Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
mit Blick auf die nahende Unwettersaison ruft die Gemeinde Gondelsheim ihre Bürgerinnen und Bürger dazu auf, frühzeitig Vorsorge zu treffen.
Gemeinde Gondelsheim startet erneut Sandsack-Aktion am 11. April 2026 zum Hochwasserschutz
Ein wichtiger Bestandteil dabei ist der Selbstschutz vor möglichen Hochwasserereignissen.
Am Samstag, 11. April 2026, findet daher erneut eine Sandsack-Aktion statt.
Zwischen 10:00 und 12:00 Uhr können auf dem Gelände der Firma Hiemann (Josephine-Benz-Straße 13) kostenlose Sandsäcke inkl. Sandfüllung abgeholt werden.
Die Gemeinde stellt pro vom Hochwasser bedrohten Haushalt bis zu 20 Sandsäcke zur Verfügung.
Vor Ort besteht außerdem die Möglichkeit, die Sandsäcke direkt selbst zu befüllen – ein bewusst gewählter Ansatz, um die Eigenverantwortung und Vorbereitung der Bevölkerung zu stärken.
Bürgerinnen und Bürger, die bereits in den vergangenen Jahren Sandsäcke erhalten haben, werden gebeten, diese auf ihre Einsatzfähigkeit zu überprüfen. Durch Witterung und Lagerung können die Säcke mit der Zeit porös oder beschädigt werden.
„Ein wirksamer Hochwasserschutz beginnt bei jedem Einzelnen“, betont Bürgermeister Markus Rupp. Die Gemeinde setzt daher gezielt auf die Unterstützung zur Selbsthilfe und bedankt sich bei der Firma Hiemann für die erneute Unterstützung der Aktion.
Glasfaserausbau in Gondelsheim: Wenn Förderung an der Realität vorbeigeht
Die Gemeinde Gondelsheim steht aktuell vor einer Situation, die man mit gutem Grund als paradox bezeichnen muss – und die zugleich exemplarisch zeigt, wo Förderpolitik von Bund und Land dringend nachjustiert werden muss.
Ausgangspunkt ist der Rückzug der Deutschen Glasfaser aus dem Landkreis Karlsruhe. Damit bricht der bislang vorgesehene eigenwirtschaftliche Ausbau weitgehend weg. Was bedeutet das konkret? Genau die Bereiche, die eigentlich ohne öffentliche Mittel hätten erschlossen werden sollen – insbesondere der Innenbereich der Gemeinde – drohen nun auf absehbare Zeit ohne Glasfaser dazustehen.
Gleichzeitig läuft in Gondelsheim ein gefördertes Ausbauprogramm für die Außenbereiche mit einer Förderquote von 90 Prozent von Bund und Land. Die Gemeinde trägt hierfür rund 300.000 Euro Eigenanteil. Das Ergebnis: In den Außenbereichen entsteht perspektivisch eine hochmoderne Glasfaserinfrastruktur – während im Ortskern genau diese Entwicklung ins Stocken gerät. Diese Situation ist nicht nur widersprüchlich – sie ist den Bürgerinnen und Bürgern schlicht nicht vermittelbar.
Noch gravierender wird die Lage durch aktuell anstehende Tiefbaumaßnahmen im Ort. Sowohl im Zuge des geförderten Ausbaus als auch beim Backbone-Lückenschluss zwischen den Kliniken in Bretten und Bruchsal werden Straßen in Gondelsheim geöffnet. Es werden also Gräben gezogen – Infrastruktur wird geschaffen. Und genau hier stellt sich die entscheidende Frage: Wie kann es sein, dass Straßen geöffnet werden, ohne gleichzeitig dafür zu sorgen, dass auch die angrenzenden Haushalte sinnvoll mit Glasfaser erschlossen werden?
Die Gemeinde Gondelsheim ist bereit, Verantwortung zu übernehmen und sofern Bund und Land einsteigt ihren Anteil ebenfalls zu tragen. Für die Mitverlegung von Leerrohren in der Bruchsaler und Brettener Straße muss ohne die Deutsche Glasfaser nun weiter investiert werden. Damit wäre ein späteres Wiederaufreissen der Straße vermeidbar und könnten 15 bis 20 Haushalte direkt profitieren. Weitere rund 100 Anschlüsse wären entlang bereits geöffneter Trassen möglich.
