Der Bürgermeister informiert KW 16

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
auch heute steht natürlich die Corona-Krise im Fokus meiner Berichterstattung – leider:

Die Landkreis-Zahlen, die Exit-Strategie und die positive Nachricht
In der Presse wird vielfach das am Dienstag veröffentlichte Papier der Leopoldina, der Nationalen Akademie der Wissenschaften über einen Exit diskutiert. Es ist wahrscheinlich, dass die dort beschriebenen Denkansätze teilweise Eingang finden in die Bund/Länder-Diskussion am Mittwoch. Erst nach diesen Beschlüssen wird dann abzusehen sein wie die Landesregierung Baden-Württemberg darauf reagiert. Die Gemeinde Gondelsheim wird sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht an Diskussionen oder Spekulationen irgendwelcher Art beteiligen.


Bei der Sitzung des Gondelsheimer Krisenstabs am Dienstag – zum Teil aufgrund der Sicherheits-Trennung in zwei Gruppen über eine Videokonferenz – sind aber mehrere Fragen aufgeworfen worden: z.B. wo die vielen nötigen Masken (in der Bahn, in der Schule, im Einkaufszentrum) herkommen sollen? Masken waren bisher schon relative Mangelware. Wann gibt es die freiwillige, aber sinnvolle Tracing-App?
Die Gemeinde Gondelsheim hat aber in Voraussicht dessen was kommen wird, schon entsprechende Vorkehrungen für ihre Mitarbeiter im Rathaus, der Schule etc. getroffen. Konkret wurden Masken in großer Zahl erworben und die Bestände an Desinfektionsmittel und Flüssigseife deutlich erhöht sowie Spuckschutz etc. an zentralen Stellen geplant.
Ich persönlich bin aber der festen Überzeugung, dass es wenig ehrlich und wenig verantwortungsvoll ist, wenn teilweise suggeriert wird, wir könnten in wenigen Tagen oder Wochen wieder dort sein, wo wir vor der Krise waren. Besonnenheit und sichere Lösungen sind gefragt. Generell wirken die Maßnahmen, wie wir auch an den Zahlen für Gondelsheim sehen.

Aber wir dürfen keinen Rückschlag riskieren. Ein nochmaliger Shutdown würde gerade der Wirtschaft verheerend zusetzen. Ein Agieren in Deutschland, in Baden-Württemberg und in Gondelsheim mit Maß und Ziel sind gefordert. Auch die „Brandmauern“ um unser Seniorenhaus „Schlossblick“ sind nach wie vor dringlichst einzuhalten.

Erst wenn ein Impfstoff gegen Corona auf dem Markt sein wird, wird das Leben wieder so sein wie es noch im Januar 2020 war. Hoffentlich nicht ganz so, denn die gewachsene Gemeinschaft, das immens große Gemeinschaftsgefühl gerade in Gondelsheim dürfen wir dann nicht wieder sofort über den Haufen werfen.

Und es war ja vor der Corona-Krise bei gewissen Gruppierungen durchaus üblich auf die deutsche Politik, auf die „unfähigen“ Politiker zu schimpfen und sie teilweise zu diffamieren. Nun zeigt aber das Corona-Ranking eines Londoner Thinktanks:

Nur Israel managt die Krise besser als Deutschland. Nirgendwo weltweit – außer Israel – sind die Menschen so gut vor dem Coronavirus geschützt wie in Deutschland. Zu diesem Ergebnis kommen Datenanalysten des Londoner Thinktanks Deep Knowledge Group (DKG). Faktoren wie der Zeitraum von Ausgangsbeschränkungen, die Zahl der Verstöße gegen diese, die Verfügbarkeit von Corona-Tests und die Ausstattung von Krankenhäusern belegen dies. Auch das Krisenmanagement der Regierung wurde berücksichtigt — und hier schneidet Deutschland besonders gut ab. „Deutschland hat im Vergleich zu den anderen Ländern derzeit das beste Sicherheits- und Stabilitätsranking in Europa und gehört auch weltweit zu den führenden Nationen in Sachen Krisenmanagement“, sagte DKG-Gründer Dimitry Kaminsky dem „Spiegel“. „Deutschland war angesichts seiner anfangs hohen Infektionszahlen äußerst effizient und hat eine weitere Ausbreitung der Krankheit erfolgreich gestoppt ohne das Niveau anderer Staaten zu erreichen — dadurch wird Deutschland nach der Pandemie erhebliche wirtschaftliche Vorteile haben.“
Positive Nachrichten sind gute Nachrichten!


