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23.02.2017 12:42 Alter: 66 days

Der Bürgermeister informiert KW 7


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

am Freitag ist Blutspende-Termin in Gondelsheim. Nicht vergessen!

Freude, Aufregung und Dankbarkeit prägten die Einbürgerungs-Feierlichkeiten, die am vergangenen Donnerstag, 16. Februar 2017 im Foyer des Landratsamtes Karlsruhe stattfanden und zu denen ich geladen war.

Mit dabei war auch Hedi Gnädinger aus unserer Gemeinde. Ihr beeindruckender Redebeitrag folgt im Anschluss an die Berichterstattung aus dem Landratsamt. 

Menschen aus aller Welt im Landratsamt Karlsruhe
Persönliche Bekenntnisse und bewegende Lebensgeschichten bei der Einbürgerungsfeier

Landrat Dr. Christoph Schnaudigel hatte alle Menschen, die in den Jahren 2016 und 2017 die deutsche Staatsbürgerschaft im Landkreis Karlsruhe angenommen haben, zu einer Einbürgerungsfeier eingeladen. „Die Einbürgerung an sich ist formal gesehen zunächst ein reiner Verwaltungsakt, den meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rund 450 Mal im Jahr vollziehen. Doch für viele von Ihnen ist die Tatsache, nun deutscher Staatsbürger zu sein, ein besonderer Moment und für einige auch ein langer Wunsch, der in Erfüllung geht. Um dies gebührend zu würdigen, habe ich Sie heute eingeladen und ich freue mich sehr, dass Sie so zahlreich mit Freunden und Familie gekommen sind“, begrüßte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel die rund 200 Gäste. Unter Ihnen auch viele Oberbürgermeister, Bürgermeister und deren  Stellvertreter, die die Neubürgerinnen und Neubürger aus „ihrer“ Stadt und Gemeinde ebenfalls begrüßten.

„Die Gründe, warum jemand Deutsche oder Deutscher werden will, sind genauso vielfältig wie die Nationen, Kulturen und Altersgruppen, die heute Abend vertreten sind. Eins jedoch haben alle gemeinsam: die bewusste Entscheidung für die deutsche Staatsbürgerschaft und die Initiative, dies aktiv anzugehen“, beglückwünschte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel die Neubürgerinnen und Neubürger zu diesem Schritt. Zwei Einbürgerungen nahm er gleich selbst vor und überreichte Juliana Menezes Cavaco und Oscar Jr. Augusto Cornelio, nachdem sie vor den versammelten Gästen den Treueeid auf die Bundesrepublik Deutschland geleistet hatten, ihre Urkunden, die sie überall auf der Welt als deutsche Staatsbürger ausweisen.

Bewegende und sehr persönliche Momenten brachten einmal mehr die Beiträge der Neubürgerinnen und Neubürgern, die in Gedichten, Lesungen und Reden ihre Geschichte und die Gründe schilderten, diesen Schritt zu gehen und was es für sie bedeutet, in Deutschland eine Heimat gefunden zu haben und nun auch die deutsche Staatsangehörigkeit zu besitzen.

