Der Bürgermeister informiert KW 20

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

„Wegfall der Schmerztherapie an Rechbergklinik. Bürgermeister Markus Rupp will Thema beim Kreistag diskutieren“, stand letzte Woche in den „kraichgau.news“ zu lesen.

 

Diskussion um Schmerztherapie an der Rechbergklinik in Bretten

 

In der Tat: Der Wegfall der Schmerztherapie an der Rechbergklinik Bretten hat auch bei mir für Stirnrunzeln gesorgt.

Nachdem ich aus der Presse erfahren musste, dass die Schmerztherapie in Bretten wegen Fachkräftemangel geschlossen werden soll, hatte ich mich schriftlich an den Landrat des Landkreises Karlsruhe, Christoph Schnaudigel, gewandt. Darin hieß es: „auf meine mündliche Anfrage vom 7. Mai hin, ob es Schwierigkeiten mit der Besetzung der Stelle des Schmerztherapeuten an der Rechbergklinik in Bretten gebe, haben Sie mir dies bestätigt.“ Und weiter: „Nachvollziehen kann ich, dass sich die Suche nach einem Schmerztherapeuten aufgrund der Lage auf dem Arbeitsmarkt sehr schwierig gestaltet.

Dass man nun in der Holding nach „interner Entscheidung“ die Suche nach einem adäquaten Stelleninhaber mittels eines Pressestatements endgültig und unwiderruflich einstellt und die sechs Betten der Akutversorgung, welche hoffentlich auch so funktionsfähig ist, zuschlägt, das hielt ich für ein  falsches Signal. Der einzig richtige Weg ist die Befassung im zuständigen Aufsichtsrat mit diesem Thema. Ich habe dem Landrat auch mitgeteilt, dass ich dies in der folgenden Kreistagssitzung vorschlagen werde.

Der Kreistag schloss sich meiner Auffassung am 9. Mai in seiner Sitzung in Weingarten dann auch an. Ich machte keinen Hehl daraus, dass man so in einer kommunal getragenen Klinik nicht mit dem Aufsichtsrat umgehen kann. Es könne keine „Basta-Entscheidungen“ geben.

Ich werde Sie über den Fortgang der Diskussion an dieser Stelle unterrichten.

 

 

„Die Digitalisierung in die Fläche bringen“
Die Wirtschaftsministerin kam zur Eröffnung des Digital Hub „Hubwerk 01“ nach Bruchsal
Gondelsheim ist Mitglied der Regionalen Wirtschaftsförderung Bruchsal

 

Quelle: BNN Bruchsaler Rundschau vom 14.05.2019 von Martin Stock

 

Der Digital Hub Region Bruchsal leuchtet jetzt in Bruchsal und in der ganzen Technologieregion Karlsruhe (TRK). Mit handwerklichem Geschick verbanden die baden-württembergische Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut und Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick zwei Kabel mit einer Leuchttafel und „Hubwerk 01“ erschien in Rot und Blau vor den vielen Gästen, die zur Eröffnung gekommen waren.

Dies war der offizielle Eröffnungsakt für das neue Digitalisierungszentrum, das im Triwo-Technopark entstanden ist. Es solle dazu dienen, die Digitalisierung in die Fläche zu bringen, sagte die Wirtschaftsministerin. „Unser klarer Anspruch ist es, dass Baden-Württemberg führender Innovations- und Wirtschaftsstandort bleibt. Durch Möglichkeiten zur Vernetzung und Zusammenarbeit unterstützen wir mit dem Digital Hub kleine und mittlere Unternehmen, damit sie digitale Projekte leichter umsetzen können.“ Das Wirtschaftsministerium hat das Zentrum mit rund einer Million Euro gefördert.

In den neuen Räumen findet man künftig einen großen „Makerspace“, eine offene Hightech-Werkstatt mit Werkbänken, Montagebereich, 3D-Drucker und Elektroniklabor zum konkreten Bau neuer Maschinen. In Tüftlergaragen können Start-ups (junge Unternehmen) im Miteinander neue Ideen kreieren, austauschen und ausprobieren. Der Co-Working-Space gibt Raum, Gleichgesinnte zu treffen, zu fachsimpeln und eine Idee mit einer anderen zu verbinden. Innovation-Engineering findet in Open-Innovation-Teams statt. Moderne Konferenztechnik ermöglicht Seminare und Vorträge.

