< Der Bürgermeister informiert KW 4
31.01.2019 08:55 Alter: 83 days

Der Bürgermeister informiert KW 5


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

kaum liegt Weihnachten und der Jahresbeginn hinter uns, heißt es sich mit dem Fasching zu beschäftigen. Der hatte nun in Gondelsheim nicht wirklich eine Hochburg. Das hat sich – zumindest für die Kinder - geändert. Seit 2014 gibt es „Ramba Zamba“ mit einem Programm vom Feinsten.      

 

Ramba Zamba“ in Gondelsheim: Glückliche Kindergesichter
sind garantiert
Nachwuchs feiert eine zweieinhalbstündige Faschings-Party in der Saalbachhalle

 

Wenn am 17. Februar pünktlich um 14.11 Uhr der Gondelsheimer Kinderfasching in der Saalbachhalle beginnt, dann ist eines sicher: Ab dann herrscht auf jeden Fall „Ramba Zamba“ – so auch der Titel der Veranstaltung – und das für mindestens zweieinhalb Stunden. So war es bei den bisherigen fünf Faschings-Partys, so wird es auch dieses Mal sein. Dafür sorgt ein abwechslungsreiches wie kurzweiliges Programm, das die Organisatoren auf die Beine gestellt haben. Ebenfalls in bewährter Manier zeichnet sich ein Trio verantwortlich, bestehend aus der Gemeinde Gondelsheim, dem Turnverein Gondelsheim und Uli Lange mit seinem Kuratorium „Festival der guten Taten“. Denn es geht gleichermaßen darum, Spaß zu bereiten wie Gutes zu bewirken. Ein Teil der Eintrittsgelder fließt in die Arbeit der Hilfsorganisation „Aktion Mensch“.  „Das ist eine wahrlich gelungene Kombination. ‚Ramba Zamba‘ sorgt für viele fröhliche und glückliche Kindergesichter und die Einnahmen helfen gleichzeitig Menschen, die auf unsere Unterstützung angewiesen sind“, sagt Bürgermeister und Schirmherr Markus Rupp.

 

  

Staunen, Wundern und natürlich viel Mitmachen, damit ließe sich der bevorstehende Nachmittag in der dann liebevoll geschmückten Saalbachhalle am besten zusammenfassen. Staunen, Wundern und Mitmachen, das trifft beispielsweise auf Carlos Kalle und dessen Zaubertricks zu. Aber es bleibt dabei nicht beim Zuschauen, vielmehr geht es um das Mitzaubern. Eigene Aktivität ist auch – wie der Name schon sagt – bei der Mitmach-Kinder-Spiele-Show gefragt. Der landauf landab bekannte Mister Kunterbunt produziert Gags am laufenden Band und die kleinen Mitmacher werden nach ihrem Bühnenauftritt mit Preisen belohnt.

Durchschnaufen und genießen ist beim Auftritt der Kinder-Gardetanzgruppe Eulenkücken der KG Fidelio aus Karlsruhe geboten, während diese ihre rasanten und temperamentvollen Schautänze „Die fliegenden Beine“ und “Die kleinen Zwerge“ aufführt. Und (fast) zu guter Letzt ist Staunen angesagt, wenn Mister Black & Ursula die kleinen wie großen Besucher in die Welt der Magie entführen.

Die Internationalen Preisträger und Grand-Prix-Sieger der Zauberkunst verwandeln die Bühne in einen richtigen Zoo und bescheren so ein echt „tierisch zauberhaftes Erlebnis“.

Dann wird noch mal so richtig auf die Pauke gehauen und zwar in Form der Kinder-Mega-Super-Disco-Music-Show. Bei den neuesten Hits im Kinder-Disco-Sound geht „voll die Post ab“, verspricht auf jeden Fall Magic-Kalle. Und was der verspricht, das hält er auch immer.

Die Kinderfaschings-Party „Ramba Zamba“ findet am Sonntag, 17. Februar, in der Saalbachhalle statt.

Beginn ist um 14.11 Uhr, Einlass ab 13 Uhr.

Der Eintrittspreis beträgt vier Euro. Karten gibt es im Bürgerbüro des Rathauses Gondelsheim sowie im Büro der Tourist-Info Bretten.

