Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
nach elf Jahren war Gondelsheim in der letzten Woche wieder Ort des traditionellen Treffens ehemaliger Kreisrätinnen und Kreisräte sowie Bürgermeisterinnen und Bürgermeister des Landkreises Karlsruhe.
Ehemalige Kreisrätinnen, Kreisräte und Bürgermeister auf Einladung des Landkreises Karlsruhe zu Gast in Gondelsheim
Rund 60 Gäste folgten der Einladung von Landrat Dr. Christoph Schnaudigel ins historische Löwenthor.
Neben Informationen über aktuelle Kreisthemen standen vor allem Begegnungen, Erinnerungen und der persönliche Austausch im Mittelpunkt.
Regelmäßig lädt Landrat Dr. Christoph Schnaudigel frühere Mitglieder des Kreistags sowie ehemalige Bürgermeisterinnen und Bürgermeister zu diesem Treffen ein. In diesem Jahr führte der Weg nach Gondelsheim – und damit an einen Ort, den viele noch in guter Erinnerung hatten: Bereits vor elf Jahren waren die „Ehemaligen“ hier zusammengekommen.
Schnaudigel begrüßte die zahlreichen Gäste und informierte zum Auftakt mit einer Bilderschau über wichtige Themen und aktuelle Entwicklungen im Landkreis Karlsruhe. Anschließend blieb reichlich Gelegenheit zum Austausch. Dabei wurde schnell deutlich, dass das Interesse am Geschehen im Landkreis auch nach dem Ausscheiden aus Amt oder Mandat ungebrochen ist. Zugleich dankte der Landrat den ehemaligen kommunalen Verantwortungsträgerinnen und -trägern für ihren teils jahrzehntelangen Einsatz für die Menschen in ihren Städten und Gemeinden.
Für einen ebenso informativen wie launigen Willkommensgruß sorgte Gondelsheims Bürgermeister Markus Rupp. Passend zum Veranstaltungsort nahm er die Gäste zunächst mit auf einen kurzen Streifzug durch die Geschichte des traditionsreichen Hauses, dessen Wurzeln als Gasthaus und Herberge bis ins Jahr 1701 zurückreichen. „Dieses Gasthaus ersetzt jeden Image-Film – es ist Kulisse genug“, stellte Rupp eingangs fest.
Dass Gondelsheim trotz seiner überschaubaren Größe einiges zu bieten hat, machte der Bürgermeister ebenfalls deutlich. So verwies er unter anderem auf die Gemeinschaftsschule mit rund 500 Schülerinnen und Schülern sowie acht gastronomische Betriebe – „mit dem Löwenthor als Sahnehäubchen“.
Doch Rupp schlug in seinem Grußwort auch ernstere Töne an. Unter dem Schlagwort „Was hatte Gondelsheim, braucht es aber nicht mehr?“ erinnerte er zunächst an die verheerende Unwetter- und Hochwasserkatastrophe vom 13. August 2024. Innerhalb kürzester Zeit hatten enorme Regenmengen den Ort überflutet. Ein Ereignis, das sich, wie Rupp sagte, tief in die Köpfe der Menschen eingebrannt habe und das niemand in Gondelsheim ein zweites Mal erleben wolle.
Dann spannte er den Bogen von der Naturkatastrophe zu einem historischen und politischen Thema. Mit Blick auf die zunehmende politische Polarisierung und die damit verbundenen Herausforderungen für die gesellschaftliche Mitte erinnerte Rupp daran, dass Gondelsheim und der Vorplatz dieses Gasthauses bereits in seiner eigenen Geschichte erfahren musste, wohin politische Radikalisierung führen ann. Er verwies auf das Jahr 1932, als es zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen Nationalsozialisten und Kommunisten vor dem Adler kam, bei der ein Kommunist aus Durlach erschossen wurde.
Nach diesen nachdenklichen Worten fand Rupp wieder zurück zum heiteren Ton des Abends. Für Erheiterung unter den Gästen sorgte eine kleine Anekdote, mit der er sein Grußwort beschloss. Vor vielen Jahren sei er bei einer Veranstaltung im Heilbronner Raum einmal gefragt worden: „Wo sind Sie Bürgermeister?“ „In Gondelsheim.“ „Gondelsheim? Kenne ich nicht.“ Gegenfrage: „Waren Sie noch nie im Löwenthor?“ „Doch, das kenne ich natürlich, warum?“
An die Gäste gerichtet fügte Rupp schmunzelnd hinzu: „Und ich freue mich, dass Sie Gondelsheim, das Löwenthor und auch mich kennen.“
Bei guten Gesprächen und vielen persönlichen Begegnungen klang das Treffen in geselliger Runde aus.
