< Der Bürgermeister informiert KW 30
02.08.2018 11:37 Alter: 48 days

Der Bürgermeister informiert KW 31


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

Sommerzeit – Ferienzeit, endlich ist es wieder soweit! Die Sommerferien haben begonnen und darüber freuen sich vor allem die Schulkinder, aber auch die Eltern, Lehrer und viele mehr. Jetzt heißt es für sechs Wochen: Entspannen und die Seele baumeln lassen.

Ich wünsche Ihnen allen schöne Ferien und einen Sommer bei dem die Temperaturen gerne auch mal wieder unter 30 Grad sinken dürfen.

 

 

Heiß? Gondelsheim bekommt Eis!
 

Die Hitzewelle kennt kein Ende, das Stöhnen darüber wird immer lauter. Wir – Eis & Pizza Da Filippo, Gewerbeverein Gondelsheim und Bürgermeister Markus Rupp – haben ein Rezept dagegen: Eis für alle!!!

 

 

 

Sollte es am Dienstag, 7. August 2018 nachmittags um 14 Uhr über 30 Grad haben, dann gibt es auf dem Rathausplatz zwischen 14 und 15 Uhr für alle Gondelsheimer eine Kugel Gratis-Eis!

 

 

 B35: Arbeiten für den Neubau der Lärmschutzwand Gondelsheim beginnen

Im Auftrag des Regierungspräsidiums Karlsruhe beginnen ab Montag, 6. August 2018, die vorbereitenden Arbeiten zum Neubau der Lärmschutzwand an der B 35 bei Gondelsheim. Östlich von Gondelsheim werden am bestehenden Straßenrand auf einer Länge von rund 1,7 Kilometern zunächst die Schutzplanken und der Bewuchs an den Böschungen entfernt. Anschließend wird bis zum 21. Dezember 2018 auf 900 Meter Länge die Straßenentwässerung näher an den Fahrbahnrand verlegt, um Platz für die Gründung der Lärmschutzwand zu schaffen.

Für die Gründung müssen im Abstand von jeweils vier Metern Bohrpfähle mit einem Durchmesser von circa 70 Zentimeter und einer Länge von bis zu 17,50 Meter in den Untergrund eingebracht werden. Anschließend kann dann auf einem aufbetonierten Sockel die Lärmschutzwand montiert werden. Die Montage der ersten Lärmschutzelemente beginnt voraussichtlich Mitte November 2018.

Um die Bauzeit so kurz wie möglich zu halten und an mehreren Stellen parallel arbeiten zu können, muss die B 35 für die Dauer von zwölf Monaten von Gondelsheim Süd bis Gondelsheim Nord auf zwei Fahrspuren mit je 2,75 Meter Breite verengt werden.

Das Regierungspräsidium Karlsruhe bittet die Anwohner und Verkehrsteilnehmer für die Belastungen und Behinderungen um Verständnis. (RP KA)

Und Bürgermeister Markus Rupp gibt allen mit auf den Weg: „Gutes fällt eben nicht vom Himmel, sondern wird erst einmal auch für Ärger und Verdruss sorgen. Bitte bedenken!“

Weitere Informationen zu aktuellen Straßenbaustellen finden sich im Internet unter www.vm.baden-wuerttemberg.de, www.baustellen-bw.de.

 

 

Sichere Fußwegverbindung zwischen Bahnhof und „Schlossbuckel“

 

Lange hat es gedauert – jetzt ist sie da: Ein Provisorium dient seit kurzem als fußläufige Verbindung von Bahnhof und Schlossbuckel. Der Wunsch danach, der auch aus dem Baugebiet Schlossbuckel kam, ist verständlich. Gerade auch viele Kinder machen sich morgens auf den Weg zur Stadtbahn oder zur Gondelsheimer Schule. Die Verkehrssicherheit gerade auch für diese Altersgruppe soll so erhöht werden.

Die neue Verbindung führt jetzt vom regulären Gehweg des Schlossbuckels entlang des alten Wirtschaftswegs am Gesindehaus des Schlosses um dann an der Buswendeplatte auf die Seite des Bahnsteigs zu führen.

