Der Bürgermeister informiert KW 51

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

spätestens wenn der Duft von Glühwein, Bratwurst und Süßem über unseren Rathausplatz gezogen ist und unser Weihnachtsmarkt wieder für drei Tage zum Zentrum des Miteinanders geworden war, dann spüren wir: Die besondere Zeit des Jahres ist kurz vor dem großen Fest. Die Freude auf Weihnachten, die Wärme der Gemeinschaft und der tief verankerte Wunsch nach Frieden sind dann dominant. Die Zeit des Innehaltens, der Dankbarkeit und der Hoffnung ist da.

Weihnachtskarte Gondelsheim

Weihnachts- und Neujahrsgruß von Bürgermeister Markus Rupp

In diesen Tagen werden unsere Herzen ein wenig weiter, und wir besinnen uns darauf, was uns wirklich trägt: Zusammenhalt, gegenseitige Wertschätzung und Respekt voreinander.

„Weihnachten erinnert uns daran, dass Licht selbst in dunklen Zeiten seinen Weg findet.“ Dieses Jahr begleitet mich dieses Zitat besonders. Denn das Jahr 2025 hat uns erneut gezeigt, wie herausfordernd die Welt um uns herum sein kann.

Global gesehen – dunkle Zeiten: Nach wie vor herrscht Krieg in der Ukraine, im Sudan werden vor unseren medialen Augen Menschen abgeschlachtet, die Weltwirtschaft, unsere Wirtschaft im Trudeln, die kommunalen Finanzen in den Gemeinden, Städten und Landkreisen im freien Fall. 

Da ist es gut, dass unsere solidarische Gemeinschaft zumindest in Gondelsheim dieses „Licht“ ist – nicht laut, nicht grell, aber beständig. Dafür bin ich dankbar, dafür investiere ich auch als ihr Bürgermeister viel Zeit, dafür übernehme ich gerne die Aufgabe des Kümmerers, dafür versuche ich viel Überzeugungsarbeit zu leisten, Transparenz für Sie zu bieten.

Wir in Gondelsheim – und damit meine ich alle Mitbürgerinnen und Mitbürger, unsere Blaulichtfamilie, unsere Vereine, unsere Ehrenamtlichen, unsere Gewerbebetriebe, damit meine ich aber auch unseren Gemeinderat und ihre Gemeindeverwaltung haben 2025 viel geleistet, viel erlebt, viel bewegt – und manchmal auch schwere Momente geteilt. Und genau das macht uns stark.

Wenn wir auf 2025 zurückblicken, dann blicken wir auf ein Jahr, das unsere Gemeinde in vielerlei Hinsicht gefordert, aber auch gestärkt hat. Bereits zu Jahresbeginn war zu spüren, wie sehr die Menschen in Gondelsheim zusammenkommen wollten. Die Neujahrsbegegnung war ein erstes kraftvolles Zeichen dieses Miteinanders.

Auch die Bundestagswahl im Februar zeigte erneut, wie lebendig unsere demokratische Kultur ist und wie sehr Bürgerbeteiligung und Mitwirkung zu Gondelsheim gehören.

Gleichzeitig standen wir als Kommune erneut vor den Folgen und Herausforderungen der Wetterextreme der vergangenen Jahre. Der Schutz vor Hochwasser und Starkregenereignissen war und ist eines unserer wichtigsten Handlungsfelder. Kein Jahr in meinen 28 Jahren als ihr Bürgermeister war so geprägt von der Frage, wie wir uns noch wirksamer gegen Naturereignisse schützen können. Was ja auch nicht überrascht, nach dem Ereignis vom 13. August 2024, welches noch immer bei angekündigten Unwetterlagen Ängste hervorruft, die Köpfe besetzt – ehrlicherweise auch bei mir!

Deshalb kommt dieses Thema auch den ersten Platz meines Rück- und Ausblicks und ist auch entsprechend ausführlich dokumentiert:

2025 setzten wir wichtige Maßnahmen um bzw. in Gang:

  • Beginn der Hochwasserschutzmaßnahmen Böschungssicherung Hofstadt/Talstraße und Weiterführung der Maßnahme am Saalbach zwischen Saalbachhalle und Hofstadt,
  • Hochwasser/Starkregen-Klausur des Gemeinderats mit Fachbehörden
  • Einrichtung eines neuen Hochwasser-Frühwarnsystems am Riedgraben
  • Beauftragung eines Starkregenrisiko-Managements (SRRM) zum Schutz vor Unwetterschäden
  • Untersuchung unseres Kanalsystems und daraus ableiten eines Arbeitsprogramms
  • Verbesserung der Einlaufsituation am Riedgraben/K3506/Jöhlinger Straße mit dem Landratsamt Karlsruhe (Amt Straßen) geplant und zur Umsetzung vorbereitet
  • Den Weg für eine Flurneuordnung mit den Elementen Starkregen-Prävention und Ökologie eingeschlagen
  • Sandsackaktion und Hochwasserinfo-Mobil für den wichtigen Selbstschutz der Bevölkerung
  • Dialog mit unseren Landwirten für eine Vermeidung von Erosion von Ackerböden bei Unwettern – im beiderseitigen Interesse

Die Unwetterkatastrophe 2024 hat gezeigt, wie verletzlich wir sind – und wie nötig unsere gemeinsamen Anstrengungen bleiben. Und dennoch sind alle Maßnahmen zeitintensiv, müssen behördlicherseits Planungsprozesse durchlaufen, müssen Eigentumsverhältnisse berücksichtigt werden, muss das Land Baden-Württemberg entsprechende Gelder zur Verfügung stellen u.u.u.. Will heißen, Starkregen/Hochwasserschutz fällt nicht vom Himmel, auch wenn wir uns das alle wünschen würden oder wenn das in manchem Gespräch so herauszuhören ist. Und auch das gehört zur Wahrheit, auch der „beste“ Hochwasserschutz bietet keine hundertprozentige Sicherheit, schon gar nicht vor Katastrophen wie im Vorjahr mit Regen von 155 l/m² in kürzester Zeit.  

