< Der Bürgermeister informiert KW 9
16.03.2017 06:44 Alter: 104 days

Der Bürgermeister informiert KW 10


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die Gemeindefinanzen haben nach einem 10jährigen stetigen Hoch in 2016 eine empfindliche Delle erfahren – mit Auswirkungen auf den Haushalt 2017. Ich habe darüber berichtet. 

Der nachfolgende Bericht zeigt die im wahrsten Sinne des Wortes Unberechenbarkeit der Einnahmequelle „Gewerbesteuer“ und den Personalwechsel in der Kämmerei der Gemeinde Gondelsheim. 

Maike Schäfer hat zum 1. März das Rechnungsamt übernommen
Gewerbesteuer – die große Unbekannte
Corinna Kehrer wird Persönliche Referentin des Bürgermeisters

So sehr sie jede Stadt, jede Gemeinde benötigt, so tückisch ist sie zuweilen. Die Rede ist von der Gewerbesteuer, dem größten Einzelposten des kommunalen Haushalts. In Gondelsheim war diese in den vergangenen Jahren ein steter Quell der Freude. Mit Ausnahme der Finanzkrise floss von Jahr zu Jahr mehr Geld in die Gemeindekasse. „Das zeigt, wie erfolgreich die örtlichen Gewerbetreibenden sind und ist damit auch ein Beleg für die Attraktivität des Standorts Gondelsheim“, sagt Bürgermeister Markus Rupp. Insgesamt siedelten sich mehr Firmen an und alle zusammen erwirtschafteten stetig höhere Gewinne. Denn die Bemessungsgrundlage für die Gewerbesteuer ist ausschließlich der Gewinn eines Unternehmens. Höhere Gewinne, höhere Gewerbesteuereinnahmen lautet folglich die Kurzformel.

Aber das mit den Gewinnen ist so eine Sache. Bis der letztlich wirklich feststeht, zieht einige Zeit ins Land. „Das kann bis zu vier, fünf Jahre dauern“, sagt die langjährige Leiterin des Rechnungsamtes Corinna Kehrer und ergänzt: „Die Gewerbesteuer ist daher immer eine Unbekannte.“ Jeder Kommune bleibt nichts anderes übrig, als bei der jährlichen Haushalts-Erstellung die Höhe der Gewerbesteuerreinnahmen zu schätzen. „Diese Schätzungen beruhen auf den Gewerbesteuer-Messbescheiden des Finanzamts“, ergänzt Maike Schäfer, die neue Verantwortliche für die Gondelsheimer Finanzen. Jedoch können die Finanzbehörden auch nichts anderes machen, als aus den Zahlen der Vergangenheit eine Prognose für die Zukunft abzugeben. Zudem spielen zahlreiche Faktoren bei der Ermittlung des tatsächlichen Gewinns eine Rolle. Ein geringerer Ertrag kann beispielsweise auch daher rühren, dass ein Unternehmen kräftig investiert hat in neue Grundstücke, Gebäude, Maschinen oder eine andere Firma übernommen hat. Ändert aber alles nichts an der Grundproblematik: „Wir leben von der Hoffnung, dass die tatsächliche Gewerbesteuer auch der geplanten entspricht“, betonen beide.

Genau diese Hoffnung hat sich jüngst nicht erfüllt. 2016 nahm die Gemeinde Gondelsheim tatsächlich 570.000 Euro an Gewerbesteuern ein, obwohl die Bescheide des Finanzamts noch im April 2016 rd. 2,2 Millionen Euro Gewerbesteuer suggerierten. Eingeplant hatte die Gemeinde im Haushalt 2016 1,75 Millionen Euro. „Wir agieren immer vorsichtig und berücksichtigen einen Puffer“, erklärt Corinna Kehrer die Vorgehensweise der Gemeinde. 

Auch da darf man sich das nicht so vorstellen, dass das Finanzamt den Steuerbescheid mit den tatsächlichen Gewinnen für alle Firmen in der Gemeinde auf einmal schickt. Vielmehr trudeln diese über Monate verteilt einzeln ein. Somit ergibt sich erst nach und nach ein klares Bild, wie hoch die Gewerbesteuereinnahmen wirklich sind, beziehungsweise waren – denn inzwischen sind mindestens ein bis zwei Jahre vergangen. „14 Monate haben die Unternehmen Zeit für die Abgabe der Steuererklärung und dann beginnt die Prüfung durch die Steuerbehörden“, erklärt Corinna Kehrer, die nach der Einarbeitung ihrer Nachfolgerin künftig zuständig für die Schule sowie die Kindergärten ist sowie die Aufgabe als Persönliche Referentin des Bürgermeisters übernimmt.   