 

 

Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick verwies auf den historischen Ort, an dem diese Zukunftswerkstatt entstanden ist. Es war ein Hochregallager der Firma Siemens, bei der einst mehrere tausend Menschen arbeiteten. „Aus dunklen Lagerhallen ist heute ein Leuchtturm der Digitalisierung geworden“, sagte sie. Der Digital Hub sei ein zentraler Baustein für die Digitalisierung in der Technologieregion Karlsruhe. Michael Gutjahr, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der TRK, nannte die neue Einrichtung eine „Talentschmiede“, denn „Talente ziehen Talente an.“ Landrat Christoph Schnaudigel wies darauf hin, dass ein Digitalisierungszentrum nicht isoliert stehen könne. „Wir müssen auch die entsprechende Infrastruktur mit Glasfaser und einem schnellen Internet schaffen.“

Den langen Weg von der ersten Idee bis zur Verwirklichung, von 2017 bis heute, beschrieb Stefan Huber, Geschäftsführer der Regionalen Wirtschaftsförderung. „Nutzen Sie diese Räume und machen Sie den Digital Hub zu Ihrer Entwicklungsstube“, appellierte er an die Gäste. Verschiedene Gruppen und Unternehmen beschrieben in kurzen Statements, wie sie heute schon die Möglichkeiten nutzen und Gewinn daraus ziehen. Darunter auch Schüler, die sich in Robotik-Wettbewerben mit der digitalen Welt befassen.

Die Big Band des Regierungspräsidiums setzte gekonnt den musikalischen Rahmen und Roger Zimmermann moderierte den Nachmittag auf gewinnende und launige Art.

 

 Aus der Kreistagssitzung vom 9. Mai 2019

 

Landkreis investiert weiter in seine Schulen

Schulgebäude der Karl-Berberich-Schule in Bruchsal wird generalsaniert – Bei der Käthe-Kollwitz-Schule Bruchsal werden die naturwissenschaftlichen Fachräume zukunftsfähig modernisiert

 

Die Karl-Berberich-Schule in Bruchsal ist in die Jahre gekommen und muss grundlegend saniert werden. Deshalb ist die Schule für geistige Entwicklung, an der derzeit 140 Schülerinnen und Schüler lernen, bereits Bestandteil des Gebäudesanierungsprogramms. Nachdem der Bewilligungsbescheid des Landes Baden-Württemberg über eine Summe von 1,48 Mio EUR vorliegt, billigte der Kreistag in seiner jüngsten Sitzung vom 9. Mai die Entwurfsplanung und fasste den Baubeschluss. Die Generalsanierung umfasst die Fassadendämmung, die Erneuerung der Frisch- und Abwasseranlagen sowie der Zu- und Abluftanlagen, die Sanierung der Böden, Decken, Türen, Wände und der Sanitäreinrichtungen sowie die Erneuerung der elektrotechnischen Installation inklusive der Brandmeldeanlage. Auf 4,3 Mio EUR werden sich die Gesamtbaukosten belaufen. Der schulische Betrieb und die Verwaltung wird während der Bauarbeiten vorübergehend in das Gebäude in der Schnabel-Henning-Straße 34 in Bruchsal ausgelagert; der Kindergarten, die Sporthalle und das Schwimmbad können dagegen weiter genutzt werden. Die Arbeiten finden im Anschluss an den Umzug in das Interimgebäude Ende Juli 2019 statt und dauern rund ein Jahr. Geplant ist, die neuen Räume nach dem Sommerferien 2020 wieder zu beziehen.

Daneben beschloss der Kreistag die grundlegende Sanierung und Modernisierung der naturwissenschaftlichen Fachräume im 1. Obergeschoss des Bestandsbaus der Käthe-Kollwitz-Schule in Bruchsal. In diesen vier Räumen findet Biologie-, Chemie- und Physikunterricht statt, dazu gehören vier Vorbereitungsräume. Vorgesehen ist die Erneuerung der Decken und Fußböden, der Haustechnik sowie der Facheinrichtungen sowie der Möblierung. Der Kreistag beauftragte die für die Leistungsphasen 1-3 beauftragten Büros mit der zügigen Weiterplanung. Die Gesamtmaßnahme ist mit 2,1 Mio EUR veranschlagt.