 

 

 

40 Jahre kommunale Partnerschaft
Gondelsheim – Droué
Jubiläumsfeierlichkeiten in Droué
vom 30. Mai – 2. Juni 2019

 

Unsere Partnergemeinde Droué lädt alle Gondelsheimerinnen und Gondelsheimer zum Jubiläumswochenende vom 30. Mai bis 2. Juni 2019 nach Droué ein.

Tolle Ausflüge (u.a. Schloss Chambord) sowie ein Festabend am Samstag warten auf Sie.

Die Gemeindeverwaltung Gondelsheim wird einen Bus für die Teilnehmer organisieren und die Reisekosten wie üblich zu 50% übernehmen. Details zu Abfahrtzeiten etc. werden noch bekanntgegeben.

Meldefrist ist Ende Februar 2019, damit unsere französischen Freunde planen können.

Anmeldung und weitere Informationen im Rathaus Gondelsheim bei Frau Corinna Kehrer, Tel 07252 944415, Mail corinna.kehrer@gondelsheim.de.  

 

 

Der Jugendtreff Bounty
Zusätzlicher „Kidstreff“

 

Mit der Ausweitung unseres Angebots um einen zusätzlichen »Kidstreff« können wir eine seit langem schmerzlich gefühlte Lücke, wenn schon nicht schließen, so doch zumindest etwas auffüllen. Der zusätzliche Treff für unsere Jüngsten zwischen sieben und neun Jahren startet gleich in der kommenden ersten Februarwoche und findet künftig an jedem Mittwoch von 14.30 bis 16.00 Uhr statt. – Der bewährte Donnerstagstreff bleibt davon unberührt bestehen. :-)

Währenddessen neigt sich der winterkalte Januar seinem Ende zu und wir haben schon wieder zahlreiche Vorhaben für die kommende Zeit:

So haben wir einen Logo-Wettbewerb ausgerufen, um unserem »Bounty« auch ein optisch unverwechselbares Bildzeichen zu verpassen; für die Großen planen wir einen Ausflug ins Europabad, für die Gäste am Sonntag eine Backaktion, für die Bewegungshungrigen einen Hallensporttag; angedacht sind überdies »italienische Wochen«, in welchen wir mit hochwertigen Zutaten Leckeres aus dem lieblichen Land der Pasta zubereiten wollen.

 

 

Derzeit haben die Teens einen bislang wenig beachteten Einrichtungsgegenstand für sich entdeckt: unsere Nubert-Musikboxen. Aus diesen hochwertigen Standlautsprechern schallt seit der Eröffnung tagein, tagaus jugendtaugliche Mucke. Warum die brusthohen, sehr massiven Speaker sich mit ihren schwingenden Hoch-, Tief- und Mitteltönern urplötzlich in Klettergerüste verwandelten, ist uns selbst ein Rätsel. Vielleicht sind es ja die basslastigen Klangergüsse des bei der Jugend derzeit sehr beliebten Capital Bra, welche unsere Teens auf die (wohlverankerten) Lautsprecher treiben? Wir wissen es nicht! Ein ergötzlicher Anblick ist es zweifellos. ;-)

Wir danken ganz herzlich:

  • Familie Dürr für die Spende von Spielwaren.

 

Terminvorschau:

  • Sonntag, 10. Februar: Very british: Scones & Black Tea.
  • Donnerstag, 14. Februar: Sport, Spiel & Spaß in der TV-Halle.
  • Mittwoch, 20. Februar: Faschingsbasteln mit Sabine.
  • Mittwoch, 27. Februar: Europabad Karlsruhe.

 

Nähere Details und Anmeldungen wie üblich bei uns Betreuern. (Zum Teil müssen die regulären Treffs für die Sonderaktionen entfallen.)

 

Euer AWO-Jugendtreff-Team (Matthias und Michael Klebon, Andrea Mergel, Sabine Oehlbach)

 

 

„Die Gondelsheimer Tanznacht“
in der Saalbachhalle
Samstag, 30. März 2019 ab 20 Uhr
Der beste Tanzmusik-Mix!

 

Es ruft nach Wiederholung. Und sie kommt wieder - die „Gondelsheimer Tanznacht“. Was im letzten Jahr als Experiment begann, wurde zu einem Riesenerfolg mit beinahe 500 Besuchern bzw. Tänzerinnen und Tänzern.  

