< Der Bürgermeister informiert KW 7
21.02.2019 11:54 Alter: 32 days

Der Bürgermeister informiert KW 8


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

noch bis Ende nächster Woche haben Sie die Gelegenheit, Ihr Ticket zum Jubiläum nach Droué zu buchen. Machen Sie davon Gebrauch. 

Gondelsheim und Droué sind seit 40 Jahren ein „kommunales Paar“
Viertägige Jubiläumsfeierlichkeiten in der französischen Partnergemeinde

40 Jahre alt und doch kein bisschen in die Jahre gekommen – das kennzeichnet die Partnerschaft zwischen Gondelsheim und Droué. Ganz im Gegenteil: Vier Tage lang feiern die Bürgerinnen und Bürger der beiden Kommunen das inzwischen vier Jahrzehnte währende Miteinander über die Staatsgrenzen hinweg. Vom 30. Mai bis zum 2. Juni finden die Jubiläumsfeierlichkeiten statt und zwar in der französischen Partnergemeinde. „Unsere Gastgeber haben sich einiges einfallen lassen“, ist sich Bürgermeister Markus Rupp sicher. Deshalb hofft er auf eine möglichst große Reisegruppe aus Gondelsheim, die sich auf den Weg in die Region Centre-Val de Loire macht. Die Gemeinde hat dafür eigens einen Reisebus organisiert und übernimmt auch die Hälfte der Kosten, so dass für jeden Teilnehmer lediglich eine Eigenbeteiligung von maximal 40 bis 50 Euro anfällt – Kinder bis 14 Jahre sind kostenfrei.

Neben der französischen Gastfreundschaft erwartet die Gondelsheimer Delegation auf jeden Fall ein rauschender Festakt sowie einige Ausflüge, unter anderem zum Schloss Chambord. Dieses in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts errichtete Château ist nicht nur das größte im Loiretal, sondern gilt auch als das prächtigste der Loireschlösser. 

Anmeldungen nimmt im Rathaus Gondelsheim Frau Corinna Kehrer bis Ende Februar entgegen, entweder persönlich oder unter Telefon (07252) 944415 sowie per Mail unter corinna.kehrer@gondelsheim.de. Weitere Informationen sind dort ebenfalls erhältlich.

Das Miteinander ist seit Anbeginn gekennzeichnet durch regelmäßige gegenseitige Besuche auf allen Ebenen des gesellschaftlichen Lebens. Den Austausch in Sport, Kultur, Politik, Verwaltung oder einfach nur von Mensch zu Mensch – das praktizieren die beiden Gemeinden seit nunmehr vier Jahrzehnten. „Immer wieder ist vom Europa der Bürgerinnen und Bürger die Rede, wir leben diesen Grundsatz bereits seit 40 Jahren“, betont Rupp. Und im Fünf-Jahres-Rhythmus feiern Droué und Gondelsheim ihre Partnerschaft mit einem entsprechenden Fest – immer abwechselnd in einer der beiden Kommunen. „Aus der Partnerschaft ist längst eine Freundschaft erwachsen“, so der Bürgermeister.

 

Aus der Gemeinderatssitzung 
vom 19. Februar 2019

Verabschiedung Haushalt 2019

Wie gewohnt finden Sie die Haushaltsreden der Fraktionssprecher an dieser Stelle: 

Rede der Freie Wähler-Gemeinderatsfraktion

Thomas Stein

Der Haushalt der Gemeinde Gondelsheim für das Jahr 2019 ist ein nüchterner Haushalt, der sich an dem machbaren unserer Gemeinde orientiert. Ohne Schnörkel und großen Überraschungen arbeitet er auf das große Ziel der Gemeinde Gondelsheim hin, unser neues Feuerwehrhaus auf den Weg zu bringen und das ist gut so. 