 

 

Thema Bildung im Kreistag

Schulentwicklungsplan zeigt zukunftsfähige Ausrichtung der Landkreisschulen – Satzung über Schulbezirke der Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren angepasst

 

In seiner Sitzung vom 9. Mai hat der Kreistag für die acht Beruflichen Schulen und sechs Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren in Trägerschaft des Landkreises Karlsruhe einen Schulentwicklungsplan beschlossen. Er ist im Unterschied zu den bislang im zweijährigen Rhythmus herausgegeben Schulberichten zukunftsorientiert aufgebaut und gilt für die Jahre 2019 bis 2023.

Der Plan gibt einen umfassenden Überblick über alle Schulstandorte und Bildungsangebote und dokumentiert die Schülerzahlenentwicklung sowie die Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit. Unter Berücksichtigung der Vorgaben der regionalen Schulentwicklung zeigt er Ziele, Handlungsschwerpunkte und konkrete Maßnahmen auf, die Schritt für Schritt umgesetzt werden. Damit dient er sowohl den Schulen als auch den Kreisgremien als Leitfaden und Handlungsperspektive für zukünftige Entscheidungen, erläuterte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel.

 

Ein Schwerpunktthema liegt auf den digitalen Technologien. Sie bieten Möglichkeiten, den Schulunterricht noch wirksamer zu gestalten und erleichtern individualisierte Lernprozesse, was gerade auch im Hinblick auf Lernschwächere und junge Menschen mit Behinderung von besonderer Bedeutung ist. Zwei Schulen des Landkreises nehmen am landesweiten Modellversuch „Tablets im Unterricht“ teil. Interaktive Whiteboards ersetzen nach und nach die Kreidetafeln und fast alle Schulen sind bereits heute an die schnelle Datenautobahn angeschlossen. Ein weiteres Augenmerk gilt der Optimierung des Übergangs von der Schule in den Beruf. Hier nimmt der Landkreis am Modell „Regionales Übergangsmanagement“ des Landes Baden-Württemberg teil, in das der bisherige „Runde Tisch Übergang Schule-Beruf“ mündet. Damit einher geht der neue Bildungsgang „Ausbildungsvorbereitung dual“ mit dem Einsatz von Begleitern an den Beruflichen Schulen. Innovativ ist auch das „Zwei-Säulen-Modell“, das die Berufswegeplanung und die Schulsozialarbeit abdeckt. Wichtig ist dabei, wohnortnah und im nördlichen wie südlichen Landkreis eine berufsvorbereitende Einrichtung (BVE) anbieten zu können. Hier brachte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel die Hoffnung zum Ausdruck, dass mit der Versuchsphase, die in Karlsruhe-Durlach angesiedelt ist, die Gartenschule zusammen mit dem Beruflichen Bildungszentrum Ettlingen eine eigene BVE bekommt. Der neue Schulentwicklungsplan soll künftig im Fünf-Jahres-Rhythmus fortgeschrieben werden, nachdem zuvor eine Evaluation stattgefunden hat. Landrat Dr. Christoph Schnaudigel berichtete in diesem Zusammenhang vom Modellvorhaben „Vernetzung digitaler Zukunft in Modell-Landkreisen, das am Vormittag per Konsortialvertrag unter Beisein von Digitalisierungsminister Strobl besiegelt wurde. Dabei handelt es sich um einen Ausfluss aus dem Wettbewerb „Digitale Landkreise@bw“, aus dem der Landkreis Karlsruhe zusammen mit vier weiteren Landkreisen als Preisträger hervorging. „Mit Hilfe dieses Programms entwickelt jeder Kreis ein Anwendungsmuster auf einem ganz unterschiedlichen digitalen Feld. Bei uns geht es um die Digitalisierung an Schulen und die Ergebnisse werden ausgetauscht und somit können alle Landkreise profitieren“, so der Landrat.

Aufgrund deutlich gestiegener Schülerzahlen an der Karl-Berberich-Schule Bruchsal wurde es notwendig, die Schulbezirke für die Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung neu festzulegen. Hintergrund ist, dass die Qualität des pädagogischen Konzepts eines SBBZ nur bis zu einer gewissen Schülerzahl gewährleistet ist und die Karl-Berberich-Schule auch nach Abschluss der anstehenden Umbau- und Sanierungsarbeiten nicht mehr als 120 bis 130 Schülerinnen und Schüler aufnehmen kann. Deshalb wurde ein Teil des bisherigen Schulbezirks der Karl-Berberich-Schule – die Ortsteile Bruchsal-Untergrombach, Graben-Neudorf und der Philippsburger Ortsteil Huttenheim dem Schulbezirk der Hardtwaldschule in Karlsruhe-Neureut zugeteilt.

