Der Bürgermeister informiert KW 43

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

auch das stürmische Herbstwetter bremste die Besucherschar nicht:

Kunst verbindet: Gondelsheimer Skulpturenweg feierlich eingeweiht

Fotos von Thomas Rebel

Mehr als 60 Gondelsheimerinnen und Gondelsheimer sowie Gäste aus der Region waren am vergangenen Freitag zur feierlichen Eröffnung und Einweihung des neuen Gondelsheimer Skulpturenweges gekommen.

Sie alle wollten dabei sein, als ein außergewöhnliches Kunst- und Kulturprojekt offiziell seiner Bestimmung übergeben wurde.

Einweihung Skulpturenweg in Gondelsheim

Die große Resonanz zeigte eindrucksvoll, wie sehr Kunst, Kultur und gemeinschaftliches Engagement die Menschen verbinden können. Entsprechend erfreut zeigte sich Bürgermeister Markus Rupp, der die Gäste herzlich willkommen hieß und in seiner Eröffnungsrede die besondere Bedeutung des Projekts für die Gemeinde hervorhob.

Unter dem Leitgedanken „Über Kunst lässt sich streiten“ machte er deutlich, dass Kunst nicht immer allen gefallen müsse. Viel wichtiger sei, dass sie Menschen miteinander ins Gespräch bringe, zum Nachdenken anrege und neue Blickwinkel eröffne.
„Kunst muss nicht alle einer Meinung machen. Aber sie kann Menschen miteinander ins Gespräch bringen. Und wenn unser neuer Skulpturenweg genau das bewirkt, dann hat er schon sehr viel erreicht“, so Rupp.

Aus einer Idee wurde ein beeindruckendes Gemeinschaftsprojekt, so Rupp weiter. Die Geschichte des neuen Skulpturenweges begann im März 2025. Damals trat der Initiator Rolf Ohnemus aus Karlsdorf-Neuthard, der vor Jahren im Bürgerbüro des Rathauses ausgestellt hatte, mit seiner Idee an Bürgermeister Markus Rupp heran. Dieser zeigte sich von Anfang an dafür sehr offen. Auch der Gemeinderat unterstützte das Vorhaben einstimmig.

Als idealer Standort erwies sich die im Rahmen der Hochwasserschutzmaßnahme neu gestaltete Promenadenweg entlang des Saalbachs. Der Weg ist gut einsehbar, wird von vielen Menschen genutzt und fügt sich hervorragend in das Entwicklungsprojekt „Erlebbarer Saalbach“ ein. Denn die Entwicklung entlang des Saalbachs geht bekanntlich weiter: Eine kleine Kulturbühne sowie ein Park für die Generationen sollen das Areal künftig noch attraktiver machen.

Im Mittelpunkt des Nachmittags standen selbstverständlich die vier Kunstwerke und die Menschen, die sie geschaffen haben.

Mit Rolf Ohnemus (Flor Sumenho), Rose Vollmer, Karl Vollmer und Tom Naumann konnten vier Künstlerpersönlichkeiten gewonnen werden, die mit ganz unterschiedlichen künstlerischen Handschriften den neuen Skulpturenweg bereichern. Besonders erfreulich ist dabei auch die Beteiligung von Künstlerinnen und Künstlern aus Gondelsheim selbst. Rose und Karl Vollmer sind mit der Gemeinde eng verbunden und haben das künstlerische Erscheinungsbild Gondelsheims bereits an anderer Stelle mitgeprägt. Auch Tom Naumann, Fachbereichsleiter der Musik- und Kunstschule Bruchsal und weit über die Region hinaus künstlerisch aktiv, bereichert das Projekt mit seiner eigenen künstlerischen Ausdrucksweise.

