Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
mit einem feierlichen Ehrenabend ist am vergangenen Samstag das 125-jährige Bestehen des Turnvereins Gondelsheim gewürdigt worden.
125 Jahre Turnverein Gondelsheim – Ehrenabend mit vielen Highlights
Zahlreiche Gäste erlebten in der TV-Halle einen festlichen Abend, bei dem insbesondere das langjährige ehrenamtliche Engagement und die nachhaltige Vereinsarbeit im Mittelpunkt standen.
Bürgermeister Markus Rupp hielt eine Laudatio unter dem Titel „125 Jahre Turnverein – ein Verein im Wandel der Zeit“ und würdigte die kontinuierliche Entwicklung des Vereins sowie dessen zentrale Rolle im gesellschaftlichen Leben der Gemeinde.
Im Anschluss nahm er mehrere seitens der Gemeinde Ehrungen vor: Für ihr über Jahrzehnte hinweg konstantes Engagement wurde Steffanie Bratan mit der bronzenen Anerkennungsmedaille ausgezeichnet. Sie ist seit 1991 im Verein aktiv und prägt seit rund 20 Jahren maßgeblich die Turnschule des TV Gondelsheim. Unter ihrer Leitung konnten wiederholt herausragende sportliche Erfolge bei Wettbewerben erzielt werden.
Ebenfalls mit der bronzenen Medaille geehrt wurde Horst Roitsch, der seit 1984 das Sportabzeichenwesen in Gondelsheim organisiert und betreut. Als langjähriger Sportabzeichen-Obmann im Badischen Sportbund Nord und ehemaliger stellvertretender Vorsitzender des Vereins (1995–2004) steht er für außergewöhnliche Kontinuität und Fachkompetenz. Mit tausenden abgenommenen Sportabzeichen gilt er als prägende Persönlichkeit in diesem Bereich.
Mit Bernd Kirstein wurde ein weiterer verdienter Funktionsträger ausgezeichnet. Er war von 1987 bis 1995 Vorsitzender des Turnvereins, führte darüber hinaus über viele Jahre die TG Kraichgau und engagierte sich zuletzt intensiv in der Mitgliederverwaltung. Als Ehrenmitglied des TVG hat er die Entwicklung des Vereins über Jahrzehnte hinweg maßgeblich mitgestaltet.
Eine besondere Würdigung erhielt Angelika Schmidt, die seit 2005 als ehrenamtliche Geschäftsführerin tätig ist und in dieser Funktion zentrale organisatorische Aufgaben sowie die Mitgliederverwaltung verantwortet. Mit ihrem langjährigen, verlässlichen Einsatz sorgt sie maßgeblich für reibungslose Abläufe im Hintergrund und entlastet den Vereinsvorsitz entscheidend. Für dieses außergewöhnliche Engagement wurde ihr – auf Beschluss des Gemeinderats – die silberne Bürgermedaille verliehen.
Der Ehrenabend machte deutlich, dass der Turnverein Gondelsheim nicht nur auf eine lange Tradition zurückblickt, sondern vor allem durch das herausragende Engagement seiner Mitglieder getragen wird.
Festrede von Bürgermeister Markus Rupp zum Jubiläum im Wortlaut (I)
„125 Jahre Turnverein Gondelsheim – ein Verein im Wandel der Zeit.
Liebe Mitglieder und Freunde des Turnvereins, liebe Gäste des Ehrenabends,
125 Jahre Turnverein Gondelsheim – ein Verein im Wandel der Zeit. Das ist die mir im Vorfeld des heutigen Ehrenabends aufgetragene Rede. Und wenn ein 125jähriger bestellt – was ehrlicherweise nicht allzu oft vorkommt – dann ist es mir eine Ehre, zu liefern.
In diesem Sinne werde ich versuchen, den Verein, aber auch ein bisschen mich als Vereinsmitglied mit Blick in den Rückspiegel der Geschichte zu sezieren. Und dabei mein erstes Statement: Nicht nur der Jubelverein befindet sich Wandel, im Wandel der Zeit. Nein, auch ich, mein persönlicher Blick auf den Verein hat sich gewandelt, hat des Öfteren eine andere Perspektive bekommen.
Stolze 125 Jahre gibt es nun den Verein. Immerhin 54 Jahre davon bin ich Mitglied. Lange Jahre als aktiver Handballer und stellvertretender Handballabteilungsleiter. Und dann der Perspektiven-wechsel: Seit 28 Jahren begleite ich den TVG nun als Bürgermeister.
54 Jahre im Verein: Einerseits erschrickt man schon ein bisschen bei so einer Zahl. Andererseits ist es schön, sagen zu können: Ich war bei einem gar nicht so ganz kleinen Teil der Vereinsgeschichte bisher persönlich dabei. Ja, und wir beide uns verändert – der Verein und ich. Ein Beispiel dafür. Als ich vor einem Vierteljahrhundert hier an der gleichen Stelle stand und die Festrede zum 100-jährigen Jubiläum hielt, redete ich deutlich länger, war weniger grau, war leicht dünner. Aber ganz sicher nicht so reich an Erfahrungen, an Erinnerungen wie heute.
Und genau das ist das Schöne an solchen Jubiläen: Sie verbinden Vergangenheit und Gegenwart. Und erinnern einem – manchmal auch mit einem kleinen Augenzwinkern – an die eigene Geschichte im und mit dem Verein. Plakativ gesagt: Früher habe ich versucht, als Linksaußen ins Tor zu treffen. Heute versuche ich mit Reden, Ihr Interesse zu treffen. Beides hat auf seine Weise mit Zielgenauigkeit zu tun.
