< Der Bürgermeister informiert KW 47
30.11.2017 12:01 Alter: 16 days

Der Bürgermeister informiert KW 48


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

seit kurzem prägen sie das Ortsbild, ab dem 1. Advent werden sie auch wieder für eine beleuchtete Wohlfühlatmosphäre sorgen - die Weihnachtsbäume der Gemeinde Gondelsheim. 

Weihnachtsbäume 
in der Gemeinde Gondelsheim

Bedanken möchte sich die Gemeinde Gondelsheim in diesem Jahr bei folgenden „Baumspendern“:

Rathaus: Familie Karl Walz  

Marktplatz: Familie Volker Hartmann

Friedhof: Familie Heinz Rätz

Kriegerdenkmal: musste zugekauft werden

Weihnachtsfeier für Senioren
am 10. Dezember 2017

Am Sonntag, 10. Dezember 2017 findet ab 14.00 Uhr in der TV-Halle wieder die diesjährige Seniorenweihnachtsfeier mit folgendem Programm statt: 

Begrüßung: Bürgermeister Markus Rupp

Musikvortrag: Musikverein „Harmonie“

Darbietung: TV Gondelsheim

Im Vordergrund steht auch 2017 das gesellige Miteinander, Zeit zum persönlichen Gespräch. 

Die Gemeindeverwaltung und der Gemeinderat organisieren dieses vorweihnachtliche Treffen für alle Einwohner, die das 65. Lebensjahr erreicht haben, schon seit Jahrzehnten. 

Seit 2011 findet die Veranstaltung wieder in der TV-Halle in der Obergrombacher Straße statt, wo man der besinnlichen, feierlichen Stimmung mehr gerecht werden kann. 

Die Gemeindeverwaltung und der Gemeinderat Gondelsheim werden auch dieses Jahr bemüht sein, Ihnen einen gemütlichen Nachmittag bei Kaffee und Kuchen zu bereiten.

Natürlich sind bei Eheleuten beide Partner herzlich willkommen, wenn auch nur einer von beiden 65 Jahre oder älter ist.

Zu dieser traditionellen Veranstaltung lade ich Sie, lädt Sie der Gemeinderat herzlich ein. Wir würden uns freuen, Sie an diesem Nachmittag als Gäste begrüßen zu dürfen.

Weihnachtsmarkt 
„Auf dem Rathausplatz“
15. – 17. Dezember 2017

In festlichem Glanz, erzeugt von unzähligen kleinen LED-Leuchten, weihnachtlich dekorierte Hütten und  ein Portal mit den Initialien „Weihnachtsmarkt Gondelsheim“. Und das Ganze wird auch heuer wieder Markenzeichen des kleinen, aber feinen Weihnachtsmarktes auf dem Rathausplatz sein. 

„Das Engagement der Beteiligten ist großartig“, sagt Bürgermeister Markus Rupp.

Er verspricht den Besuchern, dass sie sich erneut auf einiges freuen können an den drei Tagen von Freitag, 15. Dezember bis Sonntag, 17. Dezember. Das sind zum einen die Hütten mit vielfältigen kulinarischen Köstlichkeiten und der Kunsthandwerkermarkt in den Hallen des Bauhofs. Und zum anderen wartet täglich ein abwechslungsreiches Programm auf der eigens aufgebauten kleinen Bühne. Eröffnung des Weihnachtsmarkts ist am Freitag um 18 Uhr (Beginn 17.00 Uhr).  An den ersten beiden Tagen schließt der Weihnachtsmarkt jeweils gegen 21.30 Uhr, sonntags gegen 20 Uhr.   

Wieder wird es so sein, dass die Stände ausschließlich von der Gondelsheimer Bevölkerung organisiert und bewirtet werden. Viele Vereine und Organisationen des Ortes machen mit, was den AGG-Vorsitzenden Andreas Bürker besonders freut: „Das ist ein Beleg für das gute Miteinander zwischen der Gemeinde und den Vereinen.“

Jahresfeier der Firma Harsch 
Jubilare, Rentner und Azubis

Am vergangenen Freitag, 24. November, begrüßte der Geschäftsführer der Firma Harsch, Rolf Harsch, rund 360 Mitarbeiter und Ehemalige auf der Harsch-Jahresfeier in der Stadtparkhalle in Bretten. Unter den Ehrengästen waren auch Brettens Oberbürgermeister Martin Wolff und Gondelsheims Bürgermeister Markus Rupp.