Der Fußballverein Gondelsheim lädt deshalb auch 2019 wieder alle Tanzbegeisterten zur Gondelsheimer Tanznacht 2.0 am 30. März 2019 in die Saalbachhalle ein.

„Never change a winning team“ - unverändert mit dabei und Erfolgsgarant DJ Thomas Brockmann („Tommy‘s Plattenladen“ - die neue Welle).

Mit einer Mischung aus knackigen 70er Jahre Rock, Disco & Fox plus die XXL-Portion grandioser 80iger Kult-Hits, NDW, Schlager lässt DJ Thomas Brockmann die „Alten Zeiten“ wieder aufblühen. Von ABBA bis AC/DC, Boney M bis Bruno Mars, Helene Fischer bis zu aktuellen Hits brennt er ein „Feuerwerk“ an tanzbaren Hits ab.

 

 

Alle Tanz- oder Musikbegeisterten sind hierzu wieder herzlich eingeladen.

Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Der FVG wartet auch mit einer Bar (Cocktails etc.) auf!

Seien Sie dabei - wir freuen uns auf eine volle Tanzfläche!

Und Sitzgelegenheiten gibt es in diesem Jahr auch in großer Anzahl.

 

Einlass ab 19.00 Uhr / Beginn 20 Uhr

Karten: Vorverkauf 9,-€ (ab dem 18.02.2019) / Abendkasse 10,- €

Vorverkauf: Bürgerbüro Gondelsheim + Autohaus Wetzel-Motors GmbH (Opel & Kia-Bretten)

Veranstalter: Fußballverein Gondelsheim 1953 e.V.

Schirmherr: Bürgermeister Markus Rupp

 

 

Aus der Kreistagssitzung
vom 24. Januar 2019 in Waghäusel

 

Kreistag beschließt Haushalt 2019

Investitionen in moderne Bildungs-einrichtungen und Infrastrukturprojekte sichern Zukunftsfähiglkeit des Landkreises

Der Kreistag hat in seiner jüngsten Sitzung, die am 24. Januar in der Wagbachhalle in Waghäusel stattfand, den Kreishaushalt für das Jahr 2019 beschlossen. Mit fast 518 Mio EUR ist das Gesamtvolumen gegenüber dem Vorjahr (505 Mio EUR) abermals gestiegen. Die Verschuldung wird um vier Mio EUR abgebaut und sinkt nach derzeitigen Entwicklungen auf unter 90 Mio EUR, 26 Mio EUR werden investiert. Aufgrund der positiven Entwicklung senkte das Gremium die von den Städten und Gemeinden zu entrichtende Kreisumlage um zwei auf nunmehr 30 Prozentpunkte ab. Ein Antrag auf Senkung um einen Prozentpunkt fand keine Mehrheit. Möglich wurde diese Entlastung für die Kommunen aufgrund der gestiegenen Steuerkraftsumme, Schlüsselzuweisungen und höhere Einnahmen aus der Grunderwerbssteuer. Auch wird die Mindestliquidität nach Eingang der über die Spitzabrechnung zu erstattenden Kosten für die Unterbringung von Flüchtlingen überschritten.

