Der Bürgermeister informiert KW 20

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

am 6. Mai 2026 war es wieder so weit: Die dritten Klassen der Kraichgau-Gemeinschaftsschule Gondelsheim besuchten im Rahmen einer inzwischen liebgewonnenen Tradition das Rathaus und Bürgermeister Markus Rupp.

Zu Besuch im Rathaus

Die dritten Klassen der Kraichgau-Gemeinschaftsschule Gondelsheim besuchten Bürgermeister Markus Rupp

Bereits seit vielen Jahren gehört dieser Besuch fest zum Schuljahr der Drittklässler und sorgt immer wieder für große Begeisterung bei den Kindern.

Im Bürgersaal nahm sich Bürgermeister Markus Rupp viel Zeit für die zahlreichen Fragen der Schülerinnen und Schüler. Dabei wollten die Kinder nicht nur wissen, wie alt der Bürgermeister ist oder ob ihm seine Arbeit Spaß macht, sondern auch, welche Aufgaben ein Bürgermeister eigentlich hat und welche Projekte in Gondelsheim geplant sind. Auch Fragen zu möglichen Bahnübergangs-beseitigungen oder anderen Themen aus der Gemeinde kamen zur Sprache.

Mit viel Geduld, Humor und immer wieder einem augenzwinkernden Kommentar beantwortete Markus Rupp die vielen Fragen der Kinder. Es war deutlich zu spüren, wie viel Freude ihm der Austausch mit den jungen Besucherinnen und Besuchern machte. Jedes Kind bekam die Gelegenheit, selbst eine Frage zu stellen und mit dem Bürgermeister ins Gespräch zu kommen.

Begleitet wurden die dritten Klassen von ihren Lehrkräften Frau Antje Kammerer sowie Herrn Müller von der Kraichgau-Gemeinschaftsschule Gondelsheim.

Zum Abschluss des Besuchs hatte die Sekretärin des Bürgermeisters, Frau Özge Celik, noch eine kleine Überraschung vorbereitet. Die Kinder erhielten kleine Backwaren sowie Heftchen zum Lesen für zuhause.

Doch auch Bürgermeister Markus Rupp durfte sich über ein besonderes Geschenk freuen: Die Schülerinnen und Schüler überreichten ihm eine liebevoll gestaltete Hommage an die Gemeinde Gondelsheim. Darin beschrieben die Kinder ihre Lieblingsplätze, schönsten Erlebnisse und besonderen Eindrücke aus ihrer Heimatgemeinde.

Außerdem wurde der Bürgermeister von einer Schülerin porträtiert. Rupp bedankte sich herzlich sowohl für die vielen interessanten Fragen als auch für das gelungene Bild und die kreativen Beiträge der Kinder.

Fazit: Es war erneut ein wunderschöner und abwechslungsreicher Vormittag, der den Drittklässlern ebenso wie Bürgermeister Markus Rupp große Freude bereitete und sicherlich vielen noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Gondelsheimer Grillplatz erstrahlt in neuem Glanz

Rechtzeitig zum Vatertags-Grillfest der Handballer am 14. Mai 2026

Rechtzeitig zum Auftakt der Saison präsentiert sich der Gondelsheimer Grillplatz an der Hauptstätt in frischem Glanz. Nach umfangreichen Verschönerungs- und Sanierungsarbeiten steht die Anlage wieder den Vereinen und Mietern zur Verfügung.

Die Hütte, das zentrale Element des Grillplatzes wurde sowohl im Innen- als auch im Außenbereich frisch gestrichen, zudem wurde das Dach instandgesetzt.

Auch für die kleinen Besucher und natürlich ihre Eltern gibt es erfreuliche Neuerungen:

Neben den einigen bereits bestehenden Spielgeräten wurden ein neuer Spielturm mit Rutsche sowie eine neue Schaukel aufgestellt.

Darüber hinaus wurden der Eingangsbereich sowie die Fläche für die Stellplätze der Autos neu mit Splitt eingebaut.

