< Der Bürgermeister informiert KW 12
06.04.2017 13:50 Alter: 195 days

Der Bürgermeister informiert KW 13


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

wie bereits berichtet wurden im Februar mit vereinten Kräften und unter fachkundiger Begleitung von Gutachtern und Naturschützern in einem ersten Abschnitt entlang des Saalbachs zwischen Saalbachhalle und Talstraße Gehölzpflegearbeiten durchgeführt. 

Die ersten Schwarzerlen sind gepflanzt
Weitere Maßnahmen in Abstimmung mit dem Hochwasserschutz

Dabei wurden nicht mehr verkehrssichere Bäume zurückgeschnitten oder entfernt und standortfremde Gehölze wie die wild aufgegangenen Robinien entfernt. Deren Wurzelwerk, das den Boden auflockert, hat maßgeblich zur Böschungserosion im Bereich Talstraße/In der Hofstadt beigetragen. Diese Folgen mit Steinquadern zu beseitigen wird uns 2018/19 rund 800.000 € kosten. 

Umso wichtiger war es nun, in Abstimmung mit den Fachleuten, hier die passenden Bäume zu pflanzen. Die heimische Schwarzerle mit ihrem stützenden Wurzelwerk wird uns in vielen Jahren hoffentlich vor weiteren, kostenintensiven Hangsicherungs-maßnahmen bewahren. 

 

Vergangene Woche wurden nun die ersten bachtpischen 10 Erlen mit einer Höhe von rund 2 Metern durch unseren Bauhof entlang der Saalbach gepflanzt. 

Weitere Bäume werden folgen, sobald die Details der ebenfalls in Planung befindlichen Hochwasserschutzmaßnahmen geklärt sind. Hier erwarten wir bis zum Sommer erste Planunterlagen.

„Arsch voll Geld“ für Brandschutz
Gondelsheimer Rat vergibt Sanierung des Nordflügels der Kraichgauschule

Quelle: BNN Brettener Nachrichten (Arnd Waidelich)

Einen „Arsch voll Geld“, wie es Bürgermeister Markus Rupp (SPD) formulierte, kostet Gondelsheim der Brandschutz, für den immer höhere Auflagen erlassen würden. Er sah sich andererseits in der Pflicht, die hohen Standards umzusetzen „sonst könnte ich nicht ruhig schlafen“. Jürgen Amend (SPD) plädierte dafür, sich auf der politischen Ebene für eine Entschärfung einzusetzen. Um eine Vergabe für die Brandschutzsanierung des Nordflügels der Kraichgauschule kam der Gemeinderat dennoch nicht herum. Die vom Gemeinderat einstimmig gebilligten zwölf Gewerke, so informierte Bauamtsleiter Sören Rexroth, schlagen mit 250 000 Euro zu Buche.

In ein Paket fasste der Gondelsheimer Gemeinderat Änderungen kommunalverfassungsrechtlicher Vorschriften zusammen. Grundlage ist die Novellierung der baden-württembergischen Gemeindeordnung vom 1. Dezember 2015. Das hat Auswirkungen auf die Geschäftsordnung des Gemeinderats und die Satzung über die Entschädigung für ehrenamtliche Tätigkeit, also auch die der Gemeinderäte. Als Mindestentschädigung für eine Inanspruchnahme bis zwei Stunden erhalten sie 15 Euro. Erstmals erhalten die Fraktionsvorsitzenden eine zusätzliche Aufwands-Entschädigung. Die Gemeinderäte werden nach dieser Änderung etwas früher ihre Einladungen und ein Informationsrecht im Mitteilungsblatt erhalten. Die Fraktionen werden künftig ihre Auffassungen zu Gemeindeangelegenheiten im Amtsblatt der Gemeinde darlegen können. Dafür wurde ein Redaktionsstatut erlassen. Eine Gegenstimme ohne Wortmeldung gab es für dieses Paket von Thomas Stein. Gegenüber den BNN begründete er sein Abstimmungsverhalten damit, dass er prinzipiell gegen solche Paketlösungen sei.

Für etliche Irritationen sorgt die Pflege und Unterhaltung des Haupt- und Trainingsspielfeldes des Fußballvereins Gondelsheim. Die Pflegearbeiten werden von Gemeinde und Verein gemeinsam getragen. Immer wieder werde die Vereinbarung nicht eingehalten, so berichtete Bürgermeister Markus Rupp, das Trainingsspielfeld nur in der Winterzeit zu nutzen, damit es sich den Sommer über regenerieren könne. Notfalls werde er das Feld mit Paletten unbenutzbar machen, wenn es so weitergehe, drohte der Bürgermeister rabiate Methoden an. Gepflegt werden soll das Feld künftig vom Baubetriebshof der Stadt Bretten. Diese hatte mit 28 000 Euro das günstigste von vier Angeboten abgegeben und erhielt vom Gemeinderat einstimmig den Zuschlag.