 

    

„Warum ein Provisorium?“ wird sich mancher fragen. Hintergrund ist die kommende Beseitigung des schienengleichen Bahnübergangs. Im Zuge dieser „großen Lösung“ werden auch die Geh- und Radwegverbindungen in diesem Bereich neu bzw. erstmalig angelegt. Ein Baubeginn wird derzeit für 2022/23 angepeilt. Nach der Sommerpause wird es hierzu auch weitere Informationen im Gemeinderat geben.

 

Lenkende Hinweisschilder werden noch folgen.

 

 

Aus der Kreistagsitzung vom 19. Juli 2018

 

Kreistag stellt Jahresabschlüsse 2017 von Landkreishaushalt, Stiftungen, Eigenbetrieb und Gesellschaften fest

Mit einem positiven Gesamtergebnis in Höhe von 21.177.251 EUR schließt der Kreishaushalt 2017 ab.

 

Dies ergibt sich aus dem Schlussbericht  des Kommunal- und Prüfungsamtes, den dessen Leiter Joachim Schöffler dem Kreistag in seiner jüngsten Sitzung am 19. Juli vorlegte. Positive Abweichungen beim ordentlichen Ergebnis sind u.a. auf gestiegene Schlüsselzuweisungen und Sachkostenbeiträge, Mehrerträgen bei der Grunderwerbssteuer einer Ausgabenreduktion im Bereich ÖPNV sowie die Verschiebung von Sondermaßnahmen im Bereich der Bauunterhaltung zurückzuführen.

Auch der Bereich der Eingliederungs- und Jugendhilfe trug zur Ergebnisverbesserung bei. Ein positives Sonderergebnis konnte bei der Veräußerung des ehemaligen Verwaltungsgebäudes in der Bruchsaler Orbinstraße erzielt werden. Die langfristige Verschuldung konnte gegenüber dem Vorjahr um 5,7 Mio EUR verringert werden und beträgt zum 31.12.2017 104.413 EUR. An Kassenkrediten waren zum gleichen Stichtag rund 20,1 Mio. EUR zu verzeichnen, denen jedoch auch Geldanlagen in Höhe von 11,6 Mio EUR gegenüberstehen. Die Kassenkredite konnten insbesondere aufgrund der eingegangenen Erstattung für die Asylkosten für die Jahre 2015 und 2016 um 30 Mio EUR reduziert werden. Der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises schließt für das Jahr 2017 bei einer Bilanzsumme von 50.243.117,40 EUR und einem Jahresüberschuss von 1.977,08 EUR. Im Gebührenbereich „Abfall“ ergab sich eine Gebührenüberdeckung von 3.546.935,98 EUR, die in den nächsten Jahren zur Deckung von Mehrkosten verwendet werden können. So wurde in der Gebührenkalkulation 2018 ein Abbau von 2,83 Mio EUR berücksichtigt. Mit einem Überschuss von 58.659,46 EUR schließt die Gesellschaft für Biomüll und Recycling im Landkreis Karlsruhe mbH ab, der dem Abfallwirtschaftsbetrieb zufließt. Bei der Jugendeinrichtung Schloss Stutensee gGmbH“ weist der Jahresabschluss 2017 einen Fehlbetrag in Höhe von 81.472,68 EUR aus, der im wesentlichen aus gestiegenen Personalkosten, überplanmäßigen Investitionen und einer Minderauslastung neu eingerichteter Gruppen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge resultiert. Bei der Gemeinnützigen Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft BEQUA gGmbH wurde bei einer Bilanzsumme von 726.064,01 EUR ein Überschuss von 7.416,33 EUR erzielt. Das Geschäftsjahr 2017 der Breitbandkabel Landkreis Karlsruhe GmbH schließt mit einem ausgeglichenen Ergebnis. Der Kreistag stellte die Jahresabschlüsse 2017 für den Kreishaushalt und den Eigenbetrieb „Abfallwirtschaft“ sowie die Abschlüsse der Kreisstiftungen „Fürst-Stirum-Hospitalfonds“ und „Großherzoglicher Unterstützungsfonds“ fest und ermächtigte den Landrat, in den verschiedenen Gesellschafterversammlungen die Jahresabschlüsse entsprechend festzustellen. Im Bereich der Kommunalanstalt für Wohnraum im Landkreis Karlsruhe AöR betragen die Gesamterträge und -aufwendungen im Jahr 2017 jeweils 27,9 Mio EUR; der Kreistag wies den Verwaltungsrat an, den entsprechenden Jahresabschluss festzustellen.