Wie bereits in unserem Weihnachtsbrief an unsere Mitbürger beschrieben, muss festgestellt werden, dass der einzelnen Bürger der Gemeinde Gondelsheim mit einer größeren Verbindlichkeit in das Jahr 2019 startet. So ergibt sich der Sachverhalt, dass der Gondelsheimer Bürger derzeit mit ca. 600 Euro Verbindlichkeiten ausgestattet ist. Ausgehend vom Jahr 2013 in dem die Verschuldung 330 Euro betrug, hat sich daher die Verschuldung des Einzelnen Signifikant erhöht. Man kann es beleuchten wie man will, die Rahmenbedingungen haben sich für Gondelsheim nicht entspannt, sondern verschärft. Das gute an Mathematik ist, dass Sie dem vernunftbegabten Leser ein objektives Bild der Situation ermöglicht, es sei denn, man möchte sich nicht an den Fakten orientieren. 

Schulden bleiben eine Verbindlichkeit die der Schuldner früher oder später bedienen muß. Dies wird umso bedeutsamer, da sich am Konjunkturellen Horizont die ersten Anzeichen einer Abschwächung der Konjunktur abzeichnen. Wie negativ diese ausfallen kann heute mit Sicherheit nur schwer abgeschätzt werden. Wer allerdings glaubt, dass dies keine Auswirkungen auf unsere Gewerbesteuereinnahmen haben wird, sollte sich nochmals Anregungen bei Studenten der Ökonomie im Grundstudium einholen. Die Gemeinde Gondelsheim ist gut beraten, wenn sie sich gemeinschaftlich auf einen Weg der finanziellen Konsolidierung begibt und dazu gehört es auch einmal den Gürtel enger zu schnallen. Es ist richtig, dass das Zinsniveau auf einem historischen Tiefststand sich befindet, doch wer garantiert uns, dass wir unsere Verbindlichkeiten vollständig abgelöst haben, wenn die Zinsen nicht mehr so vorteilhaft für uns sind? Jeder Kreditnehmer weiß, dass die Zinszahlungen ihn am Monatsende nicht reicher machen, sondern ihn belasten und ihm Handlungsspielraum nehmen für anderweitige Projekte. 

Aus diesem Grund werden wir uns im Gondelsheimer Gemeinderat weiterhin dafür einsetzen, dass alle Entscheidungen sich strikt an den Grundregeln eines zukunftsgerichtenden Gondelsheims orientieren, dass auch zukünftig finanziell handlungsfähig bleibt. Wir die Freien Wähler stimmen dem Haushalt 2019 zu. 

 

Rede der CDU-Gemeinderatsfraktion

Manfred Schleicher

Sehr verehrter Herr Bürgermeister Rupp,

sehr geehrte Damen und Herren Zuhörer,

liebe Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat,

heute soll der letzte Haushalt dieser Legislaturperiode für das Jahr 2019 beschlossen werden, der in einer Klausurtagung vom Gemeinderat intensiv beraten wurde. 

Wie sagte kürzlich der Erste Beigeordnete des Gemeindetags Baden-Württemberg bei einer Fachbeamtentagung: „Zukunftsorientierte Steuerung bedeutet Steuerung durch die Frontscheibe und nicht durch den Rückspiegel“. Was wollen wir damit ausdrücken? Im Gemeinderat herrschte Konsens durch alle Fraktionen als es darum ging, bauen wir ein neues Feuerwehrhaus oder muss es wegen der finanziellen Lage zeitlich geschoben werden. Einhellig wurde der Beschluss des Neubaus im Gewerbegebiet Gölswiesen gefasst, wohl wissend, dass dies nicht ohne Darlehensaufnahme zu schultern ist. Nunmehr fordern die Freien Wähler in ihrer Weihnachtsbotschaft, dass Projekte dahingehend zu bewerten sind, ob diese den finanziellen Rahmenbedingungen der Gemeinde angemessen sind und Ausgaben so zu bewerten, dass zunächst die Rücklagensituation der Gemeinde verbessert wird, bevor neue Schulden gemacht werden. Gleichzeitig freuen sie sich, dass der Neubau des Feuerwehrhauses –mit der Aufnahme von Darlehen- nunmehr als besonderes Anliegen der Freien Wähler auf den Weg gebracht werden kann. Das ist doch kein klares und eindeutiges Verhalten oder anders ausgedrückt: Steuern durch den Rückspiegel. 

Lassen sie uns nun zum eigentlichen Hauptthema dieses Abends kommen.

