Der Bürgermeister informiert KW 29

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

im Visitationsbericht der evangelischen Kirche vom 8. März 1898 ist zu lesen:

„Seit 1897 besteht hier wieder ein Kirchenchor, der folgendermaßen entstanden ist. Seit Herbst 1896 versammelt die Pfarrfrau wöchentlich einmal von 8 – 10 Uhr abends junge Mädchen von 16 Jahren an im Pfarrhaus um sich und übt mit ihnen religiöse Lieder ein und liest etwas vor. Es kommen regelmäßig 40 – 45 Mädchen. Nun haben sich noch etwa 20 Männer eingefunden, welche an einem anderen Abend im Pfarrhaus vom Pfarrer Singstunde erhalten. Man hofft durch diesen Kirchenchor, welcher erstmals an Weihnachten gesungen hat, der aber künftig hier an allen Festtagen sich hören lassen wird, nicht nur zur Verschönerung des Gottesdienstes, sondern auch zur Verbesserung des Kirchengesangs im allgemeinen und zur Hebung des Kirchenbesuchs beitragen zu können.“

Aus diesem Grund feiert der evangelische Kirchenchor – wie auf der Teilseite zu lesen – am Samstag sein 125jähriges Jubiläum. Herzlichen Glückwunsch!

Und am Sontag geht es kirchlich weiter. Dann mit dem traditionellen Gartenfest der katholischen Kirche „Guter Hirte“ Gondelsheim!

Neuordnung des Stadtbusverkehrs

in Bretten und Umgebung

Auch Gondelsheim profitiert mit seiner Buslinie 141 davon

Pünktlich zum Schuljahresbeginn am Montag, 12. September, können sich die Schüler*innen und Bürger*innen in Bretten und Gondelsheim über eine umfangreiche und attraktive Neuordnung des Stadtbusverkehrs freuen.

Die Stadt Bretten, der Landkreis Karlsruhe und der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) haben in den vergangenen Monaten ein neues Stadtbus-Konzept entwickelt, das ab dem neuen Schuljahr mit neuen Buslinien, der sehr kundenfreundlichen „Rendezvous-Technik“ an einem zentralen Umsteigepunkt und einer besseren Anbindung einzelner Stadtteile aufwarten kann.  

Dr. Christoph Schnaudigel, Landrat des Landkreises Karlsruhe, sagt zu den Anpassungen ab dem 12. September: „Mit der Neuausrichtung gelingt es uns gemeinsam mit der Stadt Bretten die Ausweitung und die Stabilisierung des Busverkehrsangebotes in der Stadt voranzubringen. Die Verlässlichkeit im Busverkehr ist eine Grundvoraussetzung um die Mobilitätswende im ÖPNV konkret zu gestalten.“ 

Auch im Rathaus der Melanchthonstadt freut man sich auf den Start des Angebots nach den Sommerferien:

„Das neue Stadtbussystem ist das neue Herzstück des städtischen Personennahverkehrs in Bretten und ein wichtiger Meilenstein in der Umsetzung unseres Mobilitätskonzepts. Dadurch wird der ÖPNV in Bretten schneller und attraktiver. Ich ermuntere alle Brettener Bürgerinnen und Bürger, zukünftig auf Bus, Bahn oder das Fahrrad umzusteigen“, so Oberbürgermeister Martin Wolff.

Dr. Alexander Pischon, KVV-Geschäftsführer betont: „Ein attraktives Nahverkehrsangebot ist angesichts der Herausforderungen der Gegenwart von entscheidender Bedeutung – gerade auch auf kommunaler Ebene. Es freut mich deshalb sehr, dass im Bereich Bretten der Stadtverkehr optimiert werden kann. Je mehr Fahrgäste unsere neu organisierten KVV-Buslinien künftig nutzen, desto schneller lassen sich die negativen Effekte des Individualverkehrs weiter reduzieren. Die Neuordnung der Buslinien ist ein wichtiger Beitrag für mehr Klimaschutz.“

Gondelsheims Bürgermeister Markus Rupp ist ebenfalls zufrieden, zumal auch Gondelsheim profitiert mit seiner Buslinie 141 von den Veränderungen profitiert. So werden wieder alle Fahrten in den Ort hinein beziehungsweise aus diesem herausgeführt werden. Künftig gibt es somit keine verkürzten Fahrten ab/bis Gondelsheim Bahnhof mehr. „Unser Bohren dicker Bretter hat sich nun ausgezahlt“, so Rupp.  

