.

Auch das Tanzen gehört zu ihren Leidenschaften. Fast drei Jahrzehnte leitete sie die Tanzgruppe der Landfrauen. „Wenn die Gemeinde Unterstützung benötigte, war sie da, beispielsweise bei den Neujahrsbegegnungen, dem Schmücken des Adventskranzes oder des Osterbrunnens.

„Auf sie war immer Verlass“, machte Rupp deutlich und ergänzte: „Für ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger hat sie immer ein offenes Ohr. Wir alle sind ihr zu großem Dank verpflichtet!“

Neues aus dem Jugendtreff „Bounty“

Rückschau: Tag der Offenen Tür

Am vergangenen Kerwesonntag hatten wir im »Bounty« unseren Tag der Offenen Tür. Es kamen uns zu diesem Anlass einige Familien mit ihren Kindern besuchen – darunter vielleicht einige künftige Gäste. Auch manche ältere Gondelsheimer nutzten die Gelegenheit, den Jugendtreff zu besichtigen – besonders interessant, wenn dabei Erinnerungen an die einstige des Raumes als Weberei in der Nachkriegszeit hochkamen. Wir konnten Gespräche führen, den Kinder (und deren Eltern) die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten des Jugendtreffs vorführen. Außerdem ließen wir eine Bilderschau von diesjährigen Aktionstagen laufen und boten selbstgemachten Teepunsch an.

Terminvorschau:

  • Sandwiches in der Bar am Freitag, 18. November.
  • Der nächste offene Sonntag ist am 20. November.

Euer AWO-Jugendtreff-Team (Matthias und Michael Klebon, Andrea Mergel)

Einladung zur Gedenkstunde zum Volkstrauertag

Am Sonntag, den 13. November 2022 findet um 10.30 Uhr – im Anschluss an den Gottesdienst in der evangelischen Kirche – am Gefallenenehrenmal die Gedenkstunde zum Volkstrauertag statt.

Ich darf Sie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, zu dieser Gedenkstunde herzlich einladen.

Ablauf:

Musikstück                        Musikverein „Harmonie“

Gedenkrede                   VdK-Vorsitzender Werner Köhl

Liedvortrag                      Gesangverein „Liederkranz“

Totenehrung und Kranzniederlegung

„Lied vom guten             Musikverein „Harmonie“

Kameraden“

Herzlichst

Ihr

Markus Rupp, Bürgermeister