[5] Antoniuskapelle Neibsheim

Dem heiligen Antonius von Padua ist seit dem 19. Jahrhundert die Neibsheimer Antoniuskapelle im Gewann Michental gewidmet. Die Kapelle wurde im Frühjahr 2011 umfassend renoviert und am 13. Juni 2011, dem Patronatstag des Antonius, mit einer Prozession samt Messe feierlich wieder eingeweiht.
Antonius, geboren am 15. August 1195 in Lissabon, entstammte Adelsfamilie. Mit 15 Jahren wurde er Augustiner-Chorherr. Er studierte in Lissabon und Coimbra und empfing die Priesterweihe. 1220 trat er in den Franziskanerorden über und ging als Missionar nach Marokko. Wegen einer Krankheit musste er Marokko wieder verlassen; durch einen Sturm gelangte er nach Sizilien, lebte dann einige Zeit als Einsiedler bei Assisi, wo er auch 1221 am Generalkapitel der Franziskaner teilnahm. Hier traf er den Ordensgründer Franz von Assisi. Antonius fiel durch seine außergewöhnliche R
edebegabung auf. Daher wurde er beauftragt, in Italien den Albigensern und Waldensern und in Südfrankreich den Katharern zu predigen. 1227 kehrte er nach Oberitalien zurück, wo er als Bußprediger, Ordensprovinzial und an der Universität Bologna als Lektor der Theologie für die Franziskaner wirkte. Von seinen zahlreichen Aufgaben und Reisen erschöpft, zog er sich 1230 von seinen Ämtern zurück. Er starb am 13. Juni 1231 bei Padua.