Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
am Sonntag, dem 26. April 2026, findet ab 17:00 Uhr das traditionelle Maibaumstellen auf dem Rathausplatz in Gondelsheim statt.
Maibaumstellen in Gondelsheim am Sonntag, 26. April 2026 ab 17.00 Uhr auf dem Rathausplatz
Das Programm beginnt um 17:30 Uhr mit dem Stellen des Kinder-Maibaums, der in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit dem Kindergarten „Schneckenhaus“ gestaltet wird.
Im Anschluss treten die „Tanzbienchen“ der Landfrauen auf. Für die weitere musikalische Umrahmung sorgt der Musikverein Unterreichenbach.
Gegen 19:00 Uhr wird dann der Maibaum durch Feuerwehr und Bauhof auf dem Rathausplatz aufgestellt.
Für die Bewirtung zeichnet sich in diesem Jahr erstmals der Musikverein „Harmonie“ Gondelsheim verantwortlich. Die Besucherinnen und Besucher erwartet ein vielfältiges Angebot mit gekühlten Getränken – darunter auch Fassbier – sowie Speisen vom Grill wie Steaks und Würste, Pommes und frisch gebackener Flammkuchen.
Das Maibaumstellen hat in Gondelsheim eine lange Tradition und wurde in den vergangenen Jahrzehnten vom Heimat- und Kulturverein organisiert. Die Altersstruktur des Vereins lässt dies jedoch nicht länger zu. Bereits im letzten Jahr musste die Freiwillige Feuerwehr einspringen.
Nun wird die Durchführung in neuer Verantwortung durch Vermittlung von Bürgermeister Markus Rupp durch den Musikverein „Harmonie“ fortgeführt.
Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen, diesen Brauch weiterhin gemeinsam zu feiern und einen abwechslungsreichen Abend auf dem Rathausplatz zu verbringen.
Allenthalben Freude – Ramba Zamba Kinderfasching bleibt Erfolgsgeschichte in Gondelsheim
Gute Nachrichten für Familien, Kinder und alle Freunde des bunten Treibens: Auch im Jahr 2027 – genauer am 31. Januar – wird es in Gondelsheim wieder den beliebten „Ramba Zamba Kinderfasching“ geben. Diese erfreuliche Nachricht wurde heute nach einem Treffen der Verantwortlichen bekannt gegeben.
Uli Lange, Initiator des Kinderfaschings und Motor des Kuratoriums „Festival der Guten Taten“ kam vor wenigen Tagen mit dem TV-Vorstand Manfred Boos sowie Bürgermeister Markus Rupp im Gondelsheimer Rathaus zusammen.
Alle Beteiligten zeigten sich am Ende hoch erfreut darüber, dass die traditionsreiche Veranstaltung auch im kommenden Jahr fortgesetzt wird.
Der „Ramba Zamba Kinderfasching“, der seit vielen Jahren mit Unterstützung des Turnvereins Gondelsheim organisiert wird, hat sich zu einem festen Bestandteil des Gemeindelebens entwickelt. Seit seiner Etablierung in Gondelsheim vor mehr als zehn Jahren – maßgeblich initiiert durch Uli Lange und Bürgermeister Markus Rupp – begeistert das Event jährlich zahlreiche Familien. Veranstaltungsort ist traditionell die Saalbachhalle, die sich dabei in eine fröhliche Faschingswelt für die Kleinsten verwandelt.
Neben der Bestätigung für das Jahr 2027 gab es noch einen weiteren Grund zur Freude: Wie bereits im Vorjahr überreichte Uli Lange im Namen des Kuratoriums eine Spende in Höhe von 2.000 Euro an den Turnverein Gondelsheim. Gerade im Jubiläumsjahr – der Verein feiert 2026 bekanntlich sein 125-jähriges Bestehen – ist dies eine besonders willkommene Unterstützung und zugleich Anerkennung für das Engagement beim vergangenen Ramba-Zamba-Highlight.
Bürgermeister Markus Rupp brachte die Bedeutung der Veranstaltung treffend auf den Punkt: „Bei Ramba Zamba gibt es nur Gewinner.“ Diese Aussage spiegelt die besondere Zusammenarbeit wider: Uli Lange und sein Kuratorium, der Turnverein mit seinem Vorstand Manfred Boos sowie die Gemeinde Gondelsheim ziehen gemeinsam an einem Strang – zum Wohl der Kinder und Familien.
Eines steht jedoch schon heute fest: Ramba Zamba steht weiterhin für Freude, Gemeinschaft und ein starkes Miteinander.
Aus der öffentlichen Gemeinderatssitzung vom 21. April 2026
Gemeinderat Gondelsheim beschließt Stellungnahme zum Bahnübergang
In der öffentlichen Sitzung des Gemeinderats am 21. April 2026 befasste sich das Gremium mit dem aktuellen Stand des Planfeststellungsverfahrens zur Beseitigung des schienengleichen Bahnübergangs an der Kreisstraße K 3506. Im Mittelpunkt stand die Stellungnahme der Gemeinde Gondelsheim als Trägerin öffentlicher Belange sowie die Vorstellung des Vorhabens durch das Landratsamt Karlsruhe.
Der bestehende Bahnübergang stellt seit Jahrzehnten eine erhebliche verkehrliche, sicherheitstechnische und städtebauliche Herausforderung dar.
Bereits seit den 1970er-Jahren gibt es Planungsüberlegungen zu seiner Beseitigung.
Mit der nun eingeleiteten Planfeststellung durch den Landkreis Karlsruhe wurde ein wesentlicher Schritt in Richtung Umsetzung dieses bedeutenden Infrastrukturprojekts erreicht, wenngleich allenthalben Ernüchterung über die lange Planungsphase herrscht.