KVV-Buslinie 141 (Gondelsheim – Neibsheim – Büchig – Bretten – Ruit):

Bei der Neuordnung der Bus-Verkehre wurde der Stadtteil Ruit aus der bisherigen Verbindung mit den Stadtteilen Rinklingen und Diedelsheim herausgelöst. Diese Anpassung ist deshalb sinnvoll, da künftig aus zeitlichen Gründen nicht mehr über das Wohngebiet Wanne und die Innenstadt gefahren werden kann. Der Bus bleibt in Tal-Lage (Pforzheimer Straße) und fährt zunächst zum Zentralen Omnibusbahnhof und danach über die Innenstadt weiter zu den Stadtteilen im Norden. Auch Gondelsheim profitiert von dem neuen Stadtbussystem, weil wieder alle Fahrten in den Ort beziehungsweise aus diesem herausgeführt werden. Künftig gibt es somit keine verkürzten Fahrten ab/bis Gondelsheim Bahnhof mehr.

Aus der Kreistagssitzung

vom 14. Juli 2022

Deutliche Angebotsverbesserung im Landkreis Karlsruhe zum Fahrpanwechsel im Dezember

Kreistag fordert die Landesregierung auf die Kostenübernahme für ein leistungsfähiges Angebot laut Koalitionsvertrag sicherzustellen

Der Kreistag, der am 14. Juli in der Böhnlichhalle Walzbachtal-Wössingen zusammenkam, begrüßte die Ausweitung des Schienenverkehrsangebotes, die sich aus der Ausschreibung des sogenannten „Netzes 7 Karlsruhe/Heilbronn“ ergibt. Dieses zählt zum sogenannten „Schienenpersonennahverkehr“ (SPNV), dazu zählen Verkehrsleistungen der Eisenbahnverkehrsunternehmen, die vom Land Baden-Württemberg organisiert, verwaltet – und grundsätzlich auch bezahlt werden.

Zum Fahrplanwechsel im Dezember diesen Jahres können sich die Fahrgäste zwischen Heilbronn, Bretten und Karlsruhe auf ein verbessertes Angebot freuen, da auf den Linien zukünftig sowohl die gelben Stadtbahnen in die Karlsruher Innenstadt als auch die roten Regionalexpresse an den Karlsruher Hauptbahnhof fahren. Auch die Anzahl der Fahrten zwischen Bruchsal und Menzingen/Odenheim wird deutlich erhöht, womit es täglich zwei Stadtbahnen pro Stunde zwischen Bruchsal und Menzingen wie auch Odenheim geben wird, in den Hauptverkehrszeiten sind sogar drei Bahnen pro Stunde vorgesehen. Auf dem Abschnitt zwischen Bruchsal und Karlsruhe wird es von den Haltepunkten Weingarten, Untergrombach und Bruchsal/Bildungszentrum zusätzlich zu den Stadtbahnen eine stündliche Anbindung in Richtung Heidelberg und Mannheim geben. Am Haltepunkt Stettfeld-Weiher kann eine halbstündige Bedienung erfolgen.

Die Fahrzeit zwischen Bretten und dem Karlsruher Hauptbahnhof verkürzt sich durch die neuen Züge beispielsweise um 15 Minuten zwischen Oberderdingen und Freiburg wird es Fahrzeitgewinne von 26 Minuten geben und die Anbindung zum Frankfurter Flughafen reduziert sich von Bretten aus um 21 Minuten. Landrat Dr. Christoph Schnaudigel sprach von einem Quantensprung: „Diese Umstellung bringt nicht nur eine Ausweitung des Angebotes sondern auch deutliche Fahrzeitgewinne, was den ÖPNV insgesamt deutlich attraktiver werden lässt.“

Pferdefuß dieser Verbesserungen sind aber um rund 5 Millionen Euro höhere Aufwendungen, die der Landkreis und seine Städte und Gemeinden an die AVG zahlen müssen und die ÖPNV-Aufwendungen auf 39 Millionen Euro pro Jahr ansteigen lassen. Grund hierfür ist unter anderem, dass in der Region schon seit geraumer Zeit im Sinne eines ausgeweiteten Angebotes für die Einwohnerinnen und Einwohner Leistungen von kommunaler Seite erbracht werden, die eigentlich in die Zuständigkeit des Landes fallen. Dieser Qualitätsstandard, der zukünftig landesweit gelten wird, muss somit auch im Landkreis vom Land bezahlt werden, wenn die Mobilitätswende gelingen soll, so Landrat Dr. Schnaudigel.

