Der Bürgermeister informiert KW 3

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

mit klaren Worten, konkreten Beispielen und einem zuversichtlichen Blick in die Zukunft eröffnete Bürgermeister Markus Rupp die 15. Gondelsheimer Neujahrsbegegnung.

15. Gondelsheimer Neujahrsbegegnung: Rückblick, Dank und Blick nach vorne

Trotz widriger Wetterverhältnisse mit Regen und Sturm folgten über 100 Gondelsheimerinnen und Gondelsheimer der Einladung und fanden den Weg in den warmen Bauhof. Darüber zeigte sich der Bürgermeister in seiner Ansprache besonders erfreut.


„Ein neues Jahr beginnt nie auf einem leeren Blatt“, stellte Rupp gleich zu Beginn fest. Es beginne stets mit dem, was gemeinsam aufgebaut worden sei – auch und gerade in herausfordernden Zeiten. Die vergangenen Jahre seien geprägt gewesen von globalen Krisen, von Wildwest-Manier in den USA, vom Krieg in der Ukraine bis hin zu gewaltigen Anforderungen an die Kommunalfinanzen. Umso wichtiger sei es, den Blick auf das zu richten, was vor Ort konkret geleistet worden sei.


Das Jahr 2025 bezeichnete der Bürgermeister als ein Jahr des Machens und Umsetzens. Er erinnerte unter anderem an umfangreiche Hochwasserschutzmaßnahmen, die Sicherung von Böschungen, Investitionen in Feuerwehr und Katastrophenschutz, die Ertüchtigung des Riedgrabens samt Warnsystem, die Durchleuchtung des Kanalsystems sowie an zahlreiche infrastrukturelle Maßnahmen. Auch Feste und Begegnungen im Ort hätten gezeigt, wie lebendig das Gemeindeleben sei.


Sein besonderer Dank galt dem Gemeinderat, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung und des Bauhofs, den Vereinen, den ehrenamtlich Engagierten sowie den Bürgerinnen und Bürgern, deren Zusammenarbeit diese Projekte erst möglich gemacht habe.


Mit Blick nach vorne machte Rupp deutlich, dass auch 2026 ein Jahr wichtiger Entscheidungen werde. Geplant seien notwendige Investitionen in Sicherheit, Substanz und Zukunftsfähigkeit der Gemeinde – von Hochwasser- und Starkregenschutz über Kanalsanierungen und Notstromversorgung bis hin zur Weiterentwicklung öffentlicher Räume wie das Projekt „Erlebbarer Saalbach“ und Bauflächen für Geschosswohnungsbau. Investitionen seien dabei nicht nur Zahlen, sondern gestalteten Lebens- und Aufenthaltsräume.

Kritische Worte fand der Bürgermeister jedoch auch: Mit spürbarer Enttäuschung berichtete er über die Ankündigung der Volksbank Kraichgau, sich nach dem Hochwasserereignis aus 2024 nun endgültig aus Gondelsheim zurückzuziehen. Dieses Vorgehen stoße bei ihm auf großes Unverständnis, zumal man seitens der Gemeinde Gondelsheim alles getan habe, um der Bank eine Zukunft zu geben. Eine Enttäuschung, die sich auch in vielen Gesprächen mit Gondelsheimerinnen und Gondelsheimern an diesem Abend widerspiegelte.


Zum Abschluss griff Rupp ein Zitat von Antoine de Saint-Exupéry auf: „Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen.“ Genau darin liege der gemeinsame Auftrag für das kommende Jahr: verantwortungsvoll entscheiden, miteinander handeln und Gondelsheim als selbstständige Gemeinde weiter möglich machen.

Rupps besonderer Dank im 15. Jahr der etwas anderen Neujahrsbegegnung galt den Landfrauen, welche seit Beginn diese Veranstaltung begleiten und für Speis und Trank sorgten.

Gegen 21.30 Uhr fand die rundum gelungene Neujahrsbegegnung ihren Ausklang. Bürgermeister Rupp verabschiedete die Gäste mit dem Wunsch nach einem gesunden und zuversichtlichen Jahr 2026.

Gemeinde Gondelsheim bietet auch 2026 wieder Schwimmkurse für Kinder an

Auch im Jahr 2026 organisiert die Gemeinde Gondelsheim wieder Schwimmkurse für Kinder im Alter von fünf bis acht Jahren.