Doch zurück zum Jubilar: 1901 wurde er offiziell aus der Taufe gehoben – der Turnverein Gondelsheim. Zielgenau an der jungen reichsweiten Turnbewegung orientiert. Gegründet von 32 Männern.
An Frauen – heute quantitativ im Verein dominierend – war damals noch nicht zu denken. Das Frauen-Wahlrecht gab es erst 1918, eine Frauenabteilung im TV 1927. Zum Glück hat sich dies gewandelt. Zum Glück haben wir heute einen emanzipierten Verein.
Aber damals waren es eben 32 Männer, die den Mut hatten, etwas aufzubauen. Etwas aufzubauen, von dem sie nicht wissen konnten, dass es einmal eine so immense Erfolgsgeschichte werden würde. Was sie aber hatten, war Überzeugung, war Gemeinschaftssinn, war Freude an der Bewegung.
Doch schon bald stand der junge Verein vor gewaltigen Herausforderungen. Weltkriege haben tiefe Einschnitte im Vereinsleben hinterlassen, haben viele Turner nicht mehr von den Schlachtfeldern an das Reck des Vereins zurückkehren lassen. Der Verein musste sich mehrfach berappeln, neu beginnen. Doch genau darin zeigte sich seine Stärke. Bereits 1919 wurde der Turnbetrieb wiederaufgenommen. 1920 zählte der Verein schon wieder über 120 Mitglieder. Ein beeindruckendes Zeichen für seine magnetische Wirkung in der Gemeinde Gondelsheim.
Ein Meilenstein war der Bau der Turnhalle und ihre Einweihung im Jahr 1933. Ein Ort, der bis zum heutigen Tag die Herzkammer des Vereinslebens bildet.
Das „Tausendjährige Reich“ führte bereits nach sechs Jahren erneut in einen Weltkrieg und bis 1945 in ein fürchterliches Desaster – auch für den Turnverein. Wieder Neuanfang 1946! Schnell zeigte sich, welche Strahlkraft der Verein noch immer hatte. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich der Turnverein kontinuierlich vorwärts.
(Forstsetzung folgt)
Sandsackaktion in Gondelsheim: Wichtige Vorsorge für den Hochwasserschutz
Am vergangenen Samstag führte die Gemeinde Gondelsheim erneut eine Sandsackaktion in Zusammenarbeit mit der Baufirma Hiemann durch.
Die mittlerweile bewährte Initiative dient nicht nur der konkreten Vorbereitung auf mögliche Hochwasserereignisse, sondern setzt zugleich ein wichtiges Zeichen für Eigenvorsorge und Selbstschutz der Bürgerinnen und Bürger.


Im Vergleich zum Vorjahr wurden dieses Mal rund 250 Sandsäcke abgeholt – etwa ein Drittel der Menge aus dem vergangenen Jahr. Damals stand die Aktion noch deutlich unter dem Eindruck des Jahrhunderunwetters vom 13. August 2024. Bürgermeister Rupp wertet die geringere Nachfrage jedoch positiv: Viele Bürgerinnen und Bürger hätten inzwischen auch eigenständig Vorsorgemaßnahmen an ihren Anwesen getroffen.
„Das ist der richtige Weg“, betonte Rupp. „Die Gemeinde kann nicht jedes einzelne Grundstück schützen. Umso wichtiger ist es, dass die Menschen selbst aktiv werden.“
Gleichzeitig erinnerte er daran, dass Hochwasserereignisse jeden treffen können: „Wer denkt, dass es ihn nicht betrifft, wurde vor zwei Jahren eines Besseren belehrt.“
Die Sandsackaktion sei daher weiterhin ein wichtiges Angebot der Gemeinde, um die Bevölkerung für das Thema Hochwasserschutz zu sensibilisieren. „Ich sehe es auch als ein Entgegenkommen gegenüber unseren Bürgern, dass wir solche Maßnahmen regelmäßig anbieten“, so der Bürgermeister weiter.
Unterstützt wurde die Aktion vom Bauhof der Gemeinde. Die Mitarbeiter Susi Streicher und Arne Dirks standen den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort hilfreich zur Seite. Die Sandsäcke wurden direkt vor Ort mit Sand befüllt und konnten anschließend mitgenommen werden.
Die Gemeinde Gondelsheim zieht insgesamt ein positives Fazit und plant, die Sandsackaktion auch künftig als festen Bestandteil der Hochwasservorsorge fortzuführen.
Glasfaserausbau in Gondelsheim: Wenn Förderung an der Realität vorbeigeht
Die Gemeinde Gondelsheim steht aktuell vor einer Situation, die man mit gutem Grund als paradox bezeichnen muss – und die zugleich exemplarisch zeigt, wo Förderpolitik von Bund und Land dringend nachjustiert werden muss.
Ausgangspunkt ist der Rückzug der Deutschen Glasfaser aus dem Landkreis Karlsruhe. Damit bricht der bislang vorgesehene eigenwirtschaftliche Ausbau weitgehend weg. Was bedeutet das konkret? Genau die Bereiche, die eigentlich ohne öffentliche Mittel hätten erschlossen werden sollen – insbesondere der Innenbereich der Gemeinde – drohen nun auf absehbare Zeit ohne Glasfaser dazustehen.
Gleichzeitig läuft in Gondelsheim ein gefördertes Ausbauprogramm für die Außenbereiche mit einer Förderquote von 90 Prozent von Bund und Land. Die Gemeinde trägt hierfür rund 300.000 Euro Eigenanteil. Das Ergebnis: In den Außenbereichen entsteht perspektivisch eine hochmoderne Glasfaserinfrastruktur – während im Ortskern genau diese Entwicklung ins Stocken gerät. Diese Situation ist nicht nur widersprüchlich – sie ist den Bürgerinnen und Bürgern schlicht nicht vermittelbar.
