Der Bürgermeister informiert KW 46

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

seit kurzem prägen sie das Ortsbild, ab dem 1. Advent werden sie auch wieder für eine beleuchtete Wohlfühlatmosphäre mit Zeitschaltuhr und Verzicht auf morgendliches Einschalten sorgen – die Weihnachtsbäume der Gemeinde Gondelsheim.

Weihnachtsbäume in der Gemeinde Gondelsheim

Bedanken möchte sich die Gemeinde Gondelsheim in diesem Jahr bei folgenden „Baumspendern“:

Rathaus:                  Familie Günter Hätscher 

Marktplatz:              Familie Necdet Yilmaz

Kriegerdenkmal:     Familie Elisabeth Hätscher und Rudi Drexler

Waldbrandgefahr wächst – Gondelsheim erstellt Maßnahmenplan

Bürgermeister Rupp: Unsere Aufgabe ist es, bestmöglich darauf vorbereitet zu sein

Aus den Augen, aus dem Sinn? „Auf keinen Fall. Wir müssen jetzt die Vorbereitungen treffen, um beim nächsten Dürresommer bestmöglich vor drohenden Waldbränden geschützt zu sein. Zumal uns in den nächsten Jahren sehr wahrscheinlich weitere Hitzesommer bevorstehen“, sagt Gondelsheims Bürgermeister Markus Rupp. Bereits während der langanhaltenden Heiß- und Trockenphase im vergangenen Sommer hatte er die Dringlichkeit eines Notfallplans angemahnt und sah die Region schlecht präpariert vor Waldbränden. „Deshalb haben wir uns mit allen Beteiligten an einen Tisch gesetzt, um zumindest auf Gemeindeebene mit den uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten auf den Ernstfall vorbereitet zu sein.“ Alle Beteiligten, das sind neben der Verwaltung das Forstamt des Landkreises, die Feuerwehr sowie die Landwirte. Gemeinsam wurde die aktuelle Situation analysiert, ein Maßnahmenplan erarbeitet und einige daraus bereits umgesetzt.

Große Probleme bei einem Waldbrand stellt beispielsweise die benötigte Menge an Löschwasser dar. Im Gegensatz zur Rheinebene gibt es vor Ort weder Brunnen noch größere Gewässer. Bleibt nur der Transport in entsprechenden Tankfahrzeugen. Aber pro Fahrt lassen sich so nur zwischen zwei und fünf Kubikmeter transportieren. Was bei weitem nicht ausreicht. Deshalb suchte man auch den Kontakt zu den Gondelsheimer Landwirten. Diese stellen nun ihre Wasserfässer sowie nicht benötigten Güllebehälter zur Verfügung. Besteht Waldbrandgefahr, sind diese Fässer auch immer gefüllt. „Für dieses Miteinander, für diese Kooperation sind wir dankbar“, betont Rupp und ergänzt: „Zudem prüft das Forstamt den Kauf von Löschrucksäcken, wir die Beschaffung von zusätzlichen Lösch-Schläuchen und die Feuerwehr den Bestand an Hacken, Schippen und Spaten.“ Die Freiwillige Feuerwehr Gondelsheim erstellt darüber hinaus einen Lageplan mit allen nutzbaren Wasserreserven und sie übt künftig den Wassertransport gemeinsam mit den Landwirten.

Eine weitere Herausforderung ist die Orientierung im Wald. Um ein schnelles Eintreffen am Einsatzort zu gewährleisten, hat das Forstamt den Einsatzkräften bereits entsprechende detaillierte Waldkarten zur Verfügung gestellt. Im nächsten Schritt geht es nun darum, ob es an den Wegen zusätzlicher Schilder zur Orientierung bedarf und diese entsprechend anzubringen. Die beste Vorsorge, um Waldbrände erst gar nicht entstehen zu lassen, ist jedoch eine andere: „Fast immer ist menschliche Unachtsamkeit die Ursache“, berichtet Bürgermeister Rupp. Weggeworfene Kippen und unerlaubtes Grillen sind die häufigsten Auslöser von Waldbränden. „Um die Waldbesucher noch mehr zu sensibilisieren, werden wir zusätzliche Hinweisschilder anbringen“, so Rupp. Ihm geht es darum: „Die Waldbrandgefahr ist real und unsere Aufgabe ist es, uns darauf bestmöglich vorzubereiten.“