Rund 360 Mitarbeiter und Ehemalige der Firma Harsch begrüßte Geschäftsführer Rolf Harsch am vergangenen Freitag, 24. November, auf der Jahresfeier des Unternehmens in der Stadtparkhalle in Bretten. Unter den Ehrengästen waren auch Brettens Oberbürgermeister Martin Wolff und Gondelsheims Bürgermeister Markus Rupp. Harsch blickte in seiner Ansprache auf ein Jahr mit guter Auslastung zurück. Fast das ganze über habe es eine sehr gute Beschäftigungslage gegeben. Neben dem Dank an die Mitarbeiter lobte Harsch auch die Integration der neuen Tochterfirma Elektro Heck. Die Entwicklung des Projektes "Steinzeugpark" sowie die geplante Produktionserweiterung im Betonwerk in Gondelsheim seien weitere zukunftsträchtige Schritte, so der Geschäftsführer.

   

Markus Rupp nannte in seinem Grußwort die Firma Harsch einen großen Gewinn für die Region. Harsch sei ein verlässlicher Arbeitgeber für viele Menschen in Bretten, Gondelsheim, Karlsruhe, Laupheim und darüber hinaus ist. Gondelsheim arbeite mit Harsch bei vielen Projekten gerne zusammen, denn Harsch sei verlässlich, „man weiß, was man an Harsch hat“. 

Weiter betonte er, dass es ein guter Tag für Gondelsheim war, als Rolf Harsch ankündigte, dass die Harsch Bau GmbH ihren Standort in Gondelsheim für 5 Millionen Euro ausbaue. 

Für Gondelsheims Ortsoberhaupt gibt es drei Gewinner: Die Firmenleitung, die in den attraktiven Standort in Gondelsheim an der B 35 und damit in die Zukunft investiert. Die Gemeinde Gondelsheim, die einen ihrer wichtigsten Betriebe mittel- bis langfristig an sich binden kann. Und die Beschäftigten, der Fa. Harsch in Gondelsheim, die ihren Arbeitsplatz gesichert sehen dürfen. 

Neues aus dem Bounty
Eistees und Sandwiches

Herzhaft oder süß. Diese Glaubensfrage endete bei uns nicht im »großen Schisma«. Vielmehr orderten unsere Jugendlichen zwar wild durcheinander, doch friedlich und je nach Geschmacksvorliebe und Laune.

Der Sandwichabend war erneut ein durchschlagender Erfolg. Über fünf Stunden lang liefen in unserer gemütlichen und um einen durch Frau Claudia Klebon restaurierten Barhocker ergänzten Jugendtreffbar die Eisen heiß. Denn die Bestellungen gingen am laufenden Band ein. Es gab jedoch auch eine feine Auswahl an hochwertigen und frischen Zutaten. Neben buttrigem Käse von der Käsetheke, hausmacher Metzgerschinken und würziger Salami, auch zartrauchigen Frühstücksspeck, Champignons, rote Zwiebeln, Knoblauch, Chilischoten, Lauchzwiebeln oder Ananasscheiben – alles frisch, nichts aus der Dose. Einzig die Nutella für die süße Sandwichvariante löffelten wir aus dem Glas. In Kombination mit Bananenscheiben erwies sich selbst diese Ausführung als echter Renner. Ein gleichmäßiges wie genüssliches Schmatzen dankte für die Mühen.

Als durchgehend lecker empfunden wurden überdies unsere selbstgemachten Eistees empfunden: aufgebrüht aus offenen Tees, heruntergekühlt mit Kaltwasser und Eiswürfeln und dann entweder mit Limettenstücken und braunem Rohrzucker versehen oder mit heimischem Apfel- und Birnensaft gemischt. Ein erfrischend leichter wie gesunder Genuss. Die Jugendlichen brachten ihre Begeisterung auf sehr vielfältige Weise zum Ausdruck und wir gingen einmal mehr mit einem Glücksgefühl ins Wochenende.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Familie Dürr für die Spende von Bastelmaterial sowie bei Familie Ackermann für die Überlassung eines Bastelkoffers.