Größter Posten bei den Investitionen machen mit 11,3 Mio EUR Hochbaumaßnahmen an den Schulen und Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren aus: 7,2 Mio EUR sind für die ersten beiden Bauabschnitte des Beruflichen Bildungszentrums Ettlingen etatisiert. 2,1 Mio EUR für die Sanierung des 2.OG an der Handelslehrsanstalt Bruchsal und 0,8 Mio EUR für Sanierungsarbeiten an der Karl-Berberich-Schule Bruchsal. Investitionszuwendungen von insgesamt 3,6 Mio EUR sind für Investitionszuweisungen vorgesehen, wobei die Schwerpunkte bei der Hardtwaldschule Neureut sowie der Karlsruher Außenstelle der Ludwig-Guttmann-Schule Karlsbad liegen. 3,5 Mio EUR sind für die Umsetzung des Kreisstraßenprogramms vorgesehen und 2,3 Mio EUR Investitionen im Bereich des den ÖPNV für für den weiteren Ausbau der S-Bahn Rhein-Neckar sowie der S-Bahn Karlsruhe-Mannheim. Auf einem hohen Niveau ist weiterhin der Sozialetat. Erneut gestiegen sind die Eingliederungshilfe und die Jugendhilfe, die sich nun auf 71,6 bzw. 44,9 Mio EUR beläuft. Leicht rückläufig ist dagegen die Grundsicherung für Arbeitssuchende, die mit 35 Mio EUR etatisiert ist. Eine positive Nachricht konnte der Landrat in Bezug auf die Unterbringungskosten von Flüchtlingen übermitteln: Sie wurden von 2014 bis 2017 mit dem Land spitzabgerechnet und sind mit Ausnahme von bereits zugesagten Restzahlung vollumfänglich erstattet. „Der Eingang der Zahlungen für die asylbedingten Aufwendungen des Kreises lässt uns nun wieder auf unser Kerngeschäft fokussieren“, sagte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel und wies darauf hin, dass mit der Erneuerung des Landratsamtsgebäudes in der Beiertheimer Allee in den nächsten Jahren eine weitere große Aufgabe anstehe, um den Einwohnerinnen und Einwohnern des Landkreises moderne Dienstleistungen anbieten zu können.

  

BM Markus Rupp bei der Haushaltsrede

 

Zugestimmt hat der Kreistag auch dem Wirtschaftsplan 2019 des Eigenbetriebes „Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Karlsruhe“ sowie den Haushaltsplänen der Kreisstiftungen „Fürst-Stirum-Hospitalfonds“ und „Großherzoglicher Unterstützungsfonds“. Darüber hinaus wurde der Landrat ermächtigt, in den jeweiligen Gesellschafterversammlungen den Unternehmensplänen der Regionalen Kliniken Holding RKH GmbH und der Kliniken des Landkreises Karlsruhe gGmbH, dem Wirtschafts- und Investitionsplan 2019 der Gesellschaft für Biomüll und Recycling im Landkreis Karlsruhe mbH, sowie den Wirtschaftsplänen 2019 der Jugendeinrichtung Schloss Stutensee, der Breitbandkabel Landkreis Karlsruhe GmbH und der Gemeinnützigen Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft mbH zuzustimmen. Der Kreistag wies daneben den Verwaltungsrat der Kommunalanstalt für Wohnraum im Landkreis Karlsruhe an, den Wirtschaftsplan 2019 mit fünfjähriger Finanzplanung festzustellen.

Den Beteiligungsbericht des Landkreises Karlsruhe für das Geschäftsjahr 2017, der alle Unternehmen in der Rechtsform des privaten Rechts aufführt, an denen der Landkreis Karlsruhe unmittelbar bzw. zu mehr als 50% mittelbar beteiligt ist, nahm der Kreistag zur Kenntnis.

 

 

Landratsamtsgebäude in der Beiertheimer Allee

Kreistag stimmt weiterer Vorgehensweise und konkretem Zeitplan zu - Städtebaulicher Wettbewerb in diesem Jahr

 

Nachdem der Kreistag im November vergangenen Jahres den Grundsatzbeschluss gefasst hatte, den Hauptsitz der Kreisverwaltung in der Beiertheimer Allee 2 in Karlsruhe nicht zu sanieren sondern die Baukörper durch Neubauten mit mehr Nutzfläche zu ersetzen stimmte das Gremium in seiner jüngsten Sitzung vom 24. Januar der weiteren Vorgehensweise sowie dem Zeitplan zu.

Nächster Schritt ist demnach ein städtebaulicher Wettbewerb, den die Stadt Karlsruhe auslobt und in dem Klarheit über die städtebauliche Entwicklung des Gesamtareals geschaffen werden soll. Als Eckpunkte für den Auslobungstext legte der Kreistag die Leitdee mit einem Hochhaus als Landkreisgebäude fest, welches sich künftig zum Ettlinger Tor ausrichtet. Der Raumbedarf der Landkreisverwaltung muss ebenso abgebildet werden wie der der Akademie der Unfallkasse Baden-Württemberg und der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie, mit denen der Landkreis im Hinblick auf gemeinsam zu nutzende Flächen gemeinsame Sache machen möchte, was der Kreistag ausdrücklich begrüßt. Im Erdgeschoss ist auch eine teilweise Nutzung für den Einzelhandel vorstellbar. Die Tiefgarage soll künftig über die Kriegsstraße erschlossen werden und genereller Wert wird auf die Wirtschaftlichkeit und Angemessenheit der Baukörper gelegt. Um die unterschiedlichsten Finanzierungsvarianten zu bewerten wird eine ständige Kostenfortschreibung mit entsprechenden Kennzahlen erfolgen. Zusätzlich beauftragte der Kreistag die Verwaltung, in den kommenden Verfahren einen Sanierungsberater mit einzubinden – auch um laufend Zuschussmöglichkeiten im Blick zu haben.