Dennoch machen mich all die aufgeführten Bausteine zur Gefahrenabwehr, die wir bereits in der Vergangenheit geschaffen hatten, die wir in 2025 umgesetzt haben und die wir planerisch für die nächsten Jahre angegangen sind, zuversichtlich, dass wir in Zukunft weniger verletzlich sein werden.    

Überhaupt hat dieses Jahr einmal mehr gezeigt, welche Kraft in unserer Dorfgemeinschaft steckt. Ob bei kulturellen Veranstaltungen wie dem Kinderfasching „Ramba Zamba“, ob beim Rathausplatzfest, beim Ehrenabend der Gemeinde, beim Oktoberfest, bei Kerwe oder dem eingangs erwähnten Weihnachtsmarkt – überall konnte man sehen, wie sehr unsere Gemeinde von Menschen getragen wird, die ihre Zeit, ihr Herz und ihre Fähigkeiten einbringen. Ohne diesen unermüdlichen Einsatz, ohne diese Freude am Engagement wäre Gondelsheim nicht das lebendige, offene und herzliche Dorf. Mein Dank gilt hier in besonderer Weise der AGG um ihren Vorsitzenden Marc Bürker.

Besonders bewegt hat mich in diesem Jahr das große Fest der Gemeinde Gondelsheim für die Helfer der Überschwemmung Gondelsheims am 13. August 2024, welches wir am 10. Mai 2025 im Schlossstadion feierten. Mehr als 2.000 Menschen kamen dort zusammen. Vier TOP-Bands aus der Region traten kostenlos auf. Es war ein Abend voller Dankbarkeit, Gemeinschaft und Erinnerungen an schwere Augenblicke, aber auch an das, was wir zusammen bewältigt haben. Für mich war dieser Moment mehr als eine Feier – er war ein Symbol dafür, dass wir Krisen nicht alleine, sondern nur gemeinsam tragen können. Es war mir eine Ehre, diesen Abend für so viele helfenden Hände aus Gondelsheim und weit darüber hinaus durchführen zu können – auch mit Unterstützung großzügiger Sponsoren und dem „Kuratorium Festival der Guten Taten“.    

Auch in anderen Bereichen hat unsere Gemeinde wichtige Schritte gemacht. Digitalisierung, Glasfaserausbau – zumindest im Außenbereich, Investitionen in Infrastruktur (Sanierung z.B. Industriestraße) und energetische Modernisierung (z.B. LED-Flutlicht im Schlossstadion) – vieles davon geschieht im Hintergrund und nicht alles ist auf den ersten Blick sichtbar, aber es sind Entwicklungen, die unsere Gemeinde fit für die Zukunft machen. Dazu gehören auch neue Mobilitätsangebote wie das KVV-MyShuttle, das ab Dezember nun endlich auch Gondelsheim ansteuert und uns ein Stück moderner, klimafreundlicher und flexibler macht. Ärgerlich dagegen das Streichen des Busses der Linie 161 um 6.52 h, welches gerade die Schülerinnen und Schüler des Melanchthon-Gymnasiums hart trifft. Die letzte Messe ist hier für mich noch nicht gelesen!

Ein besonderer Moment war auch die Einreichung des Planfeststellungsverfahrens zur Beseitigung des schienengleichen Bahnübergangs durch den Landkreis Karlsruhe ans Regierungspräsidium Karlsruhe. Damit ist ein Meilenstein erreicht, auf den wir lange hingearbeitet haben, viel zu lange in meinen Augen und der damit auch Symbol ist, für „gut gemeinte“, aber letztlich überbordende, lähmende Bürokratie und Regelungswut in unserem Land.

All das Beschriebene zeigt, dass wir als Gemeinde auch in schwierigen Zeiten vorankommen und gemeinsam viel bewegen können.

Dafür danke ich allen, die sich aktiv in unser Gemeindeleben einbringen – sei es durch ehrenamtliches Engagement, durch Teilnahme an Veranstaltungen oder einfach durch die tägliche Unterstützung im Miteinander.

Nicht unerwähnt bleiben soll außerdem der besondere Einsatz all jener, die beruflich oder ehrenamtlich oft gerade dann Dienst tun, wenn andere feiern. Und das gilt am beim Weihnachtsfest oder Jahreswechsel. Feuerwehr, DRK, Polizei, Rettungskräfte, Pflegekräfte und viele weitere tragen Verantwortung in Stunden, in denen viele zur Ruhe kommen. Ihnen gilt mein ausdrücklicher Dank.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, wir gehen nun auf die besinnliche Weihnachtszeit zu – eine Zeit, in der wir innehalten und die Gemeinschaft und das Miteinander besonders schätzen sollten. Und Gemeinschaft und Miteinander zeigen sich nicht darin, was wir übereinander sagen, sondern was wir füreinander tun. 

Lassen Sie uns in diesen Tagen deshalb auch an jene denken, denen es nicht so gut geht, sei es durch Krankheit, Verlust oder Einsamkeit.

Das kommende Jahr 2026 wird mit Sicherheit erneut Herausforderungen bereithalten – aber auch Chancen. Wir werden wichtige Projekte weiterführen, neue Themen anstoßen. Ich freue mich auf viele Begegnungen und Gespräche mit Ihnen. Uns allen wünsche ich vor allem Gesundheit, Zufriedenheit, keine Naturkatastrophen und eine friedlichere Welt.

