< Der Bürgermeister informiert KW 13
05.04.2018 14:47 Alter: 167 days

Der Bürgermeister informiert KW 14


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

im Mittelpunkt der öffentlichen Gemeinderatssitzung am 27. März 2018 stand die Verabschiedung des Haushalts, den der Gemeinderat einstimmig verabschiedete.

 

Aus der Gemeinderatssitzung vom 27. März 2018

 

Hier ein statistischer Überblick über den Haushalt 2018 und im Anschluss – wie üblich - die Haushaltsreden der Fraktionen:

 

Gondelsheim

Etat-Zahlen

 

Haushalt

2018 

2017

Gesamthaushalt

11,9 Mio. €

10,3 Mio. €

Vermögenshaushalt

1,9 Mio. €

1,4 Mio. €

Verwaltungshaushalt

9,9 Mio. €

8,8 Mio. €

Zuführungsrate

0,8 Mio. €

0,1 Mio. €

Investitionen

1,1 Mio. €

1,3 Mio. €

Hebesätze

Grundsteuer A

330 v.H.

330 v.H.

Grundsteuer B

320 v.H.

320 v.H.

Gewerbesteuer

350 v.H.

350 v.H.

Einnahmen

Grundsteuer

0,3 Mio. €

0,3 Mio. €

Gewerbesteuer

1,8 Mio. €

2,1 Mio. €

Einkommensteueranteil

2,2 Mio. €

1,9 Mio. €

Schlüsselzuweisungen

2,0 Mio. €

1,0 Mio. €

Ausgaben

Gewerbesteuerumlage

0,3 Mio. €

0,2 Mio. €

Finanzausgleichsumlage

1,0 Mio. €

  1,1 Mio. €

Kreisumlage

1,4 Mio. €

1,5 Mio. €

Personal

1,4 Mio. €

1,3 Mio. €

Schulden

Schulden Kernhaushalt

1,9 Mio. €

1,9 Mio. €

Pro-Kopf-Verschuldung

521 €

528 €

Investitionen

Neubau Feuerwehrhaus

220.000 €

Anbau Kindergarten ,,Am Saalbach‘‘

360.000 €

Sanierung Bürgersaal

130.000 €

 

 

Rede der Freien Wähler-Gemeinderatsfraktion
Thomas Stein

„(…)

Konsolidierung ist das Gebot der Stunde. Auch das Jahr 2018 wird für die Gemeinde Gondelsheim ein Jahr werden in dem realer Pragmatismus das Gesetz des Handelns vorgeben wird. Finanzielle Luftsprünge werden nicht möglich sein und man wird noch einige Geduld beweisen müssen bis wir wieder in einer Comfortzone angekommen sind die wir so jäh verlassen haben.

Mit großer Sicherheit fahren wir sprichwörtlich aus der „Unwetterzone“ in schönere Gefilde, zumindest was die finanzielle Ausstattung der Gemeinde Gondelsheim für das Jahr 2018 angeht und dies ist auch gut so. Nichtsdestotrotz stellen sich für Gondelsheim genau in dieser Situation Fragen über die Entwicklung unserer Heimatgemeinde, auf die die Gemeinde Gondelsheim Antworten finden muss.

Eine wichtige Frage aus Sicht der Freien Wähler ist es, ob wir als Gondelsheim eine Größe erreicht haben die wir als optimale Lösung für uns ansehen und unsere Infrastruktur zu unseren Bedürfnissen passt. Nach einer gesunden Überlegung über diese Fragestellung wird man zu dem Schluss kommen, dass wir Wachstums und Größenordnungsmäßig an einem Punkt angekommen sind wo sich unsere Wünschen und Bedürfnissen als Bevölkerung und unsere logistische Ausstattung als Gemeinde par Excellence wie aufeinander abgestimmte Zahnräder ineinandergreifen.

Die Freien Wähler plädieren dafür dass das Wachstum Gondelsheims an dieser Stelle nicht wie in den vergangenen Jahren weitergeführt werden kann und darf. Wir haben den Punkt erreicht in dem einzelnen Komponenten unserer Heimat die Größenordnung erreicht haben die zu uns passt und die uns gut tut. Ungezügeltes Wachstum hat noch keiner Organisation noch Gemeinschaft gut getan und dies ist auch in unserem Falle zu attestieren.