Doch die Umsetzung scheitert derzeit nicht am Willen vor Ort – sondern an starren Förderstrukturen. Alle Beteiligten im Projekt (Gemeinde Gondelsheim, BLK, Netze BW) haben sofort reagiert.
Was fehlt, ist eine einfache, logische Lösung bei der Förderstelle: Wenn ohnehin gebaut wird, muss unter dem gescheiterten Eigenwirtschaftlichen Ausbau nun es möglich sein, Mitverlegungen und zusätzliche Hausanschlüsse unbürokratisch in die vorhandenen Förderbescheide einzubeziehen. Alles andere wäre nicht nur unwirtschaftlich, sondern schlicht unvernünftig.
Gondelsheims Bürgermeister Markus Rupp fordert daher Bund und Land ausdrücklich auf, die bestehenden Förderprogramme kurzfristig zu öffnen und an die veränderte Realität des gescheiterten eigenwirtschaftlichen Ausbaus anzupassen. Es geht nicht um zusätzliche Wunschprojekte – es geht darum, vorhandene Maßnahmen der Digitalisierung sinnvoll zu ergänzen und Steuergeld effizient einzusetzen.
Die Gemeinde Gondelsheim wird zeitnah das Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten Nicolas Zippelius suchen.
Denn eines ist klar: Gondelsheim ist kein Einzelfall – sondern ein Beispiel dafür, dass die bisherigen Regeln nicht mehr zur der geänderten Situation passen.
Jetzt ist der richtige Zeitpunkt zu handeln. Es braucht keine neuen Programme, keine langen Verfahren und keine theoretischen Konzepte. Es braucht gesunden Menschenverstand, Flexibilität und den politischen Willen, pragmatische Lösungen zu ermöglichen.
Die Bürgerinnen und Bürger in Gondelsheim erwarten zu Recht, dass Infrastrukturpolitik nicht an Fördergrenzen scheitert, sondern an der Realität ausgerichtet wird, um die Möglichkeit zu bekommen an der digitalen Zukunft Vorort teilzuhaben.
Verabschiedung des Haushalts 2026
Gemeinderatssitzung vom 24. März 2026
Rede der Freien Wähler-Gemeinderatsfraktion
Christoph Brauch
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Rupp,
sehr geehrte Damen und Herren der Verwaltung,
sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen des Gemeinderats, sehr verehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger,
wenn man derzeit die Nachrichten verfolgt, entsteht schnell der Eindruck, dass die Welt immer unübersichtlicher wird. Krisen, Konflikte und wirtschaftliche Unsicherheiten prägen das Bild. Doch die Politik, die die Menschen ganz unmittelbar betrifft, findet nicht in Berlin oder Brüssel statt – sie findet hier vor Ort statt. Hier liegt der Bereich, den wir direkt beeinflussen können. Hier in unseren Gemeinden entscheidet sich, wie gut unsere Infrastruktur funktioniert, wie unsere Schulen und Kindergärten ausgestattet sind und wie lebenswert unser Heimatort bleibt.
Der Haushaltsplan für das Jahr 2026 weist ein Rekordvolumen von rund 13 Millionen Euro auf. Den ordentlichen Erträgen von rund 12,9 Millionen Euro stehen Aufwendungen von etwa 13,1 Millionen Euro gegenüber. Damit ergibt sich ein Defizit von rund 200.000 Euro. Ein großer Teil unseres Haushalts
ist bereits fest gebunden. Zuschüsse für Kindergärten und Schulen, steigende Personalkosten sowie die Finanzausgleichs- und Kreisumlage lassen unseren Handlungsspielraum immer kleiner werden. Es ist so, dass ein Großteil des Haushalts bereits verplant ist, bevor wir ihn hier überhaupt verabschieden.
Trotzdem müssen wir weiterhin investieren. Für das Jahr 2026 sind Investitionen von rund 4,4 Millionen Euro vorgesehen.
Zu den zentralen Maßnahmen gehören unter anderem:
- der Erwerb von Grundstücken und Gebäuden
für die zukünftige Gemeindeentwicklung - Investitionen in den Katastrophenschutz
insbesondere ein neues Feuerwehrfahrzeug - die Gefahrenmeldeanlage für die Kraichgauschule
- eine Brandmeldeanlage für das Feuerwehrhaus
- ein Notstromaggregat für die Saalbachhalle
- sowie weitere Maßnahmen im Bereich Hochwasserschutz.