Die Gemeinde Gondelsheim hatte sich in der Vergangenheit wiederholt klar für die Beseitigung des Bahnübergangs ausgesprochen. Grundlage hierfür sind unter anderem mehrere Gemeinderatsbeschlüsse sowie ein Bürgerentscheid aus dem Jahr 2012, bei dem sich 81 Prozent der Bevölkerung für die Umsetzung der Maßnahme aussprach. Die vorliegende Planung wird daher als Vorzugsvariante bewertet.
Ziel des Vorhabens ist insbesondere die Verbesserung der Verkehrssicherheit, die Erhöhung der Leistungsfähigkeit des Verkehrsnetzes sowie eine deutliche Entlastung des innerörtlichen Verkehrs. Gleichzeitig sollen Lärm- und Schadstoffbelastungen reduziert und die Voraussetzungen für eine moderne, barrierefreie Infrastruktur geschaffen werden. Darüber hinaus eröffnet das Projekt neue städtebauliche Entwicklungsperspektiven und trägt zur nachhaltigen Weiterentwicklung der Gemeinde bei.
Das Vorhaben umfasst neben der eigentlichen Beseitigung des Bahnübergangs auch begleitende Maßnahmen wie den Neubau von Brückenbauwerken, Anpassungen an der bestehenden Verkehrsinfrastruktur, Maßnahmen des Hochwasserschutzes sowie den barrierefreien Ausbau der Bahnsteige am Haltepunkt Gondelsheim. Insgesamt wird das Projekt als technisch realisierbar und politisch tragfähig eingeschätzt.
Im Rahmen der planerischen und rechtlichen Bewertung wurde festgestellt, dass das Vorhaben mit den Grundsätzen einer geordneten städtebaulichen Entwicklung im Einklang steht.
Auch naturschutzfachliche Belange wurden berücksichtigt; Eingriffe werden minimiert und entsprechende Ausgleichsmaßnahmen vorgesehen.
Die Gemeinde verbindet ihre Zustimmung mit klaren Erwartungen an das weitere Verfahren. Dazu zählen insbesondere eine zügige und strukturierte Durchführung des Planfeststellungsverfahrens, eine kontinuierliche Abstimmung mit der Gemeinde, die Berücksichtigung der Belange der Bevölkerung und des Naturschutzes – insbesondere während der Bauphase – sowie die konsequente Einhaltung immissionsschutzrechtlicher Vorgaben. Zudem wird großer Wert auf eine barrierefreie Ausgestaltung der Infrastruktur gelegt.
Nach umfassender Würdigung aller Aspekte kommt die Gemeinde zu dem Ergebnis, dass die Beseitigung des Bahnübergangs eine zwingend erforderliche Maßnahme der Daseinsvorsorge darstellt, die sowohl aus verkehrlicher als auch aus städtebaulicher Sicht geboten ist. Mit der Einleitung des Planfeststellungsverfahrens wird ein entscheidender Fortschritt erreicht, der die Realisierung des Projekts in greifbarere Nähe rückt.
Der Gemeinderat der Gemeinde Gondelsheim stimmte der Stellungnahme zum Planfeststellungs-verfahren bei einer Enthaltung zu.
Beschaffung eines mobilen Notstromaggregats beschlossen
Der Gemeinderat hat die Beschaffung eines mobilen Notstromaggregats für die Saalbachhalle sowie kombinierbar für das Rathaus beschlossen.
Hintergrund der Entscheidung ist die zunehmende Bedeutung einer verlässlichen Krisenvorsorge auf kommunaler Ebene. Länger andauernde Stromausfälle oder Krisensituationen können erhebliche Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit, die Kommunikation sowie die Funktionsfähigkeit öffentlicher Einrichtungen haben.
Ziel der Maßnahme ist es daher, die Handlungsfähigkeit der Gemeinde auch in Ausnahmesituationen sicherzustellen.
Die Saalbachhalle soll im Krisenfall als zentraler Notfalltreffpunkt für die Bevölkerung wie bei dem Jahrhundertunwetter vom August 2024 dienen. Dort können Bürgerinnen und Bürger Informationen erhalten, Hilfe anfordern sowie einen geschützten Aufenthaltsort finden.
Das geplante mobile Notstromaggregat gewährleistet in diesem Zusammenhang die notwendige Stromversorgung. Darüber hinaus ist vorgesehen, künftig auch eine Einspeisemöglichkeit am Rathaus zu schaffen, um dort die Verwaltungsarbeit und die Koordination im Krisenfall sicherzustellen.
Für die Beschaffung des mobilen Notstromaggregats wurden mehrere Angebote eingeholt.
Das wirtschaftlichste Angebot liegt bei rund 79.000 Euro und bewegt sich etwas über den im Haushalt vorgesehenen Mitteln.
Der Gemeinderat hat die Vergabe des Auftrags einstimmig beschlossen und die Verwaltung mit der Umsetzung beauftragt.
Mit dieser Investition stärkt die Gemeinde ihre Krisenresilienz und leistet einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit und Vorsorge für die Bevölkerung.
Gemeinderat beschließt einstimmig barrierefreien Ausbau der Bushaltestellen
Der Gemeinderat hat einstimmig den barrierefreien Ausbau mehrerer Bushaltestellen im Gemeindegebiet beschlossen.
Damit setzt die Gemeinde nicht nur gesetzliche Vorgaben um, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zur gleichberechtigten Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger am öffentlichen Nahverkehr.
Konkret sollen zunächst die Haltestellen in der Graf-Douglas-Straße sowie am Marktplatz entsprechend den Anforderungen an eine moderne, barrierefreie Infrastruktur umgebaut werden.