Solarstrom lohnt sich für fast jedes Dach

Landkreis Karlsruhe und seine Umwelt- und Energieagentur stellen brandneuen Solaratlas vor

Die Preise auf dem Strommarkt lassen viele von uns besorgt in die Zukunft schauen – sofern Sie nicht zu den Glücklichen gehören, die ihr Dach schon mit Photovoltaik (PV) ausgerüstet haben und den Strom fast kostenlos von der Sonne produzieren lassen. Für alle im Landkreis Karlsruhe, die sich bisher noch keine eigene PV-Anlage zugelegt haben, gibt es jetzt eine hervorragende Entscheidungshilfe, denn die Umwelt- und Energieagentur Kreis Karlsruhe GmbH (UEA) hat im Auftrag des Landkreises den neuen Solaratlas herausgegeben. Es ist eines von mehreren Nachhaltigkeits-Projekten, die der Landkreis nach der Verleihung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2021 angestoßen hatte. Implementiert wurde er vom Karlsruher Softwarehaus Smart Geomatics Informationssysteme GmbH, das auch schon das Vorgängermodell als eins der ersten Solarkataster bundesweit programmiert hatte.

Der Solaratlas ist ein kostenloses Online-Tool für alle Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Karlsruhe, um mit wenigen Klicks zu überprüfen, ob sich die Nutzung von Solarenergie auf der eigenen Dachfläche lohnt. In dem Atlas ist nahezu jedes Dach im Landkreis erfasst und in einem einfachen Ampelsystem auf einen Blick als „Sehr gut geeignet“, „Gut geeignet“ oder „Bedingt geeignet“ zu erkennen. Und wer sich genauer mit einer Investition in PV-Module fürs eigene Dach befassen will, kann mit ein paar Mausklicks mehr einen PV-Steckbrief mit einer groben energetischen und wirtschaftlichen Betrachtung erzeugen.

Mit einfachen Angaben wie dem durchschnittlichen Stromverbrauch, der Personenzahl und den vom Solaratlas bereitgestellten Dachdaten gibt der integrierte Wirtschaftlichkeitsrechner automatisch eine erste Abschätzung über die installierbare PV-Leistung und die daraus resultierenden Investitionskosten. Dabei sind auch die aktuellen Einspeisevergütungen für unterschiedliche Anlagengrößen hinterlegt. Außerdem lassen sich der Verbrauch eines E-Autos sowie dessen Stromtankverhalten einstellen, um etwa die Zweckmäßigkeit einer Wall-Box zu prüfen.

Neu ist an der jetzt erschienenen Auflage des Solaratlas, dass Interessierte auch ohne spezielle Fachkenntnisse direkt über das Programm konkrete Angebote von regionalen Handwerksbetrieben anfordern können. Wer noch unsicher über die Installation einer PV-Anlage ist, kann aus dem Solaratlas heraus eine kostenlose, individuelle und anbieterneutrale PV-Beratung durch die UEA in die Wege leiten.

Dass der Landkreis Karlsruhe einer der ersten in Deutschland mit solch einem Angebot ist, kommt nicht von ungefähr: Dank der überdurchschnittlich hohen Sonnendauer in der Region lohnt sich die Installation einer Solaranlage angesichts der aktuellen Energiepreise auf fast allen Dächern und damit deutlich häufiger als in vielen anderen Regionen Deutschlands. Je nach Rahmenbedingungen und Anlagengröße rechnet sich eine Investition aktuell meist bereits nach 10 bis 15 Jahren.

Was bei alldem noch nicht einmal berücksichtigt ist: Jede zusätzlich installierte PV-Anlage bringt uns dem Ziel der Klimaneutralität einen Schritt weiter und ist deshalb auch ein Bekenntnis zum Klimaschutz im Landkreis und in der Kommune.

Wer gleich einmal schauen will, wie viel Solarstrom das eigene Dach liefern kann, wird fündig unter

www.solaratlas-kreiska.de

Und wer es gern etwas persönlicher hat, erreicht von dieser Seite aus auch eine Sammlung von Kurzvideos, in denen PV-Botschafterinnen und -Botschafter im Landkreis ihre persönlichen Erfahrungen mit der PV auf dem eigenen Dach preisgeben. 