Gerade die Hochwasserkatastrophe im August 2024 hat uns deutlich vor Augen geführt,
wie wichtig Investitionen in Sicherheit und Vorsorge sind. Solche Maßnahmen sind letztlich eine Versicherung für unsere Gemeinde.
In diesem Zusammenhang muss auch erwähnt werden, dass viele Investitionen ohne das Länder-und-Kommunal-Infrastrukturfinanzierungsgesetz – kurz LuKIFG – überhaupt nicht möglich wären. Dieses Programm stellt Mittel für kommunale Infrastrukturinvestitionen bereit. Immerhin fließt damit wenigstens ein Teil dieses sogenannten Sondervermögens – oder realistischer gesagt: Sonderschulden – des Bundes in notwendige Investitionen. Und nicht ausschließlich in laufende Staatsausgaben.
Insgesamt stehen uns als Gemeinde Gondelsheim über einen Zeitraum von zwölf Jahren
rund 2,7 Millionen Euro zur Verfügung. Davon sind 935.000 Euro bereits im Haushalt 2026 eingeplant. Ohne dieses Programm wäre beispielsweise die geplante Neukonzeption und Sanierung des Kabinentrakts im Schlossstadion mit einem Investitionsvolumen von rund 500.000 Euro kaum realisierbar. Gleichzeitig müssen wir selbstverständlich auch hier die Kostenentwicklung im Blick behalten.
Das LuKIFG muss jedoch auch realistisch eingeordnet werden. Es handelt sich um eine einmalige Finanzspritze des Bundes. Sie kann einzelne Projekte ermöglichen – sie löst aber keinesfalls das grundsätzliche Finanzproblem
der Kommunen. Die stetig wachsenden Aufgaben, die von Bund und Land auf die Gemeinden übertragen werden, bleiben bestehen.
Der vorgelegte Haushalt plant zudem mit einer Kreditaufnahme von rund 1,9 Millionen Euro. Kredite können sinnvoll sein, wenn sie für notwendige Investitionen eingesetzt werden. Und das ist hier überwiegend der Fall. Dennoch gilt auch: Eine steigende Verschuldung darf kein Dauerzustand werden. Der voraussichtliche Schuldenstand zum 31.12.2026 wird rund 5,3 Millionen Euro betragen. Das entspricht etwa 1.280 Euro pro Einwohner.
Unser Ziel muss es daher sein, mit den vorhandenen Mitteln verantwortungsvoll umzugehen. Und das Notwendige vom Wünschenswerten zu unterscheiden. Denn jeder Euro, den wir heute ausgeben, muss am Ende auch von unseren Bürgerinnen und Bürgern erwirtschaftet werden. Dieser Realität müssen sich im Übrigen
auch unsere Volksvertreter in Berlin stellen. Deutschland hat weniger ein Einnahmen-als vielmehr ein Ausgabenproblem. Bei einer Staatsquote von nahezu 50 Prozent muss die Ausgabenseite stärker in den Blick genommen werden.
Die Fraktion der Freien Wähler stimmt dem vorliegenden Haushalt zu. Nicht, weil er perfekt ist – sondern weil er unter den aktuellen Umständen ein verantwortbarer Haushalt für unsere Gemeinde ist.
Zum Abschluss möchten wir uns bedanken. Bei Herrn Bürgermeister Rupp, bei Frau Kehrer sowie bei Herrn Malthaner vom Rechnungsamt. Ebenso bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
der Gemeindeverwaltung und des Bauhofs. Unser Dank gilt auch den Gewerbetreibenden, den Vereinen und allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich für das Gemeinwohl in Gondelsheim einsetzen. Nicht zuletzt danken wir auch unseren Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Vielen Dank.
Rede der CDU-Gemeinderatsfraktion
Manfred Schleicher
Sehr verehrter Herr Bürgermeister Rupp,
sehr geehrte Damen und Herren Zuhörer,
liebe Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat,
in der letzten Haushaltsrede hatten wir folgendes erwähnt: „Seit der letzten Haushaltsverabschiedung hat sich einiges in der Gemeinde im Bund und der Welt getan. In den USA wurde Trump wieder zum Präsidenten gewählt. Seit seinem Amtsantritt mischt er Amerika und die Welt förmlich auf. Mit seinen „Wirrungen“ werden wir fast täglich konfrontiert. Die jahrzehntelange Verlässlichkeit der USA ist nicht mehr gegeben. Europa und die Bundesrepublik müssen sich in vielen Bereichen neu aufstellen. Dies bedeutet vor allen Dingen viel finanziellen Einsatz. Mittel, die wir teilweise nicht haben bzw. an anderer Stelle sehr gut einsetzen könnten.“
Hat sich daran etwas geändert? Leider gilt das auch heute noch.