Terminvorschau:

Am Sonntag, 17. Dezember, bieten wir eine weihnächtliche Backwerkstatt an. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldung bei uns Betreuern.

Am Donnerstag, 21. Dezember, begehen wir unsere Jahresabschluss- und Weihnachtsfeier. An diesem Tag wird auch der Abendtreff (ab 18.00 Uhr) stattfinden.

Ab Freitag, 22. Dezember, geht der Jugendtreff dann in eine zweiwöchige Weihnachtspause. Wir öffnen wieder in der Woche ab dem 8. Januar 2017. 

Aus der Kreistagssitzung 
Vom 23. April 2017

Landrat bringt Haushalt 2018 ein - Finanzielle Konsolidierung und Weichenstellung für die Zukunft durch Digitalisierung der Verwaltung 

Den Entwurf des Haushaltes 2018 brachte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel in der jüngsten Sitzung des Kreistags ein, die am 23. November in der Keltenhalle in Rheinstetten stattfand. Mit einem Gesamtvolumen von 486,1 Mio EUR liegt er rund 16 Mio EUR unter dem des Vorjahrs. Die Kreisumlage bleibt unverändert bei 32 Prozentpunkten.

Der Sozialetat ist mit 231,3 Mio EUR gegenüber der Planung des Vorjahrs (247,2 Mio EUR) niedriger etatisiert, dies liege aber daran, dass im vergangenen Jahr mit deutlich höheren Flüchtlingszahlen operiert werden musste, die dann nicht eingetreten sind, betonte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel und wies darauf hin, dass bei der Eingliederungshilfe und der Jugendhilfe erneut Steigerungen bei den Fallzahlen zu verzeichnen sind. 

Von 88,9 Mio EUR auf 91 EUR steigen die Personalkosten, was den jährlichen tariflichen Anpassungen geschuldet ist; trotz Aufgabenzuwächsen komme es zu keinem Stellenanstieg, erläuterte der Landrat. Allerdings werde es zu einigen Stellenumschichtungen von der vorläufigen Unterbringung von Asylbewerbern hin zum Integrationsmanagement sowie zu einem Aufbau von Stellen im Jugend- und Sozialbereich kommen. Steigen sollen auch die Investitionen: 24,3 Mio EUR stehen im Plan, das sind 7,2 Mio EUR mehr als im Vorjahr. Den Löwenanteil von fast zehn Mio EUR machen die ersten beiden Bauabschnitte des Beruflichen Bildungszentrums Ettlingen aus, 5,0 Mio EUR sollen in den Bau von Kreisstraßen und Radwege und weitere 3,3 Mio EUR für den Bevölkerungsschutz sowie Beschaffungen für die Berufs- und Sonderschulen sowie die Verwaltung fließen. 1,8 Mio EUR sind für Sanierungs- bzw. Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen in der Käthe-Kollwitz-Schule Bruchsal, der Karl-Berberich-Schule Bruchsal und der Hardtwaldschule Karlsruhe-Neureut berücksichtigt. 2,2 Mio EUR sind für ÖPNV-Maßnahmen im Bereich der S-Bahn-Strecken Bruchsal-Germersheim sowie Karlsruhe-Mannheim und für Haltepunktverlängerungen vorgesehen. In die Modernisierung der Straßenmeistereien sollen 0,3 Mio EUR fließen. Schließlich vergibt der Landkreis ein Darlehen an die Kommunalanstalt für Wohnraum im Landkreis Karlsruhe in Höhe von 1,2 Mio EUR. Neben den Investitionen in die Gebäude und Infrastruktur im Landkreis unterstrich Landrat Dr. Christoph Schnaudigel die Bedeutung der Digitalisierung der Verwaltung und die damit einhergehenden notwendigen Veränderungen, die man konsequent schrittweise umsetzen werde. Den Einwohnerinnen und Einwohnern werden damit zeitgerechte Dienstleistungen angeboten und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zukunftsfähige Arbeitsplätze. Zur Finanzierung der Investitionen müssen 7,0 Mio EUR Kredite aufgenommen werden, 8,0 Mio EUR sind für Kredittilgungen vorgesehen. Damit kommt es erstmals wieder zu einem Abbau des Schuldenstandes, der auf 109,1 Mio EUR zurückgeführt wird.