Ein besonderer Höhepunkt der Einweihung war der gemeinsame Rundgang entlang des neuen Skulpturenweges. Die vier Künstler erläuterten persönlich an ihren jeweiligen Kunstwerken ihre Ideen, Gedanken und künstlerischen Intentionen. Die Besucherinnen und Besucher lauschten mit großem Interesse, stellten Fragen und zeigten sich begeistert von der Vielfalt der Kunstwerke und den Geschichten dahinter.

So wurde aus der feierlichen Einweihung zugleich eine lebendige Begegnung zwischen Kunstschaffenden und Kunstinteressierten – ganz im Sinne des neuen Skulpturenweges.

Sehr zufrieden zeigte sich Bürgermeister Markus Rupp in Sachen Finanzierung des Projekts.
Von Beginn an stand für ihn fest, dass der neue Skulpturenweg angesichts der angespannten öffentlichen Haushaltslage nicht aus allgemeinen Steuermitteln, sondern durch Spenden und Sponsoring ermöglicht werden sollte.

Und dieses Ziel wurde auf beeindruckende Weise erreicht. Rund 20.000 Euro an Spenden und Sponsorengeldern kamen zusammen. Damit konnten nicht nur – wie versprochen – sämtliche Kunstwerke, sondern sogar auch noch die erforderlichen Fundamente, die Aufstellung und die Informationstafeln finanziert werden. „Das ist ein großartiges Ergebnis. Es zeigt, dass es in unserer Region und in Gondelsheim Unternehmen und Vereine gibt, denen unsere Gemeinde am Herzen liegt und die bereit sind, finanzielle Verantwortung zu übernehmen und freiwillig etwas für die Allgemeinheit zu tun“, unterstrich der Bürgermeister. Sein besonderer Dank galt der Sparkasse Kraichgau, den Stadtwerken Bretten, der EnBW, der Firma Südbau und der Firma Sweet & Lucky sowie dem Gondelsheimer Heimat- und Kulturverein.

Einweihung Skulpturenweg in Gondelsheim

Ein Grußwort sprach auch Thomas Geiß, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Kraichgau, der mit seiner Teilnahme und einem Grußwort die Verbundenheit der Sparkasse mit dem kulturellen und gesellschaftlichen Leben in der Region zum Ausdruck brachte.

Auch allen weiteren Unterstützern, den beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung sowie den zahlreichen Helferinnen und Helfern und örtlichen Unternehmen wie der Fa. Hiemann und der Mohr Gartenbau sprach Bürgermeister Rupp seinen herzlichen Dank aus.

Mit dem neuen Skulpturenweg setzt Gondelsheim eine bemerkenswerte Tradition fort. Bereits vor rund 25 Jahren wurde mit dem Historischen Rundgang die Geschichte der Gemeinde für Einheimische und Gäste erlebbar gemacht. Im Jahr 2005 folgte der Planetenweg, der auf anschauliche Weise die Dimensionen des Sonnensystems vom Rathaus bis zur Sternwarte vermittelt. Nun kommt mit dem Skulpturenweg entlang des Saalbachs eine dritte, ganz eigene Erlebniswelt hinzu. Geschichte, Wissenschaft und Kunst – drei unterschiedliche Themenbereiche, die eines gemeinsam haben: Sie machen Gondelsheim interessant, lebendig und attraktiv, auch für Gäste aus der gesamten Region.

Bei einem Glas Sekt, angeregten Gesprächen und vielen positiven Rückmeldungen fand die gelungene Einweihungsfeier schließlich einen guten Ausklang.

St. Martin kehrt zu seinen Wurzeln zurück – 2026 wieder auf dem Schulhof

Das Gondelsheimer St. Martinsfest kehrt an seinen ursprünglichen Veranstaltungsort zurück: Am Mittwoch, 11. November 2026, um 18 Uhr wird wieder auf dem Schulhof der Kraichgau-Gemeinschaftsschule gefeiert. Nach zwei Jahren auf dem Rathausplatz findet die traditionsreiche Veranstaltung damit wieder dort statt, wo sie vor Jahrzehnten ihren festen Platz im Gemeindeleben hatte.

