Der Bürgermeister informiert KW 10

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

am Wahlsonntag sind Sie dazu aufgerufen, über die Zusammensetzung des nächsten Landtags von Baden-Württemberg zu entscheiden.

Wahlaufruf von Bürgermeister Markus Rupp zur Landtagswahl am kommenden Sonntag, 8. März 2026

Der Landtag ist das zentrale Parlament unseres Landes. Er beschließt Gesetze, die unser tägliches Leben unmittelbar betreffen. Die Abgeordneten werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt. Ihre Stimmen entscheiden darüber, wie sich der Landtag die nächsten fünf Jahre zusammensetzt.

Zwei wichtige Neuerung gibt es bei dieser Landtagswahl:

Erstmals dürfen auch Jugendliche ab 16 Jahren ihre Stimme abgeben. Damit erhalten viele junge Menschen die Chance, aktiv Einfluss auf die Zusammensetzung unseres Landesparlamentes zu nehmen. Demokratie lebt davon, dass möglichst viele ihre Perspektiven einbringen – gerade auch die junge Generation.

Ebenfalls neu ist die Zahl der zu vergebenden Stimmen. Sie haben künftig zwei Stimmen: Mit der Erststimme wählen Sie eine Kandidatin oder einen Kandidaten direkt in Ihrem Wahlkreis. Im Wahlkreis Bretten stellen sich sechs Bewerberinnen und Bewerber zur Wahl. Mit der Zweitstimme entscheiden Sie über die Landesliste einer Partei. Zur Auswahl stehen in diesem Jahr 21 Parteien. Beide Stimmen sind wichtig und geben Ihnen mehr Einfluss darauf, wie der Landtag sich zusammensetzt.

Nutzen Sie Ihr Recht zur Mitbestimmung. Das Wahlrecht ist ein hohes Gut und keine Selbstverständlichkeit.

Ich rufe Sie alle, besonders auch die jungen Erstwählerinnen und Erstwähler, dazu auf, von Ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen. Nicht wählen ist keine Option! Jede Stimme zählt und trägt dazu bei, die Zukunft unseres Landes aktiv mitzugestalten.

Mein herzlicher Dank gilt schon heute den rund 30 ehrenamtlichen Wahlhelferinnen und Wahlhelfern, die am Wahltag im Einsatz sind.

Über die Wahlergebnisse in Gondelsheim können Sie sich am Wahlabend ab ca. 18.30 Uhr auf der Gemeinde-Homepage unter www.gondelsheim.de informieren.

Mit freundlichen Grüßen

Markus Rupp, Bürgermeister  

Bahnübergang in Gondelsheim

Jetzt startet das Planfeststellungsverfahren


Beim seit vielen Jahren diskutierten Großprojekt zur Beseitigung des schienengleichen Bahnübergangs an der Kreisstraße 3506 in Gondelsheim zeichnet sich nun ein wichtiger Fortschritt ab. Endlich, wie Bürgermeister Markus Rupp betont.

Der Landkreis Karlsruhe als zuständiger Straßenbaulastträger hat beim Regierungspräsidium Karlsruhe das Planfeststellungsverfahren beantragt. Damit nimmt das umfangreiche Infrastrukturprojekt nun offiziell die nächste, eine wichtige Hürde.

Geplant ist ein umfassender Umbau der Verkehrssituation rund um den heutigen Bahnübergang. Kernstück ist eine Eisenbahnüberführung über die Kreisstraße 3506, wodurch der Bahnübergang künftig entfällt. Zudem sind unter anderem der Neubau der Saalbachbrücke, mehrere Straßen- und Geh- und Radwegbrücken, Hochwasserschutzmaßnahmen am Saalbach sowie Anpassungen an der Bahninfrastruktur vorgesehen. Auch die Bahnsteige des Haltepunkts Gondelsheim sollen nach Süden verlegt und barrierefrei ausgebaut werden.

