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06.07.2017 05:56 Alter: 135 days

Der Bürgermeister informiert KW 28


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Trauer und Bestürzung hat in Gondelsheim die Nachricht vom Tod des Schlagersängers Chris Roberts ausgelöst. Der 73-Jährige war beim vom 21. bis 23. Juli stattfindenden Rathausplatzfest als Stargast fest eingeplant. „Die Vorfreude war riesig. Alle haben sich schon auf seine zahlreichen Hits gefreut“, sagt Bürgermeister Markus Rupp und ergänzt: „Natürlich sind in diesen schweren Stunden unsere Gedanken bei seiner Familie.“ 

Schlagerstar Michael Holm 
tritt beim Gondelsheimer Rathausplatzfest auf

Der plötzliche Tod von Chris Roberts macht die Umbesetzung notwendig

Aufgrund des bereits in knapp drei Wochen stattfindenden Rathausplatzfestes war dennoch Eile angesagt bei der Suche nach einem anderen Hochkaräter aus der Schlagerbranche. „Wir sind dankenswerterweise schnell fündig geworden“, berichtet Rupp. Michael Holm tritt nun am Festsonntag auf. „Mendocino“, „Tränen lügen nicht“ oder „Musst Du jetzt grade gehen, Lucille“, sind nur drei seiner zahlreichen Hits und Ohrwürmer. Für ihn gilt das gleiche wie für Chris Roberts: Seine Liedtexte können Teenies ebenso mitsingen wie deren Eltern und Großeltern. 

Möglich wurde die schnelle Verpflichtung von Michael Holm durch die tatkräftige Unterstützung von Josef Eisenhut, seines Zeichens Manager und Macher von Fernando Express. Der Gondelsheimer nutzte seine guten Kontakte in der Branche und beschert so seiner Heimatgemeinde einen echten musikalischen Höhepunkt.

Für einen weiteren sorgt er höchst selbst. Denn Fernando Express gibt sozusagen ein „Heimspiel“. Seit 35 Jahren stehen sie bereits für Qualität in der deutschen Musikwelt. In den Rundfunk-Hitparaden sind sie Dauergast und bei den unzähligen Live-Veranstaltungen jubeln ihnen die Massen zu. Und bis heute wird der Fernando Express von ihren Fans als „Die Könige der Tanzpaläste“ genannt.

Auch sonst bietet das Rathausplatzfest bei seiner zweiten Auflage wieder einiges. Auf jeden Fall kann sich das Programm sehen und dahinter steckt eine Gemeinschaftsleistung der Gondelsheimer Vereine, allen voran der Arbeitsgemeinschaft Gondelsheim (AGG). Die Vereine werden auch mit eigenen Getränke- und Essensständen vertreten sein, auf der so genannten Vereinsmeile vor der Saalbachhalle.

Nach dem Fassanstich am Freitagabend heißt es Bühne frei wie ein echtes „Gondelsheimer Eigengewächs“ – Cris Cosmo. Der 39-Jährige steht für Sommer, Liebe und einen Hauch Revolution. Seit zehn Jahren mischt er deutsche Texte mit handgemachtem Pop, Latino-Reggae-Einflüssen und clubbigen Livebeats. Seinen Künstlernamen bekam Cris, als er mit Straßenmusik durch die Welt unterwegs war. In Südamerika nahmen die Leute dem sprachbegabten Chico mit der Gitarre seine deutschen Wurzeln nicht ab. Und nannten ihn einfach „Cris Cosmo“ – den Weltbürger-Cris. Der Vollblutmusiker ist Zeit seines Lebens auf der Bühne zu Hause und liebt es, mit seinem Publikum zu feiern. Cris hat mehr als 2000 Konzerte in aller Herren Länder gespielt, war bereits für den Echo nominiert und nahm 2012 an Stefan Raabs Bundesvision Song Contest teil.

Der Samstag bietet hingegen eine Premiere. Als musikalischer Höhepunkt tritt die Band Skameleon auf. Mit einer Live-Besetzung von neun Musikern begeistert die Ska-Cover-Band Skameleon das Publikum mit ihren tanzbaren Interpretationen der größten Rock- und Pop-Klassiker. Bekannte Welthits werden genauso eigenwillig gecovert wie Rockballaden der 90er, bekannte Film-Melodien, oder Songs der Neuen Deutschen Welle.