Die Rückkehr ist zugleich ein Zeichen für die enge Verbundenheit zwischen Schule und Gemeinde. Die Kraichgau-Gemeinschaftsschule hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend für das Gemeindeleben geöffnet und möchte dieses aktiv mitgestalten. Der Schulhof bietet dafür den idealen Rahmen, um Jung und Alt zusammenzubringen und gemeinsam eine liebgewonnene Tradition zu feiern.

Auch Bürgermeister Markus Rupp verbindet mit dem früheren Veranstaltungsort persönliche Erinnerungen: Schon als Kind erlebte er St. Martin auf dem Schulhof. Umso mehr freut er sich, dass die Feier nun an ihre Wurzeln zurückkehrt und zugleich neue Impulse durch die Schulgemeinschaft erhält.

Gemeinsam mit Rektor Kreis-Polich und der Schulgemeinschaft wird ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet.

Im Mittelpunkt stehen der traditionelle Auftritt des heiligen Martin hoch zu Ross und das beliebte Martinsspiel, das die Geschichte des Teilens und der Nächstenliebe lebendig werden lässt. Auch Schulchor, Schulband und verschiedene Klassen sollen sich musikalisch und mit weiteren Beiträgen einbringen.

Schülerinnen und Schüler übernehmen zudem Teile der Bewirtung und sorgen für das leibliche Wohl der Gäste.

Die Gondelsheimer Kindergärten und Kindertageseinrichtungen sind ebenfalls herzlich eingeladen, sich mit ihren Kindern und Familien zu beteiligen.

So soll das Martinsfest erneut zu einem lebendigen Gemeinschaftserlebnis werden, bei dem Schule, Kindergärten, Gemeinde und Bürgerschaft zusammenkommen.

Die Gemeinde Gondelsheim und die Kraichgau-Gemeinschaftsschule laden alle Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, am Mittwoch, 11. November 2026, um 18 Uhr auf dem Schulhof gemeinsam St. Martin zu feiern.

Beirat Trinkwasserversorgung Gondelsheim informiert über aktuelle Entwicklungen
Neue Wasserleitung, steigender Wasserdruck und Entwicklung der Wasserpreise im Mittelpunkt

Am 5. Oktober 2026 fand die diesjährige Sitzung des Beirats „Trinkwasserversorgung Gondelsheim“ statt. Das Gremium besteht seit dem Jahr 2000, als die Gemeinde Gondelsheim ihre Wasserversorgung an die Stadtwerke Bretten veräußerte. Dem Beirat gehören jeweils drei Vertreter des Gondelsheimer Gemeinderats und drei Vertreter des entsprechenden Brettener Gremiums an. Sie werden regelmäßig über die Entwicklung der örtlichen Wasserversorgung, aktuelle Maßnahmen und anstehende Investitionen informiert.

Bürgermeister Markus Rupp und Stefan Kleck, Geschäftsführer der Stadtwerke Bretten, berichteten im Beisein des Brettener Oberbürgermeisters Nico Morast über die aktuellen Entwicklungen.

Erfreulich ist die weiterhin geringe Menge an Wasserverlusten im Gondelsheimer Leitungsnetz. Diese lag im Jahr 2025 bei rund 4.500 Kubikmetern und damit auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Der durchschnittliche Wasserverbrauch betrug 119 Liter pro Einwohner und Tag.

Auch in die Infrastruktur wurde weiter investiert. So wurden unter anderem rund 380 Meter Versorgungsleitungen in der Industriestraße erneuert und mehrere Hausanschlüsse modernisiert.

Ein besonders wichtiges Projekt ist die inzwischen fertiggestellte, rund 1,5 Kilometer lange Wasserleitung zwischen Diedelsheim und Gondelsheim. Sie ermöglicht eine Neuordnung der Wasserversorgung und die Stilllegung des bisherigen Hochbehälters Kammhof.