Mögen wir weiterhin die Kraft finden, die großen Herausforderungen, die vor uns liegen, gemeinsam zu meistern und dabei die Freude an den kleinen und großen Erfolgen in unserer Gemeinde nicht zu verlieren.

Ich wünsche Ihnen nun allen und Ihren Familien

frohe und besinnliche Weihnachten und ein glückliches, gesundes und vor allem friedlicheres neues Jahr!

Ihr

Markus Rupp

Bürgermeister

JAHRESRÜCKBLICK 2025

IN SCHLAGZEILEN

Januar:

Gelungene Gondelsheimer Neujahresbegegnung

Offener Brief (20. Dezember 2024) von Bürgermeister Markus Rupp an den Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg, Herrn Winfried Kretschmann, und an den Minister des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen, Herrn Dr. Thomas Strobl

Der Hochwasserschutz „Am Saalbach“ in Gondelsheim

Im Herbst 2025 sollen die Bauarbeiten dieses Abschnitts beendet sein

In Memoria – Hans-Peter Will, Bürgermeister a.D.

Auftakt dreitägiger Obstbaumschnittkurs in Gondelsheim

Gemeinderat Gondelsheim diskutiert in Klausur umfassend zum Hochwasserschutz

Februar:

Demokratie lebt vom Mitmachen! – Bundestagswahlen am Sonntag, 23. Februar 2025

Mit besten Wünschen vom Pfannkuchenmann – Bundesverdienstkreuzträger und Kinderbuchautor Ulf Störmer spendet in Gondelsheim für die Opfer der Flutkatastrophe

Sparkasse Kraichgau feiert Wiedereröffnung der Filiale in Gondelsheim und spendet erneut 5.000 Euro

Klimaschutz-Förderprogramm – „Prima Klima in Gondelsheim“ war ein voller Erfolg

Umrüstung der Flutlichtanlage im Schlossstadion auf LED-Technologie – „Es werde Licht“!

März:

Ortsputzete am Samstag – „Dreck-weg-Samstag“ in Gondelsheim!“

Zwei Hochwasserschutzmaßnahmen am Saalbach Gondelsheim laufen auf Hochtouren – „Wir liegen im Kosten- und Zeitrahmen“

Ramba-Zamba-Kinderfasching in Gondelsheim begeisterte wieder 500 Besucher

Gondelsheim investiert kräftig in die Zukunft seiner Kinder

10-jähriges Jubiläum des Bücherschranks

Gondelsheimer Seniorenveranstaltung trifft den Lachmuskel – Hans Gerzlich begeistert

Brettener Kinderpass – auch für Gondelsheimer Kinder – ist abholbereit im Bürgerbüro Gondelsheim

Sanierung Freudensteintunnel – ICE-Strecke komplett ab 17. April 2025 gesperrt – Umleitung des Bahnverkehrs über die Altbaustrecke „Bruchsal-Gondelsheim-Mühlacker- Stuttgart

Standing Ovations in der Saalbachhalle: Benefizkonzert der Big Band des Landratsamtes Karlsruhe begeistert 400 Besucher

April:

Vorkehrung zum Schutz vor Hochwasser – Erneute Sandsack-Aktion der Gemeinde Gondelsheim am 26. April 2025

Gemeinde Gondelsheim erweitert Hochwasser-Alarmierungssystem am Riedgraben

Gondelsheim setzt auf Starkregenrisiko-Management (SRRM) zum Schutz vor Unwetterschäden

Frischer Spargel direkt vom Simianer-Hof: Verkauf auf dem Rathausplatz in Gondelsheim

Die Gemeinde Gondelsheim organisiert erneut Schwimmkurs für Kinder

Spatenstich zum Glasfaserausbau in den Außengebieten – Eigenwirtschaftlicher Ausbau der Deutschen Glasfaser wird 2026/27 beginnen

Fahrbahndeckenerneuerung in der Industriestraße – Verbesserte Verkehrssicherheit und Oberflächenentwässerung  

Maibaumstellen in Gondelsheim – Feuerwehr sorgt für ein rundum gelungenes Fest

Mai:

50 Jahre Tennisclub Grün-Weiß Gondelsheim – Bürgermeister Markus Rupp würdigt Engagement und Gemeinschaftsgeist

„Gondelsheim veranstaltete kleine Gartenschau“ – Pflanzen tauschen, Gemeinschaft stärken: Erfolgreicher Start in die Gartensaison 2025

Mäh- und Dengelkurs sowie Sommerriss in Gondelsheim

Gondelsheims Kampf für weniger Vorranggebiete für Windenergieanlagen auf seiner Gemarkung teilweise erfolgreich – „Wir werden in der zweiten Anhörungsrunde nicht locker lassen“

Regierungspräsidium Karlsruhe stößt Erosionsprävention im Rhein-Neckar-Kreis und Östringen an – Bürgermeister Markus Rupp fordert Übernahme des Pilotprojekts für Gondelsheim

Fairteiler in Gondelsheim eröffnet – Ermöglicht wird die Lebensmittelrettung durch Foodsharer und Spender

Großes Helferfest in Gondelsheim: Ein Abend voller Dankbarkeit und Gemeinschaft – 2.000 Helfer und Besucher im Schlossstadion. Die Party ihres Lebens. Die Dankesfeier für alle Helfer der Hochwasserkatastrophe wird als unvergessliches  Vierfach-Festival in die Geschichte eingehen

Gondelsheim erinnert mit Gedenklesung erneut an die Bücherverbrennungen der Nazis

Bigband des Landratsamts hat 9.000 Euro erspielt – Erlös des Hochwasser-Benefizkonzertes kommt Gondelsheim, Bruchsal sowie dem DRK zu

Gondelsheim kämpft um finanzielle Unterstützung nach Unwetterkatastrophe vom 13. August 2024