Gauwandertag: Bei bestem Spätsommerwetter durch Gondelsheims Gemarkung
„Dass der Gauwandertag nun schon zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren in Gondelsheim stattfindet, muss wohl daran liegen, dass es bei uns einfach so schön ist“, begrüßte Bürgermeister Markus Rupp am vergangenen Sonntag mit einem Augenzwinkern die Teilnehmer auf dem Rathausplatz.
Der eigentliche Anlass war allerdings ein besonderer: Der TV Gondelsheim feiert in diesem Jahr sein 125-jähriges Bestehen und war deshalb erneut Gastgeber des Gauwandertages des Kraichturngaus Bruchsal.
Bevor Rupp die Wanderer bei nahezu sommerlichen Temperaturen auf die Strecken schickte, spannte er den Bogen zu den Veränderungen rund um den Rathausplatz seit 2023. Die neue Bepflanzung zeige, wie sich der Ortskern seit dem letzten Gauwandertag weiterentwickelt habe – trotz des schweren Unwetters, das zwischenzeitlich auch Gondelsheim getroffen hatte.
Zugleich gab der Bürgermeister einen Ausblick auf die weitere Entwicklung entlang des Saalbachs: Mit kleiner Kulturbühne, Skulpturenweg, Trittsteinen und dem Konzept des „Erlebbaren Saalbachs“ soll dort ein attraktiver Bereich für alle Generationen entstehen. „Wenn der Gauwandertag wieder einmal nach Gondelsheim kommt und ich dann noch Bürgermeister bin, könnten wir vielleicht direkt dort starten“, gab Rupp den Wanderfreunden mit auf den Weg.
Auch TV-Vorstand Manfred Boos und Kurt Bittrolf, zuständig für das Wandern im Kraichturngau Bruchsal, richteten kurze Grußworte an die Teilnehmer.
Anschließend ging es auf die rund 6,2 beziehungsweise 10,4 Kilometer langen Strecken durch die Gondelsheimer Landschaft. Geführt wurden die Gruppen von Marcel Omlor und Hans Becker.
So verband der Gauwandertag zum 125-jährigen Jubiläum des TV Gondelsheim Bewegung und Gemeinschaft mit einem Blick darauf, was sich in Gondelsheim seit dem letzten Besuch verändert hat – und was bis zum nächsten noch entstehen soll.
Gondelsheim investiert in seine Infrastruktur: Breitbandausbau und barrierefreie Bushaltestellen gehen voran
Baustellen bringen bekanntlich Einschränkungen mit sich – gleichzeitig sind sie ein sichtbares Zeichen dafür, dass eine Gemeinde investiert und sich weiterentwickelt
In Gondelsheim sind derzeit gleich mehrere Infrastrukturmaßnahmen im Gange: Der Breitbandausbau für die Außengebiete schreitet voran, während gleichzeitig der barrierefreie Ausbau der Bushaltestellen Richtung Norden fortgesetzt wird.
Die Sparbachstraße wurde mit einem Arbeitstag Verzögerung am vergangenen Montag endlich wieder ampelfrei. Im Bereich gegenüber der Einmündung Bruchweg wird allerdings nochmals eine kurzfristige Sperrung erforderlich. Grund dafür ist ein vorhandener Kanal, dessen tatsächliche Lage von der bisherigen Dokumentation abweicht. Die Breitbandleitung muss deshalb um diesen herumgeführt werden.
Auf die notwendige weitere Sperrung war bereits im Vorfeld hingewiesen worden.
Parallel dazu rückt der barrierefreie Ausbau der Bushaltestellen weiter in Richtung Norden zu den dortigen beiden Haltestellen. Zunächst wird eine der beiden Haltestellen entsprechend umgebaut. Davon profitieren nicht nur Menschen mit Behinderung, sondern ebenso ältere Menschen, Eltern mit Kinderwagen und alle Fahrgäste, für die ein möglichst ebener und komfortabler Ein- und Ausstieg wichtig ist. Auch hierfür ist auf der Bruchsaler Straße eine Ampelsteuerung für den Verkehr notwendig.