Wir die Freien Wähler werden auch weiterhin darauf drängen dass wir sparsam mit den uns anvertrauten finanziellen Mitteln haushalten und sich unsere Wünsche an dem wirtschaftlichen Machbaren orientiert. Wir die Freien Wähler stimmen dem Haushalt 2018 zu.“

 

Rede der CDU-Gemeinderatsfraktion

Manfred Schleicher

„(…)

„Alle menschlichen Einrichtungen sind unvollkommen – am allermeisten staatliche“. (Otto von Bismarck)

Falls dieses Zitat von Otto von Bismarck zutrifft, dann sicher auch auf öffentliche Haushalte und Finanzplanungen. Geht es doch darum, das Notwendige und Wünschenswerte – in dieser Reihenfolge - mit dem Möglichen zu vereinbaren und dies in einer möglichst treffsicheren Planung. Allen Seiten und Anliegen gerecht zu werten und ggf. die richtigen Abwägungen zu treffen, ist hier nicht ganz einfach. Beim nun vorliegenden Haushalt für das Jahr 2018 scheint dies jedoch in vielen Bereichen gelungen.

Haushaltslage

Die Zuführungsrate zum Vermögenshaushalt, auch Investitionsrate genannt, die als aussagekräftiger Gradmesser für die Finanzkraft einer Gemeinde gilt, da sie den „Überschuss aus dem laufenden Betrieb“ für Investitionen zeigt, beträgt 870 T€. Dies ist allerdings noch eine Folge des „Gewerbesteuer-Seuchenjahres 2016“. Die Gewerbesteuer 2016 bildet mit die Grundlage für die Berechnung des Finanzausgleiches 2018. Hier erzielen wir Mehreinnahmen von 1 Mio. €. Da die eigene Finanzkraft wieder stärker wird, werden wir durch die Kompensationswirkungen des Finanzausgleiches künftig weniger Leistungen erhalten und höhere Umlagen an Land und Kreis leisten müssen.

Erfreulich ist der sehr hohe prognostizierte Gemeindeanteil an der Einkommensteuer von 2,2 Mio. €. Auch hier sind zukünftig weitere Steigerungen zu erwarten.

Der Stand der Allgemeinen Rücklage beträgt 152 T€ und erfüllt gerade die gesetzlichen Vorgaben der Mindestrücklage. Gemeinden in Baden-Württemberg müssen zur Sicherung der Haushaltswirtschaft und für Zwecke des Vermögenshaushalts, also für Investitionen, eine Rücklage in angemessener Höhe bilden. Ziel muss es sein, die Rücklage wieder kontinuierlich aufzustocken, damit wir künftig eine freie Manövriermasse erhalten.

Eine große Position des diesjährigen Vermögenshaushaltes nimmt mit 649 T€ die Deckung von Fehlbeträgen ein. Aus dem Jahre 2016 haben wir hier 475 T€ bis 2019 abzudecken. Aus dem abgelaufenen Haushaltsjahr wird ebenfalls mit einem Fehlbetrag von 174 T€ gerechnet. Durch die schnelle frühzeitige Abdeckung gewinnen wir Spielraum in den nächsten Jahren.

Zum Ausgleich des VMH ist eine Kreditaufnahme von 150 T€ eingestellt. Wir haben die Hoffnung, dass wir diese letztlich nicht in Anspruch nehmen müssen.

Maßnahmen und Ziele

Schwerpunkte im Ausgabebereich des Verwaltungshaushaltes sind die Mittel für die Umlagen an Land und Kreis (2,89 Mio. EUR), Schulen (558 TEUR), Kindertagesstätten (1,578 TEUR), die gemeindlichen Liegenschaften vom Rathaus über die Saalbachhalle und das Schlossstadion. Im Bereich der Unterhaltung der Entwässerungskanäle müssen wir mehr Mittel einsetzen. Zur Durchführung der sog. EigenkontrollVO, zu der wir gesetzlich verpflichtet sind und kleinerer Reparaturen daraus sind 131 TEUR eingeplant. Auch ist es uns möglich, 100 TEUR für dringend durchzuführende Unterhaltungsarbeiten bei den Gemeindestraßen bereit zu stellen. Hier müssten mehr Mittel eingestellt werden, um die notwendigsten Arbeiten durchzuführen.

Es ist uns wichtig zu erwähnen, dass der Gemeinde gerade im Bereich der Kleinkindbetreuung ein Zuschussbedarf von 996 TEUR entsteht. Auch die Jugendarbeit im Jugendtreff erfordert 90 TEUR.