Angestrebt wird eine Vorstellung der Ergebnisse des städtebaulichen Wettbewerbs in der November-Kreistagssitzung, so dass im Folgejahr das Auswahlverfahren für einen Architekten durchgeführt werden kann. Bereits Mitte diesen Jahres sollen Planungsleistungen im Hinblick auf die künftige Innenstruktur vergeben werden, in der zweiten Jahreshälfte dann die Projektsteuerungs- und Abbruchleistungen für den Langbau, an dem die ersten Bauarbeiten stattfinden werden. Ebenfalls muss im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens eine denkmalschutzrechtliche Genehmigung für den Abbruch der neu zu errichtenden Gebäudeteile erwirkt werden, die noch im Januar beantragt werden soll. Landrat Dr. Christoph Schnaudigel informierte daneben, dass beim Landtag eine Petition vorliegt, die auf den Erhalt des Kulturdenkmals „ehemaliges Verwaltungsgebäude der Badenwerk AG“ abzielt und die sich an die Stadt Karlsruhe richtet. Mit der Stadtverwaltung sei man bereits im Gespräch.

Für die ersten Planungen sind im aktuellen Haushaltsjahr Mittel in Höhe von 400.000 EUR eingestellt. In der Zehnjahresübersicht der Finanzplanung sind ab 2022 pro Jahr vier Mio EUR berücksichtigt.

 

Landkreis investiert 90 Millionen Euro in Berufliches Bildungszentrum Ettlingen

Erster Bauabschnitt geht Vollendung entgegenObjektplanung für zweiten Bauabschnitt vergeben

 

Die offizielle Inbetriebnahme des bereits weit fortgeschrittenen Neubaus der Wilhelm-Röpke-Schule am Beruflichen Bildungszentrum Ettlingen ist im Juli vorgesehen. In seiner jüngsten Sitzung, die am 24. Januar in der Wagbachhalle in Waghäusel stattfand, stellte der Kreistag nun die Weichen für die Fortsetzung der Arbeiten, die in mehreren Schritten eine Generalsanierung bzw. Neubau aller drei Schulen beinhaltet.

Für einen zweiten Bauabschnitt, der einen Neubau der Albert-Einstein-Schule inklusive der Cafeteria umfasst, beschloss das Gremium, das Architekturbüro Michael Weindel & Junior Architekten mit den Leistungsphasen 1-3 nach der Honorarordnung für Architekten- und Ingenieurleistungen HOAI, das bedeutet die Grundlagenermittlung, der Vor- sowie der Entwurfsplanung zu beauftragen. Das Waldbronner Architekturbüro ging nach europaweiter Ausschreibung der Objektplanung als Sieger eines Verfahrens nach der Vergabeverordnung VGV hervor. 15 Architekturbüros hatten sich in einer 1. Stufe um den Planungsauftrag beworben. Nach Prüfung der Eignungskriterien wurden darauf hin sechs Büros zum Verhandlungsverfahren einer zweiten Auswahlstufe eingeladen. „Der Entwurf des Büros Weindel bot nach Auffassung des Wertungsgremiums die beste Lösung, was pädagogische Vorgaben, das Raumprogramm des Schulträgers, städtebauliche Überlegungen sowie Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Energiekonzept betrifft“, erläuterte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel, der dem Wertungsgremium selbst als Sachpreisrichter angehörte. Ausschlaggebend war unter anderem die sehr gute Einbindung in die bestehende Bebauung, die hohe Aufenthaltsqualität in den Räumen aufgrund maximaler Tageslichtausnutzung sowie die optimale Lage der Cafeteria auf dem künftigen Schulcampus. Der Entwurf umfasst eine Bruttogeschossfläche von 17.600 Quadratmetern, womit die geforderte Programmfläche fast punktgenau abgebildet werden kann.Die Sporthalle kann eingebunden und ein großzügiger Pausenhof geschaffen werden. Die Vergabe an das Architekturbüro Weindel, das bereits den ersten Baubschnitt plante, sichere daneben die Kontinuität des Projekts.