Gondelsheim kruschtelt
Ein Bericht von Hügelhelden.de

Am Samstag war ganz Gondelsheim auf den Beinen. Wo man auch hinsah, emsige Menschen – ganz gleich ob Jäger oder Sammler. Auf dem kleinen Platz gegenüber dem Löwenthor feierte der „Gondelsheimer Bücherschrank“ seinen zweiten Geburtstag. Im März 2015 hatte der Bürgerverein eine alte Telefonzelle, die Corinna Vogel den ganzen Weg vom Michenburger Zellenfriedhof nach Gondelsheim gefahren hatte, zu einer Art Mini-Bücherei ausgebaut. Rund 1.400 Euro hatte die Gemeinde in das Projekt investiert, welches sich auch zwei Jahre nach dem Start ungebrochener Beliebtheit erfreut. Etwa 300 Bücher können hier nach dem Fair-Use-Prinzip entliehen werden. Wer alte Bücher hat kann diese spenden und für den Bücherschrank zur Verfügung stellen. Der befürchtete Vandalismus blieb übrigens aus – anders als in anderen Städten und Gemeinden gehen die Gondelsheimer mit ihrer Mini-Bücherei sehr pfleglich um und gönnten ihr nun am Samstag sogar eine Geburtstags-Fete. Für die richtige Musik bei strahlendem Sonnenschein sorgte die „Neue Gondelsheimer Jazz-Kapelle“, es gab Kaffee und Kuchen sowie einen üppig bestückten Bücherstand zum Tauschen und Borgen. Genau da griff die eingangs beschriebene Veranlagung der Sammler und Jäger, doch nicht nur hier. 

Auch in der Gondelsheimer Saalbachhalle kamen die Kruschtler voll auf ihre Kosten. Hier gab es: (um das wunderbare Lied der Augsburger Puppenkiste über Frau Maasens Laden auf Lummerland zu bemühen) Hustenbonbons, Alleskleber, Regenschirme, Leberkas, Körbe, Hüte, Lampen, Bürsten und noch dies, und dann noch das.

  

Bereits seit 29 Jahren wird der weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannte Markt mittlerweile auf die Beine gestellt. Die gute Seele dahinter ist Ortsrätin Petra Schalm, die auch dieses Mal unermüdlich im Einsatz war. Das eingenommene Geld kommt dabei stets einem örtlichen Sozialprojekt zu Gute. In diesem Frühjahr geht das Geld zu Gunsten des Schneckenhauses Gondelsheim. Die Gemeinde und Bürgermeister Markus Rupp freuen sich sehr über das Engagement und stellen für den Markt die Halle kostenfrei zur Verfügung. Zwei bis dreimal pro Jahr wird in Gondelsheim Gebrauchtes an den Mann oder die Frau gebracht – rund 60.000 Euro sind so über die Jahre an Geldern für wohltätige Zwecke zusammen gekommen. Gondelsheim hat eben ein großes Herz – auch für Kruschtler, Jäger und Sammler.

Ortsputzete am 25. März 2017
"Dreck-weg-Samstag“ in Gondelsheim!"

Unter bewährtem Motto möchte die Gemeinde Gondelsheim auch im Jahr 2017 wieder dazu beitragen, dass innerörtliche Grünanlagen, Wege oder Blumenrabatten etc. nicht zu einer Müllhalde verkommen.

Leider sieht es nach jedem Winter an vielen Stellen nicht besonders schön aus.  

Deshalb wird durch die Gemeindeverwaltung erneut eine Ortsputzete organisiert. Ziel ist es, dass Gondelsheim im Frühling vom „Dreck“ befreit ist. Natürlich braucht es dazu wie in den vergangenen Jahren wieder engagierte Bürgerinnen und Bürger, die tatkräftig helfen, so Bürgermeister Markus Rupp.  

Die Aktion wird am Samstag, den 25. März 2017 ab 10.00 Uhr durchgeführt. Treffpunkt ist auf dem Rathausplatz. Gegen etwa 12.00 Uhr soll das Unterfangen beendet sein. Die Einteilung der Sammelgruppen, die Zuweisungen von Gebieten und die Verteilung von Müllsäcken und Handschuhen erfolgt über den Bauhof der Gemeinde Gondelsheim.

Zum Ende der Ortsputzete lädt die Gemeinde Gondelsheim die fleißigen Helfer traditionell zu einem Vesper ein. 