Rede von Hedi Gnädinger (Gondelsheim) bei der Einbürgerungsfeier

„Mein Name ist Hedi Gnädinger. Geboren bin ich in São Paulo, Brasilien. Mein Vater ist italienischer und meine Mutter libanesischer Abstammung. Ich lebe seit 25 Jahren in Deutschland, bin mit einem Deutschen verheiratet und wir haben zwei Söhne. Während eines Aufenthalts in London, kam ich im Februar 1987 zum ersten Mal nach Deutschland. Da habe ich meinen Mann auf der Fasnacht in Singen am Hohentwiel kennen gelernt. Ein bisschen ungewöhnlich war das schon - Carnaval in Rio wäre normaler gewesen. Nach vier Wochen Ferien in Brasilien, haben wir uns entschieden zusammen zu bleiben und haben im Sommer 1992 geheiratet. In Brasilien, habe ich Biologie studiert und danach als Wissenschaftsjournalistin im Rundfunk gearbeitet. Als Nebenjob, war ich Englischlehrerin bei BERLITZ. Als ich meine Kollegen Deutsch sprechen hörte, dachte ich immer: „Gott sei Dank, muss ich diese schwierige Sprache niemals lernen!“ Es kam anders und es war natürlich nicht möglich, meinen Beruf in Deutschland auszuüben, da die Sprachkenntnisse dafür nicht ausreichend waren. Ich habe schnell bemerkt, dass ich dringend Deutsch lernen musste. Es war für mich, als jemand der sich so gerne unterhält, von höchster Priorität. Also habe ich Deutsch gelernt, oder besser, ich lerne es bis heute und es macht mir Spaß. Deutsch ist keine Sprache, die man in 25 Jahren vollständig erlernt. Es wäre viel einfacher, wären da nicht diese Artikel! Als wir in Stuttgart gelebt haben, habe ich eine Stelle im Haus des Waldes gehabt. Eine Einrichtung von der Forstdirektion Stuttgart und Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Als die Kinder kamen, war ich dann zu Hause. Die Kinder waren 5 und 2 Jahre, als  sind wir nach Gondelsheim gezogen sind und dort ein Haus gebaut haben. Es gibt keine bessere Art der Integration, als kleine Kinder zu haben. In der Krabbelgruppe, dann im Kindergarten und anschließend in der Schule. Ich habe sogar ein paar Mal das Abenteuer Elternbeirat übernommen und Kassiererin im Fußballverein war ich auch eine Zeit lang. Das Vorlesen deutscher Kinderbücher hat mir immer Spaß gemacht. Ich habe die Bücher immer im Kopf ins Portugiesisch übersetzt. Von der kleinen Raupe Nimmersatt bis zum kleinen Maulwurf. Immer dachte ich, es wäre doch schön, wenn ich diese Kinderbücher übersetzten könnte. Das hat sich dann realisiert, als die Kinder groß wurden und es mir etwas zu langweilig wurde. Mit der Unterstützung meines Mannes, der viel bessere geschäftliche Ideen hat als ich, bin ich Literaturagentin und Übersetzerin von Kinderbüchern geworden. Ich bringe die schönsten Kinderbücher der Welt von deutschen Verlagen nach Brasilien, wo sie dann auf in portugiesischer Sprache erscheinen. Eine tolle, bunte, fröhliche Verbindung zwischen meinen Lieblingsländern, die mir sehr viel Spaß und Freude bereitet. Es war nicht immer alles toll, die Kulturunterschiede waren am Anfang für eine Brasilianerin gewöhnungsbedürftig. Ich hatte oft das Gefühl, dass ich was Falsches machte. 

Aber inzwischen, werde ich mit meiner Korrektheit, Verlässlichkeit und Präzision als „die Deutsche im Haus“ bezeichnet. Deutschland passt zu mir. Ich habe Deutschland viel zu danken. Ich bin hier immer willkommen gewesen, habe vieles gelernt und ein bisschen disziplinierter bin ich auch geworden. Meine deutsche Familie ist sensationell und ich habe tolle Freundschaften geschlossen. Aber ein Brasilianer bleibt immer Brasilianer. Ich konnte und wollte auch meine Ursprünge nicht so einfach aufgeben - nicht mal nach dem 7:1 bei der Fußball WM in Brasilien, obwohl das mehr als ein Grund gewesen wäre. Deswegen habe ich beide Staatsangehörigkeiten. Brasilien und Deutschland passen zusammen. Vielleicht, weil die zwei Länder so verschieden sind, ergänzen sie sich. Ich bekomme Gänsehaut, wenn ich die deutsche Nationalhymne höre. Ich bin verärgert, wenn Bayer 04 Leverkusen verliert. Außer Schlachtplatte und Blutwurst schmeckt mir alles. Also, Deutschland passt zu mir. Und so fühle ich mich heute sehr dankbar.“

Hell ist es am Saalbach geworden
Gewässer-Experten empfehlen weitere Rückschnitte – Neupflanzungen geplant

Die Arbeiten der letzten Tage und Wochen haben Wirkung gezeigt: Das gewohnte Bild entlang der Saalbach-Promenade hat sich insbesondere zwischen der Hofstadt und dem Kindergarten stark verändert. 

Etliche Bäume mussten gefällt werden, manche aus Sicherheitsgründen, andere aus Gründen des Hochwasserschutzes. Einige Bäume waren aber auch wild aufgewachsen und nicht standortgerecht. Hierzu zählen hauptsächlich Robinien, deren Wurzelwerk die Böschung auflockert und somit zur Erosion der Saalbachböschung maßgeblich beiträgt. 

Den Bildern sind die Schäden an den Bäumen zu entnehmen, die für den Laien von außen oftmals nicht ohne Weiteres zu erkennen waren. Es war also auch hier richtig, die Arbeiten durch den ortskundigen Gutachter Heinrich Gingerich begleiten zu lassen.

   

Erhalten geblieben sind allerdings vorhandene Höhlen für schutzbedürftige Tierarten. Dies hat man in Absprache mit der unteren Naturschutzbehörde beim Landratsamt in Rahmen von Ortsterminen festgelegt.