Die sich gerade leicht erholende Wirtschaft wird durch die Krise um den Iran wieder zurückgeworfen. Auch die Schließungspläne um die Firma Neff belasten nicht nur Brettener Familien.
Am 8. März fanden die Wahlen zum Landtag von Baden-Württemberg statt. Der Wähler konnte seine Stimmen in einer geheimen, freien und demokratischen Wahl abgeben. Viele Menschen in der Welt beneiden uns darum. Das dabei erzielte Patt zwischen den Grünen und der CDU lässt auf langwierige Gespräche zur Regierungsbildung schließen. Umso wichtiger ist es nun, dass eine tragfähige und handlungsstarke Regierung gebildet wird, die sich den großen Herausforderungen der Zeit annimmt.
Derzeit läuft gerade die Offenlage des Planfeststellungsverfahrens „Beseitigung des schienengleichen Bahnübergangs Gondelsheim“. Nach jahrelanger Planung und eines Bürgerentscheides ist mit der Planfeststellung ein weiterer Weg zur Realisierung dieses Großprojektes auf den Weg gebracht. Die Kosten tragen die Deutsche Bahn und der Landkreis Karlsruhe. Auf die Gemeinde kommt -in Bezug auf die Baukosten nur ein geringer Betrag für einen Gehweg zu. Wir verleihen der Hoffnung Ausdruck, dass die Maßnahme nicht an der Finanzierung scheitert oder wesentlich verzögert wird.
Und wieder müssen wir konstatieren, dass der Haushalt mehr als schwierig ist und keinen Grund zum Jubeln bietet. Die Ursachen sind strukturelle Rahmenbedingungen durch Beschlüsse von Bund und Ländern, die die Kommunen bezahlen müssen. Nicht immer gilt das Konnexitätsprinzip. Vielmehr ist es so: Wer bestellt hat, zahlt nicht und wer zahlen muss, hat nicht bestellt. Das Ungleichgewicht zwischen Aufgaben und Finanzierung kann auf Dauer nicht gut gehen. Einnahmen muss man maßvoll nutzen, Ausgaben kritisch prüfen und Prioritäten setzen.
Zum Haushalt
Wir konnten den Plan ausführlich vorberaten. Spielraum war nicht gegeben. Alle Aufwendungen und Erträge werden im Ergebnishaushalt geplant und in der Ergebnisrechnung dokumentiert.
Wir verzeichnen hier als veranschlagtes Gesamtergebnis eine Unterdeckung von – 198 TEUR. Dies ist nach dem Vorjahr mit – 171 TEUR eine ähnliche Zahl, jedoch immer noch „negativ“. Damit wird der gesetzlich geforderte Haushaltsausgleich wieder nicht erreicht. Die mittelfristige Finanzplanung zeichnet für das Folgejahr 2027 ein sehr düsteres Szenario. Dieses basiert auf den bereits heute bekannten Zahlen unserer eigenen Finanzkraft aus dem HHJ 2025. Hier zeichnet sich eine Unterdeckung von – 1,575 Mio. EUR !! ab (für 2026 – 559 TEUR). Über den Haushaltsvorberatungen 2027 schwebt heute schon dieses Damoklesschwert.
Die Berechnung des Finanzausgleichs 2026 erfolgte auf den Vorgaben unserer eigenen Finanzkraft und den darauf anzuwendenden Kennzahlen des Landes. Hier ist negativ zu vermerken, dass der Kreisumlagehebesatz um einen weiteren Punkt gestiegen ist. Der Kreis wollte hier bereits mehr; für die Zukunft ist mit weiteren Anhebungen zu rechnen.
Die größten Einnahmen des Ergebnishaushaltes sind eigene Steuereinnahmen durch Grund- und Gewerbesteuer (2,27 Mio. EUR), Entgelte für öffentliche Leistungen (961 TEUR), die Gemeindeanteile Einkommen-/Umsatzsteuer (3,3 Mio. EUR) und lfd. Zuweisungen und Zuschüsse (4,94 Mio. EUR).