Aktuell – Darauf haben sich Bund und Länder am Mittwochabend geeinigt:
• Die Abstandsregeln und Kontaktbeschränkungen werden bis zum 3. Mai verlängert. Demnach ist in der Öffentlichkeit ein Abstand von 1,5 Metern einzuhalten. Man darf sich in der Öffentlichkeit nur im Kreis der Angehörigen oder mit einer weiteren, nicht im Haushalt lebenden Person aufhalten.
• Schulen sollen ab dem 4. Mai wieder schrittweise geöffnet werden. Der Schulbetrieb soll mit Abschlussklassen, obersten Klassen in Grundschulen sowie mit Klassen, die im kommenden Jahr Prüfungen ablegen, beginnen. Bis zum 29. April soll die Kultusministerkonferenz ein Konzept vorlegen, wie der Unterricht mit reduzierten Klassengrößen sowie Hygiene- und Schutzmaßnahmen wiederaufgenommen werden kann. Auch „Pausengeschehen“ und Schulbusbetrieb sollen dabei berücksichtigt werden.
• An Hochschulen dürfen Prüfungen abgenommen werden. Auch Lehrveranstaltungen, die spezielle Labor- bzw. Arbeitsräume erfordern, sind unter besonderen Hygiene- und Schutzmaßnahmen erlaubt. Bibliotheken und Archive können geöffnet werden, wenn Auflagen zur Hygiene erfüllt sind, der Zutritt gesteuert wird und Warteschlangen vermieden werden.
• Das Versammlungsverbot in Gotteshäusern bleibt bis auf Weiteres in Kraft. In Kirchen, Moscheen, Synagogen oder Örtlichkeiten anderer Glaubensgemeinschaften sollen damit vorerst keine religiösen Feierlichkeiten und Veranstaltungen stattfinden.
• Großveranstaltungen bleiben wegen der Corona-Pandemie bis zum 31. August grundsätzlich untersagt.
• Es wird dringend empfohlen, im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel Masken zu tragen. Eine Maskenpflicht gibt es aber nicht.
• Weitere Geschäfte im Einzelhandel sollen ab der kommenden Woche öffnen dürfen. Dies gilt für Geschäfte mit Verkaufsräumen von bis zu 800 Quadratmetern. Autohäuser, Fahrradhändler und Buchhandlungen sollen unabhängig von der Größe wieder öffnen dürfen.
• Friseursalons sollen öffnen dürfen, wenn sie Auflagen zur Hygiene beachten und Warteschlangen vermeiden. Zudem sollen die Angestellten Schutzausrüstung tragen.

Trotz Corona funktioniert die Demokratie in Gondelsheim

Die Fraktionsvorsitzenden des Gemeinderats trafen sich heute Nachmittag mit der Gemeindeverwaltung mit gebührendem Abstand und Atemschutzmasken im Bürgersaal des Rathauses.

Bürgermeister Markus Rupp berichtete über die Maßnahmen der Gemeindeverwaltung in Sachen Corona, Vorbereitungen der Verwaltung bezüglich Lockerungen des Lockdowns für Rathaus, Kraichgauschule etc..

Weiter standen die hinter der Gemeinde liegende Fertigstellung der B35 und das Maßnahmenpaket in Sachen Sperrung des Bahnübergangs im Fokus.

Es tat einfach gut, sich einmal wieder persönlich austauschen zu können!


Lassen Sie mich an dieser Stelle wieder ein paar tolle Beispiele der vergangenen Tage anführen:

Jede Gondelsheimerin, jeder Gondelsheimer ab 75 Jahre erhält in Kürze hochwertigen Mund- und Nasenschutz frei HausTolle Aktion von Ursula und Friedbert Doll für Corona-Risikogruppe

Die Gondelsheimer Senioreneinrichtungen haben inzwischen durch viele Spenden und Aktionen wie die der örtlichen Landfrauen eine entsprechend gute Schutzausrüstung erhalten. Darüber sind alle Verantwortlichen sehr glücklich.