Nach den bisherigen Erfahrungen ist für den Umbau einer Haltestelle mit einer Bauzeit von ungefähr zwei Wochen zu rechnen. Läuft alles planmäßig, könnten die Arbeiten an den barrierefreien Bushaltestellen in Gondelsheim damit in etwa vier bis fünf Wochen vollständig abgeschlossen sein.
An derer Stelle stehen die Arbeiten vor dem Abschluss: Im Bereich vor „Perre Döner“ wurde asphaltiert. Dort wie auf der gegenüberliegenden Seite wurde im Rahmen der Arbeiten für die dortigen Bushaltstellen auch die Straßenentwässerung verbessert.
Bürgermeister Markus Rupp wirbt angesichts der verschiedenen Baustellen um Verständnis für die damit verbundenen Einschränkungen: „Natürlich würden wir uns – genauso wie die Bürgerinnen und Bürger – wünschen, dass solche Maßnahmen noch schneller abgeschlossen werden können. Aber Infrastrukturmaßnahmen lassen sich nicht ohne Eingriffe in den Straßenraum und zeitweise Einschränkungen verwirklichen. Hinzu kommt, dass wir bei der Umsetzung auch auf die Kapazitäten und Zeitpläne der beauftragten Firmen angewiesen sind.“
Andererseits steht für Bürgermeister Rupp steht auch die langfristige Perspektive im Mittelpunkt: „Die Baustellen zeigen nämlich auch: In Gondelsheim tut sich etwas. Wir bauen die digitale Infrastruktur aus und machen unseren öffentlichen Nahverkehr Schritt für Schritt barrierefreier. Fortschritt und Weiterentwicklung funktionieren nicht ohne vorübergehende Einschränkungen. Stillstand wäre Rückschritt – und deshalb bin ich froh, dass wir bei wichtigen Infrastrukturmaßnahmen vorankommen.“
Die Gemeinde bittet alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer sowie die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner weiterhin um Verständnis und Geduld. Denn was während der Bauphase mitunter lästig ist, dient langfristig dazu, die Infrastruktur in Gondelsheim zu verbessern und die Gemeinde zukunftsfähig weiterzuentwickeln.
Gondelsheimer Kerwe
17. – 19. Oktober 2026
Samstag, 17. Oktober 2026
Ausstellungseröffnung
„Mein Lieblingsplatz in Gondelsheim“ – Fotoausstellung zur Kerwe 2026
Rathaus Gondelsheim (Bürgersaal) um 16.00 Uhr
Was macht Gondelsheim zu einem besonderen Ort? Dieser Frage ist der Heimat- und Kulturverein mit seinem Fotowettbewerb „Mein Lieblingsplatz in Gondelsheim“ nachgegangen.
Die Resonanz ist groß: Knapp 50 Fotografien wurden eingereicht. Zur Kerwe werden die Aufnahmen nun erstmals öffentlich präsentiert. Zu sehen sind bekannte Motive ebenso wie versteckte Lieblingsorte und überraschende Perspektiven. Die Bilder zeigen auf ganz unterschiedliche Weise, welche Plätze die Menschen mit Gondelsheim und einem Stück Heimat verbinden.
Über die eingereichten Arbeiten entscheidet eine vierköpfige Jury. Ihr gehören Schulleiter Benjamin Kreis-Polich, Erster Bürgermeister-Stellvertreter Andreas Bürker, Fotograf und Fotokünstler Thomas Rebel sowie Stephan Gilliar, Journalist und Macher von „Hügelhelden“, an.
Doch auch die Besucherinnen und Besucher können mitentscheiden: Während der Kerwe erhält jeder Gast einen Stimmzettel und kann seinen persönlichen Favoriten wählen. Die Publikumsstimmen fließen neben der Bewertung der Jury in den Wettbewerb ein.
Die zwölf besten Fotografien werden dann auch im „Gondelsheim-Kalender 2027“ veröffentlicht.
Der Heimat- und Kulturverein lädt Bürgerinnen, Bürger und Kerwegäste ein, Gondelsheim aus neuen Blickwinkeln zu entdecken und für ihre Lieblingsbilder abzustimmen.
Nach der Begrüßung durch den Vereinsvorsitzen Bürgermeister Markus Rupp wird in die Ausstellung eingeführt.
Die Ausstellungseröffnung findet um 16.00 Uhr bei einem Glas Sekt statt.
