Der Bürgermeister infromiert KW 5

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

in der öffentlichen Gemeinderatssitzung am 27. Januar kam es zu einem personellen Wechsel im Gemeinderat Gondelsheim.

Wechsel im Gemeinderat Gondelsheim

Gemeinderätin Petra Schalm schied auf eigenen Antrag aus dem Gremium aus und wurde offiziell verabschiedet (s.u.).

Im Anschluss verpflichtete Bürgermeister Markus Rupp gemäß den Vorgaben der Gemeindeordnung die Nachrückerin auf der CDU-Liste, Franziska Heck, als neues Mitglied des Gemeinderats. Frau Heck nimmt ihr Mandat als Mitglied der CDU-Fraktion wahr.

Rupp betonte, dass er sich besonders darüber freue, dass nach dem Ausscheiden einer der vier Frauen im Gemeinderat mit Franziska Heck wieder eine Frau in das Gremium nachrückt.


Der Gemeinderat und die Verwaltung hießen Franziska Heck herzlich im Gemeinderat willkommen.

Rede von Bürgermeister Rupp anlässlich des Ausscheidens von Petra Schalm aus dem Gemeinderat und der Verleihung der Goldenen Bürgermedaille an sie

„(…) Eben wurdest Du formal aus dem Gemeinderat verabschiedet. Doch so einfach möchte ich es Dir, darf ich es uns nicht machen. So einfach lasse ich Dich jetzt nicht die Rathaustür hinausgehen!

Es gibt Menschen, die sind Teil einer Gemeinde. Es gibt Menschen, die bekleiden Ehrenämter. Und es gibt Menschen, die sind unverbrüchlicher Teil der Gemeinde, die bekleiden Ämter und haben dazu noch die Gabe, Menschen zu ermutigen, zu begleiten, zusammenzuzuführen. Liebe Petra, zu dieser seltenen Spezies gehörst eindeutig Du. Gondelsheim lebt von Menschen, die mehr tun als erwartet wird. Gondelsheim lebt von Menschen wie Dir!

Verabschiedung Petra Schalm

Nach 21 Jahren Mitgliedschaft im Gemeinderat bist Du eben auf eigenen Wunsch aus diesem Gremium ausgeschieden. Ein Schritt, den Du Dir gut überlegt hast. Wie ich aus manchem Gespräch mit Dir weiß. Jetzt ist der Moment gekommen, um Danke zu sagen. Nicht nur für 21 Jahre in diesem Gremium, sondern für Einsatz – für Präsenz – für Kollegialität!

Liebe Petra, Dein kommunalpolitischer Weg begann am 26. Juli 2005 mit dem Nachrücken für Ilona Pricken. Viele Projekte haben wir seitdem gemeinsam auf den Weg gebracht.

Seniorenhaus Schlossblick / Wohngebiet Metzgerteich – inklusive Netto / 750 Jahre Gondelsheim / Ausbau der Schulsozialarbeit / Sanierung des HRB Lohrgraben / LED-Straßenbeleuchtung / Gemeinschaftsschule Gondelsheim / Jugendtreff „Bounty“ / Neubaugebiet Schlossbuckel / Aufstockung Schneckenhaus / Gewerbegebiet Gölswiesen / Lärmschutzwand an B35   / Erweiterung Kita Saalbach / Neubau Feuerwehrhaus / Corona / Bürgerwald / Hochwasserkatastrophe 2024 / Hochwasserschutzmaßnahmen an Saalbach

Eine beeindruckende Aufzählung von Projekten in Deiner Amtszeit als Gemeinderätin. Natürlich keine vollständige Aufzählung – auch, weil für Dich viele kleine Dinge groß waren.

Du bist zunächst für den Bürgerverein Gondelsheim angetreten, nach dessen Rückzug für die CDU. Aber ganz ehrlich: Wer dich kennt, der weiß, dass Parteigrenzen für dich nie entscheidend waren. Entscheidend war für Dich immer die Sache War für Dich immer Gondelsheim. Waren für Dich immer die Menschen im Ort. Du bist eine Gondelsheimerin durch und durch.

