Der Bürgermeister informiert KW 35

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

mehr Grün, mehr Schatten und mehr Lebensqualität. Das muss nach der extremen Hitze in diesem Sommer eigentlich jedem klar sein:

Bürgerwettbewerb:

Neue Bäume für Gondelsheim

Die vier Gondelsheimer Quartiere machen Vorschläge

Bis zu 20 neue Baumstandorte gesucht

Die Gemeinde Gondelsheim möchte deshalb gemeinsam mit ihren Bürgerinnen und Bürgern neue Standorte für Bäume im Ort finden. Auf Initiative von Bürgermeister Markus Rupp startet deshalb ein Bürgerwettbewerb, bei dem die Gondelsheimerinnen und Gondelsheimer ihre ganz konkreten Vorschläge einbringen können.

Die Idee dazu ist nicht zuletzt während der sommerlichen Hitzewellen entstanden. Gerade an besonders heißen Tagen wird deutlich, welchen Unterschied Bäume im öffentlichen Raum machen können. Sie spenden Schatten, sorgen für ein angenehmeres Mikroklima, werten Straßen und Plätze auf und leisten einen wichtigen Beitrag dazu, Gondelsheim an die Folgen des Klimawandels anzupassen.

„Die vergangenen Hitzewellen haben uns noch einmal sehr deutlich vor Augen geführt, wie wertvoll Bäume und Straßengrün für unseren Ort sind. Deshalb wollen wir nicht nur weitere Bäume pflanzen, sondern die Bürgerinnen und Bürger ganz bewusst einbeziehen. Sie kennen ihre Straßen und ihr Wohnumfeld am besten und wissen, wo zusätzliches Grün und Schatten besonders guttun würden“, erläutert Bürgermeister Markus Rupp die Idee hinter dem Wettbewerb.

Vier Quartiere – fünf Standorte je Quartier

Für den Wettbewerb wird Gondelsheim entlang der großen Verkehrsachsen – Brettener/Bruchsaler Straße sowie Jöhlinger Straße und Bahnhof-/Neibsheimer Straße – in vier Bereiche aufgeteilt.

Für jedes dieser vier Quartiere können die dort wohnenden Bürgerinnen und Bürger Standorte für neue Bäume vorschlagen. Bis zum 9. Oktober 2026 werden je Quartier fünf Standorte ausgewählt.

Auf diese Weise können aus der Bürgerschaft heraus insgesamt bis zu 20 konkrete neue Baumstandorte entstehen.

Dabei sind ausdrücklich die Ideen und die Ortskenntnis der Bevölkerung gefragt: Wo fehlt an heißen Sommertagen Schatten? Wo könnte ein Baum einen Straßenraum aufwerten? Wo würde zusätzliches Grün die Aufenthaltsqualität verbessern?

Vielleicht gibt es direkt vor der eigenen Haustür, auf dem täglichen Weg zum Einkaufen oder an einem häufig genutzten Platz einen öffentlichen Standort, an dem ein zusätzlicher Baum einen echten Unterschied machen könnte.

Die eingereichten Vorschläge werden anschließend von einer Jury aus Bürgermeister, Gemeinderat, Bauamt und Fachleuten geprüft. Denn nicht jeder gewünschte Standort eignet sich automatisch für eine Baumpflanzung. Berücksichtigt werden unter anderem vorhandene Leitungen, die Verkehrssicherheit, der notwendige Wurzelraum sowie die Frage, ob sich ein Baum an dieser Stelle dauerhaft gut entwickeln kann und natürlich ob er auf kommunaler Fläche stehen würde.

Für die geeigneten Standorte wählt die Jury anschließend passende Baumarten aus. Entscheidend ist dabei, dass diese möglichst klimaresistent sind, mit den Bedingungen im Straßenraum zurechtkommen und langfristig eine schattenspendende Krone entwickeln können.

Der Bürgerwettbewerb soll dabei weit über eine reine Pflanzaktion hinausgehen. Er soll den Blick dafür schärfen, welchen Wert Bäume für Gondelsheim haben – für das Ortsbild ebenso wie für das Klima und die Lebensqualität. Jeder zusätzliche Baum kann zu einem kleinen Schattenspender werden, der über Jahrzehnte hinweg Wirkung entfaltet.

Deshalb gilt: Augen auf im eigenen Quartier! Wer einen Platz kennt, an dem Gondelsheim grüner und an heißen Tagen ein Stück angenehmer werden könnte, ist herzlich eingeladen, seinen Vorschlag einzureichen.

Mitmachen und Baumstandort vorschlagen!

Vorschläge können ab sofort per E-Mail an baum@gondelsheim.de eingereicht werden.
Bitte den gewünschten Standort möglichst genau beschreiben – idealerweise mit Straße und Hausnummer beziehungsweise einer kurzen Beschreibung der Stelle.