Lichtblicke bei Fördermitteln, aber keine Landeshilfen

Juni:

Auszeichnung für Fluthelferinnen und Fluthelfer – Innenminister Strobl zeichnete am 2. Juni  in Stuttgart 125 Fluthelferinnen und Fluthelfer mit der Bevölkerungsschutz-Einsatzmedaille aus

Gläserne Produktion: Kraichgauer Ölmühle Gondelsheim gewährt Blick hinter die Kulissen

Notfallvorsorge im Landkreis Karlsruhe: Erste Ausstattung für Notfalltreffpunkte an Gemeinden übergeben – Gondelsheim dabei

Bereich vor der Aussegnungshalle erstrahlt in insektenfreundlichen Glanz

Erfolgreiche Pflanzaktion des Gartenbaubetriebs Mohr mit Unterstützung der Ferienkinder der Kernzeitbetreuung

High-Tech-Fahrzeug erfasst das Straßennetz für die Gemeindeverwaltung – Mit digitalem Geo-Zwilling spart die Gemeinde Gondelsheim künftig Zeit, Geld und CO2 ein

Ein Jahrhundert reich an Erfahrungen: Alma Hafner feiert 100. Geburtstag im Seniorenhaus Schlossblick in Gondelsheim

Juli:

8.000 Euro Spende für neues Fahrzeug – Gemeinde Gondelsheim sorgt für große Freude beim Deutschen Roten Kreuz

Hochwasser-Infomobil kommt am 11. und 12. Juli 2025 nach Gondelsheim auf den Rathausplatz

Tradition im Rathaus: Drittklässler besuchen Bürgermeister Markus Rupp

Rathausplatzfest in Gondelsheim feiert Jubiläum – Musik, Genuss und Gemeinschaft vom 25. bis 27. Juli 2025

Gondelsheim investiert in Betriebssicherheit – Neue Tore für Bauhofgebäude

Gemeinde Gondelsheim erhält Landeszuschuss für neues Feuerwehrfahrzeug

Landeszuschuss für barrierefreien Umbau von Bushaltestellen – Gondelsheim erhält 181.000 Euro Förderung

Gondelsheim hat trotz aller kommunalen Finanznöte die Familienfreundlichkeit weiter im Blick – Sozialverträgliche Entscheidung des Gemeinderats bei Kindergartenbeiträgen

50 Jahre „Festival der Guten Taten“ – Feierstunde und Laudatio durch Bürgermeister Markus Rupp

Regierungspräsidium vergibt 22 Millionen Euro an 47 Gemeinden im Rahmen des Ausgleichstocks – Gondelsheim erhält 230.000 Euro für Hochwasserschutz-Maßnahme – „Saalbach-Böschung“

August:

Stadtradeln 2025 in Gondelsheim – Neun Teams gemeinsam für Klimaschutz und Mobilität unterwegs

Neuer Service für Radfahrer in Gondelsheim – ADAC Säule mit Werkzeug ermöglicht schnelle Reparatur am Fahrrad | Station steht am Marktplatz

Gondelsheim erweitert Hochwasser-Frühwarnsystem am Riedgraben

ACT jetzt auch in Gondelsheim: individuelle Unterstützung für Familien

September:

Neues digitales Ausweisverfahren – Digitale Passfotos nun auch im Bürgerbüro problemlos möglich

Gondelsheimer Ernteprojekt „Gelbes Band“ für kommunale Obstbäume

(M)Ein unvergesslicher 60. Geburtstag – mit 300 Besuchern

Grußwort des Bürgermeisters – 25 Jahre Schneckenhaus – 15 Jahre Schneckenhaus Gondelsheim

Interaktives Ozean-Event in Gondelsheim begeistert Jung und Alt – Antonia Spielvogel als Initiatorin aktiv

Waldtag 2025 – wieder ein Festtag für alle

Stadtradeln 2025 – die Gondelsheimer traten kräftig in die Pedale und wurden nun belohnt

Oktober:

Die Gondelsheim-App – Immer bestens informiert

Stellungnahme von Bürgermeister Markus Rupp zur angekündigten Schließung des BSH-Standorts Bretten (ehemals Neff) -„Wehret den Anfängen“

Sportler- und Ehrenabend – Rekord-Flieger, Blutspender und „stille Helfer“ – Gondelsheim zeichnet Sportler und ehrenamtlich Engagierte für ihre besonderen Leistungen aus

Bürgermeister Markus Rupp spendet anlässlich seines 60. Geburtstags 2.000 Euro an den Förderverein der Kraichgau-Gemeinschaftsschule

Mit Antrag des Planfeststellungsverfahrens ist ein Meilenstein für die Beseitigung des schienengleichen Bahnübergangs in Gondelsheim erreicht – Das Landratsamt Karlsruhe berichtet

Gondelsheimer Kerwe und Oktoberfest – Tradition, Stimmung und Gemeinschaft pur

November

37 Jahre Gondelsheimer Hallenflohmarkt – gelebte Tradition für den guten Zweck

Gondelsheim startet am 5. November 2025 wieder den Brennholzverkauf

Volks­trau­er­tag in Gondelsheim: Schüler setzen starkes Zeichen für Frieden

Strahlende Laternen und leuchtende Kinderaugen beim Sankt-Martinsfest in Gondelsheim

Gemeindeverwaltung trainiert für den Ernstfall – Stabsrahmenübung stärkt Krisenmanagement

Kanaluntersuchung gestartet – Zentraler Baustein, um Schäden und Schwachstellen im Kanalsystem zu beurteilen

Gondelsheim läutet Adventszeit ein – Weihnachtsbäume erhalten erstmals Namen

Gemeinde Gondelsheim scheidet aus Projektentwicklungsgesellschaft aus – Machbarkeitsanalyse zur Nutzung von Tiefengeothermie abgeschlossen