Offenes World Ranking  Sportturnier für Islandpferde
vom 21.-23. April 2017 auf dem Gestüt Gut Bonartshäuser Hof

Bald ist es soweit – vom 21.-23. April 2017 findet auf dem Gestüt Gut Bonartshäuserhof zwischen Gondelsheim und Jöhlingen/Obergrombach das erste Mal ein offenes Sportturnier für Islandpferde mit World Ranking statt. Besucher und Pferdeinteressierte sind recht herzlich dazu eingeladen, dieses sportliche Event live mitzuerleben. Bereits heute freut sich das gesamte Team des Guts darauf, zahlreiche Zuschauer begrüßen zu dürfen. Auf dem schönen Gelände des Bonartshäuserhofes werden ca. 240 Starter und Pferde erwartet. 

Es werden zahlreiche Gangprüfungen auf der isländertypischen Ovalbahn sowie auch Wettbewerbe auf der Passbahn stattfinden.

Neben den sportlichen Höhepunkten ist ebenfalls für ein buntes Rahmenprogramm abseits der Bahn gesorgt. So sorgen Freitagabend bereits DJ-Musik und Cocktailbar für die richtige Stimmung und auch das Samstagsprogramm wird durch Highlights wie eine Pferde-Show und den Auftritt der Karlsruher Band Sonority am Abend ab 21Uhr ergänzt. Der Eintritt für Besucher am Samstagabend beträgt 3€.

Da auch die kleinen Gäste etwas erleben sollen, wird am Sonntag den 23. April von 14-16 Uhr Ponyreiten angeboten.

Alle Infos sowie der offizielle Trailer zum Turnier können auf der Homepage www.osi17bo.de eingesehen werden. Das Turnierteam freut sich auf Ihren Besuch.

Maibaumstellen in Gondelsheim
am Samstag, 29. April 2017 
ab 18.00 Uhr auf dem Rathausplatz

Für alle, die das Maibaumstellen mit Brauchtum und Tradition, aber auch mit Ausgelassenheit und flotter Tanzmusik verbinden, ist der 29. April 2017 in Gondelsheim wieder ein absolutes Muss. 

Kindermaibaum

Seit 2012 wird nach einer Sitte aus Österreich auch bei uns ein Kindermaibaum gestellt. Dies geschieht in diesem Jahr wieder um 18.30 Uhr. An einer Birke, auf dem Rathausplatz gestellt wird, werden dabei von unseren Kindern aus dem Kindergarten „Am Saalbach“ und vom „Schneckenhaus“ gemalte Bilder aufgehängt. Aber auch alle anderen Kinder dürfen gerne noch zum Veranstaltungsbeginn ein Bild im A4-Format   abgeben. Jedes Kind, das ein „Gemälde“ persönlich abgibt, erhält einen Bon für eine Portion Pommes vom Heimat- und Kulturverein. Und das Tolle – der  „Saalbach“-Kindergarten begleitet das Kinder-Maibaumstellen musikalisch!

Der „große“ Maibaum 

Unter dem Motto „Der Mai ist auf dem Weg nach  Gondelsheim", werden Freiwillige Feuerwehr, Bauhof und Fa. Hübner um 19.30 Uhr den festlich geschmückten Stamm in die vorgesehene Hülse in den Rathausplatz stemmen. 

2012 wurden die typischen Handwerker-Wappen neu erstellt, seit 2014 glänzt der Maibaum mit einem neuen Kranz. 

Programm auf dem Rathausplatz

Nach der Begrüßung startet das interessante Programm: 

Unser Musikverein „Harmonie“ Gondelsheim wird mit seiner Seniorenkapelle den Abend in bewährter Manier musikalisch umrahmen.

Und gegen 20.30 Uhr werden „Nino und Lena“  zum Tanz in den Mai aufspielen.

Die Bewirtung der Veranstaltung übernimmt der Heimat- und Kulturverein. Neben den ersten knackigen Grillsteaks und Grillwürsten der Saison sowie Pommes und Belegten wird u.a. reichlich Maibockbier vom „Dachsenfranz“ aus dem Fass fließen. 

