Städtebauliche Erneuerungsmaßnahme „Gondelsheim-Ost/Brettener Straße“

Die Gemeinde Gondelsheim ist 2005 vom Land Baden-Württemberg mit dem Gebiet „Gondelsheim-Ost“ in das Landessanierungsprogramm aufgenommen. Ein Gesamtförderrahmen von 2 Mio. € wurde bewilligt. 1,2 Mio. Euro kommen danach vom Land Baden-Württemberg, 800.000 Euro sind von der Gemeinde Gondelsheim zuzuschießen.

Die Förderlaufzeit endet im Jahr 2013. Der zentrale Bereich des Sanierungsgebietes umfasst den alten Ortskern mit der Mühlstraße, Pfarr- und Froschgasse sowie Teile der Leitergasse. Im östlich- und südlichen Bereich läuft die Abgrenzung im Bereich der Alten Neibsheimer Straße sowie dem Kanal- und Turmweg entlang. 2008 wurde zudem der südliche Teil der Brettener Straße in das Programm aufgenommen.

Eines der wesentlichen Sanierungsziele ist die nachhaltige Verbesserung der privaten Gebäude, die erhebliche Mängel haben. Dies auch insbesondere unter dem Aspekt von Energieeinsparmaßnahmen. Damit die Sanierung erfolgreich umgesetzt werden kann, ist die Mitwirkung der im Gebiet liegenden Eigentümer sehr wichtig. Für die Privaten bietet sich die einmalige Chance mit Hilfe des Sanierungszuschusses Baumaßnahmen an ihren Gebäuden durchzuführen. Der Gemeinderat Gondelsheim hat nämlich festgelegt, dass für Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen bei Wohngebäuden ein Zuschuss zwischen 30% - 35%, bei sonstiger Nutzung mit 20% gewährt wird. Pro Gebäude wurde eine Höchstförderung von 80.000 Euro festgelegt. Bei Abbruchmaßnahmen wird ein Zuschuss für die Abbruch- und Abbruchfolgekosten zwischen 60% - 80%, entsprechend der städtebaulichen Bedeutung, gewährt.

Bedingung ist, dass eine Neubebauung erfolgt. Gewinner sind neben den privaten Eigentümern vor allem auch Handwerker und Unternehmen aus Gondelsheim und der Region. Schließlich ist das Landessanierungsprogramm ein Konjunkturprogramm. Das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg teilt dazu mit: „Die Städtebauförderung ist das mit Abstand wirksamste und beschäftigungsintensivste Konjunkturprogramm. Jeder Förder-Euro in der Stadterneuerung mobilisiert nach neuesten Untersuchungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) sowie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) jeweils vom September 2004 über 8 Euro an privaten und öffentlichen Folgeinvestitionen.“ Zu beachten ist: vor Beginn von Baumaßnahmen muss eine schriftliche Vereinbarung zwischen Gemeinde und Eigentümer abgeschlossen werden. Maßnahmen die vor Vertragsabschluss begonnen werden, sind nicht förderfähig.

Als Ansprechpartner stehen Ihnen bei der Gemeinde, Hauptamtsleiter Lothar Rapp, Telefon: 07252/9444-20 und beim beauftragten Sanierungsträger, der STEG Stadtentwicklung GmbH, Projektleiterin Marion Bürkle, Telefon: 07131/960-12 für weitere Auskünfte gerne zur Verfügung.