 

 

Stundensätze für Kindertagespflege werden erhöht

Landkreis bleibt familienfreundlich und schöpft Kostenbeiträge von den Eltern nicht voll aus

 

Die Kindertagespflege ergänzt das Angebot der Kindergärten und –krippen und stellt einen wichtigen Baustein in der Kinderbetreuung im Landkreis Karlsruhe dar. Rund 1.100 Tagespflegeverhältnisse gibt es im Landkreis Karlsruhe. Ihre Förderung obliegt der öffentlichen Jugendhilfe, die Kinder in Kooperation mit den beiden Tageselternvereinen Bruchsal und Ettlingen an geeignete Tagespflegepersonen vermittelt, die sie auch qualifiziert und fachlich begleitet. Daneben wird den Tagespflegepersonen eine laufende Geldleistung gewährt.

Bereits im Vorgriff auf die seit 01.01.2019 geltenden landesweiten Empfehlungen im Hinblick auf das „Gute-Kita-Gesetz“ hatte der Jugendhilfe- und Sozialausschuss im vergangenen Herbst zunächst beschlossen, die Stundensätze von 5,50 Euro auf 6,50 Euro für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren und für die Betreuung von Kindern über drei Jahren von 4,50 auf 5,50 Euro anzuheben. Im März 2019 hat der Jugendhilfe- und Sozialausschuss des Landkreises darüber hinaus einer über die landesweiten Empfehlungen hinausgehende Angleichung der Sätze auf 6,50 € für alle Kinder bis 14 Jahren zugestimmt.

In seiner jüngsten Sitzung beschloss der Kreistag nun zum 1. August die entsprechende Änderung der Satzung zur Erhebung von Kostenbeiträgen der Eltern in der Kindertagespflege. Aufgrund der gestiegenen kostenbeitragsrelevanten Vergütungsbeträge werden die Kostenbeiträge moderat erhöht. Als familienfreundlicher Landkreis wird dabei bewusst auf die volle Ausschöpfung der gesetzlich zulässigen Erhöhung der von den Eltern zu zahlenden Kostenbeitragsforderungen verzichtet. Die Kostenbeiträge sind einkommensabhängig sozial gestaffelt. Neu aufgenommen wurde eine Regelung zur Deckelung des Höchstkostenbeitrages.

Im Jahr 2019 wendet der Landkreis Karlsruhe insgesamt 7,82 Mio EUR für die Tagespflege auf, wovon 4,85 Mio EUR über Zuweisungen und Förderungen des Landes, Erstattungen von Kommunen und Kostenbeitragseinnahmen gedeckt sind, so dass sich der Nettoaufwand auf rund 2,96 Mio EUR beläuft.

 

ÖPNV einmal mehr im Mittelpunkt des Kreistags

Schienenverkehre der S4 sollen verbessert werden – Einstieg in Elektrobusse und in innovative On-Demand-Verkehre

 