Vorfreude auf Weihnachtsmarkt in Gondelsheim ist groß

Erfolgsgeheimnis ist und bleibt die starke Verankerung in der Bürgerschaft

Die wichtigste Nachricht vorweg: Der Gondelsheimer Weihnachtsmarkt findet statt. „In den vergangenen Tagen bin ich von vielen Seiten danach gefragt worden“, berichtet Bürgermeister Markus Rupp und ergänzt: „Das zeigt zum einen, dass die Menschen wieder unbeschwerte Zeit in der Gemeinschaft verbringen wollen und zum anderen, welchen Stellenwert unser Weihnachtsmarkt in der Bürgerschaft genießt.“ Deshalb ist er auch zuversichtlich, dass in den drei Tagen vom 9. bis 11. Dezember wieder so viele Besucher auf den Rathausplatz strömen werden wie in Vor-Corona-Zeiten. Rund 2.000 waren es damals. Zumal es noch die „eine oder andere Optimierung“ gibt, wie Marc Bürker, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Gondelsheimer Vereine (AGG), sagt.

Eine Änderung ist die Anordnung der Stände. Bildeten diese bisher zwei Reihen, stehen sie nun in einem Art Halbkreis um das Kinderkarussell als Mittelpunkt. Vervollständigt wird der Kreis durch die vier Garagen des Bauhofs und die davor befindliche überdachte Bühne. „Das schafft eine schönere Atmosphäre“, ist Bürker überzeugt. Für die vorweihnachtliche Stimmung sorgen ebenso der traditionell geschmückte Weihnachtsbaum auf dem Rathausplatz sowie die mit LED-Lichtern versehene Linde. „Wir schmücken die Bäume so wie sonst auch während der Adventszeit. Nicht mehr, aber auch nicht weniger“, sagt Rupp. Ein bisschen weniger schon: Auf das bisher übliche Einschalten der Weihnachtsbeleuchtung am frühen Morgen verzichtet die Gemeinde.

Was den Bürgermeister bei der diesjährigen Ausgabe des Weihnachtsmarkts besonders freut: „Nach den Corona-Absagen der vergangenen beiden Jahre haben alle 2021 bereits zugesagten Vereine sofort wieder ihre Teilnahme angekündigt.“ Das zeige, dass auch ein Virus dem regen Vereinsleben in Gondelsheim nichts anhaben konnte.

Die Veranstalter haben wieder ein vielfältiges Programm auf die Beine gestellt. Angefangen bei den beiden Kindergärten, deren Mädchen und Jungen fleißig am Einstudieren von Weihnachtsliedern und Weihnachtsgedichten sind, um sie am Samstag und Sonntag auf der Bühne vorzutragen. Stimmgewaltig wird sich mit Sicherheit der Chor der Kraichgauschule präsentieren. Zwei bekannte musikalische Lokalmatadoren haben ihre Auftritte zugesagt – Sonja Hoyer sowie Luis Segura & Friends. Nicht mehr wegzudenken auf dem Gondelsheimer Weihnachtsmarkt ist der Kunsthandwerkermarkt. Ein knappes dutzend Anbieter wird in den Garagen des Bauhofs ihre selbstgeschaffenen Unikate vorstellen und zum Verkauf anbieten. Und nicht zu vergessen, das Pony-Reiten für die kleinen Besucher. Ebenso vielfältig wie das musikalische und kulturelle Programm ist das gastronomische Angebot. „Für jeden was dabei“, verspricht Bürker – von Crepes und Langos über Feuerwurst, Steak bis zu Germknödel. Und das gleiche gilt für die Getränkeauswahl.

Der Gondelsheimer Weihnachtsmarkt ist freitags und samstags von 17 bis 22 Uhr geöffnet und sonntags von 16 bis 21 Uhr.

ReparaturTreff Gondelsheim wieder am 3. Dezember 2022

Der letzte ReparaturTreff im Jahr 2022 findet am Samstag, 3. Dezember .2022 wie gewohnt in der Saalbachhalle, Bruchsaler Str. 32, von 10.00 bis 13.00 Uhr.