Gerne kann auch ein Foto des vorgeschlagenen Standortes beigefügt werden.

Einsendeschluss: 9. Oktober 2026

Gemeinsam machen wir Gondelsheim hitzeresistenter und grüner – Baum für Baum!

Meine Meinung

Über die Gondelsheimer Post gibt’s nichts zu berichten – und genau das ist die gute Nachricht

Es gab Zeiten, da war unsere Postfiliale in Gondelsheim fast schon ein zuverlässiger Lieferant für Facebook-Diskussionen: „Schon wieder zu!“ – „Extra hingefahren – umsonst!“ – „Wieder hängt ein Zettel an der Tür!“

Wer damals in den sozialen Medien unterwegs war, konnte manchmal meinen: In der Post wurden nicht nur Briefe und Pakete aufgegeben – gelegentlich wurde dort auch die gute Laune abgegeben.

Und ja: Der Ärger war oft verständlich. Auch ich habe mich als Bürgermeister immer wieder eingeschaltet, Gespräche geführt und mich bis in die Zentrale nach Stuttgart darum bemüht, dass Personal zur Verfügung steht und unsere Filiale zuverlässig öffnen kann. Denn eine funktionierende Postfiliale ist für einen Ort wie Gondelsheim wichtig.

Und heute? Heute hört man – nichts.
Keine empörten Facebook-Posts. Keine Bilder vom Zettel an der Tür. Keine langen Kommentarspalten. Keine Berichte über vergebliche Wege. Einfach nichts.

Wären wir Schwaben, würde gelten: „Nix gsagt, isch globt genug“. Aber das wäre eigentlich zu wenig.

Denn unsere Postfiliale in Gondelsheim funktioniert inzwischen richtig gut. Sie ist zuverlässig besetzt, die Öffnungszeiten funktionieren, und auch samstags ist Verlass darauf. Und das kommt nicht von ungefähr. Dahinter stehen Menschen, die Tag für Tag dafür sorgen, dass der Laden läuft. Deshalb gehört den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an dieser Stelle ausdrücklich ein großes Dankeschön – und stellvertretend Angela Braun, die mit ihrem persönlichen Einsatz und ihrer Verlässlichkeit einen wichtigen Anteil daran hat.

Es gehört vielleicht zu den kleinen Ungerechtigkeiten des Alltags: Wenn etwas einmal nicht funktioniert, steht es fünf Minuten später auf Facebook. Wenn etwas dagegen Woche für Woche und Monat für Monat zuverlässig läuft, wird es irgendwann selbstverständlich.

Deshalb heute einmal eine Nachricht über etwas, über das es eigentlich gar nichts zu berichten gibt: Die Post in Gondelsheim ist offen. Sie ist besetzt. Sie funktioniert. Und darüber freue ich mich als Bürgermeister. Es erspart mir ehrlicherweise auch an sich unnötige Arbeit.

Jedenfalls, wer damals zu Recht kritisiert hat, darf heute auch einmal sagen: Das läuft gut!
Danke an das ganze Team unserer Postfiliale – und schön, dass es mittlerweile so selbstverständlich läuft, dass keiner mehr über die Filiale 510 spricht.

Bundesweiter Warntag 2026

Bund und Länder testen ihre Warnsysteme für Krisen- und Katastrophenfälle

Am Donnerstag, 10. September 2026, findet der sechste bundesweite Warntag statt.

Ab 11.00 Uhr erproben Bund, Länder und Kommunen gemeinsam ihre Warnsysteme. Auch die Gemeinde Gondelsheim beteiligt sich und testet die örtlichen Sirenen.

Ziel des Warntags ist es, die Warnsysteme auf ihre Funktionsfähigkeit zu überprüfen und die Bevölkerung mit den verschiedenen Warnmöglichkeiten vertraut zu machen.

Im Ernstfall – etwa bei Unwettern, Naturgefahren oder anderen Notlagen – ist eine schnelle und zuverlässige Information der Bevölkerung besonders wichtig.

Warnung um 11.00 Uhr – Entwarnung um 11.45 Uhr

Um 11.00 Uhr wird die Probewarnung über verschiedene Warnkanäle verbreitet. Dazu gehören unter anderem Warn-Apps wie NINA, Rundfunk und weitere Medien sowie Cell Broadcast, über das Warnmeldungen direkt auf geeignete Mobiltelefone und Smartphones übertragen werden.
Auch in Gondelsheim werden die Sirenen getestet. Das Signal zur Warnung der Bevölkerung ist als auf- und abschwellender Heulton zu hören. Gegen 11.45 Uhr erfolgt die Entwarnung. Für die Bevölkerung besteht während des Probealarms kein Anlass zur Sorge.