Mit der Umstellung steigt allerdings auch der Wasserdruck im örtlichen Leitungsnetz. An den tiefsten Stellen des Ortsgebiets kann dieser von bisher rund 5 auf maximal etwa 7 bar ansteigen.

Über diese Veränderung und mögliche notwendige Vorsorgemaßnahmen wurden bereits sämtliche Gondelsheimer Haushalte mit einem Informationsflyer unterrichtet. Wer sich bislang noch nicht mit den möglichen Auswirkungen auf seine Hausinstallation beschäftigt hat, sollte sich unbedingt entsprechend informieren und gegebenenfalls notwendige Vorkehrungen treffen.

Ein weiteres zentrales Thema war die Entwicklung der Wasserpreise. Geschäftsführer Stefan Kleck erläuterte, dass insbesondere die Bezugskosten bei der Bodensee-Wasserversorgung in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen sind. Dies betrifft auch die Kosten für die entsprechenden Wasserbezugsrechte, über die das vergleichsweise weiche Bodenseewasser bezogen wird. Neben allgemeinen, inflationsbedingten Kosten-steigerungen spielen dabei vor allem die erheblichen Investitionen in die Erneuerung und Zukunftssicherung der Anlagen der Bodensee-Wasserversorgung eine wichtige Rolle. Hinzu kommen gestiegene Personal-, Material- und Baukosten. Daher ist auch in Gondelsheim mit weiteren Anpassungen des Wasserpreises zu rechnen.

Bürgermeister Markus Rupp und Oberbürgermeister Nico Morast unterstrichen in diesem Zusammenhang die Bedeutung der örtlichen Eigenwasserversorgung. Es gelte, diese langfristig zu stärken und regelmäßig zu prüfen, wie die Versorgung auch künftig wirtschaftlich und zuverlässig sichergestellt werden könne.

Auch in den kommenden Jahren sind weitere Maßnahmen zur Sicherung der Trinkwasser-versorgung vorgesehen. Unter anderem soll noch in diesem Jahr eine neue Wasserleitung zur Versorgung des Tennisclubs verlegt werden. Für 2027 sind weitere größere Investitionen geplant.

Die Beiratssitzung machte deutlich, dass Gondelsheim über eine zuverlässige Trinkwasserversorgung verfügt. Gleichzeitig sind kontinuierliche Investitionen und eine vorausschauende Planung erforderlich, um die Versorgung der Bevölkerung auch in Zukunft dauerhaft sicherzustellen.

Steinbruch Böhnlich (Zementwerk Opterra) Walzbachtal-Wössingen

Felswand – Filterstaub-Problematik – Wesentliches für Gondelsheim

Nach Bekanntwerden des unten angeführten Sachverhalts hat die Gemeindeverwaltung Gondelsheim am 23. September 2026 durch Bürgermeister Markus Rupp umgehend einen umfassenden Fragenkatalog an die Umweltbehörde beim Landratsamt Karlsruhe gestellt

Quelle der nachfolgenden Informationen: Landratsamt Karlsruhe (das gesamte FAQ finden Sie auf der Homepage des Landkreises Karlsruhe)

Auf dem Gelände des Steinbruchs Böhnlich in Wössingen wurde bis Ende der 1980er Jahre oberhalb einer Felswand Filterstaub abgelagert. Der Filterstaub stammte aus der Produktion des Zementwerks. Seit den späten 1980er Jahren liegen dem Landratsamt Karlsruhe Kenntnisse über die Ablagerung vor, 1989 wurde die Ablagerung verboten.

Anfang der 1990er Jahre wurde die Filterstaubhalde abgedeckt und rekultiviert. Seitdem werden die Auswirkungen der Filterstaubhalde durch Erkundungen, Untersuchungen, Gutachten und ein fortlaufendes Grundwassermonitoring überwacht.

Unterhalb bzw. vor der Filterstaubhalde befindet sich eine Steilwand. Diese Steilwand verwittert zunehmend und verliert dadurch an Standsicherheit. Außerdem tritt an mehreren Stellen der Steilwand bereits Filterstaub zu Tage.