Haushaltslage

Die Zuführungsrate zum Vermögenshaushalt, auch Investitionsrate genannt, die als aussagekräftiger Gradmesser für die Finanzkraft einer Gemeinde gilt, da sie den „Überschuss aus dem laufenden Betrieb“ für Investitionen zeigt, beträgt lediglich noch 82 T€ (Vorjahr 870 T€). Die Gewerbesteuer 2017 bildet mit die Grundlage für die Berechnung des Finanzausgleiches 2019. Hier erzielen wir Mindereinnahmen von 1 Mio. €. Da die eigene Finanzkraft wieder schwächer wurde, werden wir durch die Kompensationswirkungen des Finanzausgleiches künftig mehr Leistungen erhalten und niedrigere Umlagen an Land und Kreis leisten müssen.

Erfreulich ist der sehr hohe prognostizierte Gemeindeanteil an der Einkommensteuer von 2,34 Mio. €. Auch hier sind nach den Prognosen zukünftig weitere Steigerungen zu erwarten.

Der Stand der Allgemeinen Rücklage beträgt immer noch 152 T€ und erfüllt gerade die gesetzlichen Vorgaben der Mindestrücklage. Gemeinden in Baden-Württemberg müssen zur Sicherung der Haushaltswirtschaft und für Zwecke des Vermögenshaushalts, also für Investitionen, eine Rücklage in angemessener Höhe bilden. Ziel muss es sein, die Rücklage wieder kontinuierlich aufzustocken, damit wir künftig eine freie Manövriermasse erhalten.

Eine große Position des diesjährigen Vermögenshaushaltes nimmt mit 1,1 Mio. € die Finanzierung von Baumaßnahmen und mit 274 T€ der Erwerb von Grundstücken ein. Die Fehlbeträge aus Vorjahren sind abgedeckt, so dass sie diesen Haushalt nicht mehr belasten. 

Zum Ausgleich des VMH ist eine Kreditaufnahme von 560 T€ eingestellt. Hier gehen wir für den Neubau des Feuerwehrhauses bewusst in die Verschuldung

Maßnahmen und Ziele

Schwerpunkte im Ausgabebereich des Verwaltungshaushaltes sind die Mittel für die Umlagen an Land und Kreis (2,77 Mio. EUR), Schulen (597 TEUR), Kindertagesstätten (1.702 TEUR), die gemeindlichen Liegenschaften vom Rathaus über die Saalbachhalle und das Schlossstadion. Im Bereich der Unterhaltung der Entwässerungskanäle müssen erneut mehr Mittel für die Durchführung der sog. EigenkontrollVO, zu der wir gesetzlich verpflichtet sind und kleinerer Reparaturen von 130 T einplanen. Auch ist es uns möglich, 100 TEUR für dringend durchzuführende Unterhaltungsarbeiten bei den Gemeindestraßen bereit zu stellen. Hier müssten mehr Mittel eingestellt werden, um die notwendigsten Arbeiten durchzuführen.

Es ist uns wichtig zu erwähnen, dass der Gemeinde gerade im Bereich der Kleinkindbetreuung ein Zuschussbedarf von 991 TEUR entsteht. Auch die Jugendarbeit im Jugendtreff erfordert 99 TEUR. In dem Zusammenhang dürfen wir erwähnen, dass unser damaliger Antrag auf Aufgabe des Schlossspielplatzes und die Errichtung eines neuen Spielplatzes im Ortsbereich richtig war. Der Ersatz konnte im Bereich der Schule errichtet werden und wird täglich stark „bearbeitet“.

Die Mittel für die Kindertagesstätten und für die Kraichgauschule sind Investitionen in die Zukunft unserer Gemeinde.

Die Zuwendungen an unsere Vereine bleiben erhalten. Im investiven Bereich können wir leider keine Zuschüsse geben, da diese an die finanzielle Situation der Gemeinde (Zuführung an dem VMH) geknüpft sind. Wir bitten die Vereine um Verständnis. Es kommen auch wieder bessere finanzielle Zeiten.

Per Saldo verbleiben dann noch die bereits erwähnten 82 TEUR als Zuführung an den VMH für die Finanzierung von Investitionen. Allein damit können wir keinen VMH finanzieren.

Der Fokus des VMH liegt bei wenigen Maßnahmen. Auch einige in Zukunft anstehende Aufgaben werden planungsmäßig angegangen.

