< Der Bürgermeister informiert KW 24
22.06.2017 06:34 Alter: 152 days

Der Bürgermeister informiert KW 25


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

eine Premiere steht Gondelsheim bevor. Erstmals findet in unserer Gemeinde eine Box-Veranstaltung statt, wie Sie der Berichterstattung der Vorwochen und der Titelseite entnehmen konnten.

Und das obwohl das Boxen schon bei den Olympiaden des Altertums vor fast 3000 zu den wichtigsten Disziplinen gehörte und es dem Boxsport gelungen ist, den klassischen Faustkampf in die Moderne zu transportieren. 

„Ring frei“ heißt es also am Samstag ab 20.00 Uhr in der Saalbachhalle. Und das, dank Uli Lange, der als Vereinsratsvorsitzender des Karlsruher SC die Idee dazu hatte. 

Als Hausherr heiße ich alle Gäste und insbesondere die Staffeln des KSC und des BC Weißenburg (Bayern) in Gondelsheim herzlich willkommen.

Freuen Sie sich mit mir, auf echten Spitzensport. Die illustre Starterliste verspricht Boxen vom Feinsten. 

Ich wünsche uns allen spannende und sportlich faire Kämpfe.

Und den Sportlern eine Ihnen gebührende Kulisse, zumal der Vorverkauf bisher doch recht schleppend lief. 

Neues vom Jugendtreff Bounty
Viele Sonderaktionen

Auch unsere letzte große Pfingstferien-Sonderaktion, der Ausflug nach Heidelberg, musste von der Liste der Planvorhaben gestrichen und dafür kurzfristig Ersatz geschaffen werden. So mangelte es uns aufgrund urlaubsbedingter Abwesenheiten viel eher an Teilnehmern, denn an Einfällen:

Mit einer kleinen, doch sehr wissbegierigen Gruppe führten wir in gemütlichem Rahmen und zum Flackern eines kleinen Feuers eine Einführung in die Welt der Sammelkartenspiele durch. Unsere Teens bewährten sich dabei in der Welt machtvoller Zaubersprüche und schier unendlich wirkender Kombinationsmöglichkeiten. Ein höchst kreatives und herausforderndes Spielvergnügen – fernab jeglicher Bildschirmmedien, dafür mit umso mehr Entfaltungsmöglichkeiten für eigene Einflussnahme und Einfälle – strategisch-taktisches Denken eingeschlossen. Viel zu schnell waren den Spielernovizen die zweieinhalb Stunden vergangen und auch die im Feuer gegarten Kartoffeln hatten allen Teilnehmern gemundet.

 

Der Abend war hereingebrochen und schon trafen wir uns im Jugendtreff mit einer Folgegruppe. Mittels Farbwalzen und Pinseln trugen wir eine eigens dafür vorgesehene, hochreflektierende „Leinwandfarbe“ auf unsere Beamer-Wandfläche auf, um die Bilddarstellung zukünftig weiter zu verbessern. Es war dies ein lange geplantes, bislang unter dem schieren Druck dringlicherer Aufgaben vor uns her geschobenes Sonderprojekt, bei dem sich unsere Teens und Abendtreffbesucher als Maler versuchen durften. Und auch der Spaß war bei diesem Ausflug ins Handwerkliche nicht zu kurz gekommen.

Schließlich harrte auch noch ein zu Ferienbeginn angesetztes „Gebräu“ unserer. Mit Sieb, Trichtern und Schöpfkellen sowie einem großen Flaschenvorrat bewaffnet, lüpften wir die Deckel von den Eimern. Eine stechende scharfe, zugleich blütensüße Duftwolke stieg empor. Zunächst spülten wir die Flaschen kochend heiß aus; sodann filterten wir die hellgelbe Flüssigkeit zweimal durch; schließlich füllten wir den fertigen Trunk ab; und zu guter letzt stießen wir – selbstredend edle Gläser ausgebend – mit unserer selbstgebrauten Holunderlimonade an.

Euer AWO-Jugendtreff-Team (Matthias und Michael Klebon, Andrea Mergel)

 

Ferienjobs bei der
Gemeinde Gondelsheim

Die Gemeinde Gondelsheim bietet auch 2017 wieder Ferienjobs für Jugendliche ab dem 15. Lebensjahr beim Bauhof an.

Bewerben können sich Schüler, die auch im nächsten Schuljahr eine allgemeinbildende Schule besuchen und keine weitere Beschäftigung ausüben.

Es besteht die Möglichkeit, jeweils 14 Tage bei der Gemeinde zu arbeiten und zwar vom:

31. Juli - 11. August                je 2 Jugendliche

14. August - 25. August           je 2 Jugendliche

28. August -   8. September     je 2 Jugendliche

Anmeldung nimmt das Bürgerbüro, Frau Canelas, Tel.9444-51 entgegen.