Die Zuwendungen an unsere Vereine bleiben erhalten. Im investiven Bereich können wir wieder Zuschüsse geben, da diese an die finanzielle Situation der Gemeinde (Zuführung an dem VMH) geknüpft sind.

Per Saldo verbleiben dann noch die bereits erwähnten 870 TEUR als Zuführung an den VMH für die Finanzierung von Investitionen.

Der Fokus des VMH liegt bei wenigen Maßnahmen. Auch einige in Zukunft anstehende Aufgaben werden planungsmäßig angegangen.

 

Die größten Maßnahmen sind:

è Neubau Feuerwehrhaus im Gewerbegebiet Gölswiesen

Planungskosten 220 TEUR

Verpflichtungsermächtigungen von 1,68 Mio. EUR für den Bau sind eingestellt

è Kita „Am Saalbach“, Anbau eines weiteren Gruppenraumes 360 TEUR

è Sanierung Bürgerbüro/-saal 130 TEUR

è Kredittilgung 176 TEUR

 

Finanzieren können wir diese Ausgaben durch:

è Zuführung vom VMH 870 TEUR

è Veräußerung von Grundstücken 330 TEUR.

è Zuweisungen/Zuschüsse 602 TEUR

è Darlehensaufnahme 150 TEUR

 

Der CDU Fraktion ist es auch immer ein Anliegen, mit dem öffentlichen Geld der Gemeinde sorgsam umzugehen und Sparmöglichkeiten nicht aus dem Auge zu verlieren.

Ebenfalls ist es unser Wunsch, dass sich die Steuer- und Abgabenbelastungen für die Bürgerinnen und Bürger und für die Gewerbetreibenden in Grenzen halten. Hier können wir positiv feststellen, dass für 2018 keine Gebühren- oder Steuererhöhungen vorgesehen sind.

Die Errichtung der Lärmschutzwand entlang der Ortsumfahrung der B 35 und die sich 2019 anschließende Sanierung der Fahrbahn steigert den Wohnwert der Anlieger. Auch haben wir sehr positiv vernommen, dass in diesem Jahr mit der Einleitung des Planfeststellungsverfahrens für die Beseitigung des schienengleichen Bahnübergangs gerechnet werden kann. Bis dann die Maßnahme endgültig fertig gestellt ist, vergehen zwar noch Jahre, doch ohne die Planfeststellung können auch die Bauarbeiten nicht beginnen.

Schlusswort

Der Haushaltsplan für das Jahr 2018 zeigt, was das Jahr bringen könnte. Nach unserer Auffassung sind die Plandaten auf solider Basis berechnet, so dass eine zuverlässige Grundlage für die Mittelbewirtschaftung vorliegt. Lassen sie uns dennoch die anstehenden schwierigen Aufgaben so bewältigen, und uns die anvertrauten Steuergelder so einsetzen, dass sie zum Wohle aller Bürger gereichen.

Bevor ich zum Schluss komme bittet die CDU Fraktion weiterhin um vierteljährliche Vorlage des Finanzzwischenberichts.

Die CDU Fraktion stimmt dem Haushalt 2018 zu.

 

Unser Dank gilt unseren Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die sich in großem Umfang sozial engagieren und in den Vereinen das Zusammengehörigkeitsgefühl pflegen. Den Gewerbebetrieben möge es in Zukunft weiterhin gut gehen, damit Gewerbesteuerzahlungen nachhaltig fließen können.

Im Namen unserer Fraktion darf ich Ihnen, Herr Bürgermeister Rupp, der gesamten Verwaltung, hier insbesondere Rechnungsamtsleiterin Frau Schäfer für die Aufbereitung der Zahlen und die Erstellung des Haushaltsplanes, dem Hauptamtsleiter Herrn Rapp, Herrn Rexrodt und den Damen des Protokolls danken.

Dank auch an die Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat für die bisherige gute Zusammenarbeit.

Wir müssen unseren Blick auch auf die Einführung des Neuen Kommunalen Haushaltsrechts, die Doppik ab dem Haushaltsjahr 2020 richten. In diesem neuen Haushaltsrecht soll der kommunale Ressourcenverbrauch statt (wie bisher) Geldverbrauch dargestellt werden. So werden Folgekosten von Investitionen bereits im Haushalt dargestellt. Die gesamten Abschreibungen müssen künftig erwirtschaftet werden. Wir sprechen dann nicht mehr vom Verwaltungs- oder Vermögenshaushalt, sondern von der Ergebnisrechnung und der Finanzrechnung.