Noch gravierender wird die Lage durch aktuell anstehende Tiefbaumaßnahmen im Ort. Sowohl im Zuge des geförderten Ausbaus als auch beim Backbone-Lückenschluss zwischen den Kliniken in Bretten und Bruchsal werden Straßen in Gondelsheim geöffnet.
Es werden also Gräben gezogen – Infrastruktur wird geschaffen. Und genau hier stellt sich die entscheidende Frage: Wie kann es sein, dass Straßen geöffnet werden, ohne gleichzeitig dafür zu sorgen, dass auch die angrenzenden Haushalte sinnvoll mit Glasfaser erschlossen werden?
Die Gemeinde Gondelsheim ist bereit, Verantwortung zu übernehmen und sofern Bund und Land einsteigt ihren Anteil ebenfalls zu tragen. Für die Mitverlegung von Leerrohren in der Bruchsaler und Brettener Straße muss ohne die Deutsche Glasfaser nun weiter investiert werden. Damit wäre ein späteres Wiederaufreissen der Straße vermeidbar und könnten 15 bis 20 Haushalte direkt profitieren. Weitere rund 100 Anschlüsse wären entlang bereits geöffneter Trassen möglich.
Doch die Umsetzung scheitert derzeit nicht am Willen vor Ort – sondern an starren Förderstrukturen. Alle Beteiligten im Projekt (Gemeinde Gondelsheim, BLK, Netze BW) haben sofort reagiert.
Was fehlt, ist eine einfache, logische Lösung bei der Förderstelle: Wenn ohnehin gebaut wird, muss unter dem gescheiterten Eigenwirtschaftlichen Ausbau nun es möglich sein, Mitverlegungen und zusätzliche Hausanschlüsse unbürokratisch in die vorhandenen Förderbescheide einzubeziehen. Alles andere wäre nicht nur unwirtschaftlich, sondern schlicht unvernünftig.
Gondelsheims Bürgermeister Markus Rupp fordert daher Bund und Land ausdrücklich auf, die bestehenden Förderprogramme kurzfristig zu öffnen und an die veränderte Realität des gescheiterten eigenwirtschaftlichen Ausbaus anzupassen. Es geht nicht um zusätzliche Wunschprojekte – es geht darum, vorhandene Maßnahmen der Digitalisierung sinnvoll zu ergänzen und Steuergeld effizient einzusetzen.
Die Gemeinde Gondelsheim wird zeitnah das Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten Nicolas Zippelius suchen.
Denn eines ist klar: Gondelsheim ist kein Einzelfall – sondern ein Beispiel dafür, dass die bisherigen Regeln nicht mehr zur der geänderten Situation passen.
Jetzt ist der richtige Zeitpunkt zu handeln. Es braucht keine neuen Programme, keine langen Verfahren und keine theoretischen Konzepte. Es braucht gesunden Menschenverstand, Flexibilität und den politischen Willen, pragmatische Lösungen zu ermöglichen.
Die Bürgerinnen und Bürger in Gondelsheim erwarten zu Recht, dass Infrastrukturpolitik nicht an Fördergrenzen scheitert, sondern an der Realität ausgerichtet wird, um die Möglichkeit zu bekommen an der digitalen Zukunft Vorort teilzuhaben.
Verabschiedung des Haushalts 2026
Gemeinderatssitzung vom 24. März 2026
Rede der SPD-Gemeinderatsfraktion
Christian Feldmann
„Sehr geehrter Herr Bürgermeister Rupp,
sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen des Gemeinderats,
sehr geehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung,
sehr geehrte anwesende Bürgerinnen und Bürger,
die Erwartungen für einen ausgeglichenen Kommunalhaushalt in Gondelsheim für 2026 ohne neue Schulden sind durch die gegebenen Rahmenbedingungen erneut in weite Ferne gerückt. Die Berichte in den Medien zur Lage in Deutschland und Weltweit sprechen hier eine klare Sprache. Und der jüngst begonnene Krieg in Nahost mit einer sich möglicherweise abzeichnenden Energiekrise, deren Folgen für uns alle im Moment noch gar nicht abschätzbar sind, lässt nichts Gutes auch für die kommunalen Haushalte erwarten. Kurz gesagt: Die Finanzlage der Kommunen ist dramatisch! Und dennoch steht Gondelsheim im Vergleich zu anderen Kommunen trotz struktureller Defizite auf der Einnahmenseite noch besser da als viele andere in der Region. Dies ist das Ergebnis einer umsichtigen Haushaltsplanung und -führung durch die Verantwortlichen in der Gemeindeverwaltung und im Gemeinderat. Unser Gremium zieht dabei seit Jahren über alle vertretenen Fraktionen und politische Gruppierungen unabhängig von parteipolitischen Dogmen zusammen mit der Gemeindeverwaltung an einem Strang zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger von Gondelsheim. Die Haushaltsklausur mit Gemeinderat und Gemeindeverwaltung am 13. Februar, in der der Haushaltsplanentwurf vorgestellt und beraten wurde, zeigte auch dieses Jahr über alle Beteiligten einen guten Konsens. Da wir uns in der Sache einig sind, wäre auch eine gemeinsame Haushaltsrede oder Stellungnahme zum neuen Haushaltsplan durchaus angemessen. Und ich darf es an dieser Stelle vorwegnehmen: Die SPD-Fraktion im Gemeinderat wird dem vorgelegten Haushaltsplan und seiner Satzung für 2026 zustimmen.
