Der Bürgermeister informiert KW 15

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

wir alle hatten gehofft, das die dritte Covid19-Welle nicht mit Wucht über uns hereinbrechen möge. Die neuesten Inzidenz-Zahlen vom Mittwoch, 14. April 2021 des Landkreises Karlsruhe mit 163 und für Gondelsheim mit 450 (18 Infektionsfälle) zeigen jedoch die Realität, welche noch durch sich wieder füllende Intensivstationen in unseren Kliniken untermauert wird.

Dritte Welle, Impfen und „Draußen vor drinnen“

Ein Kommentar von Bürgermeister Markus Rupp

Gespannt richtet sich nun der Blick gen Berlin, wo der Bundestag am Dienstag über eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes und eine Verschärfung des bisherigen Lockdowns entschieden hat.

Was mich in der Corona-Krise aber zunehmend bewegt und mir auch Sorgen bereitet, ist die Spaltung der Gesellschaft in zwei Lager. Es gibt Mitmenschen, die hinter der Corona-Politik stehen und es gibt die, die es nicht tun. Und dazwischen gibt es sicherlich etliche weitere Facetten. Und genau an dieser Nahtstelle entstehen Streit, Disput, Auseinandersetzung und Unterschiedlichkeit. Dies muss eine Demokratie „ertragen“. Was bei allen Emotionen und mit Blick auf die Nach-Pandemie-Zeit aber tunlichst unterlassen werden sollte, sind persönliche Diffamierungen. Unsere (dörfliche) Welt besteht eben nicht aus den Antipoden „Covidioten und Merkels Schlafschafe“. Niemand ist mit der Situation derzeit glücklich, viele von uns sind „mütend“. Keine Frage!

Ich sehe eine meiner wichtigsten Aufgaben momentan deshalb darin, Gondelsheim zusammenzuhalten. Denn Gondelsheim muss in diesen schwierigen Zeiten zusammenhalten.

Und ab und zu erlaube ich mir bewusst, Ihnen auch meine persönliche Meinung zu einigen Entwicklungen mitzuteilen.

Und da bin ich beim Impfen angekommen. Keine Frage, Deutschland hat noch zu wenig Impfstoff und das Hickhack um Astrazeneca – zuerst für die „Jungen“ und dann für die „Alten“- ist schon verwirrend. Aber ich möchte Ihnen nach vielen Gesprächen mit Ärzten auch in unseren Kliniken sagen: Alle verfügbaren Impfstoffe holen uns komplett aus der Gefahrenzone dieser Pandemie. Egal, ob Sie nun mit BionTech, Moderna oder Astrazeneca geimpft werden, sie werden danach nicht mehr schwer an Covid-19 erkranken können. Mit allen Impfstoffen ist man zu nahezu hundert Prozent aus der Schusslinie, einen schweren Covid-19-Verlauf zu bekommen.

Zum anderen teile ich die Meinung des medizinischen Geschäftsführers des Städtischen Klinikums Karlsruhe, Prof. Dr. Michael Geisler, der sich für mehr Tempo in der Impfkampagne stark macht, in dem jetzt so vielen Menschen so schnell wie möglich die Erstimpfung gegeben wird. Dazu muss die Impfstrategie geändert und der Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung auf zwölf Wochen deutlich ausgeweitet werden.

Durch einen solchen Strategiewechsel könnten bis Juli dieses Jahres über 60 Millionen Menschen in Deutschland erstgeimpft und so gegen schwere Krankheitsverläufe geschützt sein. Großbritannien macht uns das ja momentan vor. Angesichts der wie oben beschriebenen Neuinfektionszahlen sollten die Reservekapazitäten für die Zweitdosen weitgehend aufgelöst und diese umgehend verimpft werden. Dies könnte die dritte Welle brechen und eine vierte vermeiden.