Wir freuen uns wie immer auf zahlreiche Besucher und bitten um Ihre Anmeldung

unter Tel. 07252/41776 sowie

Email: ReparaturTreff.Gondelsheim@web.de

Aus der Kreistagsitzung vom 17.11.2022

Landrat Schnaudigel bringt im Kreistag den Haushaltsentwurf für das Jahr 2023 ein

Die Kreisumlage soll auch im kommenden Jahr stabil bleiben

Kreis Karlsruhe. Die Finanzplanung für den Landkreis Karlsruhe für das Jahr 2023 steht bevor. Dazu hat Landrat Dr. Christoph Schnaudigel in der Kreistagssitzung am Donnerstag, 17. November, in der Keltenhalle Rheinstetten den Haushaltsentwurf der Verwaltung eingebracht. Mit einem Volumen von rund 600 Millionen Euro ist dieser so groß wie im Vorjahr. Die abschließende Beratung und Beschlussfassung im Kreistag findet im Januar 2023 statt. Eine gute Nachricht setzt der Entwurf für die Kommunen: Die Kreisumlage bleibt mit einem Prozentsatz von 27,5 unverändert.

„Kein Haushalt wurde bislang in solch unsicheren und ungewissen Zeiten eingebracht, als dies im Jahr 2022 für das Jahr 2023 der Fall ist“, betonte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel zu Beginn seiner Rede. Die Kreisfinanzen stünden aber auch in diesen schwierigen Zeiten auf einem stabilen Fundament. Sorge bereite ihm jedoch die Entwicklung der Soziallasten, die seit seinem Amtsantritt im Jahr 2007 um knapp 86 Prozent gestiegen sind. „Diese Entwicklung wirft grundsätzliche Fragen auf. Denn natürlich gibt es auch im „reichen“ Landkreis Karlsruhe einen nicht unerheblichen Bedarf an sozialer Hilfeleistung. Und natürlich wollen wir auch weiterhin ein sozialer Landkreis sein“, unterstrich der Landrat mit Blick auf den großen und stetig wachsenden Sozialetat. „Viel schlimmer ist jedoch die zunehmende Ausdifferenzierung der jeweiligen gesetzlichen Neuregelungen, die bis ins letzte Detail formulierten Qualitätsstandards und die Zunahme der Komplexität in der Sachbearbeitung. Denn all dies führt zu einem nicht mehr zu bewältigenden Personal- und Verwaltungsaufwand“, ergänzte er. Darunter litten besonders die Kommunen, die von Bund und Land in die Überforderung gedrückt würden.

Dem entsprechend wird der größte Ausgabeposten im kommenden Jahr auch wieder der Sozialetat sein: Dieser ist im Vergleich zum Vorjahr (263,8 Millionen Euro) weiter gestiegen und wird bei rund 291,8 Millionen Euro liegen. Grund dafür sind wachsende Fallzahlen, Erhöhungen von Tarifen, die schrittweise Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes sowie die steigenden Belastungen im Jugend- und Sozialhilfebereich. Letztere haben sich zuletzt durch den Zustrom an Ukraine-Geflüchteten verstärkt. Landrat Dr. Christoph Schnaudigel betonte zugleich, dass aufgrund der Erstattungen von Bund und Land, der Nettoaufwand des Sozialetats verglichen zum Jahr 2022 nur um 4,4 Millionen Euro wachse – das durch die vielen Reformen benötigte Fachpersonal nicht einbezogen. Denn die Personalkosten steigen erheblich an: Sie erhöhen sich auf rund 123 Millionen Euro (Vorjahr: 110,2 Millionen Euro). Aufgrund des Fach- und Arbeitskräftemangels wurde bereits eine globale Minderausgabe von vier Millionen Euro im Haushaltsentwurf fixiert.