Als Familie Doll dieser Tage auf Bürgermeister Markus Rupp zukam mit der Frage, wie man weiteren gefährdeten Personenkreisen Hilfe angedeihen lassen könne, hat man gemeinsam die Idee entwickelt, allen Gondelsheimern über 75. Jahre eine Schutzmaske gratis in den Briefkasten zu werfen.

300 Masken werden nun also Mitte/Ende April von den fleißigen HelferInnen aus dem ehrenamtlichen Corona-Einkaufsteam in die entsprechenden Briefkästen geworfen.
Rupp dankte Ursula und Friedbert Doll für die großzügige Spende. „Gerade wenn man weiß, wie die Preise für gute Mund- und Atemschutzmasken in den letzten Wochen gestiegen sind, gewinnt das Engagement der Gondelsheimer Familie eine besondere Qualität“, so Rupp.
Damit jedoch nicht genug, die Dolls spendeten der Gemeinde Gondelsheim auch 40 Liter Desinfektionsmittel. 10 Liter gingen von der Gemeinde umgehend an den örtlichen Pflegedienst Phoenix. Mit dem absehbaren Wieder-Hochfahren der Schulen und Kitas unter gesteigerten hygienischen Voraussetzungen werde man diesen Teil der Spende gut gebrauchen können, so das Ortsoberhaupt.


20 Liter des wertvollen Guts hatte Friedbert Doll schon zuvor dem DRK an die Hand gegeben, für das in Not geratene Neibsheimer Pflegeheim.

In dieser Krise sind alle gleich
In dieser Krise sind alle gleich und dies ist nicht ideologisch gemeint:
Egal ob arm oder reich, ob gesund oder krank, ob jung oder alt. Jeder kann von diesem Virus befallen werden, jeder hat Angst um seine Großeltern, Eltern oder Freunde.
In dieser Krise ist aber auch die Hilfsbereitschaft, ist das Gemeinschaftsgefühl (fast) aller gleich. Egal, ob alt oder jung oder eben reich oder arm – das Engagement in Gondelsheim kennt unglaublich viele positive Facetten:
Da spendet z.B. der Unternehmer und Erdbeerhofbesitzer Hans-Jürgen Deuerer der Gemeinde Gondelsheim 250 Gesichtsmasken, 100 Latzschürzen und 200 Einweghandschuhe.

Und auf der anderen Seite übergibt der mit Frau und Kind vor Jahren aus Pakistan nach Deutschland geflüchtete Ashraf Zain, inzwischen in Gondelsheim beheimatet und stolzer Besitzer eines akademischen Bachelor-Titels, 100 selbstgenähte Masken an die Gemeinde Gondelsheim. Sein Motto „Liebe für alle, Hass für keinen!“
Danke beiden Spendern!

Gemeindeverwaltung mit Frühlingsrollen gestärkt

Eine schöne Überraschung war das Überbringen von Frühlingsrollen par excellence von Naneth und Wolfgang Horn.

Am Mittwochmittag wurde die asiatische Spezialität an Bürgermeister Markus Rupp übergeben, der sie dann an seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verteilte.

Herzlichen Dank für diese nette Geste.

Da Filippo erst Pizza – nun Eis
Nach leckerer Pizza in der Woche zuvor wurde am vergangenen Mittwoch das Rathaus-Team mit tollem Eis versorgt. Danke Filippo, man könnte sich echt daran gewöhnen, Dein Engagement ist aber alles andere als selbstverständlich.

Getrennt in unseren jeweiligen Zimmern haben wir dann genossen…

Musik und Gesang in Gondelsheim
Auch wieder am 19. April 2020 auf den Balkonen und an den Fenstern
„Hobby-DJ‘s“ legen diesmal auf

Das gemeinsame Musizieren in Gondelsheim ist ein unglaublich gutes Zeichen für den Zusammenhalt in der Krise geworden.

Von einigen jüngeren Mitbürgerinnen und Mitbürgern wurde der Wunsch geäußert, ob man nicht einmal modernere Musik auflegen könne.

Also sind am Sonntag ausnahmsweise einmal die Hobby-DJ‘s gefragt. Sie müssen nun Gondelsheim am Sonntag um 18 Uhr mit ihren Anlagen für ein paar Minuten dröhnen lassen.

Den ersten Titel geben wir vor und zwar Dr. Alban mit „Sing Halleluja“.