Und interessant und richtig finde ich, wenn Aerosolforscher vor Kurzem schreiben: „Wenn wir die Pandemie in den Griff bekommen wollen, müssen wir die Menschen sensibilisieren, dass drinnen die Gefahr lauert“. Und weiter: „Wer sich zum Kaffee in der Fußgängerzone trifft, muss niemanden in sein Wohnzimmer einladen.“ In Wohnungen, Büros, Klassenräumen, Wohnanlagen und Betreuungseinrichtungen müssten Maßnahmen ergriffen werden, so die Wissenschaftler. Eine Empfehlung die wir in vielen Bereichen der Schule, der Kitas und des Rathauses umgesetzt haben. Z.B. durch frühzeitigen Einsatz von Luftreinigern.

Die Schließung von Parks und Ausflugszielen halten Aerosol-Experten für falsch. Sie verweisen dabei auf eine Studie aus Irland, bei der mehr als 200.000 Infektionen untersucht worden seien. Nur 0,1 Prozent der Ansteckungen hätten laut der Studie im Freien stattgefunden. Daher gelte auch für den Sport im Freien, dass das Ansteckungsrisiko als gering einzustufen sei.

Debatten über das Flanieren, den Aufenthalt in Biergärten, das Joggen oder Radfahren seien danach schlicht kontraproduktiv.

Diese Regeln empfehlen die Aerosol-Forscher zur Infektionsvermeidung:

• Infektionen finden in Innenräumen statt, deshalb sollten sich möglichst wenige Menschen außerhalb ihres Haushaltes dort treffen. Zusätzlich müsse man beachten, dass in Innenräumen auch dann eine Ansteckung stattfinde, wenn man sich nicht direkt mit jemandem treffe, sich aber ein Infektiöser vorher in einem schlecht belüfteten Raum aufgehalten hat.

• Man sollte die Zeiten der Treffen und die Aufenthaltszeiten in Innenräumen so kurz wie möglich gestalten.

• Man sollte durch häufiges Stoß- oder Querlüften Bedingungen wie im Freien schaffen.

• Das Tragen von effektiven Masken ist in Innenräumen nötig.

• Raumluftreiniger und Filter sollten überall dort installiert werden, wo Menschen sich länger in geschlossenen Räumen aufhalten müssen (Wohnheime, Schulen, Alten- und Pflegeheime, Betreuungseinrichtungen, Büros und andere Arbeitsplätze).

• In großen Hallen und Räumen ist die Ansteckungsgefahr viel geringer als in kleinen Versammlungsräumen.

Gondelsheim hält zusammen! Bleiben Sie gesund!

Info 1: Aufgrund der hohen Inzidenz auch in Gondelsheim haben sich Bürgermeister Markus Rupp und die Fraktionsvorsitzenden des Gemeinderats darauf geeinigt, die für den 20. April 2021 vorgesehene Gemeinderatssitzung ausfallen zu lassen!   

Info 2: Ab Donnerstag,15. April gilt im Stadt- und Landkreis Karlsruhe und damit auch in der Gemeinde Gondelsheim leider wieder eine Ausgangssperre in der Zeit zwischen 21.00 Uhr und 5.00 Uhr.

Einmal lutschen bitte: Gondelsheim setzt auf Lolli-Testmethode

Rupp: In Kindergärten wird zweimal die Woche schmerzfreier Antigen-Schnelltest angeboten

Gondelsheim fügt seiner Corona-Test-Strategie weitere Bausteine hinzu. Eigenes Testzentrum für alle Einwohner sowie zusätzliche Test-Angebote für Kraichgauschule und die drei Kindertagesstätten – seit einigen Wochen geht die Gemeinde ihren eigenen Weg in Sachen Schutz der Bevölkerung.

„Es war und ist richtig, mit gutem Beispiel voranzugehen und nicht auf Land oder Bund zu warten“, sagt Bürgermeister Markus Rupp und ergänzt: „Unsere Angebote erhalten viel positive Rückmeldung und vor allem werden sie rege wahrgenommen.“ So ließen sich im Testzentrum beispielsweise innerhalb von zwei Wochen rund 600

Gondelsheimerinnen und Gondelsheimer kostenlos testen. Die im Alten Feuerwehrhaus untergebrachte Einrichtung hat viermal die Woche für jeweils zwei Stunden geöffnet und zwar montags von 7 bis 9 Uhr, mittwochs von 16 bis 18 Uhr, freitags von 13 bis 15 Uhr sowie samstags von 10 bis 12 Uhr.