Die Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs stand einmal mehr im Mittelpunkt der Beratungen im Kreistag, der am 9. Mai in der Walzbachhalle in Weingarten zusammenkam. Schwerpunktmäßig ging es um die Erhöhung der Leistungsfähigkeit der Strecke S4 Karlsruhe-Bretten-Heilbronn. Diese Strecke ist in Teilbereichen nur eingleisig. Weil in diesen Abschnitten immer der Gegenverkehr berücksichtigt werden muss, schränkt das den Betriebsablauf bei der ständig wachsenden Nachfrage erheblich ein. Eine Ausweitung der Kapazitäten ist deshalb derzeit nicht möglich und Verspätungen einzelner Bahnen können nicht reduziert werden. Der Kreistag hatte deshalb die Albtal-Verkehrsgesellschaft um Untersuchung gebeten, auf welche Weise Verbesserungen erzielt werden können. Dies bezieht sich zum einen auf den Ausbau der Schieneninfrastruktur, also zweigleisige Ausbaubereiche und zum anderen auf ein Betriebskonzept, welches die Vorstellungen des Landes als auch des Landkreises bestmöglich unter einen Hut bringt. So ist seitens des Landes pro Stunde ein „schneller Zug“ auf dem gesamten Streckenast bis zum Hauptbahnhof Karlsruhe gesetzt, der aber nicht an jedem Haltepunkt hält; aus Sicht des Landkreises sind darüber hinaus drei Stadtbahnen pro Stunde sinnvoll – eine mehr als bisher. Denkbar wäre, diese vier Bahnen pro Stunde in einen 15-Minuten-Takt einzubinden, der allerdings nicht für alle Haltepunkte gelten würde. Der Kreistag sprach sich deshalb für eine Variante aus, die einen sauberen 20-Minuten-Takt an allen Haltepunkten garantiert und einem zusätzlichen Eilzug aus. Damit verbunden wäre der Bau zweiter Gleisabschnitte in Berghausen und Wössingen Ost – Rinklingen, ein Kehrgleis in Gölshausen und evtl. ein weiteres zweites Gleis in Bretten Kupferhälde – Gölshausen. Auf dieser Basis wurde ein Planungsauftrag über die Leistungsphasen 1 und 2, also der Grundlagenermittlung und der Vorplanung zwischen der AVG und dem Landkreis Karlsruhe zugestimmt, um Aufschluss über die Machbarkeit und die Kosten zu erhalten. Die Planungskosten belaufen sich auf rund 240.000 EUR, für die gesamte Maßnahme werden Baukosten in einer Größenordnung von 25 bis 35 Mio EUR angenommen, welche nach dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz förderfähig wären.

 

Auch die Busverkehre bleiben im Fokus des Kreistags: Um die Klimaschutzziele zu erreichen stimmte der Kreistag zum Einstieg in die Elektromobilität zu, nachdem ein mehrwöchiger Testbetrieb im Bereich Ettlingen erfolgreich verlaufen war. Zwar kann der elektromotorisch betriebene Bus mangels Reichweite einen Dieselbus noch nicht vollumfänglich ersetzen, in sogenannten geteilten Diensten wie bei Schulbusfahrten mit der Möglichkeit zur Zwischenladung ist ein Einsatz jedoch möglich. Ein Haken sind die hohen Anschaffungspreise: ein Elektrobus kostet mit ca. 500.000 EUR etwa doppelt so viel wie ein herkömmlicher Bus.

Durch Förderprogramme können diese Mehrkosten jedoch deutlich reduziert werden. Der Landkreis Karlsruhe ist deshalb bereit, eine Kooperation mit der Albtal Verkehrsgesellschaft und den Verkehrsbetrieben Karlsruhe einzugehen und Fahrzeuge gemeinsam anzuschaffen, um Mengenrabatte und eine optimale Fördersituation zu erzielen.

 

Eingerichtet werden sollen zukünftig auch sogenannte „On-Demand-Verkehre“. Dabei handelt es sich um eine innovative Weiterentwicklung der in vielen Bereichen eingesetzten Anruf-Sammel-Taxis bzw. Anruf-Linien-Taxis. Anders als bei den AST-Verkehren, die bei den Gemeinden angesiedelt sind, sind die fünfsitzigen Fahrzeuge direkt bei den Buslinienbündeln verortet. Der Fahrgast kann seine Fahrt über eine App buchen und wird dann zur nächsten Haltestelle geleitet und über die Ankunft des Fahrzeugs informiert. In der Anfangszeit soll eine Buchung auch per Telefon möglich sein. Zum Junifahrplanwechsel soll ein Testbetrieb in Ettlingen Stadt aufgenommen werden. Wenn sich das Angebot bewährt ist eine Ausweitung auf Ettlinger Ortsteile sowie die Gemeinde Marxzell vorgesehen. Im ersten Schritt sollen drei bis fünf Fahrzeuge eingesetzt werden. Auch im Bereich Hardt-West/Nord ist geplant, zum Dezemberfahrplanwechsel ein vergleichbares Angebot einzurichten.

 

Schließlich stimmte der Kreistag der Ausweitung der Busverkehre auf der Linie 125 (Waghäusel – Bruchsal – Stutensee) in den Nächten auf Samstage sowie Sonn- und Feiertage um zwei Stunden zu, nachdem sich die Nachfrage erhöht hat. Vorgesehen ist eine Umsetzung zum Fahrplanwechsel im Dezember 2019.