Die abbruchgefährdete Steilwand muss daher gesichert werden. Nach einem Gutachten ist die einzig technisch mögliche Option dafür eine Gegenschüttung. Durch die Anschüttung eines Erdkörpers soll die Steilwand stabilisiert, der fortschreitenden Erosion entgegengewirkt und einem künftigen möglichen Austritt von Filterstaub entgegengewirkt werden. Dafür hat der Betreiber Opterra einen Bauantrag gestellt.

Trinkwasser:

Wasserversorgung Bretten/Gondelsheim

Gondelsheim liegt im Versorgungsgebiet der zentralen Wasserversorgung Bretten. In diesem Versorgungsgebiet wird Mischwasser aus 65 % Bodenseewasser und 35 % Eigenwasser abgegeben. Die Brunnen des Eigenwassers liegen nicht in Richtung des Grundwasserabstroms des Zementwerkes. Die in Bretten gemessenen Werte für Chrom (gesamt) waren in den letzten Jahren durchgängig sehr niedrig und unauffällig.

Luft:

Aus allen vorliegenden Untersuchungen ergeben sich keine Belastungen und damit keine Gefährdung der Luft durch die Filterstäube.

Das Zementwerk führt gemäß der Betriebsgenehmigung des Regierungspräsidiums Karlsruhe Staubniederschlagsmessungen durch. An zwei Beprobungspunkten in Wössingen und Dürrenbüchig wird aus Vorsorge in Abständen von fünf Jahren der Staubniederschlag auf Arsen, Blei, Cadmium, Nickel, Quecksilber, Thallium, Chrom, Kupfer, Zink und Benzo(a)pyren untersucht.

Aktuell liegen Werte der Vorbelastungsmessung von März bis September 2012, der erste Messbericht von Juli bis Dezember 2021 sowie die laufende aktuelle Messreihe mit den bislang vorliegenden Messungen für Juli und August 2026 vor. In allen drei Berichten werden die jeweils maßgeblichen Beurteilungswerte unterschritten.

Church in Colors gibt Zusatzkonzert in Gondelsheim

Sonntag ausverkauft und weitere Tickets für Samstag erhältlich

Das Konzert am Sonntag, 8. November 2026, ist bereits ausverkauft. Wegen der großen Nachfrage gibt Church in Colors am Samstag, 7. November 2026, ein Zusatzkonzert in der Evangelischen Kirche in Gondelsheim. Für diesen Abend sind noch Tickets erhältlich. Die Jubiläumstournee zum zehnjährigen Bestehen ist damit gleich zweimal in Gondelsheim zu erleben.

Songs von U2, Coldplay, John Miles und vielen weiteren Künstlern stehen im Mittelpunkt des Abends. Sänger Oli Dums und seine Band interpretieren bekannte Pop- und Rocktitel live und geben ihnen im Kirchenraum einen eigenen Klang. Dabei reicht die Musik von gefühlvollen, zurückgenommenen Passagen bis zum druckvollen Sound der gesamten Band.

Eine auf die Songs abgestimmte Lichtshow macht die Kirche zur Konzertkulisse. Wechselnde Farben und Lichtakzente setzen die Architektur in Szene und greifen die Stimmung der Musik auf. So wird der Raum selbst Teil der Show – vom ruhigen Moment bis zum großen Refrain.

Church in Colors gibt Zusatzkonzert in Gondelsheim

Mit der Jubiläumstournee 2026/27 feiern Oli Dums und seine Band zehn Jahre Church in Colors. Das Zusatzkonzert bietet Musikfans aus Gondelsheim, Bretten, Bruchsal und dem Kraichgau eine weitere Gelegenheit, dabei zu sein. Wer für Sonntag keine Karte mehr bekommen hat, kann die Band bereits einen Abend früher live erleben.