Daneben brachte der Landrat den Wirtschaftsplan mit mittelfristiger Finanzplanung des Eigenbetriebes „Abfallwirtschaftsbetrieb“ sowie die Haushaltspläne der Kreisstiftungen „Fürst-Stirum-Hospitalfonds“ und „Großherzoglicher Unterstützungsfonds“ ein. Der Kreistag verwies die Verwaltungsentwürfe ohne Aussprache an die zuständigen Ausschüsse.

Kreistag beschließt Abfallgebührenkalkulation

Abfallgebühren bleiben auch im sechsten Jahr stabil

Der Kreistag stimmte bei seiner jüngsten Sitzung, die am 23. November in der Keltenhalle in Rheinstetten stattfand, der Abfallgebührenkalkulation zu. Obwohl die Kosten um vier Prozent gestiegen sind, können dank noch vorhandener Gebührenüberschüsse aus Vorjahren die Abfallgebührensätze im kommenden Jahr 2018 auf gleicher Höhe wie in den letzten fünf Jahren gehalten werden. Mit dazu tragen Überschüsse aus den Vorjahren bei, die in der Gebührenkalkulation berücksichtigt werden. Wesentliche Änderungen in der Abfallwirtschaft mussten nicht berücksichtigt werden; auch hinsichtlich der künftig vorgeschriebenen getrennten Erfassung von Bioabfällen oder bei  der Wertstoffsammlung sind im Jahr 2018 keine Änderungen zu erwarten. Weiterhin stimmte der Kreistag der aktualisierten Berechnung der noch erforderlichen Deponienachsorgekosten für die Kreisdeponien in Bruchsal, Karlsruhe-Grötzingen und Karlsbad-Ittersbach zu. Die vorhandene Nachsorgerückstellung reicht nach bisherigem Stand zusammen mit der künftigen Zuführung zur Rückstellung aus dem laufenden Betrieb der Erdaushubdeponie aus, um die künftigen Maßnahmen für die ehemaligen Hausmülldeponien und die Erdaushubdeponie des Kreises zu finanzieren, die von einem Fachbüro mit einer Summe von 31,3 Mio. EUR ermittelt wurde. 

Land weist Landkreis zur getrennten Sammlung von Bioabfällen an

Kreistag beauftragt Verwaltung mit Variantenuntersuchung

Kompostierungsmöglichkeit bleibt erhalten

In der Vergangenheit hatte sich der Kreistag des Landkreises Karlsruhe gegen die Einführung einer zusätzlichen getrennten Biomüllsammlung ausgesprochen, weil über die flächendeckenden Grünschnittannahmeplätze bereits jetzt schon erhebliche Mengen Biomüll erfasst und eine Biotonne nur marginale ökologische Vorteile, aber eine nicht unerhebliche Abfallgebührensteigerung bedeuten würde. Das Gremium stellte sich dabei auf den Standpunkt, dass das Gesetz nur dann zur Einführung einer getrennten Biomüllsammlung verpflichtet, wenn diese zur Erfüllung der gesetzlichen Verwertungspflichten erforderlich und wirtschaftlich zumutbar ist. Das Umweltministerium Baden-Württemberg teilt diese Rechtsauffassung jedoch nicht und kündigte an, den Landkreis spätestens ab dem 1. Januar 2020 zu verpflichten, Bioabfälle getrennt von anderen Abfällen zu sammeln und gleichzeitig der Müllverbrennungsanlage in Mannheim zu untersagen, gemischte Siedlungsabfälle aus dem Landkreis Karlsruhe anzunehmen. 