 

 

Jahresabschlüsse der Regionalen Kliniken Holding und Kliniken des Landkreises Karlsruhe im Kreistag - Hohe Investitionen an Landkreiskliniken in Bruchsal und Bretten   

 

Die Kliniken des Landkreises Karlsruhe standen einmal mehr im Mittelpunkt der Beratungen im Kreistag. In seiner jüngsten Sitzung vom 19. Juli nahm das Gremium Kenntnis, dass bei der Fürst-Stirum-Klinik Bruchsal mit der Inbetriebnahme des neuen G-Baus im April 2018 nun in einer weiteren Bauphase der D-Bau und der E-Bau durch einen Neubau ersetzt werden kann. Aktuell wird mittels eines Vergabe-Verfahrens die Architekten- und Fachplaner-Auswahl getroffen. Im Anschluss daran sollen dann auch die Bauteile F und B abschnittsweise saniert werden. Konsequent umgesetzt wird auch das Brandschutzkonzept, wo jetzt auch das Wirtschaftsgebäude ertüchtigt wurde. Die Bauarbeiten an der neuen Rechbergklinik in Bretten gehen dem Ende zu; nachdem im November 2016 Richtfest gefeiert wurde ist die Fertigstellung der Bauarbeiten im November 2018 und die Inbetriebnahme im März 2019 vorgesehen, wie der Geschäftsführer der Regionalen Kliniken Holding RKH GmbH Dr. Jörg Martin ausführte. Im Jahr 2017 wurden insgesamt 19,4 Mio. EUR (2016:. 16,6 Mio. EUR) für Investitionen eingesetzt. „Der finanzielle Rahmen für Baumaßnahmen wird zunehmend eingeschränkt“, merkte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel an. Zwar falle die Landesförderung zufriedenstellend aus, doch decken weder die Fördermittel noch die Krankenhausentgelte den Investitionsbedarf vollständig ab.

Beraten hat der Kreistag die Jahresabschlüsse der Regionalen Kliniken Holding (RKH) und der Kliniken des Landkreises Karlsruhe (KLK). Die RKH schließt für das Geschäftsjahr 2017 mit einem Jahresüberschuss von rund 190.000 EUR ab. Die KLK konnte im zurückligenden Jahr 2017 einen Jahresüberschuss von rund 22.870 EUR verzeichnen, die jeweils in die Gewinnrücklage eingestellt werden. Gelobt wurde dabei die Belegschaft der Kliniken, die sich auch intensiv mit der Digitalisieerung und Prozessoptimierung auseinandersetzen mussten, um eine optimale Patientenversorgung auch zukünftig zu gewährleisten. Der Kreistag ermächtigte im Fall der RKH den Landrat, in der Gesellschafterversammlung entsprechend zuzustimmen und stellte bei den KLK den Jahresabschluss fest.

 

Berufliche Schulen des Landkreises Karlsruhe - Landkreis verstärkt seine Schulsozialarbeit

 

Der Landkreis Karlsruhe verstärkt die Schulsozialarbeit an seinen beruflichen Schulen. Um die Ressourcen optimal einzusetzen und Doppelstrukturen zu vermeiden hat der Kreistag in seiner jüngsten Sitzung vom 19. Juli die Strukturen neu konzipiert. Grundlage ist das sogenannte „Zweisäulenmodell“ mit der Schulsozialarbeit auf der einen und der Berufswegeplanung auf der anderen Seite.

Die Schulsozialarbeit an den beruflichen Schulen ist eine Leistung der Jugendhilfe unter Gesamtverantwortung des Jugendamtes. Dieses bedient sich wiederum des Internationalen Bundes (IB), der diese Aufgabe bereits in der Vergangenheit erfolgreich durchgeführt hat. Inhalt des zu schließenden Vertrages ist die Förderung der individuellen und sozialen Entwicklung von jungen Menschen und ihre Eingliederung in die Arbeitswelt. Entwicklungsgefährdete Schüler/innen sollen ihre Stärken entfalten und Sozialkompetenzen und Lebensperspektiven entwickeln können. 5,5 Stellen an den Berufschulstandorten Bruchsal, Bretten und Ettlingen - eine Stelle mehr als bisher - stehen hierfür zur Verfügung. Damit ist nun an jeder beruflichen Schule mindestens ein Schulsozialarbeiter stationiert. Das Beratungsangebot ist freiwillig und vertraulich, wobei die Schulsozialarbeit im Einzelfall auch aufsuchend und nachgehend tätig ist und die Familien und das soziale Umfeld in den Beratungskontext einbezieht. Typische Beratungsthemen sind Schulschwierigkeiten und Probleme der Persönlichkeitsentwicklung, Konflikte im Elternhaus und soziale Auffälligkeiten. Die Fachkräfte Die Fachkräfte sind dauerhaft an den Schulen präsent, sind auch Gesprächspartner für Lehrkräfte und bringen sozialpädagogische Methoden und Sichtweisen in die Schulentwicklung ein. Sie beziehen in ihre Arbeit Netzwerke ein und arbeiten mit externen Institutionen wie z.B. dem Allgemeinen Sozialen Dienst des Jugendamtes, der Agentur für Arbeit, den Beratungsstellen und anderen Diensten zusammen.