 

Straßenbetriebsdienst braucht gute Arbeitsbedingungen

Kreistag beschließt Straßenmeistereien Bruchsal und Ettlingen vom Land zu kaufen und zu modernisieren

 

760 Kilometer Bundes-, Landes- und Kreisstraßen betreut der Straßenbetriebsdienst des Landkreises. Er kontrolliert nach strengen Dienstplänen den Zustand, sorgt für saubere und eisfreie Straßen, erledigt Grünschnittarbeiten, kleinere Reparaturen und ist in Notsituationen wie z.B. bei einer Ölspur schnell vor Ort. Drei Stützpunkte, davon zwei im Norden mit Bruchsal und Bretten sowie einer im Süden mit Ettlingen sind eingerichtet. Die Zuständigkeit kam mit der Verwaltungsstrukturreform zum Landkreis Karlsruhe, wobei die Liegenschaften in Bruchsal und Ettlingen im Eigentum des Landes Baden-Württemberg bzw. im Fall Bretten der Bundesrepublik Deutschland blieben und von diesen seitdem angemietet werden. Hergestellt wurden die Gebäude in den 1970er Jahren in standardisierter Typenbauweise. Die Arbeitstechniken im Betriebsdienst haben sich seither jedoch stark verändert, weshalb aus betrieblichen Aspekten, aber auch bedingt durch Weiterentwicklung der Organisations- und Personalstruktur die Liegenschaften grundlegend modernisiert werden.

„Da das Land seiner Pflicht nicht nachkommt, sein Eigentum in ordnungsgemäßem Zustand zu halten, wir aber als Landkreis zur Erfüllung unserer Pflichtaufgaben gute Arbeitsbedingungen haben müssen, müssen wir handeln“, trug Landrat Dr. Christoph Schnaudigel vor. Der Ausschuss für Umwelt und Technik und der Verwaltungsausschuss beschäftigen sich schon seit geraumer Zeit mit Überlegungen zur Neukonzeption der Straßenmeistereien; der Kreistag überzeugte sich im Rahmen einer Kreisbereisung vor Ort über die Situation. Das neue Standortkonzept sieht weiterhin drei Standorte in Bruchsal, Bretten und Ettlingen vor. Der Standort Bretten genügt den Anforderungen des Straßenbetriebsdienstes. Mit einem Neubau in Bruchsal, einer Modernisierung in Ettlingen und einem neuen Winterdienststützpunkt zur Lagerung und Nachladung von Salz und Sole im nordöstlichen Landkreis wäre der Straßenbetriebsdienst für die Zukunft gut aufgestellt.

Der Kreistag beschloss nun in seiner jüngsten Sitzung vom 9. Mai, die Liegenschaften in Bruchsal und Ettlingen vom Land zu erwerben. In einem ersten Schritt soll dann jeweils die Salzhalle mit entsprechender Fördertechnik neu gebaut werden, danach können – nach durchzuführenden Kostenvergleichen von Sanierung und Neubau – die alten Gebäude ersetzt bzw. saniert werden. Als reine Baukosten werden für die beiden Stützpunkte jeweils 11 Mio EUR kalkuliert, für den zukünftigen zusätzlichen Winterdienststützpunkt Nord-Ost 1,3 Mio EUR.

 

 

 

Neues aus dem Jugendtreff Bounty
Schlacht nach der Schlacht

 

So ein Tag in der BAR fordert! Überall stapeln sich die Hinterlassenschaften. Pfützen verschütteter Getränke laufen schlierig ineinander. Geschmolzene Eiscreme ziert die Schälchen. Klebriger Sirup befeuchtet die Becher. Trinkhalme schwimmen im trüben Etwas. Milcheiweiß trocknet an den Glaswänden. Schokoladenstreusel beflecken den Tresen. Bananenschalen liegen klitschig dazwischen. Geräte und Kannen überzieht eine stumpfe Patina. Gebrauchte Löffel liegen kreuz und quer. Ehemals glänzende Glaswaren stehen trüb umher. Geschirrtürme schwanken gefährlich. Und zwischen alldem kaum Platz zum Bewegen.