Schwerpunkte im Ausgabebereich des Ergebnishaushaltes sind die Mittel für die Umlagen an Land und Kreis (3,87 Mio. EUR), Personalaufwendungen (2,2 Mio. EUR), Kraichgauschule mit Kernzeitbetreuung und Mensa (1 Mio. EUR), Kindertagesstätten (2,7 Mio. EUR), die gemeindlichen Liegenschaften vom Rathaus über die Saalbachhalle und das Schlossstadion sowie die Straßen- und Kanalunterhaltung.
Es ist uns wichtig zu erwähnen, dass der Gemeinde gerade im Bereich der Kleinkindbetreuung ein Zuschussbedarf von 1,62 Mio. EUR entsteht. Forderungen nach Abschaffung der Kita-Gebühren können nur mit einer Gegenfinanzierung erfüllt werden. Auch die Jugendarbeit im Jugendtreff erfordert 145 TEUR sowie die Schulsozialarbeit 54 TEUR. Dies sind Investitionen in unsere Zukunft. Die Einführung der verlässlichen Grundschule ab September wird künftig weitere Mittel binden.
Im Finanzhaushalt und der Finanzrechnung werden die geplanten bzw. die tatsächlich anfallenden Ein- und Auszahlungen festgehalten.
Auszahlungen für Investitionstätigkeiten sind mit 4,4 Mio. EUR und Einzahlungen (Erstattungen und Zuschüsse) mit 2,74 Mio. EUR veranschlagt, so dass sich ein Finanzierungs- oder Kreditbedarf von 1,9 Mio. EUR ergibt. Durch den Einsatz von Mitteln aus dem Länder-und-Kommunal-Infrastruktur-finanzierungsgesetz, kurz LuKIFG, von 935 TEUR konnte der Kreditbedarf auf die immer noch sehr hohe Summe von 1,9 Mio. EUR gedrückt werden. Diese LuKIFG-Mittel werden vom Bund den Ländern zur Verfügung gestellt und dienen Sachinvestitionen. Baden-Württemberg gibt zwei Drittel seines Anteils an die Kommunen weiter. Dies hilft uns sehr und werden u. a. für Gefahrenmeldeanlage und Neugestaltung Parkplatz Kraichgauschule, Sanierung Kabinentrakt Sportplatz Schlosswiese, Parkanlage erlebbarer Saalbach, Dachsanierung Aussegnungshalle Friedhof und Hochwasserschutzmaßnahmen eingesetzt. Weitere Auszahlungen für Maßnahmen sind Grunderwerb, Feuerwehr, Kanal- und Straßenbau mit barrierefreiem Ausbau von Bushaltestellen und Hochwasserschutz.
Die Einzelbeträge sind aus dem Haushaltsplan ersichtlich.
Hochwasserschutzmaßnahmen werden auch künftig einen großen Raum im Haushalt einnehmen. Dies hat uns dazu bewogen, einen Antrag auf Durchführung eines Flurbereinigungsverfahrens beim Land zu stellen. Damit kann eine Neu-/Umstrukturierung der betroffenen Feldlage erreicht werden. Vorteile hieraus werden auch die Errichtung von Sedimentfanganlagen im Ried- und Bruchgraben sein, damit nicht zu viel Erde bei Regenereignissen von den Feldern abgeschwemmt und in die Ortslage transportiert wird.
Der Haushalt 2026 bringt keinen finanziellen Spielraum. Notwendiges vor Wünschens-Wertem wird auch in der Zukunft der Gradmesser sein.
Die Liquidität als weiterer Gradmesser 2026 wird sich in den Folgejahren im Bereich der Mindestliquidität bewegen. Eine Verbesserung ist anzustreben.
Der CDU-Fraktion war und ist es auch immer ein Anliegen, mit dem öffentlichen Geld der Gemeinde sorgsam umzugehen und Sparmöglichkeiten nicht aus dem Auge zu verlieren.
Ebenfalls ist es unser Wunsch, dass sich die Steuer- und Abgabenbelastungen für die Bürgerinnen und Bürger und für die Gewerbetreibenden in Grenzen halten. Hier können wir positiv feststellen, dass für 2026 lediglich die Abwassergebühren rückwirkend noch kostendeckend angepasst werden müssen.