Ziel ist es, Menschen jeden Alters, mit unterschiedlichen Mobilitätseinschränkungen oder auch Eltern mit Kinderwagen etc. einen sicheren und selbstständigen Zugang zu ermöglichen. Dazu gehören unter anderem erhöhte Bordsteine für einen niveaugleichen Einstieg, stufenlose Zugänge, ausreichende Bewegungsflächen sowie taktile Leitsysteme für sehbehinderte Menschen.
Die Maßnahme ist bereits im Haushalt der Gemeinde eingeplant und wird durch Fördermittel des Landes Baden-Württemberg unterstützt. Insgesamt handelt es sich um eine bedeutende Investition in die Zukunftsfähigkeit und Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs vor Ort.
In der Diskussion wurde die berechtigte Frage aufgeworfen, ob man einer Endhaltestelle noch einen Bus-Häuschen installieren muss. Die Verwaltung lässt dies nochmals von ÖPNV-Stelle beim Landratsamt Karlsruhe final klären.
Mit dem einstimmigen Beschluss zum barrierefreien Ausbau der Bushaltestellen setzt der Gemeinderat ein klares Zeichen: für Inklusion, für Sicherheit und für eine verantwortungsbewusste Weiterentwicklung der Gemeinde.
Gondelsheim stellt Straßenbeleuchtung vollständig auf LED um
Der Gemeinderat der Gemeinde Gondelsheim hat in seiner Sitzung am 21. April 2026 einstimmig die Umrüstung der verbleibenden Straßenbeleuchtung auf moderne LED-Technik beschlossen. Damit wird ein bereits seit vielen Jahren verfolgtes Projekt konsequent zum Abschluss gebracht.
Gondelsheim hatte bereits im Jahr 2011 als Pilotgemeinde gemeinsam mit der Netze BW einen Großteil der Straßenbeleuchtung auf LED umgestellt und damit früh Verantwortung für Energieeffizienz und Klimaschutz übernommen. Diese Entscheidung hat sich als nachhaltig richtig erwiesen:
Neben deutlichen Energieeinsparungen konnten auch die Betriebskosten dauerhaft gesenkt werden.
In einzelnen Bereichen der Gemeinde – insbesondere im Gebiet Metzgereiteich sowie in Teilen des Gewerbegebiets Altenwingert – standen bislang noch konventionelle Leuchten im Einsatz. Diese wurden 2011 nicht ausgetauscht, weil sie damals noch relativ neu waren. Diese sollen nun aber im Zuge der beschlossenen Maßnahme ebenfalls durch moderne LED-Leuchten ersetzt werden.
Mit der Umrüstung wird Gondelsheim künftig nahezu vollständig auf energieeffiziente LED-Straßenbeleuchtung setzen. Die Vorteile sind erheblich: Es wird mit Energieeinsparungen von rund 75 Prozent gerechnet. Gleichzeitig leistet die Gemeinde einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Reduzierung von CO₂-Emissionen.
Die Investitionskosten für das Projekt belaufen sich auf rund 85.000 Euro. Für die Umrüstung wurde bereits im Jahr 2023 ein Förderantrag gestellt, der eine Förderung von etwa 25 Prozent vorsieht und erst Anfang 2026 von der zuständigen Bundesbehörde genehmigt wurde.
Nach aktuellen Berechnungen amortisiert sich die Maßnahme innerhalb von rund fünf Jahren.
Der Gemeinderat sieht in der Entscheidung nicht nur einen ökologisch sinnvollen Schritt, sondern auch eine wirtschaftlich überzeugende Investition in die Zukunft der Gemeinde. Mit dem nun gefassten einstimmigen Beschluss wird die Verwaltung beauftragt, die Umsetzung der Maßnahme einzuleiten.
125 Jahre Turnverein Gondelsheim
Festrede von Bürgermeister Markus Rupp zum Jubiläum im Wortlaut (II)
Fortsetzung
„…Die Gründung der Handballabteilung im Jahr 1963 war ein weiterer, mutiger Schritt in der Vereinshistorie. Und für mich persönlich natürlich ein ganz besonderer Meilenstein. Denn in dieser Abteilung begann meine eigene Vereins-Biographie. Ich bin in und mit diesem Verein groß geworden. Ich habe in diesem Verein mehr als nur das Handballspielen gelernt. Ich bekam Teamgeist, Verlässlichkeit, Zusammenhalt eingeimpft. Tugenden, die mir auch später in meinem Amt als Bürgermeister stets geholfen haben. Tugenden, die einer zunehmend individualisierten Gesellschaft heute leider oftmals abhandengekommen sind.
Ja, ich erinnere mich noch gut an meine Zeit als aktiver Handballer. Training, Spiele, Siege, Niederlagen. Zuerst wurde noch nicht in der Halle gespielt, sondern draußen auf dem Turnplatz. Die Saalbachhalle gab es erst seit 1982, das Schlossstadion für die Leichtathleten seit 1988. Wieder ein Wandel der Zeit.
Und natürlich erinnere ich mich überaus gerne an die legendären dritten Halbzeiten. Eine kleine Anekdote: Wir hatten ein Spiel in der Landesliga gegen einen eigentlich klar überlegenen Gegner. Fünf Kilometer Richtung Süden – Süden ist Bretten. Und wie immer haben wir in diesem Derby alles gegeben. Und wie immer haben wir entgegen allen Vorhersagen einmal mehr dort gewonnen. Was aber danach folgte, war mindestens genauso wichtig wie das Spiel selbst – die besagte dritte Halbzeit: Feiern, Party in der Vereinsgaststätte „Rose“ – Freude, Lachen, Zusammenhalt. Wenn Sie so wollen, das „Frisch, Fromm, Fröhlich, Frei“ von Turnvater Jahn aus dem 19. Jahrhundert ins damalige 20. Jahrhundert katapultiert. Und genau das ist es, was einen Verein ausmacht. Nicht nur Siege, sondern Gemeinschaft – auch bei Niederlagen.