Deshalb unterstrich der Kreistag ausdrücklich seine Erwartung, dass die Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag der Landesregierung, wonach das Land Baden-Württemberg alle Schienenpersonennah-verkehrs-Linien abhängig von den Fahrgastzahlen im Grundtakt vollständig finanziert, auch eingehalten wird. Zugestimmt hat das Land bislang nur der Bezahlung von 100.000 Zugkilometer SPNV-Verkehre, die bisher der Landkreis Karlsruhe bezahlen musste, was jährlich 1,5 Millionen Euro entspricht. Dabei wurde ausdrücklich vom Kreistag begrüßt, dass es nun zukünftig transparent möglich wäre, weitere Leistungen zu- und abzubestellen, abhängig von der tatsächlichen Nutzung der Bürgerinnen und Bürger.

Neugestaltung des Landratsamtsareals schreitet voran

Kreistag legt Bauablauf fest

Verwaltung zieht übergangsweise ins Postgiroareal

Das Projekt der Neugestaltung des Landratsamtsareals in Karlsruhe läuft weiter planmäßig. In seiner Sitzung vom 14. Juli, die in der Böhnlichhalle in Walzbachtal-Wössingen stattfand, legte der Kreistag die weitere Vorgehensweise fest.

Der jetzt einstimmig beschlossene Bauablauf beinhaltet den vollständigen Rückbau und Neubau bzw. Bezug aller Gebäudeteile bis 2028. Bereits 2026 könne der sogenannten Flachbau fertiggestellt werden, in weiteren zwei Jahren dann der 90 Meter hohe Verwaltungsturm. Im Hinblick auf die Bauzeit, bauliche Rahmenbedingungen wie die Statik, den Brandschutz und die Baustellenlogistik sowie Beeinträchtigungen für die Belegschaft und den Kundenverkehr hat sich diese Vorgehensweise am vorteilhaftesten erwiesen und ist dazu die günstigste Lösung. Mitte 2026 können auf diese Weise bereits wesentliche Teile der Verwaltung sowie die externen Nutzer einziehen. Damit verbunden ist eine vorübergehende Verlagerung des Dienstbetriebes in das ehemalige Postgiroareal in unmittelbarer Nähe für den Zeitraum von ca. 36 Monaten, das Flächen für diesen Zeitraum anbieten konnte.
Ursprünglich war angestrebt, den Neubau weitgehend parallel zum Altbestand zu errichten, danach in die neuen Gebäudeteile umzuziehen und zum Schluss das Hochhaus abzubrechen. Diese Vorgehensweise verursacht aber die längste Bauzeit bis Mitte 2030 und birgt eine ganze Reihe von Konflikten zwischen der Baustelle und dem Weiterbetrieb des Landratsamtes, die technisch aufwändig und nur mit hohem finanziellen Aufwand gelöst werden müssten. Die daneben geprüfte Variante eines vollständigen Freimachens des Grundstücks mit anschließender Erstellung des Neubaus brächte zwar eine kürzere Bauzeit bis Mitte 2028 mit sich, bedeutet aber ein Interim von mindestens 52 Monaten und stünde dem vereinbarten Einzug der externen Nutzer im Jahr 2026 entgegen.

Voll im Gange sind die Abbrucharbeiten des früheren Langbaus, die im April mit der Entkernung des Gebäudes und Ausbau und Entsorgung schadstoffbelasteter Baumaterialien begonnen haben. Alle Materialien werden sortenrein getrennt und im Sinne des Kreislaufwirtschaftsgesetzes verwertet oder beseitigt.

Auch das Bebauungsplanverfahren schreitet voran. Der Karlsruher Gemeinderat hatte in seiner Sitzung vom 31. Mai die Nutzungsart als sonstiges Sondergebiet mit der Zweckbestimmung „Büro- und Verwaltungsgebäude“ beschlossen und den Bebauungsplanentwurfs am 7. Juli im Planungsausschuss der Stadt Karlsruhe vorgestellt. Aktuell werden die Planungen für die Außenanlagen weiter vorangetrieben und mit den Gutachten zum Verkehr, Mikroklima, Umweltgutachten Baum- und Artenschutz abgeglichen. Dabei werden in der geplanten „grünen Mitte“ Flächen entsiegelt und mehr Bäume gepflanzt, als derzeit vorhanden. Durch die Tiefgarage unterhalb des Gebäudes wird zudem die Fläche der „grünen Mitte“ nicht unterbaut und für die natürliche Versickerung des Regenwassers genutzt, betonte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel.