Bei den Kindertagesstätten „Am Saalbach“, „Schneckenhaus“ und „AWO-Zwergenstube“ wurden nun ganz neu in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Leitungen Kapazitäten aufgebaut. „Rund 1.000 Tests haben wir als Gemeinde geordert. Die sollten für die kommenden vier Wochen reichen“, berichtet Rupp. Gemeinsam mit einigen seiner Amtskollegen im Landkreis Karlsruhe hat er sich dazu entschlossen, die Initiative mit einer Sammelbestellung zu ergreifen. Bei den Tests handelt es sich um die in Österreich entwickelte sogenannte „Lolli-Methode“ (s. Foto). Wie der Name schon sagt, wird eine Art Lolli gelutscht, um ein schnelles Testergebnis zu erhalten. „Das ist ein gleichermaßen einfacher wie schmerzfreier Antigen-Test. Alles andere wollten wir den Kleinkindern nicht zumuten“, betont der Bürgermeister.

Dadurch erhofft er sich eine höhere Akzeptanz bei den Eltern, wenn seit dem 12. April 2021 zweimal die Woche die Lollis zur freiwilligen Nutzung bereitliegen. „Dass eine Testung gerade in den Kindertagesstätten Sinn macht, zeigt ein heutiger Corona-Fall in der Einrichtung ‚Am Saalbach‘“, ergänzt er. Rupps Appell und vieler seiner Kollegen an das Land, die Kommunen bei der Finanzierung der Tests nicht im Regen stehen zu lassen, hat wohl gefruchtet. Das Land Baden-Württemberg hat Ende letzter Woche angekündigt, sich nun doch an den Kosten der Tests mit rd. 50 % zu beteiligen. Mit 6.000 Euro war die Gemeinde Gondelsheim in Vorlage gegangen.

Nach den Osterferien sollte es auch an der Kraichgau-Gemeinschaftsschule mit regelmäßigen Schüler-Tests weitergehen. Am vergangenen Montag sind nämlich die Test-Kits des Landes, sogenannte „Nasenbohrer“ eingetroffen. Und die Gemeinde und die Schulleitung um Konrektor Benjamin Kreis-Polich hatten die Zeit vor Ostern genutzt, um weiteres Test-Personal zu schulen. „Sechs Lehrkräfte sowie zwei Elternteile von Schülern haben sich dankenswerter bereit erklärt, diese Aufgabe zu übernehmen“.

Ein besonderer Dank gilt Frau Dr. Kordula Eidt für die ehrenamtliche Schulung des Testpersonals und für die Unterstützung unserer Corona-Schutzmaßnahmen“, freut sich Rupp.

Nun aber ist der Präsenzunterricht an der Schule durch das Land Baden-Württemberg erst einmal wieder ausgesetzt – mit Ausnahme der Abschlussklassen.  

Rupp freut es besonders, dass die Maßnahmen von Gemeinderat, Schule und Kindergarten-Trägern gemeinsam getragen und gefördert werden: „Dieses Miteinander zeichnet uns in Gondelsheim ebenso aus wie der Pragmatismus, wichtige und richtige Maßnahmen schnell und unbürokratisch umzusetzen.“

Kommunen im Raum Bretten streben nach mehr Klimaschutz: 

Gondelsheim, Bretten und Oberderdingen befinden sich aktuell im Zertifizierungsprozess für den European Energy Award

Damit leisten sie ihren Beitrag zur Umsetzung der Pariser Klimaschutzziele auf lokaler Ebene

Quelle: BNN Brettener Nachrichten vom 7. April 2021 (Christof Bindschädel)

Am 12. Dezember 2015 haben 195 Staaten – darunter auch die Bundesrepublik Deutschland – das Pariser Klimaschutzabkommen verabschiedet. Rund ein Jahr später, am 4. November 2016, ist das sogenannte Übereinkommen von Paris offiziell in Kraft getreten. Dadurch soll unter anderem die weiter fortschreitende globale Erwärmung gestoppt sowie der weltweite CO2-Ausstoß verringert werden. Da dies jedoch nicht nur auf großer, sondern auch auf kleiner Bühne stattfinden muss, heben immer mehr Städte und Gemeinden diese Thematik auf ihre Agenda.