Später übernahm ich als stellv. Handballabteilungs-leiter Verantwortung. Auch das hat meinen Blick auf den Verein erneut verändert, geschärft. Man sieht dann plötzlich, wie viel Engagement, Organisation und Herzblut notwendig sind, damit ein Verein funktioniert, damit er läuft.
Und seit nunmehr 28 Jahren darf ich den Turnverein als Bürgermeister begleiten. Wieder eine andere Perspektive. Der Turnverein sticht aus der Gondelsheimer Vereinsfamilie heraus. Er sticht schon allein deshalb heraus, weil er mit rd. 800 Mitgliedern der größte Verein unserer Gemeinde ist. Besonders freut mich, dass darunter 250 Kinder und Jugendliche sind. Die Zukunft unserer Gemeinde – die Zukunft des Vereins!
Der TVG also – ein Verein der Generationen verbindet. Ein Verein, der Menschen zusammenbringt. Ein Verein, der sich immer wieder neu erfindet – und dabei seinen sportlichen und gesellschaftlichen Kern nie verliert. Ein Verein, der viele Gesichter hat. Ein Verein, in dem es viele Namen gibt, die ihn geprägt haben, die ihn prägen.
Ich möchte heute einige wenige von ihnen besonders erwähnen: Allen voran Manfred Boos, der den Turnverein seit 1995 als erster Vorsitzender mit großem Engagement, mit Weitsicht und mit unermüdlichem Einsatz führt. Lassen Sie sich das auf der Zunge zergehen: Seit 1995 und das weit über das normale Maß hinaus. Im Jahr 2008 durfte ich Manfred Boos dafür mit der Goldenen Bürgermedaille der Gemeinde Gondelsheim auszeichnen. Manfred Boos ist eine, nein, er ist die Konstante in einem Verein im Wandel der Zeit!
Manche von uns – wie ich – erinnern sich noch an die legendären Turnwarte Albert Schabinger und Fritz Rätz. Wenn Fritz die Pfeife an die Lippen nahm, entstanden Pyramiden wie aus dem Nichts. Beide längst verstorben. Manche von uns erinnern sich noch an den Leichtathletik-Coach Helmut Heinrich, der mit Bernd Kneißler, den bekanntesten, den größten Sportler des Vereins herausbrachte. Bernd wurde 1985 Deutscher Meister im Diskuswerfen.
All diese Namen standen für Disziplin, für Zuverlässigkeit, für Ehrgeiz, aber auch für die Freude am Sport und für echte Vereinsarbeit.
Und ich denke an einem Tag wie heute an meinen ersten Handballtrainer Walter Fellhauer. Leider auch schon lange nicht mehr unter uns. Er hat mich nicht nur sportlich, sondern mit der ihm eigenen Geradlinigkeit auch menschlich geprägt.
Viele dieser Persönlichkeiten des Vereins – es gäbe noch eine ganze Reihe zu nennen – sind heute nicht mehr unter uns. Aber sie haben Spuren hinterlassen. Spuren, die bis heute nicht vergessen sind. Spuren, die den Geist des Vereins weitertragen. Wir gedenken Ihnen heute in kurzer Stille.
Der Turnverein Gondelsheim hat sich im Laufe der Jahrzehnte in der Tat immer wieder verändert.
Von den klassischen Turnstunden hin zu einem breit aufgestellten Sportangebot: Handball, Leichtathletik, Kinderturnen, Fitness, Gesundheitssport, Badminton, Lauftreff und vieles mehr. Doch bei aller Veränderung ist eines gleichgeblieben: Der Turnverein ist und bleibt ein Ort der Gemeinschaft. Ein Ort, an dem man sich kennt. Ein Ort, an dem man sich schätzt. Ein Ort, an dem man sich unterstützt.
Gerade in dieser verrückten Zeit, in der wir momentan leben, ist ein solcher Anker von unschätzbarem Wert. Und all das wäre nicht möglich ohne die vielen ehrenamtlich Engagierten – Trainer, Übungsleiter, Abteilungsleiter, Helfer. Sie alle sorgen dafür, dass dieser Verein lebt. Dafür möchte ich ausdrücklich Danke sagen. Chapeau!
Wenn wir heute 125 Jahre Turnverein Gondelsheim feiern, dann feiern wir nicht nur eine beeindruckende Geschichte. Dann feiern wir auch die Gegenwart – und blicken in die Zukunft. Und man muss kein Prophet sein: Die Herausforderungen werden nicht kleiner. Ich sage nur – demografischer Wandel, verändertes Freizeitverhalten und leider auch steigende bürokratische Anforderungen. Dennoch bin ich fest davon überzeugt, ein Verein, der 125 Jahre überstanden und gestaltet hat, der wird auch die Zukunft meistern. Denn er hat das höchste Gut: Menschen, die sich engagieren. Menschen, die Verantwortung übernehmen. Menschen, die diesen Verein tragen.
Und vielleicht steht in 25 Jahren wieder jemand an meiner Stelle hier und sagt: „Der Verein hat den Wandel der Zeit erfolgreich angenommen und sich positiv weiterentwickelt.“ Ich jedenfalls werde das in der exponierten Position als Bürgermeister dann nicht mehr sein. Gerne und hoffentlich aber als Besucher. Das wäre wiederum eine neue erlebenswerte Perspektive in unserem, in meinem Verein.