Dezember:

KVV-MyShuttle ab dem 15. Dezember 2025 auch in Bretten und Gondelsheim

Der Countdown läuft: Gondelsheimer Weihnachtsmarkt 2025 wirft seine Lichter voraus

Gondelsheim plant Flurneuordnung im Außenbereich

Adventsbasar der KGMS Gondelsheim:

 2.500 € für Viva con Agua

Bund stellt Sondervermögen für Investitionen der Länder und Kommunen bereit – Gondelsheim erhält 2,7 Mio. Euro

Gondelsheim sorgt für Lerneffekt in Stuttgart – Rupp begrüßt Umdenken der Landesregierung bei Unwetterhilfen

Ärgernis in Gondelsheim – KVV nimmt zum Fahrplanwechsel überraschend den 6.52 Uhr-Bus der Linie 161 aus dem Angebot – Gondelsheims Bürgermeister Rupp reagiert

Gondelsheim blüht auf – Prämierung beim Wettbewerb „Straßenoasen“ in Stuttgart für den Rathausplatz

Weihnachts- und Neujahrsgrußwort 2025/26 vom Landrat des Landkreises Karlsruhe

Dr. Christoph Schnaudigel

Liebe Einwohnerinnen und Einwohner des Landkreises Karlsruhe,

den Jahreswechsel will ich zum Anlass nehmen, um auf bewegte Monate zurückzublicken. Die Landkreise, Städte und Gemeinden waren zuletzt vor allem in Sorge um die finanzielle Situation in der Öffentlichkeit zu hören. Eine Krise die real ist, aber eben nicht selbst verschuldet. Bund und Land erlegen uns Leistungen auf, deren Kosten nicht gedeckt sind. Aus eigener Kraft werden die Städte Landkreise und Gemeinden die Krise der Kommunalfinanzen nicht lösen können. Wir können gar nicht so viel sparen, wie andere das Geld für uns ausgeben.

Landrat des Landkreises Karlsruhe Dr. Christoph Schnaudigel

Doch auch in dieser schwierigen Situation gilt es Kurs zu halten. Wir setzen daher alles daran, dass wir die im Landkreis gewachsenen Sozialstrukturen auch in schwierigen Zeiten nicht zerstören.

Denn gerade das solidarische Miteinander, die Unterstützung von Menschen mit besonderem Bedarf, aber auch von Familien, Jugendlichen und Kindern bleiben eine der wichtigsten Aufgaben des Landkreises und tragen zu einem lebenswerten Landkreis Karlsruhe bei.

Wir leben inzwischen im Umfeld andauernder Bedrohungslagen, etwa in Folge des kriegerischen Überfalls Russland auf die Ukraine oder durch Cyber-Angriffe auf unsere Infrastruktur. Zivilschutz gewinnt wieder an Bedeutung, die Eigenverantwortung, die alle für ihre Sicherheit tragen, steigt. Gleichzeitig klafft die Gesellschaft immer mehr auseinander. Nicht nur unsere Freunde aus der israelischen Partnerregion Sha’ar HaNegev sind besorgt über einen erstarkenden Antisemitismus. Auch die Kommunikationskultur in unserem Land hat sich verändert. Annäherung zu schaffen, persönliche Kontakte zu knüpfen und so auch den Frieden in Deutschland zu wahren, das beginnt bereits im Kleinen, in unseren Gemeinden, Städten und Landkreisen. Einen wichtigen Anteil dabei haben die vielen Einwohnerinnen und Einwohner, die sich ehrenamtlich engagieren – für Kinder und Jugendliche, Geflüchtete, Kultur, Sport, beim Bevölkerungsschutz oder bei den Hilfs- und Rettungsdiensten. Dafür möchte ich mich bei Ihnen herzlich bedanken.

Aber zu Pessimismus, wie ihn manche verbreiten, ist auch kein Anlass. Wir sind ein starkes Land, ein starker Kreis mit starken Städten und Gemeinden, und haben allen Grund, zuversichtlich in die Zukunft zu blicken. Es gibt bei uns viele positiven Errungenschaften, auf die wir stolz ein können. Ich denke zum Beispiel an das gute Angebot im öffentlichen Personennahverkehr, aber auch an ein reges kulturelles und Vereinsleben.

Unsere Kommunen in Baden-Württemberg sind auch deshalb so stark, weil wir selbst und unmittelbar über viele Belange vor Ort entscheiden dürfen. Die einfachste Möglichkeit für jede und jeden, sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen, ist es, vom Wahlrecht Gebrauch zu machen. Dazu haben Sie am 8. März bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg wieder die Gelegenheit. Ich kann nur an Sie appellieren: Gehen Sie wählen!

Die Zeit am Jahresende bringt oft auch im Privaten Gelegenheit für die Besinnung auf das Wesentliche. Ich wünsche Ihnen eine schöne Weihnachtszeit im Kreise der Familie und für das neue Jahr 2026 Gesundheit und Frieden.

Dr. Christoph Schnaudigel

Landrat des Landkreises Karlsruhe

Alle Gondelsheimer Einwohner sind am Freitag, 9. Januar 2026 eingeladen!

15. Gondelsheimer Neujahrsbegegnung auf dem Rathausplatz

Der Neujahrsempfang der besonderen Art findet auch in 2026 natürlich wieder statt und zwar dann mit einem kleinen Jubiläum und zwar zum 15ten Mal in bewährter Zusammenarbeit mit den Landfrauen.

Kein Neujahrsempfang für geladene Gäste, sondern eben eine Neujahrsbegegnung für alle Gondelsheimer!