Der Warntag bietet zugleich die Gelegenheit, sich mit den unterschiedlichen Warnsignalen und Warnwegen auseinanderzusetzen. Wer die Signale kennt und weiß, was im Ernstfall zu tun ist, kann in einer Gefahrensituation schneller und richtig reagieren.

Bürgermeister Markus Rupp erklärt:
„Der bundesweite Warntag ist eine gute Gelegenheit, unsere Warnsysteme zu erproben und gleichzeitig das Bewusstsein für den eigenen Schutz zu stärken. Uns ist wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger in Gondelsheim die Warnsignale kennen und im Ernstfall wissen, wie sie reagieren müssen.“

Die Gemeinde empfiehlt, den Warntag auch dazu zu nutzen, die eigenen Warnmöglichkeiten zu überprüfen – beispielsweise, ob eine Warn-App wie NINA oder die Gondelsheim-App installiert und entsprechend eingerichtet ist.

Weitere Informationen zum bundesweiten Warntag und zum richtigen Verhalten in Not- und Katastrophenfällen gibt es beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK).

Waldtag 2026 in Gondelsheim:

Natur erleben, staunen und mitmachen
Beliebte Veranstaltung lädt am 13. September wieder zum Grillplatz ein

Nachdem der ursprünglich für den 28. Juni geplante Waldtag aufgrund der extremen Hitze verschoben werden musste, steht nun der neue Termin fest:

Am Sonntag, 13. September 2026, von 10.30 Uhr bis 15.00 Uhr verwandelt sich der Grillplatz wieder in ein lebendiges Erlebnisgelände für die ganze Familie.

Bei hoffentlich angenehmen spätsommerlichen Temperaturen laden die Jäger des Reviers West und die Gemeinde Gondelsheim dazu ein, die heimische Natur zu entdecken und einen abwechslungsreichen Tag im Grünen zu verbringen.

Gemeinsam mit zahlreichen Partnern haben die Jäger des Reviers West ein vielseitiges Programm zusammengestellt, das Naturwissen, Umweltbildung und geselliges Miteinander auf besondere Weise verbindet.

„Der Waldtag ist jedes Jahr eine wunderbare Gelegenheit, Natur, Gemeinschaft und ehrenamtliches Engagement miteinander zu verbinden. Besonders schön ist es zu sehen, mit welcher Begeisterung Kinder und Familien die vielfältigen Angebote annehmen und dabei unsere heimische Tier- und Pflanzenwelt entdecken“, freut sich Bürgermeister Markus Rupp auf die Veranstaltung.

Unter anderem wird die Drohnen- und Kitzrettung vorgestellt, die sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Instrument des Tierschutzes entwickelt hat. Auch die Jagdhunde zeigen bei einer Vorstellung ihr Können und vermitteln einen Eindruck von ihrer wichtigen Arbeit im Revier.

Die Johanniter-Rettungshundestaffel mit dem Gondelsheimer Marcel Omlor gibt spannende Einblicke in die Ausbildung und die vielfältigen Einsatzgebiete ihrer vierbeinigen Helfer.

Darüber hinaus ist die Jägervereinigung Bruchsal mit ihrem Lernort Natur-Wagen vertreten und vermittelt anschaulich Wissenswertes rund um Wildtiere, Lebensräume und die Aufgaben der Jagd.

Wer die Natur vor der eigenen Haustür näher kennenlernen möchte, kann bei einem geführten Rundgang durch Wald und Wiesen gemeinsam mit dem Revierpächter auf Entdeckungstour gehen. Dabei erfahren die Teilnehmer viel Wissenswertes über Tiere und Pflanzen sowie über die Zusammenhänge in unserem heimischen Ökosystem.

Auch für die jüngsten Besucher ist bestens gesorgt. Rund um die Themen Nistkasten und Insektenhotel können Kinder auf spielerische Weise erfahren, wie sie selbst einen Beitrag zum Schutz der Natur und ihrer Bewohner leisten können.

Zusätzlich im Programm ist außerdem Andrea Bachmann-Münster, die interessante Einblicke in die Ölmühle auf dem Bonartshäuser Hof gibt. Damit wird das vielfältige Angebot um einen weiteren spannenden Programmpunkt aus der Region ergänzt.

„Unser Anliegen ist es, den Menschen die Natur und die Aufgaben der Jagd näherzubringen. Wer versteht, wie eng Wald, Wild und Mensch miteinander verbunden sind, entwickelt auch ein größeres Bewusstsein für deren Schutz“, betonen Pächter des Reviers West, Hansjörg Mohr und Jürgen Häffele.

Für eine bequeme An- und Abreise richtet die Freiwillige Feuerwehr Gondelsheim einen Shuttle-Service vom Rathaus zum Grillplatz und zurück ein.