Am 26. September plant die Stadt die vorgezogene Öffentlichkeitsbeteiligung und noch in diesem Jahr die Beteiligung der Behörden und Träger öffentlicher Belange. Eine Offenlage im März/April 2023 vorausgesetzt könnte im Juli nächsten Jahres der Satzungsbeschluss erfolgen, der wiederum Grundlage für den eigentlichen Baubeschluss ist.

Neben den Verwaltungseinheiten des Landratsamtes werden auch die Akademie der Unfallkasse Baden-Württemberg, die Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Baden, das Arbeitsmedizinische Zentrum Karlsruhe sowie der Gemeindetag Baden-Württemberg ihren Standort im Gebäudekomplex finden. Auch plant die Stadt im Zuge eines Flächentausches mit dem Landkreis den zweiten Hochpunkt für ihre Verwaltung zu nutzen. Somit entsteht ein Verwaltungs- und Schulungszentrum in zentraler Lage, das hervorragend an den öffentlichen Personennahverkehr angeschlossen sein wird.

Wechsel im Kreistag

Jens Puchelt rückt für Franz Masino in das Gremium ein

Felix Geider zum zweiten stellvertretenden Vorsitzenden gewählt

In der jüngsten Sitzung des Kreistags, die am 14. Juli in der Böhnlichhalle Walzbachtal stattfand, wurde Jens Puchelt als neuer Kreisrat verpflichtet, nachdem das Gremium bereits in seiner vorherigen Sitzung festgestellt hatte, dass kein Hinderungsgrund gegen das Einrücken in den Kreistag vorliegt. Jens Puchelt kommt aus Waldbronn und ist Mitglied der SPD-Fraktion. Er folgt Franz Masino, der unter anderem aus altersbedingten Gründen um sein Ausscheiden gebeten hatte. Jens Puchelt war bereits von 2014 bis 2019 Mitglied des Kreistags.

Zum zweiten stellvertretenden Vorsitzenden, der den Landrat in seiner Funktion als Vorsitzender des Kreistags vertritt, wurde Felix Geider gewählt. Der Östringer Bürgermeister gehört der Fraktion der Freien Wähler an, der er seit kurzem auch vorsteht, nachdem der Kreisrat und Ettlinger Oberbürgermeister Johannes Arnold diese Funktion aus privaten und gesundheitlichen Gründen niedergelegt hatte.

Energiekrise: Gondelsheim bereitet sich auf alle Eventualitäten vor

Mit 28-Punkte-Programm hofft man Verbrauch um bis zu 20 Prozent senken zu können

Was passiert, wenn kein Gas mehr aus Russland fließt? Eine Frage, die sich derzeit viele Menschen stellen und natürlich beschäftigt sich auch die Gemeinde Gondelsheim mit diesem Thema.

 „Unsere Aufgabe und unsere Verantwortlichkeit ist es, sich mit allen Eventualitäten zu beschäftigen und auf verschiedene Szenarien vorbereitet zu sein“, macht Bürgermeister Markus Rupp deutlich.

Mit entsprechendem Nachdruck hat eine ämterübergreifende Arbeitsgruppe ein Konzept erarbeitet. „Ziel war es, Maßnahmen zu finden, mit denen sich in den kommunalen Gebäuden schnell und pragmatisch Energie einsparen lässt“, berichtet er. Das Ergebnis ist eine 28 Punkte umfassende Liste mit konkreten Möglichkeiten, den Energiebedarf um 10 bis 20 Prozent zu senken. „Damit sind wir für den Fall der Fälle besser gewappnet und versuchen unseren Teil in der bundesweiten konzertierten Aktion beizutragen. Immer in der Hoffnung, dass es nicht zum Gasliefer-Stopp kommt, weder jetzt und vor allem nicht im Winter“, so Rupp.