Die große Schlacht nach der Schlacht hat begonnen: Aufräumen ist angesagt! Zuerst jedoch: säubern! Im schnell graubraun sich eintrübenden Spülwasser wird der gröbste Schmutz entfernt. Dann wandern Teller, Löffel, Gläser und Becher in die Spülmaschine. Welch geniale Erfindung! Dennoch vergeht eine gute Stunde, bis das Reinigungsprogramm anlaufen kann. Und immer noch stapelt sich gebrauchtes Geschirr im Spülbecken. Während die Maschine vibriert und surrt, befassen wir uns mit dem Tresen, den Regalen, den Geräten. Flecken werden hinweggewischt, klebrige Reste weichen der seifigen Lauge. Ermattete Flächen glänzen erneut. Langsam kehrt Ruhe und Ordnung ein. Ordnung? Noch nicht!

 

Denn erst am Folgetag kann die Spülmaschine ausgeräumt werden. Jedes Teil wandert an seinen angestammten Platz. Schubladen füllen sich. Einsortiert werden Teller und Tassen. Die zweite Spülmaschinenladung läuft währenddessen. Und dann: Endlich, endlich ist es geschafft! Die Schlacht nach der Schlacht ist geschlagen. Die Lichter in der BAR gehen aus … bis zur nächsten Schlacht.

 

Wir danken ganz herzlich:

  • Claudia Klebon für die stille, doch umso wertvollere (und häufige) Unterstützung beim Großreinemachen nach dem Barbetrieb.

 

Terminvorschau:

§   Der nächste offene Sonntag ist am 19. Mai.

§   In der ersten Pfingstferienwoche bieten wir erneut spannende Ausflüge:

o    Dienstag, 11. Juni: Radtour mit Eisessen für die Kids nach Heidelsheim.

o    Mittwoch, 12. Juni: Radtour mit Eisessen für die Teens nach Bruchsal.

o    Donnerstag, 13. Juni: Radtour mit Einkehr ab 12 Jahren nach Baiersbronn im Schwarzwald.

§   In der zweiten Pfingstferienwoche hat das Bounty normal geöffnet. 😉

 

Euer AWO-Jugendtreff-Team (Matthias und Michael Klebon, Andrea Mergel, Sabine Oehlbach)

 

 

Osterferienbetreuung der Kernzeit – ein Rückblick

 

Zum allerersten Mal fand während der Osterferienwoche eine Kernzeitbetreuung für die Grundschulkinder der Klassen 1 bis 4 in der Kraichgauschule Gondelsheim statt. Am Montag begann alles mit einem gesunden Frühstück mit anschließender Bastelaktion.

Am Dienstag liefen die Kinder zu unserer Betreuerin Sabine Oehlbach und durften dort selbständig Eier ihrer Hühner einsammeln. Nach einer kurzen Stärkung ging es zurück in die Schule. Dort bereiteten dann die Betreuerinnen zusammen mit den Kindern Pfannkuchen zu. Auch wurden die Eier bunt zu Ostern angemalt.

 

 

 

 

Mittwochs ging‘s dann zum Kegeln in das Schlossstadion. Hier unser herzliches Dankeschön für das kostenlose Überlassen der Kegelbahnen an den Fußballverein.

 

Am Donnerstag wurde dann Schleim mit Begeisterung angerührt und kräftig damit gespielt.

Natürlich kam auch während der ganzen Woche das Spielen und Basteln nicht zu kurz.

 

Wir dürfen uns ganz herzlich bedanken für die Spenden an die Kernzeitbetreuung. Der Landfrauenverein hat uns 250 Euro sowie die Firma Tobler & Knapp 500 Euro für Spielutensilien sowie Ausflüge zukommen lassen.

 

 

 

Bürgerpreis der Sparkasse Kraichgau

Aktiv vor Ort – für eine lebendige Gesellschaft

 

Es ist wieder soweit – zum 16. Mal startet die Ausschreibung für den Bürgerpreis.
Sie engagieren sich ehrenamtlich in Ihrer Freizeit für andere Menschen? Oder Sie kennen jemanden, der mit seinem Engagement einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft leistet? Das sollte belohnt werden – bewerben Sie sich oder schlagen Sie jemanden bis zum 31.05.2019 vor. Wir freuen uns auf Sie und Ihre Bewerbung!  Es werden Preise im Gesamtwert von 5.000 Euro vergeben.

 

Herzlichst

Ihr

 

Markus Rupp, Bürgermeister