Wer seinen Tanzpartner auf ein Gläschen Sekt einladen möchte, hat dazu ebenso Gelegenheit. 

Also viele gute Gründe, das Gondelsheimer Maibaumstellen 2017 wieder ganz fest im Terminkalender zu vermerken!

Möglichkeit am 29. April 2017 

zur Besichtigung der Unterkunft für Flüchtlinge in der Anschlussunterkunft 

in der Bahnhofstraße 2 

In dem kommunalen Anwesen Bahnhofstraße 2 ist inzwischen eine Unterkunft für Flüchtlinge entstanden. Die Gemeinde Gondelsheim ist verpflichtet, eine vom Land bzw. Landkreis festgesetzte Zahl an Menschen in der sog. Anschlussunterbringung mit Wohnraum zu versorgen. Ich habe darüber mehrfach berichtet. 

Nun besteht am Samstag, 29. April für die Bevölkerung die Möglichkeit, die noch nicht bezogenen Wohneinheiten zu besichtigen. 

Mitarbeiter der Gemeinde Gondelsheim stehen Ihnen dort zwischen

16.30 und 17.30 Uhr 

für Informationen zur Verfügung.

Nutzen Sie die Gelegenheit und machen Sie sich selbst ein Bild.  

Neues aus dem Jugendtreff „Bounty“
(Fast) aller Dreck weg

Stinkende Beutel voller Hundekot, schmierige Glasflaschen, gebrauchte Taschentücher, zerfallende Plastikteile, angeschimmelte Essensreste, faulschlammige Planen und vieles Eklige mehr verschwand in unseren blauen Müllbeuteln. Bei unserer Teilnahme an der Ortsputzete setzten sich unsere Jugendlichen mit den unschönen Hinterlassenschaften unserer Gesellschaft auseinander. Bei schönem Frühlingswetter und in lustiger Gesellschaft hatten wir trotzdem unseren Spaß. Nach über eineinhalb Stunden eifriger Sammeltätigkeit hatten wir unser Gebiet (von der Leitergasse bis zur Hofstadt »abgegrast« und konnten zufrieden vermelden: „(Fast) aller Dreck weg.“

So wie wir unser Heimtatdorf vom Müll befreien halfen, so erleichtert fühlten auch wir uns. Mit diesem guten Gefühl im Bauch, einem ordentlichen Hunger und drei großen Müllsäcken im Schlepptau begaben wir uns zurück zum Bauhof, wo sich unser Tagewerk dem stetig anwachsenden Haufen der anderen Sammelgruppen beigesellte.

 

Beim wohlverdienten Wurstessen lieferten wir uns einen packenden Wettkampf mit der Jugendfeuerwehr, den wir zwar im Gesamtergebnis, nicht aber nach dem Pro-Kopf-Verbrauch, verloren. 

Viel wichtiger aber war unser Beitrag im Sammeln des Unrates: Nicht nur unserem Ortsbild, „das tut doch auch der Natur gut!“ Unser jüngster Mitsammler hätte es nicht besser ausdrücken können. Danke ihr drei Tapferen für eure Teilnahme!

Terminvorschau:

In der ersten Osterferienwoche, vom 10. bis 14. April, geht der Jugendtreff in eine kleine Pause.

In der zweiten Osterferienwoche planen wir – so das Wetter es zulässt – eine Reihe von Sonderaktionen: für die Kinder ein Ausflug zum Minigolfspielen, für die Teens und die Großen einen Ausflug in den Frühlingswald und eine Kochaktion. Weitere Details zu dieser Frühlingsaktionswoche und die Anmeldelisten hängen im Jugendtreff aus.

Euer AWO-Jugendtreff-Team (Matthias und Michael Klebon, Andrea Mergel)

Bürgermeister trafen sich in Östringen
Barrierefreier Ausbau des ÖPNV, Holzvermarktung, Tageselternverein und Asyl waren Themen

Zur jüngsten Kreisversammlung des Gemeindetags, die am vergangenen Mittwoch im Haus am Löwenplatz in Östringen stattfand,  hatte Kreisvorsitzender Bürgermeister Thomas Nowitzki den Präsidenten des Gemeindetags Roger Kehle eingeladen. Der berichtete zunächst von einem aktuellen Gerichtsurteil, das die Ansicht des Bundeskartellamts untermauert, wonach die bisherige Praxis einer gemeinsamen  Vermarktung von Holz aus dem Staatswald, den Körperschafts- und Privatwäldern gegen Wettbewerbsrecht verstoße. Zwar sei davon auszugehen, dass die kommunalen Spitzenverbände in Revision gehen, dennoch plädiere er dafür, bereits jetzt an einer Lösung zu arbeiten, die wettbewerbskonform sowie betriebswirtschaftlich vorteilhaft ist, auch, um eventuellen Schadensersatzansprüchen vorzubeugen. 