Da wir von einer gemeinsamen Stellungnahme noch entfernt sind und jede Fraktion bzw. politische Gruppierung zum Wort kommen soll möchte ich Ihnen nach den Ausführungen von Herrn Bürgermeister Rupp und als Dritter Redner in der Runde des Gemeinderats viele Wiederholungen an Fakten und Zahlen aus dem Haushaltsplan ersparen. Denn irgendwann wird sonst auch eine gute Rede langweilig und verfehlt ihren Zweck.
Ganz dem Rednergrundsatz „Weniger ist oft mehr!“ folgend haben wir unsere diesjährige Haushaltsrede bewusst schlank gehalten. In unseren folgenden Ausführungen zum Haushaltsplan 2026 möchten wir Ihnen insbesondere die Gründe darlegen, warum wir dem Haushaltsplan für 2026 zustimmen werden:
Sparsamkeit
Ein sparsamer Umgang mit öffentlichen Geldern als wichtiger Haushaltsgrundsatz ist vollumfänglich gewahrt. In Anbetracht der erneut angespannten Haushaltslage war kein Spielraum für Wünschenswertes. Neben den laufenden Ausgaben, die in großen Teilen auch fremdbestimmt sind, z.B. Tarifanpassungen bei den Personalausgaben, fand im Bereich der Investitionen nach reiflicher Abwägung nur das Notwendigste Eingang in den Haushaltsplan.
Bewährtes bleibt erhalten
Uns ist wichtig, dass trotz einer angespannten Haushaltslage nicht blindlings der Rotstift angesetzt wird, sondern auch in Zeiten schlechter Haushaltslage bewährte Einrichtungen nach Möglichkeiten erhalten bleiben und finanziell gefördert werden, z.B. die AWO-Gruppe für die Jugendarbeit im Bounty.
Die wichtigen Themen sind berücksichtigt
Sicher wäre uns noch einiges an Wünschenswertem bei einer günstigeren Einnahmensituation zur Umsetzung eingefallen. Jedoch verlangt eine umsichtige Haushaltsplanung eine Priorisierung auf die Themen, die uns und den Bürgerinnen und Bürgern besonders wichtig sind. Diese konnten vollumfänglich Eingang in den Haushaltsplan finden. Hierzu zählen exemplarisch:
- Die Fortführung des Hochwasserschutzes, inkl. Kanalsanierungen bzw. Erneuerungen.
- Eine gute Ausstattung unserer Feuerwehr.
- Die Sanierung und Sicherheit an der Kraichgauschule (Gefahrenmeldeanlage, Neugestaltung Schulparkplatz).
- Eine zeitgemäße Ausstattung von Verwaltung (IT) und Bauhof.
- Eine zeitgemäße Ausstattung und die Sicherheit der Kindertagungsstätten (Brandschutz, u.a. Neuausstattung Kita Schneckenhaus am Kirchberg).
- Die Ortsentwicklung.
- Die innerörtliche Erholung (Projekt „Erlebbarer Saalbach“, Erneuerung Sitzbänke an der Rathausplatzlinde).
- Die Sicherheit im Straßenverkehr (Geschwindigkeitsmessgeräte, Absicherung Rathausplatz).
- Der Katastrophenschutz (neue Sirenenanlagen, Notstromaggregat Saalbachhalle).
- Der Klimaschutz inkl. Abschluss Umrüstung Straßenbeleuchtung auf LED.
- Die Sanierung des Kabinentrakts im Schlossstadion.
- Die zeitgemäße Ausstattung der Spielplätze.
- Die Erhaltung der Straßeninfrastruktur, u.a. Sanierung Industriestraße.
- Die Stärkung des ÖPNV, inkl. barrierefreie Bushaltestellen.
- Und die Sanierung der Aussegnungshalle am Friedhof.
Die Neuverschuldung ist moderat und angemessen
Für einen ausgeglichenen Haushaltsplan bedarf es einer Kreditneuaufnahme von 1,910 Mio. Euro. Dies führt abzüglich der Tilgungen im laufenden Jahr zu einem Schuldenstand am Jahresende von 5,34 Mio. Euro, was einer Prokopfverschuldung von 1.272 Euro (bei 4.200 Einwohner) entspricht. Im Landesschnitt betrug die Prokopfverschuldung der Kommunen Ende 2024 nach dem Statistischen Landesamt 1.090 Euro mit steigender Tendenz. Dieser Wert auf Jahresende hochgerechnet liegt Gondelsheim mit seiner neuen Prokopfverschuldung im Durchschnitt der Kommunen oder sogar noch darunter. Die geplante Neuverschuldung muss jedoch differenziert betrachtet werden. Ein Großteil davon, 1,2 Mio. Euro, gehen in den Ankauf von Liegenschaften zur Steuerung der Ortsentwicklung. Diese Liegenschaften werden zu einem späteren Zeitpunkt wieder an Investoren veräußert und sind damit faktisch als finanzneutral anzusehen. Die reale Prokopfverschuldung verringert sich dadurch auf 986 Euro und liegt damit deutlich unter dem Landesschnitt. Diese Sonderverschuldung ist durch gute Konditionen und der Möglichkeit einer Sondertilgung abgedeckt. Wichtig ist für uns auch, dass die gesetzliche Mindestliquiditätsgrenze erreicht wird. Unsere Fraktion macht es sich dennoch mit dieser Neuverschuldung nicht leicht und wir betrachten die finanzielle Entwicklung der Gemeinde mit großer Sorge. Allerdings sehen wir unter den gegebenen Rahmenbedingungen keine Alternative.