Das Angebot von Kursleiter Thorsten Kolein richtet sich an Nichtschwimmer, Kinder mit erster Schwimmerfahrung (Aufbaukurs) sowiefortgeschrittene Kinder, die ihre Technik weiter verbessern möchten.

Bürgermeister Markus Rupp betont:
„Es ist schön, dass wir auch in diesem Jahr wieder einen Schwimmkurs anbieten können. Zu sehen, mit welcher Begeisterung die Kinder das Schwimmen lernen, ist jedes Mal ein besonderes Erlebnis.“

Dank der finanziellen Unterstützung durch die Sparkasse Kraichgau-Stiftung und die Gemeinde Gondelsheim kann der Kurs erneut zu einem sehr günstigen Preis angeboten werden – die Kursgebühr beträgt 45 Euro.

Der Kurs beginnt am Samstag, 18.04.2026 und findet an folgenden zehn Samstagen jeweils von 8:30 bis 11:30 Uhr im Hallenbad in Heidelsheim statt: 18.04.2026 / 25.04.2026 / 02.05.2026 / 09.05.2026 / 16.05.2026 /       20.06.2026 / 27.06.2026 / 04.07.2026 / 11.07.2026 / 18.07.2026
Insgesamt stehen 40 Plätze zur Verfügung.

Anmeldung und Informationen

Eltern können ihre Kinder ab Montag, 19. Januar 2026, 17:00 Uhr bei Frau Özge Celik per Mail an oezge.celik@gondelsheim.de anmelden.

Bitte geben Sie folgende Informationen an:

  • Name, Geburtsdatum und Anschrift des Kindes
  • Kontaktdaten eines Elternteils (Telefonnummer und Mailadresse)
  • Gewünschter Kurs: Nichtschwimmer-, Aufbau- oder Fortgeschrittenenkurs
  • Hinweis, falls das Kind bereits an einem früheren Kurs teilgenommen hat

Die Platzvergabe erfolgt nach dem Eingangsdatum der Anmeldung. Um Chancengleichheit zu gewährleisten, werden nur Anmeldungen berücksichtigt, die nach der Veröffentlichung im Mitteilungsblatt, auf Facebook und auf der Homepage der Gemeinde Gondelsheim am Montag, 19. Januar 2026, 17:00 Uhr eingehen.

Kursübersicht

  • Anfängerkurs: Für Kinder, die noch nicht schwimmen können
  • Aufbaukurs: Für Kinder mit ersten Schwimmerfahrungen
  • Fortgeschrittenenkurs: Für Kinder, die bereits 2-4 Bahnen sicher schwimmen können (Wassertiefe: 1,80 m)

Thomas Adam kommt am 23. Januar 2026 nach Gondelsheim

Vom Bundschuh zum Bauernkrieg

Das Jahr 1525 im Kraichgau und in der Oberrheinebene

Mit seinem Vortrag „Vom Bundschuh zum Bauernkrieg“ gibt der Autor und Heimatforscher Thomas Adam einen Überblick über die blutigen Ereignisse und Konflikte, die in den Jahren zwischen 1524 und 1526 aus sozialen Gründen gerade im Oberrhein und im Kraichgau stattgefunden haben sind. 

Auf Einladung des Heimat- und Kulturvereins Gondelsheim ist Adam am Freitag, 23. Januar 2026 zu Gast um 19.00 Uhr im Bürgersaal des Rathauses. 

homas Adam

Die Aufstände in verschiedenen Teilen des heutigen Deutschlands vor 500 Jahren sind nicht etwa spontan ausgebrochen, sondern waren das Ergebnis jahrzehntelanger Konflikte. Nicht zuletzt durch den aus Untergrombach gebürtigen Bundschuhführer Joß Fritz und durch den Pfarrer Anton Eisenhut, Kopf des sogenannten Kraichgauer Haufens, besteht auch inhaltlich ein besonderer historischer Bezug zwischen der Region Kraichgau und Oberrheinebene und dem Bauernkrieg. Der Vortrag beleuchtet Gründe, Vorgeschichte, Verlauf und Folgen der sozialen Unruhen von 1525 und geht auch auf die Rezeptionsgeschichte der Ereignisse bis heute ein.