Selbstverständlich kommt auch das leibliche Wohl nicht zu kurz. Die Freiwillige Feuerwehr Gondelsheim übernimmt – wie gewohnt – die Bewirtung und bietet unter anderem Wildgyros mit Brötchen, Grillsteaks und Grillwürste sowie Getränke, Kaffee und hausgemachten Kuchen an.

Der Gondelsheimer Waldtag hat sich längst zu einem beliebten Treffpunkt für Familien und Naturinteressierte aus Gondelsheim und der gesamten Region entwickelt. Nach der wetterbedingten Verschiebung freuen sich die Jäger des Reviers West, die Gemeinde Gondelsheim und alle beteiligten Partner nun umso mehr auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher.

Termin: Sonntag, 13. September 2026

Uhrzeit: 10.30 bis 15.00 Uhr

Ort: Grillplatz Gondelsheim

Die Jäger des Reviers West und die Gemeinde Gondelsheim laden alle Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste aus der Region herzlich ein, gemeinsam einen abwechslungsreichen Tag in und mit der Natur zu verbringen.

In Memoriam

Rüdiger Kircher

(3. November 1937 – 1. September 2026)

Die Gemeinde Gondelsheim trauert um Rüdiger Kircher, der am 1. September 2026 verstorben ist. Mit ihm verliert unsere Gemeinde einen engagierten Mitbürger, der sich über viele Jahre mit großem persönlichen Einsatz für die Belange der älteren Menschen eingesetzt hat.

Bereits früh machte sich Rüdiger Kircher als engagierter Repräsentant der Gondelsheimer Seniorinnen und Senioren einen Namen. Als 2005 der Ortsseniorenrat gegründet wurde, übernahm er dessen Vorsitz und prägte das Gremium zehn Jahre lang maßgeblich. Er nahm die Wünsche und Anliegen der älteren Generation auf, brachte sie in Gemeindeverwaltung und Gemeinderat ein und gab den Seniorinnen und Senioren damit eine starke Stimme.

Auch über Gondelsheim hinaus pflegte er den Austausch, insbesondere mit dem Kreisseniorenrat des Landkreises Karlsruhe, und brachte von dort immer wieder neue Ideen und Anregungen mit.

Ein besonderes Anliegen war ihm zudem der von ihm erarbeitete und regelmäßig fortgeschriebene Gondelsheimer Seniorenratgeber, der den älteren Menschen wertvolle Informationen und Hilfestellungen bot.

Für sein langjähriges und beispielhaftes ehrenamtliches Engagement erhielt Rüdiger Kircher im Jahr 2016 im Rahmen des Sommer-Seniorennachmittags aus den Händen von Bürgermeister Markus Rupp die Silberne Bürgermedaille der Gemeinde Gondelsheim.

Immanuel Kant hat einmal gesagt: „Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt, ist nicht tot. Er ist nur fern. Tot ist nur, wer vergessen wird.“ Rüdiger Kircher wird in der Erinnerung vieler seiner Mitmenschen in Gondelsheim und gerade der Senioren weiterleben.

Die Gemeinde Gondelsheim wird ihm und seinem verdienstvollen Wirken ein ehrendes Andenken bewahren.

Markus Rupp, Bürgermeister

Ab sofort wieder

Gelbes Band: Obst ernten, statt verderben lassen

Gemeinde Gondelsheim setzt erfolgreiche Aktion fort

Jahr für Jahr tragen die Streuobstwiesen in Gondelsheim reichlich Früchte. Damit vor allem Äpfel und Birnen nicht ungenutzt verderben, setzt die Gemeinde auch in diesem Jahr wieder auf die Aktion „Gelbes Band“.

Das Prinzip ist einfach: Kommunale Obstbäume, die mit einem gelben Band gekennzeichnet sind, dürfen kostenlos abgeerntet werden.

Wichtig dabei: Geerntet werden darf ausschließlich an entsprechend gekennzeichneten Bäumen. Das Obst ist nur für den privaten Eigenbedarf bestimmt; eine gewerbliche oder sonstige wirtschaftliche Nutzung ist ausgeschlossen. Die Ernte erfolgt zudem auf eigene Verantwortung und eigene Gefahr. Eine Haftung der Gemeinde ist ausgeschlossen.

Entsprechende Obstbestände befinden sich unter anderem im Gewann „Bruch“, entlang der Jöhlinger Straße sowie hinter dem Hochwasserrück-haltebecken „Lohr“. Hinzu kommen im verlängerten Bruchbereich die Obstbäume, die anlässlich verschiedener Konfirmandenjahrgänge gepflanzt wurden. Auch dort gilt: Geerntet werden darf nur, wenn der jeweilige Baum mit einem gelben Band gekennzeichnet ist. 