Die größten Maßnahmen sind:

 Neubau Feuerwehrhaus im Gewerbegebiet Gölswiesen mit 700 T€

 Kita „Am Saalbach“, Anbau eines weiteren Gruppenraumes 250 TEUR zzgl. einer Verpflichtungsermächtigung über ebenfalls 250 T€

 Grunderwerb 273 T€

 Kredittilgung 173 TEUR

Finanzieren können wir diese Ausgaben durch:

 Zuführung vom VMH 82 TEUR

 Veräußerung von Grundstücken 358 TEUR. 

 Zuweisungen/Zuschüsse 725 TEUR

 Darlehensaufnahme 560 TEUR

Die Fertigstellung des Feuerwehrhauses und die anstehenden Hochwasserschutzmaßnahmen werden uns noch erhebliche Mittel binden. Beim Hochwasserschutz kann mit einer sehr guten Förderung von 70 v. H. gerechnet werden. Doch auch der bei der Gemeinde verbleibende Anteil ist nicht gering, da die Gesamtaufwendungen in die Millionen gehen werden.

Der CDU Fraktion war und ist es auch immer ein Anliegen, mit dem öffentlichen Geld der Gemeinde sorgsam umzugehen und Sparmöglichkeiten nicht aus dem Auge zu verlieren. 

Ebenfalls ist es unser Wunsch, dass sich die Steuer- und Abgabenbelastungen für die Bürgerinnen und Bürger und für die Gewerbetreibenden in Grenzen halten. Hier können wir positiv feststellen, dass für 2019 keine Gebühren- oder Steuererhöhungen vorgesehen sind.

Die Errichtung der Lärmschutzwand entlang der Ortsumfahrung der B 35 und die sich anschließende Sanierung der Fahrbahn steigert den Wohnwert der Anlieger. Auch die Bahn lässt Lärmschutz realisieren. Dies hebt ebenfalls den Wohnwert der Anlieger. Der freie Blick über die Gleise wird dann nicht mehr gegeben sein. Die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens für die Beseitigung des schienengleichen Bahnübergangs hat Fahrt auf genommen. Bis dann die Maßnahme endgültig Plan festgestellt ist, vergehen zwar noch Jahre, doch ohne die Planfeststellung können auch die Bauarbeiten nicht beginnen.

Schlusswort

Der Haushaltsplan für das Jahr 2019 zeigt, was das Jahr bringen könnte. Nach unserer Auffassung sind die Plandaten auf solider Basis berechnet, so dass eine zuverlässige Grundlage für die Mittelbewirtschaftung vorliegt. Lassen sie uns dennoch die anstehenden schwierigen Aufgaben so bewältigen, und uns die anvertrauten Steuergelder so einsetzen, dass sie zum Wohle aller Bürger gereichen.

Bevor ich zum Schluss komme bittet die CDU Fraktion weiterhin um vierteljährliche Vorlage des Finanzzwischenberichts.

Die CDU Fraktion stimmt dem Haushalt 2019 zu.

Unser Dank gilt unseren Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die sich in großem Umfang sozial engagieren und in den Vereinen das Zusammengehörigkeitsgefühl pflegen. Den Gewerbebetrieben möge es in Zukunft weiterhin gut gehen, damit Gewerbesteuerzahlungen nachhaltig fließen können.

Im Namen unserer Fraktion darf ich Ihnen, Herr Bürgermeister Rupp, der gesamten Verwaltung, hier insbesondere Rechnungsamtsleiterin Frau Schäfer für die Aufbereitung der Zahlen und die Erstellung des Haushaltsplanes, dem Hauptamtsleiter Herrn Rapp, Herrn Rexrodt und den Protokollanten danken. 

Dank auch an die Kolleginnen und Kollegen im GR für die bisherige gute Zusammenarbeit. 

Wir müssen unseren Blick auch auf die Einführung des Neuen Kommunalen Haushaltsrechts, die Doppik ab dem Haushaltsjahr 2020 richten. In diesem neuen Haushaltsrecht soll der kommunale Ressourcenverbrauch statt (wie bisher) Geldverbrauch dargestellt werden. So werden Folgekosten von Investitionen bereits im Haushalt dargestellt. Die gesamten Abschreibungen müssen künftig erwirtschaftet werden. Wir sprechen dann nicht mehr vom Verwaltungs- oder Vermögenshaushalt, sondern von der Ergebnisrechnung und der Finanzrechung.

