< Der Bürgermeister informeirt KW 17
11.05.2017 13:48 Alter: 190 days

Der Bürgermeister informiert KW 19


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

„nach der überaus gelungenen Premiere vor zwei Jahren folgt nun die sicherlich nicht minder erfolgreiche Fortsetzung“, freut sich Bürgermeister Markus Rupp auf das zweite Gondelsheimer Rathausplatzfest.

Dreitägiges Rathausplatzfest in Gondelsheim mit Chris Roberts

Abwechslungsreiches Programm spricht alle Generationen und Musikvorlieben an


Die dreitägigen Feierlichkeiten gehen von Freitag, 21. Juli, bis Sonntag, 23. Juli. „Es ist gelungen, ein Programm auf die Beine zu stellen, das alle Generationen und damit die gesamte Bürgerschaft in der Gemeinde wie in der Region anspricht“, führt er weiter aus. Manches wurde dabei von der ersten Auflage übernommen, einiges jedoch auch neu aufgenommen.

Was auf jeden Fall gleich blieb, ist die Organisation des Festes auf dem Rathausplatz. Denn dahinter steckt eine Gemeinschaftsleistung der Gondelsheimer Vereine, allen voran der Arbeitsgemeinschaft Gondelsheim (AGG). Mit Unterstützung der Gemeinde ist es so gelungen, neben dem Oktoberfest und Weihnachtsmarkt einen weiteren Höhepunkt im Festkalender zu schaffen. „Das ist ein eindrucksvoller Beleg für ein intaktes Vereinsleben und damit für ein intaktes Gemeinwesen“, loben Rupp und der AGG-Vorsitzende Andreas Bürker das ehrenamtliche Engagement ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger. „Mit dem Rathausplatzfest knüpfen wir nahtlos an die Tradition der Schlossfeste als die zentrale Feier der Gemeinde an.“ Die Vereine werden auch mit eigenen Getränke- und Essensständen vertreten sein, auf der so genannten Vereinsmeile neben der Saalbachhalle.

Was ebenfalls gleich blieb, ist das Programm am Freitagabend. Nach dem Fassanstich zum Auftakt heißt es Bühne frei für ein echtes „Gondelsheimer Eigengewächs“ – Cris Cosmo. Der 39-Jährige steht für Sommer, Liebe und einen Hauch Revolution. Seit zehn Jahren mischt er deutsche Texte mit handgemachtem Pop, Latino-Reggae-Einflüssen und clubbigen Livebeats. Seinen Künstlernamen bekam Cris, als er mit Straßenmusik durch die Welt unterwegs war. In Südamerika nahmen die Leute dem sprachbegabten Chico mit der Gitarre seine deutschen Wurzeln nicht ab. Und nannten ihn einfach „Cris Cosmo“ – den Weltbürger-Cris. Der Vollblutmusiker ist Zeit seines Lebens auf der Bühne zu Hause und liebt es, mit seinem Publikum zu feiern. Cris hat mehr als 2000 Konzerte in aller Herren Länder gespielt, war bereits für den Echo nominiert und nahm 2012 an Stefan Raabs Bundesvision Song Contest teil.
Der Samstag bietet hingegen eine Premiere. Als musikalischer Höhepunkt tritt die Band Skameleon auf. Mit einer Live-Besetzung von neun Musikern begeistert die Ska-Cover-Band Skameleon das Publikum mit ihren tanzbaren Interpretationen der größten Rock- und Pop-Klassiker. Bekannte Welthits werden genauso eigenwillig gecovert wie Rockballaden der 90er, bekannte Film-Melodien oder Songs der Neuen Deutschen Welle.



Am Abschlusstag, dem Sonntag, kommen die Freundinnen und Freunde von Schlager und Volksmusik auf ihre Kosten. Aber nicht nur die. Denn nach dem Gottesdienst spielt zunächst „Das neue Gondelsheimer Jazztrio“. Im Gegensatz zu den anderen beiden Tagen gibt es zudem einen Mittagstisch.