Entsprechende Beschlüsse zur Einführung des NKHR sind demnächst vom Gemeinderat zu fassen. Erste Mittel für vorbereitende Maßnahmen sind im laufenden Haushalt mit 20 TEUR bereitgestellt.“

 

 

Rede der SPD-Gemeinderatsfraktion

Jürgen Amend

„(…)

Erweiterung Kita-Saalbach kommt – beim Hochwasserschutz besteht noch Handlungsbedarf

Der Haushalt 2018 setzt die Entwicklung der letzten Jahre fort und schließt mit 11,9 Millionen um 1,8 Millionen über dem Niveau von 2017 ab. Allein der Verwaltungshaushalt mit 9,9 Millionen steigt im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 Millionen auf eine noch nie dagewesene Höhe. Der Vermögenshaushalt schließt für Investitionen mit knapp 2 Millionen ab.

Der überproportionale Anstieg der Kosten im Verwaltungshaushalt ist im Wesentlichen den zusätzlich übertragenen Aufgaben, wie zum Beispiel der Kinder- und Kernzeitbetreuung und weniger der gestiegenen Einwohnerzahl geschuldet. Aber auch die gestiegenen Ausgaben für die Unterhaltung der Liegenschaften und für die Kreisumlage zählen dazu.

So müssen von den Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 1,8 Millionen gut die Hälfte zur Deckung der Verwaltungsaufgaben aufgebracht werden. Zur Überführung in den Vermögenshaushalt verbleiben nur 870 T€. Hier hätten wir uns ein besseres Ergebnis gewünscht!

Es zeigt sich, wie stark mittlerweile unser Haushalt von der Konjunktur abhängig ist und welche finanziellen Löcher bei einer Rezession entstehen würden. Die Verwaltung könnte nicht mehr ihren ureigensten Aufgaben nachkommen. Zurecht fragt man sich wohin die vermehrten Steuereinnahmen bei Bund und Ländern fließen, wenn nicht an die Stellen wohin Aufgaben delegiert wurden. Wir Kommunalpolitiker würden uns mehr Anerkennung im Verteilungskampf der Steuern wünschen, um auch dauerhaft unseren Aufgaben auf kommunaler Ebene gerecht werden zu können.

Ein gutes Beispiel hierfür ist die notwendige Erweiterung des Kindergartens am Saalbach. Hierfür sind Mittel in Höhe von 360 T€ aufzuwenden, jedoch nur 220 T€ werden ersetzt, so dass 140 T€   bei der Gemeinde verbleiben. Ganz zu schweigen von den anschließend anfallenden Betriebskosten, die ebenfalls von der Gemeinde zu tragen sind. Bereits heute beträgt der kommunale Zuschuss an die Kindergartenträger ca. 1,1 Millionen oder 5 T€ pro Kind und wird folglich weiter steigen. In dieser Situation hat allen Unkenrufen zum Trotz die Landesregierung in dieser Legislaturperiode die Kinderförderung von 68% auf unter 50% gesenkt. Verlässlichkeit und Fürsorge sieht anders aus!

Trotz aller Widrigkeiten wollen wir jedoch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern und halten an den für Kitas aufzubringenden Investitionen und Betriebskosten fest. Die Einführung eines kostenfreien Kita-Besuches, wie jüngst politisch gefordert, halten wir allerdings unter diesen Bedingungen für nicht finanzierbar.

Prioritär ist für uns auch, dass die nun schon mehrfach verschobene Ausbesserungen bzw. Erneuerungen von Straßen, Gehwegen und Feldwegen angegangen werden und mit den im Vermögenshaushalt vorgesehen ca. 130 T€ zumindest die gröbsten Schäden beseitigt werden können. Mittelfristig sind hier weitere Mittel vorzusehen.

Auch binden der Bau eines neuen Feuerwehrhauses, die Unterbringung des DRK sowie die Sanierung des Bürgersaales bis 2021 Finanzmittel in Höhe von über 2 Millionen, was den finanziellen Spielraum in diesem Zeitraum einschränkt. Unseres Erachtens sind diese Maßnahmen nur realisierbar, wenn die avisierten Zuschüsse auch tatsächlich in vorgesehener Höhe fließen, andernfalls ist eine geänderte Vorgehensweise vorzusehen.