Entsprechende Beschlüsse zur Einführung des NKHR sind demnächst vom Gemeinderat zu fassen. Erste Mittel für vorbereitende Maßnahmen sind im laufenden Haushalt bereitgestellt. 

Rede der SPD-Gemeinderatsfraktion

Jürgen Amend

Sehr geehrte Damen und Herren,

sehr geehrter Herr Bürgermeister,

verehrte Mitarbeiter der Verwaltung,

der Haushalt 2019 ist im Wesentlichen durch bereits schon vorweg gefasste Beschlüsse bestimmt. Im Einzelnen handelt es sich um Investitionen zum Feuerwehrhaus, zur Kita-Erweiterung, zur Kanalsanierung sowie für Ausgaben an Sachmittel und Instandhaltungsarbeiten der Infrastruktur.

Insgesamt werden ca. 1,7 Mio. Euro investiert. Eine Kommentierung der einzelnen Maßnahmen ist unsererseits schon mehrfach erfolgt, so dass ich mir Weiteres hierzu ersparen möchte. Zusammenfassend nur so viel, dass unsere Fraktion allen Investitionen einstimmig zugestimmt hat, auch unter dem Aspekt, dass zusätzlich ein Kredit i. H. von 600 Tsd. Euro aufgenommen werden muss. Die Investitionen halten wir zur Zukunftssicherung für gut angelegtes Geld und zum richtigen Zeitpunkt in die Hand genommen. Da dem Vermögenshaushalt nur ca. 80 Tsd. Euro zufließen muss der Großteil der Investitionen fremd finanziert werden.

Dass dadurch auch die Pro-Kopf-Verschuldung steigt und mit knapp 600 Euro pro Kopf den jemals höchsten Betrag erreicht, errechnet sich aus dem 1 x 1 der Finanzmathematik und findet gerade unter dem Gesichtspunkt günstiger Kreditzinsen unsere volle Zustimmung. Allerding ist für uns mit dem angesprochenen Betrag die Obergrenze erreicht.

Trotz der angespannten Haushaltslage müssen Gebühren nicht erhöht werden. Im Gegenteil: Auf unseren Antrag hin können Gebühren sogar gesenkt werden, wie es sich bei der Beratung der Verzinsung des Anlagenkapitals herausstellte.

Nicht, dass wir gegen angemessene Gebühren wären, nein, sondern Geld das durch derzeit günstige Kapitalzinsen nicht ausgegeben wird, darf auf Umwegen durch Ansatz eines zu hohen Zinssatzes nicht eingenommen werden. Hier genau hinzuschauen sind wir als gewählte Vertreter den Bürgerinnen und Bürgern schuldig.

Auch lässt die augenblickliche Haushaltslage nicht zu gebührenfreie Kitas einzurichten, so gern wir auch Familien unterstützen würden. Solange die Landesregierung nicht die volle Kostendeckung übernimmt, muss abgewartet werden. 

Augenblicklich sind sowohl die öffentlichen Einrichtungen als auch die Verwaltung unserer Gemeinde an ihre Auslastungsgrenze gestoßen. Ein weiteres Einwohnerwachstum würde die Einrichtungen überfordern oder überproportional Investitionen nach sich ziehen. Kurz- bis mittelfristig ist deshalb aus unserer Sicht die Erschließung eines Neubaugebietes nicht sinnvoll. Zunächst ist eine Konsolidierung der Finanzen erforderlich. Anders sieht es beim Bedarf eines weiteren Gewerbegebietes aus, was mittelfristig durchaus noch Sinn machen könnte. 

Zukünftiger Schwerpunkt wird also nicht mehr im flächenmäßigen und einwohnermäßigen Wachstum liegen, sondern im Anpassen der Lebensverhältnisse an die gesellschaftlichen Herausforderungen:

Ausbau der Digitalisierung, Breitbandversorgung und schnelles Internet,

Demographischer Wandel und geänderte Lebensgewohnheiten,

Einrichtungen zur   Grundversorgung und Freizeitgestaltung, 

Vereinbarkeit von Familie und Beruf etc.