Landrat Dr. Christoph Schnaudigel findet es nach wie vor sehr befremdlich, warum des Land gleich mit einer Anordnung droht, obwohl der Landkreis bisher immer eine sachliche Diskussion gesucht und seine Haltung immer gut begründet hat. Auch den Ton mancher Äußerungen aus Stuttgart hält er für völlig unangemessen.

Der Kreistag nahm die Rechtsauffassung des Landes in seiner jüngsten Sitzung vom 23. November zur Kenntnis. Zwar vertrat das Gremium weiterhin die durch ein Fachanwaltsbüro untermauerte Auffassung, dass das bisherige Vorgehen rechtmäßig ist, wägte aber das Prozessrisiko einer eventuellen Klage gegenüber dem Land als zu riskiobehaftet ab. Aus diesem Grund sieht der Kreistag von einer Klage ab und beauftragte die Landkreisverwaltung mit einer Untersuchung möglicher Varianten einer getrennten Bioabfalleinsammlung. Die ohnehin für die Zeit ab dem Jahr 2020 anstehende Fortschreibung des Abfallwirtschaftskonzepts wird damit teilweise vorgezogen.

„Dies bedeutet nicht automatisch die Einführung der Biotonne für alle“, betonte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel mit den Hinweis, dass die genaue Art der Sammlung rechtlich nicht vorgeschrieben ist. Nach wir vor werde es möglich sein, Bioabfälle im eigenen Garten zu kompostieren. Denkbar wäre es auch, Nahrungs- und Küchenabfälle auf den zahlreichen Grünabfallsammelplätzen anzuliefern, wie dies mit kleinen verschließbaren Bioabfalleimern in Bayern häufig praktiziert wird. Für diejenigen Haushalte, die ihre Bioabfälle weder kompostieren noch zu den Grünabfallplätzen bringen können oder wollen, könnte eine ergänzende freiwillige Biotonne angeboten werden. 

Die im Kreisgebiet auf diese Art und Weise getrennt gesammelte Menge an Nahrungs- und Küchenabfällen müsste dann nicht mehr mit dem Hausmüll verbrannt werden; das spart auch Kosten ein, was vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden steigenden Verbrennungspreise ein Argument ist. Stattdessen könnte eine Verwertung in einer Vergärungsanlage erfolgen, von denen die private Entsorgungswirtschaft in den nächsten Jahren weitere Anlagen bauen will, die überregional genutzt werden können, so dass ausreichende Kapazitäten zur Verfügung stehen.

Bis zum Juni 2018 könnten die Untersuchungen abgeschlossen sein, so dass der Kreistag noch vor der Sommerpause über die Bioabfallsammlung und eine Fortschreibung des Abfallwirtschaftskonzeptes entscheiden kann.

Nach Unterbringung steht nun Integration im Fokus Kreistag schreibt Masterplan Asyl fort

In seiner jüngsten Sitzung vom 23. November beschäftigte sich der Kreistag einmal mehr mit der Flüchtlingssituation im Landkreis Karlsruhe. Deutlich weniger, nämlich nur noch 1.776 Personen waren Mitte Oktober in Gemeinschaftsunterkünften und 66 Personen in Wohnungen vorläufig untergebracht. Bis Jahresende wird sich diese Zahl weiter verkleinern, wenn weitere 450 Asylbewerber zur Anschlussunterbringung in die Städte und Gemeinden zugewiesen werden. 2.149 Personen wurden in den Kommunen bis Oktober bereits aufgenommen. Zwölf Gemeinden haben ihre Aufnahmepflicht für 2017 bereits erfüllt, im Jahr 2018 werde sich diese Zahl weiter verringern, sei aber dennoch nicht zu vernachlässigen, führte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel aus. Er wies darauf hin, dass in vielen Fällen keine neuen Unterkünfte geschaffen werden müssen und verwies auf das Angebot des Landkreises, Unterkünfte im sogenannten Kombimodell bereitzustellen. Rund 1.000 Plätze werden zwischenzeitlich für diesen Zweck an die kreisangehörigen Städte und Gemeinden vermietet; insgesamt 2.500 Plätze können es unter Berücksichtigung der Rückbauplätze bis 2019 sein. Entsprechend der rückläufigen Zahlen werden die Kapazitäten verringert. 553 Plätze an zehn Standorten wurden bereits zurückgebaut, bis Ende 2019 ist eine Gesamtreduzierung um 1.440 Plätze vorgesehen. Ebenso sollen die neun noch verbliebenen Wohnungen per Mietvertrag an die Städte und Gemeinden übergeben werden. Gleichwohl ist der Landkreis flexibel in der Lage, auf eventuell steigende Zahlen zu reagieren. Hierzu stehen an mehreren Gemeinschaftsunterkunftsstandorte Erweiterungs-flächen bzw. Reserveflächen für mobile Wohneinheiten zur Verfügung. 