Am Abschlusstag, dem Sonntag, kommen die Freundinnen und Freunde von Schlager und Volksmusik auf ihre Kosten. Aber nicht nur die. Denn nach dem Gottesdienst spielt zunächst „das neue Gondelsheimer Jazztrio“. Im Gegensatz zu den anderen beiden Tagen gibt es zudem einen Mittagstisch. Aber auch das weitere Programm ist aller Ehren wert. Bergkristall – das Erfolgsduo aus Bayern -  laden alle Freunde des Schlagers und der Volksmusik zum Tanzen und Träumen ein. Mit ihren Auftritten beim „Grand Prix der Volksmusik“ sowie dem Sieg bei der „Schlagertrophy“ sind die beiden einem breiten Publikum bekannt. Moderiert wird dieser Tag von einer anderen Legende, von Rainer Nitschke. Mehr als vier Jahrzehnte war er ein ständiger Begleiter im Radio wie auch im Fernsehen. „Die Stimme des Südens“ moderierte unter anderem zahlreiche Sendungen im damaligen Süddeutschen Rundfunk. 

Grundstücke im 
Wohngebiet Schlossbuckel in Rekordzeit verkauft
Gondelsheim durchbricht dadurch bei der Einwohnerzahl die 4.000er-Marke

Ausverkauft. In dicken roten Buchstaben prangt dieses Wort auf der Internetseite „Wohnen am Schlossbuckel“. Sämtliche der rund 160 Bauplätze haben einen Abnehmer gefunden. „Vor rund zweieinhalb Jahren fand die erste Informationsveranstaltung zum neuen Baugebiet statt und jetzt sind bereits alle Grundstücke weg. Das ist ein großer Erfolg“, freut sich Gondelsheims Bürgermeister Markus Rupp. In Rekordzeit fanden sich Käufer für die Bauplätze auf dem rund acht Hektar großen, direkt neben dem Schloss gelegenen Areal. „Das belegt die Attraktivität von Gondelsheim als Wohngemeinde“, führt er weiter aus.

Das neue Wohngebiet beschert dem Ort zudem ein weiteres Bevölkerungswachstum. „Damit überspringen wir die Marke von 4.000 Einwohnern“, so Rupp. Derzeit wohnen in Gondelsheim rund 3.700 Menschen. Somit geht das Wachstum weiter, war die Kommune doch bereits bisher die am stärksten wachsende Gemeinde im Landkreis Karlsruhe.

Bei aller Freude über die positive Entwicklung, wird die Lösung eines Problems dadurch noch dringlicher – die Frage des Bahnübergangs. „Wir brauchen eine rasche Lösung“, betont der Bürgermeister und erinnert noch einmal an die Problematik: „Durchschnittlich ist die Bahnschranke sieben bis acht Stunden täglich geschlossen. Lange Staus auf beiden Seiten sind die Folge und das an einer wichtigen Verbindungsstraße.“ Deshalb fordert die Gemeinde seit langem einen unterirdischen Kreisverkehr und weiß dabei sowohl die Bürgerschaft wie den Kreistag geschlossen an ihrer Seite.

Mit der Bebauung des Schlossbuckels verschlechtert sich die Situation noch weiter. Denn die gesamte Infrastruktur der Gemeinde wie Kindergarten, Schule oder Einkaufsmöglichkeiten liegt auf der anderen Seite der Gleise. „Das ist ein untragbarer Zustand“, macht Rupp aus seinem Ärger keinen Hehl. Zumal in wenigen Jahren weiteres Ungemach droht. 2020 steht die Sanierung der Schnellbahnstrecke von Bruchsal nach Stuttgart an. In dieser Zeit weichen mehr Züge auf die Gondelsheimer Strecke aus, so dass sich die täglichen Schließzeiten der Schranke weiter erhöhen. „Abhilfe kann nur die Bahn schaffen“, macht er deutlich. 

Da es sich um ein bundespolitisches Thema handelt, wird die Gemeinde nun an die Kandidatinnen und Kandidaten des Wahlkreises Karlsruhe-Land für die bevorstehende Bundestagswahl einen Fragenkatalog versenden. „Damit möchten wir Transparenz schaffen. Die Bürgerinnen und Bürger sollen wissen, wie die Bewerberinnen und Bewerber um ein Bundestagsmandat zum Thema Bahnübergang Gondelsheim stehen“, erklärt Rupp.