Die Dimension des Projekts zeigt sich nicht nur in den baulichen Maßnahmen, sondern auch in den langen Planungs- und Abstimmungsprozessen, die dem Verfahren vorausgegangen sind. Bürgermeister Markus Rupp spricht offen über die Geduld, die solche Projekte verlangen: „Bei diesen langen Planungsprozessen und bis es überhaupt zu diesem Schritt jetzt gekommen ist, könnte man manchmal schon den Glauben an solche Projekte verlieren – oder auch an unser Land, in dem wir leben, dass alles so lange dauert.“

Gleichzeitig habe in Gondelsheim immer auch ein Stück Grundoptimismus geherrscht, dass sich das große und kostenintensive Vorhaben am Ende doch umsetzen lasse. Mit dem jetzt eingeleiteten Planfeststellungsverfahren wächst nun die Hoffnung, dass das Mammutprojekt tatsächlich Realität werden kann – auch wenn bis zu einer möglichen Umsetzung noch einige Verfahrensschritte sowie eine längere Bauphase bevorstehen.

Die Planunterlagen liegen 11. März bis 10. April 2026 öffentlich aus und können auch online über die Homepage der Gemeinde Gondelsheim eingesehen werden. Zusätzlich besteht während der üblichen Dienstzeiten Einsichtsmöglichkeit im Rathaus Gondelsheim.

„Dreck-weg-Samstag“ am 14. März 2026 in Gondelsheim

Am Samstag, 14. März 2026, findet wieder die traditionelle Gondelsheimer Ortsputzete statt. Diese gemeinsame Aktion hat in unserer Gemeinde bereits eine lange Tradition und ist jedes Jahr ein fester Termin im Kalender vieler Bürgerinnen und Bürger.

Comic Bild Dreck weg Samstag

Gerade im Frühjahr, wenn die Natur wieder erwacht und die Tage länger werden, möchten wir gemeinsam dafür sorgen, dass sich unser Ort von seiner schönsten Seite zeigt. Leider zeigt sich beim Blick in unsere Gemarkung immer wieder, dass achtlos weggeworfener Müll und Unrat unsere Landschaft beeinträchtigen. Umso wichtiger ist das Engagement vieler freiwilliger Helferinnen und Helfer, die gemeinsam anpacken und unsere Umgebung wieder sauber machen.

Alle Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Gruppen, Jugendgruppen sowie Familien sind daher herzlich eingeladen, sich an der Aktion zu beteiligen und gemeinsam mitzuhelfen, unsere Gemeinde von Müll zu befreien.

„Die Ortsputzete zeigt jedes Jahr aufs Neue, wie stark der Gemeinschaftssinn in Gondelsheim ist. Viele engagierte Bürgerinnen und Bürger packen gemeinsam an und tragen dazu bei, dass unser Ort sauber und lebenswert bleibt“, sagt Bürgermeister Markus Rupp. „Für dieses Engagement danke ich schon jetzt allen Helferinnen und Helfern sehr herzlich.“

Die Einteilung der Sammelgruppen, die Zuweisung der Gebiete sowie die Ausgabe von Müllsäcken und Handschuhen erfolgen über den Bauhof der Gemeinde Gondelsheim.

Beginn: 9.30 Uhr

Treffpunkt: Rathausplatz

Ende: gegen 11.30 Uhr

Zum Abschluss lädt die Gemeinde alle fleißigen Helferinnen und Helfer traditionell zu einem gemeinsamen Vesper ein – als kleines Dankeschön für den tatkräftigen Einsatz.

Machen Sie mit – jede helfende Hand zählt!

Gemeinderat beschließt befristete Förderung von Erosionsschutz-maßnahmen im Riedgraben

In der letzten Sitzung hat sich der Gemeinderat ausführlich mit einem Antrag der Gondelsheimer Landwirte zur Förderung von Erosionsschutzmaßnahmen im Bereich Riedgraben/Bruchgraben befasst.