Um die in der Hochphase des Flüchtlingszustroms im Jahr 2015 bis Anfang 2016 entstandenen finanziellen Lasten für Integrationsbemühungen abzufedern hat sich das Land Baden-Württemberg bereiterklärt, Integrationsmanager für die Dauer von zwei Jahren zu finanzieren. Der Kreis hat daraufhin allen Kommunen angeboten, einen einheitlichen Förderantrag zu stellen und das Integrationsmanagement in die Hand zu nehmen. Vor Ort gehen die Integrationsmanager dann ihrer Arbeit im Sinne einer aufsuchenden Sozialarbeit und in regelmäßiger Abstimmung mit Gemeinden und Netzwerkpartnern vor. Die allermeisten Gemeinden haben bereits signalisiert, von diesem Angebot Gebrauch machen zu wollen. Der Kreistag stimmte der Fortschreibung des Masterplans und der Umsetzung des Pakts für Integration im Landkreis Karlsruhe einstimmig zu.  

Des weiteren bekräftigte der Kreistag mit großer Mehrheit die Kernerwartungen der Landkreise an die Flüchtlingspolitik des Bundes und des Landes. Dabei geht es unter anderem um ein Einwanderungsgesetz, um Migration besser zu steuern und die Fachkräfteversorgung hierzulande zu sichern, um die massive Verkürzung der Verfahrensdauer in Asylangelegenheiten, die Verbesserung des Rückführungsmanagements die weitere Aussetzung des Familiennachzugs sowie um die dauerhafte und vollständige Übernahme flüchtlingsbedingter Unterkunftskosten. 

Traumberuf Bürgermeister: 
Markus Rupp vor 20 Jahren gewählt!

Ein Kommentar und Rückblick von Michael Hölle

Markus Rupp feierte am Donnerstag ein ganz besonderes Jubiläum. Vor 20 Jahren ist er zum Bürgermeister von Gondelsheim gewählt worden und heute damit der zweitdienstälteste Verwaltungschef im Landkreis Karlsruhe. Zwei Jahrzehnte, in denen die Kraichgaugemeinde eine bemerkenswerte Entwicklung genommen hat. „Von den Abstiegsrängen in Sachen Steuerkraft haben wir uns ins gesicherte Mittelfeld hochgearbeitet“, beschreibt der 52-Jährige die Bilanz seiner bisherigen Amtszeit. Wobei das mit dem Mittelmaß wohl ein wenig zu bescheiden ist. 

Gondelsheim ist die Gemeinde in der Region Mittlerer Oberrhein mit dem höchsten Bevölkerungswachstum. Ende des Jahres wird die 4.000 Einwohner-Marke überschritten. Ein Drittel oder knapp 1.000 Bürgerinnen und Bürger mehr als noch 1997. „Die Menschen ziehen dahin, wo es ihnen gefällt und wo die Infrastruktur stimmt“, sagt Rupp. In diesem Standortwettbewerb der Gemeinden hat Gondelsheim die Nase vorn. Noch stärker fällt das Wachstum bei den Gewerbesteuereinnahmen aus. Die haben sich in den zwei Jahrzehnten fast verzehnfacht. „Die Mischung macht’s“, betont er und meint dies im doppelten Sinne. Zu einem attraktiven Wohnort gehört für ihn dazu, Arbeitsplätze in der Gemeinde zu schaffen. Deshalb wurden zwei Gewerbegebiete erschlossen und Brachen aktiviert. „Wir haben uns zu einem guten Wirtschaftsstandort entwickelt. Und zwar zu einem, der zu uns passt. Nicht zu groß, aber dafür fein.“ 