Er sprach sich in diesem Zusammenhang klar gegen die vom Minister für ländlichen Raum Peter Hauk ins Spiel gebrachte Variante aus, den Staatswald vorab in eine eigenständige Anstalt des öffentlichen Rechts zu überführen. Dem pflichtete Landrat Dr. Christoph Schnaudigel bei. Auch er sprach sich gegen Teillösungen aus und favorisiert eine Variante, die nicht nur einseitig Aspekte des Landes, sondern auch der des Landkreises und den Kommunen berücksichtige. Kritik übte Präsident Kehle am Land Baden- Württemberg beim Pakt für Integration: Zwar sei man in vielen Fragen einig, Geld für diese Aufgabe, die von den Gemeinden erledigt werde sei bis heute aber noch nicht geflossen.

Ein weiteres Thema war die Schaffung von Wohnraum. Im Jahr 2015 wuchs die Bevölkerung in Baden- Württemberg um 162.974 Personen. Allein dafür würden rechnerisch ca. 84.000 Wohnungen gebraucht; gebaut wurden allerdings nur 38.000 Wohnungen. Kreisvorsitzender Nowitzki kritisierte, dass ständig steigende gesetzliche Auflagen wie z.B. für den ökologischen Ausgleich, den Brandschutz oder die Barrierefreiheit dazu führen, dass die Kosten

unverhältnismäßig steigen und Baulandausweisungen und Neubauten bald unbezahlbar machen.

Durch die Verpflichtung zum barrierefreien Ausbau der Stadtbahnhaltestellen kommen auf die Städte und Gemeinden erhebliche Kosten zu. Grob geschätzt 56 Mio. EUR müssen hierfür im Zeitraum von 2018 bis 2028 aufgewendet werden. Landrat Dr. Christoph Schnaudigel schlug ein abgestimmtes Vorgehen vor, wie es sich bereits beim Ausbau des Stadtbahnnetzes bewährt hat. Aus diesem Grund werde der Kreistag eine Mustervereinbarung beschließen, die einen einheitlichen Standard und weitere Regelungen wie z.B. im Hinblick auf die Deckelung der Planungs-und Baunebenkosten beinhaltet. Ebenso werde er dem Kreistag vorschlagen, dass der Landkreis über die Kreisumlage 50% der  förderfähigen Kosten übernimmt. Auf dieser Basis können die Kommunen dann konkrete Vereinbarungen mit der AVG treffen.

Abgestimmt will man auch bei der Betreuung von Kindern bei Tagesmüttern vorgehen: 1044 Kinder werden im Landkreis Karlsruhe von 257 Tagesmüttern betreut, von denen die aller-meisten in den Tageselternvereinen Bruchsal und Ettlingen organisiert sind. Zur Abgeltung der Organisationskosten der beiden Vereine leisten Landkreis und Kommunen Zuschüsse von rund 1,3 Mio EUR, worin 460.000 EUR an Landesmittel enthalten sind. Die Vorgehensweise, dass der Landkreis zusammen mit Vertretern aus dem Kreis der Bürgermeister mit den Tageselternvereinen Standards vereinbart werden habe sich bewährt, resümierte Kreisvorsitzender Bürgermeister Thomas Nowitzki. Aus seiner Sicht besteht deshalb keine Notwendigkeit für individuelle Vereinbarungen.

Zur Flüchtlingssituation gab Erster Landesbeamter Knut Bühler Bericht. Die Zahl der Neuzugänge in den Landkreis werde sich auf dem bisherigen Niveau bewegen und mittelfristig um die 100 im Monat betragen. Auf die Kommunen kommen in diesem Jahr 2.600 Flüchtlinge, die aus den Gemeinschaftsunterkünften zur Anschlussunterbringung in den Kommunen überstellt werden. 

Landrat Dr. Christoph Schnaudigel wies darauf hin, dass in den Kombimodellen ausreichend Raum zur Verfügung steht und erneuerte sein Angebot zur räumlichen und auf Wunsch auch soziale Betreuung.

Herzlichst 

Ihr

Markus Rupp, Bürgermeister