Die Sitzbänke erhielten noch einen frischen Anstrich, teilweise wurden zudem Holzteile erneuert, um Komfort und Sicherheit weiter zu verbessern.
Damit bekommt der traditionsreiche Grillplatz in Gondelsheim ein einladendes neues Gesicht – ohne dabei seinen bewährten Charme zu verlieren.

„Die Grillsaison kann beginnen“, sagt Bürgermeister Markus Rupp. Die erste große Bewährungsprobe hatteder hergerichtete Platz am Donnerstag beim traditionellen Vatertags-Grillfest der Handballer. 

Gondelsheim erinnert mit Gedenklesung erneut an die Bücherverbrennungen der Nazis

Persönlichkeiten des Ortes lesen am 21. Mai im Bürgersaal des Rathauses

Der Heimat- und Kulturverein und die Gemeinde Gondelsheim erinnern wieder an ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte und laden am Donnerstag. 21. Mai 2026 um 19.30 Uhr zu einer „Gedenklesung gegen das Vergessen“ im Bürgersaal des Rathauses ein.

Im Mai 1933 fanden in vielen deutschen Städten Bücherverbrennungen statt, um Schriften „wider den undeutschen Geist“ zu vernichten, und deren Autorinnen und Autoren mit Berufsverbot zu belegen und sie damit mundtot zu machen.

Bei der Gedenklesung wird aus Werken einiger damals Betroffener gelesen:

  • Heinrich Eduard Jacob (Beate Bachmann)
  • Oscar Maria Graf (Ulrich Gnädinger)
  • Gina Kaus (Sophia Vogt)
  • Bert Brecht (Erwin Grab)
  • Erich Kästner (Erwin Grab und Sophia Vogt)

Claus Kaiser begleitet den Abend musikalisch mit der Querflöte. Der Eintritt ist frei.

Bürgermeister Markus Rupp dankt dem Initiator der Gedenklesung Erwin Grab aus Gondelsheim für sein großes Engagement in dieser wichtigen Sache.

Erweiterte Öffnungszeiten des Schneckenhauses „Kirchberg“ in Gondelsheim

Seit Januar 2026 gibt es die Außengruppe des Schneckenhauses „Kirchberg“ in den Räumlichkeiten der katholischen Kirche in Gondelsheim. Das Angebot wurde von Beginn an sehr gut angenommen und bietet Kindern sowie Familien eine weitere wichtige Betreuungsmöglichkeit vor Ort.

Ab 1. September 2026 werden die bisherigen Öffnungszeiten erweitert: Die Außengruppe wird dann täglich von 7:00 bis 14:00 Uhr geöffnet sein. Dabei wird auch wie bisher ein verpflichtendes gemeinsames Mittagessen angeboten, sodass die Betreuung noch besser an die Bedürfnisse vieler Familien angepasst werden kann.

Ansprechpartnerin für das Gondelsheimer „Schneckenhaus“ ist Simone Bohnhardt. Die Gruppe vor Ort wird von Silke Stephan-Vanhöfen geleitet, die gemeinsam mit ihrem Team die Kinder im Alltag begleitet und betreut.

Neues aus dem Jugendtreff Bounty

Kleine Nachrichten (II): Obsttag

Heute ein weiterer nur kurzer Bericht aus dem Alltag: Vor kurzem hatten wir einen Obst- und Gemüsetag im »Bounty«. Über die verschiedenen Treffs hinweg durften sich unsere Gäste an gesunden und hübsch angerichteten Leckereien laben und – kostenlos – nach Herzenslust zugreifen. Das kam gut an! Und zeigte: Ganz abseits von gängigen Klischees snacken Kinder und Jugendliche eben nicht ausschließlich hochverarbeitete und überzuckerte Industrieware, sondern greifen, wenn man ihnen nur Alternativen bietet (und diese dann auch noch ansprechend anrichtet und ohne Drang und Zwang darreicht), durchaus (und gerne) zu gesunden und natürlichen Lebensmitteln. Das Fazit: Dieser Obst- und Gemüsetag wird nicht der letzte gewesen sein.