Der weitere Zeitplan sieht vor, dass der Kreistag im Januar nächsten Jahres  den Baubeschluss fasst. Baubeginn für den zweiten Bauabschnitt könnte der April 2021 sein, für den eine zweijährigen Bauzeit geschätzt wird. Danach steht ab 2024 die Sanierung der Bertha-von Suttner-Schule sowie der Abbruch der „alten“ Wilhelm-Röpke-Schule an. Der 1. Bauabschnitt ist mit 21,6 Mio EUR veranschlagt, wobei der Landrat betonte, dass 98% aller Arbeiten bereits vergeben sind und der Kostenrahmen bislang eingehalten ist. Eine Förderung durch das Land Baden-Württemberg in Höhe von rund fünf Mio EUR ist grundsätzlich zugesagt. Der 2. Bauabschnitt wird mit 52,4 Mio EUR veranschlagt. Die Gesamtmaßnahme „Weiterentwicklung BBZ Ettlingen“ hat ein Volumen von 90 Mio. €.

 

Gebührensystem für künftige Bioabfalleinsammlung festgelegt

 

Bereits im vergangenen Jahr hatte der Kreistag beschlossen, im Landkreis Karlsruhe eine weitergehende Sammlung von Bioabfällen in Form eines Kombisystems aus einer freiwilligen Biotonne und einem Bringsystem auf den vorhandenen Grünabfallsammelplätzen einzuführen. Damit sollen hauptsächlich diejenigen Bioabfälle getrennt gesammelt werden, die heute noch im Hausmüll enthalten sind und künftig teuer verbrannt werden müssen.

In einem nächsten Schritt wurde nun das dazu passende System für die Abfallgebühren festegelegt. In seiner jüngsten Sitzung vom 24. Januar hat der Kreistag beschlossen, dass die Biotonne künftig für eine jährliche Behältergebühr angeboten werden soll. Für die Nutzung des Bringsystems sollen dagegen kein zusätzliche Gebühr vorgesehen werden. Wer seine Bioabfälle also selbst zu den Sammelstellen bringt, soll künftig nichts extra bezahlen.

Für die Entscheidung wurden die Vor- und Nachteile von Modellen miteinander verglichen, die es bereits in Baden-Württemberg gibt und das für die Verhältnisse im Landkreis Karlsruhe beste System ausgewählt. Danach sollen die Grundstückseigentümer weiterhin die Gebührenschuldner bleiben. Auch richtet sich die Jahresgebühr künftig wie bisher nach der Anzahl und Größe der vorhandenen Hausmüllbehälter und die Leerungsgebühr nach dem Behältervolumen und der Anzahl der in Anspruch genommenen Leerungen. Die Zusatzgebühr für die künftig freiwillige Biotonne soll nach der Anzahl und Größe der auf dem Grundstück vorgehaltenen Bioabfallbehälter und bei Bioabfallbehältern mit 660 Litern zusätzlich nach dem Abfuhrturnus bemessen werden. Die Gebühr wird damit unabhängig von den in Anspruch genommenen Leerungen berechnet. Damit wird diese Serviceleistung jedem Nutzer verursachergerecht berechnet, ohne dass ein Anreiz entsteht die Biotonnen nur selten leeren zu lassen, was zu hygienischen Problemen führen würde. Werden die Bioabfälle selbst zu den Grünabfallsammelplätzen gebracht, soll keine Zusatzgebühr vorgesehen werden. Diese Leistung soll mit den Jahresgebühren gedeckt werden, wie es auch heute für die Grünabfälle der Fall ist. Dadurch soll der eigene Transport der Bioabfälle zur Sammelstelle für die Nutzer attraktiver werden. Aus Sicht von Landrat Dr. Christoph Schnaudigel ist dies ein ausgewogener Vorschlag zur Fortentwicklung des heutigen Abfallgebührensystems. Für die Einführung einer zusätzlichen Bioabfallsammlung für die Privatkunden wird mit rund zwei Millionen Euro kalkuliert. Die Einführung ist für 2021 vorgesehen.