Eine Möglichkeit, wie sich Kommunen auf den Weg hin zu mehr Klimaschutz machen können, bietet der European Energy Award (eea). In diesem meist über mehrere Jahre angelegten Zertifizierungsprozess können die teilnehmenden Städte und Gemeinden ihren Beitrag zur Umsetzung der Pariser Klimaschutzziele auf lokaler Ebene leisten.

Hierfür werden konkrete Maßnahmen und Strategien erarbeitet, von deren Umsetzung die Kommunen praktisch und nachhaltig profitieren – sozusagen als Belohnung winkt die Verleihung des eea-Labels.

Der Landkreis Karlsruhe hat sich bereits zwei Mal im Rahmen des European Energy Awards zertifizieren lassen. Mit Gondelsheim, Bretten und Oberderdingen sind aktuell drei Kommunen aus dem Verbreitungsgebiet der Brettener Nachrichten in diesem Prozess.

In den Gemeinden Kürnbach, Sulzfeld und Zaisenhausen ist eine Teilnahme an der eea-Zertifizierung derzeit nicht geplant.

„Klimaschutz gehört zu den wichtigsten Zielen unserer Zeit“, erklärt Brettens Oberbürgermeister Martin Wolff (Freie Wähler). Es sei eminent wichtig, dass jede Kommune die für sie richtige Strategie finde und die Bürger in dem Prozess mitnehme. Bei der Ausarbeitung der zu treffenden Maßnahmen steht die Umwelt- und Energieagentur Kreis Karlsruhe den Städten und Gemeinden zur Seite. „Wir stehen mit der Energieagentur in engem Austausch und bereiten gerade die geplante Klimaschutzwerkstatt vor“, berichtet der OB. Dabei soll der Ist-Stand ermittelt werden, wobei man Wolff zufolge in Bretten „seit rund zehn Jahren gut unterwegs“ sei: „Es hat sich schon einiges getan. Klimaschutz ist bei uns eigentlich permanent Thema.“ Der Rathauschef verweist dabei auf die Nahwärmenetze Steiner Pfad und Diedelsheimer Höhe, die verschiedenen Bürgermodelle für Photovoltaikanlagen auf Dächern oder auf die bei den Stadtwerken seit Jahren praktizierte Wärmegewinnung aus Abwasser. Zudem sind in den Bebauungsplänen der Melanchthonstadt mittlerweile keine Schottergärten mehr zugelassen.

Emissionsfreie Art der Wärmegewinnung: Gondelsheims Bürgermeister Markus Rupp hat sich vor 20 Jahren dafür eingesetzt, dass eine Holzhackschnitzel-Anlage bei der Saalbachhalle installiert wird. Foto: Tom Rebel

In der Nachbargemeinde Gondelsheim ist in den vergangenen Jahren in Sachen Klimaschutz ebenfalls „schon viel nebenher mitgelaufen“, wie Bürgermeister Markus Rupp (SPD) betont. Exemplarisch nennt er unter anderem die Holzhackschnitzel-Anlage bei der Saalbachhalle, für die er sich vor rund 20 Jahren eingesetzt hat und mit der die Gemeinde seitdem einen wertvollen und nahezu emissionsfreien Beitrag für die Nahwärmeversorgung leistet. Die Holzpellet-Heizung im neuen Feuerwehrhaus sorge dafür, „dass wir nun ein Feuerwehrhaus haben, das energetisch eines der vorbildlichsten in der ganzen Region ist“, sagt Rupp. Daneben hat Gondelsheim im März 2011 als zweite Gemeinde Baden-Württembergs und als erste Gemeinde im Landkreis Karlsruhe nahezu die komplette Straßenbeleuchtung auf LED umgestellt. Diese Maßnahmen fließen nun in den eea-Prozess mit ein und unterstützen diesen. Der Gemeinderat hat bereits im vergangenen September eine erste Klimaschutzwerkstatt abgehalten und dabei jede Menge Ideen gesammelt.

Nun sei es wichtig, dass man neben Gemeinderat und Verwaltung auch die Bürger und dabei besonders die junge Generation mit ins Boot hole, betont Rupp.