 

In der Säule Berufswegeplanung sind die Koordinatoren für Berufswegeplanung, die Jugendberufshilfe sowie die zukünftigen Ausbildungsvorbereitung-Begleiter (AVdual) zusammengefasst. Hier geht es um die persönliche Begleitung: Die im Amt für Schulen und ÖPNV angesiedelten Fachkräfte beraten, vermitteln passgenaue Praktika und Ausbildungsstellen und fördern so den gelingenden Übergang junger Menschen in Ausbildung und Beruf. 11,3 Stellen (statt bisher 7,3) stehen hierfür zur Verfügung. Alle vier dieser neu geschaffenen Stellen werden vom Land mitfinanziert.

Für die Förderung der Schulsozialarbeit sind im Haushalt 2018 220.038 EUR eingestellt. Auf 123.600 EUR beläuft sich der Ansatz für die Berufswegeplanung und für die AVdual-Begleiter ist mit einem finanziellen Mehrbedarf von 227.500 EUR zu rechnen, wovon rund 60% vom Land gefördert werden.

 

Landratsamtsgebäude steht zur Sanierung an - Potenzialstudie soll städtebauliche Entwicklungsmöglichkeiten für das Gesamtareal aufzeigen -

 

Umfassenden Sanierungsbedarf hat der Landkreis Karlsruhe für sein Hauptgebäude in der Beiertheimer Allee in Karlsruhe. Der Bürokomplex bestehend aus 21-geschossigem Hochhaus, viergeschossigem Langbau und dem Kasinogebäude mit Tiefgarage wurde in der ersten Hälfte der 1960er Jahre als Verwaltungssitz für das damalige Badenwerk errichtet und ist seit 1997 im Eigentum des Landkreises Karlsruhe. Die Gebäudehülle befindet sich weitgehend im Originalzustand, auch der Innenausbau und die Gebäudetechnik entstammt weitgehend der Erstellungszeit. Größere Sanierungsarbeiten mussten bislang nicht vorgenommen werden; Modernisierungen erfolgten nur gezielt z.B. im Bereich des Brandschutzes oder der EDV-Verkabelung. Nach über 50 Jahren intensiver Nutzung stehen nun aber umfangreiche Sanierungsarbeiten an: So weist die Fassade Korrosionsschäden und Undichtigkeiten auf, die gesamte Haustechnik ist überaltert und mittlerweile sehr defektanfällig, Trittschall und Türformate entsprechen nicht heutigen Standards. Landrat Dr. Christoph Schnaudigel legte dem Kreistag in seiner Sitzung vom 19. Juli das Ergebnis einer eingehenden Untersuchung durch ein Fachbüro vor, wonach eine punktuelle und abschnittsweise Sanierung aufgrund der technischen Gegebenheiten nicht möglich ist. Überdies sind Baumaterialien verbaut, die zwar in gebundener Form keine Gefährdung für die Bediensteten und die Besucher darstellen, bei Renovierungsarbeiten aber Schadstoffe freisetzen und deshalb umfänglich beseitigt werden müssen. Um das Gebäude zu ertüchtigen muss es deshalb völlig entkernt und um das „tragende Gerippe“ herum quasi aus dem Rohbauzustand wieder neu aufgebaut werden. Eine besondere Herausforderung ist dabei die Denkmaleigenschaft des Gebäudekomplexes, weil alle Sanierungsvarianten darauf hinauslaufen, dass die eigentlich schützenswerte Substanz nach erfolgter Renovierung nicht mehr vorhanden ist. Aus diesem Grund steht das Landratsamt bereits im Kontakt mit der Stadt Karlsruhe als Baurechts- und Denkmalschutzbehörde. Landrat Dr. Christoph Schnaudigel schlug dem Gremium vor, als Ziel der Sanierung nicht nur eine Wiederherstellung des bisherigen Zustands vorzugeben, sondern die Gelegenheit dazu zu nutzen, die Räume auf die Erfordernisse der Verwaltung der Zukunft auszurichten. Ebenso müsse ins Auge gefasst werden, ob und wo sich auf dem über 10.000 m² großen Grundstück alternative oder zusätzliche baulichen Möglichkeiten ergeben – auch im Hinblick auf eine Refinanzierung der Baukosten, die sich nach ersten groben Schätzungen auf 100 Millionen Euro belaufen. Schließlich soll geprüft werden, ob durch eine schrittweise Bebauung des Grundstücks verhindert werden kann, dass die gesamte Verwaltung ein Interims-Domizil beziehen muss. Ziel ist es, so der Landrat, eine städtebaulich verträgliche Lösung für das Gesamtareal zu erreichen. Eine Potenzialstudie soll noch in diesem Jahr Aufschluss über die verschiedenen Möglichkeiten geben.