Schlusswort
Der Haushaltsplan für das Jahr 2026 zeigt, was das Jahr bringen könnte. Gerade im investiven Bereich wurde ambitioniert mit vielen Projekten geplant. Ob dies alles durchführbar ist, wird sich zeigen. Nach unserer Auffassung sind die Plandaten auf solider Basis berechnet, so dass eine zuverlässige Grundlage für die Mittelbewirtschaftung vorliegt. Lassen sie uns dennoch die anstehenden schwierigen Aufgaben so bewältigen, und uns die anvertrauten Steuergelder so einsetzen, dass sie zum Wohle aller Bürger gereichen. Der Haushalt ist genehmigungsfähig.
Bevor ich zum Schluss komme, bittet die CDU-Fraktion weiterhin um vierteljährliche Vorlage des Finanzzwischenberichts.
Unsere Zustimmung zum Haushalt ist dieses Jahr nur eine 1 Minus. Das Minus resultiert aus dem Ansatz für die Renaturierung der Erddeponie. In den letzten Jahren hat sich hier eine Vegetation gebildet, die nun wegen ein paar Prozent Handneigung wieder entfernt und nach Planierung neu aufgeforstet werden soll. Diese 20 TEUR lehnen wir ab.
Die CDU-Fraktion stimmt dem Haushalt 2026 mit der ausdrücklichen Ablehnung des oben dargestellten Ansatzes zu. Eine Ablehnung des gesamten Haushalts wurde nicht in Betracht gezogen.
Unser Dank gilt unseren Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die sich in großem Umfang sozial engagieren und in den Vereinen das Zusammengehörigkeitsgefühl pflegen. Den Gewerbebetrieben möge es in Zukunft weiterhin gut gehen, damit Gewerbesteuerzahlungen nachhaltig fließen können.
Im Namen unserer Fraktion darf ich Herrn Bürgermeister Rupp, der gesamten Verwaltung, hier insbesondere Rechnungsamtsleiterin Frau Kehrer für die Aufbereitung der Zahlen und die Erstellung des Haushaltsplanes, dem Hauptamtsleiter Herrn Kästner und den Protokollanten danken. Dank auch an die Kolleginnen und Kollegen im GR für die bisherige gute Zusammenarbeit. Wir legen weiterhin großen Wert darauf, dass im Gemeinderat keine Parteipolitik Einzug hält.
Mit einem Zitat des Ex-Bundespräsidenten Horst Köhler „Bürgerschaftliches Engagement stärkt die Qualität des Zusammenlebens“ sage ich herzlichen Dank für ihre Aufmerksamkeit.
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In der nächsten Ausgabe des Amtsblatts folgen die Reden der SPD-Fraktion der Gruppe der Grünen.
Pflanzentauschbörse in Gondelsheim geht in die dritte Runde
Am 3. Mai zwischen 14. – 17.00 Uhr ist es in der Saalbachhalle wieder so weit
Die beliebte Pflanzentauschbörse in Gondelsheim findet in diesem Jahr bereits zum dritten Mal in der Saalbachhalle statt – und hat sich damit fest im Veranstaltungskalender der Gemeinde etabliert. Nach dem großen Zuspruch in den vergangenen Jahren dürfen sich Gartenfreunde auch diesmal wieder auf einen lebendigen Austausch rund um Pflanzen, Samen und Gartenideen freuen.
Organisiert wird die Veranstaltung vom Gondelsheimer Baumfachwart Thomas Hauck, der zugleich Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins in Neibsheim ist. Gemeinsam mit Bürgermeister Markus Rupp hat er die Pflanzentauschbörse ins Leben gerufen und kontinuierlich weiterentwickelt.
Ihr Engagement trägt maßgeblich dazu bei, dass die Veranstaltung auf so großes Interesse in der Bevölkerung stößt.
Das Konzept ist einfach und zugleich nachhaltig: Pflanzen werden nicht verkauft, sondern getauscht oder verschenkt. So entsteht eine bunte Vielfalt an Angeboten – von selbstgezogenen Gemüsepflanzen über Samen und Blumenzwiebeln bis hin zu Zierpflanzen, Stauden und jungen Bäumen. Die Börse bietet dabei nicht nur die Möglichkeit, den eigenen Garten zu bereichern, sondern auch, mit anderen Gartenliebhabern ins Gespräch zu kommen und Erfahrungen auszutauschen.
Abgerundet wird die Veranstaltung auch in diesem Jahr wieder durch ein attraktives Angebot an Kaffee und Kuchen, das vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) bereitgestellt wird. Damit ist nicht nur für Pflanzenfreunde, sondern auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt.