Obsttag im Bounty

Terminvorschau:

  • Der nächste offene Sonntag ist am 17. Mai.
  • Am heutigen »Brückentag« (Freitag, 15. Mai) hat das »Bounty« normal geöffnet.
  • Pfingstferienaktionswoche mit Aktionen am 25./26./27. Mai. Mit der Bitte um vorherige Anmeldung.
  • Picknickausflug auf den Michaelsberg bei Untergrombach am Montag, 25. Mai.
  • Fahrradtour nach Bretten mit Eisessen und Spiel am Dienstag, 26. Mai.
  • Hohlwegwanderung zur Odenwaldhütte Bruchsal am Mittwoch, 27. Mai.
  • Außerhalb der Ausflüge bleibt das »Bounty« über die Pfingstferien geschlossen.

Michael Klebon im Namen des »Bounty«-Teams

Vom 28. Juni – 18. Juli

Stadtradeln 2026: Gemeinsam für ein besseres Klima in Gondelsheim

Auch in diesem Jahr beteiligt sich Gondelsheim wieder am STADTRADELN, der bundesweiten Aktion für mehr Klimaschutz, mehr Lebensqualität und mehr Radverkehr.

Vom 28. Juni 2026 bis 18. Juli 2026 sind alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen, kräftig in die Pedale zu treten und möglichst viele Kilometer mit dem Fahrrad zurückzulegen – egal ob auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule oder in der Freizeit.

Das Ziel der Kampagne ist es, möglichst viele Menschen für das Fahrradfahren im Alltag zu begeistern und dadurch aktiv einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Jeder mit dem Rad zurückgelegte Kilometer spart CO₂ ein, entlastet den Verkehr und macht unsere Kommune lebenswerter.

Darüber hinaus werden die gesammelten Daten anonymisiert ausgewertet, um die Radinfrastruktur gezielt verbessern zu können.

Die guten Ergebnisse der letzten Jahre in denen etliche Fahrradfahrer Kilometer um Kilometer für den Klimaschutz zurückgelegt haben, gilt es in diesem Jahr zu verbessern. Hierzu benötigen wir aber viele fleißige Radler um so viele Kilometer wie möglich zu sammeln.

Alle Gondelsheimer können sich alleine oder im Team von Vereinen, Firmen, Schulklassen oder im Freundeskreis ganz einfach auf www.stadtradeln.de oder in der Stadtradeln-App registrieren und vom 28.06. – 18.07.2026 Ihre gesammelten Fahrradkilometer melden oder die Kilometer über die Stadtradeln-App tracken.

Wie bereits im Vorjahr wird es auch heuer wieder in bewährter Zusammenarbeit mit der Bäckerei Thollembeek am 8. Juli 2026 ein „Stadtradler-Frühstück“ geben. In der Zeit von 7.00 bis 12.00 Uhr

gibt es in der Filiale in der Bruchsaler Straße Brezeln, diese von der Bäckerei Thollembeek gespendet und einen Kaffee von der Gemeinde Gondelsheim.

Und wie gewohnt, setzt Herr Bürgermeister Rupp für die Siegerteams wieder Preise aus.

Tun Sie unserer Natur etwas Gutes und sammeln Sie in diesen 3 Wochen viele Kilometer für den Klimaschutz!

Je mehr Menschen teilnehmen, desto deutlicher wird das Signal an die Politik und Verwaltung, Radverkehr stärker zu fördern. Also: Sattel dein Fahrrad und sei dabei – für deine Gesundheit, für deine Gemeinde und für unser Klima! Die Gemeinde Gondelsheim freut sich über jeden Teilnehmer!