Das Zusatzkonzert am Samstag, 7. November, beginnt um 20 Uhr; Einlass ist ab 19.30 Uhr. Veranstaltungsort ist die Evangelische Kirche, Neibsheimer Straße 3, 75053 Gondelsheim. Karten gibt es unter www.pfalzshow.de. Erwachsene zahlen im Vorverkauf 29,30 Euro, Kinder bis einschließlich 14 Jahre 11,90 Euro, jeweils inklusive Vorverkaufsgebühr.

Veranstaltung auf einen Blick

Church in Colors – Jubiläumstournee 2026/27

Zusatzkonzert am Samstag, 7. November 2026 – Tickets erhältlich

Sonntag, 8. November 2026 – bereits ausverkauft

Evangelische Kirche, Neibsheimer Straße 3, 75053 Gondelsheim

Einlass: 19.30 Uhr | Beginn: 20.00 Uhr

Tickets: www.pfalzshow.de

Die Bewirtung der Gäste übernimmt an beiden Abenden der Heimat- und Kulturverein Gondelsheim.

Neues vom Jugendtreff „Bounty“

Rätselgang zu „voll gruseligen Orten“

„Also, dieser Ort ist echt voll gruselig“, so die Aussage einer Elfjährigen. Oder, so die Stimme einer Anderen: „Ich find’s jetzt schon etwas creepy!“ (creepy = unheimlich, schauderhaft). Nun ja, und so sollte es ja schließlich auch sein!

Unsere »Gruselrallye« als Teil unseres Herbstferien-Aktions-Programms führte uns nämlich in den dunklen Schwarzwald – genauer gesagt: nach Neuenbürg an der Enz. Mit der Stadtbahn waren wir angereist. Da wir allerdings einen strahlend sonnigen Oktobertag erwischt hatten (und das große Gruseln ja nicht von ungefähr mit eher düsteren, schummrigen Lichtverhältnissen in Verbindung gebracht wird), schlugen wir noch etwas die Zeit tot mit Spielen am Enzufer.

Dann war es halb Fünf und so langsam verblasste das helle Tageslicht; und wir machten uns bergauf zur Schloßsteige. Dort fiel Michel das erste Rätselkärtchen aus der Tasche. Von nun an mussten unsere unerschrockenen Teilnehmer der »Gruselrallye« verschiedenen Hinweisen nachgehen und genau hinschauen; denn jede Suchaufgabe barg als Lösungswort den Hinweis auf das nächste Rätselkärtchen. Nur in korrekter Reihenfolge zusammengesetzt, konnte die »Rätselrallye« bestanden werden und unsere jungen Teilnehmer sich vom Schauder der hereinbrechenden Nacht befreien. Ein jedes Rätsel erschloss eine neue unheimliche Stätte. Da war anfangs etwa der »Wütende Baumgeist« – eine Holzsägeskulptur im Schlosswald. Dann suchten wir natürlich die verfallene Ruine der alten Neuenbürger Burg auf: efeubewachsen, dachlos und mit leeren Fenstern finster blickend. In einem bröckelnden Treppenturm mit wundervoller Renaissancetür fehlten die Stufen. Aus dem alten Gemäuer blickte eine nasenlose Fratze (ein Wasserspeier). Schließlich, nachdem wir den Schlossgarten durchquert und das Schloss umrundet hatten, erblickten wir das mächtige Portal von 1658. All diese Orte bargen ihre Rätsel, die es zu lösen galt. Zwischenzeitlich las Michel auch noch eine Geistergeschichte aus dem Neuenbürger Heimatbuch vor, der Stimmung wegen.