Öffnungszeiten der Ausstellung:
Sa. 16.00 – 20.00 Uhr
So. 14.00 – 17.00 Uhr
Hahnenschlag-Wettbewerb
Ab 17.00 Uhr
Für Kinder
Einmal mehr werden bei dem Wettbewerb für Kinder, den Teilnehmer am Wettbewerb die Augen verbunden, er/sie wird mehrmals im Kreise gedreht und muss dann – bewaffnet mit einem Dreschflegel (Gummi-Hammer), versuchen, das Ziel, einen Plastikring zu treffen.
Dies natürlich unter lautstarker Anfeuerung und Anleitung durch das Publikum. Wer am schnellsten trifft, ist der Sieger.
Also jetzt heißt es für unsere Kinder nur noch mitzumachen.
Zu gewinnen gibt es Eintrittskarten für „okidoki“ in Heidelsheim.
Traditionelles „Kerwe-Wettsägen“ vor dem Bauhof um 18.00 Uhr
Damen- und Herrenwettbewerb
Danach geht es nahtlos über zum traditionellen „Wettsägen“ für Männer- und Frauenteams aus Vereinen, Betrieben oder Privatinitiativen.
Bitte melden Sie Ihre aus drei Mann/Frauen bestehenden Mannschaften (Vereine / Betriebe / Privat) bis Mittwoch, den 16. Oktober 2026 im Sekretariat des Bürgermeisters (07252-944411 oder per mail: oezge.celik@gondelsheim.de) an.
Den männlichen Siegern des Wettsägens winken auch diesmal wieder ein von der Brauerei Hoepfner gestiftetes 30-Liter Fass Bier sowie der Wanderpokal; Platz 2 und 3 werden mit einem Kasten Bier honoriert, dem siegreichen Damenteam winkt eine Kiste Sekt, hier erhalten die 2. und 3. Platzierten je drei Flaschen Sekt.
Mannschaften können auch noch am Veranstaltungstag gemeldet werden.
Musik mit DJ Maik Braun
DJ Maik Braun wird am Samstagabend zum und nach dem Wettsägen ab ca. 19.00 Uhr im Bauhof Hits und Schlager für alle Generationen auflegen. Das bietet Gewähr dafür, dass der Kerwe-Samstag wieder gelungen ausklingen wird.
Bewirtung durch den Musikverein „Harmonie“ ab 16.30 Uhr
Die Bewirtung des Kerwe-Samstags übernimmt wieder der Musikverein „Harmonie“. Er bereichert am Samstag ab 16.30 Uhr das Kirchweihfest.
Im Bauhof beim Rathaus bieten die fleißigen Helfer des Musikvereins folgendes an: Steaks/ Grillwurst / Currywurst / Pommes / Helles Bier und div. andere Getränke und Kaffee.
Unterstützen Sie durch Ihren Besuch die vielfältige Vereinstätigkeit des Musikvereins.
Vergnügungspark auf dem Rathausplatz mit vielen Attraktionen
Es wird wiederum ein Vergnügungspark auf dem Rathausplatz geben und zwar mit der beliebten Attraktion „Bungee-Trampolin“. Und auch wieder mit einem Kinderkarussell für unsere Kleinsten.
Daneben wird es traditionell Zuckerwaren etc. geben. Für einen Waffelstand sorgt unsere DRK-Jugend.
Sonntag, 18. Oktober 2026
„Bayerischer Tag“ in der Saalbachhalle
10.00 – 16.00 Uhr
Wie schon im letzten Jahr wird am Sonntag, nachdem am Freitagabend die 089-Band das Publikum ordentlich in der Saalbachhalle einheizen wird, ab 10 Uhr ein „Bayerischer Tag“ beginnend mit einem zünftigen Weißwurst-Frühstück in der Saalbachhalle stattfinden.
Zum Frühschoppen unterhält ab 10.30 Uhr der Musikverein „Harmonie“ Gondelsheim. Und nach dem klassischen bayerischen Mittagessen mit Braten, Fleischkäse und deftigen Knödeln spielt ab 13.00 Uhr der Musikverein Zaisenhausen mit Sängerin auf. Und selbstverständlich gibt es frisch gezapftes Bier und andere Getränken sowie Kaffee und Kuchen.
Vergnügungspark auf dem Rathausplatz
13.00 – 18.00 Uhr
Der Vergnügungspark auf dem Rathausplatz wird am Sonntag ab 13.00 Uhr zusätzlich bereichert durch:
- Bobbycar-Movepark
- GoCart-Parcours
- Rollen-Rutsche
Daneben wird es auch wieder den Waffelstand unserer DRK-Jugend geben.