Amtseinführung des evangelischen Pfarrers Stefan Kammer am vergangenen Sonntag 

Grußwort von Bürgermeister Markus Rupp im Wortlaut

„Sehr geehrter Herr Pfarrer Kammerer, liebe Gemeinde,

heute ist ein Freudentag für die evangelische Kirchengemeinde. Zu sehen und spüren eben beim Gottesdienst und jetzt beim Empfang. Solche Freudentage, sprich volle Gotteshäuser wünsche ich Ihnen jeden Sonntag. 

Auch ich persönlich freue mich und heiße Sie zudem namens der politischen Gemeinde Gondelsheim ganz herzlich willkommen. Aber ich begrüße Sie nicht alleine als Gondelsheimer Bürgermeister, schließlich sind bei uns ja immer „Drei dabei“. In meine Gruß- oder besser Begrüßungsworte darf ich deshalb auch die Herren Ortsvorsteher Rolf Wittmann aus Neibsheim und Uve Vollers aus Büchig miteinbeziehen. Ich bin ganz sicher, dass Sie sich in Ihrem neuen Wirkungskreis schnell heimisch fühlen werden, dass Sie nicht nur ein Schwarzwald-Fan, als den Sie sich eben geoutet haben, sondern auch ein Kraichgau-Fan werden.

Unser beiden Gemeinden haben ja mehr miteinander gemein als eine Bezeichnung, die sowohl für die christliche wie die politische Verwaltungseinheit gilt. Beide eint bei aller unterschiedlicher Aufgabe, dass es uns als politisch Verantwortliche und Ihnen als Seelsorger vor allem um das Wohl der Mitmenschen geht. Und wir haben ja auch ganz konkrete gemeinsame Tätigkeitsfelder. Ich nenne nur den evangelischen Kindergarten „Am Saalbach“, wo Sie Betriebsträger, wir Gebäudeeigentümer und Finanzier sind. 

Sehr geehrter Herr Kammerer, viele Ihrer neuen Gemeindemitglieder freuen sich darüber, dass mit Ihnen ein erfahrener Pfarrer dieses wichtige Amt übernimmt, hat doch die evangelische Kirche heute auf so manche inhaltliche und - lieber Kirchengemeinderat – auch bauliche Herausforderung zu reagieren. Dank Google, Herr Kammerer, weiß ich natürlich ein bisschen über Sie und Ihren kirchlichen Werdegang Bescheid. Auf Ihr Studium folgten Stationen in Kleve, Grötzingen, Bühlertal und zuletzt waren Sie als Landeskirchlicher Beauftragter für die Konfirmandenarbeit tätig. Das heißt, Sie sind ein Pfarrer, der sich mit seinem Engagement bereits viel Ansehen erworben hat und auch die Jugend, unsere Zukunft kennt. 

Und ich sage nichts Neues - jeder Amtswechsel bedeutet einen Neuanfang. Jeder Mensch übt das ihm übertragende Amt anders aus. Jeder Wechsel bringt neue Akzente. Sie werden Ihren Fußabdruck hinterlassen. Jeder Wechsel heißt auch zu danken, danken jenen die zuvor an verantwortungsvoller Stelle Ihren Dienst geleistet haben. Deshalb möchte ich nicht vergessen, auch namens meiner Kollegen Wittmann und Vollers, Herr Pfarrer Klebon für seine jahrzehntelange Arbeit einfach Danke zu sagen. Ich sag’s jetzt gerne öffentlich – auch weil er bei seiner Verabschiedung partout keine Grußworte wollte. Unser Dank geht auch an Pfarrer i.R. Nasarek für die gute und unkomplizierte Zusammenarbeit in der Vakanz.   

Ein neuer Lebensabschnitt liegt vor Ihnen, sehr geehrter Herr Pfarrer Kammerer. Wilhelm Humbold sagte einmal: „Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft“. Damit unsere politischen wie kirchlichen Gemeinden weiterhin eine gute Zukunft haben, darf ich, dürfen wir drei Ihnen zu Ihrer Amtseinführung historische Lektüre zu unseren drei Gemeinden überreichen.  Suchen wir leicht abgewandelt nach dem Propheten Jeremias „Unserer Gemeinden Bestes“. In diesem Sinne - auf eine gute Zusammenarbeit! 