Rätselgang mit dem Bounty Team

Der Höhepunkt unserer »Gruselrallye« wartete aber etwas abseits der Schloßsteige: der alte Friedhof mit St. Georgskapelle. Mittlerweile war es richtig dunkel geworden. Im buttrigen Licht der Laternen wirkten die alten Grabsteine grotesk und wirklich etwas unheimlich. Zudem führten die Rätsel zum »händelosen Engel«, dem »Totenkopf« auf dem Epitaph von 1606 oder gar zum eingravierten Lösungswort „Leichenstein“ auf einem weiteren Grabmahl. Da konnte man den einen oder anderen Schauder schon verstehen. Schön, der Gruseleffekt war also gelungen und unsere Teilnehmer mit hoher Motivation dabei, sich von Rätsel zu Rätsel ihrer finalen Befreiung aus dem unheimlichen Gang zu nähern.

Und schließlich war es soweit! Das letzte gelöste Rätsel ließ uns der schwarzeisernen Friedhofspforte den Rücken kehren und den steilen kopfsteingepflasterten Weg hinunter ins »Städtle« nehmen. Die Belohnung, die sich unsere jungen Besucher wirklich verdient hatten (und der sie hungrig entgegenfieberten), war ein Besuch in einem türkischen Lokal.

So kehrten wir wohlgespeist und zufrieden mit dem Verlauf der Aktion zurück nach Gondelsheim.

Terminvorschau:

  • Halloween-Party am Samstag, 31. Oktober, von 17 bis 21 Uhr im »Bounty«.

Michael Klebon im Namen des »Bounty«-Teams

Finanzielle Lage der Kommunen, Klimaanpassung und entspannte Flüchtlingssituation

Zentrale Themen waren im Fokus der Bürgermeisterklausurtagung

Jedes Jahr im Herbst begeben sich die Oberbürgermeister und Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im Landkreis in Klausur, um wichtige Themen vertieft zu beraten. Nicht überraschend, dass bei der zweitägigen Veranstaltung in Bitzfeld im Landkreis Hohenlohe die dramatische finanzielle Lage an erster Stelle stand. Die Krux ist, dass die finanzielle Schieflage nicht daher rührt, dass der Landkreis und seine Städte und Gemeinden schlecht gewirtschaftet hätten, sondern dass sie Leistungen erbringen müssen, ohne hierfür von Bund und Land mit ausreichenden Geldmitteln ausgestattet zu sein.

Umso unverständlicher sei, so der Kreisvorsitzende des Gemeindetags Bürgermeister Thomas Nowitzki (Oberderdingen), dass der Regierungsentwurf des Staatshaushaltsplans 2027 keine Strukturreformen der kommunalen Finanzen enthält. Einig war sich die Bürgermeisterrunde darin, dass die Streichung von Leistungen, die zwar freiwilliger Natur sind, aber für den Zusammenhalt innerhalb der Städten und Gemeinden ganz wesentlich sind wie zum Beispiel ÖPNV-Angebote, nicht die Lösung sein können.

Deshalb möchte man sich Ungleichbehandlungen, die es in diesem Bereich zum Beispiel durch eine unterschiedliche Finanzierung kommunaler Nebenbahnen gibt, nicht länger gefallen lassen. Ebenso sollen offene Forderungen gegenüber dem Land wie z.B. Mehraufwendungen beim Bundesteilhabegesetz oder Aufwendungen für Schulbegleitungen offensiv eingefordert werden. Landrat Dr. Christoph Schnaudigel kündigte an, keinen Kreishaushalt vorzulegen, der die Städte und Gemeinden an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit bringt. „Kommunen können keine Fehler bereinigen, die sie politisch nicht zu vertreten haben“, so der Landrat. Im Gegenzug bedeute das aber nicht, dass nicht weiter verantwortungsbewusst mit öffentlichen Geldern umgegangen werden muss. Im Gegenteil müssen alle Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung ausgeschöpft werden.

Als positiv wurde die deutlich entspannte Flüchtlingssituation gewertet: mit 238 Personen liegen die Zugänge in den Landkreis für 2026 deutlich unter denen des Vorjahres und für 2027 werden rund 17 Personen pro Monat erwartet, dazu sieben Kriegsvertriebene aus der Ukraine. Das ermöglicht es, Personal abzubauen und Unterkünfte für die vorläufige Unterbringung weiter zurückzubauen bzw. zu zentralisieren.