Eine solche Stärkung dürfte auch von Nöten sein, warten anschließend doch zahlreiche Höhepunkte. Ein ganz besonderes Erlebnis wird sicherlich das erstmalige Gastspiel von Chris Roberts in Gondelsheim. „Du kannst nicht immer 17 sein“, „Hab’ Sonne im Herzen“ – die Liste der Hits von einem der wohl bekanntesten deutschen Schlagersänger ist wirklich lang. Und das Besondere dabei: Sein Liedtexte können Teenies ebenso mitsingen wie deren Eltern und Großeltern.

Aber auch das weitere Programm ist aller Ehren wert. Bergkristall – das Erfolgsduo aus Bayern -  laden alle Freunde des Schlagers und der Volksmusik zum Tanzen und Träumen ein. Mit ihren Auftritten beim „Grand Prix der Volksmusik“ sowie dem Sieg bei der „Schlagertrophy“ sind die beiden einem breiten Publikum bekannt. Was für Bergkristall gilt, gilt erst recht für Fernando Express. Seit 34 Jahren steht der Fernando Express bereits für Qualität in der deutschen Musikwelt. Bis heute Dauergast in den Rundfunk-Hitparade und eine ständige Präsenz in unzähligen Live-Veranstaltungen zu sein, spricht eine eindeutige Sprache. Und bis heute wird der Fernando Express von ihren Fans als „Die Könige der Tanzpaläste“ genannt. Nicht zuletzt auch dank dem Gondelsheimer Josef Eisenhut.
 
Moderiert wird dieser Tag von einer anderen Legende, von Rainer Nitschke. Mehr als vier Jahrzehnte war er ein ständiger Begleiter im Radio wie auch im Fernsehen. „Die Stimme des Südens“ moderierte unter anderem zahlreiche Sendungen im damaligen Süddeutschen Rundfunk.


Neues aus dem Jugendtreff Bounty

Kochen mit Waldeswürze


Wie schmeckt eigentlich der Wald? Eine der wenigen Fragen, welche uns der »Waldfühlpfad« nicht vermittelt hatte. Die Antwort gaben wir uns jedoch selbst. Denn wir hatten nicht nur eine, sondern gleich zwei Zutaten von unserem Ausflug nach Eppingen mitgebracht. Am darauffolgenden Tag war daher eine gemeinsame Kochaktion angesagt. Noch bevor wir richtig loslegten, setzten wir den Brennnesseltee auf, den auch tapfer alle verkosteten und der ob seiner zartherben Frische vollmundig gelobt wurde. Anschließend ging es ans Schneiden. Die in schönstem Wuchs, in einem schattigen Grund gepflückten Bärlauchblätter wurden zerkleinert und in die stetig sich verfeinernde Füllung unserer Maultaschen eingearbeitet. Selbstverständlich hatten wir auch den Teig selbst gemacht und hauchdünn ausgewellt. Auf diese mehlbestäubte Fläche löffelten unsere Jungköche dann die fertige Füllmasse, schnitten kleine Teigrechtecke aus und schlugen diese taschenförmig um. Fertig waren die rohen, selbstgemachten Bärlauchmaultaschen. Fertig und von höchst eigentümlicher Gestalt. Ab ging es in die bereits kochende Brühe.

Der Höhepunkt jeden Kochens war auch bei uns die gemeinsame Verkostung. Dampfend standen die Teller voll waldwürzigen Geschmackes vor uns. „Ich glaube, ich habe noch nie in meinem leben selbstgemachte Maultaschen gegessen“, war eine Bemerkung; „Mmmh“, eine andere; „Voll lecker“, eine weitere. Ansonsten waren eine ganze Weile lang nur genüssliche Schmatz- und Schlürfgeräusche zu vernehmen. Jeder konnte sich mehr als satt essen. Zufrieden räumten wir auf. Wir wissen jetzt, wie der Wald schmeckt.

Ein herzliches Dankeschön der Evangelischen Kirchengemeinde für die Überlassung der Gemeindehausküche und des Sitzungszimmers.

Eisiges
Selbst wer nicht in den Genuss der Maultaschen kam, musste nicht darben. Am vergangenen Sonntag hatte unsere Bar geöffnet. Und wie so oft hatte unser Barkeeper alle Hände voll zu tun und keine Minute Pause zwischen den Bestellungen. Über vier Stunden hinweg wurden eine Unmenge schaumiger Milchshakes geordert, ferner: eine Menge optisch wie geschmacklich ansprechender Eiskreationen, mit Sahnehaube verzierte Schokoladen und eine breite Auswahl an Eiskaffeevariationen. Alles frisch und liebevoll zubereitet und dargereicht in stimmungsvoller Umgebung.