Aus dieser angespannten Situation folgt auch, dass in diesem Haushalt keine Rücklagen gebildet werden können und diese sich immer noch in Höhe der Mindestrücklage von 153 T€ bewegen. Zur vollständigen Deckung des Haushaltes ist sogar eine Kreditaufnahme in Höhe von 150 T€ notwendig, die jedoch der Tilgungsrate entspricht. Somit bleibt der Schuldenstand nahezu unverändert bei 2,0 Millionen. Die Pro-Kopf-Verschuldung errechnet sich zu 521 € pro Einwohner und ist mit den Vorjahren vergleichbar. Mit dieser Situation sind wir nicht zufrieden.

Üblich müsste sein in guten Zeiten Rücklagen auf- und Schulden abzubauen. Dies ist jedoch in diesem Haushalt aufgrund des Gesagten nicht möglich.

Ein Hoffnungsschimmer ist, dass durch das neue Gewerbegebiet Gölswiesen die Gewerbesteuer weiter stabilisiert werden kann. Zu begrüßen ist auch, dass mit diesem Konzept Arbeit zum Menschen kommt und nicht umgekehrt, was gerade für Teilzeitkräfte von Vorteil ist. Wir hoffen, damit auch im Sinne betroffener Bewohner gehandelt zu haben.

Auch gestaltet sich die Absprache von Hochwasserschutzmaßnahmen innerhalb der Interessengemeinschaft sehr schleppend. Während Bretten über 1 Million in Maßnahmen investiert, wird bei uns zunächst nur die Planung mit 40 T€ vorangetrieben und die Maßnahmen selbst bis 2021 gestreckt. Hier scheint uns eine fehlende Balance vorzuliegen, die schleunigst durch den Planer geklärt bzw. aufgelöst werden muss, um beim nächsten Hochwasser nicht zusätzlich betroffen zu sein.

Der Bau der Lärmschutzwand und die Sanierung der Fahrbahndecke der B 35 soll noch in diesem Jahr begonnen werden. Die entsprechenden Kosten für die Ausgestaltung der Lärmschutzwand am nördlichen Ende, so, dass die dort wohnenden Bürger im gleichen Maße geschützt werden, übertrug das Regierungspräsidium an die Gemeinde. Dazu muss noch der entsprechender Betrag in Höhe von 100 T€ in die mittelfristige Finanzplanung aufgenommen werden.

Im Zusammenhang mit dem auslaufenden Flächennutzungsplan ist über die Ausweisung von Wohn- und Gewerbegebieten nachzudenken. Im Vorgriff auf diese Planungen schlagen wir vor, zunächst die innerörtlichen Bedarfs- und Entwicklungsmöglichkeiten zu erfassen und verweisen auf den bereits vorgelegten Antrag zur Aufstellung eines innerörtlichen Masterplans. Insbesondere sollen damit Potentiale der innerörtlichen Entwicklung erkannt werden, die nach dem Landessanierungsprogramm bzw. nach dem Entwicklungsprogramm ländlicher Raum gefördert werden. Als Ziel sind die Verbesserung und Aktivierung vorhandener Strukturen (Wohn-, Park- und Verkehrsräume etc.) und Funktionen (Einkaufen, ärztliche Versorgung, Gemeinschaftseinrichtungen etc.) des Ortskerns anzustreben.

Für eine eventuelle Stabilisierung des Haushaltes halten wir weiterhin den Verkauf des Grundstückes des Kinderspiel- und Bolzplatzes an der katholischen Kirche für nicht vertretbar und plädieren stattdessen für Einsparungen an anderer Stelle.

Es bleibt zu wünschen, dass der vorliegende Plan insbesondere im Bereich der Einnahmen so wie beabsichtigt vollzogen werden kann und keine weiteren Unbilligkeiten auftauchen.

Die SPD-Fraktion stimmt dem Haushalt 2018 zu.

Eine Bitte noch zum Schluss, dass zumindest die Klausur früher stattfindet als in diesem Jahr, um im Vorgriff zu entscheidende Investitionen in der Gesamtschau treffen zu können.

Abschließend möchten wir uns bei allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich in unseren Einrichtungen und Vereinen ehrenamtlich einsetzen recht herzlichen bedanken. Ihr Einsatz macht unser Dorfleben attraktiv und trägt zur Gemeinschaft bei.