 

Landkreis führt zusätzliche Bioabfalleinsammlung ein - Kombi aus freiwilliger Tonne und Bringsystem - Kompostierung im eigenen Garten weiterhin möglich

 

Weil im Landkreis Karlsruhe bereits heute schon mit 190 Kilogramm pro Einwohner eine im Landesvergleich sehr hohe Menge biogener Abfälle über die Grünabfallsammelplätze erfasst wird, hatte sich der Kreistag bislang gegen eine zusätzliche getrennte Erfassung von Bioabfällen ausgesprochen. Nachdem das Umweltministerium Baden-Württemberg angekündigt hatte, den Landkreis dazu notfalls zu verpflichten, hatte das Gremium die Verwaltung beauftragt, verschiedene Varianten einer zusätzlichen Bioabfallsammlung zu untersuchen.

In seiner jüngsten Sitzung, die am 19. Juli in der Pestalozzihalle in Graben-Neudorf stattfand, sprach sich der Kreistag bei drei Neinstimmen und vier Enthaltungen für eine Kombination aus einer freiwilligen Biotonne und einem Bringsystem auf den vorhandenen 69 Grünabfallsammelplätzen aus. Die Haushalte haben dabei die Wahl, ob sie ihre Bioabfälle im eigenen Garten kompostieren, eine zusätzliche Biotonne nutzen oder sie in speziellen Biosäcken sammeln und in dichten Transportbehältern zu den zahlreichen vorhandenen Grünabfallsammelstellen bringen. Der Kreistag ließ sich bei seiner Entscheidung von mehreren Argumentenleiten:                                                                     

Das favorisierte Modell ermöglicht es den privaten Haushalten frei zu wählen, wie sie ihre Bioabfälle künftig entsorgen wollen. Die in allen Städten und Gemeinden vorhandenen und bisher sehr gut genutzten Sammelstellen für Grünabfälle und die Kompostierung im eigenen Garten sollen auch in Zunkunft erhalten bleiben. Das zusätzliche Angebot soll hauptsächlich auf die Sammlung der noch im Hausmüll enthaltenen Nahrungs- und Küchenabfälle ausgerichtet werden, die einen relativ hohen Anteil ausmachen und bei steigenden Preisen künftig teuer verbrannt werden müssten, wenn sie nicht getrennt gesammelt werden. Die Kosten für das Kombisystem werden außerdem deutlich günstiger ausfallen als bei einer reinen Biotonne. Die Verwertung des Bioabfalls ist im Rahmen einer sogenannten Kaskadenlösung in Bioabfallvergärungsanlagen vorgesehen, die es in der Region bereits gibt oder die sich im Bau befinden. Dort wird aus dem Bioabfall nicht nur Kompostdünger, sondern auch Biogas erzeugt.

„Das Kombisystem bedeutet größtmögliche Flexibilität und passt in die Ausrichtung des abfallwirtschaftlichen Angebots des Landkreises Karlsruhe, das sich durch ein hohes Maß an Wahlfreiheit, Komfort und Eigenverantwortung der Bürger auszeichnet“, fasste Landrat Dr. Christoph Schnaudigel zusammen.