Denn wie sagte Bundespräsident Dr. Dr. Gustav W. Heinemann, der am 26. Juni 1974 in Rastatt die ständige „Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte” eröffnete, in einer Rede: „Einer demokratischen Gesellschaft, so meine ich, steht es schlecht zu Gesicht, wenn sie auch heute noch in aufständischen Bauern nichts anderes als meuternde Rotten sieht, die von der Obrigkeit schnell gezähmt und in die Schranken verwiesen wurden .. . Es ist Zeit, dass ein freiheitlich-demokratisches Deutschland unsere Geschichte bis in die Schulbücher hinein anders schreibt“.

Ramba Zamba Kinderfaschingsparty

Ein Spaß für die ganze Familie!

Am Sonntag, 8. Februar 2026 in der Saalbachhalle Gondelsheim

Nachdem der Organisator und „Macher des Festivals der Guten Taten“ Uli Lange eigentlich aus Altersgründen das Ende seines Ramba-Zamba-Kinderfaschings für 2026 verkündet hatte, ist es Bürgermeister und Kuratoriumsmitglied Markus Rupp gelungen seinen Freund Uli Lange noch einmal für 2026 umzustimmen. In koordinierter Aktivität Rupps, des TV-Vorstands Manfred Boos und Mister Black alias Ernst Schwarz können wir melden:    Am 8. Februar 2026 steigt sie wieder, die beliebte Ramba Zamba-Kinderfaschingsparty in der Saalbachhalle!

Danke, lieber Uli Lange!!!

Das bunte Event sorgt seit vielen Jahren stets für eine volle Saalbachhalle in Gondelsheim.   

Selbstverständlich wird in bewährter Weise durch den Turnverein Gondelsheim auch für das leibliche Wohl gesorgt, sodass einem unvergesslichen Nachmittag nichts im Wege steht.

Alle kleinen Narren dürfen sich wieder auf ein ausgelassenes Faschingstreiben freuen, das wie gewohnt viele Überraschungen und jede Menge Spaß bieten wird.

Der Vorverkauf der Eintrittskarten (7 Euro) startet ab sfort im Bürgerbüro des Rathauses. Schnell sein lohnt sich, denn die Tickets sind erfahrungsgemäß heiß begehrt!

Neues aus dem Jugendtreff Bounty

»In der Weihnachtsbäckerei«

Aus lauten Hälsen sangen wir den Klassiker von der »Weihnachtsbäckerei«, als wir in der Woche vor Weihnachten ebenjene in unserem Jugendtreff aufleben ließen. Mit Teilnehmern aus Kids-, Teen- und dem Abendtreff produzierten wir an unserem vorletzten Öffnungstag vor der Weihnachtspause leckeres Gebäck in kreativer Handarbeit. Da wurde Mehl mit allerlei Leckerem vermischt, der Teig mit den Fingern geknetet (siehe Bild). Da wurde verziert und dekoriert.

Jugendtreff Bounty - In der Weihnachtsbäckerei

Und selbstverständlich auch geschleckt! In friedlicher und geselliger Vorweihnachtsstimmung haben wir so eine große Menge kleiner individueller Backkunstwerke erschaffen – seien es nun die klassischen Ausstecherle in mannigfachen Formen oder das Buttergebäck mit Mascarponecreme und Kokosstreuseln (letzteres mit dem zusätzlichen »Vorteil«, dass es nicht gebacken werden musste).

Denn, obgleich wir keinen Ofen im »Bounty« haben und betreiben können, konnten wir wieder einmal improvisieren. Die Ausstecherle wurden schlicht auf Bleche gesetzt und von Michel daheim privat gebacken. So geht’s letztlich auch!

Neben der Vor-Ort-Verkostung waren die Plätzle dann aber für unsere Weihnachts- und Jahresabschlussfeier am nachfolgenden Tag gedacht. Der Bericht dazu folgt in der kommenden Woche.

Auf diesem Wege wünschen wir allen Gondelsheimern noch ein glückliches und gesundes neues Jahr 2026.

Terminvorschau:

  • Die nächsten offenen Sonntage sind am 18. Januar und am 01. Februar.