Auch in Oberderdingen befindet man sich seit einigen Wochen im eea-Prozess. Der Zeitplan sieht vor, die Ist-Analyse bis zum Herbst diesen Jahres zu erstellen, zudem soll ein sogenanntes Energieteam installiert werden.

Dieses Team soll dann mögliche Ideen sammeln, die wiederum in einer Klimaschutzwerkstatt gemeinsam mit dem Gemeinderat beschlossen und auf den Weg gebracht werden. Mit der Umsetzung soll, so lautet der Plan, im kommenden Jahr begonnen werden, die Zertifizierung soll im Herbst 2022 erfolgen.

Gondelsheim geht beim Erhalt schützenswerter Bäume eigenen Weg

Gemeinde setzt auf Freiwilligkeit und gewinnt prominente ehrenamtliche Unterstützer

Den Erhalt alter Bäume haben sich viele Kommunen auf die Fahnen geschrieben. Bei der Frage hingegen, wie sich dieses Ziel am besten erreichen lässt, geht Gondelsheim einen unüblichen Weg. „Wir setzen auf positive Anreize, wollen die Menschen motivieren und unterstützen bei der Pflege“, sagt Bürgermeister Markus Rupp. Der Antrag der SPD hatte die Unterstützung aller anderen Fraktionen im Gemeinderat erhalten.

Eine Vorgehensweise, der die Gondelsheimer Försterin und Expertin für Naturschutz Stephanie Bauer viel abgewinnen kann: „Die meisten setzen auf den Verordnungsweg. Dabei ist es wichtig, die Menschen davon zu überzeugen, wie wichtig der Erhalt alter Bäume für Klimaschutz, Bodenschutz und Insektenschutz ist.“ Gemeinsam mit ihrem Förster-Kollegen Christian Feldmann hat sie sich daher ehrenamtlich bereit erklärt, den Gondelsheimer Weg mitzugestalten.Beide haben hierzu die Konzeption für das Gondelsheimer Baumkataster ausgearbeitet.

Im ersten Schritt erhielten rund 170 Bürgerinnen und Bürger Post von der Gemeinde. Sie alle besitzen auf Gondelsheimer Gemarkung Wiesen, Gärten und Äcker, auf denen erhaltenswerte Bäume stehen. Im Fokus stehen alte und vor allem landschaftsprägende Bäume, insbesondere Obstbäume. In dem Brief befindet sich das Angebot der Kommune, den Baum in ein Baumkataster aufzunehmen und bei der Pflege zu unterstützen. „Insgesamt handelt es sich um ungefähr 350 besonders schützenswerte Bäume im Außenbereich“, berichtet Bürgermeister Rupp. Dazu zählen ebenfalls solche Exemplare, die auf kommunalem Grund stehen. Die Vorauswahl haben Bauer und Feldmann durch gute Ortskenntnisse und vor allem durch Luftbilder getroffen. Als Erfassungskriterien dienten unter anderem Baumart, Stammumfang, geschätztes Alter, Höhe, Gesundheitszustand oder auch die Frage, ob es im Stamm beispielsweise Höhlen für Käuze gibt.

Erteilen die Grundstückseigentümer ihr Einverständnis erfolgt ab Mai bis in den Herbst die genaue Untersuchung vor Ort und Registrierung der Bäume im Kataster. „Dadurch entstehen keinerlei Kosten oder sonstige Verpflichtungen“, betont Bürgermeister Rupp die Freiwilligkeit und ergänzt: „Es liegt doch in unser aller Interesse, das Landschaftsbild zu schützen und zu erhalten.“

Deshalb erhalten alle, die mitmachen entsprechende Unterstützung. Dafür konnte der ehemalige Kreisbrandmeister Thomas Hauck gewonnen werden.

In seiner Funktion als ausgebildeter und erfahrener Baumwart – auch inzwischen in Diensten der Gemeinde Gondelsheim – steht er als Ansprechpartner für die Baumpflege zur Verfügung. Und auch der 1. Vorsitzende des Bezirks- Obst- und Gartenbauverein Bruchsal, Günter Kolb hat seine Mitwirkungsbereitschaft signalisiert.