Euer AWO-Jugendtreff-Team (Matthias und Michael Klebon, Andrea Mergel)


Kreisversammlung der Bürgermeister in Kraichtal

Forst, ÖPNV und Pakt für Integration waren Themen


Die jüngste Kreisversammlung des Gemeindetags fand am vergangenen Mittwoch in der Mehrzweckhalle in Kraichtal-Menzingen statt.

Breiten Raum nahmen Themen ein, die im Landesvorstand des Gemeindetags beraten wurden: So informierte Kreisvorsitzender Thomas Nowitzki über die Notwendigkeit, die Forstverwaltung weiter zu entwickeln, nachdem der Fortbestand des bisherigen Einheitsforstamtes landesweit gerichtlich untersagt wurde. Er appellierte an seine Bürgermeisterkollegen, frühzeitig die Gemeinderäte mit einzubeziehen und berichtete, dass von einer Lenkungsgruppe ein Eckpunktepapier erarbeitet wird. Ebenso wird sich auf Landkreisebene eine Arbeitsgruppe mit diesem Thema beschäftigen.

Großes Interesse rief der "Pakt für Integration" hervor, innerhalb dessen die Städte, Gemeinden und auch der Landkreis finanzielle Zuweisungen zur sozialen Betreuung von Flüchtlingen in der Anschlussunterbringung (AUB) erhalten können. Gefördert werden unter anderem auch sogenannte "Integrationsmanager", die sowohl auf Ebenen der Städte und Gemeinden, wie auch auf Ebene des Landkreises eingesetzt werden können. Kreisvorsitzender Thomas Nowitzki plädierte für ein möglichst landkreisweit abgestimmtes Vorgehen, um ein Maximum an Fördergelder für eine aufsuchende Betreuung der Flüchtlinge zu erhalten. Größte Herausforderung für die Städte und Gemeinden ist derzeit die Unterbringung von Flüchtlingen, die die Gemeinschaftsunterkünfte verlassen müssen. Während  die Zugangszahlen in die Unterkünfte des Landkreises weiter rückläufig sind und sich auf rund 100 pro Monat belaufen, müssen in diesem Jahr 2.600 Personen in die Anschlussunterbringung in die Städte und Gemeinden zugewiesen werden .Der Landrat erneuerte vor diesem Hintergrund das Angebot, frei werdende Räumlichkeiten in Gemeinschaftsunterkünften in Form von sogenannten  Kombimodellen zur Verfügung zu stellen.

Zu den anstehenden barrierefreien Umgestaltungen von Stadtbahnhaltestellen führte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel aus, dass dies ein gleichermaßen wichtiges wie teures Projekt ist. Er kündigte an, einen Mustervertrag auszuarbeiten, an dem sich jede Gemeinde orientieren kann. Daneben werde er dem Kreistag vorschlagen, ab dem Jahr 2019 jährlich 1,5 Mio EUR als Kreiszuschuss zur Verfügung zu stellen. Jede einzelne Maßnahme muss dann zwischen der Albtal Verkehrsgesellschaft als Bauherrin, der betroffenen Gemeinde sowie dem Landkreis individuell vertraglich vereinbart werden.

Weiteres Thema waren Entschädigungssätze für Feuerwehrangehörige. Die Runde der Bürgermeister war sich einig, dass das ehrenamtliche Engagement in diesem Bereich höchste Wertschätzung verdient, sich die örtlichen Strukturen aber so voneinander unterscheiden, so dass kaum einheitliche Sätze zur Anwendung kommen können. Erster Landesbeamter Knut Bühler trug vor, dass sich der Landkreis aus diesem Grund bislang mit entsprechenden Empfehlungen zurückgehalten hat. Kreisvorsitzender Bürgermeister Thomas Nowitzki plädierte deshalb für eine differenzierte Betrachtung und signalisierte Bereitschaft der Bürgermeister, mit den Verantwortlichen des Feuerwehrverbandes im Landkreis über die Entschädigungen vor Ort zu beraten.


Herzlichst

Ihr

Markus Rupp, Bürgermeister