Darüberhinaus sind Investitionen in verschiedenen Bereichen für eine Summe in Höhe von rund 72,5 Millionen Euro geplant. Einen Schwerpunkt bilden dabei Baumaßnahmen in Schul- und Verwaltungsgebäuden: Auf der Agenda stehen beispielsweise Vorhaben des zweiten Bauabschnitts am Beruflichen Bildungszentrum Ettlingen (15,8 Millionen Euro) und dem Gewerblichen Bildungszentrum Bruchsal (3,3 Millionen Euro) sowie der Neubau der Straßenmeistereien in Bruchsal und Ettlingen mit rund 16,1 Millionen Euro. Für die weiteren Schritte in der Planung zur Neugestaltung des Landratsamt-Areals sollen 18 Millionen Euro bereitgestellt werden. „Für mich ist dieses Projekt alles andere als ein Selbstläufer. Projekte dieser Größenordnung müssen erklärt, die Zahlen transparent und nachvollziehbar aufgearbeitet werden, so wie wir das bislang immer gemacht haben“, betonte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel und versicherte an dieser Linie auch weiterhin festzuhalten. Dennoch ist er überzeugt: „Die Entscheidung für einen Neubau war folgerichtig. Die Sanierung – das haben wir ausgiebig geprüft – ist keine Alternative.“

Verbesserungen durch den weiteren Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs spielen im Finanzjahr 2023 ebenfalls eine wichtige Rolle: 7,4 Millionen Euro sollen für Planungen und konkrete Baumaßen in diesem Bereich ausgegeben werden. Der Landrat bezieht insbesondere mit Blick auf neue Tarif-Überlegungen Stellung: „Das günstigste Ticket nützt nichts, wenn auf dem Land überhaupt kein Zug fährt. Was wir deshalb benötigen, ist eine ehrliche Bestandsaufnahme und keinesfalls Erwartungen, die wir wecken wollen, die mangels Geld nicht erfüllt werden können. Wir werden jedenfalls von Seiten des Landkreises auch im Haushalt 2023 unseren Beitrag leisten.“ Beispiele hierfür sind der barrierefreie Ausbau der Stadtbahnhaltepunkte sowie der zweigleisige Ausbau zwischen Karlsruhe und Bretten. Zusätzlich zum regulären Kreisstraßenprogramm will die Landkreisverwaltung drei Millionen Euro für weitere Investitionen im Straßenbau bereitstellen.

Im Haushaltsjahr 2023 plant der Landkreis Kredite in Höhe von rund 55 Millionen Euro aufzunehmen und sieht gleichzeitig eine Tilgung von rund 9,8 Millionen Euro vor.  Der Schuldenstand wird sich damit im kommenden Jahr um 45,2 Millionen Euro erhöhen und bei voraussichtlich rund 122,6 Millionen Euro liegen. Der Kreistag hat sich die Zinsen im vergangenen Oktober durch Forwarddarlehen abgesichert. „Dies schafft weitere Verlässlichkeit in unseren Investitionen“, sagte der Landrat.

Der Kreistag befasst sich mit dem Klimakonzept und der Gebäudekonstruktion im Zuge der Planung zur Neugestaltung des Landratsamts-Areals

Das Gremium beschließt den vorübergehenden Wechsel des Dienstsitzes

Kreis Karlsruhe. Der Kreistag des Landkreises Karlsruhe geht die nächsten Planungsschritte zur Neugestaltung des Landratsamt-Areals. In seiner Sitzung, die am Donnerstag, 17. November, in der Keltenhalle in Rheinstetten stattfand, nahm das Gremium den aktuellen Sachstand zur Kenntnis und setzte weitere Rahmenbedingungen für das Vorhaben. Der Kreistag beschloss zudem, den Dienstsitz des Landratsamtes für einen voraussichtlichen Zeitraum von dreieinhalb Jahren in die Kriegsstraße 100 in unmittelbarer Nähe des bisherigen Standorts zu verlegen. Die Räume des früheren Postgiroamts bieten ausreichend Kapazitäten für die derzeit an der Beiertheimer Allee untergebrachte Verwaltung und ist gleich gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Auto oder fußläufig zu erreichen.