Das Gremium wurde auch darüber informiert, dass unabhängig davon in den nächsten Jahren mit weiteren Kostensteigerungen zu rechnen ist. Der Wegfall der Gebührenüberschüsse, Mehrkosten für die Abfallentsorgung und geringere Erlöse für die Wertstoffe werden sich auf zusätzliche 4,4 Millionen Euro summieren. Genau steht die Kostenentwicklung aber erst dann fest, wenn die Ergebnisse der Ausschreibungen für die thermische Restabfallbehandlung und für die Bioabfallsammlung und Verwertung vorliegen, was voraussichtlich im Sommer 2019 der Fall sein wird.

 

Zufriedene Gesichter im Landkreis Karlsruhe
Hohe Fördersumme für Lernfabrik 4.0 der Beruflichen Schulen Bretten und Albert-Einstein-Schule Ettlingen

 

Sichtlich zufrieden waren Landrat Dr. Christoph Schnaudigel, die Schulleiterin der Beruflichen Schulen Bretten (BSB) Barbara Sellin und der Schulleiter der Albert-Einstein-Schule Ettlingen (AES) Joachim Dambach, als sie von Ministerialdirektor Michael Kleiner, Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau, den Bewilligungsbescheid von rund 350.000 Euro für die Lernfabrik 4.0 am Mittwoch, 23. Januar, im Neuen Schloss in Stuttgart, entgegennehmen konnten. „Das ist der verdiente Lohn unserer vereinten Anstrengungen für eine praxisnahe und anwendungsorientierte Aus- und Weiterbildung der Schülerinnen und Schüler der beiden Beruflichen Schulen des Landkreises“, konstatierte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel. Die Lernfabrik 4.0 ist ein Baustein der Digitalisierungsoffensive des Landkreises Karlsruhe, die neben der Verwaltung auch die Beruflichen Schulen und die Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren umfasst.

Bereits seit Oktober 2016 können Schülerinnen und Schüler der BSB in einem Grundlagenlabor einer Lernfabrik 4.0 industrielle Fertigungsprozesse insbesondere in den Bereichen Automatisierung, Steuerung und Programmierung durchführen, wie sie auch in Handwerk und Wirtschaft zum Einsatz kommen.

„Nächster Schritt ist der Aufbau eines Lernfabrik 4.0-Verbundes mit der AES, so dass an beiden Standorten durch eine entsprechende Vernetzung die Prozesse von der Auftragserteilung über die Produktion bis zur Lieferung durchgeführt werden können“, berichtete Schulleiterin Barbara Sellin. Da die Vernetzung auf einer leistungsfähigen Internetverbindung basiert, profitieren die Schulen direkt von der Breitbandoffensive des Landkreises Karlsruhe, der hier bekanntlich auf einem sehr guten Weg ist. Alle Schulen des Landkreises Karlsruhe verfügen über eine 100Mbit-Internetverbindung per Glasfaser.

Wie bereits beim Grundlagenlabor können die Schulen auch bei diesem Projekt auf die Unterstützung von Firmen zählen. Rund 75.000 Euro, das entspricht 10 % der Investitionssumme für die Lernfabrik 4.0, steuern mittelständische Unternehmen der regionalen Wirtschaft bei. „In der Zusammenarbeit bringen die Firmen ihre Kenntnisse und Erfahrungen ein und wir können so deren Anforderungen praxisnah umsetzen. Durch die wechselseitige Unterstützung und den gegenseitigen Austausch profitieren alle Beteiligten“, ergänzte Schulleiter Joachim Dambach.

„Die großzügige Unterstützung seitens des Landes Baden-Württemberg bestärkt uns in unserem Weg, den jungen Menschen eine Qualifizierung auf hohem Niveau zu ermöglichen und so den Fachkräften von morgen eine ausgezeichnete Zukunftsperspektive zu bieten“, richteten Landrat Dr. Christoph Schnaudigel und die beiden Schulleiter ihren Dank an das Land.

Herzlichst

Ihr

Markus Rupp, Bürgermeister