Das sind die erfreulichen Zahlen. Möglich wurden diese durch einen Politikstil, der auf das Miteinander setzt und sich an der Sache orientiert. Das entspricht dem Naturell von Rupp. Das bewährte sich gleich zu Beginn seiner Amtszeit. Damals zog sich ein Riss durch die Gemeinde, verursacht nicht zuletzt durch die höchst strittige Golfplatzfrage. Heute trägt der Gemeinderat und damit die Bürgerschaft im Normalfall die wichtigen Entscheidungen mit großer Mehrheit mit. „Nur so war diese positive Entwicklung von Gondelsheim überhaupt möglich“, macht Rupp deutlich, der seine Rolle als die eines Initiators, Gestalters und Moderators beschreibt. 

Ein Beispiel dafür ist die Gemeinschaftsschule. Die wurde von allen Parteien und Fraktionen mitgetragen und hat sich zu einem echten Erfolgsmodell entwickelt. Die Kraichgauschule zählt aktuell zu den erfolgreichsten im Landkreis Karlsruhe. Die Schülerzahlen stiegen innerhalb von zwei Jahren um 40 Prozent und inzwischen schicken Eltern aus 20 umliegenden Gemeinden und Ortsteilen ihre Kinder nach Gondelsheim. Aber die Schule ist nur ein Teil im Gesamtkonzept Gemeindeentwicklung. Ausbau der Kindergärten, Jugendtreff, Spielplätze, Sportangebot, Bauplätze für junge Familien – überall hat Gondelsheim massiv investiert. „Vereinbarkeit von Beruf und Familie - wir tun was dafür!“, berichtet Rupp.

Ein anderes Beispiel für das Miteinander sind die zahlreichen Veranstaltungen wie Rathausplatzfest oder Weihnachtsmarkt, um nur zwei zu nennen. Immer steckt eine Gemeinschaftsleistung der Gondelsheimer Vereine und Organisationen dahinter. „Eine Gemeinde lebt vom Engagement ihrer Bürgerinnen und Bürger. Das Mitmachen wird hier in Gondelsheim großgeschrieben. Darauf können wir alle stolz sein“, lobt Bürgermeister Rupp.  

Deshalb wird er in Gondelsheim längst auch nicht mehr als Sozialdemokrat, geschweige denn als Parteipolitiker wahrgenommen, obwohl er seit 26 Jahren der SPD angehört. In Landkreis Karlsruhe, genießt er als Fraktionsvorsitzender im Kreistag eine allgemeine Wertschätzung. Eine Wertschätzung, die dem ehemaligen Handballer und stellvertretenden Abteilungsleiter beim TV Gondelsheim von Beginn an zuteil wurde. Als Neuling schaffte er 1994 sofort den Einzug in den Gemeinderat und bei der Wahl zum Bürgermeister am 30. November 1997 setzte er sich gegen sechs Konkurrenten durch. Im ersten Urnengang fehlten zwar 21 Stimmen zur absoluten Mehrheit. Umso deutlicher fiel im zweiten Wahlgang das Votum der Wähler aus. Seither wurde Rupp zweimal im Amt bestätigt und das jeweils mit großer Mehrheit.

Vieles hat sich in diesen 20 Jahren in Gondelsheim geändert, aber eines nicht: „Bürgermeister zu sein, ist nach wie vor mein Traumberuf. Es ist sehr schön, Bürgermeister seiner Heimatgemeinde zu sein.“ Zumal wichtige Ziele noch der Erfüllung harren – z.B. der Bahnübergang. In dieser Frage lässt Rupp nicht locker: „Das ist die zentrale Aufgabe, die ich, die wir noch zum Erfolg bringen müssen und auch werden.“

Herzlichst 

Ihr

Markus Rupp, Bürgermeister