Die Landkreisverwaltung plant derzeit anhand bereits getroffener Beschlüsse, wie eine Neugestaltung des Landratsamt-Areals aussehen könnte. Das Projekt soll möglichst nachhaltig und klimaschonend realisiert werden. Dies war im vergangenen Jahr ein wesentlicher Grund für die Entscheidung des Preisgerichtes und des Kreistages für den Wettbewerbsbeitrag des Architekturbüros Wittfoht und Partner. Das Gremium bekräftigte nun das Ziel, einen klimaneutralen Betrieb anzustreben und beauftragte daher die Verwaltung, die Planungen auf Grundlage des vorgestellten Energie- und Klimakonzeptes weiterzuverfolgen. Die weitere Planung soll sich an der vorgestellten Variante „Holz-Hybrid-Konstruktion“ orientieren. Für die Realisierungsmöglichkeit soll noch im November, abgestimmt mit der Stadt Karlsruhe, eine Bauvoranfrage gestellt werden. Das Gebäude soll an das Fernwärmenetz angeschlossen werden und das geplante Rückkühlwerk auf dem Dach zugunsten einer Photovoltaiknutzung möglichst gering ausfallen. Eine vertiefende Untersuchung, die die Energiebilanz noch einmal verbessern könnte, soll bis zur nächsten Sitzung des Kreistages vorgelegt werden. Weiter soll mit der vorgestellten Variante der Doppelfassade im geplanten Hochhaus und mit einer Einzelfassade im Flachbau richtungsweisend weiter geplant werden.

Während die Zukunft des Areals Gestalt annimmt, ist der Abbruch des Langbaus bereits im Gang. Das Stahlbetonskelett verschwindet ab Mitte November. Materialien, die durch den Abbruch entstehen, werden sortenrein getrennt und im Sinne des Kreislaufwirtschaftsgesetzes verwertet oder beseitigt. Details dazu sind auf der Projekt-Website zur Neugestaltung des Landratsamt-Areals unter bauprojekt.landkreis-karlsruhe.de abrufbar. Das Gremium beauftragte die Verwaltung, die zeitlichen Abläufe für die weiteren Abbrucharbeiten der Tiefgarage, des Zwischenbaus und des Hochhauses zu optimieren und alle notwendigen Schritte einzuleiten.

Entsprechend den im Architektenwettbewerb festgelegten Kostenkennwerten würde sich beim derzeitig geplanten Bauvolumen die Gesamtinvestition rund 390 Mio. Euro belaufen. Hierfür sind aber auch Kosten für die Investitionen für Dritte enthalten, die über Vermietung oder Verpachtung wieder refinanziert werden. 

Sobald die Planungen konkretisiert worden sind, liegt bis spätestens Mai 2023 eine konkrete Kostenberechnung vor. Bis dahin wird die Landkreisverwaltung zudem eine erneute Wirtschaftlichkeitsbetrachtung des Gesamtprojekts vorlegen: In diese werden auch die zu erwartenden Einnahmen durch Vermietung und den Verkauf von Teilflächen einfließen.

Bereits im Rahmen der aktuellen Beratungen für den Haushalt 2023 werden Überlegungen zur mittelfristigen Finanzplanung und eine umfassende Darstellung der in Folge der Zinsentwicklung eingetretenen Veränderungen vorgelegt. Eine Bauentscheidung ist für Oktober 2023 vorgesehen. Die Landkreisverwaltung bereitet bis dahin aber auch eine umfassende Prüfung von möglichen Alternativen vor.

Landrat kündigt Bewerbung für weitere Amtsperiode an

Kreis Karlsruhe. „Ich würde Ihnen gerne heute das Angebot machen, unsere Zusammenarbeit auch über das nächste Jahr fortzusetzen und erkläre hiermit meine Bereitschaft, für eine weitere Amtszeit für das Amt des Landrats des Landkreises Karlsruhe zur Verfügung zu stehen. Die Arbeit mit Ihnen aber auch mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern macht mir weiterhin Freude. Dies gepaart mit der in den letzten Jahren gewonnenen Erfahrung ist vielleicht nicht die schlechteste Basis auch in diesen unruhigen Zeiten weiterhin Verantwortung für den Landkreis Karlsruhe zu tragen.“Mit diesen Worten schloss Landrat Dr. Christoph Schnaudigel seine Rede zur Einbringung des Haushaltes 2023 in der Sitzung des Kreistages am 17. November in der Keltenhalle in Rheinstetten.