Auch die Klimaanpassung stand auf der Tagesordnung: Nach dem Klimagesetz Baden-Württemberg gilt es, im Hinblick auf Starkregen, Hochwasser, Trockenheit, Wassermangel und Hitze sowohl landkreisweit wie auf Ebene der Städte und Gemeinden konkrete Konzepte zu entwickeln. Vorteilhaft ist, dass sich alle Kommunen im Landkreis bereits in einem Klimaschutzverein organisiert haben. Kreisvorsitzender Bürgermeister Thomas Nowitzki begrüßte, dass der Verein gemeinsam mit der Umwelt- und Energieagentur im Landkreis Karlsruhe konkrete Konzepte erarbeitet. Wichtig ist dass die Kommunen hierfür finanzielle Mittel aus der vom Land in Aussicht „Klimamilliarde“ abrufen können.

Weitere Themen waren der Fortgang der Glasfasererschließung nach dem Rückzug der Deutschen Glasfaser sowie Perspektiven für Wärmenetze mit regionalen Partnern.

Spendenaktion:

Gemeinsam gestalten – Projekt „Erlebbarer Saalbach“

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Der Bereich am Saalbach soll zu einem Ort werden, an dem unser Bach nicht nur als mögliche Bedrohung durch Hochwasser, sondern ganz bewusst als erlebbarer Natur-, Begegnungs- und Freizeitraum für die ganze Bevölkerung wahrgenommen wird.

Geplant sind attraktive Sitz- und Aufenthaltsmöglichkeiten am Wasser, Doppelliegen, eine Boulebahn. Bewegungsangebote für Jung und Alt sowie Wasser zum Spielen und Erleben für Kinder – beispielsweise mit einer Schwengelpumpe. Großkronige Bäume, Blumen- und Grünflächen sollen dem Gelände einen parkähnlichen Charakter verleihen.

Gleichzeitig soll der Saalbach offen und sichtbar bleiben und damit für Bürgerinnen und Bürger tatsächlich erlebbar werden.

Auf der Seite bei der der Saalbachhalle entsteht zudem eine Bühne für Kleinkultur.

Ein schöner Anfang ist bereits gemacht: Der Gewerbeverein und der Heimat- und Kulturverein haben das Vorhaben mit größeren Spenden unterstützt. Hinzu kommt eine private Spende. Insgesamt sind bereits 8.500 Euro an Spendengeldern für den „Erlebbaren Saalbach“ zusammengekommen. Dafür sagen wir herzlich Danke!

Nun würden wir uns freuen, wenn sich auch weitere Bürgerinnen und Bürger beteiligen möchten. Denn dieser Bereich entsteht für die Menschen in Gondelsheim – für Familien, Kinder, Jung und Alt.

Jede Spende – ob groß oder klein – hilft, den „Erlebbaren Saalbach“ Wirklichkeit werden zu lassen und ein neues Stück Lebensqualität mitten in Gondelsheim zu schaffen. Ob Privatperson, Familie, Verein oder Unternehmen: jeder Beitrag zählt. Gemeinsam können wir etwas schaffen, das Gondelsheim über viele Jahre bereichert.

Spendenkonto

Empfänger: Gemeinde Gondelsheim

Bank: Sparkasse Kraichgau

IBAN:  DE49 6635 0036 0005 0034 63

Verwendungszweck: Erlebbarer Saalbach

Ab 300 Euro stellt die Gemeinde eine steuerlich wirksame Spendenbescheinigung aus. Bitte hierfür Name und Anschrift angeben.

Machen Sie mit und gestalten Sie ein Stück Gondelsheim mit – für unsere Kinder, für unsere Gemeinschaft und für ein lebendiges Miteinander am Saalbach.


Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Ihr

Markus Rupp, Bürgermeister