Bevor wir zum Ende unserer Ausführungen kommen, möchten wir noch einen kurzen Ausblick wagen. Mit steigenden Ausgaben durch Tarifanpassungen im Personalbereich und steigender Inflationsrate, die durch die sich anbahnende Energiekrise weiter ansteigen wird, aber auch durch einen zunehmenden Aufgabenaufwuchs ohne ausreichende finanzielle Abgeltung werden die Ausgaben im Gemeindehaushalt weiter steigen. Wir haben darauf nur einen begrenzten Einfluss. Unsere Gemeinde hat deshalb ein strukturelles Einnahmendefizit. Es ist deshalb alles zu tun, um unsere kommunalen Einnahmen maßgeblich zu steigern. Unter anderem müssen wir die Windkraft im Bereich der Hofforle forcieren ebenso wie die Neuausweisung von Gewerbeflächen für Gewerbesteuereinnahmen.
Sehr geehrte Anwesende, wir sind am Ende unserer Ausführungen. Es war uns ein Anliegen, Ihnen unsere Position für die Genehmigung des vorliegenden Haushaltsplans allgemeinverständlich darzulegen.
Wir bedanken uns herzlich bei der Gemeindeverwaltung, insbesondere der Kämmerei, für die Aufstellung dieses nicht einfachen Haushaltsplans unter schwierigen Rahmenbedingungen. Den Kolleginnen und Kollegen des Gemeinderats danken wir für das konstruktive Miteinander zum Wohle unserer Gemeinde.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.“
Rede der Grünen-Gemeinderatsgruppe
Claudia Dickemann-Kohler
„Sehr geehrter Herr Bürgermeister Rupp,
werte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung,
liebe Kolleginnen und Kollegen des Gemeinderats,
verehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger,
Beginnen wir mit dem „Ergebnis unter dem Strich“ des diesjährigen Haushalts: Wir verfehlen den Ausgleich um 197.510 Euro und sind damit bei Weitem keine Ausnahme. Landauf und Landab sind die defizitären Lagen der Städte und Kommunen eine Nachricht, die immer lauter vorgetragen wird. Zahlungsunfähigkeiten auch größerer Städte erhöhen den Druck und verstärken den Aufruf an Bund und Länder, die Kommunen finanziell besser auszustatten. Daran besteht kein Zweifel, die kommunalen Aufgaben und Dienstleistungen vergrößern sich und die finanzielle Ausstattung zieht nicht nach.
Wie lange muss diese Schieflage noch andauern, bis die Systeme reformiert werden? Die Lage ist bekannt und in diesem Kontext ist es nachvollziehbar, dass die zuständige Rechtsaufsicht auch in unserem Fall dem vorgelegten Haushalt die Genehmigungsfähigkeit signalisiert.
Der Ergebnishaushalt in Kurzform skizziert:
Mit einem Volumen von 12,9 Mio. Euro verzeichnet er immerhin stabile Einnahmen von 6,1 Mio. Euro bei Gewerbesteuer, Einkommensteuer und Umsatzsteuer. Im Saldo von Zuweisungen und Umlagezahlungen verbleiben uns 4,2 Mio. Euro. Die Ausgabenseite zeigt nur geringfügige Änderungen im Vergleich zu 2025. Die Personalaufwendungen sind bei 2,2 Mio. Euro tarifbereinigt unverändert. Die Kreisumlage steigt geringer als befürchtet, schlägt aber mit 2,1 Mio. Euro zu Buche. Die Position „Abschreibungen“ weist 852.000 Euro aus.
Im Finanzhaushalt sind Investitionen in Höhe von 4.4 Mio. Euro eingeplant. Dem stehen Förder-Einnahmen von knapp 2,5 Mio. Euro gegenüber. Im Saldo ergibt sich ein Finanzierungsbedarf von rund 1.9 Mio. Euro welcher sich in der Kreditneuaufnahme wiederfindet.
Die geplanten Investitionen wurden in der Haushaltsklausur vorgestellt und beraten. Zu der Absicht, Grundstückserwerbe in Höhe von 1,2 Mio. Euro zu tätigen, kommen wir noch zu sprechen. Alle weiteren Planungen sind keine Luxusvorhaben, sondern sorgsam gewählte Notwendigkeiten.
Die beachtliche Menge an Vorhaben ist auch einem besonderen Umstand geschuldet: Die Entscheidung der Landesregierung, 2/3 des Bundes-Sondervermögens „Infrastruktur“ direkt an die Kommunen weiterzugeben, beschert unserer Gemeinde ein Budget von knapp 2,7 Mio. Euro, das ohne weitere Vorgaben für investive Infrastrukturmaßnahmen verwendet werden kann und die Inanspruchnahme weiterer Förderprogramme nicht ausschließt!
Was als Glücksfall für die Kommunen bezeichnet werden kann, beruht auf einer Sonderverschuldung des Bundes. Die Investitionen auf kommunaler Ebene erzeugen Aufträge, stärken Wirtschaftskraft und Arbeitsplätze in der Region. Zweifelsohne ein Drahtseilakt. Der Beschluss fällt nicht in unsere Hoheit, so nehmen wir die Gelder an und machen etwas daraus. Ein Großteil der Mittel wird in den kommenden drei Haushaltsjahren eingeplant, was wir ausdrücklich unterstützen. Je zeitnaher wir investieren, desto größer der Nutzen, da stetige Preissteigerungen oder Inflationsgefahren den Geldwert schmälern. Die aktuelle Energiekrise und der Preisanstieg sind noch nicht einkalkuliert und könnten zu Beschränkungen führen.