Der 59-Jährige ist seit 2007 Landrat des Landkreises Karlsruhe. Es wäre seine dritte Amtsperiode. Die aktuelle achtjährige Amtszeit endet mit Ablauf des 12. September 2023. Nach den gesetzlichen Vorschriften ist die Wahl frühestens drei und spätestens einen Monat vor Freiwerden der Stelle durchzuführen, die öffentliche Ausschreibung der Stelle muss spätestens zwei Monate vor der Wahl stattfinden. Den genauen Wahltermin muss der Kreistag festlegen.

Neues aus dem Jugendtreff Bounty

Dreamlike

Wie ein schöner Traum kann so ein Baröffnungstag manchmal scheinen – für unsere Gäste aber auch für den Barkeeper. Der vergangene Freitag war ganz sicher so ein Beispiel. Nach einer eher tristen Woche strahlten an diesem regnerisch-trüben Novembertag nicht nur unsere Barlichter, sondern auch unsere zahlreichen Besucher nur so um die Wette. Kommentare wie ein zufriedenes „Ach, das ist so lecker!“ türmten sich nur so übereinander. Der unvergesslichste Beitrag war sicherlich der Wunsch einer Teentreffbesucherin, der in etwa so ging: „Ich hätte da einen Vorschlag: Ihr könntet doch mal Alles anbieten an so einem Tag: Cocktails, Sandwiches, Punsch, Waffeln, Plätzchen …“

Aber selbst mit unserem »arg reduzierten« Angebot – der Sandwichtag war ein schöner Erfolg und kam bestens an. Unsere Gäste konnten sich ihre Brote dabei frei zusammenstellen – in süßer oder herzhafter Variante: mit Nutella und Bananenscheiben oder mit Cheddarkäse und Schinken (oder wahlweise mit Putensalami) und dazu nach Belieben mit Zwiebeln, Ananasstücken, Bacon oder Essiggurke ergänzen. Zu den gebackenen Sandwiches gab es frische Frühlingszwiebeln und exotische Saucen.

Auch der selbst zubereitete Teepunsch (aus aromatischem, losen Rotbuschtee, Birnensaft aus der Region, einem Schuss Limettensaft und etwas Honig) kam bestens an.

Das schönste aber war das spürbare Glück unserer Besucher, die sowohl im Teen- als auch im Abendtreff sehr zahlstark erschienen waren und diesen Tag zum Leuchten brachten. Ganz wie ein schöner Traum, der in guter Erinnerung bleiben wird!

Terminvorschau:

  • Der nächste offene Sonntag ist am 27. November.

Euer AWO-Jugendtreff-Team (Matthias und Michael Klebon, Andrea Mergel)

Gondelsheim spart gemeinsam „Strom, Wärme und Wasser“ – hier viele sinnvolle Tipps (Teil 2)

Heute erhalten Sie an dieser Stelle zahlreiche Hinweise, wie Sie Strom sparen können:

Stromkosten sparen: Tipps gegen Stromfresser

Sparen beim Kühlen und Gefrieren

Durchschnittlich entfallen auf die beiden Kältespezialisten rund 20% des Jahresstromverbrauchs. Aber da ist viel Luft nach unten, wenn Sie ein paar Dinge beachten:

  • Geräte bei Vereisung umgehend abtauen
  • Kühlschrank auf +7° C /Gefriergerät auf –18° C einstellen
  • keine warmen Lebensmittel in den Kühlschrank
  • Kühlgeräte in angemessener Größe kaufen (etwa 50 Liter/Person)
  • Gefriertruhen sind sparsamer als Gefrierschränke
  • Gefriergerät in kühlen Räumen und nie neben Heizung oder Herd stellen
  • Lebensmittel sortieren und beschriften erspart langes Suchen und Kühlschranköffnen
  • beschädigte Türdichtungen sofort auswechseln lassen
  • frühzeitig auf A-Geräte umsteigen lohnt sich
    Hinweis: Seit März 2021 gibt es neue EU-Energieeffizienzlabels, seit September tragen auch Lampen neue Labels. Die Produkte werden jetzt wieder auf einer Skala von A bis G ausgezeichnet. Die Klasse A bleibt vorerst unerreicht, damit die Hersteller einen stärkeren Anreiz haben, effizientere Produkte zu entwickeln.