Gewässer-Experten von Landratsamt und Regierungspräsidium empfehlen sogar die unteren 2/3 der Saalbach-Böschung von Bäumen und Sträuchern zu befreien, um den Abfluss-Querschnitt im Hochwasserfall zu erhöhen. Dieses Ziel wird selbstverständlich angestrebt, ist aber nicht innerhalb eines Jahres zu bewerkstelligen. 

Dies alles bedeutet aber nicht, dass es beim derzeitigen Bild bleiben wird! Um die Böschung mittel- und langfristig zu sichern, werden sukzessiv standortgerechte Schwarzerlen neu angepflanzt. Deren tiefe Wurzeln sind typisch für Bachläufe und sichern die Böschung markant am Übergang zum Gewässer. Dies betrifft vorerst den Bereich zwischen Kindergarten und Talstraße, nach Herstellung der baulichen Böschungssicherung dann auch das Ufer ab der Talstraße Richtung Hofstadt. 

In den kommenden Jahren folgen dann weitere Bereiche, in denen noch Gewässerunter-haltungsarbeiten durchzuführen sind.

„Bounty“ erlebt großen Zuspruch
Leiter des Gondelsheimer Jugendtreffs berichten im Gemeinderat 
über ihre Arbeit Abendtreff mit bis zu 20 Besuchern

Quelle: Brettener Nachrichten (BNN) vom 16.02.2017 – Arnd Waidelich

„Eine super Arbeit“ – mit diesem vom CDU-Fraktionsvorsitzenden Manfred Schleicher verliehenen Etikett durften die beiden Jugendtreffleiter Mathias und Michael Klebon nach ihrem Bericht über ihre Arbeit im Jugendtreff „Bounty“ nach Hause gehen.

Das „Bounty“ sei von Anfang an in einem guten Fahrwasser gewesen und habe sich seither stetig nach oben entwickelt, eröffnete Michael Klebon die im Duett im Gondelsheimer Gemeinderat vorgetragene Bilanz.

Eine „Wahnsinns-Entwicklung“ mit einem Boom ohnegleichen habe es beim Kindertreff gegeben. Er werde täglich von 20 bis 25 Kinder im Grundschulalter besucht. Ähnlich sei es beim Team-Treff und beim Abendtreff mit jeweils zwischen 15 bis 20 Besuchern.

Im Bereich der Kooperation mit der Schule, auf die Bürgermeister Markus Rupp besonders großen Wert legte, sei der Zustrom anfangs gar so arg gewesen, dass sich Mathias Klebon überfordert sah. Bei der großen Zahl der Kinder sei ein vernünftiges Arbeiten schlicht nicht möglich gewesen. Das habe sich erst geändert nach einer Reduktion auf zwei Klassenstufen. Trotzdem kämen immer noch 250 Schüler pro Woche.

Alle beide legen Wert darauf, im Jugendtreff einen geschützten Raum mit Wohlfühlatmosphäre zu schaffen. Dazu tragen viele Sonderaktionen bei, wie Ausflüge oder Bastelaktion, so berichtete Michael Klebon am Dienstagabend im Rat. Besonders bewährt habe sich, dass es sich um ein rein Gondelsheimer Team handele. Eine solch tiefe Eingebundenheit in das Dorfleben gebe es sonst nirgends.

Nicht zuletzt deshalb sei die Arbeit im Jugendtreff für ihn wie für seinen Bruder „eine Herzensangelegenheit“, meinte Michael Klebon und unterstrich das mit einem: „Wir lieben es, im eigenen Dorf zu arbeiten.“ 

Er sei stolz auf die vielen positiven Rückmeldungen, sagte er am Ende eines mit viel Applaus und anerkennendem Kopfnicken aus den Gemeinderatsreihen bedachten Berichts.

Sportler- und Ehrenabend der Gemeinde Gondelsheim
am 29. September 2017 ab 19.30 Uhr in der TV-Turnhalle

Die Gemeinde Gondelsheim führt in diesem Jahr wieder einen Sportler- und Ehrenabend in der TV-Halle durch. 

Geehrt werden Erfolge im Zeitraum vom 01.08.2016 bis 30.06.2017. Weitere Hinweise zur Verleihung von Urkunden und Medaillen können Sie auf unserer Homepage (Startseite > Aktuelles & Rathaus > Wissenswertes zur Gemeinde > Ehrenordnung der Gemeinde) abrufen.

Ihre Meldungen oder Anträge für die Saison 2016/2017 können Sie bis spätestens 14.07.2017 – gerne auch schon vorher - bei der Gemeinde Gondelsheim (Ansprechpartner: Anja Turan, Steueramt, Zimmer 3, Tel. 07252/9444-32, per Post oder E-Mail: Anja.Turan@gondelsheim.de) einreichen.

Herzlichst 

Ihr

Markus Rupp, Bürgermeister