Geplant ist der Umbau und die Modernisierung der Saalbachhalle, die unter Einbeziehung weiterer Förderprogramme mit einem geringen Eigenanteil durchgeführt werden kann. Erneuerungen im Schulbereich (Dachsanierung, Gefahrenmeldeanlage), die überfällige Sanierung des Kabinentraktes am Schlossstadion und ein neues Dach für die Aussegnungshalle, erachten wir als sinnvolle Maßnahmen. Den geplanten Ausgaben für den Hochwasserschutz in Höhe von rund 820.000 Euro stehen 802.000 Euro an Zuschüssen gegenüber. Der Bau von Sedimentfanganlagen am Riedgraben und Bruchgraben fällt dabei unter „vorgezogene Hochwasserschutzmaßnahmen“. Sie sind die Folge der Ergebnisse einer eigens einberufenen Hochwasserschutzklausur, um Vorsorge zu treffen.
An dieser Stelle möchten wir die Bedeutung der beschlossenen Beauftragung einer Flurneuordnung hervorheben. Wir sehen in dieser Maßnahme eine maximal in die Zukunft weisende Chance, künftige Hochwasserschäden zu vermeiden. Ökologische Aufwertung unsere Landschaft, Gewässerschutz und Erneuerung des Wegenetzes erfüllen einen dringenden Bedarf. Die Umsetzung soll zügig angegangen werden. Aktuell wird das innerörtliche Kanalsystem gereinigt und saniert, sowie Straßenbeläge erneuert. Bleibt zu hoffen, dass wir von Schlammeinträgen verschont bleiben, bis die Maßnahmen der Flurneuordnung greifen.
Bei aller Zustimmung kann die Schuldenentwicklung nicht kleingeredet werden. 2020 lag der Schuldenstand bei 2,8 Mio. Euro. Er steigt von Jahr zu Jahr und erreicht Ende 2026 einen Höchststand von 5,37 Mio. Euro. Die mittelfristige Finanzplanung bis 2029 zeigt keine Entlastung. Die nächsten Haushaltsplanungen werden angespannt erwartet. Damit schließt sich der Kreis zu der eingangs genannten Mahnung. Es braucht Reformen, die die Kommunen finanziell besser ausstatten.
Im Unterschied zu Unternehmen mit Gewinnabsicht und Kapitalansammlung unterhalten wir Einrichtungen und schaffen Infrastrukturen, die eine Gemeinde lebenswert machen. Für die wir uns nicht entschuldigen müssen. Wir schaffen permanent Gemeinwohl. Soweit das Wunschdenken.
Wo sind wir als Gremium gefordert? Wir haben eine Teilverantwortung im Ausgabenbereich.
Einzelne Maßnahmen sind kritischer zu prüfen. In den Vorberatungen gab es Einigkeit darüber, einzelne Förderungen, wie in der Vereinsarbeit oder in Jugendeinrichtungen nicht zu kürzen. Gemessen am Gesamtvolumen des Haushaltes zeigen einzelne Positionen nicht die große Wirkung und sollten solange wie möglich erhalten bleiben.
Zum Beschluss der Förderung privater Unternehmen haben wir klar Stellung bezogen. Auch wenn es unsere Landwirte waren, die bei den Aufräumarbeiten im Katastrophenfall 2024 Großartiges geleistet haben, ist die Wirkung der vorgestellten Erosionsschutzmaßnahmen aus fachlicher Sicht zu bezweifeln und einzig dieser Aspekt sollte der Entscheidung zur Förderung zugrunde liegen.
In Sachen Begleitung in der Umsetzung einer kommunalen Klimaschutzstrategie haben wir in der Gemeinderatssitzung vom 9. Dezember 2025 folgende Bedenken vorgetragen: wenn Klimaziele, die 2023 erarbeitet wurden, in nur 3 Jahren aufgrund erweiterter gesetzlicher Vorgaben neu aufgestellt werden, dann füttern wir einen Tiger für weiteres Monitoring und Beratungsfunktionen, welches unser Klima beschreibt!! Und Zeit verbraucht! Und wann handeln wir? Ich konnte diese Kritik bei einer Wahlveranstaltung direkt an den neu gewählten Landtagsabgeordneten Pascal Haggenmüller weitergeben und bin immerhin auf offene Ohren gestoßen. Wohlgemerkt, unsere Klimaschutzziele werden nicht infrage gestellt. Damit wir sie erreichen, braucht es eine Verschlankung auf der Zielgeraden!
Kritisch zu sehen sind auch manche Architektenvorschläge, die wie im Falle der Kabinentrakte am Schlossstadion nun in neuer Konzeption erheblich günstiger ausgeführt werden können. Verwunderung auch darüber, dass in der Planung und Ausführung des 2019 erstellten Feuerwehrhauses Nachbesserungen im technischen Bereich nötig sind. Könnten Verträge zukünftig eine Klausel erhalten, damit nachträgliche Arbeiten weniger Kosten verursachen?
Die vorgesehenen Grundstückserwerbe belasten unseren Haushalt mit 1,2 Mio. Euro! Die hohe Summe ergibt sich aus einer zeitlichen Häufung der Verkaufsabsichten. Wir müssen als Kommune die Chancen einer innerörtlichen Entwicklung im Blick haben. Aber Vorsicht, Euphorie ist hier nicht hilfreich. Wir könnten uns überfordern und sollten stärker priorisieren.
Noch ein Wort zum Abschluss der umfangreichen Hochwasserschutzmaßnahmen am Saalbach. Der Umbau und die ökologische Aufwertung des Bachbettes ist unübersehbar gelungen. Allerdings fehlt aus unserer Sicht die Wiederherstellung des vorherigen Baumbestandes. Hier sehen wir Klärungsbedarf. In der Gemeinderatssitzung vom 13.06.2023 sind im vorgelegten und beschlossenen Lageplan 19 Bäume „in der Planung“ aufgeführt. Mit der Saalbacherweiterung steht in naher Zukunft die Gestaltung neu entstandener Parkanlagen an, die erfreulicherweise kostenneutral umgesetzt werden kann.