Spenden gesucht für Flüchtlinge und Bedürftige

Mädchenkleidung für den Herbst Größe 86/92

Wolle, Wollreste, Webrahmen, 

Männerkleidung, Jogginghosen, Shirts, Unterwäsche, Socken, Größe 54/56

Bastelartikel/Handarbeitssachen  für Kinder

Büroartikel: Locher, Papier, Stifte, Blocks ,Kugelschreiber etc. 

Töpfe/Pfannen, 

Kinderwagen/Geschwisterwagen,

abzugeben mittwochs von 8-12 und 15-19 Uhr im Bürgerbüro der Gemeinde Gondelsheim 

Info Petra Schalm, Tel 7790388, Montag-Freitags                  8-18 Uhr

Aus der Verwaltungsausschusssitzung des Kreistags Karlsruhe vom 29. Juni 2017

Landkreis bietet privaten Telekommunikationsdienstanbietern Kooperation an

Unverständnis über Ablehnung

Kreis Karlsruhe. „Wir wollen keinen Streit mit privaten Telekommunikationsdiensteanbietern, wir haben vielmehr die Kooperation angeboten“, betonte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel in der jüngsten Sitzung des Verwaltungsausschusses des Kreistags am 29. Juni. Er spielte damit auf den aktuellen Fall in Linkenheim-Hochstetten an, wo derzeit ein Neubaugebiet erschlossen wird und sich sowohl die Telekom als auch die Unitymedia BW das Angebot der Breitbandkabelgesellschaft des Landkreises Karlsruhe abgelehnt haben, das sich im Aufbau befindliche Glasfaser-Accessnetz mitzunutzen. Stattdessen bestehen die Unternehmen darauf, ihre eigenen Kabel-Infrastrukturen zu schaffen und in die Gräben der Gemeinde mit zu verlegen. Dies ist kostengünstiger, als selbst Tiefbauarbeiten vorzunehmen. Das würde jedoch eine dreifache Erschließung bedeuten, die im Sinne der Einwohner nicht gewollt sein könne, verdeutlichte der Landrat. Nicht ein kostenintensiver Infrastrukturwettbewerb zwischen unterschiedlichen Betreibern sondern ein Wettbewerb der besten Angebote auf der Glasfaserleitung, die jedem Anbieter zugänglich ist, sei im Sinne der Bevölkerung. Er begrüßte deshalb den Schritt der Gemeinde, bei der Bundesnetzagentur die Streitbeilegung zu beantragen. Ein Ergebnis liegt noch nicht vor, aber zwei zivilgerichtliche Verfahren gegen die Gemeinde, die die Telekommunikationsdiensteanbieter parallel beim Amtsgericht eingereicht hatten, wurden bereits zurückgewiesen. Gegen die beiden Gerichtsbeschlüsse wurden bislang keine Rechtsmittel eingelegt. Vom Tisch ist ebenfalls der beantragte einstweilige Rechtsschutz. So darf die Gemeinde mit den Erschließungsarbeiten fortfahren; lediglich die Verschleißdecke darf vor Abschluss des Verfahrens noch nicht aufgebracht werden. Der Schiedsspruch der Beschlusskammer der Bundesnetzagentur in Bonn wird nach Ablauf der Verfahrensfrist am 18. Juli erwartet, könnte aber aufgrund des Präzidenzfall um weitere zwei Monate verlängern werden. Die Grundsätzliche Bedeutung wurde bei der mündlichen Verhandlung bei der Bundesnetzagentur in Bonn auch von der Schlichtungsstelle beriets unterstrichen.

Landratsamt 4.0 und Schule 4.0 

Landkreisverwaltung stellt sich für Digitalisierung auf

Kreis Karlsruhe. In einer Welt, in der immer größere Teile des gesellschaftlichen und ökonomischen Lebens digital abgewickelt werden, kann auch die öffentliche Verwaltung nicht hinten anstehen. Im Zuge der vom Bund initiierten Digitalisierungsoffensive streben die Landesregierung Baden-Württemberg und die kommunalen Landesverbände die vollumfängliche Digitalisierung der Geschäftsabläufe in der Verwaltung. 