Nach intensiver Diskussion wurde der Antrag bei einer Gegenstimme angenommen.

Hintergrund der Beratung war das Starkregenereignis vom 13. August 2024, das sich tief ins Gedächtnis der Gemeinde eingebrannt hat. Innerhalb weniger Stunden fielen damals rund 150 Liter Niederschlag pro Quadratmeter.

Große Mengen an Schlamm aus den angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen wurden über Feldwege in den Ort gespült. Besonders betroffen war das Gebiet Riedgraben mit seinem Einzugsbereich in der Jöhlinger Straße, Bruchsaler Straße, Leitergasse und Bahnhofstraße. Die Schäden in der Gemeinde summierten sich auf rund 50 Millionen Euro.

Die Gondelsheimer Landwirte unter der Regie von Michael Maisenhelder hatten einen detaillierten Vorschlag erarbeitet, der auch beim Landwirtschaftsamt des Landratsamts Karlsruhe eingereicht wurde. Ziel ist es, durch Direktsaatverfahren – teilweise auch mittels Drohneneinsaat – die Bodenstruktur zu verbessern, die Wasseraufnahmefähigkeit zu erhöhen und Erosion bereits an der Entstehung zu reduzieren.

Konkret soll auf besonders sensiblen Flächen auf eine intensive Bodenbearbeitung verzichtet und Zwischenfrüchte sowie Wintergetreide ohne vorheriges Pflügen eingesät werden.

Dadurch bleibt der Boden durchgehend bedeckt, eine Mulchschicht schützt vor Abtrag, und das Risiko von Schlamm- und Wasserabflüssen bei Starkregen kann verringert werden.

Die Landwirte wiesen jedoch auch auf wirtschaftliche Risiken hin. Die Umstellung kann mit höheren Investitionen sowie möglichen Ertragseinbußen verbunden sein. Bestehende Förderprogramme greifen hier nicht, da der Antrag sehr spezifisch auf die örtlichen Gegebenheiten in Gondelsheim zugeschnitten ist.

Die Verwaltung stellte dem Gemeinderat sowohl Argumente gegen als auch für eine Förderung dar.

Kritisch wurde angemerkt, dass eine Kommune grundsätzlich zurückhaltend sein müsse, wenn es um die Unterstützung privater Bewirtschaftungs-formen geht.

Zudem könne auch durch die vorgeschlagenen Maßnahmen ein Extremereignis wie das vom 13. August 2024 nicht vollständig verhindert werden.

Gleichzeitig wurde jedoch betont, dass es sich nicht um eine klassische Agrarförderung handle, sondern um kommunalen Schadensschutz. Wenn Mutterboden von den Feldern in Straßen und Häuser gespült werde, betreffe das nicht nur die Landwirtschaft, sondern die gesamte Gemeinde – ihre Infrastruktur, ihre Haushalte und ihre Bürgerinnen und Bürger.

Die Verwaltung sprach sich daher für eine befristete, klar begrenzte Anschubfinanzierung aus.

Vorsorge sei in aller Regel günstiger als Schadensbeseitigung.

Der Gemeinderat folgte dieser Empfehlung und beschloss klare Leitplanken:

  • Die Förderung der vorgeschlagenen Maßnahmen wird auf zwei Jahre befristet.
  • Die Maßnahmen werden fachlich durch das Landwirtschaftsamt des Landratsamts Karlsruhe begleitet.
  • Die Förderung konzentriert sich auf besonders relevante Schlüsselgrundstücke (von Erosion betroffene Grundstücke) im Einzugsgebiet des Riedgrabens.
  • Voraussetzung ist eine ausreichende Beteiligung der betroffenen Landwirte.

Darüber hinaus wurde auf Wunsch des Gemeinderats in den Beschluss aufgenommen, dass nach einem Jahr ein Zwischenbericht im Gemeinderat erfolgt. Dieser soll unter Beteiligung des Landwirtschaftsamtes stattfinden und eine erste Evaluation der Wirksamkeit, Akzeptanz und Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen ermöglichen. Nach Ablauf der zweijährigen Förderphase ist eine abschließende Bewertung vorgesehen.