KGMS Gondelsheim setzt Zeichen: „Verantwortung läuft!“

Unter dem Motto „Verantwortung läuft – Talente bewegen Gutes“ veranstaltet die Kraichgau-Gemeinschaftsschule Gondelsheim am 2. Juli 2026 einen Spendenlauf zugunsten des beschädigten Planetenwegs.

Doch im Mittelpunkt steht dabei nicht allein die finanzielle Unterstützung, sondern eine klare Botschaft: Kinder und Jugendliche sind weit mehr als das oft zitierte Bild von „der Jugend von heute“.

Mit ihrem Engagement wollen die Schüler:innen zeigen, dass sie Verantwortung übernehmen, sich für ihre Gemeinde einsetzen und aktiv zur Gesellschaft beitragen. In einer Zeit, in der negative Schlagzeilen schnell ein verzerrtes Bild zeichnen, setzt die Schulgemeinschaft bewusst ein Gegenzeichen – sichtbar, gemeinschaftlich und voller Energie.

Begleitet von einem musikalischen Rahmenprogramm auf dem Schulhof wird der Spendenlauf zu einem lebendigen Zeichen für Zusammenhalt, Solidarität und gelebte Werte wie Fairness, Courage und Teilhabe.

Bürgermeister Markus Rupp wie auch der Vorsitzende der Sternwarte Kraichgau, Herr Georg Henneges zeigen sich begeistert von der Aktion der Schule und Schüler.

Die KGMS Gondelsheim lädt die Öffentlichkeit herzlich ein, diesen besonderen Tag mitzuerleben und gemeinsam zu zeigen: Unsere Jugend bewegt – im wahrsten Sinne des Wortes.

Aus der Kreistagssitzung am 7. Mai 2026 in Hambrücken

Mit der Festlegung des Kreistags auf das Gelände in Bruchsal beginnt die Planung für die neue Deponie der Klasse II für mineralische Abfälle

Öffentliche Informationsveranstaltung findet am 20. Mai in Bruchsal statt

Auf dem Gelände der alten Hausmülldeponie Bruchsal soll eine neue Deponie der Klasse II für mineralische Restabfälle entstehen. Mit dieser einstimmigen Standortentscheidung des Kreistags, der am 7. Mai in der Lußhardhalle in Hambrücken tagte, endet vorerst das detaillierte Suchverfahren.

Für den Standort spricht, dass die Flächen sowie die Infrastruktur vorhanden sind und kein Raumordnungsverfahren vorgeschaltet werden muss.

Das Gremium beauftragte die Verwaltung, die Ausschreibung der Planungsleistung vorzubereiten. An das Planungsverfahren schließt sich dann das Genehmigungsverfahren an. Beide Verfahren ziehen sich voraussichtlich über mehrere Jahre hin.

Der Landkreis Karlsruhe verfügt über keine eigenen Deponiekapazitäten für mineralische Abfälle und kooperiert deshalb mit der Deponie Hamberg im benachbarten Enzkreis. Da diese in absehbarer Zeit verfüllt sein wird, muss der Landkreis eigene Kapazitäten schaffen. Es geht um eine Größenordnung von jährlich 37.000 Tonnen inertes Material wie Straßenaufbruch, belasteter Bodenaushub, Produktionsabfälle wie Kesselasche oder Rückstände aus Eisengießereien und auch um Betonabfälle aus kerntechnischen Anlagen, die „freigemessen“ sind, das heißt unterhalb der Strahlungsgrenzwerte liegen, aber nicht direkt in die Wiederverwertung gehen können. Aber auch Privatleute sollen dort haushaltsübliche Mengen von Asbestabfällen wie alte Welleternitplatten oder Mineralfaserabfälle hinbringen können. Über einen Zeitraum von 60 Jahren wird mit einer gesamten Einbaumenge von 2,2 Millionen Tonnen gerechnet, was einem Volumen von 1,3 Millionen Kubikmetern entspricht.