Omnipräsent – und das im allerbesten Sinne. Man trifft Sie überall, die Petra. Bei JHV. Bei Veranstaltungen. In Vereinen. Bei sozialen Projekten. Auf dem Rathausplatz Und manchmal habe ich mich schon gefragt: „Schläfst du eigentlich auch mal?“

Ein ganz besonderes Kapitel deines Engagements ist der Gewerbeverein Gondelsheim. Als Gründungsmitglied, als Vorsitzende, als treibende Kraft. Seit 2006 in führender Stelle, über viele Jahre hinweg einstimmig gewählt – das sagt eigentlich alles. Gewerbeschauen zur Kerwe in der Saalbachhalle. Legendäre Gewerbegebietsfeste, Vorträge – geplant, organisiert, umgesetzt von Dir. Und dabei immer mit einem Ziel: Das lokale Handwerk und den lokalen Handel sichtbar zu machen und zu stärken.

Verabschiedung Petra Schalm

Doch dein Einsatz endet nicht bei Wirtschaft und Politik. Seit nunmehr 15 Jahren engagierst du dich intensiv in der Flüchtlingsbetreuung, bei Asylfragen, Integration und zuletzt auch im Zusammenhang mit der Ukraine. Und was dich hier besonders auszeichnet: Du bist menschlich – aber nicht blauäugig. Bei dir gibt‘s: Zuckerbrot und Peitsche.

Wer sich integriert, wer arbeiten will – den unterstützt du mit ganzer Kraft. Aber Du kannst auch klar und deutlich werden, wenn Regeln nicht eingehalten werden. Genau diese Mischung aus Herz und Verstand macht dein Engagement so glaubwürdig.

Dazu kommt seit 2024 das „Dies-und-Das-Lädchen“ – ein Ort der Wiederverwertung, der Hilfe, der Solidarität. Still, aber wirkungsvoll.

Und dann natürlich Dein wohl legendärstes Projekt: Der Hallenflohmarkt in der Saalbachhalle. Seit beinahe 38 Jahren organisierst du ihn zweimal im Jahr. Mit beeindruckendem Ergebnis: Rund 80.000 Euro sind dabei zusammengekommen – für Kindergärten, den Schulförderverein und viele soziale Einrichtungen in Gondelsheim. Das ist keine Kleinigkeit. Das ist Ausdauer. Das ist echtes Ehrenamt.

Deine Aufgabe als Heimbeirätin im Seniorenhaus „Schlossblick“ erwähne ich hier nur am Rande.

Liebe Petra, bei all dem darf eines natürlich nicht fehlen: Deine Leidenschaft für die Farben Blau und Weiß! Seit 50 Jahren hältst Du Deinem KSC die Treue. Aufstieg, Abstieg, Relegation – egal. „Für immer Blau Weiß“ – Dein Lebensmotto! Seit dem 22.Oktober 2018 bist Du stellvertretende Vorsitzende des Vereinsrats respektive Mitgliederrats des KSC.

Und ich glaube, wir alle wissen: Diese langen Linien – sei es im Gemeinderat, in der Flüchtlingsbetreuung, beim Flohmarkt oder eben beim KSC sind Teil deiner Persönlichkeit. Ein Zitat, das Dein Wirken sehr gut beschreibt, lautet: „Ehrenamt ist keine Freizeitbeschäftigung – es ist eine Haltung.“ Diese Haltung lebst Du. Mit Konsequenz. Mit Klarheit. 

Und wenn ich an dieser Stelle etwas Persönliches sagen darf: Du hast mich nicht nur als Bürgermeister begleitet, sondern auch als Mensch. Du hast mich immer wieder – augenzwinkernd, aber durchaus ernst gemeint – als deinen Lieblingsbürgermeister bezeichnet. Zugegeben: Du hattest bislang keinen anderen. Aber ich nehme dieses Kompliment sehr sehr gerne an. Ich habe Dich als Bürgermeister, aber auch als Person, als Mensch sehr schätzen gelernt. Schätzen gelernt als klare, ehrliche, verlässliche Persönlichkeit und Wegbegleiterin. Als jemand, der nicht allen gefallen will und muss, sondern einzig und allein der von Dir und für Dich erkannten, guten Sache dienen möchte.

Verabschiedung Petra Schalm

Liebe Petra, Du hinterlässt Spuren – tiefe Spuren. Im Gemeinderat. In unserer Gemeinde. Und bei vielen Menschen. Und deshalb ist es mir heute eine ganz besondere Ehre, Dir im Namen der Gemeinde Gondelsheim, des Gemeinderats und ganz persönlich die Goldene Bürgermedaille der Gemeinde Gondelsheim zu verleihen. Die Medaille steht für Dank, Anerkennung und großen Respekt. Sie ist aus Gold. Aber Dein Einsatz für Gondelsheim war und ist mehr, er war und ist unbezahlbar! Herzlichen Glückwunsch, herzlichen Dank Petra Schalm!“

Flurneuordnung als zentrale Antwort auf Starkregen und Hochwasserschutz
Gemeinderat beschließt Einleitung eines Flurneuordnungsverfahrens im Außenbereich von Gondelsheim


Der Gemeinderat der Gemeinde Gondelsheim hat in seiner öffentlichen Sitzung am 27. Januar 2026 beschlossen, ein Flurneuordnungsverfahren im Außenbereich (Schwerpunkt Ried- und Bruchgraben) der Gemeinde einzuleiten.