Ebenso wurde der jährliche Förderbetrag auf maximal 10.000 Euro gedeckelt.

Die Erosionsschutzmaßnahmen ergänzen bereits laufende oder geplante Projekte wie  das Starkregenrisiko-Management, die Überprüfung der Kanalisation sowie die Flurneuordnung. Deren positive Effekte sind jedoch teils erst mittel- bis langfristig zu erwarten.

Bürgermeister Markus Rupp betonte in der Sitzung, dass es „nicht die eine Maßnahme“ gebe, die alle Risiken beseitige. Vielmehr brauche es einen „ganzen Blumenstrauß“ an Maßnahmen. Die nun beschlossene Förderung sei eine Blume in diesem Strauß   – gezielt, kontrolliert und zeitlich begrenzt.

Mit der Entscheidung setzt der Gemeinderat ein Signal, nach den Erfahrungen des vergangenen Sommers alle realistischen und verhältnismäßigen Möglichkeiten zur Schadensminimierung auszuschöpfen – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Obst- und Gemüsestand immer samstags auf dem Rathausplatz!

Viele haben es sich gewünscht – jetzt wird der Wunsch umgesetzt!

Der vom Rathausplatz bekannte Obst- und Gemüsehändler Angelo Marotta (Weingarten) wird seinen Stand in Absprache mit Bürgermeister Markus Rupp künftig samstags ab ca. 9:30 Uhr bis in den Nachmittag hinein auf dem Rathausplatz aufstellen.

Angeboten wird eine große Auswahl an:

– frischem Obst und Gemüse
– saisonalen Spezialitäten
– Zitrusfrüchten und vielem mehr

Hintergrund war ein Feedback in den sozialen Medien, in dem sich viele dafür ausgesprochen haben, den Verkauf auf den Samstag zu verlegen. Gerade freitags (bisheriger Markttag) sei es für viele Berufstätige schwierig, das Angebot wahrzunehmen – samstags soll das nun einfacher sein.

Comic Bild eines Marktstandes

Die Gemeinde Gondelsheim und Angelo Marotta reagieren damit auf den Wunsch der Bevölkerung und freuen sich über eine rege Nutzung des Angebots.

Bürgermeister Rupp betont: „Nur, wenn der Stand auch gut angenommen wird, kann sich dieses Angebot dauerhaft rentieren.“ Also: Kommen Sie vorbei, unterstützen Sie den regionalen Handel und genießen Sie frische Qualität direkt auf unserem Rathausplatz!

Klimapreis 2026: Projekte aus Gondelsheim gesucht!

Der Kommunale Klimaschutzverein im Landkreis Karlsruhe e. V. lobt den Klimapreis 2026 aus. Gesucht werden vorbildliche Projekte und Maßnahmen aus den Bereichen Klimaschutz und Klimaanpassung – auch aus unserer Gemeinde Gondelsheim.

Teilnehmen können Vereine, Verbände, Schulen, Kitas sowie Personengruppen und Initiativen mit Sitz in Gondelsheim.

Eingereicht werden können geplante, laufende (Umsetzung bis Ende 2026) oder bereits abgeschlossene Projekte, die einen klaren Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Bewertungskriterien sind insbesondere:
Relevanz für Klimaschutz und Klimaanpassung in der Region

  • Innovationsgehalt
  • Vorbildcharakter
  • Praxisbezug bzw. Realisierbarkeit

Der Klimapreis ist mit 3.500 Euro dotiert und kann auf mehrere Projekte verteilt werden. Bewerbungsschluss ist der 30. April 2026.

Plakat Klimapreis

Die Gemeinde Gondelsheim ruft alle engagierten Akteure – Schulen, Kitas, Vereine und Initiativen – dazu auf, ihre Ideen und Projekte einzureichen und so gemeinsam ein starkes Zeichen für eine klimafreundliche Zukunft zu setzen.