 

Zunehmend Wildtiere in Siedlungsräumen - Fütterung problematisch
Untere Jagdbehörde legt Jagdstatistik 2016/2017 vor

Im kommenden Jagdjahr ist erstmals von der Obersten Jagdbehörde der im Jagd- und Wildtiermanagementgesetz vorgesehene Wildtierbericht zu erstellen. In diesem Bericht sollen Aussagen zu Bestandssituation und -entwicklung sowie Lebensräumen von Wildtieren getroffen werden. 

Basis dieses Wildtierberichts sind die Streckenmeldungen der einzelnen Reviere, die in Form der Jagdstatistik 2016/2017 von der Unteren Jagdbehörde aktuell vorgelegt wird.

In den Revieren im Landkreis Karlsruhe, einschließlich der Regiejagd des Forstes, kamen im abgelaufenen Jagdjahr 3.092 Stück Schwarzwild zur Strecke. Dies entspricht einem Rückgang um 28 % im Vergleich zum Vorjahr und stellt die niedrigste Schwarzwildstrecke seit fünf Jahren dar. Um Wildschäden zu verhindern bzw. zu minimieren ist eine intensive Bejagung weiterhin notwendig, zum Beispiel durch Drückjagden. Eine Abfrage der Unteren Jagdbehörde ergab, dass von 168 beteiligten Jagdrevieren jährlich 110 Reviere mindestens eine Drückjagd durchführen, 83 hiervon revierübergreifend.

Die Rehwildstrecke bewegt sich mit 5.088 Stück auf dem Niveau des Vorjahres. In dieser Zahl sind ebenfalls die Abschüsse in den Forstrevieren enthalten. Durch die gesetzlich verankerte Rehwildbewirtschaftung ohne behördlichen Abschussplan (RobA) ist die Eigenverantwortung der Pächter und Verpächter gestiegen. Diese schließen individuelle Zielvereinbarungen ab, so dass es seitens der Unteren Jagdbehörde keine Vorgabe der Abschuss-zahlen mehr gibt.

Ein Anstieg um 10% war bei der Fuchsstrecke zu verzeichnen. Im Zeitraum vom 1. Mai bis 31. Juli wurden 1.975 Füchse erlegt, davon 481 Jungfüchse. Die Bejagung von Jungfüchsen ist in Gebieten mit sogenannten Hegegemeinschaften möglich. Dies sind räumlich zusammenhängende Jagdbezirke, die sich zur Durchführung gemeinsamer Maßnahmen der Bejagung, Hege und des Wildtiermanagements zusammenschließen. Primäres Ziel ist der Schutz von Wildtierarten, die Beutetiere für den Fuchs darstellen. Im Landkreis Karlsruhe wurden bisher sechs Hegegemeinschaften gegründet. Durch die Bejagung der Jungfüchse vor dem 1. August waren bei der Unteren Jagdbehörde erheblich weniger Anfragen zu Füchsen im Siedlungsbereich zu verzeichnen.

Zu den bejagbaren Wildgänsen gehören Grau-, Kanada- und Nilgänse. In der Jagdzeit vom 1. September 2016 bis 15. Januar 2017 wurden 308 Wildgänse erlegt, die sich gleichmäßig auf die drei Arten verteilen. Dies entspricht einer Steigerung der Strecke um 60%. Die Gänse richten vor allem im Bereich des Ackerbaus Schäden an.

Ein aktuelles Thema sind weiterhin Wildtiere im Siedlungsraum: In diesem Bereich ist eine Bejagung oftmals nur unter erschwerten Bedingungen möglich. Die derzeit größten Probleme bereiten Nutria, die vermehrt in Ortslagen an Bachläufen und Seen auftreten und deren Baue beträchtliche Schäden an Uferböschungen und Dämmen verursachen. Nutriapopulationen schaden zudem häufig landwirtschaftlichen Kulturen und der Vegetation. In den Ortslagen konnten durch die Zusammenarbeit der Städte und Gemeinden, den Jägern und Unteren Jagdbehörde Möglichkeiten der Bejagung gefunden werden. Die Nutriastrecke hat sich im vergangenen Jagdjahr fast verdoppelt: 751 Tiere kamen zur Strecke. Unterstützung und Beratung finden die Städte, Gemeinden und Jäger dabei beim Wildtierbeauftragten, der seit 1. März 2016 bei der Unteren Jagdbehörde tätig ist. Der starke Anstieg der Population ist häufig auf eine massive Fütterung dieser Tiere, z.B. in Grün- oder Erholungsanlagen, zurückzuführen. Die Untere Jagdbehörde fordert daher auf, die Fütterung unbedingt zu unterlassen.

Im kommenden Jagdjahr werden darüber hinaus auf freiwilliger Basis erstmals weitere Angaben zu Vorkommen und Population sonstigen Haar- und Federwildes im Rahmen der Streckenmeldung abgefragt. Die Untere Jagdbehörde bittet die jagdausübungsberechtigten Personen dabei um Unterstützung.

Bitte nicht füttern: Damit die Zahl der Nutria nicht noch weiter steigt, sollen sie nicht gefüttert werden. Nutria verursachen Schäden in der Natur und Landwirtschaft.

 

Herzlichst 

Ihr

Markus Rupp, Bürgermeister