Eine der Maßnahmen ist das Absenken der Raumtemperatur auf den zulässigen Wert von 20 Grad Celsius. „Experten gehen davon aus, dass ein Grad weniger den Energieverbrauch um sechs Prozent senkt“, erklärt der Bürgermeister. Thermostate mit smarter Temperaturfühlung und Programmierung, provisorische Dämmung zwischen Heizkörper und Gebäudeaußenwand sowie Heizungsrohre in den Nebenräumen dämmen sind weitere Empfehlungen, um beispielsweise im denkmalgeschützten Rathaus den Energieverbrauch zu reduzieren. Dazu gehört auch der in der Pandemie schon bewährte Einsatz des Instruments „Home Office“.

Von der derzeit laufenden Umstellung auf LED-Beleuchtung in der Saalbachhalle versprechen sich die Fachleute neben der besseren Ausleuchtung vor allem eine Ersparnis von rund 60 Prozent des bisherigen Stromverbrauchs. Auch damit wird indirekt Gas gespart. Im Bauhof ist unter anderem daran gedacht, die Tore provisorisch von innen zu dämmen.

Für alle Gebäude des Wärmeverbundes Rathausplatz setzt die Verwaltung auf einen Verzicht der redundanten Gasversorgung und stattdessen auf die alleinige Befeuerung mit Holzhackschnitzeln – auch bei Schwachlast und Spitzen.

Das Entlüften der Heizkörper sowie die vorgezogene Wartung und Nachjustierung aller Heizungen soll für einen bessern Wirkungsgrad sorgen und so den Energieeinsatz ebenfalls vermindern.

Darüber hinaus würde auch eine Reduzierung beziehungsweise das Abschalten der LED-Straßenbeleuchtung z.B. in den Nachtstunden von 1 bis 5 Uhr weitere Einspareffekte bedeuten. Darüber, so Rupp, wird aus Sicherheitsgründen jedoch noch zu diskutieren sein. Ebenso wie über die Überlegung, zwischen Weihnachten und Neujahr das Leistungsangebot der Verwaltung auf das Nötigste zu beschränken, um so in dieser Zeit alle Wärmeerzeugungs- und Lüftungsanlagen abschalten zu können.

Mit der Kraichgau-Gemeinschaftsschule und den örtlichen Kitas kündigt die Gemeinde Gondelsheim zudem baldige Gespräche in Sachen Energie-Einsparmöglichkeiten an.

Der 28-Punkte-Plan betrifft kommunale Einrichtungen, aber die Gemeinde macht sich ebenso Gedanken über Hilfen für Bürgerinnen und Bürger, die im Herbst oder Winter nicht mehr heizen können, sei es wegen fehlender Energielieferungen oder weil sie ihre Heizkostenrechnung nicht mehr zahlen können. „Auch damit beschäftigen wir uns“, betont Bürgermeister Rupp. Er denkt dabei im „worst case“ an die Möglichkeit, in der Saalbachhalle entsprechende Unterkünfte einzurichten. „Schließlich haben wir eine Fürsorgepflicht und der kommen wir so gut es geht nach“, führt er weiter aus.

Letztlich betrifft das Problem aber alle Bürgerinnen und Bürger, Privathaushalte wie Unternehmen. Deshalb appelliert Bürgermeister Rupp auch an alle: „Wir können die Energiekrise nur gemeinsam meistern. Deshalb kommt es auch auf jede einzelne Maßnahme an, so klein sie auch sein mag. In der Summe können wir eine größere Wirkung entfalten als wir vielleicht annehmen. Besser jetzt schon Energie sparen, als im Winter in der Kälte darben“. 

Neues aus dem Jugendtreff Bounty

Freizeitpark

Nach zweijähriger Corona-Pause konnten wir am freien Peter-und-Paul-Montag endlich wieder einen Freizeitpark aufsuchen. Der Andrang zur Sonderaktion war dementsprechend groß – größer jedenfalls als die Maximalteilnehmerzahl es zuließ. (Michel war sogar eigens in der Frühe nach Gochsheim geradelt, um dort den mehr Plätze bietenden Elektro-Kleinbus abzuholen.) So fuhren wir denn mit zwei bis auf den letzten Sitz gefüllten Autos morgens um acht los.