Neues aus dem Jugendtreff „Bounty“
Selbstgemachtes

„Oah, des schmeckt überragend gut“, so die Aussage eines Jugendlichen über unseren selbstgemachten Quarkauflauf mit Sauerkirschen und Sahnehaube. Wieder einmal hatte die Bar geöffnet gehabt. Und die Treffbesucher zeigten sich wie fast immer höchst wissbegierig in Bezug auf die Zutaten und frische Zubereitung. Sie bedienten sich Feinwaage und Rührgerät, wogen Teeblätter ab, schlugen Sahne auf, redeten bei Geschmacksnuancen ein Wörtchen mit, mahlten ihr eigenes Kaffeepulver (in der Handmühle aus Urgroßmutters Zeiten); und sie schnupperten, verkosteten und besprachen die Erzeugnisse. Die Bar ist ein Treffpunkt, ein Treffpunkt, an dem sich der Alltagsbetrieb entschleunigt, ein Treffpunkt, an dem Zeit zum Reden und Erzählen ist.

Während unten (im Hauptraum) Tischtennisbälle über die Platte sausten, Billardkugeln über das Feld rollten und die Tischkickermännchen an ihren Stangen wirbelten, wurde oben (im Barbereich) zu entspannter Loungemusik und bunten Lichtern geplaudert, genascht und genippt. Und genossen!

Ein herzliches Dankeschön an Familie R. Walz für die Spende großer Papierbögen.

Terminvorschau:

Am Samstag, 25. März, veranstaltet die Gemeinde ihren alljährlichen „Dreck-weg-Samstag“. An dieser Ortsputzete wollen wir uns als eigene Gruppe beteiligen. Treffpunkt um 10 Uhr vor dem Gemeindebauhof. Anmeldung bei uns Betreuern.

Euer AWO-Jugendtreff-Team (Matthias und Michael Klebon, Andrea Mergel)

So einfach geht „zeozweifrei-unterwegs“
Tipps und Tricks LIVE für die Bürgerinnen und Bürger am Samstag, 1. April 2017 von 10 bis 12 Uhr in Gondelsheim

Wie einfach das Buchen und Fahren eines zeos ist, haben die Partner des Projekts „zeozweifrei unterwegs“ in einer Reihe von Einweisungsterminen Ende vergangenen Jahres gezeigt. Aufgrund der großen Resonanz bieten die Projektverantwortlichen im Frühjahr wieder Praxistipps und Tricks zum Elektroauto zeo an. Bereits registrierte Flinkster-Kunden, aber auch neue Interessenten, können zu einem der Termine einfach vorbeikommen. Das Einweisungsteam zeigt Schritt für Schritt, wie die Elektroautos gefahren und geladen werden. Die Bürgerinnen und Bürger bekommen wertvolle Praxistipps und können selbst eine Runde mit den zeos drehen.

Was mache ich, wenn ich im Stau stehe und meinen zeo später als geplant zurückbringe? Wie lade ich unterwegs Strom auf, um meine Reichweite zu vergrößern? Die Einweisungstermine geben Antworten auf diese und andere häufig gestellte Fragen.

In Gondelsheim findet die Einweisung am Samstag, 01. April 2017 von 10 bis 12 Uhr an der zeo-Station Saalbachhalle statt. Eine Übersicht zu allen Einweisungsterminen in der Region finden Sie unter www.zeozweifrei-unterwegs.de.

Die Registrierung zur Nutzung der zeos ist für Bürgerinnen und Bürger der Region Bruchsal kostenlos und schnell erledigt: Über www.zeozweifrei-unterwegs.de gelangt man zum Anmeldeformular. Ihre Nutzerkarte erhalten die künftigen zeo-Fahrer dann im Bürgerbüro Ihrer Gemeinde Gondelsheim. Danach kann es schon losgehen. Die Elektroautos sind rund um die Uhr via Internet, Smartphone-App oder Telefon buchbar. Auch begleitetes Fahren ab 17 Jahren ist möglich, wenn der Beifahrer im Besitz einer zeo-Nutzerkarte ist.

zeo fahren ist nicht nur umweltfreundlich, sondern auch günstig: Anmelde- oder monatliche Grundgebühr sowie eine zu hinterlegende Kaution gibt es nicht – vorausgesetzt man wohnt in einer der am Projekt teilnehmenden Stadt oder Gemeinde. Dann kostet die Nutzung des Renault Zoe 18 Cent pro gefahrenen Kilometer und einen Euro pro Stunde. 

Übrigens wird das Netz der Ausleihstationen bald komplett sein, die Flotte vergrößert sich auf insgesamt 40 Elektroautos. „zeozweifrei unterwegs“ wird organisiert von der Regionalen Wirtschaftsförderung Bruchsal, der Energie- und Wasserversorgung Bruchsal sowie der Umwelt- und Energieagentur Kreis Karlsruhe. 

Registrierung, Buchung und Kundendialog laufen über Flinkster Carsharing, einer Tochter der Deutschen Bahn. Die zeo-Nutzer der Region Bruchsal können europaweit über 4.000 Fahrzeuge des Flinkster-Netzwerks in 300 Städten nutzen.

Herzlichst 

Ihr

Markus Rupp, Bürgermeister