Mit Glühwein, Kinderpunsch und Sonstigem soll der Jahresauftakt 2026 gefeiert werden. Dazu gibt es – für Gondelsheim typisch – selbstgebackene „Speckküchle“, aber auch „Heiße“. Die Bewirtung der Veranstaltung übernehmen wie immer die Landfrauen.

Es wird keine Veranstaltung mit großen Ansprachen wie bei Neujahrsempfängen geben, sondern eben eine gemütliche Begegnung im noch jungen Jahr, bei der der lockere Plausch und die persönlichen Glückwünsche für das neue Jahr im Vordergrund stehen sollen.

Die Gemeinde möchte sich so zu Beginn eines neuen Jahres wieder bei all ihren Einwohnern bedanken, deren Aktivitäten, deren Engagement Gondelsheim so attraktiv und lebendig machen und die in Gondelsheim in einer schweren Zeit seit August Solidarität und Zusammenhalt vorgelebt haben.

Gleichzeitig soll die Neujahrsbegegnung aber auch Motivation für das Jahr 2026 sein.

Um 18.00 Uhr beginnt die Neujahrsbegegnung für alle Einwohner auf dem Rathausplatz (beim Bauhof).  

Die Weihnachtsnebel von Gondelsheim

Wenn die Linde leuchtet und das Dorf weiß, wie Weihnachten geht

Quelle: Hügelhelden.de

Keine Experimente an Weihnachten. Das ist kein Gesetzbuch, aber ein stiller Konsens. Gerade in Zeiten, in denen vieles wackelt, hält man sich gern an das, was verlässlich ist. An das Vertraute, das Bewährte, das jedes Jahr wieder genauso funktioniert. Der Gondelsheimer Weihnachtsmarkt auf dem Rathausplatz ist genau so ein Ort. Man könnte ihn vermutlich mit geschlossenen Augen durchqueren und würde trotzdem ankommen.

Da ist der Bauhof mit dem kleinen, feinen Kunsthandwerkermarkt. Da ist die alte Rathauslinde, die strahlt und funkelt, als hätte sie genau darauf gewartet.

Und da ist die kreisrunde Bühne darunter, auf der Gondelsheimer Kinder, Musikerinnen und Musiker all das aufführen, was Weihnachten hier ausmacht. Lieder, kleine Darbietungen, nichts Überladenes, aber alles mit Herz.

Auch zwischen den Buden findet sich jeder zurecht. Notfalls am Geruch. Denn spätestens wenn die Handballer ihre legendäre Feuerwurst auflegen, liegt dichter Grillrauch über dem Platz. Ob man eine gegessen hat oder nicht, ist fast nebensächlich. Riechen wird man danach in jedem Fall. Und ja, auch das gehört hier einfach dazu.

Drei Tage lang wird gefeiert, von Freitagabend bis Sonntag. Still wird es dabei zu keinem Zeitpunkt. Dafür sorgt ein Programm, das dicht getaktet ist und trotzdem nie hektisch wirkt. Die AGG, die Arbeitsgemeinschaft Gondelsheimer Vereine, zeigt einmal mehr, was gemeinschaftlich möglich ist. Nach Rathausplatzfest und Oktoberfest ist auch dieser Markt organisatorisch sauber aufgestellt und inhaltlich gut gefüllt.

Traditionell gehört der Auftakt am Freitagabend den Jüngsten. Kindergartenkinder, Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule eröffnen den Markt mit Musik und kleinen Beiträgen. Danach folgen ein paar kurze Worte von Bürgermeister Markus Rupp und AGG-Chef Marc Bürker. Wirklich kurz. Weil hier alle wissen, dass es nicht ums Reden geht, sondern ums Zusammensein.

Und dafür braucht es vor allem eines: etwas Warmes. Elf Stände mit Speisen und Getränken bilden das Herz des Marktes. Süßes, Herzhaftes, Deftiges und natürlich die berühmte Feuerwurst. Die wird mit so viel Hingabe gegrillt, dass die Grillmeister vermutlich die Nacht im Sauerstoffzelt verbringen müssen 😉

„Leuchtturmprojekt“ für gelebte Generationenverantwortung in Gondelsheim

Mit der Unterzeichnung einer Kooperations-vereinbarung und dem symbolischen Spatenstich für rollstuhlgerechte Hochbeete haben die Kraichgau-Gemeinschaftsschule Gondelsheim und das Seniorenheim Schlossblick Gondelsheim ihre Zusammenarbeit offiziell besiegelt. Das gemeinsame Projekt steht exemplarisch für generationenübergreifenden Austausch, gesell-schaftliche Verantwortung und nachhaltiges soziales Engagement.

Was ursprünglich als schulische Initiative zur Förderung ehrenamtlichen Handelns begann, hat sich zu einer festen Partnerschaft entwickelt. Regelmäßige Begegnungen zwischen Schülern sowie Senioren schaffen Raum für Gespräche, gemeinsames Lernen und gegenseitiges Verständnis.

In seiner Ansprache hob Schulleiter Kreis-Polich die besondere Bedeutung der Lebensgeschichten der Senioren hervor. Gerade in einer gesellschaftlich herausfordernden Zeit seien Erfahrungen aus dem Aufbau der Bundesrepublik Deutschland, Zeiten von Verzicht, Verantwortung und persönlichem Einsatz ein unverzichtbarer Bestandteil demokratischer Erinnerungskultur. Diese Geschichten weiterzugeben sei ein wichtiger Beitrag, um Orientierung zu geben und das Bewusstsein für gesellschaftliche Verantwortung zu stärken.

Auch die Rolle der Schülerinnen und Schüler der AG sozialGenial stand im Mittelpunkt. Durch ihr freiwilliges Engagement erfahren sie praxisnah, was es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen, zuzuhören und Solidarität zu leben – weit über den Unterricht hinaus.