Weitere Informationen und das Bewerbungsformular finden Sie auf der Website des Kommunalen Klimaschutzvereins im Landkreis Karlsruhe.

Selbstreparatur-Tipp

ReparaturTreff in Gondelsheim verbessert Nachhaltigkeit durch ehrenamtliche Reparaturen

Quelle: BNN Brettener Nachrichten vom 23. Februar 2026 (Sophia Horn)

In Gondelsheim setzen Ehrenamtliche auf Nachhaltigkeit: Beim ReparaturTreff werden defekte Geräte wieder flottgemacht, um Elektroschrott zu reduzieren.

Verschiedene Werkzeuge und Messgeräte liegen auf einem Tisch ausgebreitet. Konzentriert versuchen drei Männer, damit eine Küchenmaschine auseinanderzubauen. An einem weiteren Tisch steht eine Nähmaschine. Hier näht eine Frau den Saum einer blauen Hose um. Vergangenen Samstag fand in der Gondelsheimer Saalbachhalle der ReparaturTreff statt. Hier tüfteln ehrenamtliche Helfer und versuchen, defekte Geräte wieder zum Laufen zu bringen. Küchengeräte, Staubsauger und vieles mehr reparieren sie auf Spendenbasis.

Der Grundgedanke dieser Veranstaltung sei die Nachhaltigkeit, erzählt Karin Fricke. Sie ist die Verantwortliche der Veranstaltung und für die Organisation zuständig. „Viele kleine Reparaturen werden heute nicht mehr durchgeführt“, stellt die Ehrenamtliche fest. Denn viele Firmen würden diesen Service nach Ablauf der Garantie nicht anbieten.

Oft sei eine Reparatur zudem so teuer, dass viele Kunden sich lieber ein neues Exemplar anschafften.

 „Die Erfahrung zeigt, dass Leute viel zu schnell Geräte wegschmeißen“, stellt Fricke fest. Häufig handele es sich aber nur um ein kleines Problem. Deshalb versuchen sie in Gondelsheim, jedes Teil zu reparieren, wenn es scheinbar kaputt ist. Die Ehrenamtliche betont: „Wir wollen Elektroschrott vermeiden.“ Aus diesem Gedanken entstand 2021 die Idee zum ReparaturTreff.

Zwei der Ehrenamtlichen begutachten kritisch ein schwarzes Fahrrad. Einer der beiden ist Christoph Mages. Seit der Gründung des Treffs repariert der Maschinenbauer hier verschiedene Geräte. Am liebsten tüftelt er an mechanischen Problemen. Er fügt lachend hinzu: „Gerne Fahrräder.“

Bei diesem Zweirad ist das Problem schnell gefunden. Mages sagt: „Bei dem Fahrrad war im Vorderrad ein Achter.“ Die vordere Felge sei also verbogen. Der Experte erklärt: „Dann läuft das Rad nicht mehr rund.“ Direkt reparieren konnten die Ehrenamtlichen das Rad an diesem Tag noch nicht, denn der Kunde muss zuerst das richtige Ersatzteil besorgen. Die neuen Speichen würden sie dann beim nächsten Termin einbauen.

An einem der Tische steht eine Gruppe um einen defekten Wasserkocher. „Ich repariere schon immer gerne zu Hause“, erzählt David Osthof. So stieß Elektroingenieur zum ReparaturTreff. In seiner Zeit als Heimwerker lernte er, dass es zuerst ein wenig Mut braucht, an den Dingen herumzuschrauben. Osthof sagt scherzhaft: „Manchmal macht man auch etwas mehr kaputt, als es vorher war.“ Aber besser, als das Gerät direkt zu entsorgen, sei das natürlich trotzdem.