Nachdem sich der Kreistag jetzt grundlegend auf ein System geeinigt hat, kann mit den weiteren Schritten begonnen werden. Dazu gehört die öffentliche Ausschreibung der Leistungen für die Sammlung und Verwertung der Bioabfälle. Insbesondere muss nun auch ein stimmiges Gebührensystem erarbeitet werden, mit dem festgelegt wird, was die zusätzlichen Angebote kosten werden und das gleichzeitig Anreize schafft, Müll zu vermeiden und möglichst sortenrein zu trennen. „Zum Nulltarif ist die getrennte Erfassung von Biomüll nicht zu haben“, stellte der Landrat fest. Ausgehend von der Prognose, dass mit dem neuen Sammelsystem jährlich 10.700 Tonnen Biogut erfasst werden, belaufen sich die Mehrkosten für das Kombisystem auf rund 2,1 Mio. EUR. Voraussichtlich im Jahr 2020 soll das neue Angebot stehen, wenn alles planmäßig verläuft.

 

  

Die Verringerung des Bahnlärms in Gondelsheim nimmt konkrete Züge an
Geplante Maßnahmen sollen Schallbelastung um rund die Hälfte reduzieren

 

150 Züge rattern täglich durch Gondelsheim. Entsprechend groß ist die Lärmbelastung an der Bahnstrecke, vor allem durch die nächtlichen Güterzüge. Aber Abhilfe ist in Sicht. Das ist das Ergebnis der von der Deutschen Bahn in der Saalbachhalle am 24. Juli vorgestellten schalltechnischen Untersuchung.

Diese empfiehlt den Bau zweier Lärmschutzwände sowie passive Schutzmaßnahmen wie Lärmschutzfenster oder die Dämmung von Dächern. Kommt es dazu, prognostiziert das Gutachten ein Rückgang des Lärms um mehr als die Hälfte. Ob es dazu kommt, liegt nun in der Hand des Gemeinderats. Spricht sich dieser dafür aus, startet die DB Netz AG mit den konkreten Planungen.

„Lärmschutz ist in erster Linie Menschenschutz. Wie an der B35 kämpfen wir auch an der Bahnstrecke für einen besseren Schutz der Bürgerinnen und Bürger“, betonte Bürgermeister Markus Rupp und ließ an der Entschlossenheit der Verwaltung zur Umsetzung der Maßnahmen keinen Zweifel.

Mehr Ruhe in Gondelsheim kehrt jedoch frühestens 2023 ein. Schneller geht es nicht, sagte die Bahn-Vertreterin Sabine Weiler. Ein Jahr Planungszeit, zwei Jahre für das Planfeststellungsverfahren sowie rund eineinhalb Jahre für den Bau – die gesetzlichen Vorschriften ließen keine zügigere Umsetzung zu.

Sie wies auch auf die Besonderheiten dieses Lärmschutzprogramms hin. Demnach kommen nur Wohngebäude in den Genuss des staatlichen Fördergeldes, die vor dem 1. April 1974 errichtet wurden, beziehungsweise deren Bebauungsplan vor diesem Stichtag rechtsverbindlich war.

Danach gehörte die Berücksichtigung des Lärmschutzes zum festen Bestandteil eines jeden Bauvorhabens. „Die bestehenden Lärmschutzwände an den Neubaugebieten Metzgerteich und Schlossbuckel haben die dortigen Eigentümer bezahlt und nicht die Gemeinde“, machte Rupp deutlich. So wie auch die geplanten Lärmschutzwände komplett vom Bund bezahlt werden.

Für Gondelsheim bedeutet die Stichtagsregelung eine Zweispaltung. Das nördlich des Bahnübergangs gelegene Gebiet erfüllt nicht die Förderkriterien und geht daher leer aus. Im Süden in Richtung Bretten sieht die schalltechnische Untersuchung jeweils eine drei Meter hohe Lärmschutzwand auf beiden Seiten der Schienen vor.

Die auf der östlichen Seite soll 548 Meter, die im Westen 652 Meter lang werden und sich bis auf die Höhe des Gewerbegebiets Gölswiesen erstrecken. Laut Martin Reichert vom zuständigen Ingenieurbüro Modus Consult vermindern die Lärmschutzwände die Schallbelastung um bis zu 14 Dezibel. Das ist mehr als eine Halbierung der aktuellen Belastung. Auf beiden Seiten profitieren knapp 300 Wohneinheiten von dieser Maßnahme.