Hintergrund sind insbesondere die wasserwirtschaftlichen und erosionsbedingten Probleme, die sich spätestens durch das Starkregenereignis im August 2024 in Gondelsheim und Bruchsal deutlich gezeigt haben.


„Die Ereignisse des vergangenen Jahres haben uns klar vor Augen geführt, dass wir handeln müssen“, betonte Bürgermeister Rupp. „Starkregen, Hochwasser und Erosion sind reale Risiken für unsere Gemeinde – und sie werden uns auch künftig begleiten.“


Mehr als klassische Flurbereinigung


Das geplante Verfahren unterscheidet sich deutlich von früheren Flurneuordnungen, wie sie Gondelsheim bereits in den 1930er- sowie in den 1950er- und 1960er-Jahren erlebt hat. Eine reine Zusammenlegung zersplitterter Grundstücke zur Verbesserung der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung steht dieses Mal nicht im Vordergrund. „Diese Flurneuordnung ist keine Flurneuordnung nach altem Muster“, stellte auch Jürgen Pilz, Amtsleiter Vermessung, Geoinformation und Flurbereinigung im Landratsamt Karlsruhe klar. „Es geht nicht darum, Strukturen von gestern zu wiederholen, sondern Antworten auf die Herausforderungen von heute zu geben.“

Im Mittelpunkt stehen Maßnahmen zum Hochwasserschutz, zur Verbesserung von Entwässerungssystemen, zum Erosionsschutz, zur Renaturierung von Gewässern sowie ein zukunftsfähiges Wegekonzept. Die Ergebnisse des kommunalen Starkregenrisikomanagements sollen dabei eng mit der Flurneuordnung verzahnt werden.

Langfristiger Prozess mit kurzfristigen Maßnahmen

Allen Beteiligten ist bewusst, dass eine Flurneuordnung Zeit braucht. Von der Anordnung bis zur Umsetzung vergehen mehrere Jahre. Dennoch sollen dort, wo es möglich ist, bereits frühzeitig erste Maßnahmen ergriffen werden – etwa durch Sedimentfänge oder durch angepasste Einbauweisen in enger Zusammenarbeit mit den Landwirten.

„Wir wissen, dass es nicht das eine Instrument für besseren Hochwasserschutz gibt“, so Rupp. „Die Flurneuordnung ist eine wichtige Karte, die wir spielen – aber sie ist eben eine von mehreren.“

Ökologischer Mehrwert und Finanzierung

Ein zentrales Element des Verfahrens ist die Erreichung eines ökologischen Mehrwerts. Die Gemeinde verpflichtet sich, hierfür vorsorglich ein Prozent der geplanten Verfahrensfläche bereitzustellen – entweder durch eigene Einlage oder durch Zukauf. Dieser ökologische Mehrwert kann unter anderem durch Gewässerrenaturierungen, Biotopverbundmaßnahmen oder landschafts-pflegerische Anlagen realisiert werden.

Die Gemeinde übernimmt zudem eine Bürgschaft, um sicherzustellen, dass die erforderlichen Flächen im Verfahren bereitgestellt werden können. Fördermittel von bis zu 60 bis 70 Prozent sind für viele der geplanten Maßnahmen möglich.

Verantwortung übernehmen – auch wenn es schwierig wird

Bürgermeister Rupp machte in der Sitzung deutlich, dass eine Flurneuordnung kein konfliktfreier Prozess ist. Dennoch sei sie aus seiner Sicht alternativlos. „Flurneuordnung ist ein hartes Brot und nicht immer ganz konfliktfrei“, sagte er offen. „Aber ich bin überzeugt, dass wir gar keine andere Wahl haben, als hier aktiv zu werden – im Interesse unserer Gemeinde, unserer Landwirtschaft und unserer Umwelt.“

Mit dem einstimmigen Beschluss des Gemeinderates ist nun der formale Startschuss gefallen. In den kommenden Monaten wird die Gemeinde frühzeitig den Antrag beim Land Baden-Württemberg stellen, um das Verfahren weiter voranzubringen und die nächsten Schritte einzuleiten.

