Heckenlehrpfad „Bonartshäuser Hof“

Der „Heckenlehrpfad Bonartshäuser Hof“ ist ein gelungenes Beispiel für wirksamen Naturschutz und Umweltbildung. Insgesamt wurden bei diesem Projekt mehrere hundert Meter mit heimischen Sträuchern, Wildrosen sowie standorttypischem Gebüsch bepflanzt und mit 13 erläuternden Tafeln versehen.

Der Bonartshäuser Hof selbst ist ein imposantes Ensemble, dessen Wurzeln bis in das 14. Jahrhundert zurückreichen. Damals eine eigenständige Siedlung bildete sich der Weiler später zu einem Hofgut zurück, das im 17. Jahrhundert in den Besitz der Gondelsheimer Grundherrschaft gelangte und seither im Pachtsystem bewirtschaftet wird. Der Schwerpunkt der landwirtschaftlichen Produktion lag in Bonartshausen über Jahrhunderte traditionell auf dem Getreidebau.

Über einzelne Tierarten dieser Lebensräume erfahren die Besucher des im Jahre 2000 eingeweihten Pfades ebenso Wissenswertes wie über die generelle Bedeutung solcher Heckenzüge: sie sind gewissermaßen die „Verbindungsstränge“ zwischen einzelnen Biotopen, machen den Naturhaushalt leistungsfähiger und schützen den Boden vor Erosion.

Der Heckenlehrpfad hat Vorbildcharakter in Region und Land. Er ist nicht zuletzt durch großes ehrenamtliches Engagement, an vorderster Linie durch Frau Maria Feldmann, ihres Zeichens Gewinnerin des Kreisumweltschutzpreises 2003 entstanden. Ihre Mitstreiter waren u.a. die Wildforschungsstelle Aulendorf sowie der NABU Bretten.