Herr Ralf Baumann der BBBank Stiftung bezeichnete das Projekt als ein „Leuchtturmprojekt“, da es beispielhaft zeige, wie Schulen, soziale Einrichtungen und Förderpartner gemeinsam nachhaltige Bildungs- und Begegnungsräume schaffen können.

Die Leitung des Seniorenheims Schlossblick betonte, dass die Schüler schon längst „Leben in den Alltag der Seniorinnen und Senioren bringen“. Die neu entstehenden rollstuhlgerechten Hochbeete würden diese gewachsene Kooperation weiter vertiefen und zusätzliche Anlässe für Begegnung, Austausch und gemeinsames Tun schaffen.

Die Hochbeete stehen dabei symbolisch für Teilhabe, Begegnung und gemeinsames Gestalten im Alltag. Ermöglicht wird das Projekt durch die Unterstützung der BBBank Stiftung, der Bürgerstiftung sozialGenial sowie der Firma Mohr.

Die Kraichgau-Gemeinschaftsschule Gondelsheim versteht die Kooperation nicht als zeitlich begrenztes Vorhaben, sondern als festen Bestandteil ihres Bildungsauftrags. Ziel ist es, Generationen dauerhaft miteinander zu verbinden, Verantwortung erlebbar zu machen und Erfahrungen sowie Erinnerungen weiterzutragen.

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Leider war ich am Tag der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung noch erkrankt. Aber ich möchte mich an dieser Stelle für das Engagement aller Beteiligten, zuvorderst unserer Schule bedanken. Ich höre noch die Bedenken und Stimmen derer, die ein Seniorenhaus neben einer Schule und einer Kita für falsch hielten. Damals beim Bürgerentscheid über den Standort des Seniorenhauses vor beinahe 20 hielt ich dagegen, dass Kinder, Schüler, junge Menschen eine Bereicherung für Senioren sind und umgekehrt. Insoweit freut mich diese Kooperation umso mehr und betätigt meine damalige und heutige Meinung. 

Christbaumentsorgung der Jugendfeuerwehr Gondelsheim am Samstag 10. Januar 2026

Die Jugendfeuerwehr Gondelsheim holt am 10. Januar Ihren Christbaum ab!

Bitte legen Sie Ihren abgeschmückten Baum gut sichtbar ab 9:00 Uhr vor dem Haus ab.

Über eine kleine Spende freut sich die Jugendfeuerwehr sehr!

Neues auf dem Jugendtreff Bounty

„Frohe Weihnachten“

Wenn Sie dieses »Blättle« in Händen halten, haben wir am heutigen Freitag den letzten Öffnungstag des Jahres 2025. Dank einer Plätzlesspende können wir bei unserer Weihnachtsfeier heute sogar eine noch größere Auswahl an Gebäck anbieten.

Der letzte Öffnungstag vor unserer Weihnachtspause, also! Höchste Zeit, allen Gondelsheimern „Frohe Weihnachten“ zu wünschen und uns bei allen – gleich ob Gemeinde, Vereinen, Einrichtungen und sonstigen Institutionen oder Privatleuten – herzlich zu bedanken. Wir haben im ablaufenden Jahr wieder viel Unterstützung erfahren und freundliche Worte erhalten, von denen die unten (auszugsweise) abgebildete Weihnachtskarte nur ein besonders schönes Beispiel ist. DANKE dafür (auch gerade an jene, die hier namentlich nicht genannt werden wollen)!

Wir wären aber nichts ohne unsere Besucher, sei es denen aus unseren drei Treffgruppen, sei es unseren Schülerinnen und Schülern der Mittagsbandbetreuung. Das es denen bei uns offenbar auch ganz gut gefällt, mag der unten abgedruckte Weihnachtsgruß einer Fünftklässlerin belegen (der unsere Bildwand ziert) – oder auch jene in den vergangenen Wochen in der Schulbetreuung aufgeschnappten zwar simplen Sätze, die dennoch viel ausdrücken: „Hat Spaß gemacht!“ (Zwei Achtklässler, nachdem Michel ihnen das Tischtennisspiel erklärt und sie ob ihrer Fortschritte und ihrem Eifer gelobt hatte.) – „Es ist voll cool hier!“ – „Es ist mega!“ – „Wir sind doch erst fünf Minuten hier, oder?!“ (Tatsächlich waren bereits mehr als 20 Minuten der Schulbetreuung vergangen; den Fünftklässlern war die verstrichene Zeit aber wohl allzu kurz vorgekommen – ein gutes Zeichen!)

Terminvorschau:

  • Weihnachts- und Jahresabschlussfeier am Freitag, 19. Dezember, von 16-21 Uhr für alle Treffgruppen.
  • Das »Bounty« macht Weihnachtspause vom 20. Dezember bis zum 06. Januar.
  • Wir öffnen wieder ab Mittwoch, 07. Januar.

Michael Klebon im Namen des »Bounty«-Teams

Autismus-Spektrum-Störungen, Gesundheitsvorsorge und Jugendbeteiligung

Breites Themenspektrum im Jugendhilfe- und Sozialausschuss des Landkreises Karlsruhe

Der Jugendhilfe- und Sozialausschuss des Landkreises Karlsruhe hat sich in seiner Sitzung am Montag, 15. Dezember, in der Sporthalle in der Jugendeinrichtung Schloss Stutensee mit aktuellen Entwicklungen rund um die Themen Soziales, psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen, gesundheitliche Lage der Bevölkerung, Pflege sowie Jugendbeteiligung befasst.