Unverständnis bei Bürgermeister und Gemeinderat

Deutsche Bundebahn verschiebt Lärmsanierung an der Bahnstrecke in Gondelsheim erneut

Baubeginn soll nun in 2027 sein

Bürgermeister Markus Rupp berichtete dem Gemeinderat in der öffentlichen Sitzung am Dienstag, 27. Januar 2026 darüber, dass die Deutsche Bahn AG einmal mehr die Lärmsanierung an der Bahnstrecke in Gondelsheim mittels Lärmschutzwänden verschoben habe. Ursprünglich für 2024 angekündigt, dann auf 2026 verschoben und nun auf 2027 terminiert.

Rupp und die Mitglieder des Gemeinderats zeigten sich von der Stellungnahme der DB – unten folgend – enttäuscht und zogen der Verlässlichkeit in Frage:

Stellungnahme der DB AG:

„Die Deutsche Bahn und der Bund setzen das freiwillige Programm „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“ seit 1999 gemeinsam um. Das Programm verfügt über einen eigenen Haushaltstitel, der jeweils entsprechend den Vorgaben des Bundeshaushalts ausgestattet wird.

Die Bereitstellung dieser Mittel unterstreicht die hohe Bedeutung, die dem Lärmschutz weiter beigemessen wird. Für das Haushaltsjahr 2026 und folgende stehen jedoch nicht ausreichend Mittel für alle geplanten Projekte zur Verfügung. Dies wirkt auch auf die Maßnahme in Gondelsheim.

Die Maßnahme ist weiter im Programm der Lärmsanierung enthalten. Als neuer Baubeginn des ersten Teilabschnitts ist das 2. Halbjahr 2027 vorgesehen. Die weitere Umsetzung und Realisierung des Projektes unterliegen der Voraussetzung, dass ausreichend Sperrzeiten – also Zeiten, in denen keine Züge fahren – zur Verfügung stehen. Zudem sind verlässlich und ausreichend ausgestattete Finanzmittel notwendig, um die ambitionierten Aufgaben der Lärmsanierung an Bestandstrecken erfüllen zu können.

Wir möchten betonen, dass wir als DB weiterhin an den geplanten Maßnahmen festhalten und stehen dazu weiterhin in engem Austausch mit dem Bund. Ein Rechtsanspruch auf die Umsetzung von Lärmschutzmaßnahmen im Rahmen dieses freiwilligen Programms besteht nicht. Solche Ansprüche bestehen ausschließlich im Rahmen von Neu- und Ausbaumaßnahmen gemäß dem Bundes-Immissionsschutzgesetz.“

Ramba Zamba Kinderfaschingsparty

Ein Spaß für die ganze Familie!

Am Sonntag, 8. Februar 2026 in der Saalbachhalle Gondelsheim

Nachdem der Organisator und „Macher des Festivals der Guten Taten“ Uli Lange eigentlich aus Altersgründen das Ende seines Ramba-Zamba-Kinderfaschings für 2026 verkündet hatte, ist es Bürgermeister und Kuratoriumsmitglied Markus Rupp gelungen seinen Freund Uli Lange noch einmal für 2026 umzustimmen. In koordinierter Aktivität Rupps, des TV-Vorstands Manfred Boos und Mister Black alias Ernst Schwarz können wir melden:    Am 8. Februar 2026 steigt sie wieder, die beliebte Ramba Zamba-Kinderfaschingsparty in der Saalbachhalle!

Danke, lieber Uli Lange!!!

Das bunte Event sorgt seit vielen Jahren stets für eine volle Saalbachhalle in Gondelsheim.   

Selbstverständlich wird in bewährter Weise durch den Turnverein Gondelsheim auch für das leibliche Wohl gesorgt, sodass einem unvergesslichen Nachmittag nichts im Wege steht.

Alle kleinen Narren dürfen sich wieder auf ein ausgelassenes Faschingstreiben freuen, das wie gewohnt viele Überraschungen und jede Menge Spaß bieten wird.

Der Vorverkauf der Eintrittskarten (7 Euro) startet ab sfort im Bürgerbüro des Rathauses. Schnell sein lohnt sich, denn die Tickets sind erfahrungsgemäß heiß begehrt!