Sein Tipp für alle Mutigen: die modernen Sprachmodelle einsetzen. Denn die meisten Defekte hatte vorher schon jemand anderes. Daher sind Lösungswege im Internet beschrieben und die künstliche Intelligenz greift auf eine große Datenmenge zu. „Je genauer die Problembeschreibung, desto besser die Antwort“, sagt Osthof. Denn mit der richtigen Idee sei eine Reparatur häufig weniger schwer als gedacht.

Der Wasserkocher gehört einer Kundin, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen will. „Das war ein teures Gerät“, sagt sie, „das möchte ich jetzt nicht einfach wegwerfen.“ Vor einigen Jahren sei sie schon einmal mit einem kaputten Küchengerät beim Treff in Gondelsheim gewesen. Denn ihr sei Nachhaltigkeit wichtig.

Um nachhaltig und bewusst zu leben, hat Veranstalterin Fricke noch einen Vorschlag: „Dass man nur kauft, was man wirklich braucht.“ Denn die Werbung verleite dazu, neue Produkte zu erwerben. Besonders bei der Küchenausstattung falle auf, wie viele elektronische Geräte zum Kauf angepriesen werden. Doch Popcornmaschine, Crêpes-Maker oder Hotdog-Zubereiter brauchen ihrer Meinung nach die meisten Haushalte eher nicht.

Ein weiteres Problem im Umgang mit den Ressourcen sieht Fricke bei den Herstellern. „Geräte haben heute eine geringere Laufzeit“, erklärt die Ehrenamtliche. Manche Unternehmen würden in ihre Produkte sogenannte Sollbruchstellen einbauen. Das sind meist kleine Bauteile, die nach einiger Zeit kaputtgehen sollen. Dadurch wird der Kunde dazu gebracht, sich ein neues Gerät anzuschaffen. Finden die Ehrenamtlichen dieses Teil, könnten sie es aber häufig problemlos austauschen.

Die Termine zum ReparaturTreff in Gondelsheim geben die Helfer in der Zeitung und mit Plakaten bekannt. Eine Anmeldung ist erwünscht.

Comedy- und Kabarett-Highlight

Gondelsheim lacht am 21. März 2026 – und wie!

Was sonst nur auf großen Bühnen und in bekannten Fernsehformaten zu erleben ist, kommt live nach Gondelsheim:

Zwei der bekanntesten Parodisten und Humoristen im Süden unserer Republik gastieren gemeinsam in der Saalbachhalle – ein kulturelles Highlight, das weit über die Ortsgrenzen hinausstrahlt!

Am Samstag, 21. März 2026, erwartet die Besucherinnen und Besucher ein Abend der Extraklasse: Stimmenparodien auf höchstem Niveau, pointierter Schwabenhumor und treffsichere Beobachtungen aus Politik, Alltag und Gesellschaft – scharf, witzig und garantiert zum Brüllen komisch.

Dass ein kleiner Verein wie der Heimat- und Kulturverein Gondelsheim eine solche Veranstaltung auf die Beine stellt, ist alles andere als selbstverständlich:

Hier treffen bekannte Bühnenprofis auf ein engagiertes örtliches Organisationsteam – ein starkes Zeichen für lebendige Kulturarbeit und außergewöhnliches Engagement im ländlichen Raum.

Diese Veranstaltung ist kein kleines Comedy-Abendchen, sondern ein großes Kabarett- und Comedy-Ereignis, das sonst in deutlich größeren Städten zu Hause ist.

Kurz gesagt: Große Namen. Große Unterhaltung. Großer Abend – mitten in Gondelsheim.

🎟 Tickets gibt es zum Preis von 29,00 €

– im Bürgerbüro Gondelsheim
– bei der Tourist-Information Bretten
– sowie in der Touristinfo „H7“ in Bruchsal

👉 Ein Abend, über den man spricht. Ein Erlebnis, das man nicht vergisst.

Gondelsheim zeigt: Kultur kann groß sein – auch im Kleinen.

Herzlichst

Ihr

Markus Rupp, Bürgermeister