Bei der Gemeindeverwaltung und insbesondere bei Frau Schäfer bedanken wir uns für die Erstellung des Haushaltsplanes und für die allseits gute Zusammenarbeit. Auch für die gute Zusammenarbeit im Gemeinderat an die Kolleginnen und Kollegen unseren herzlichsten Dank.“

 

 

Maibaumstellen in Gondelsheim
am Sonntag, 29. April 2018
ab 17.00 Uhr auf dem Rathausplatz

 

Für alle, die das Maibaumstellen mit Brauchtum und Tradition, genauso aber mit Ausgelassenheit und Tanzmusik verbinden, ist der 29. April 2018 wieder ein Muss.

Aufgrund einer Terminüberschneidung weichen wir in diesem Jahr ausnahmsweise auf einen Sonntag aus. Bitte beachten!

 

Kindermaibaum

 

Seit 2012 wird nach einer Sitte aus Österreich auch bei uns ein Kindermaibaum gestellt. Dies geschieht auch in diesem Jahr und zwar um 17.30 Uhr. An einer Birke, die auf dem Rathausplatz gestellt wird, werden dabei von unseren Kindern aus dem Kindergarten „Am Saalbach“ und vom „Schneckenhaus“ gemalte Bilder aufgehängt. Aber auch alle anderen Kinder dürfen gerne noch zum Veranstaltungsbeginn ein Bild im A4-Format   abgeben. Jedes Kind, das ein „Gemälde“ persönlich abgibt, erhält einen Bon für eine Portion Pommes vom Heimat- und Kulturverein.   

 

Der „große“ Maibaum

 

Unter dem Motto „Der Mai ist auf dem Weg nach Gondelsheim" wird um 18.30 Uhr der festlich geschmückte Maibaum auf dem Rathausplatz gestellt.

2012 wurden die typischen Handwerker-Wappen neu erstellt, seit 2014 glänzt der Maibaum mit einem neuen Kranz.

 

Programm auf dem Rathausplatz

 

Nach der Begrüßung startet das interessante Programm:

Unser Musikverein „Harmonie“ Gondelsheim wird mit seiner Seniorenkapelle den Abend in bewährter Manier musikalisch umrahmen.

Die Tanzgruppe der Landfrauen wird gegen ca. 18.00 Uhr Tänze präsentieren.

Und gegen 19.00 Uhr werden „Nino & Lena“ zum Tanz in den Mai einladen.

Die Bewirtung der Veranstaltung übernimmt der Heimat- und Kulturverein. Neben den ersten knackigen Grillsteaks und Grillwürsten der Saison sowie Pommes und Belegten wird u.a. reichlich Maibockbier vom „Dachsenfranz“ aus dem Fass fließen.

Wer seinen Tanzpartner auf ein Gläschen Sekt einladen möchte, hat dazu ebenso Gelegenheit.

Also viele gute Gründe, das Gondelsheimer Maibaumstellen 2018 wieder ganz fest im Terminkalender zu vermerken!

Und sollte das Wetter wider Erwarten schlecht sein, dann weichen wir mit der Veranstaltung in die Saalbachhalle aus. 

 

 

Neues aus dem Jugendtreff „Bounty“
Von Waldweisen, Kobolden
und Vogolotten

 

Wie wenig es doch braucht, die kindliche Phantasie zu entzünden. Man nehme einige Jugendliche mit in den Schwarzwald und biete ihnen ganz schlicht: eine großartige Naturkulisse. Das reicht schon! Ohne weiteres Zutun lauern in den Bäumen wie von Zauberhand geschaffene Pressefotografen; den kommenden Superstar im Sucher haltend. Der zur Linken dahinströmende Fluss führt ganz sicher nach Brasilien zu den Millionen einer im Dschungel versteckten Bank. Sümpfe sind von Kobolden bevölkert, auf der Weide grasen die Pferdos, über den Baumwipfeln schweben lautlos die Vogolotten und am Berghang finden sich allenthalben Spuren einer längst ausgestorbenen Riesenrasse. So nahm es denn auch keinen Wunders, dass die beiden Betreuer zum seltenen Volk der Matzo- und Michi-Mausolosse zu zählen seien. Der Waldweise hatte gesprochen und noch der Lehrling vom Lehrling mit dem schlechten Koboldsstab Bestätigung gewinkt.