Gondelsheimer Schlosswald künftig von Landratsamt Karlsruhe beförstert

Bürgermeister Markus Rupp und Schlosseigentümerin Deniz Weidenhammer zeigen sich zufrieden

Der Gondelsheimer Privatwald Kirrloch, auch bekannt als Schlosswald, wird künftig vom Landratsamt Karlsruhe beförstert.

Damit kommt neben dem bereits seit Jahren durch die Karlsruher Behörde betreuten Kommunalwald der Gemeinde Gondelsheim nun auch der Schlosswald hinzu.

Bürgermeister Markus Rupp und die Eigentümerin des Gondelsheimer Schlosses Frau Deniz Weidenhammer zeigen sich beide erfreut über diese Entwicklung.

In einem Gespräch vor wenigen Monaten hatte Gondelsheims Bürgermeister Rupp die Übernahme der Beförsterung angeregt, der Weidenhammer nun mittels Vertragsabschluss zugestimmt hat.

Künftig übernimmt das Landratsamt neben der forstlichen Betreuung auch den Holzverkauf aus dem Schlosswald.

Weidenhammer und Rupp verbinden mit der neuen Regelung auch die Hoffnung auf eine entspanntere Situation rund um das Schlossstadion sowie entlang der K3506.

Altersjubiläen im Mitteilungsblatt:

Anpassung aufgrund aktueller Datenschutzvorgaben

Geburtstage sind besondere Momente im Leben – sie markieren persönliche Etappen, die viele Menschen gerne im Kreis von Familie, Freunden und Nachbarschaft feiern. In der Vergangenheit wurden runde und höhere Geburtstage im Mitteilungsblatt unserer Gemeinde aufgeführt, um die Anlässe sichtbar zu machen und Wertschätzung auszudrücken.

Die rechtlichen Rahmenbedingungen haben sich jedoch in den letzten Jahren deutlich verändert.
Der Landesbeauftrage für Datenschutz und Informationsfreiheit Baden-Württemberg hat in einer aktuell veröffentlichten Stellungnahme klargestellt, dass für die Veröffentlichung von Altersangaben in Amts- oder Mitteilungsblättern keine gesetzliche Grundlage mehr besteht.

Hinzu kommt, dass Mitteilungsblätter inzwischen häufig auch online abrufbar sind und damit weltweit zugänglich werden. Der Landesdatenschutz-beauftrage weist darauf hin, dass dadurch erhöhte Risiken entstehen, etwa durch sogenannte „Enkeltrick“ – oder „Schockanrufe“, bei denen gezielt ältere Menschen angesprochen werden. Auch deshalb sieht die Aufsichtsbehörde eine Veröffentlichung sensibler persönlicher Daten kritisch.

Nach sorgfältiger Prüfung dieser landesweiten Vorgaben hat sich die Gemeindeverwaltung schweren Herzens dazu entschieden, künftig keine Altersjubiläen mehr im Mitteilungsblatt zu veröffentlichen. Diese Entscheidung dient dem Schutz ihrer persönlichen Daten, sorgt dafür, dass wir unsere Verwaltungsabläufe rechtssicher und datenschutzkonform gestalten können und die Gemeinde nicht beklagbar ist

Bürgermeister Markus Rupp persönlich findet diese datenschutzrechtliche Regelung als „Firlefanz“ und fragt sich, was wir noch alles bei uns regulieren wollen.

Neues aus dem Jugendtreff Bounty

Jahresrückblick 2025

Das vergangene, das erste volle Jahr ohne meinen Bruder Matthias war im »Bounty« ein vergleichsweise normales. Für uns ist es in erster Linie durch die zahlreichen, äußerst intensiven (und teils auch sehr anstrengenden) Fortbildungstage (und deren Vor- und Nachbereitung) aufgefallen. Das hatte mehrfach eine außergewöhnliche Schließung des Treffsbetriebs zur Folge gehabt. Doch zum Glück haben wir einen dankbaren und verständnisvollen Besucherkreis. Dieser ändert sich – ganz jugendtrefftypisch – laufend in seiner Zusammensetzung. So gab es Tage relativer Ruhe, ja teils Flauten, und dann wieder (oft wie aus dem Nichts) Ansturm.