Öffentlichen Raum, der zum Aufhalten einlädt, können wir gut gebrauchen.
Wir bedanken uns bei der Verwaltung für die Ausarbeitung des vorliegenden Zahlenwerks und ebenso für die mittlerweile erfolgte Bilanzeröffnung. Dem vorliegenden Haushalt geben wir unsere Zustimmung. Den Herausforderungen der kommenden Jahre sehen wir gefasst entgegen. Wir stehen engagiert hinter diesem Ehrenamt und wünschen uns weiterhin eine konstruktive Zusammenarbeit.“
Pflanzentauschbörse in Gondelsheim geht in die dritte Runde
Am 3. Mai zwischen 14.00 – 16.00 Uhr ist es in der Saalbachhalle wieder so weit
Die beliebte Pflanzentauschbörse in Gondelsheim findet in diesem Jahr bereits zum dritten Mal in der Saalbachhalle statt – und hat sich damit fest im Veranstaltungskalender der Gemeinde etabliert. Nach dem großen Zuspruch in den vergangenen Jahren dürfen sich Gartenfreunde auch diesmal wieder auf einen lebendigen Austausch rund um Pflanzen, Samen und Gartenideen freuen.
Organisiert wird die Veranstaltung vom Gondelsheimer Baumfachwart Thomas Hauck, der zugleich Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins in Neibsheim ist. Gemeinsam mit Bürgermeister Markus Rupp hat er die Pflanzentauschbörse ins Leben gerufen und kontinuierlich weiterentwickelt.
Ihr Engagement trägt maßgeblich dazu bei, dass die Veranstaltung auf so großes Interesse in der Bevölkerung stößt.
Das Konzept ist einfach und zugleich nachhaltig: Pflanzen werden nicht verkauft, sondern getauscht oder verschenkt. So entsteht eine bunte Vielfalt an Angeboten – von selbstgezogenen Gemüsepflanzen über Samen und Blumenzwiebeln bis hin zu Zierpflanzen, Stauden und jungen Bäumen. Die Börse bietet dabei nicht nur die Möglichkeit, den eigenen Garten zu bereichern, sondern auch, mit anderen Gartenliebhabern ins Gespräch zu kommen und Erfahrungen auszutauschen.
Abgerundet wird die Veranstaltung auch in diesem Jahr wieder durch ein attraktives Angebot an Kaffee und Kuchen, das vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) bereitgestellt wird. Damit ist nicht nur für Pflanzenfreunde, sondern auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt.
Die Pflanzentauschbörse verspricht erneut einen geselligen und inspirierenden Nachmittag für alle, die Freude am Gärtnern haben – und zeigt einmal mehr, wie stark Gemeinschaft und Nachhaltigkeit vor Ort gelebt werden.
Seniorennachmittag der Gemeinde Gondelsheim am 3. Mai 2026
Sandkorn-Theater spielt „Tatort – So isch’s wore“ von Harald Hurst
Am Sonntag, 3. Mai, lädt die Gemeinde Gondelsheim alle Bürgerinnen und Bürger ab 65 Jahren herzlich zu einer besonderen Seniorenveranstaltung in die Turnhalle ein. Beginn der Veranstaltung ist um 16:00 Uhr.
In diesem Jahr findet der Seniorennachmittag etwas später als gewohnt statt, da sich die Verwaltung bewusst Zeit genommen hat, ein besonders schönes und passendes Programm auszuwählen.
„Umso mehr freuen wir uns, dass wir mit dem bekannten Sandkorn-Theater aus Karlsruhe eine wunderbare Veranstaltung gewinnen konnten“, sagt Bürgermeister Markus Rupp.
Gezeigt wird die Komödie „Tatort – So isch’s wore“ von Harald Hurst. Ein unterhaltsames und zugleich tiefgründiges Stück, das mit viel Humor den Alltag eines seit Jahrzehnten verheirateten Ehepaars beleuchtet.
Was als gemütlicher Sonntagabend auf dem Sofa beginnt, entwickelt sich rasch zu einem turbulenten „Ehekrimi“ voller Pointen und überraschender Wendungen – eine perfekte Mischung aus badischem Humor,
Situationskomik und augenzwinkernder Lebensweisheit. Ein ideales Theaterstück für einen heiteren und geselligen Nachmittag.
Während der Pause sind alle Gäste – wie gewohnt – zu Getränken sowie einer kleinen Stärkung eingeladen.
Bürgermeister Markus Rupp freut sich gemeinsam mit dem Gemeinderat, die Gondelsheimer Seniorinnen und Senioren wieder zu diesem traditionellen Nachmittag begrüßen zu dürfen.
Termin: 3. Mai 2026
Uhrzeit: ab 16 Uhr (Einlass ab 15 Uhr)
Ort: TV-Halle, Am alten Sportplatz, Gondelsheim
Eingeladen sind alle Seniorinnen und Senioren ab dem 65. Lebensjahr samt Partner!
Wir freuen uns auf einen schönen gemeinsamen Nachmittag mit vielen Begegnungen, Gesprächen und guter Unterhaltung.
Neues aus dem Jugendtreff Bounty
Osterferien-Aktionswoche: Sporttag
Zu Beginn der Osterferien hatten wir wieder einmal eine Aktionswoche mit einem abwechslungsreichen Programm zusammengestellt. Den Aktionsreigen begannen wir mit einem Sporttag, um frisch und fit ins Frühjahr starten zu können.