Bei bestem Hochsommerwetter konnten wir den Tag voll ausschöpfen. Auch wenn so ein Park nie ganz leer sein wird, die Wartezeiten hielten sich in Grenzen. Von den Achterbahnen mit so treffenden Namen wie »Karacho, Volldampf oder Hals-über-Kopf« wurden wir ordentlich durchgeschüttelt. Wem die Hochgeschwindigkeitsbahnen mit Loopings, Schrauben und schieren Abstürzen zu viel waren, konnte immer noch Kettenkarussell (»Fliegenpilz«), Wildwasserbahn (»Waschzuber-Rafting«) oder Dreherlebnis (»Kaffeetassen-Fahrt«) wagen. Und dann gab es natürlich noch eine Reihe schwäbisch-gemütlicher Attraktionen wie die »Oldtimerfahrt«, die »Altweibermühle« oder den »Heiratsmarkt«. Langweilig wurde uns während der neun Stunden Parköffnungszeit jedenfalls nicht!

Gegen Ende war es sogar recht schwierig, unsere Mädels von der Achterbahn loszueisen: Denn der freundliche Mitarbeiter ließ sie – es war schon leer – Extrarunde um Extrarunde drehen. Einigermaßen müde, aber glücklich, kamen wir schließlich gegen halb acht abends wohlbehalten in Gondelsheim an.

Auch für die Sommerferien planen wir schon wieder spannende Aktionen (hierzu mehr im nächsten »Blättle)«. Zum Ferieneinstieg gibt es zunächst einmal die beliebten Cocktails.

Terminvorschau:

  • Der nächste offene Sonntag ist am 24. Juli.
  • Donnerstag, 28. Juli: Cocktails (Kids, Teens)
  • Freitag, 29. Juli: Cocktails (Teens, Große)
  • Bis auf KW33 (15.-21. August) bleibt der Jugendtreff in den Sommerferien geöffnet.

Euer AWO-Jugendtreff-Team (Matthias und Michael Klebon, Andrea Mergel)

Die Notfalldose im Kühlschrank gibt dem Rettungsdienst künftig wichtige Hinweise zum Patienten

Im Landkreis Karlsruhe werden die ersten 5.000 Stück ausgegeben – 25 davon in Gondelsheim

Die Geschäftsstelle der kommunalen Gesundheitskonferenz des Landkreises Karlsruhe verteilte in dieser Woche an Pflegestützpunkte und Gemeinden sogenannte „Notfalldosen“.

Diese wurden in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) Kreisverband Karlsruhe e.V. für den Landkreis Karlsruhe zugeschnitten. Die Dosen sollen im Notfall dem Notarzt und Rettungsdienst einen Überblick über den Gesundheitszustand des Patienten geben.

Für Rettungsdienst und Notärzte ist es oft schwierig, im Notfall wichtige Informationen über den Patienten und ihre Kontakte zu erhalten. Das soll die Notfalldose ändern: Sie wird präventiv befüllt, an einem einheitlichen Standort abgestellt und der Rettungsdient kann selbstständig im Notfall auf diese zugreifen, um entsprechend zu helfen.

Die Dose enthält ein Einlegeblatt, auf dem unter anderem dokumentiert wird, welche Medikamente eingenommenen werden und verordnet sind, aber auch die Anschrift von nahen Verwandten, die im Notfall verständigt werden sollen und die weitere Auskünfte geben können. Denn das ist in der Praxis oft ein großes Problem.

Mit der Notfalldose haben die Rettungskräfte eine Übersicht. Die Medikamentenliste gibt den Ärzten und dem Rettungsdienstpersonal einen ersten Überblick über mögliche Vorerkrankungen des Patienten. Für die Aktualisierung des Einlegeblattes ist jeder Patient selbst verantwortlich und muss dieses gegebenenfalls zeitnah korrigieren.

Damit die Notfalldose einen einheitlichen Standort hat und im Notfall schnell gefunden werden kann, wird diese im Kühlschrank aufbewahrt. Durch einen Aufkleber auf der Innenseite der Wohnungstür sowie einen weiteren Aufkleber auf der Kühlschranktür wird darauf hingewiesen, dass eine Notfalldose vorhanden ist. Zusätzlich werden Aufkleber beigelegt, die auf das Telefon geklebt werden können und die Notrufnummer 112 nochmals verdeutlichen.

Verteilt werden die 25 Gondelsheimer Notfalldosen, die für alleinlebende Ältere und alleinlebende Menschen mit Vorerkrankung gedacht sind, über unser Bürgerbüro.

Herzlichst

Ihr

Markus Rupp, Bürgermeister