Seit 2018 läuft der Prozess für eine Standortsuche. Suchgebiet war der gesamte Landkreis. Sechs sogenannte „Positivbereiche“ in Waghäusel, Hambrücken, Bruchsal, Rheinstetten und in Stutensee kamen in die engere Wahl. Empfohlen hatte das beauftragte Ingenieurbüro schlussendlich die Fläche der ehemaligen Hausmülldeponie Bruchsal. „Dort sind die Flächen verfügbar, die notwendige Infrastruktur ist sowohl vorhanden als auch nutzbar und dem eigentlichen Planfeststellungsverfahren muss voraussichtlich kein Raumordnungsverfahren vorgeschaltet werden“, begründete Landrat Dr. Christoph Schnaudigel das Ergebnis. Das äußere Erscheinungsbild der Deponie werde sich nicht wesentlich ändern, da der nördliche Bereich mit dem markanten Hügel nicht von dieser Maßnahme betroffen ist und die neue Deponiefläche im südlichen Bereich diese Höhe nicht überschreitet. Nun können die Planungen beginnen, denen sich dann das eigentliche Planfeststellungsverfahren als Grundlage einer Genehmigung anschließt. In diesen Verfahren werden sämtliche Fragen aufgeworfen und bewertet, wie zum Beispiel auch der Anlieferverkehr, für den aktuell mit durchschnittlich elf LKW-Fahrten pro Tag gerechnet wird. „Ebenso muss im weiteren Verlauf auch die Wirtschaftlichkeit und die Finanzierung geklärt werden, denn es ist klar, dass diese Deponie nicht die Kreiseinwohnerinnen und -einwohner über die Müllgebühren zahlen, sondern die tatsächlichen Nutzer“, unterstrich der Landrat. Wichtig für ihn ist es, weiterhin transparent vorzugehen, weshalb die Bevölkerung am 20. Mai zu einer Informationsveranstaltung eingeladen wird.

Auch eine eigene Homepage für dieses Projekt wurde unter www.deponie2.de freigeschaltet. Diese enthält eine Fülle relevanter Informationen zum Prozess der Standortsuche, FAQ’s und veröffentlicht die Fortschritte des Projekts.

Termin für die öffentliche Informationsveranstaltung zur Deponie II

Über die Ergebnisse der Standortsuche für die Deponie II kann sich die Bevölkerung am Mittwoch, 20. Mai, in der Aula der Balthasar-Neumann-Schule in Bruchsal, Franz-Sigel-Straße 59A, informieren. Einlass ist um 18 Uhr, um 18.30 Uhr beginnen dann die Vorträge. An dem Abend erläutert Knut Bühler, Erster Landesbeamter des Landkreises Karlsruhe und zuständiger Dezernent für den Fachbereich, gemeinsam mit Carol Adam, Geschäftsführerin des Abfallwirtschaftsbetriebs Landkreis Karlsruhe, die fachlichen Grundlagen und Entscheidungswege. In der Gesprächsrunde werden Fragen aus der Öffentlichkeit aufgegriffen und Raum für Austausch und Diskussion geschaffen. Das Publikum hat die Möglichkeit diese vorab an einer Pinnwand sowie auch direkt an die Expertinnen und Experten zu richten. Informationsstände zum Technischen Betrieb sowie zur Standortsuche selbst ergänzen das Angebot für die Besucherinnen und Besucher.

Um eine vorherige Anmeldung zur Veranstaltung wird gebeten unter www.deponie2.de.

Kreistag fasst Beschlüsse zur vollständigen Sicherung der Finanzmittel aus dem neuen Länder- und Kommunalinfrastrukturgesetz

Der Kreistag des Landkreises Karlsruhe hat die Verwaltung beauftragt, umfangreiche Investitionsmaßnahmen über das neue Länder- und Kommunal-Infrastrukturfinanzierungsgesetz

(LuKIFG) anzumelden, um die zugesagte Finanzierungsmittel schnellstmöglich einzusetzen. Dieser Beschluss wurde vom Gremium in der Sitzung am Donnerstag, 7. Mai, in der Lußhardthalle in Hambrücken getroffen. Die Gemeinsame Finanzkommission hatte festgelegt, dass den Ländern aus dem bundesweiten Sondervermögen 100 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt wird.