Bei der Untersuchung wurde für jedes einzelne Haus, ja sogar für jedes einzelne Stockwerk die Lärmbelastung berechnet. Ein Ergebnis dabei war, dass die Wände entlang der Bahnstrecke nicht ausreichen für einen umfassenden Schutz – vor allem bei höheren Gebäuden. Deshalb sind neben den aktiven auch passive Maßnahmen vorgesehen wie Schallschutzfenster, gedämmte Rollladenkästen und Dächer sowie der Einbau von Schalldämmlüftern. Die passiven Maßnahmen sind jedoch freiwillig und Sache der jeweiligen Hausbesitzer, die auch 25 Prozent der Kosten tragen müssen. Jeder der betroffenen Eigentümer erhält entsprechend Post von der Deutschen Bahn, in dem diese detailliert über die Möglichkeiten des Schallschutzes informiert und den weiteren Ablauf beschreibt.

Für den vermeintlich leer ausgehenden Norden wie auch für ganz Gondelsheim gab es dann doch noch zwei gute Nachrichten. Die Lärmbelastung wird unabhängig von den vorgeschlagenen Schutzmaßnahmen sinken. Grund dafür ist die derzeit laufende Umrüstung der Güterwagen auf die sogenannten „Flüsterbremsen“. Diese verringern den Lärm um rund die Hälfte. Bis Ende 2020 will die Deutsche Bahn alle ihre Güterwagen mit dieser technischen Neuerung ausgestattet haben. Und der Lärmpegel sinkt selbst dann, wenn durch Gondelsheim die prognostizierten 200 statt der aktuellen 150 Züge am Tag brausen. Auch das brachte die Untersuchung zutage.

Zum Abschluss wies Bürgermeister Rupp noch einmal darauf hin, dass die seit langem von der Gemeinde und der Bürgerschaft geforderte Neuregelung des Bahnübergangs und die nun vorgestellten Lärmschutzmaßnahmen zwei völlig getrennte Vorhaben und Verfahren sind. „Wenn der neue unbeschrankte Bahnübergang gebaut wird, sind die dazu gehörenden Lärmschutzmaßnahmen ein fester Bestandteil davon“, betonte er.  

 

 

Neues vom Jugendtreff „Bounty“
Lehrreiche Spiele unter glühender Sonne

 

Was für ein Erlebnis! Unser erstes mehrtägiges Kooperationsprojekt bot viel abwechslungsreiche Unterhaltung in einer lockeren und herzlichen Umgebung. Bei der Firma Garten- und Landschaftsbau Mohr wurden wir von Herrn Markus Mohr empfangen. Auch wenn das eigentlich angedachte Anlegen eines Hochbeets bedingt durch die Sonnenglut recht schnell „ad acta“ gelegt werden musste, durften wir doch drei spannende und lehrreiche Tage erleben.

Gut gelaunt stellte uns Markus die verschiedenen Pflanzen vor. Und es blieb nicht bei der Theorie: Unsere Teens durften auch herzhaft zugreifen und sich den Unterschied zwischen einer frischen sonnengereiften Tomate und dem Supermarktzuchtgemüse auf der eigenen Zunge zergehen lassen. Markus hatte sich ein tolles und abwechslungsreiches Programm ausgedacht und passte dieses beständig an die Umweltbedingungen (Gluthitze) und Lust und Laune der Kinder (manchmal etwas zickig) an:

So wurden nicht nur einige Steine verlegt, es wurde auch mit Schäferhündin Emma herumgetollt. Und am Herrenbad erlebten wir ein feucht-schlammiges Abenteuer in der Saalbach. Neben einigem Unterricht in Naturkunde, durften unsere Teilnehmer immer wieder auch selbst Hand anlegen: Bagger fahren, mit Geschick und den Steuerhebeln einen Holzklotz versenken und auf dem Hubsteiger in die Baumkronen entschweben. Und selbst wenn die Motivation und Konzentration der Teens einmal nachließ, reagierte Markus verständnisvoll und flexibel: Dann wurde eben eine Ess- und Trinkpause eingelegt oder eine Wasserbombenschlacht veranstaltet oder mit dem Hund gespielt oder mit einfachen Wurf- und Geschicklichkeitsspielen die Begeisterung erneut angefacht. Ein ganz dickes Lob hier an den Jüngsten in unserer Runde: Keke war immer der Erste und stets bereit, anzupacken. Super, Keke!