Ausstellung
„Mein Lieblingsplatz in Gondelsheim“ – Fotoausstellung zur Kerwe 2026
im Rathaus Gondelsheim von 14.00 – 17.00 Uhr
Die Besucherinnen und Besucher können auch Sonntag noch entscheiden: Jeder Gast erhält einen Stimmzettel und kann dann seinen persönlichen Favoriten wählen. Die Publikumsstimmen fließen neben der Bewertung der Jury in den Wettbewerb ein.
Die zwölf besten Fotografien werden dann auch im „Gondelsheim-Kalender 2027“ veröffentlicht.
„Tag der Offenen Tür“ des Jugendtreffs Bounty Gondelsheim
14.00 – 18.00 Uhr
Montag, 19. Oktober 2026
Der Vergnügungspark wird auch am Montag seine Pforten geöffnet haben.
Die Bewirtung übernimmt der Foodtruck von „Zülfi Imbiss“ mit leckeren („Curry“)-Würsten und Pommes etc.
Das Rathaus ist am Nachmittag des Kerwe-Montags geschlossen!
Bürgerwettbewerb:
Neue Bäume für Gondelsheim
Die vier Gondelsheimer Quartiere machen Vorschläge
Bis zu 20 neue Baumstandorte gesucht
Mehr Grün, mehr Schatten und mehr Lebensqualität. Das muss nach der extremen Hitze in diesem Sommer eigentlich jedem klar sein:
Die Gemeinde Gondelsheim möchte deshalb gemeinsam mit ihren Bürgerinnen und Bürgern neue Standorte für Bäume im Ort finden.
Auf Initiative von Bürgermeister Markus Rupp startet deshalb ein Bürgerwettbewerb, bei dem die Gondelsheimerinnen und Gondelsheimer ihre ganz konkreten Vorschläge einbringen können.
Die Idee dazu ist nicht zuletzt während der sommerlichen Hitzewellen entstanden. Gerade an besonders heißen Tagen wird deutlich, welchen Unterschied Bäume im öffentlichen Raum machen können. Sie spenden Schatten, sorgen für ein angenehmeres Mikroklima, werten Straßen und Plätze auf und leisten einen wichtigen Beitrag dazu, Gondelsheim an die Folgen des Klimawandels anzupassen.
„Die vergangenen Hitzewellen haben uns noch einmal sehr deutlich vor Augen geführt, wie wertvoll Bäume und Straßengrün für unseren Ort sind. Deshalb wollen wir nicht nur weitere Bäume pflanzen, sondern die Bürgerinnen und Bürger ganz bewusst einbeziehen. Sie kennen ihre Straßen und ihr Wohnumfeld am besten und wissen, wo zusätzliches Grün und Schatten besonders guttun würden“, erläutert Bürgermeister Markus Rupp die Idee hinter dem Wettbewerb.
Vier Quartiere – fünf Standorte je Quartier
Für den Wettbewerb wird Gondelsheim entlang der großen Verkehrsachsen – Brettener/Bruchsaler Straße sowie Jöhlinger Straße und Bahnhof-/Neibsheimer Straße – in vier Bereiche aufgeteilt.
Für jedes dieser vier Quartiere können die dort wohnenden Bürgerinnen und Bürger Standorte für neue Bäume vorschlagen. Bis zum 9. Oktober 2026 werden je Quartier fünf Standorte ausgewählt.
Auf diese Weise können aus der Bürgerschaft heraus insgesamt bis zu 20 konkrete neue Baumstandorte entstehen.
Dabei sind ausdrücklich die Ideen und die Ortskenntnis der Bevölkerung gefragt: Wo fehlt an heißen Sommertagen Schatten? Wo könnte ein Baum einen Straßenraum aufwerten? Wo würde zusätzliches Grün die Aufenthaltsqualität verbessern?
Vielleicht gibt es direkt vor der eigenen Haustür, auf dem täglichen Weg zum Einkaufen oder an einem häufig genutzten Platz einen öffentlichen Standort, an dem ein zusätzlicher Baum einen echten Unterschied machen könnte.
Die eingereichten Vorschläge werden anschließend von einer Jury aus Bürgermeister, Gemeinderat, Bauamt und Fachleuten geprüft. Denn nicht jeder gewünschte Standort eignet sich automatisch für eine Baumpflanzung. Berücksichtigt werden unter anderem vorhandene Leitungen, die Verkehrssicherheit, der notwendige Wurzelraum sowie die Frage, ob sich ein Baum an dieser Stelle dauerhaft gut entwickeln kann und natürlich ob er auf kommunaler Fläche stehen würde.