Der Landkreis Karlsruhe erhält davon 91,7 Millionen Euro. Gefördert werden vor allem Bau- und Sanierungsmaßnahmen, Infrastrukturprojekte, Digitalisierungsvorhaben, Grundstückserwerb und größere Beschaffungen.

„Die Nutzung der Fördermittel bringt deutliche Vorteile für den Kreishaushalt. Optimierungen der Infrastruktur oder auch konkrete Projekte, die angesichts der schwierigen Haushaltsituation sonst verschoben werden müssten, sind nun wieder umsetzbar“, betonte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel. „Das Sondervermögen löst aber nicht unsere grundsätzlichen finanziellen Probleme: Entlastet werden wir lediglich bei den investiven Ausgaben. Die laufenden konsumtiven Ausgaben belasten uns dabei weiterhin schwer“.

Bereits für 2025 können auf diese Weise rückwirkend über vier Millionen Euro refinanziert werden, weitere rund 24 Millionen Euro für das laufende Jahr 2026.

Das führe auch zu einer deutlichen Entlastung bei der Kreditaufnahme und der Verschuldung sowie bei den Finanzmitteln für 2025 sogar zu einer verbesserten Liquidität. Ziel ist es, den gesamten Betrag an Fördermitteln bis 2029 abzurufen.

Das Gremium beschloss, die LuKIFG-Mittel insbesondere für die Bereiche Bildung und Gebäude einzusetzen. Dazu zählen Sanierung und Neubau von Schulen, wie die Gartenschule Ettlingen und die Handelslehranstalt Bruchsal, aber auch IT-Infrastruktur und Ausstattung. Weiter bedacht werden soll der Öffentliche Personennahverkehr mit dem barrierefreien Ausbau von AVG-Haltepunkten, dem zweigleisigen Ausbau von Bahnstrecken und dem Wendegleis der Kraichgaubahn. Auch der Neubau eines Ergänzungsgebäudes (E-Bau) bei der Fürst-Stirum-Klinik Bruchsal sowie die Erweiterung der Wohngruppen bei der Jugendeinrichtung Schloss Stutensee sollen über diese Mittel gefördert werden. Unter die vorgesehenen Projekte fallen auch der Beitrag des Landkreises Karlsruhe Sofortmaßnahmen zur Beseitigung akuter Baumängel an der Klosterruine Frauenalb.
Die Verwaltung wird im nächsten Schritt alle ermittelten Maßnahmen auf Förderfähigkeit prüfen, priorisieren und anmelden sowie einheitliche Prozesse etablieren. Damit sollen Rückforderungen vermieden und die Mittel effizient eingesetzt werden.

Der Kreistag wählte Steffen Koukola zum neuen Leiter des Kommunal- und Prüfungsamtes

Ein Führungswechsel im Landratsamt Karlsruhe steht bevor. Der derzeitige Leiter des Kommunal- und Prüfungsamtes Joachim Schöffler tritt Ende Mai in den Ruhestand. Seinen Nachfolger hat der Kreistag in seiner Sitzung am Donnerstag, 7. Mai, in der Lußhardthalle in Hambrücken gewählt: Steffen Koukola ist Diplomverwaltungswirt (FH) und Betriebswirt (VWA) und wird das Amt ab Juni führen.

Er setzte sich gegen 21 Bewerberinnen und Bewerber durch.

Der Verwaltungsausschuss hat die Besetzung Mitte April vorberaten und dem Kreistag Steffen Koukola zur Wahl empfohlen. Der 46-Jährige ist aktuell Abteilungsleiter im Kommunal- und Prüfungsamt und seit 2019 stellvertretender Amtsleiter.

Herzlichst

Ihr

Markus Rupp, Bürgermeister