Bei solchen Spielen der Phantasie zogen die Kilometer nur so vorüber – denn von denen hatten wir bei unserer großen Schwarzwaldtour einige hinter uns zu bringen. Vom Neuenbürger Bahnhof aus waren wir mit unserer Truppe älterer Teen- und Abendtreffbesucher gestartet, hatten einen schmalen Pfad entlang der wildromantischen Enz eingeschlagen, uns durch ein Sumpfgebiet gekämpft und endlich den langen Anstieg zur Büchenbronner Höhe in Angriff genommen. So manches Gesicht hatte sich während des langen und stetig steilen nach oben führenden Weges tiefdunkelrot gefärbt und die Gespräche verstummten zugunsten des pfeifenden Atems. Doch alle Wanderer bewältigten diese körperliche Herausforderung. Und auf der Hochebene angekommen blieb noch genug Energie für die viele Dutzende Stufen des Aussichtsturmes – einer Stahl-Konstruktion des späten 19. Jahrhundert mit Fernsicht bis weit in den Odenwald hinein. Leider war es etwas diesig und auch ziemlich zugig da oben.

Dafür fiel der lange Abstieg hinab ins Tal umso leichter!

  

Dennoch schoben wir alle ordentlich Kohldampf, welchen wir in einer ortsansässigen Dönerbude aber zufriedenstellend lindern konnten. Nach rund fünf Wanderstunden machten wir uns anschließend müde, doch zufrieden auf den Heimweg ins schöne Gondelsheim.

Die Berichte der weiteren Sonderaktionen unserer Frühlingsaktionswoche folgen in den nächsten Ausgaben des »Blättle«.

Während der Osterferien ruht der normale Jugendtreffbetrieb. Wir öffnen wieder ab dem 9. April.

Euer AWO-Jugendtreff-Team (Matthias und Michael Klebon, Andrea Mergel)

 

 

 

Partnerschaft Gondelsheim - Droué
Französische Freunde kommen an Pfingstwochenende zu Besuch
Gastgeber gesucht!

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

am Pfingstwochenende (19. Mai bis 21. Mai) kommen unsere Freunde aus unserer Partnergemeinde in Frankreich, Droué, zu Besuch.

Nächstes Jahr wird unser 40-jähriges Partnerschaftsjubiläum in Droué gefeiert. Dies ist die Chance für alle Gondelsheimer, bereits dieses Jahr neue Kontakte zu knüpfen und die alten zu pflegen.

Die Partnerschaft zwischen Droué und Gondelsheim lebt von dem Engagement aller Bürger. Am 22. Januar 2018 haben Frankreich und Deutschland den Freundschaftsvertrag erneuert und bekräftigt! Auch wir möchten unseren Beitrag dazu leisten, die Freundschaft zwischen Gondelsheim und Droué weiterleben zu lassen.

Dies gelingt am besten, wenn man familiäre Beziehungen aufbaut. Deshalb suchen wir aufgeschlossene Personen und Familien, die Interesse an unserer Partnerschaft haben und bereit wären, Gäste aufzunehmen.

Für den Aufenthalt der Gäste und ihrer Gastfamilien ist folgendes Programm geplant:

·         Ein Besuch der Etrusker-Ausstellung in Karlsruhe

·         Ein Ausflug nach Gaggenau zum Unimog-Museum mit Erlebnis-Parcours

·         Für die Geselligkeit sorgen das Mühlenfest am Samstagabend und

·         das gemeinsame Abendessen unter der Linde mit musikalischer Begleitung am Sonntagabend

Haben wir ihr Interesse geweckt? Und sie können am Pfingstwochenende 2018 einen Schlafplatz zur Verfügung stellen, dann freuen wir uns auf Ihren Anruf im Bürgerbüro der Gemeindeverwaltung, Tel.: 07252-94440

 

 

2018 – WM-Party

 

Wie seit 2006 in Gondelsheim gewohnt, wollen wir vom 10. – 15. Juli 2018 eine Fußball-WM-Party auf dem Rathausplatz feiern.

Dienstags und mittwochs werden wir die beiden Halbfinals als Public-Viewing im Bauhof übertragen. Am Samstag folgt das kleine und am Sonntag das große Finale.

Am Wochenende wird auch wieder ein Turnier mit dem Menschen-Kicker, einem „Tischfußball-Kasten in groß“ stattfinden.

Der Fußballverein Gondelsheim übernimmt die Bewirtung.

Also, bitte vormerken! 

 

 

Herzlichst

Ihr

Markus Rupp, Bürgermeister