Gelbes Band für Obst in Gondelsheim

Die Aktion wird in Gondelsheim bereits seit mehreren Jahren umgesetzt und geht ursprünglich auf einen Antrag der CDU-Fraktion zurück. Inzwischen ist das „Gelbe Band“ fester Bestandteil des örtlichen Engagements gegen Lebensmittelverschwendung.

„Was auf unseren kommunalen Obstbäumen wächst, soll nicht ungenutzt verderben, sondern den Menschen in Gondelsheim zugutekommen“, sagt Bürgermeister Markus Rupp. „Das Gelbe Band verbindet Nachhaltigkeit mit einem ganz praktischen Nutzen.

Wer für den eigenen Bedarf Obst ernten möchte, kann dies an den gekennzeichneten Bäumen kostenlos tun.“

Zugleich fügt sich die Aktion in die Gondelsheimer Streuobstwiesenstrategie ein. Denn die Gemeinde möchte nicht nur die Früchte nutzen, sondern auch dafür sorgen, dass die kommunalen Obstbestände langfristig erhalten bleiben. Ein eigener Baumwart kümmert sich deshalb fachgerecht um die Bäume. So soll verhindert werden, dass die Bestände überaltern, degenerieren und schließlich absterben.

„Wir wollen unseren Streuobstbäumen eine Zukunft geben. Und wenn wir sie pflegen und erhalten, ist es nur konsequent, auch ihre Früchte zu nutzen. Deshalb ist das Gelbe Band für uns eine runde Sache“, so Bürgermeister Rupp.

Die Gemeinde lädt alle Bürgerinnen und Bürger ein, das Angebot verantwortungsvoll zu nutzen: auf das gelbe Band achten, ausschließlich gekennzeichnete Bäume abernten und nur so viel Obst mitnehmen, wie für den privaten Gebrauch benötigt wird.

So verbindet das „Gelbe Band“ den Erhalt der heimischen Kulturlandschaft mit Nachhaltigkeit und einem bewussten Umgang mit regional erzeugten Lebensmitteln.

Zwei Jahre nach dem 13. August 2024

Hochwasser- und Starkregenschutz in Gondelsheim:

Was wir getan haben – woran wir arbeiten – und was noch vor uns liegt
Teil 2

Von der „Wasser-weg“-Gemeinde zur Schwammgemeinde

Hochwasserschutz der Zukunft bedeutet aber auch, grundsätzlich anders mit Wasser umzugehen.
Das Stichwort lautet Schwammstadt beziehungsweise Schwammgemeinde.

Der Gedanke dahinter ist eigentlich einfach: Wasser soll dort, wo es möglich und sinnvoll ist, nicht sofort über Kanalisation und Gewässer abgeleitet werden. Es soll zunächst gespeichert, zurückgehalten, versickert oder später kontrolliert abgegeben werden.

Dafür kommen beispielsweise Rigolen, Retentionsflächen, entsiegelte Flächen, Grünanlagen und Bäume infrage.

Gerade die vergangenen Jahre zeigen das scheinbare Paradox: In Trockenperioden fehlt uns Wasser – und bei Starkregen haben wir innerhalb kürzester Zeit viel zu viel davon.
Deshalb müssen wir lernen, Wasser stärker als Ressource zu betrachten: speichern, wenn es kommt, zurückhalten, wenn es gefährlich wird, und nutzen, wenn es fehlt.

Auch die Entsiegelung und zusätzliche Begrünung im Gemeindegebiet gehören deshalb zur langfristigen Strategie. Neue Bäume verbessern nicht nur das Ortsklima und spenden Schatten. Ihre Standorte und das umgebende Erdreich können zugleich einen Beitrag zum Wasserrückhalt leisten.

Feuerwehr wird für Starkregen- und Hochwassereinsätze weiter ausgestattet

Technische Anlagen allein reichen nicht. Wenn ein Ereignis eintritt, braucht es Menschen und Material, die innerhalb weniger Minuten einsatzbereit sind. Deshalb investiert Gondelsheim auch in die Ausstattung der Feuerwehr.

Mit dem vorgesehenen GW-L2 – Gerätewagen Logistik 2 erhält die Feuerwehr ein Fahrzeug, das durch sein flexibles Logistikkonzept gerade auch für Starkregen- und Hochwassereinsätze wertvoll ist. Entsprechende Rollcontainer beziehungsweise Einsatzmodule können gezielt für solche Lagen vorbereitet werden. Benötigtes Material kann dadurch schnell aufgenommen, transportiert und an unterschiedlichen Einsatzstellen eingesetzt werden.

Das bedeutet im Ernstfall: weniger Zeit für das Zusammensuchen von Material und mehr Zeit für den eigentlichen Schutz der Bevölkerung.