Berichtet wurde über die aktuelle Situation von Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) bei Kindern und Jugendlichen. Die Zahl steigt seit Jahren an und führt zu einem hohen Bedarf an Unterstützungsleistungen durch die Jugend- und Eingliederungshilfe. Allein im Bereich der Jugendhilfe haben in diesem Jahr 199 junge Menschen entsprechende Hilfen erhalten, viele davon über das AutismusZentrum Bruchsal (AZB). Zusätzlich werden über 100 Kinder und Jugendliche therapeutisch begleitet. Da Schulen und Kitas die besonderen Bedürfnisse nicht in ausreichendem Maße auffangen können, muss die Jugend- und Eingliederungshilfe zunehmend einspringen – insbesondere bei der Schulbegleitung an Regelschulen, die im Bereich ASS hier vollständig vom Landkreis finanziert wird. Gemeinsam mit dem Landkreistag prüft die Verwaltung ein Klageverfahren, um die Zuständigkeitsfrage für Schulbegleitung allgemein zu klären.

Um den steigenden Bedarfen zu begegnen, muss der Landkreis seine Unterstützungsangebote weiter ausbauen. Seit diesem Jahr stehen ergänzende Maßnahmen wie Kurzzeitberatung, Krisenintervention und das Pooling-Modell zur Verfügung.

Wie es um die Gesundheit der Bevölkerung steht, zeigt das „Kreisprofil Gesundheit“. Dieses macht deutlich, dass der Landkreis Karlsruhe im landesweiten Vergleich insgesamt gut dasteht: Die meisten der 178 Gesundheitsindikatoren liegen überdurchschnittlich, nur 18 weisen relevante Auffälligkeiten auf. Positiv hervorzuheben sind niedrige Raten bestimmter Infektionskrankheiten wie Hepatitis B und ein starker Rückgang alkoholbedingter Krankenhausfälle bei Jugendlichen. Gleichzeitig zeigt das Profil deutliche Herausforderungen, etwa erhöhte Neuerkrankungs- und Sterberaten bei einzelnen Krebsarten sowie überdurchschnittlich viele vermeidbare Todesfälle durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Diese Probleme spiegeln bundesweite Trends wider, bei denen nicht-übertragbare Krankheiten wie Herz- und Lungenerkrankungen die größte Krankheitslast verursachen.

Ein zentraler Befund ist der enge Zusammenhang zwischen Gesundheit und sozialer Lage: Ungleichheiten bei Bildung, Einkommen oder Wohnbedingungen beeinflussen die Gesundheit und erhöhen das Risiko für chronische Erkrankungen. Prävention wirkt daher besonders dann, wenn sie soziale Faktoren verbessert – etwa durch bessere Umwelt- und Wohnbedingungen, gesunde Ernährung, Bewegung und Teilhabe. Das Gremium begrüßte, dass der Landkreis Karlsruhe bereits entsprechende Maßnahmen etabliert hat wie Bewegungsangebote, Lotsendienste oder auch das Radverkehrskonzept.

Auch die Hilfe zur Pflege stand auf der Tagesordnung. Der Kreispflegeplan 2030 verdeutlicht, dass die Zahl der pflegebedürftigen Menschen weiter steigen wird. Der Landkreis muss sich daher als Träger der Sozialhilfe und der Hilfe zur Pflege den Folgen stellen. Mehr pflegebedürftige Menschen, höhere Kosten pro Fall und eine zugleich unzureichende Refinanzierung bedeuten ein erhebliches Haushaltsrisiko. Zusätzlich wächst der administrative Aufwand, etwa durch komplexere Verfahren und vielschichtige Hilfebedarfskonstellationen.

Außerdem hat sich das Gremium mit dem Thema Quartiersentwicklung befasst: Diese stärkt nachbarschaftliche Gemeinschaften, schafft Orte der Begegnung und organisiert Unterstützung im Alltag – mit dem Ziel, Lebensqualität, Miteinander und Teilhabe direkt im Wohnumfeld zu fördern. Vor diesem Hintergrund hat der Jugendhilfe- und Sozialausschuss der Beantragung der Förderung des Netzwerks „Pflege und Sorge“ im Landkreis Karlsruhe durch das Sozialministerium Baden-Württemberg im Rahmen des Förderprogramms „Quartiersimpulse“ zugestimmt. Mit den Fördermitteln sollen in den Kommunen lokale Netzwerke aufgebaut und gefestigt werden, in denen feste Ansprechpersonen Haupt- und Ehrenamtliche vernetzen, bedarfsgerechte Angebote entwickeln und die Unterstützungsstrukturen für Pflegebedürftige sowie ihre Angehörigen stärken. Die Förderung ermöglicht es, Sachmittel bereitzustellen, Koordinationsaufgaben zu honorieren und gemeinsame Aktionen umzusetzen, um Verantwortungsgemeinschaften nachhaltig zu etablieren.

Ein weiteres Thema der Sitzung war das Konzept „Starke Jugend, starke Kommune – verlässliche Beteiligungsstrukturen für junge Menschen im Landkreis Karlsruhe“. Die Beteiligung junger Menschen ist rechtlich fest verankert und verpflichtet die Kommunen, Kinder und Jugendliche bei allen relevanten Vorhaben einzubeziehen. Zahlreiche Partner wie der Kreisjugendring, das Jugendreferat des Jugendamtes und die Arbeitsgemeinschaft der Jugendfreizeitstätten unterstützen dabei, tragfähige und wirksame Beteiligungsstrukturen aufzubauen. Mit einem neuen Konzept will der Landkreis die bisherigen Formate stabilisieren, um weiterhin eine gute Basis für nachhaltige Beteiligung in allen 32 Städten und Gemeinden zu erhalten.

Ab 2026 ist ein neues landkreisweites Format geplant, das gemeinsam mit den Verwaltungen und Jugendlichen ausgestaltet wird. Die Initiative soll durch Fördermittel der Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung Baden-Württemberg unterstützt werden; die Antragstellungen laufen bereits.

Herzlichst

Ihr

Markus Rupp, Bürgermeister