< Der Bürgermeister informiert KW 43
07.11.2017 09:43 Alter: 10 days

Der Bürgermeister informiert KW 44


 Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

mitten hinein in die kurze Arbeitswoche platzte die Nachricht vom Tod Peter Bürkers, den ich noch am Samstag in der Rechbergklinik besucht hatte.

Zurück bleiben Betroffenheit und Trauer bei vielen Gondelsheimerinnen und Gondelsheimern.

 

In Memoriam

 

Peter Bürker

(*25. Januar 1950; + 30. Oktober 2017)

 

Die GEMEINDE GONDELSHEIM trauert um ihren langjährigen Gemeinderat, 1. Stellvertreter des Bürgermeisters  und Träger der Goldenen Bürgermedaille, Herrn Peter Bürker, dessen Lebenskreis sich am 30. Oktober 2017 nach langer, schwerer Krankheit und doch überraschend für immer geschlossen hat.

Peter Bürker hat auf vielen Feldern Großes geleistet für die Gemeinde Gondelsheim, die ihm als gebürtiger Hagsfelder längst zur Heimat geworden war. Er engagierte sich in vorbildlicher Weise für die Gegenwart und Zukunft der Gemeinde und ihrer Vereine.

Im Jahre 2004 wurde Peter Bürker erstmals in den Gondelsheimer Gemeinderat gewählt. Von da an schenkten ihm die Gondelsheimer Bürgerinnen und Bürger bei zwei weiteren Kommunalwahlen ihr Vertrauen.

Wichtige Maßnahmen wurden in seiner Zeit als Gemeinderat verwirklicht. Exemplarisch genannt seien nur:

 

·        Die Einrichtung des Betreuten Wohnens 2005

·        die Realisierung des Neubaugebiets „Metzgerteich-Gölswiesen“ 2006/07

·        2008-2010 Hochwasserschutz Riethgraben und Sanierung des Hochwasserrückhaltebeckens „Lohrgraben“

·        Städtebauliche Neugestaltung der Mühlstraße, des Kanalwegs, der Pfarrgasse und des Brunnenbergs

·        2013 Einweihung eines neuen Bolzplatz für die Jugend

·        2013 Neuer Trainingsrasenplatz im Schlossstadion

·        2013-14 Einrichtung der Gemeinschaftsschule

·        2014 Eröffnung Jugendtrefff „Bounty“

·        2015 Einweihung des Spielplatzes „Ortsmitte“

·        2015/16 Ertüchtigung des Brandschutzes in Saalbachhalle

·        2015/16 Erweiterung der Kita Schneckenhaus

·        2015/16 Erschließung und Vermarktung des Neubaugebiets Schlossbuckel

·        2016 Sanierung der Tartanbahn im SchlosstadionTartanbahn

·        2017 Erschließung der Gewerbegebiets Gölswiesen

·        2017 Grundsatzbeschluss Neubau eines Feuerwehrhaus Gondelsheim

 

Peter Bürker war ein politischer Allrounder. Als Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler hatte er stets das Ganze im Blick. Im Besonderen war er ein Mann der Zahlen. Die Gemeindefinanzen lagen ihm stets am Herzen. Peter Bürker war ein begnadeter Redner. Hielt er eine Sache für richtig oder falsch, so konnte er sich dafür sprichwörtlich „verkämpfen“. 

Bereits nach seiner ersten Wiederwahl im Jahre 2009 wurde Peter Bürker 2. stellvertretender Bürgermeister. Als Stimmenkönig der Gemeinderatswahlen 2014 wurde er dann 1. Stellvertreter des Bürgermeisters.

Für seine langjährigen außerordentlichen Verdienste und Leistungen um den Gesangverein „Liederkranz“ Gondelsheim erhielt Peter Bürker bereits am 2. Juni 2007 die Goldene Bürgermedaille der Gemeinde Gondelsheim. Bereits 1997 wurde ihm die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg überreicht.

Prägend war Peter Bürker auch in seinem großen Engagement für die Arbeitsgemeinschaft der Gondelsheimer Vereine (AGG), der er zwischen 2008 – 2009 und nochmals von 2011 - 2016 vorstand. Feste wie das Oktoberfest (seit 2013) und das Rathausplatzfest (ab 2015) fallen nicht nur in seine Ägide, sondern sind von ihm maßgeblich initiiert worden und werden immer mit seinem Namen verbunden sein.

Peter Bürker hat die Geschicke und die Entwicklung der Gemeinde Gondelsheim und die zahlreicher Vereine maßgeblich vorangetrieben.

Das hat ihm große Achtung und Anerkennung eingebracht.

Gemeinderat und Gemeindeverwaltung werden Peter Bürker in Dankbarkeit ein ehrendes Andenken bewahren.

 

Für den Gemeinderat,

die Gemeindeverwaltung und die AGG

 

Markus Rupp

Bürgermeister

 

 

Aus dem Verwaltungsausschuss des Kreistags Karlsruhe

 

ÖPNV war Schwerpunktthema im Verwaltungsausschuss des Kreistags

Verbesserungen in vielen Bereichen

 

Breiten Raum nahm bei der jüngsten Sitzung des Verwaltungsausschusses des Kreistags am 26. Oktober der öffentliche Personennahverkehr ein.