Nehmen wir also mit aus diesem Abend: „125 Jahre – stehen eindeutig für Wandel, aber eben auch für gewachsene Wurzeln.“ In diesem Sinne darf ich Vorstand Manfred Boos neben dem obligatorischen Jubiläumsscheck über 625 Euro auch sagen, dass wir als Gemeinde zusätzlich einen Baum zum Vereins-Geburtstag spenden. Er soll sinnbildlich für den TVG stehen: Nämlich für Nachhaltigkeit, Widerstandsfähigkeit sowie in seinem Wachstum und Leben auf viele weitere Jahrzehnte ausgelegt. Dem Turnverein Gondelsheim – Glück auf für die Zukunft!“
Gemeinderat Erhard Walz feierte Geburtstag
Beim 65. Geburtstag von Gemeinderat Erhard Walz durfte Bürgermeister Markus Rupp am Samstag an einer gelungenen Feier auf dem landwirtschaftlichen Hof der Familie im Dossental teilnehmen
Rupp erinnerte dabei an das langjährige Engagement des Jubilars: Seit 27 Jahren gehört Walz dem Gemeinderat an und ist damit dessen dienstältestes Mitglied.
Rupp selbst ist ein Jahr länger im Amt als Bürgermeister. Beide verbindet über Parteigrenzen hinweg stets das gemeinsame Ziel, Gondelsheim voranzubringen.
Als ausgewiesener Experte für Landwirtschaft prägte Erhard Walz wichtige Entscheidungen, etwa beim Verkauf von Agar-Flächen und Zuckerrüben-Kontingenten durch Axel Graf Douglas im Jahr 1999/2000 an die Gemeinde Gondelsheim. Eine Herzensangelegenheit war ihm der Ausbau der desolaten Zufahrt ins Dossental im Jahr 2010. Vor wenigen Wochen folgte ein einstimmiger Beschluss des Gemeinderats für eine Flurneuordnung mit dem Hauptziel des Starkregenschutzes, der Renaturierung und eines optimierten Wegenetzes.
Darüber hinaus engagiert sich Walz seit Jahrzehnten als Gruppenführer der Feuerwehr und wirkte maßgeblich im Arbeitskreis zum Neubau des Feuerwehrhauses 2019/2020 mit.
Mit einem Augenzwinkern ergänzte Rupp, dass Landwirt Walz etwas habe, um was man ihm im Ortskern nach dem Rückzug der „Deutschen Glasfaser“ beneide: einen gebauten und funktionierenden Glasfaseranschluss.
Bürgermeister Markus Rupp dankte abschließend Erhard Walz herzlich für seinen langjährigen Einsatz und sein unermüdliches Engagement für die Gemeinde.
Pflanzentauschbörse in Gondelsheim geht in die dritte Runde
Am 3. Mai zwischen 14.00 – 16.00 Uhr ist es in der Saalbachhalle wieder so weit
Die beliebte Pflanzentauschbörse in Gondelsheim findet in diesem Jahr bereits zum dritten Mal in der Saalbachhalle statt – und hat sich damit fest im Veranstaltungskalender der Gemeinde etabliert. Nach dem großen Zuspruch in den vergangenen Jahren dürfen sich Gartenfreunde auch diesmal wieder auf einen lebendigen Austausch rund um Pflanzen, Samen und Gartenideen freuen.
Organisiert wird die Veranstaltung vom Gondelsheimer Baumfachwart Thomas Hauck, der zugleich Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins in Neibsheim ist. Gemeinsam mit Bürgermeister Markus Rupp hat er die Pflanzentauschbörse ins Leben gerufen und kontinuierlich weiterentwickelt.
Ihr Engagement trägt maßgeblich dazu bei, dass die Veranstaltung auf so großes Interesse in der Bevölkerung stößt.
Das Konzept ist einfach und zugleich nachhaltig: Pflanzen werden nicht verkauft, sondern getauscht oder verschenkt. So entsteht eine bunte Vielfalt an Angeboten – von selbstgezogenen Gemüsepflanzen über Samen und Blumenzwiebeln bis hin zu Zierpflanzen, Stauden und jungen Bäumen. Die Börse bietet dabei nicht nur die Möglichkeit, den eigenen Garten zu bereichern, sondern auch, mit anderen Gartenliebhabern ins Gespräch zu kommen und Erfahrungen auszutauschen.
Abgerundet wird die Veranstaltung auch in diesem Jahr wieder durch ein attraktives Angebot an Kaffee und Kuchen, das vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) bereitgestellt wird. Damit ist nicht nur für Pflanzenfreunde, sondern auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt.
Die Pflanzentauschbörse verspricht erneut einen geselligen und inspirierenden Nachmittag für alle, die Freude am Gärtnern haben – und zeigt einmal mehr, wie stark Gemeinschaft und Nachhaltigkeit vor Ort gelebt werden.
Seniorennachmittag der Gemeinde Gondelsheim am 3. Mai 2026
Sandkorn-Theater spielt „Tatort – So isch’s wore“ von Harald Hurst
Am Sonntag, 3. Mai, lädt die Gemeinde Gondelsheim alle Bürgerinnen und Bürger ab 65 Jahren herzlich zu einer besonderen Seniorenveranstaltung in die Turnhalle ein. Beginn der Veranstaltung ist um 16:00 Uhr.
In diesem Jahr findet der Seniorennachmittag etwas später als gewohnt statt, da sich die Verwaltung bewusst Zeit genommen hat, ein besonders schönes und passendes Programm auszuwählen.
„Umso mehr freuen wir uns, dass wir mit dem bekannten Sandkorn-Theater aus Karlsruhe eine wunderbare Veranstaltung gewinnen konnten“, sagt Bürgermeister Markus Rupp.
Gezeigt wird die Komödie „Tatort – So isch’s wore“ von Harald Hurst. Ein unterhaltsames und zugleich tiefgründiges Stück, das mit viel Humor den Alltag eines seit Jahrzehnten verheirateten Ehepaars beleuchtet.
Was als gemütlicher Sonntagabend auf dem Sofa beginnt, entwickelt sich rasch zu einem turbulenten „Ehekrimi“ voller Pointen und überraschender Wendungen – eine perfekte Mischung aus badischem Humor,
Situationskomik und augenzwinkernder Lebensweisheit. Ein ideales Theaterstück für einen heiteren und geselligen Nachmittag.