Warnung und Information: Bevölkerung frühzeitig erreichen

Seit Jahren setzt Gondelsheim außerdem auf die Information der Bevölkerung. Die Gondelsheim-App, die bereits seit 2016 besteht, ist dabei ein wichtiger Informations- und Warnkanal. Ergänzend werden Social Media und weitere Kommunikationswege genutzt.

Auch die Sireneninfrastruktur spielt eine wichtige Rolle und soll weiterentwickelt beziehungsweise zeitgemäß steuerbar gehalten und für Sprachnachrichten genutzt werden.
Denn selbst die beste Schutzanlage hilft nur begrenzt, wenn Menschen im Ernstfall nicht wissen, wie sie reagieren sollen.

Deshalb informiert die Gemeinde regelmäßig über richtiges Verhalten bei Hochwasser und Starkregen. Hinzu kommen Informationsveranstaltungen, Beratungsangebote, Aktionen zur privaten Vorsorge und die Möglichkeit, sich mit geeigneten Schutzmaßnahmen für das eigene Grundstück auseinanderzusetzen.

Eigenvorsorge bleibt unverzichtbar

Das führt zu einem Punkt, der uns besonders wichtig ist. Hochwasserschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Die Gemeinde kann Rückhaltebecken bauen, Gewässer sichern, Kanäle überprüfen, Warnsysteme installieren und Feuerwehr sowie Bauhof ausstatten. Sie kann aber nicht jedes einzelne Gebäude gegen jedes denkbare Extremereignis schützen. Deshalb bleibt die private Eigenvorsorge unverzichtbar.

Dazu gehören beispielsweise Rückstausicherungen, der Schutz von Kelleröffnungen und Lichtschächten, geeignete Lagerung in gefährdeten Kellerräumen und das Wissen darüber, wie man sich bei einer Warnung richtig verhält.

Seit 2019 bietet die Gemeinde deshalb immer wieder Informationsmöglichkeiten zum Selbstschutz an. Sandsackaktionen und Informationsangebote – unter anderem mit dem Hochwasserschutz-Infomobil des Hochwasser-Kompetenz-Centrums Köln – ergänzen diese Arbeit. Letzteres wird sich bei der Kerwe 2026 erneut vorstellen und beraten.

Unser Fazit zwei Jahre danach

Der 13. August 2024 hat Gondelsheim getroffen. Er hat aber auch sehr deutlich gemacht, wo wir handeln müssen.

Seitdem ist viel geschehen. Nicht nur auf dem Papier, sondern ganz konkret vor Ort.
Wir investieren Millionenbeträge in den Hochwasserschutz. Wir untersuchen unser Kanalnetz. Wir bauen Frühwarnsysteme aus. Wir planen Sedimentfänge. Wir arbeiten an der Straßenentwässerung. Wir entwickeln das Starkregenrisikomanagement. Wir treiben Flurneuordnung und Erosionsschutz voran. Wir verbessern die Ausstattung unserer Feuerwehr.

Und wir denken bei der Entwicklung unserer Gemeinde zunehmend darüber nach, wie wir Wasser zurückhalten, speichern und sinnvoll nutzen können.

All das geschieht in einer Gemeinde, die gleichzeitig Schulen und Kindergärten unterhalten, Straßen und Gebäude sanieren, soziale Aufgaben erfüllen und zahlreiche weitere kommunale Herausforderungen bewältigen muss.

Unsere finanziellen Mittel sind nicht unbegrenzt – und auch die personellen Ressourcen unserer Verwaltung sind knapp.

Trotzdem steht der Hochwasser- und Starkregenschutz ganz oben auf unserer Agenda.
Dabei sind wir auf viele Partner angewiesen: Land und Regierungspräsidium, Landkreis, Fachbehörden und Ingenieurbüros, Landwirtschaft, Feuerwehr und Bauhof, Gemeinderat und nicht zuletzt unsere Bürgerinnen und Bürger.

Manche Projekte lassen sich innerhalb weniger Monate umsetzen. Andere benötigen Grundstücke, Förderbescheide, Genehmigungen und jahrelange Verfahren. Eine Flurneuordnung beispielsweise wird uns vermutlich über ein Jahrzehnt beschäftigen.

Entscheidend ist deshalb nicht, den Eindruck zu erwecken, morgen sei jedes Problem gelöst.
Entscheidend ist, konsequent weiterzuarbeiten.

Denn auch das müssen wir zwei Jahre nach dem Hochwasser offen sagen: Einen hundertprozentigen Schutz vor Naturgewalten kann es nicht geben.

Ein Niederschlagsereignis wie am 13. August 2024 mit

rund 155 Litern pro Quadratmeter bringt auch gut ausgebaute Systeme an Grenzen.