Michael Klebon im Namen des »Bounty«-Teams

Landkreis Karlsruhe als Best Practice Beispiel bei Arbeitsgelegenheiten für Geflüchtete

Der Landkreis Karlsruhe ist besonders erfolgreich bei der Umsetzung von Arbeitsgelegenheiten für Geflüchtete. Menschen, die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten, sind nach dem Gesetz verpflichtet, gemeinnützige Tätigkeiten zu übernehmen – etwa auf Bauhöfen, Grünanlagen oder in sozialen Einrichtungen. Sie erhalten dafür eine kleine Entschädigung. Die Arbeit soll keine regulären Jobs ersetzen, sondern helfen, den Alltag zu strukturieren, Beschäftigung zu fördern und Teilhabe zu ermöglichen. Seit Anfang 2024 wirbt das Landratsamt bei Kommunen und gemeinnützigen Trägern aktiv für die Schaffung solcher Arbeitsgelegenheiten. In Bürgermeisterrunden, Kommunalgesprächen und Informations-veranstaltungen wurde das Thema vorgestellt, um Partner vor Ort zu gewinnen.

Eine Handreichung informiert über rechtliche Grundlagen, Ziele und organisatorische Abläufe. Eine zentrale Ansprechpartnerin im Landratsamt begleitet interessierte Kommunen, koordiniert die Besetzung der Stellen und steht für Rückfragen zur Verfügung.

„Die untere Aufnahmebehörde Karlsruhe zeigt bei der Umsetzung von Arbeitsgelegenheiten für Geflüchtete ein besonderes Engagement, das ich sehr begrüße.

Es macht deutlich, was hier möglich und auch praktisch umsetzbar ist“, sagte die Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges MdL. „Der Landkreis Karlsruhe zeigt, dass Integration bzw. der Erhalt der Integrationsfähigkeit dann am besten gelingt, wenn sie mit praktischen Möglichkeiten zur Teilhabe verbunden ist. Arbeitsgelegenheiten schaffen sinnvolle Strukturen, fördern Eigeninitiative und geben Geflüchteten die Chance, Verantwortung zu übernehmen und Kontakte in die Gesellschaft zu knüpfen“, so Landrat Dr. Christoph Schnaudigel.

Sechs Städte – Bruchsal, Philippsburg, Stutensee, Bretten, Östringen und Oberderdingen – haben bereits entsprechende Arbeitsgelegenheiten eingerichtet, weitere Kommunen und gemeinnützige Träger bereiten sich darauf vor bzw. stehen in den Startlöchern. Die Rückmeldungen der Kommunen sind durchweg positiv, viele Stellen konnten bereits mehrfach nachbesetzt werden. Gleichzeitig arbeitet der Landkreis mit der BEQUA gGmbH zusammen, der gemeinnützigen Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft in Mitträgerschaft des Landkreises Karlsruhe. Dort nehmen im Schnitt zehn Geflüchtete pro Monat an Arbeitsgelegenheiten teil, etwa in der Kleiderkammer, im Möbellager, in der Grüngruppe oder in der Reinigung. Ergänzend erhalten sie bei Bedarf Sozialberatung oder ein Jobcoaching, um den Übergang in den ersten Arbeitsmarkt zu fördern und zu erleichtern.

Seit September 2024 werden vor Beginn der Arbeitsgelegenheiten monatlich Informations-veranstaltungen bei der BEQUA gGmbH angeboten. Insgesamt wurden bisher 368 Geflüchtete eingeladen, um Motivation und Eignung zu prüfen. Nur 59 Personen haben eine Tätigkeit ohne Grund abgelehnt oder abgebrochen, und mussten daraufhin eine Kürzung der Leistungen hinnehmen.

„Die Bilanz zeigt, dass sich Arbeitsgelegenheiten außerhalb der Unterkünfte besonders für Menschen in der Anschlussunterbringung bewähren. Sie verbinden das Prinzip fördern und fordern, stärken Eigenverantwortung und erleichtern Integration. Der Landkreis Karlsruhe möchte diese Erfolgsgeschichte fortschreiben und noch mehr Kommunen für die Teilnahme gewinnen“, so die Leiterin des Amtes für Integration im Landratsamt Karlsruhe Kathrin Haas.

Herzlichst

Ihr

Markus Rupp, Bürgermeister