 

Berichtet wurde dem Gremium über die Schienenverkehre in der Region Karlsruhe ab dem Dezember 2022. Die zum Nahverkehr zählenden Verkehre wie Interregio-Express, Regional-Express, Regionalbahn und S-Bahn werden in Baden-Württemberg durch das Ministerium für Verkehr organisiert. Hierzu schließt das Land Verträge mit Verkehrsunternehmen und bestimmt, welche Strecken in welchem Takt und mit welchen Zugtypen bedient werden. Landrat Dr. Christoph Schnaudigel berichtete von seinen Abstimmungen  mit dem Verkehrsministerium und erläuterte das Eckpunktepapier, welches die Ausschreibung bzw. Direktvergabe der Verkehre in der Region Karlsruhe künftig regelt. Beinhaltet sind beispielsweise die derzeitigen Linien S4 Karlsruhe–Bretten–Eppingen–Heilbronn sowie die Linie S31/S32 Karlsruhe – Bruchsal – Menzingen/Odenheim. Sämtliche Verkehrsleistungen auf diesen Strecken sollen demnach zwischen 5 und 24 Uhr bedarfsgerecht erbracht werden und für die Fahrten an den Karlsruher Hauptbahnhof sollen neue Vollbahnfahrzeuge zum Einsatz kommen. Ob die Linie S31/S32 in die Karlsruher Innenstadt eingeschleift wird, entscheidet der Kreistag in Abstimmung mit der Stadt Karlsruhe nach Vorliegen und Auswertung eines Gutachtens. Alle anderen Linien, die auch zukünftig von der Albtal Verkehrsgesellschaft AVG in die Innenstadt gefahren werden, sollen weiterhin von ihr betrieben und direkt vergeben werden. Bereits ausgeschrieben sind die Leistungen der S-Bahn Rhein-Neckar. Da die S3 Karlsruhe–Bruchsal–Heidelberg derzeit zwar in einem 30-Minuten-Takt verkehrt, aber nicht alle Haltepunkte bedient, finden mit dem Verkehrsministerium Gespräche mit dem Ziel einer wesentlich häufigeren Anbindung der Haltepunkte Weingarten, Untergrombach und GBZ sowie den neu auszubauenden Haltepunkt Stettfeld-Weiher statt. Die bisherige Stadtbahnlinie S9 Bruchsal–Bretten wird ab Juni 2019 durch den Metropolexpress mit modernen Vollbahnfahrzeugen ersetzt. Für die Linie S4 Karlsruhe-Bretten hat die Kreisverwaltung die AVG beauftragt, mittelfristig über eine Verbesserung der vorhandenen Streckeninfrastruktur nachzudenken.

Auch über Finanzen wurde dem Verwaltungsausschuss berichtet: Unter anderem über die ÖPNV-Finanzierungsreform, welche die Finanzierungsströme neu ordnet. In einer ersten Stufe werden im kommenden Jahr die Mittel kommunalisiert und in einer zweiten Stufe ab 2021 schrittweise um 50 auf dann rund 250 Mio EUR erhöht. Einen Erfolg konnte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel im Hinblick auf die Planungskosten für Infrastrukturmaßnahmen der S-Bahn Rhein-Neckar vermelden, wo sich der Kreis für eine Kostendeckelung in Höhe von 24 % für alle noch nicht schlussgerechneten Maßnahmen eingesetzt hatte. Mittlerweile erfolgte eine positive Rückmeldung vom Verkehrsministerium. Erreicht werden konnte auch, dass bereits bestellte Stadtbahnfahrzeuge zumindest in Teilen in den Genuss einer neu aufgelegten Landesförderung kommen kann. Eine große Aufgabe steht dem Landkreis mit dem barrierefreien Ausbau der Schienenhaltepunkte bevor. Zuvor müssen allerdings auch mit Blick auf die anstehenden Vergaben der Schienenverkehrsleistungen noch verschiedene Fragestellungen geklärt werden, beginnend bei Vertragsformulierungen bis hin zu den künftig eingesetzten Fahrzeugen im Hinblick auf die auszubauenden Bahnsteige.

Neuerungen gibt es auch bei den Busverkehren auf den Linien 141 bis 146 im Mittelbereich Bretten. Sie wurden mit Beginn des neuen Schuljahrs angepasst, nachdem die im Fahrplan veröffentlichten Zeiten zum Teil sehr deutlich von den realen Fahrzeiten abwichen. Die Anschlusssicherung von und zur Schiene war ein weiteres wesentliches Element der Überarbeitung. Dazu wurden Linienverläufe geändert, gering frequentierte Haltestellen aufgehoben und wenig nachgefragte Fahrten eingestellt. Da es dafür auch Kritik gab, ist die Landkreisverwaltung dabei, gemeinsam mit dem Karlsruher Verkehrsverbund und den betroffenen Städten und Gemeinden, die Fahrpläne nach den ersten Erfahrungen im Betrieb kritisch zu hinterfragen, um gegebenenfalls nachsteuern zu können.