Für die geeigneten Standorte wählt die Jury anschließend passende Baumarten aus. Entscheidend ist dabei, dass diese möglichst klimaresistent sind, mit den Bedingungen im Straßenraum zurechtkommen und langfristig eine schattenspendende Krone entwickeln können.
Der Bürgerwettbewerb soll dabei weit über eine reine Pflanzaktion hinausgehen. Er soll den Blick dafür schärfen, welchen Wert Bäume für Gondelsheim haben – für das Ortsbild ebenso wie für das Klima und die Lebensqualität. Jeder zusätzliche Baum kann zu einem kleinen Schattenspender werden, der über Jahrzehnte hinweg Wirkung entfaltet.
Deshalb gilt: Augen auf im eigenen Quartier! Wer einen Platz kennt, an dem Gondelsheim grüner und an heißen Tagen ein Stück angenehmer werden könnte, ist herzlich eingeladen, seinen Vorschlag einzureichen.
Mitmachen und Baumstandort vorschlagen!
Vorschläge können ab sofort per E-Mail an baum@gondelsheim.de eingereicht werden.
Bitte den gewünschten Standort möglichst genau beschreiben – idealerweise mit Straße und Hausnummer beziehungsweise einer kurzen Beschreibung der Stelle.
Gerne kann auch ein Foto des vorgeschlagenen Standortes beigefügt werden.
Einsendeschluss: 9. Oktober 2026
Gemeinsam machen wir Gondelsheim hitzeresistenter und grüner – Baum für Baum!
Neues aus dem Jugendtreff „Bounty“
Cocktails zum Sommerende
Seit über elf Jahren sind unsere Cocktail-Partys der Renner! Damals, im Frühjahr 2015 hatten wir in einem rund sechsmonatigen Projekt mit unseren damaligen Besucherinnen und Besuchern unsere Jugendtreff-Bar auf Vordermann gebracht.
Was anfangs eher als eine reine Restaurationsmaßnahme zur Ertüchtigung des damals nicht funktionstauglichen Barbereiches begann, entwickelte sich schnell zu mehr. Unter anderem ein mehrmonatiges Kunstprojekt in Zusammenarbeit mit einer Gondelsheimer Künstlerin bescherte uns den heute noch in bunten Aquarelltönen leuchteten Fries mit tropischem Motiv.
Schon damals wurde die karibische Meeres- und Inselwelt vielleicht in einen lockeren Sinnzusammenhang mit dem Thema der allerersten Baröffnung gebracht – welche noch vor der künstlerischen Ausgestaltung stattfand und bereits gut ankam: frisch gemixten Cocktails auf Fruchtsaftbasis und anstelle des Alkohols mit verschiedenen Sirupen verfeinert. Wie dem auch sei, das Thema Südsee und Cocktails wanderte wenige Jahre darauf sogar in unser (von einer Besucherin im Rahmen eines Wettbewerbs selbstgestalteten) Bounty-Logos. Eine Seejungfer, die uns eine andere Besucherin malte und welche oben in der Bar hängt, nimmt klar Bezug auf den beliebtesten aller Cocktails: die »Meerjungfrau«. Wehe, wenn dieser Cocktail auf Ananas- und Orangensaftbasis, der mit zart cremig geschüttelter Sahne und Kokossirup verfeinert wird und schließlich durch Zugabe des Blue Curaçao Sirups seine charakteristische Farbstruktur aus cremeweißem Wellenschaum und Meeresblau erhält, wehe, wenn dieser Cocktail nicht auf der Karte steht! Stand er aber!
Und dennoch war bei dieser zweiten Cocktail-Party des Jahres – zum Versüßen des Schulbeginns und als Abschied vom Sommer – viel Abwechslung gegeben. Selbst nach elf Jahren wandern immer noch neue (zum Teil gar von Besuchern erfundene) Kreationen auf die Karte. Heuer waren es der »Eisvogel«, die »Fruchtfliege« und die »Tropischen Nächte«.
Der Ansturm, insbesondere im Kinder- und im Teentreff, war gewaltig!