Unsere Aufgabe als Gemeinde ist deshalb, Risiken soweit wie möglich zu reduzieren, Schwachstellen zu beseitigen, Vorsorge zu treffen und im Ernstfall bestmöglich vorbereitet zu sein.

Und genau daran arbeiten wir. Das sind wir den Menschen in Gondelsheim schuldig – und das ist unser Auftrag aus dem 13. August 2024.

Markus Rupp, Bürgermeister

Fotowettbewerb des Heimat- und Kulturvereins

„Mein Lieblingsplatz in Gondelsheim“ – Heimat entdecken, festhalten und tolle Preise gewinnen!

Was macht Gondelsheim für Sie zu einem ganz besonderen Ort? Ist es eine romantische Gasse, ein idyllischer Platz in der Natur, ein historisches Gebäude oder ein Ort voller persönlicher Erinnerungen?

Genau diese Lieblingsplätze sucht der Heimat- und Kulturverein Gondelsheim mit seinem neuen Fotowettbewerb „Mein Lieblingsplatz in Gondelsheim“.

Bereits vor einigen Jahren hatte der Heimat- und Kulturverein mit einem Fotowettbewerb großen Erfolg. Die damaligen Aufnahmen zeigten eindrucksvoll die Schönheit und Vielfalt der Gemeinde. Daran möchte der Verein nun anknüpfen und ruft alle Fotobegeisterten – vom Hobbyfotografen bis zur ambitionierten Fotografin – zur Teilnahme auf.

Die schönsten Motive werden nicht nur den Fotokalender 2027 des Heimat- und Kulturvereins schmücken, sondern in diesem Jahr auch mit attraktiven Preisen ausgezeichnet.

Der erste Preis ist ein Dinner für zwei Personen im Restaurant Löwentor. Darüber hinaus warten weitere hochwertige Gastronomiepreise auf die Gewinnerinnen und Gewinner.

Mein Lieblingsplatz in Gondelsheim

Ein besonderes Merkmal des Wettbewerbs ist die Bewertung durch zwei Jurys. Zum einen entscheidet eine Expertenjury, der der bekannte Brettener Fotograf Thomas Rebel, der Schulleiter der Kraichgau-Gemeinschaftsschule Benjamin Kreis-Polich sowie der Erste Bürgermeister-Stellvertreter Andreas Bürker angehören.

Zum anderen ist auch das Publikum gefragt. Während der Kerwe (17. – 18. Oktober 2026) werden die eingereichten Fotos in einer Ausstellung präsentiert. Dort können die Besucherinnen und Besucher ihre Favoriten wählen und damit ihre Stimme für den Publikumspreis abgeben. So fließen sowohl die fachkundige Bewertung der Experten als auch das Urteil der Bürgerinnen und Bürger in den Wettbewerb ein.

Der Vorsitzende des Heimat- und Kulturvereins, Bürgermeister Markus Rupp, hofft auf eine große Beteiligung: „Mit jedem eingereichten Bild dokumentieren wir ein Stück unserer Heimat. Jeder Lieblingsplatz erzählt seine eigene Geschichte und zeigt, warum Gondelsheim für viele Menschen ein besonderer Ort ist. Ich freue mich auf zahlreiche Einsendungen und viele kreative Blickwinkel auf unsere schöne Gemeinde.“

Der Wettbewerb soll nicht nur schöne Bilder hervorbringen, sondern auch dazu beitragen, die Verbundenheit mit der Heimat sichtbar zu machen. Ob bekannte Wahrzeichen oder versteckte Lieblingsorte – gefragt sind Motive, die Gondelsheim aus einer ganz persönlichen Perspektive zeigen.

Der Heimat- und Kulturverein lädt deshalb alle Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, mitzumachen. Jede Einsendung trägt dazu bei, die Schönheit der Gemeinde festzuhalten und gleichzeitig ein Stück Heimatgeschichte zu dokumentieren.

Teilnahmebedingungen

  • Das Foto muss in Gondelsheim aufgenommen worden sein und einen persönlichen Lieblingsplatz zeigen.
  • Pro Teilnehmer können maximal zwei Bilder eingereicht werden.
  • Es werden ausschließlich digitale Fotos im Querformat angenommen.
  • Empfohlenes Dateiformat: JPG oder TIF, Dateigröße etwa 3 bis 5 MB.
  • Dateibenennung: „Bildtitel – Vorname Nachname.jpg“.
  • Einsendung per E-Mail an fotowettbewerb.gondelsheim@web.de.
  • Bei Dateien über 10 MB bitte einen Filehosting-Dienst (z. B. WeTransfer) nutzen.
  • Bitte Name und Kontaktdaten sowie gerne einen kurzen Begleittext zum Aufnahmeort angeben (dieser dient ausschließlich der Information und wird nicht veröffentlicht).
  • Einsendeschluss (verlängert) ist Donnerstag, der 1. Oktober 2026.