 

Gleichstellungsbeauftragte des Landratsamtes berichtete von ihrer Arbeit

Aktivitäten richten sich nach Innen und Außen

 

Über ihre Arbeit als Gleichstellungsbeauftragte im Landratsamt Karlsruhe berichtete Astrid Stolz dem Verwaltungsausschuss des Kreistags, der am 26. Oktober in Karlsruhe tagte.

 

Unter den 1.991 Beschäftigten der Landkreisverwaltung sind 1.196 Frauen, was einem Anteil von rund 60% entspricht. Im Bereich der 703 Teilzeibeschäftigten machen Frauen mit 89,6% den Löwenanteil aus. Frauen leiten drei der 19 Ämter, stellen sieben der 33 Abteilungsleitungen und 51 der Sachgebietsleitungen. Dies entspreche in etwa dem Vorjahr, berichtete die Gleichstellungsbeauftragte. Flexible Arbeitszeitmodelle, Telearbeit und ein betriebliches Gesundheitsmanagement weisen das Landratsamt Karlsruhe als Arbeitgeber aus, der die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in größtmöglichem Umfang ermögliche, was dadurch unterstrichen wird, dass auch Führungsaufgaben in Teilzeit und in Form von Job-Sharing wahrgenommen werden. Die Gleichstellungsbeauftragte unterstützt hier durch Gesprächsangebote für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, nimmt an Vorstellungsgesprächen teil und wirkt am Fortbildungsprogramm mit.

Ihr Aufgabengebiet erstreckt sich jedoch nicht nur auf den verwaltungsinternen Bereich. So gehört die Vernetzung der Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis sowie der Erfahrungsaustausch mit dem Gleichstellungsbüro der Stadt Karlsruhe sowie auf Landesebene zum Tagesgeschäft, um Angebote zu konzipieren, Veranstaltungen zu organisieren und gemeinsame Projekte zu planen. Breiten Raum nimmt auch der Kontakt zu anderen Organisationen und Initiativen ein: So berichtete Astrid Stolz von Ihrer Funktion als Leiterin des Arbeitskreises „Frauen gegen Gewalt“ und der Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft der Frauen Karlsruhe-Land, dem Frauenhaus „Geschütztes Wohnen“ und der Fachberatungsstelle „Libelle“. Jüngster Kooperationspartner ist das Mammographie Screening Zentrum Karlsruhe, mit dem Informationsveranstaltungen zur Brustkrebsprävention angeboten werden. Die Gleichstellungsbeauftragte informierte daneben über viele weitere Kooperationen, beispielsweise mit der Kontaktstelle Frau und Beruf oder der Deutschen Rentenversicherung. Für das Ministerium für Soziales und Integration hatte Astrid Stolz die Organisation und Durchführung eines Workshops zur Umsetzung der Maßnahmen des Landesaktionsplans gegen Gewalt an Frauen für den gesamten Regierungsbezirk Karlsruhe übernommen. Viel Wert legt die Gleichstellungsbeauftragte auf eine offensive Öffentlichkeitsarbeit. Sie stellt damit auch sicher, dass die Inhalte des bundesweiten Aktionstags für Entgeltgleichheit oder die immer noch bestehende Rentenlücke zwischen Männern und Frauen auch im Landkreis Karlsruhe thematisiert werden.

 

 

Neues vom „Bounty“

Besser als Fernsehen

 

Die Augen weit aufgerissen, die Pupillen starrend, der Blick glotzend. Und doch war es kein Bildschirm, der die Aufmerksamkeit unserer Kinder- und Teentreffbesucher anzog wie der Mist die Fliege. Sondern etwas sehr viel Interessanteres: das echte Leben. In der vergangenen Woche war die B35 gesperrt mit der für uns Gondelsheimer unleidlichen Auswirkung, dass die Verkehrsströme durch unser Dorf rauschten und etwa an der Einmündung der Obergrombacher auf die Hauptstraße einander trafen.

 

 

Für unsere Besucher war das allerdings gar nichts Schlimmes, sondern einfach nur fürchterlich aufregend. Manche Nase drückte sich daher an den Fensterscheiben platt. Auch wurden viele Vermutungen (und Wetten) über die Chance schwerer LKWs angestellt, ob die enge Kurve zu nehmen sei. Tatsächlich war es häufig knapp; einmal gar so sehr, dass es einen der Seitenpoller erwischte. Reiner vom Bauhof sicherte die Unfallstelle jedoch in Windeseile und die Kinder klatschten Beifall. Jedenfalls verging dieser Nachmittag für unsere Gäste wie im Flug und mit einer ganz anderen als den gewohnten Tätigkeiten.

Das wahre Leben ist eben doch besser als Fernsehen!

 

Terminvorschau:

·        Am Freitag, 24. November, machen wir unseren Sandwichabend: Es gibt die hochbeliebten herzhaften (wie süßen) Sandwiches im gemütlichen Ambiente unserer BAR.

 

Euer AWO-Jugendtreff-Team (Matthias und Michael Klebon, Andrea Mergel)

 

 

Herzlichst

Ihr

Markus Rupp, Bürgermeister