Während der Pause sind alle Gäste – wie gewohnt – zu Getränken sowie einer kleinen Stärkung eingeladen.
Bürgermeister Markus Rupp freut sich gemeinsam mit dem Gemeinderat, die Gondelsheimer Seniorinnen und Senioren wieder zu diesem traditionellen Nachmittag begrüßen zu dürfen.
Termin: 3. Mai 2026
Uhrzeit: ab 16 Uhr (Einlass ab 15 Uhr)
Ort: TV-Halle, Am alten Sportplatz, Gondelsheim
Eingeladen sind alle Seniorinnen und Senioren ab dem 65. Lebensjahr samt Partner!
Wir freuen uns auf einen schönen gemeinsamen Nachmittag mit vielen Begegnungen, Gesprächen und guter Unterhaltung.
Neues aus dem Jugendtreff Bounty
Osterferien-Aktionswoche: Kegeln
Zu Beginn der Osterferien hatten wir wieder einmal eine Aktionswoche mit einem abwechslungsreichen Programm zusammengestellt. Nach dem Sporttag setzten wir den Aktionsreigen mit einem Ausflug zum Bowling-Center in Ubstadt-Weiher fort. Dort hatten wir für zwei Stunden eine Kegelbahn gemietet. In der großzügig gebauten Halle konnten wir uns schön ausbreiten und es uns an unserem Tisch auch gemütlich machen. Dank der elektronischen Anzeige (die selbst die individuellen Würfe aufsummierte) mussten wir nicht einmal die Kreidetafel bemühen.
So konnten wir uns ganz aufs Spiel konzentrieren, obgleich unsere Gruppe eher aus Spaß spielte und wir keinen ernsten Wettkampf austrugen. Dennoch, die zwei Stunden vergingen flugs. Und nach dem alle ihr eigenes Endergebnis zur Kenntnis genommen hatten, begaben wir uns eine halbe Ebene nach oben in den Restaurantbereich (mit freiem Ausblick auf die vier Kegelbahnen). Dort spendierten wir unseren Teilnehmern Pizza. So groß waren diese, dass wir sogar noch reichlich einpacken konnten (als Zusatzvesper für unseren nächsten Ausflug). Mit dem E-Bus ging’s dann zurück in unser heimatliches Gondelsheim.
Seit dem Osterferienende ergänzt Olesia Koval unser Team. Sie ist immer mittwochs und donnerstags zusammen mit unserer Mitarbeiterin Hela Snajder im Betreuungseinsatz. In einem kleinen Steckbrief stellt sich unsere neueste Mitarbeiterin selbst vor:
Steckbrief: Olesia
Name: Olesia Koval
aus: Rheinsheim
im »Bounty«-Team seit: 13.04.2026
Tätigkeit: Pädagogische Mitarbeiterin
über mich: Mein Kindheitstraum war es, mit Kindern zu arbeiten. Mit Kindern ist es immer interessant, weil sie viele Fragen haben. Das gefällt mir sehr.
Die Arbeit ist deshalb nie langweilig. Ich liebe auch Blumen und die Natur.
Die Arbeit mit Kindern ist mir wichtig. Ich möchte ihnen beim Lernen helfen. Ich will ihnen zeigen, dass Lernen Spaß machen kann. Kinder sollen neugierig sein und neue Dinge entdecken. Die Natur ist dabei sehr wichtig, weil Kinder dort viel lernen können. Meine Motivation ist es, eine gute und freundliche Umgebung zu schaffen, damit sich jedes Kind wohlfühlt und gut entwickeln kann.
Terminvorschau:
- Der nächste offene Sonntag ist am 26. April.
- Maiwanderung am Donnerstag, 14. Mai.
- Produktion eigener Holunder-Limonade am Donnerstag, 14. Mai.
Michael Klebon im Namen des »Bounty«-Teams
STADTRADELN 2026 in Gondelsheim: Gemeinsam aufsteigen und Zukunft bewegen
Vom 28. Juni bis 18. Juli tritt Gondelsheim wieder kräftig in die Pedale. Beim STADTRADELN 2026 zählt jeder Kilometer – für unsere Umwelt, unsere Gesundheit und ein starkes Miteinander.
Ob zur Arbeit, zum Einkaufen oder in der Freizeit: Drei Wochen lang setzen wir gemeinsam ein sichtbares Zeichen für nachhaltige Mobilität. Gondelsheim zeigt einmal mehr, was Teamgeist bewegen kann.
Mitmachen, motivieren, losradeln!
„Radfahren verbindet – uns miteinander und mit der Zukunft, die wir gemeinsam gestalten wollen. Jeder Kilometer zählt“, ruft Bürgermeister Markus Rupp auf.
KGMS Gondelsheim setzt Zeichen: „Verantwortung läuft!“
Unter dem Motto „Verantwortung läuft – Talente bewegen Gutes“ veranstaltet die Kraichgau-Gemeinschaftsschule Gondelsheim am 2. Juli 2026 einen Spendenlauf zugunsten des beschädigten Planetenwegs.
Doch im Mittelpunkt steht dabei nicht allein die finanzielle Unterstützung, sondern eine klare Botschaft: Kinder und Jugendliche sind weit mehr als das oft zitierte Bild von „der Jugend von heute“.
Mit ihrem Engagement wollen die Schüler:innen zeigen, dass sie Verantwortung übernehmen, sich für ihre Gemeinde einsetzen und aktiv zur Gesellschaft beitragen. In einer Zeit, in der negative Schlagzeilen schnell ein verzerrtes Bild zeichnen, setzt die Schulgemeinschaft bewusst ein Gegenzeichen – sichtbar, gemeinschaftlich und voller Energie.