So zogen wir denn an einem (leider) eher etwas verhangenen und kühlen Sonntagnachmittag zum Bolzplatz am »Altenwingert«. Dort herrschten aber nahezu ideale Bedingungen: Die Wiese war frisch gemäht und recht trocken, wir hatten Platz, konnten uns ausbreiten und unsere Mitbringsel bei der Bank ablegen. Unseren Teilnehmern boten wir verschiedene Bewegungsspiele und Sportangebote an (bis hin zum Langlauf). Diese durften aber selbst entscheiden, was gespielt und geturnt werden sollte. Zuerst nämlich: Fußball. Der Renner schlechthin! Und immer wieder eine Sportart, die ankommt und Spaß macht. Warm wurde uns auch dabei. Und so konnten wir uns das Warmlaufen (was eigentlich auch geplant war) sparen.
Soweit die Erinnerung nicht trügt, spielten wir als nächstes eine Partie Wikingerschach – ein dem Kegeln nicht unähnliches Geschicklichkeits- und Wurfspiel, bei dem zwei Teams versuchen, sich gegenseitig die Bauern mithilfe von Wurfhölzern umzuwerfen. Wem das gelingt – dem gegnerischen Team alle Bauern abzuluchsen – muss noch den König treffen.
Anschließend wärmten wir uns mit heißem, von Michel frisch aufgebrühtem Tee auf – denn wenn die Sonne hinter den dichten Wolken verschwand, wurde es doch recht kühl. Außerdem hatte Hela ein gesundes Sportlermahl aus Karotten- und Gurkenstückchen gerichtet. Zudem gab es Bananen. Zwischen den Spielen wurde auch immer wieder geturnt: Handstände, Räder und Brücken geübt. Und natürlich ausgiebig applaudiert! Denn an einem Sporttag geht es ja auch darum, die individuellen Leistungen zu loben, das Körper- und Selbstwertgefühl zu steigern. Des Weiteren werden Teamgeist, Absprachen, Rücksichtnahme und Fairness gestärkt. Sport ist ein wichtiges und verbindendes Element des gelebten Miteinanders.
Auch das Boule-Set und die Frisbee-Scheibe kamen zum Einsatz. Der Renner blieb aber Fußball. Mit einem sehr knappen und spannenden Spiel auf zwei Tore beendeten wir nach mehreren Stunden den Tag. Etwas müde, dreckig, aber glücklicherweise ohne nennenswerte Blessuren beendeten wir den Sporttag und zogen zufrieden, frische, gesunde Luft geatmet und den Körpern Herausforderung geboten zu haben, von dannen.
Terminvorschau:
- Die nächsten offenen Sonntage sind am 19. und am 26. April.
Wir sagen ganz herzlich Danke:
- an Frau Rita Dörr für die Spende eines Tischkickers;
- für die Ostergrüße, die wir wieder aus der Ortsbevölkerung erhalten haben.
Michael Klebon im Namen des »Bounty«-Teams
STADTRADELN 2026 in Gondelsheim: Gemeinsam aufsteigen und Zukunft bewegen
Vom 28. Juni bis 18. Juli tritt Gondelsheim wieder kräftig in die Pedale. Beim STADTRADELN 2026 zählt jeder Kilometer – für unsere Umwelt, unsere Gesundheit und ein starkes Miteinander.
Ob zur Arbeit, zum Einkaufen oder in der Freizeit: Drei Wochen lang setzen wir gemeinsam ein sichtbares Zeichen für nachhaltige Mobilität. Gondelsheim zeigt einmal mehr, was Teamgeist bewegen kann.
Mitmachen, motivieren, losradeln!
„Radfahren verbindet – uns miteinander und mit der Zukunft, die wir gemeinsam gestalten wollen. Jeder Kilometer zählt“, ruft Bürgermeister Markus Rupp auf.
KGMS Gondelsheim setzt Zeichen: „Verantwortung läuft!“
Unter dem Motto „Verantwortung läuft – Talente bewegen Gutes“ veranstaltet die Kraichgau-Gemeinschaftsschule Gondelsheim am 2. Juli 2026 einen Spendenlauf zugunsten des beschädigten Planetenwegs.
Doch im Mittelpunkt steht dabei nicht allein die finanzielle Unterstützung, sondern eine klare Botschaft: Kinder und Jugendliche sind weit mehr als das oft zitierte Bild von „der Jugend von heute“.
Mit ihrem Engagement wollen die Schüler:innen zeigen, dass sie Verantwortung übernehmen, sich für ihre Gemeinde einsetzen und aktiv zur Gesellschaft beitragen. In einer Zeit, in der negative Schlagzeilen schnell ein verzerrtes Bild zeichnen, setzt die Schulgemeinschaft bewusst ein Gegenzeichen – sichtbar, gemeinschaftlich und voller Energie.
Begleitet von einem musikalischen Rahmenprogramm auf dem Schulhof wird der Spendenlauf zu einem lebendigen Zeichen für Zusammenhalt, Solidarität und gelebte Werte wie Fairness, Courage und Teilhabe.
Bürgermeister Markus Rupp wie auch der Vorsitzende der Sternwarte Kraichgau, Herr Georg Henneges zeigen sich begeistert von der Aktion der Schule und Schüler.
Die KGMS Gondelsheim lädt die Öffentlichkeit herzlich ein, diesen besonderen Tag mitzuerleben und gemeinsam zu zeigen: Unsere Jugend bewegt – im wahrsten Sinne des Wortes.
Herzlichst
Ihr
Markus Rupp, Bürgermeister









Claudia Dickemann-Kohler



S
Christian Feldmann
Dr. roland fella
Corinna Vogel
Max Neimayer