Zum Glück hatte Barkeeper Michel Unterstützung von einem Abendtreff- und einem Teentreffbesucher, die freiwillig und gerne hinter dem Tresen standen und mit anpackten. Danke, David und Julian! Auch einige neue Gesichter fanden ihren Weg ins »Bounty«. Und im etwas entspannteren Abendtreff durften wir lange nicht mehr gesehene Gäste begrüßen .
So leerte sich Glas um Glas und langsam aber sicher neigte sich ein schöner Freitagabend seinem Ende entgegen. Cocktails bleiben eben der Renner – auch nach elf Jahren Barbetrieb.
Terminvorschau:
- Der nächste offene Sonntag ist am 11. Oktober.
- Crêpes backen am Mittwoch, 14. Oktober. Um vorherige Anmeldung aller, die mithelfen wollen, wird gebeten.
- Basteln für Halloween an den beiden Donnerstagen, 08. und 22. Oktober. Ohne Anmeldung.
- Tag der offenen Tür zum Kerwe-Sonntag am 18. Oktober.
- Halloween-Party am Freitag, 30. Oktober.
Michael Klebon im Namen des »Bounty«-Teams
Das gesamtstaatliche Leistungsversprechen ist so hoch, dass es nicht erfüllt werden kann
Bürgermeisterrunde beschäftigte sich in Östringen mit den Kommunalfinanzen
Zur Herbstsitzung der Kreisversammlung des Gemeindetags hatte Kreisvorsitzender Bürgermeister Thomas Nowitzki (Oberderdingen) am 23. September die Bürgermeisterrunde nach Östringen eingeladen. Im Mittelpunkt standen die Finanzverhandlungen der Städte und Gemeinden mit dem Land für das kommende Haushaltsjahr. Hierzu hatte Kreisvorsitzender Bürgermeister Thomas Nowitzki den Präsidenten des Gemeindetags Steffen Jäger eingeladen, der Mitglied der Gemeinsamen Finanzkommission ist und Informationen aus erster Hand gab.
Den Koalitionsvertrag wertete Präsident Steffen Jäger als grundsätzlich positiv, weil er weniger große Ziele aufschreibe, sondern ihm vielmehr der Wille entnommen werden könne, dass das, was man miteinander aufgebaut hat, in eine gute Zukunft geführt werden soll. Dies sei deshalb reell, weil das gesamtstaatliche Leistungsversprechen mittlerweile so hoch ist, dass es gar nicht mehr erfüllt werden kann. Er habe bei der Landesregierung eine große Offenheit verspürt, Aufgaben zu reduzieren und Standards zurückzufahren, wobei es klar sein müsse, dass in Folge manche liebgewonnenen Zöpfe abgeschnitten werden müssen.
Im Hinblick auf das strukturelle Defizit der Kommunen in Höhe von rund vier Milliarden Euro, welches sich alleine aus Pflicht- und übertragenen Aufgaben ergibt, werde dies aber unumgänglich sein. Vor diesem Hintergrund appellierte der Präsident, das geplante verpflichtende kostenfreie Kindergartenjahr nochmals zu überdenken.
Im Hinblick auf die bisherigen Verhandlungen in der Gemeinsamen Finanzkommission machte Jäger klar, dass nicht wirklich erwartet wurde, dass das Land das strukturelle Defizit vollumfänglich ausgleichen werde. Das ursprüngliche Angebot, die Zinsen für einen 500-Millionen-Euro-Kredit zu übernehmen, den die Kommunen dann zurückzuzahlen haben, bezeichnete er aber als inakzeptabel. Deshalb sei man seinerzeit in frostiger Stimmung auseinandergegangen. Neue Signale, wonach das Land unter anderem bereit wäre, eine auf fünf Jahre gestreckte „Klimamilliarde“ zur Verfügung zu stellen, führe dagegen in die richtige Richtung, sofern die Beträge pauschal gewährt werden und die Kommunen entscheiden können, wie sie das Geld am besten einsetzen.