Begleitet von einem musikalischen Rahmenprogramm auf dem Schulhof wird der Spendenlauf zu einem lebendigen Zeichen für Zusammenhalt, Solidarität und gelebte Werte wie Fairness, Courage und Teilhabe.
Bürgermeister Markus Rupp wie auch der Vorsitzende der Sternwarte Kraichgau, Herr Georg Henneges zeigen sich begeistert von der Aktion der Schule und Schüler.
Die KGMS Gondelsheim lädt die Öffentlichkeit herzlich ein, diesen besonderen Tag mitzuerleben und gemeinsam zu zeigen: Unsere Jugend bewegt – im wahrsten Sinne des Wortes.
Die Zukunft des Glasfaserausbaus im Landkreis Karlsruhe hängt an Förderbedingungen
Landrat Dr. Christoph Schnaudigel sieht die Kooperation mit privaten Investoren als gescheitert an
Die flächendeckende Glasfaserinfrastruktur im Landkreis Karlsruhe sollte durch eine Symbiose aus eigenwirtschaftlichem und gefördertem-kommunalen Ausbau erreicht werden. Dieses Konzept der Zusammenarbeit mit privaten Anbietern ist gescheitert. „Damit sollte zwar Überbau verhindert und landkreisweit für Infrastruktur gesorgt werden. Ein Pakt, der gut gemeint war, sich nun aber infolge des Rückzugs der privaten Investoren als unrealistisch erwiesen hat“, bemängelte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel. Thema war diese Entwicklung im Verwaltungsausschuss am Donnerstag, 16. April, im Panoramasaal der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft in Karlsruhe. 2022 wurden erste Absprachen mit der Deutschen Glasfaser GmbH getroffen, um den privatwirtschaftlichen Glasfaserausbau auf den Weg zu bringen. „Der Glasfaserausbau ist leider keine öffentliche Aufgabe.
Es sind also je nach Gebiet andere Entscheidungsträger im Spiel“, ergänzte der Landrat. 28 von 32 Kreisgemeinden unterzeichneten daher Kooperationsverträge mit dem Unternehmen. Der Landkreis selbst hat mit der Deutschen Glasfaser eine separate Vereinbarung geschlossen, mit dem Ziel, den angekündigten Ausbau einheitlich zu garantieren und den Überbau von bereits gefördert ausgebauter Infrastruktur auszuschließen. Hiervon nahm das Unternehmen nun Abstand und stoppte Projekte in einzelnen Kommunen. Das Gremium nahm den Bericht der Verwaltung zum Rückzug der Deutschen Glasfaser GmbH im Landkreis Karlsruhe zur Kenntnis und unterstützte das Vorgehen der Breitbandkabel Landkreis Karlsruhe (BLK), sich für die Öffnung der Bundesförderprogramme für die betroffenen Kommunen einzusetzen und zugleich alternative Ausbaumöglichkeiten zu suchen.
Grundsätzlich hat die kreiseigene BLK die Aufgabe, den Glasfaserausbau in den Bereichen, in denen er öffentlich gefördert wird, voranzutreiben. Die BLK und die Deutsche Glasfaser GmbH sind, wie der Landkreis auch, ebenfalls Kooperationspartner.
Die ersten Projekte zwischen dem Landkreis, seinen Kommunen und der Deutschen Glasfaser starteten 2023, inzwischen befanden sich neun Städte und Gemeinden im Ausbau bzw. waren bis Ende 2025 fertiggestellt. Insgesamt wurden so rund 12.000 Hausanschlüsse geplant und etwa 7.500 gebaut. Für die verbleibenden 19 Kommunen hatte die Deutsche Glasfaser Zeitpläne bis 2028 angekündigt, die noch im Juli 2025 in einem gemeinsamen Pressegespräch bestätigt wurden. Mitte März informierte das Unternehmen jedoch überraschend darüber, dass Bad-Schönborn, Karlsdorf-Neuthard und Ettlingen nicht wie vorgesehen 2026 ausgebaut werden. Zusätzlich wurde angekündigt, dass alle Projekte bis mindestens 2028 ausgesetzt werden und nur die begonnenen Vorhaben zu Ende geführt würden.
Der Landkreis hat mit der BLK seit 2014 beträchtliche öffentliche Fördermittel für den Breitbandausbau gewinnen können. Im Zuge des Ausbaus haben die Städte und Gemeinden im Landkreis Karlsruhe auch erhebliches kommunales Geld eingesetzt. Insgesamt wurden rund 123 Millionen Bundes- und Landesmitteln bewilligt, mit denen etwa 450 Kilometer Glasfaser-Backbone-Trassen im Kreisgebiet verlegt und ein Potenzial von rund 24.000 Kunden realisiert wurden. Der kreiseigene Netzbetreiber inexio versorgt bereits knapp 6.000 Kunden – private Haushalte, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen. Außerdem wurden Open-Access-Vereinbarungen mit drei Telekommunikationsanbietern geschlossen, sodass auch andere das Netz nutzen können. Dennoch mussten viele Kommunen bislang auf eine eigenwirtschaftliche Erweiterung warten, da die Bundesförderprogramme Teile oder ganze Städte oder Gemeinden aufgrund optimistischer Markteinschätzungen als nicht förderfähig einstuften.