Danach darf jeder noch zwei Lieder seiner Wahl auflegen. Sich am besten aber mit den Nachbarn absprechen, wer was auflegt. Und bitte gegen spätestens 18.15 Uhr wieder „Ruhe“ herrschen lassen.

Warnung vor illegalem Queren der Bahngleise


Nach dem die Deutsche Bahn nicht ganz so rigoros auf die illegalen Querer der Bahnlinie reagiert hat, wie sich das die Gemeindeverwaltung gewünscht hat, haben wir nun an bekannten Stellen Plakate aufgezogen.
Jeder ist für sein Leben verantwortlich, aber sie/er sollte bedenken, dass er/sie auch andere bei Nicht-Beachten der Botschaften mit ins Unglück stürzen würde.

Also wir haben eine Brücke und zusätzlich können legal beim Bahnübergang und der Unterführung beim Schlossstadion queren.

„Es gibt wohl leider nichts, was es nicht gibt!“

Über die Frechheit oder man könnte es auch Dummheit nennen einiger Zeitgenossen lässt sich nur der Kopf schütteln.

So wurde mehrfach am Bahnübergang die dortige Absperrung am Bahnübergang weggeschoben, um dann mit dem Auto darüber zu fahren.

Wir werden nun weitere Maßnahmen ergreifen müssen, leider. Wir bitten Anwohner und die Bevölkerung uns Verstöße samt Autonummern bitte zu melden.

Dem Fass den Boden ausgeschlagen hat auch ein noch unbekannter Fahrer einer roten Piaggio Ape. Obwohl durch Schilder deutlich als Fußgänger-Querung am Schlossstadion gekennzeichnet, fuhr er mit seinem Gefährt durch die Querung und hinterließ dort starke Beschädigungen. Auch hier nimmt ihre Gemeindeverwaltung gerne sachdienliche Hinweise an.

Kurze Einführung in die Regeln des temporären Parkplatzes „Altenwingertweg“

127 Parkplätze für die Bewohner der östlich der Bahnlinie gelegenen Wohngebiete wurden hier geschaffen.

Es gibt keine vorgegebenen Parkplätze. Jeder, der hierfür eine Parkberechtigung hat, kann sich seinen Parkplatz selbst aussuchen. Dabei muss er sich in der zweiten und dritten Reihe aber an die Einbahnstraßen-Regelung halten.

Wir haben ein Raster von 2,50 m farblich vorgegeben. Also bitte vernünftig einparken, nur so reicht der Platz für alle Berechtigten.

In der dritten Reihe haben wir entsprechende Stickel als Markierung eingeschlagen.

Auf dem Parkplatz gelten die Vorschriften der Straßenverkehrsordnung. Bitte Parkberechtigung sichtbar im Frontfenster-Bereich platzieren, ansonsten droht ein Strafzettel.

Bedenken Sie, der Parkplatz ist nicht perfekt. Aber er hilft vielen Menschen große Umwege zu vermeiden und die Umwelt zu schonen.

Bei Problemen wenden Sie sich bitte an die Gemeinde Gondelsheim unter den bekannten Telefonnummern.
Viel Spaß im nächsten halben Jahr auf dem Parkplatz, wenngleich wir wissen, dass Sie lieber zuhause parken würden.

Und denken Sie bitte an die Bewohner des Altenwingertwegs.

Mit Charly Friedrich ist ein großer Freund der Partnerschaft zwischen Gondelsheim und Droué verstorben

Die Gemeinde Gondelsheim und alle mit der Gemeindepartnerschaft mit Droué verbundenen Mitbürgerinnen und Mitbürger trauen um Charly Friedrich, der in dieser Woche im Alter von 64 Jahren verstorben ist.

Als gebürtiger Franzose lag ihm die Partnerschaft sehr am Herzen. Wenn es ihm möglich war, nahm er an den Austauschen teil. Oft trat er als inoffizieller Übersetzer in Erscheinung.

Nach Corona und bei einem dann hoffentlich wieder anstehenden Besuch in Droué werden wir Charly in besonderer Weise gedenken. Die Ausflüge ohne ihn, werden aber nicht mehr so sein wie mit ihm und seinem Humor.

Wir als Gemeinde Gondelsheim werden Charly Friedrich ein ehrendes Andenken bewahren.

Herzlichst

Ihr

Markus Rupp, Bürgermeister