Das wäre ein Schritt, den Städten, Gemeinden und Landkreisen entgegenzukommen, wobei die laufenden Ausgaben der kommunalen Seite dadurch aber nicht konsolidiert wären. Wichtig sei, dass Mittel auch in den Landkreisen ankommen, damit diese wiederum die Kreisumlagen nicht so sehr aufgrund der stark gestiegenen Kosten, insbesondere der Eingliederungs- und Jugendhilfe, erhöhen müssen. Ziel sei es, ein Paket zu schüren, das den Kommunen tatsächlich nützt, wobei klar sei, dass Einzelzuwendungen nicht zu nachhaltig stabilen Finanzen führt. Vielmehr brauche es eine grundlegende strukturelle Verabredung. Hier legte Präsident Jäger Hoffnung auf die bereits gestartete Zukunftskommission, bei der die kommunalen Verbände mit am Tisch sitzen und die schon bis Ende des Jahres weitere spürbare Entlastungen bringen soll. Das neue Zukunftsbündnis verfolgt schließlich methodische Ansätze: zum einen sollen gezielt diejenigen Standards abgebaut werden, die überhaupt nicht erreicht werden können; stattdessen sollen vernünftige Rahmen gesetzt werden. Und zum anderen soll im Hinblick auf überbordenden Verwaltungsverfahren eine konsequente Lösungsorientierung in den Blick genommen werden.
Beim nachfolgenden intensiven Austausch der Rathauschefs bestätigte man die schwierigste Finanzlage der Städte und Gemeinden sowie der Landkreise seit dem Bestehen des Landes Baden-Württemberg. Aber auch die formalen Vorgaben und Aufgabenverlagerungen auf die kommunale Ebene belasten die Verwaltungen. Einig war man sich darüber, dass es neben einer strukturellen Neuausrichtung dringend eines wirtschaftlichen Aufschwungs im Land bedarf. „Die Aufstellung der Haushalte 2027 wird eine gewaltige Herausforderung und sich ohne die notwendigen Finanzdaten des Landes nicht im gewohnten Zeitablauf bewältigen lassen“, so der Tenor der Bürgermeisterrunde.
Spendenaktion:
Gemeinsam gestalten – Projekt „Erlebbarer Saalbach“
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
Der Bereich am Saalbach soll zu einem Ort werden, an dem unser Bach nicht nur als mögliche Bedrohung durch Hochwasser, sondern ganz bewusst als erlebbarer Natur-, Begegnungs- und Freizeitraum für die ganze Bevölkerung wahrgenommen wird.
Geplant sind attraktive Sitz- und Aufenthaltsmöglichkeiten am Wasser, Doppelliegen, eine Boulebahn. Bewegungsangebote für Jung und Alt sowie Wasser zum Spielen und Erleben für Kinder – beispielsweise mit einer Schwengelpumpe. Großkronige Bäume, Blumen- und Grünflächen sollen dem Gelände einen parkähnlichen Charakter verleihen. Gleichzeitig soll der Saalbach offen und sichtbar bleiben und damit für Bürgerinnen und Bürger tatsächlich erlebbar werden.
Auf der Seite bei der der Saalbachhalle entsteht zudem eine Bühne für Kleinkultur.
Ein schöner Anfang ist bereits gemacht: Der Gewerbeverein und der Heimat- und Kulturverein haben das Vorhaben mit größeren Spenden unterstützt. Hinzu kommt eine private Spende. Insgesamt sind bereits 8.500 Euro an Spendengeldern für den „Erlebbaren Saalbach“ zusammengekommen. Dafür sagen wir herzlich Danke!
Nun würden wir uns freuen, wenn sich auch weitere Bürgerinnen und Bürger beteiligen möchten. Denn dieser Bereich entsteht für die Menschen in Gondelsheim – für Familien, Kinder, Jung und Alt.
Jede Spende – ob groß oder klein – hilft, den „Erlebbaren Saalbach“ Wirklichkeit werden zu lassen und ein neues Stück Lebensqualität mitten in Gondels
heim zu schaffen. Ob Privatperson, Familie, Verein oder Unternehmen: jeder Beitrag zählt. Gemeinsam können wir etwas schaffen, das Gondelsheim über viele Jahre bereichert.Spendenkonto
Empfänger: Gemeinde Gondelsheim
Bank: Sparkasse Kraichgau
IBAN: DE49 6635 0036 0005 0034 63
Verwendungszweck: Erlebbarer Saalbach
Ab 300 Euro stellt die Gemeinde eine steuerlich wirksame Spendenbescheinigung aus. Bitte hierfür Name und Anschrift angeben.
Machen Sie mit und gestalten Sie ein Stück Gondelsheim mit – für unsere Kinder, für unsere Gemeinschaft und für ein lebendiges Miteinander am Saalbach.
Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!
Ihr
Markus Rupp, Bürgermeister










Claudia Dickemann-Kohler



S
Christian Feldmann
Dr. roland fella
Corinna Vogel
Max Neimayer