Sparen beim Kochen

Auch in der heimischen Küche sollte das Sparthema auf den Tisch kommen. Entsprechend viel lässt sich also sparen, wenn Sie folgendes beherzigen:

  • Topf und Kochstelle sollten gleiche Durchmesser haben
  • möglichst Kochgeschirr mit ebenem Boden und intaktem Deckel nutzen
  • Garen mit wenig Flüssigkeit bei geschlossenem Topf
  • rechtzeitig von der Ankoch- auf die Fortkochstufe wechseln
  • ein Induktionsherd macht Essen schneller gar als jeder andere Elektroherd
  • Backofentür möglichst selten und kurz öffnen
  • möglichst häufig auf Umluft schalten
  • beim Elektroherd 10 Minuten vor Garzeitende Backofen abschalten
  • bei langen Garzeiten Schnellkochtopf verwenden
  • Spezialgeräte wie z.B. Eierkocher nutzen

Sparen beim Spülen

Ihre Geschirrspülmaschine spart Ihnen so einiges an Zeit und – richtig eingesetzt – auch noch jede Menge Strom und Wasser.

  • statt Vorspülen von Hand lieber grob Speisereste entfernen
  • Gerätetür immer schließen, damit Reste nicht antrocknen
  • Maschine nur voll beladen laufen lassen
  • immer Spar- oder Automatikprogramm wählen
  • richtige Wasserhärte einstellen (für Gondelsheim rund 14° dH)
  • ab und an mit höchster Temperatur waschen und Reiniger verwenden

Sparen beim Waschen

Sicher hat Ihre Waschmaschine ein Sparprogramm. Das ist ein guter Anfang, reicht aber noch nicht, um bei der nächsten Abrechnung sauber dazustehen:

  • Maschine möglichst voll beladen
  • Koch- und Vorwaschgänge vermeiden
  • für normal Verschmutztes Sparprogramm nutzen
  • weniger Waschmittel als angegeben verwenden
  • auf Weichspüler komplett verzichten
  • bei Wärmepumpe oder Solaranlage die Maschine an die Warmwasserversorgung anschließen
  • für weniger Restfeuchte beim Kauf auf hohe Schleuderwirkung achten (mind. 1.400 Umdrehungen/min)

Sparen beim Trocknen

  • Wäsche mit mind. 1.400 Umdrehungen/min vorschleudern
  • Maschine immer voll beladen
  • wenn möglich, Wäsche aufhängen
  • nur auf „bügelfeucht“ trocknen
  • nach jedem Mal die Flusen im Luftfilter entfernen
  • bei Neuanschaffung am besten ein feuchtegesteuerter Trockner mit Wärmepumpentechnologie kaufen

Sparen beim Licht

  • Klassische Glühlampen am besten direkt durch LED-Lampen ersetzen. Die sind um 90% sparsamer, haben eine lange Lebensdauer und können in Sachen Lichtwirkung locker mit der guten alten Birne mithalten.
  • Schalten Sie das Licht aus, sobald Sie den Raum verlassen, und bringen Sie bei Gelegenheit Dimmer an – dann können Sie noch einige Wattstunden mehr sparen.
  • In größeren Räumen eignen sich mehrere Lichtquellen, um einzelne Bereiche unabhängig voneinander zu beleuchten.
  • Bewegungsmelder sind bequem und sparen auch Strom, weil das Licht von selbst wieder ausgeht. Auch Helligkeitssensoren sparen, weil sie das Licht selbstständig regeln, je nachdem, wieviel Tageslicht einfällt.

Sparen bei TV & Co

  • Fernseher, SAT-Receiver, DVD-Player und HiFi-Anlage nicht im Stand-by-Betrieb lassen.
  • Mit einer schaltbaren Mehrfachsteckerleiste können Sie Geräte einfach ab- und wieder zuschalten.
  • Beim Fernsehgucken selbst lässt sich sparen, wenn Sie Helligkeit und Farbintensität in den Grundeinstellungen etwas reduzieren.
  • Beim Gerätekauf gilt: unbedingt auf das EU-Label achten. Aber auch auf die Größe und Technik, denn vor allem riesige Plasma-Flatscreens sind echte Stromfresser.

Herzlichst

Ihr

Markus Rupp, Bürgermeister