Die Pflanzentauschbörse verspricht erneut einen geselligen und inspirierenden Nachmittag für alle, die Freude am Gärtnern haben – und zeigt einmal mehr, wie stark Gemeinschaft und Nachhaltigkeit vor Ort gelebt werden.
Seniorennachmittag der Gemeinde Gondelsheim am 3. Mai 2026
Sandkorn-Theater spielt „Tatort – So isch’s wore“ von Harald Hurst
Am Sonntag, 3. Mai, lädt die Gemeinde Gondelsheim alle Bürgerinnen und Bürger ab 65 Jahren herzlich zu einer besonderen Seniorenveranstaltung in die Turnhalle ein. Beginn der Veranstaltung ist um 16:00 Uhr.
In diesem Jahr findet der Seniorennachmittag etwas später als gewohnt statt, da sich die Verwaltung bewusst Zeit genommen hat, ein besonders schönes und passendes Programm auszuwählen.
„Umso mehr freuen wir uns, dass wir mit dem bekannten Sandkorn-Theater aus Karlsruhe eine wunderbare Veranstaltung gewinnen konnten“, sagt Bürgermeister Markus Rupp.
Gezeigt wird die Komödie „Tatort – So isch’s wore“ von Harald Hurst.
Ein unterhaltsames und zugleich tiefgründiges Stück, das mit viel Humor den Alltag eines seit Jahrzehnten verheirateten Ehepaars beleuchtet.
Was als gemütlicher Sonntagabend auf dem Sofa beginnt, entwickelt sich rasch zu einem turbulenten „Ehekrimi“ voller Pointen und überraschender Wendungen – eine perfekte Mischung aus badischem Humor,
Situationskomik und augenzwinkernder Lebensweisheit. Ein ideales Theaterstück für einen heiteren und geselligen Nachmittag.
Während der Pause sind alle Gäste – wie gewohnt – zu Getränken sowie einer kleinen Stärkung eingeladen.
Bürgermeister Markus Rupp freut sich gemeinsam mit dem Gemeinderat, die Gondelsheimer Seniorinnen und Senioren wieder zu diesem traditionellen Nachmittag begrüßen zu dürfen.
Termin: 3. Mai 2026
Uhrzeit: ab 16 Uhr (Einlass ab 15 Uhr)
Ort: TV-Halle, Am alten Sportplatz, Gondelsheim
Eingeladen sind alle Seniorinnen und Senioren ab dem 65. Lebensjahr samt Partner!
Wir freuen uns auf einen schönen gemeinsamen Nachmittag mit vielen Begegnungen, Gesprächen und guter Unterhaltung.
STADTRADELN 2026 in Gondelsheim: Gemeinsam aufsteigen und Zukunft bewegen
Vom 28. Juni bis 18. Juli tritt Gondelsheim wieder kräftig in die Pedale. Beim STADTRADELN 2026 zählt jeder Kilometer – für unsere Umwelt, unsere Gesundheit und ein starkes Miteinander.
Ob zur Arbeit, zum Einkaufen oder in der Freizeit: Drei Wochen lang setzen wir gemeinsam ein sichtbares Zeichen für nachhaltige Mobilität. Gondelsheim zeigt einmal mehr, was Teamgeist bewegen kann
Mitmachen, motivieren, losradeln!
„Radfahren verbindet – uns miteinander und mit der Zukunft, die wir gemeinsam gestalten wollen. Jeder Kilometer zählt“, ruft Bürgermeister Markus Rupp auf.
Seit letzter Woche gibt es wieder frischen Simianer-Spargel auf dem Rathausplatz Gondelsheim
Seit Dienstag, den 7. April, gibt es wieder frischen Spargel auf dem Rathausplatz in Gondelsheim: Wie schon in den vergangenen Jahren bietet der bekannte Simianer-Spargelhof aus Hambrücken seine erntefrische Ware regelmäßig dienstags und freitags von 9 bis 18 Uhr an.
Nutzen Sie die Gelegenheit, regionalen Spargel in bester Qualität direkt vom Erzeuger zu erwerben.
Bürgermeister Markus Rupp freut sich, dass dieses beliebte Angebot auch in diesem Jahr wieder in Gondelsheim verfügbar ist und lädt alle Bürgerinnen und Bürger herzlich zum Vorbeischauen und Einkaufen ein.
KGMS Gondelsheim setzt Zeichen: „Verantwortung läuft!“
Unter dem Motto „Verantwortung läuft – Talente bewegen Gutes“ veranstaltet die Kraichgau-Gemeinschaftsschule Gondelsheim am 2. Juli 2026 einen Spendenlauf zugunsten des beschädigten Planetenwegs.