Klar, die Cocktailtage sind hausintern wahrscheinlich der größte Renner! Doch auch die Obstbowls, die Waffeln, die Sandwiches, unser Tischtennisturnier, die Halloweenparty und zuletzt unsere Weihnachtsfeier wurden sehr gut angenommen. Wir hatten mehrere Kochaktionen, sind gleich zu Jahresbeginn mit den Gurkensalatrezepten (von der sozialen Medienplattform TikTok) auf aktuelle Jugendtrends eingegangen. Wir hatten eine spannende Ortsrallye mit Schatzsuche veranstaltet, waren zu Gast bei den »Kaminfeuergesprächen«, hatten erneut am Ortsputz der Gemeinde teilgenommen und wir hatten wieder viele, denkwürdige Ausflüge gemacht: Wir waren Schlittschuhlaufen, wanderten im Schwarzwald, im Odenwald und im Pfälzer Wald; wir besuchten den Wildpark in Pforzheim, das Kino in Bretten. Und das war noch längst nicht alles.

Jahresrückblick Bounty

Kein Tag im Jugendtreff gleicht dem anderen. Durch das »Offene-Treff-Prinzip« kommen und gehen unsere Gäste im Rahmen der Öffnungszeiten freiwillig und ganz nach Lust und Laune. Außer zu den Ausflügen oder bestimmten Aktionen braucht es keinerlei Anmeldung. So können wir nie voraussehen, welche Zusammensetzung ein Treff haben wird. Jeder Tag ist anders, neu. Und doch gibt es Konstanten: Jugendliche treffen auf Jugendliche, Schüler aller Schularten kommen hier zusammen, Kontakte werden geknüpft, Freundschaften entstehen. Wir bieten dazu den Rahmen, sorgen für Strukturen und Sicherheit und bemühen uns sehr um die Wohlfühlatmosphäre.

So drückte es unlängst ein Fünftklässler in der Mittagsbandbetreuung aus. „Jetzt [seit ich im Bounty bin] geht es mir wieder gut! Vorher (in der Schule) war ich traurig.“

Das ist schön zu hören! Wir wollen ein Ort sein zum Entspannen, ein Ort zum Reden, ein Ort des Wohlfühlens, ein Ort der Begegnungen und der Interaktion und ein Ort des Vertrauens. Ein sicherer Hafen!

Terminvorschau:

  • Sophia kocht mit uns Bowls im Abendtreff am Freitag, 30. Januar.
  • Der nächste offene Sonntag ist am 01. Februar.

Michael Klebon im Namen des »Bounty«-Teams

Landkreis Karlsruhe erhält Landesförderung für Bahnstrecken im SPNV-Netz

Der größere finanzielle Beitrag verbleibt weiterhin auf der kommunalen Seite

Neben anderen Strecken kommt auch der Kraichtalbahn (Linie S4 Karlsruhe-Eppingen) und der Katzbachbahn (Linie S32/31 Bruchsal-Menzingen/Odenheim), der Albtalbahn und der Hardtbahn (Linie S11 Hochstetten-Bad Herrenalb/Ittersbach) eine Förderung zugute, die das Land Baden-Württemberg aktuell für sogenannte kommunale Nebenbahnen zugesagt hat. Konkret soll der Landkreis Karlsruhe vom Land rund 4,92 Millionen Euro jeweils für das Jahr 2025 und 2026 sowie rund 6,15 Millionen Euro pro Jahr 2027 bis 2031 erhalten.

Die aufgeführten Schienenpersonennahverkehrs-Linien sind regionale Bahnstrecken, die Städte und Gemeinden mit dem überregionalen Bahnnetz verbinden und besonders im ländlichen Raum wichtig für den Alltag vieler Fahrgäste sind. Obwohl sie sie laut dem ÖPNV-Gesetz originär in die Zuständigkeit des Landes fallen, sind die Strecken der Linien S4, S32/31 und S11 auf den Teilabschnitten bislang nicht vom Land getragen, der Landkreis Karlsruhe übernimmt den Betrieb der Strecken derzeit. Er bringt für die Bahnen pro Jahr in Summe rund 40 Millionen Euro auf.

„Die Finanzierung durch das Land ab 2025 ist daher nur die halbe Wahrheit. Der größere finanzielle Beitrag verbleibt noch immer auf der kommunalen Seite. Die Forderung des Kreistages, vollumfänglich in die Finanzierung einzusteigen, hat da weiter seine Berechtigung. Die Förderung des Landes ist aber ein erster Schritt in die richtige Richtung. Den Verträgen haben wir als Landkreis zugestimmt, jedoch aber unter Vorbehalt, da wir eine größere finanzielle Unterstützung der Nebenbahnen im SPNV fordern“, betont Landrat Dr. Christoph Schnaudigel. Alleine die Steigerung der Betriebskosten in den kommenden Jahren brauche die Förderung fast vollständig auf.

Herzlichst

Ihr

Markus Rupp, Bürgermeister