Jedenfalls vergingen die drei Tage wie im Fluge. „Müssen wir echt schon gehen? Ich will aber noch bleiben!“, sagte unsere Sophia. Zum Abschluss gab es dann noch ein zünftiges Grillen: Mit angespitzten Haselruten wurden die Würste über den Flammen unserer selbstgebauten Feuerstelle geröstet. Mit einem kleinen Geschenk und großem Applaus verabschiedeten wir uns von Herrn Mohr.

„Markus, vielen Dank, dass du dir soviel Zeit für uns genommen hast und unserer Jugendtreffgruppe drei unvergessliche Tage beschert hast.“

 

Terminvorschau:

  • Der reguläre Jugendtreffbetrieb ruht bis zur Woche ab dem 27. August.
  • Nach dieser Pause gelten für Mittwoch und Donnerstag wieder die alten Zeiten, das heißt: am Mittwoch ist wieder von 16.00 bis 18.00 Uhr Teentreff und am Donnerstag von 14.30 bis 16.00 Uhr Kindertreff (Mädels und Jungs).
  • 16. September: Grillen mit Dämmerungswanderung (Teen-/Abendtreff).

 

Euer AWO-Jugendtreff-Team (Matthias und Michael Klebon, Andrea Mergel)

 

 

„Bloß kein Trend verpennt“
Christoph Sonntag tritt am 9. November 2018 in Gondelsheim auf
Heimat- und Kulturverein präsentiert den Kabarettisten in der Saalbachhalle

 

Der Heimat- und Kulturverein Gondelsheim macht sich selbst und der ganzen Region ein hochkarätiges Geburtstagsgeschenk. Zum 30-jährigen Jubiläum des Vereins tritt Christoph Sonntag mit seinem Programm „Bloß kein Trend verpennt“ am Freitag, 9. November, um 20 Uhr (19 Uhr Einlass) in der Saalbachhalle auf.

 

Der Kabarettist gehört seit fast drei Jahrzehnten zum Besten, was dieses Genre in Deutschland zu bieten hat. Regelmäßig sind seine pointierten, häufig tiefsinnigen und stets unterhaltsamen Betrachtungen des Alltags im SWR-Fernsehen zu sehen und auf SWR3 zu hören. Und was ihn ebenfalls auszeichnet: Der bekennende Schwabe hat in Baden mindestens so viele Fans wie in seiner „Heimat“. Sein Gastspiel in Gondelsheim ist deshalb ein echtes „must havle“ – wie der in Waiblingen geborene und in Cannstatt lebende 56-Jährige zu sagen pflegt. Die Karten kosten 32,50 Euro im Vorverkauf und sind ab sofort im Bürgerbüro des Rathauses Gondelsheim erhältlich (Abendkasse: 34,50 Euro).

 

 

 

Man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass dieses Gastspiel ebenso erfolgreich wird wie der erste Auftritt in Gondelsheim vor sieben Jahren. „Brechend voll und eine Wahnsinnsstimmung“, lautete das Urteil damals. Nicht anders wird die zweite Auflage.

Denn in seinem neuen Programm „Bloß kein Trend verpennt“ knöpft sich Christoph Sonntag aktuelle Trends und Moden auf und nimmt dabei wahrlich kein Blatt vor die „Gosch“ – pardon – vor den Mund.

Politische Korrektheit ist nicht seine Sache. Vielmehr legt er den Finger tief in die Wunden.

Ein trotzig-rotzig-frecher Einspruch gegen die ewig coolen Trendsetzer aus Wirtschaft, Politik, Netzwelt und Unterhaltungsbusiness, die uns mit ständig neuen Moden den Alltag erschweren. „Wir rennen den Trends nach und verpassen das Wichtigste“, meint Sonntag – und zieht darum die neuesten Ticks dieser Welt kräftig durch den Witzkakao.

Lachen macht bekanntlich durstig und hungrig. Auch das kein Problem, sagt der Vereinsvorsitzende Markus Rupp: Der Heimat –und Kulturverein Gondelsheim kümmert sich an diesem Abend ebenfalls um die Verpflegung der Besucher

 

Herzlichst

Ihr

Markus Rupp, Bürgermeister