Über den Stand der Digitalisierung in der Kreisverwaltung berichtete Landrat Dr. Christoph Schnaudigel dem Verwaltungsausschuss des Kreistags in seiner jüngsten Sitzung vom 29. Juni. Er wies darauf hin, dass sich das Landratsamt bereits früh mit den Anforderungen an eine moderne Verwaltung auseinandergesetzt hat. Meilensteine wie die Einführung eines Dokumentenmanagementsystems, eines elektronischen Ratsinformationsdienstes oder ein zentrales Mitarbeitermanagementsystem mit elektronischem Bewerberportal wurden bereits umgesetzt, ebenso wie Erneurung und Zentralisierung der Druckersysteme, die ein Einscannen von Dokumenten mit unmittelbarer Zuführung zu den digitalen Akten bzw. den elektronischen Versand ermöglichen. In die EDV-Infrastruktur integriert ist auch bereits die Telekommunikationsanlage, was insbesondere die Möglichkeiten des mobilen Arbeitens erweitert. Unter dem Stichwort „Landratsamt 4.0“ werden nun alle Initiativen gebündelt die sich mit der Digitalisierung befassen. „Unser Ziel ist es, Dienstleistungen noch schneller, bürgerfreundlicher und transparenter zu gestalten“, fasste Landrat Dr. Christoph Schnaudigel zusammen. Dazu sollen Verwaltungsvorgänge automatisiert und Prozessabläufe optimiert werden, um die Mitarbeiter von zeitraubenden manuellen Tätigkeiten zu befreien. 

In einem Pilotprojekt arbeitet der Landkreis ab 1. Juli an der Einführung des elektronischen Rechtsverkehrs mit dem Sozialgericht Karlsruhe. Eine Initiative zur papierlosen Aktenführung im Bereich des Schwerbehindertenrechts, wo derzeit 2.300 laufende Meter Akten verwaltet werden befindet sich in der abschließenden Testphase. Im Bereich des Amtes für Vermessung, Geoinformation und Flurneuordnung sollen die zum Teil Jahrhunderte alten Katasterunterlagen und Originaldokumente digital archiviert und verwaltet werden und damit eine Beschleunigung für die tägliche Arbeit erreicht werden. Mit ausgewählten Firmen wurde auch begonnen, Rechnungen von der Erstellung bis hin zur elektronischen Verarbeitung und Bezahlung digitalisiert abzubilden.

Für die Bürger soll die Homepage zu einem echten Online-Portal mit elektronischem Zugang zur Verwaltung ausgebaut werden. Ziel ist es, Termine online vereinbaren zu können und Anträge anhand von elektronischen Formularen online zu stellen und sogleich bezahlen zu können. Bearbeitungszeiten sollen auf diese weise reduziert und Wartezeiten verkürzt werden.

Schließlich sollen auch verwaltungsinterne Lehr- und Lernprozesse für die knapp 2.000 Beschäftigte der Landkreisverwaltung durch digitale Medien unterstützt werden. Sie soll insbesondere dann eingesetzt werden, wenn neben reiner Wissensvermittlung auch die praktische Umsetzung trainiert werden soll. „Jetzt besteht die Chance, parallel und korrespondierend zu „Industrie 4.0“ mit „Land-ratsamt 4.0“ ein Pendant zu schaffen und auf eine neue qualitativ vergleichbare Stufe zu heben“, fasste der Landrat zusammen.

Auch an den Schulen in Trägerschaft des Landkreises Karlsruhe wird der IT- und Technikbereich unter dem Schlagwort „Schule 4.0“ auf die Digitalisierung hin ausgerichtet. So ist der Landkreis mit einer Berufsschule bei der Kommunalen Informationsverarbeitung Baden Franken Pilotanwender im Bereich der Cloud-Technologie. Bei diesem Modell ist von jedem beliebigen Endgerät der sichere Zugriff auf Verfahren der Schulverwaltung möglich und die Administration sämtlicher Hard- und Software ist zentral vom Rechenzentrum möglich. Im Bereich der Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren steht die pädagogische Cloud vor der Umsetzung. Zwei Berufsschulen nehmen an Schulversuchen teil, die Tablets im Unterricht verwenden. Eine wichtige Rolle spielen auch die Anbindungen an das Glasfasernetz sowie der Betrieb leistungsfähiger WLAN-Verbindungen. An einer weiteren Berufsschule wurde die bestehende Automatisierungsanlage komplett modernisiert und auf den neuesten technologischen- und informationstechnischen Stand gebracht. Die ganzheitlich vernetzte und computergesteuerte Anlage wurde damit zu einem Grundlabor einer Lernfabrik 4.0 umgewandelt.

Herzlichst 

Ihr

Markus Rupp, Bürgermeister