Schwerpunkte, die u. E. entwickelt werden müssen, um nicht gegenüber den Zentren abgehängt zu werden. Wichtig für uns ist, dass dieser Wandel allen Bevölkerungsschichten zu Gute kommt, um gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen.

Weiteren Handlungsbedarf sehen wir auch in der Entwicklung des innerörtlichen Dorfbildes mit der Schließung von Baulücken, Vorgaben von Baurichtlinien, Erkennung und Mobilisierung des Leerstandes, Lenkung des ruhenden und fließenden Verkehrs und insbesondere in der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Hier muss sich im ersten Schritt die Verwaltung um Konzepte und Fördermittel bemühen, um, dann Schritt für Schritt die betroffenen Bereiche zusammen mit den Bürgern zu entwickeln.

Um hier breit aufgestellt zu sein, hat unsere Fraktion bereits einen Antrag zur Aufstellung eines Masterplanes „innerörtliche Entwicklung“ eingebracht. Dessen Beratung demnächst bevor steht und von uns die genannten Punkte eingebracht werden.

Als nächstes prioritäres Projekt sehen wir den Hochwasserschutz. Hier „mahlen uns die Mühlen zu langsam“, insbesondere in der Erarbeitung der Planunterlagen und Abstimmung mit den Ober- und Unterliegern des Saalbachs. Hier darf die Verwaltung nicht locker lassen. 

Überörtlich gesehenen ist es wichtig, sowohl die baldige Realisierung der Bahnunterführung als auch der Anschluss der Obergrombacher Straße an die B 35 voranzutreiben. Kurzfristig sehen wir die Notwendigkeit die Attraktivität des ÖPNV zu verbessern, um möglichst viel, insbesondere Pendelverkehr, von der Straße zu bringen. Störungen/Verspätungen müssen dem Nutzer durch Hinweise rechtzeitig weitergegeben werden. Der Fahrplan der Buslinie 141 darf nicht weiter ausgedünnt werden.

Die baldige Fertigstellung der Lärmschutzwand entlang der B 35 im laufenden Jahr stellt für unsere Fraktion einen Meilenstein unserer politischen Arbeit dar. Bereits vor 10 Jahren hatten wir mit der Auswertung der Verkehrsbelastung begonnen und eine Vielzahl von Argumenten gesammelt, um dann 2011 beim Regierungspräsidium mit Unterstützung der Verwaltung einen begründeten Antrag stellen zu können. Hierzu wurde dann 2016 ein positiver Bescheid erteilt. Somit zählt Gondelsheim zu den wenigen Gemeinden entlang der B 35, die für den Altbestand eine Lärmschutzwand erhalten. Hierauf sind wir sehr stolz.

Abschließend betrachtet komme ich zum Entschluss, dass Gondelsheim als Wohngemeinde gut aufgestellt ist und, dass sich der Einsatz für unser Gemeinwohl lohnt. 

Entwicklungen geschehen nicht von alleine, sondern bedürfen kompetenter und engagierter Bürger, die bereit sind sich in kommunale Aufgaben einzubringen. Gerade bei den bevorstehenden Kommunalwahlen sollten wir wachsam sein und die politische Mitte stärken. Den Misstönen von Randgruppen müssen wir auf demokratischem Wege mehrheitsfähige Antworten und Argumente entgegensetzen.

Gerade parteipolitisch gebundene Organisationen tragen hier besondere Verantwortung, denn sie sind Mittler der Meinungsbildung im Kleinen wie im Großen. Nirgends wird Demokratie so bürgernah gestaltet wie auf politischer Ebene.

Es bleibt zu wünschen, dass der vorliegende Plan insbesondere im Bereich der Einnahmen so wie beabsichtigt vollzogen werden kann und keine unangenehmen Überraschungen auftauchen. 

Für eine eventuelle Stabilisierung des Haushaltes halten wir weiterhin den Verkauf des Grundstückes des Kinderspiel- und Bolzplatzes an der katholischen Kirche für nicht vertretbar und plädieren stattdessen für Einsparungen an anderer Stelle.

Die SPD-Fraktion stimmt dem Haushalt 2019 zu.