„Kreisweit wurden mit kommunaler Förderung zwar bereits über 5.000 Glasfaseranschlüsse gebaut, doch ein flächendeckendes Glasfasernetz im gesamten Landkreis wäre unter den aktuellen Bedingungen nur durch das Zusammenspiel von öffentlichem Ausbau und privatwirtschaftlichen Investitionen erreichbar gewesen“, verdeutlichte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel. Angesichts der Situation hat er sich an den Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung Dr. Karsten Wildberger gerichtet. Er informiert in seinem Schreiben über den Rückzug der Deutschen Glasfaser, das Scheitern der Zusammenarbeit mit der privaten Wirtschaft und die Konsequenzen für den Landkreis und seine Kommunen. „Die betroffenen Gemeinden brauchen Zugang zu den Bundes-Förderprogrammen, die Kriterien hierfür müssen geöffnet werden. Nur so können wir das Ziel einer flächendeckenden Versorgung bis 2030 noch erreichen“, fordert er in seinem Brief an den Minister. Durch eine Öffnung und Erweiterung der laufenden Bundesförderprogramme könnten Versorgungs-lücken zumindest teilweise geschlossen und der flächendeckende Ausbau in weiteren Städten und Gemeinden im Landkreis Karlsruhe doch erreicht werden.
Der Landkreis Karlsruhe stärkt die Strukturen für die E-Mobilität im ÖPNV
Der Landkreis Karlsruhe ist bestrebt, den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im Kreisgebiet weiter zu verbessern. Neben einem optimierten Linienangebot und neuen On-Demand-Verkehren wird insbesondere auch der Ausbau der Elektromobilität konsequent vorangetrieben. Der Verwaltungsausschuss hat in seiner Sitzung, die am Donnerstag, 16. April, im Panoramasaal der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft stattfand, zentrale Beschlüsse gefasst. Im Fokus standen die Vergabe der Verkehrsleistungen im Linienbündel Bruchsal Nord sowie der weitere Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrobusse.
Das Gremium hat beschlossen, die Verkehrsleistungen im Linienbündel Bruchsal Nord ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2026 an den wirtschaftlichsten Bieter, die Firma Friedrich Müller Omnibusunternehmen GmbH, zu vergeben. Das Linienbündel umfasst jährlich rund 28.500 Fahrplanstunden auf den Linien 130 bis 140 im Raum Bruchsal, Ubstadt-Weiher, Bad Schönborn, Kronau und Östringen. Im Zuge der Neuvergabe wurden die Verkehre auch neu strukturiert und insbesondere die Anschlüsse an den Schienenverkehr verbessert. Ergänzend wird der On-Demand-Verkehr MyShuttle eingeführt. Dieser startet zum Fahrplanwechsel 2026 mit einem Bediengebiet in Bad Schönborn, Kronau, Weiher und Östringen. Für die Fahrgäste steht dieser in den Abend- und Nachtstunden bereit. Dafür wurden Fördermittel des Landes in Höhe von bis zu 785.000 Euro bereitgestellt. Im Busbetrieb ist zudem ein schrittweiser Einsatz von Elektrobussen vorgesehen: Ab dem zweiten Betriebsjahr kommen zunächst neun, ab dem dritten Betriebsjahr insgesamt zwölf Fahrzeuge zum Einsatz. Für einen Teil der Fahrzeuge wurde bereits eine Bundesförderung von bis zu 716.000 Euro bewilligt.
Parallel zur Vergabe hat der Verwaltungsausschuss beschlossen, die notwendige Ladeinfrastruktur zu errichten und die Verwaltung mit der Umsetzung beauftragt. Als Standort wurde ein Grundstück in Ubstadt-Weiher gefunden, dessen Erwerb vom Ausschuss begrüßt wurde. Der Standort eignet sich aufgrund seiner Lage und vorhandener Anschlüsse besonders für den Betrieb.
Die Gesamtkosten für den Ladeinfrastrukturstandort werden derzeit auf rund 3,5 Millionen Euro geschätzt. Für die Finanzierung sollen Fördermittel beantragt werden. Die Infrastruktur soll ab Oktober 2027 zur Verfügung stehen, sodass der Einsatz der Elektrobusse planmäßig starten kann.
Das Gremium nahm in der Sitzung auch die allgemeine Entwicklung der E-Mobilität im ÖPNV in den Blick und wie diese weiter gestärkt werden kann. Bereits seit 2019 verfolgt der Landkreis konsequent das Ziel, den Busverkehr auf emissionsfreie Elektrobusse umzustellen.
Um auch kleineren und mittleren Verkehrsunternehmen die Teilnahme an Ausschreibungen zu ermöglichen, setzt der Landkreis auf ein zentrales Infrastrukturmodell. Dieses hat sich bewährt und wurde auf Landes- und Bundesebene mehrfach als „Best Practice“ ausgezeichnet.
Bereits realisierte und laufende Projekte gibt es unter anderem in Ettlingen. Seit 2021 besteht ein Standort mit zehn Ladepunkten. Stutensee ist als zweiter Standort seit 2025 eingerichtet, seit Anfang 2026 werden dort alle Elektrobusse zuverlässig geladen. Weitere Strukturen werden in Karlsbad geschaffen: Baubeginn für den neuen Standort mit sechs Ladepunkten ist im Juni 2026. Für die Linienbündel Bruchsal Nord und Kraichtal werden zusätzliche Standorte vorbereitet. Für das besonders große Linienbündel Lußhardt wird frühzeitig nach geeigneten Flächen gesucht, da hier eine leistungsstarke Infrastruktur erforderlich ist. Durch die zentrale Bereitstellung der Ladeinfrastruktur schafft der Landkreis faire Wettbewerbsbedingungen, vermeidet Monopol-strukturen und reduziert Kostenrisiken für Verkehrsunternehmen. Gleichzeitig profitieren Fahrgäste und Anwohner von leiseren und klimafreundlicheren Verkehren. Mit dem weiteren Ausbau der Infrastruktur setzt der Landkreis konsequent seinen Kurs in Richtung nachhaltiger und zukunftsfähiger Mobilität fort.
Herzlichst
Ihr
Markus Rupp, Bürgermeister









Claudia Dickemann-Kohler



S
Christian Feldmann
Dr. roland fella
Corinna Vogel
Max Neimayer