Der Heimat- und Kulturverein freut sich auf viele eindrucksvolle Aufnahmen und wünscht allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern viel Erfolg – vielleicht wird gerade Ihr Lieblingsplatz schon bald im Kalender 2027 zu sehen sein und zudem mit einem der attraktiven Preise ausgezeichnet.

Neues aus dem Jugendtreff Bounty

Sommerferienaktion II: Heidelberg

In der ersten vollen Sommerferienwoche boten wir unseren Gästen wieder einmal ein vielfältiges Aktionsprogramm. Nach den Cocktails zum Ferienstart stand als nächstes ein Ausflug nach Heidelberg auf dem Programm.

Wie immer ist die Teilnahme völlig freiwillig. Und in diesem Fall durften unsere Jugendlichen auch das Programm selbst bestimmen.

Michel machte nur Vorschläge, die Teilnehmenden entschieden. Zunächst ging es mit Bahn und Bus bis zum Beginn der Altstadt.

Durch die legendäre »Plöck« liefen wir entlang kleiner, interessanter Läden bis zum Herzen von Alt-Heidelberg: dem Universitätsgelände. Dort wollten unsere Besucher tatsächlich die Uni-Bibliothek besuchen – und zumindest in Teilen auch die Buchbestände in den labyrinthartigen Magazingängen betrachten.

Obwohl dort samt und sonders nur wissenschaftliche Werke standen, stöberten (und lasen) gerade unsere beiden Jüngeren dort eine ganze Weile. Weiter ging es durch die Seminarstraße, vorbei an den verschiedenen Fachinstituten zu einem von Michels »Geheimtipps« aus dessen eigener Studentenzeit: dem herrlich ruhigen (und romantischen) Park, welcher von der Jesuitenkirche, dem Anglistischen und dem Romanischen Seminar eingehegt wird: ein idealer Platz zum Entspannen, zum Genießen und zum Lernen. Da es ein sehr heißer Augusttag war und die Sonne vom Himmel brannte, wollten unsere Besucher keinerlei Anstieg auf sich nehmen – weder zum Schloss, noch zum Königsstuhl und auch nicht zum Philosophenweg. Stattdessen ging es durch schmale und schattige Altstadtgassen weiter zum vielfotografierten Brückentor und der nicht minder bekannten Altstadtbrücke.

Sommerferienaktion Ausflug nach Heidelberg

Am jenseitigen Neckarufer fanden wir zwar kaum Schatten, dafür aber eine ruhige und seichte Bucht, wo unsere beiden Jüngeren im Wasser herumplanschten, Muscheln suchten und im Sand spielten. Gemäß unserem Motto, den Jugendlichen sämtliche Entscheidungen zu überlassen, schlug Michel zwar noch einen Gang entlang des Neckars bis zur Schleußenbrücke und vom Karlstor durch die Gassen zurück in die Altstadt vor, unsere Besucher aber hatten genug und wollten direkt den Weg zum Restaurant einschlagen (welches sie sich ebenfalls herausgesucht hatten). Also kehrten wir um und ein – zwar nicht klassisch in einem der vielen Heidelberger Kultlokale, einer gemütlichen Studentenkneipe oder einer Mensa gar, nein: es ging zu einer Pizzakette. Naja, gut geschmeckt hat es trotzdem! Und zum Abschluss unseres Städteausflugs wollten unsere Jugendlichen eben auch noch etwas »shoppen«; so suchte sich jeder ein spezifisches Geschäft aus, wo gestöbert (und teilweise auch gekauft) wurde. Schlussendlich hatte unser Ausflug doch viele Stunden gedauert, auch wenn wir (zumindest aus Betreuersicht) eigentlich gar nicht so viel gemacht hatten. Allenfalls verschwitzt, doch ansonsten wohlbehalten, kamen wir am Abend wieder in unserem schönen Gondelsheim an.

Noch sind Sommerferien. Wir haben nach einer dreiwöchigen Urlaubspause aber wieder zu den üblichen Zeiten geöffnet und bieten zum Abschluss der Ferienzeit noch einmal ein paar Sonderaktionen an (siehe unten).

Terminvorschau:

  • Die nächsten offenen Sonntage sind am 06. und am 20. September.
  • Teilnahme am Dorf-Flohmarkt am Samstag, 12. September. Um vorherige Anmeldung wird gebeten.
  • Ausflug nach Sulzfeld zum Minigolf-Spielen am Sonntag, 13. September. Anmeldung und weitere Infos bei uns im »Bounty«.

Michael Klebon im Namen des »Bounty«-Teams

Herzlichst

Ihr

Markus Rupp, Bürgermeister