Abschließend möchten wir uns bei allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich in unseren Einrichtungen und Vereinen ehrenamtlich einsetzen recht herzlichen bedanken. Ihr Einsatz macht unser Dorfleben attraktiv lebenswert. Leider können 2019 keine investiven Vereinszuschüsse gewährt werden, da der Haushalt eine negative Netto-Investitionsrate aufweist. 

Bei der Gemeindeverwaltung und insbesondere bei Frau Schäfer bedanken wir uns für die Erstellung des Haushaltsplanes und für die allseits gute Zusammenarbeit. Auch für die gute Zusammenarbeit im Gemeinderat an die Kolleginnen und Kollegen unseren herzlichsten Dank.

Wünschen würden wir uns, dass, wenn wir schon Beschlüsse einstimmig fassen, diese von allen gleichermaßen nach außen kommuniziert werden und nicht, wie jüngst in einem Flugblatt geschehen, davon Abstand genommen wird oder schon bereits behandelte und entschiedene Themen vor dem Bürger neu aufgerufen werden. Zur Stärkung demokratischer Strukturen sollte nach unserer Auffassung Gemeinderatsarbeit frei von jeglichen Misstönen sein.

 

 

Kinderschlange quer durch die Halle
Kleine und große Faschingsfreunde feiern Ramba-Zamba-Party in Gondelsheim

Quelle: BNN Brettener Nachrichten vom 18.02.2019 Catrin Dederichs

Draußen scheint die Sonne als wäre es Frühling – und dennoch stürmen scharenweise Kinder als kleine Frösche, Prinzessinnen, Kakteen, Cowboys oder Indianer verkleidet in die Saalbachhalle. Kein Wunder, schließlich ist Ramba-Zamba-Party in Gondelsheim angesagt. Nach Worten von Bürgermeister Markus Rupp mit rund 500 Besuchern das größte Kinderfest der Gemeinde.

In seiner Begrüßungsrede dankt Initiator Uli Lange den Sponsoren, darunter „ganz besonders meinen BNN“. Dann aber sind die Kleinen an der Reihe: Erst laufen sie sich bei einer langen Polonaise warm, dann jubeln sie mit Mister Kunterbunt über „riesen Geschenke“ um die Wette, und schließlich verfolgen sie gebannt, wie die Gardegruppe „Entenküken“ gekonnt Arme und Beine fliegen lässt.

  

Beinahe ebenso bewegungsfreudig wie die Gardemädchen zeigt sich BeNNi, der sich das Großereignis in Gondelsheim nicht entgehen lässt. Sobald die ersten Klänge von „Viva Colonia“ erklingen, stürzt sich das BNN-Maskottchen ins Getümmel. Vorneweg führt der freundliche Greif die farbenfrohe Kinderschlange ein zweites und auch drittes Mal quer durch die Halle an. 

Begeistert sind die Kinder bei der Sache, und während sie Selfies mit ihm schießen, ist für BeNNi phasenweise kaum ein Durchkommen möglich.

Nach dem Beifall des Publikums zu urteilen, sind das Highlight des Nachmittags jedoch „Mister Black und Ursula“: Aus scheinbar leeren Dosen, Tüchern oder Bratpfannen zaubern sie weiße Kaninchen, Enten und Hühner hervor. Sie verwandeln Tauben in anderes Federvieh oder lassen Wasser in einer Zeitung verschwinden. Mit einer riesen „Rakete“ bedanken sich Groß und Klein bei den Zaubermeistern. Bis in den Abend feiern die Kinder mit Liedern wie „Das rote Pferd“ und dem Zauberlehrling Carlos Kalle fröhlich für den guten Zweck weiter – denn der gesamte Erlös der Ramba-Zamba-Party geht wie immer an das „Festival der guten Taten zugunsten der Aktion Mensch“.

 

„Die Gondelsheimer Tanznacht“ geht in die Verlängerung

Fußballverein lädt abermals zum besten Tanzmusik-Mix in die Saalbachhalle ein

Der beste Tanzmusik-Mix – so lautete das Motto der ersten Gondelsheimer Tanznacht vor einem Jahr. Und der ausrichtende FV Gondelsheim hat Wort gehalten. „Mit rund 500 Besuchern war die Premiere ein Riesenerfolg“, berichtet Oktay Irtem, Vorsitzender des Fußballvereins. Deshalb folgt nun die Fortsetzung. Die zweite Auflage findet am Samstagabend, 30. März, in der Saalbachhalle statt. 