„Das große ehrenamtliche Engagement verdient unser aller Respekt und zeigt gleichzeitig den Stellenwert des Baumkatasters für Gondelsheim“, betont Rupp und hofft nun auf eine entsprechend rege Beteiligung der Baumbesitzer.

„ZusammenSammeln“ – „Gondelsheim putzt sich heraus“

Ortsputzete in Corona-Zeiten eben mal anders

Auch 2021 ist alles irgendwie anders. Doch nachdem 2020 die Ortsputzete coronabedingt ganz entfallen musste, hat sich die Gemeindeverwaltung mit Unterstützung des Gewerbevereins dieses Jahr eine Alternative überlegt:

Gondelsheim putzt sich heraus – „ZusammenSammeln“: Ab sofort kann jede und jeder zu den Öffnungszeiten vor dem Rathaus-Haupteingang eine Ortsputzete-Tasche – gesponsert vom Gewerbeverein – abholen.

Ausgestattet mit Handschuhen und Öko-Müllbeuteln darf dann fleißig zusammengesammelt werden, was man eben so findet. Alles Gesammelte kann beim Bauhof in Gondelsheim abgegeben werden. Bitte legen Sie die vollen Müllbeutel zwischen Bauhof und Saalbachhalle beim großen grünen Container ab, die Bauhofmitarbeiter kümmern sich dann darum.

Beteiligen Sie sich und helfen Sie mit, Gondelsheim weiterhin sauber und schön zu halten! Wir freuen uns über alle, die teilnehmen.

Und als kleines Highlight: Fotos von der eigenen Aktion oder skurrile Fundstücken können per E-Mail an renate.papadopoulos@gondelsheim.de gesendet werden. Die Bilder werden dann in einer Collage auf dem gemeindlichen Facebook-Auftritt “Gondelsheim informiert“ gezeigt.

Leider wenig Neues aus dem Jugendtreff Bounty

Wir müssen weiterhin im »präsenzlosen Betrieb« bleiben, dürfen aber nach wie vor individuelle Gespräche anbieten.

Nach Terminabsprache dürft ihr euch gerne bei uns Bedarf Rat, Hilfe und Trost holen. Meldet euch – notfalls durch Rufen unter dem Fenster.

Wichtiger Hinweis:

Für Notfallberatungen bzw. Seelsorgegespräche bleiben wir als eure Ansprechpartner zu unseren üblichen Öffnungszeiten und am Sonntag, 18.04. von 14 bis 18 Uhr, telefonisch und per E-Mail für euch erreichbar. Wir können dann einen Termin vereinbaren, hier im »Bounty« oder draußen zu einem Spaziergang. Bounty-Tel.: (0 72 52) 7 79 98 31 oder jz.gondelsheim@awo-ka-land.de.

Euer AWO-Jugendtreff-Team (Matthias und Michael Klebon, Andrea Mergel, Diana Gattung)

Bushaltestelle hatte Farbe nötig

Alles neu macht der… Zumindest manches schöner macht der April!

Die Bushaltestelle an der Bruchsaler Straße/Graf-Douglas-Straße hatte das „Aufhübschen“ in der Tat notwendig – siehe vorher/nachher!

Danke Herrn Frank Schaufler, der Bürgermeister Markus Rupp auf den wenig schönen Zustand ansprach.

Und noch eine gute Nachricht zum Schluss

Unser Freitags-Markt auf dem Rathausplatz wird wieder bunter

Schäffner-Hof aus Büchenau kehrt mit Stand ab dem 23. April 2021 wieder zurück

„Der Frühling erblüht und wir bereichern den Rathausplatz wieder, machen damit den Markt wieder rund“, schreiben Anette und Siegbert Schäffner, die krankheitsbedingt eine lange Pause einlegen mussten.

Und wir als Gemeinde Gondelsheim freuen uns, dass der Schäffner-Stand aus Büchenau – passend zur Spargelzeit – unsere Bevölkerung wieder mit saisonalen und regionalen Produkten jeden Freitag zwischen 9.00 und 17.00 Uhr versorgen wird!

Herzlichst

Ihr

Markus Rupp, Bürgermeister