Doch im Mittelpunkt steht dabei nicht allein die finanzielle Unterstützung, sondern eine klare Botschaft: Kinder und Jugendliche sind weit mehr als das oft zitierte Bild von „der Jugend von heute“.
Mit ihrem Engagement wollen die Schüler:innen zeigen, dass sie Verantwortung übernehmen, sich für ihre Gemeinde einsetzen und aktiv zur Gesellschaft beitragen. In einer Zeit, in der negative Schlagzeilen schnell ein verzerrtes Bild zeichnen, setzt die Schulgemeinschaft bewusst ein Gegenzeichen – sichtbar, gemeinschaftlich und voller Energie.
Begleitet von einem musikalischen Rahmenprogramm auf dem Schulhof wird der Spendenlauf zu einem lebendigen Zeichen für Zusammenhalt, Solidarität und gelebte Werte wie Fairness, Courage und Teilhabe.
Bürgermeister Markus Rupp wie auch der Vorsitzende der Sternwarte Kraichgau, Herr Georg Henneges zeigen sich begeistert von der Aktion der Schule und Schüler.
Die KGMS Gondelsheim lädt die Öffentlichkeit herzlich ein, diesen besonderen Tag mitzuerleben und gemeinsam zu zeigen: Unsere Jugend bewegt – im wahrsten Sinne des Wortes.
10 Jahre „Church in Colors“ – Jubiläumstour macht erneut Station in Gondelsheim (08.11.2026)
Gondelsheim darf sich freuen: Die erfolgreiche Konzertreihe „Church in Colors“ feiert 2026 ihr 10-jähriges Jubiläum – und kommt im November bereits zum dritten Mal in die Evangelische Kirche nach Gondelsheim. Der Heimat- und Kulturverein Gondelsheim organsiert damit erneut ein musikalisches Highlight, das weit über die Region hinaus für Begeisterung sorgt.
Was vor zehn Jahren als außergewöhnliche Idee begann, hat sich längst zu einer festen Größe im Konzertkalender entwickelt. „Church in Colors“ steht für eine einzigartige Verbindung aus eindrucksvoller Lichtkunst, stimmungsvoller Inszenierung und handgemachter Live-Musik. Frontmann Oli Dums und seine Band nehmen das Publikum mit auf eine emotionale Reise durch Pop- und Rock-Songs, die berühren, mitreißen und für echte Gänsehaut-Momente sorgen.
Das Jubiläum verspricht ein ganz besonderes Konzerterlebnis – ein Fest der Musik, des Lichts und der Gemeinschaft. Dass die Tour im Jubiläumsjahr erneut in Gondelsheim Station macht, unterstreicht die besondere Atmosphäre, die Kirche und Publikum hier gemeinsam schaffen.
Im vergangenen Jahr lief der Ticketverkauf ausschließlich über das Portal Pfalzshow.de. „Leider war es so, dass die Karten sehr schnell vergriffen waren und einige Gondelsheimerinnen und Gondelsheimer sich verständlicherweise geärgert haben, keine Tickets mehr bekommen zu haben“, erklärt der Vorsitzende des Heimat- und Kulturvereins, Markus Rupp, zugleich Bürgermeister der Gemeinde Gondelsheim.
In diesem Jahr wird deshalb bewusst gegengesteuert: Seit Anfang April 2026 sind Eintrittskarten zusätzlich auch wieder direkt im Bürgerbüro Gondelsheim erhältlich. „Damit wird ganz klar auch zuerst an die Gondelsheimerinnen und Gondelsheimer gedacht“, so Markus Rupp.
Der Heimat- und Kulturverein freut sich zudem sehr, dass die Evangelische Kirche Gondelsheim ihre Türen stets für dieses besondere Konzerterlebnis öffnet, und spricht der Kirchengemeinde sowie dem Kirchengemeinderat hierfür ein herzliches Dankeschön aus.
Der Heimat- und Kulturverein freut sich auf ein stimmungsvolles Jubiläumskonzert am 8. November 2026 und lädt schon heute herzlich dazu ein, sich rechtzeitig Karten zu sichern.
Herzlichst
Ihr
Markus Rupp, Bürgermeister






Claudia Dickemann-Kohler



S
Christian Feldmann
Dr. roland fella
Corinna Vogel
Max Neimayer