Auf die freut sich auch schon Schirmherr und Bürgermeister Markus Rupp: „Der Gondelsheimer Veranstaltungskalender ist um eine Attraktion reicher. Vor allem zeigt es, mit wieviel ehrenamtlichem Engagement sich die Bürgerinnen und Bürger aktiv ins Ortsleben einbringen.“

Im Fußball gibt es eine alte Regel, nach der man ein erfolgreiches Team nie ändern soll und diese beherzigt der FV Gondelsheim auch auf dem Tanzparkett. Der beste Tanzmusik-Mix umfasst abermals alle Ohrwürmer von den 1970er Jahren bis zu den aktuellen Hits. Rock, Disco und Fox, Pop, Neue Deutsche Welle, Schlager, alles ist vertreten. Dafür sorgt oder besser gesagt, dafür bürgt Thomas Brockmann. Der bekannte DJ und Radio-Moderator hat schon bei der Premiere die Saalbachhalle in einen Tanztempel verwandelt und wird es auch dieses Mal tun. Ebenfalls wieder mit dabei sind Maik und Florian Braun. 

Sie rücken die Saalbachhalle ins rechte Licht und sorgen so für das entsprechende Tanznacht-Flair.

Tanzen bereitet nicht nur Freude, es macht auch hungrig und durstig. Hier gibt es die einzige Änderung zum Vorjahr – das Angebot wurde ausgeweitet. So bietet der Speisezettel neben diversen Würsten wie Brat- und Feuerwurst auch Pommes Frites oder Lachsbrötchen. An der Cocktailbar sind diverse Mixgetränke sowohl mit wie auch ohne Alkohol erhältlich. Und neben den üblichen kalten Erfrischungen stehen auf der Getränkekarte in diesem Jahr auch Warmgetränke.

Möglich wird das alles nur, weil viele helfende Hände mit anpacken. „Rund 25 Vereinsmitglieder sind sicherlich im Einsatz. Das ist nicht selbstverständlich und verdient daher unseren Dank und unsere Anerkennung“, sagt Irtem. Unter anderem übernimmt das Herrenteam die Bewirtung der Gäste.

„Die Gondelsheimer Tanznacht“ beginnt am Samstag, 30. März, um 20 Uhr, Einlass ist ab 19 Uhr in der Saalbachhalle. Karten für die Premierenfeier kosten im Vorverkauf neun Euro und zehn Euro an der Abendkasse. Karten sind erhältlich im Bürgerbüro Gondelsheim sowie im Autohaus Wetzel-Motors in Bretten.   

 

Schnelles Internet für Gondelsheim

Die Deutsche Telekom informiert

Die Gemeinde Gondelsheim erhält nun ebenfalls einen schnelleren Anschluss an die weltweite Datenautobahn. Über 1600 Haushalte profitieren von den neuen leistungsfähigen Internet-Anschlüssen ab ca. Mitte April. Die Geschwindigkeit der Übertragung erreicht je nach Entfernung zum Schaltgehäuse bis zu 250 Megabit pro Sekunde (MBit/s) im Download und bis zu 40 Megabit pro Sekunde (MBits/s) im Upload.

Was für Kunden wichtig ist –  Bürgerinfoveranstaltung am 21.03. 2019

Die schnellen Internetanschlüsse kommen nicht von allein in die Haushalte. Die Kunden müssen aktiv werden. Die Telekom bietet interessierten Bürger eine Informationsveranstaltung an. 

Die Veranstaltung beginnt am Donnerstag, den 21.03.2019 um 19:00 Uhr in der Schulaula, Obergrombacher Str. 4 in 75053 Gondelsheim  

Dort stehen Mitarbeiter der Telekom allen Kunden vor Ort zur Verfügung, um das schnelle Internet direkt zu beauftragen. 

Wichtig: Für bereits bestehende Anschlüsse erfolgt keine automatische Anpassung der Geschwindigkeit. Auch diesen Kunden steht das Vertriebsteam mit Rat und Tat beiseite. 

Die Deutsche Telekom freut sich auf zahlreiche Besucher!

 

Herzlichst 

Ihr

Markus Rupp, Bürgermeister